Gesunde Jugendliche mit Zyprexa behandelt
Wie die Pharmaindustrie aus gesunden Menschen Kranke macht, wurde bereits beschrieben.
Vor Kurzem bin ich über einen Artikel der ‘Alliance For Human Research Protection‘ gestolpert, der einen dieser Fälle der Profitgier der Konzerne beschreibt.
So hat der Konzern Eli Lilly von 1997 bis 2003 unter Anderem an der Universität Yale 60 Jugendliche mit dem psychoaktiven Medikament Zyprexa behandelt. In Deutschland wird das Medikament unter Anderem an depressive Menschen verschrieben.
Die behandelten Jugendlichen aber waren weder depressiv noch sonst etwas, sie waren kerngesund. Sie hatten nur einen Zwilling, der an Schizophrenie erkrankt war. Die Organisation gibt aber die wissenschaftliche Wahrscheinlichkeit des Erkrankens des gesunden Zwillings mit 8% bis 15% an. 90% der Jugendlichen könnte das Medikament also ohnehin nicht helfen, und trotzdem wurden sie behandelt.
Das ist umso schwerwiegender, als dass Zyprexa alles andere als ungefährlich ist.
Die Jugendlichen nahmen während des Tests im Durchschnitt 13% an Körpergewicht zu. Die Studie findet des Weiteren heraus, dass “diejenigen, die während der Testphase psychische Symptome entwickelten, dies in den ersten Wochen der Studie taten”. Anders gesagt, die Jugendlichen waren gesund BIS sie das Medikament nahmen. Erst dann wurden sie krank.
Dass dies den Jugendlichen nicht verborgen blieb, zeigt auch die Abbruchrate: 58% der Testpersonen brachen die Studie ab, bevor sie zu Ende war.
Man sollte sich sowieso wundern, wie ein Medikament gegen Depression und gegen Schizophrenie wirken soll. Das wäre wie wenn Aspirin auch gegen Lepra helfen würde.
Die Anstrengungen von Eli Lilly sind ein perfektes Beispiel für die Pharmabranche. Die meisten diagnostizierten psychischen Krankheiten sind nunmal erfunden. Wenn sich Kinder “unkonventionell” verhalten, werden ihnen Krankheiten wie Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder Schizophrenie attestiert. Und den Kindern, die sich normal verhalten, soll jetzt sogar ein Risiko anghehängt werden, alle möglichen Krankheiten zu entwickeln - und gnädigerweise bietet Eli Lilly die Rettung an in Form eines Medikamentes, das im Gehirn irreparable Schäden hervorrufen kann.
Dass Zyprexa auch bei Schizophrenie die Krankheit überhaupt erst hervorrufen kann, ist indes lein Einzelfall. Auch wenn es gegen Depressionen verschrieben wird, steht auf dem Beipackzettel dass zu den Nerbenwirkungen gehört, dass Zyprexa Depressionen auslösen kann.
Dass Eli Lilly zu solchen verzweifelten und höchst inhumanen Mitteln greifen muss, ist übrigens kaum verwunderlich: Seit Beginn dieses Jahres ist der Aktienkurs um 15% gefallen. Und bevor die Anleger weiter flüchten, werden eben kerngesunde Jugendliche notgedrungen zu Absatzmärkten gemacht.
DaRockwilda
Vor Kurzem bin ich über einen Artikel der ‘Alliance For Human Research Protection‘ gestolpert, der einen dieser Fälle der Profitgier der Konzerne beschreibt.
So hat der Konzern Eli Lilly von 1997 bis 2003 unter Anderem an der Universität Yale 60 Jugendliche mit dem psychoaktiven Medikament Zyprexa behandelt. In Deutschland wird das Medikament unter Anderem an depressive Menschen verschrieben.
Die behandelten Jugendlichen aber waren weder depressiv noch sonst etwas, sie waren kerngesund. Sie hatten nur einen Zwilling, der an Schizophrenie erkrankt war. Die Organisation gibt aber die wissenschaftliche Wahrscheinlichkeit des Erkrankens des gesunden Zwillings mit 8% bis 15% an. 90% der Jugendlichen könnte das Medikament also ohnehin nicht helfen, und trotzdem wurden sie behandelt.
Das ist umso schwerwiegender, als dass Zyprexa alles andere als ungefährlich ist.
Die Jugendlichen nahmen während des Tests im Durchschnitt 13% an Körpergewicht zu. Die Studie findet des Weiteren heraus, dass “diejenigen, die während der Testphase psychische Symptome entwickelten, dies in den ersten Wochen der Studie taten”. Anders gesagt, die Jugendlichen waren gesund BIS sie das Medikament nahmen. Erst dann wurden sie krank.
Dass dies den Jugendlichen nicht verborgen blieb, zeigt auch die Abbruchrate: 58% der Testpersonen brachen die Studie ab, bevor sie zu Ende war.
Man sollte sich sowieso wundern, wie ein Medikament gegen Depression und gegen Schizophrenie wirken soll. Das wäre wie wenn Aspirin auch gegen Lepra helfen würde.
Die Anstrengungen von Eli Lilly sind ein perfektes Beispiel für die Pharmabranche. Die meisten diagnostizierten psychischen Krankheiten sind nunmal erfunden. Wenn sich Kinder “unkonventionell” verhalten, werden ihnen Krankheiten wie Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder Schizophrenie attestiert. Und den Kindern, die sich normal verhalten, soll jetzt sogar ein Risiko anghehängt werden, alle möglichen Krankheiten zu entwickeln - und gnädigerweise bietet Eli Lilly die Rettung an in Form eines Medikamentes, das im Gehirn irreparable Schäden hervorrufen kann.
Dass Zyprexa auch bei Schizophrenie die Krankheit überhaupt erst hervorrufen kann, ist indes lein Einzelfall. Auch wenn es gegen Depressionen verschrieben wird, steht auf dem Beipackzettel dass zu den Nerbenwirkungen gehört, dass Zyprexa Depressionen auslösen kann.
Dass Eli Lilly zu solchen verzweifelten und höchst inhumanen Mitteln greifen muss, ist übrigens kaum verwunderlich: Seit Beginn dieses Jahres ist der Aktienkurs um 15% gefallen. Und bevor die Anleger weiter flüchten, werden eben kerngesunde Jugendliche notgedrungen zu Absatzmärkten gemacht.
DaRockwilda
Kommentar von anonym am 9. Mai um 18:14 Uhr
Hallo!
Ich habe selbst Zyprexa während einer akuten schizophrenen Phase genommen und hätte ohne dieses Zeug wahrscheinlich heute noch meine Symptome - in der Tat hat mein Appetit zugenommen und ich bin von 80kg auf 90kg in wenigen Wochen, aber das ist bei Neuroleptika normal. Dafür waren die nächtlichen Halluzinationen weg (Geräusche und andere Sinnestäuschungen).
Zyprexa ist ein sog. “atypisches” Neuroleptika und nebenwirkungsarm - man sollte lediglich darauf achten, das Medikament nicht zu früh abzusetzen, weil dann die Symptome mit voller Wucht zurückkehren. Depressionen wurden bei mir nicht ausgelöst.
Es wundert mich daher, dass Neuroleptika wie Zyprexa bei “Depressionen” verschrieben werden. Da gibt es doch sehr viel wirksamere - jedoch in der Regel auch abhängig machende - Medikamente. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um schizophren bedingte Depressionen (Wahnvorstellungen aller Art), daher wäre dies wieder verständlich. Dieses Medikament wird auch gerne bei Menschen verschrieben, die wegen sog. “drogeninduzierter Psychose” in Behandlung sind - und das ist m. E. vollkommener Quatsch, wenn denn nicht tatsächlich Symptome einer (vielleicht auch durch Drogen ausgelösten) Schizophrenie vorliegen.
Natürlich ist es eine Schweinerei, gesunden Menschen dieses Medikament zu geben!
Bitte um Verständnis, dass ich diesen Kommentar anonym abgebe - DaRockwilda kennt mich ja
Kommentar von DaRockwilda am 9. Mai um 22:30 Uhr
@anonymus:
Ja, ich kenne dich, und selbstverständlich ist ein anonymer Kommentar vertretbar wenn Personalien behandelt werden.
Das mit der “drogeninduzierten Psychose” ist ja interessant, das ergänzt das Bild. Mein Credo ist eben, dass ich mir vorstellen kann dass die Symptome auch ohne das Medikament bei dir wieder weggegangen wären, oder dass man die Symptome mit weitaus weniger schädlichen Mitteln wegbekommen könnte. Aber da kommt man auf Terrain das keiner von beiden beweisen kann, und deshalb will ich dir da auch nicht meine Meinung aufzwingen und respektiere deine persönliche Erfahrung.
Auch ich habe einen indirekten persönlichen Bezug zu der Sache, und will dir sagen weshalb ich dann so argumentiere wie im Artikel: Somebody I know bekommt Zyprexa eben wegen Depressionen, schon eine kleine Ewigkeit, und es nützt nichts sondern macht gewisse Symptome sogar schlimmer.
Dieser Somebody sieht in der Klinik einen Vertreter von Eli Lilly, und fragt ihn ob dieser sich nicht schäme, Leuten die ernsthaft Hilfe brauchen solche Chemiehämmer anzudrehen. Und daraufhin antwortet der Vertreter, es gäbe nunmal Studien die dies und das “beweisen” würden.
Und wenn man sich dann anschaut wie solche Studien durchgeführt werden, dann könnte man da eben schon kotzen.
Dass man diese Chemiehämmer gesunden Personen sowieso nicht geben soll, da sind wir uns ja einig.
Kommentar von anonym am 9. Mai um 23:48 Uhr
@DaRockwilda:
Die Symptome waren bei mir einigermaßen unerträglich - zumindestens für meinen Geschmack, da ich sowas bislang nur vom Hörensagen kannte (da gibt’s andere, die da mehr Probleme mit haben - Respekt an dieser Stelle an alle, die sowas durchmachen).
Nachts merkwürdiges Rauschen ohne äußerlichen Ursprung zu hören oder zu glauben im Zimmer nebenan würde jemand rumhuschen obwohl dort niemand ist, das Gefühl zu haben “eine fremde Macht” würde den eigenen Körper durchschütteln (Körperhalluzinationen) usw. schlägt schon ein wenig aufs Gemüt -> Folgeerscheinung “Depression”, “Schlaflosigkeit”, “Erschöpfung”. Die Zyprexa haben die (halluzinogenen) Symptome bei mir sofort beruhigt und ich konnte wenigstens wieder “seelenruhig” schlafen. Ich wollte diese dann 14 Tage später wieder absetzen, und zwei Tage später waren die Symptome wieder da (Zyprexa wirkt max 48h). Also hab ich weiter das Zeug genommen (ca. 3-4 Monate lang). Die Gewichtszunahme war in meinem Fall sogar gut (hatte 10 kg Untergewicht *g*).
Es gibt mehrere Gründe, warum man Zyprexa bei psychotischen Störungen verschreibt (auch ohne Symptome der Schizophrenie wie Hallus), aber hier antworte ich als Laie. Eines könnte zum Beispiel eine Überflutung mit Gedanken sein, die im Kopf rumkreisen und Dich nicht mehr loslassen und keinem äußeren Reiz entspringen (”Kreisende Gedanken”) z. B. Gedanken wie “du blödmann… das schaffst du nicht… halt’s Maul… geh weg” während du eigentlich gerade 2+5+23 ausrechnen wolltest, was du jedoch nicht schaffst weil ständig irgendwelche Gedanken von “nirgendwo” in deinem Kopf dein normales bewußtes (von der Aufmerksamkeit gesteuerte) Denken blockieren. Solche Blockaden - die natürlich auch zu Depressionen führen - können mit Zyprexa behandelt werden.
Dies zielt ein wenig auf Deine Aussage ab “wie ein Medikament gegen Schizophrenie und Depressionen gleichzeitig helfen kann” - der Vergleich mit dem Aspirin hinkt da ein wenig. Einen Hund zu baden ist sicherlich ganz gut gegen Flöhe /und/ Läuse.
Ich will damit kein Loblied auf Zyprexa oder Lilly singen, bin jedoch froh darüber, dass es diese ‘nebenwirkunsarme’ Neuroleptikum gibt. Wer schon mal Menschen gesehen hat, die mit klassischen NL wie Truxal, Neurocil oder gar Haldol “behandelt” (sprich kaltgestellt) wurden, weiss wovon ich spreche.
Leider kann ich zu dem Fall Deines Bekannten nicht viel sagen und will auf gar keinen Fall mit irgendwelchen “guten Ratschlägen” kommen. Wenn die Depressionen nicht psychotischen Ursprungs sind, dann ist die Behandlung mit Zyprexa auf jeden Fall ein Hohn. Da muss man schon sehr genau hinsehen (falls Du Lust hast, das Thema ein wenig auszuweiten, stehe ich per E-Mail gerne zur Verfügung).
Das immer mehr Menschen in unserem Land an psychischen Störungen leiden ist ja bekannt. Stress, Schlafstörungen, Depressionen (und manche Leute, die das Wort in den Mund nehmen, würde ich am liebsten eine watschen), und das von Dir zitierte ADS. Natürlich wird gerne voreilig diagnostiziert und verschrieben, vor allem im Psychobereich (”Sie haben Schnupfen? Ich schreibe Ihnen ein Breitbandantibiotikum auf”). Einem gros der Menschen könnte sicherlich auch gänzlich ohne Chemie geholfen werden. Wer wirklich akut und nachhaltig leidet (will sagen, jemand kann sein Tagewerk nicht mehr verrichten, weil er am liebsten gegen die Wand rennen würde), der soll auch die kleinen bunten Pillen gegen die Traurigkeit nehmen dürfen (für die humorvollen Leser bitte hier schauen: http://www.ludwighirsch.at/Texte/1928.htm).
Gerade bei “klassischen” Depressionen (ohne psychotische Hintergründe) gibt es, wie schon gesagt, wesentlich bessere “Medikamente”. Bei einfachen Depressionen, die jeden mal ereilen, helfen körpereigene Drogen, die man bspw. durch Tanz, laute Musik und Sex anregen kann. Bei schweren Depressionen hilft entweder ein starker, gewachsener Wille, gute Freunde oder die wunderbaren kleinen Pillen gegen die Traurigkeit.
Kommentar von DaRockwilda am 11. Mai um 00:12 Uhr
Die körpereigenen Drogen sind nicht zu unterschätzen.
Auch ein Faktor bei psychischen Krankheiten - Elektrosmog:
“Perhaps strangest of all, there is increasing evidence that the smog causes some people to become allergic to electricity, leading to nausea, pain, dizziness, depression and difficulties in sleeping and concentrating when they use electrical appliances or go near mobile phone masts. Some are so badly affected that they have to change their lifestyles.”
http://www.choicechanges.com/m.....38;sid=566
Kommentar von Manfred am 21. Februar um 11:26 Uhr
Hallo!
Ich wurde wegen einer sog. drogeninduzierten Psychose damit behandelt.
Innerhalb von 3 Wochen nahm ich 10kg zu.
Nach der stat. Entlassung setzte es mein ambulant behandelnder Arzt wegen den bekannten Nebenwirkungen (Übergewicht Diabetes) ab.
Dafür bekam ich einen anderes Dreckszeug (Neuraxpharm), ich wurde innerhalb von Stunden impotent, nach ein paar Wochen fing ich an unkontrollierte Bewegungen mit der Zunge zu machen und die Haare gingen mir aus.
Wegen eines Alkoholrückfalls kam ich wieder in die gleiche Psychiatrie.
Bei der Aufnahme sagte der Arzt: „Was haben wir ihm denn letzte mal gegeben? Aha Zyprexa!
Na das bekommt er jetzt wieder.“ Und so musste ich das Teufelszeug wieder nehmen, obwohl ich es nicht mehr gebraucht hätte.
Noch heute kämpfe ich gegen 20Kg Übergewicht und habe eine Prä Diabetes – Danke Lilly Pharma!
Die gehören meiner Meinung in den Knast, wenn man die Beiträge im Netz liest.
Heute lebe ich völlig Alkohol- Drogen und medikamentenfrei, dank meiner Ernährungsumstellung & …. den richtigen Fetten.
Auch brauche ich keine Blutdruckmittel mehr.
Aber ich ernähre mich nicht wie es allgemein als gesund propagiert wird, aber jetzt sind wir schon wieder beim nächsten “Skandal”
Kommentar von Naima am 27. Juni um 16:47 Uhr
Ich würde auch niemandem raten, dieses Medikament zu nehmen!
Ich hab vor drei Jahren, mit 18 damit angefangen (gegen eine leichte Depression). Ich hätte mir nie vorstellen können, was diese Tabletten anrichten. Hatte auch ne hohe Dosierung, niemand weiß warum. Zuallererst bin ich von 47 Kilo auf 65. Dann bekam ich Symptome, die ich NOCH NIE vorher gehabt hatte, und mehrere Ärzte haben dann paranoide Schizophrenie diagnostiziert…
Und hier auf dieser Seite stand jetzt, dass Zyprexa eben so eine Psychose hervorrufen kann. Ich war auch immer der Meinung. Alle haben das als Wahnvorstellung abgetan. Wenn es noch jemandem so ging, bitte schreibt mir! Und wenn jemand weiß, wie man wieder gesund werden kann, oder ob das irreparabel ist, sagt mir das bitte auch! (oder email an keinspam_wimperntierchen@freenet.de ; lasst natürlich das keinspam_ weg…)
Kommentar von klauspaul am 17. Juli um 00:52 Uhr
ich suche schon seit tagen nach einer seite in der leute über ihre erfahrungen mit zyprexa berichten. ich selber habe das medikament für ca. 6 monate eingenommen und habe ähnliche erfahrungen gemacht wie hier von anderen beschrieben. erklärend will ich hinzufügen das auch bei mir das medikament letztendlich ohne indikation verabreicht wurde. ich war weder psychotisch noch manisch. ich war depressiv drauf ohne das ich schon auf eine lange krankengeschichte zurückblicken konnte (also, ich war zum erstenmal in einem solchen zustand von depression). ich hatte einfach eine miese zeit und einige üble erfahrungen gemacht…und ich hab mich mit meiner verzweiflung, die aber nichts irrsinniges hatte, an eine psychiaterin gewendet. die hat mir zyprexa verschrieben. ich hab sehr schnell zugenommen und war auch irgendwie beruhigt und stabil… doch dann bekam ich zustände die ich zuvor nie hatte!!! derealisationen nennt man sowas. alles war wie in einem drogentrip. alles kam mir vor wie ein film und ich hatte eine störung in meinem ich-empfinden, als wär ich nicht real! das war so für minuten, nicht länger. die ärztin hat das nicht aufs medikament geschoben sondern auf meinen gestressten zustand den ich ja damals hatte. nach 6 monaten hab ich das zyprexa dann abgestzt, im einverständniss mit den ärzten. schon nach ein paar tagen ohne das medikament merkte ich das diese zustände wieder auftauchten. es war der größte horror den ich jemals erlebt habe!
und es waren nicht momente von derealisationen, es war chroniscvh geworden. es hörte nicht auf. 24 stunden am tag war alles wie in einem drogentrip! ich hab meinen eigenen körper nicht mehr wahrgenommen als zu mir zugehörig. mein gesicht im spiegel war nicht mehr ich. ich hatte nichts mehr außer einen völlig leeren körper. und das hatte ich niemals zuvor! das ist erst mit zyprexa angefangen, während der behandlung. und ohne das zeug dann total. ich hab ca. 2 Jahre in diesem zustand gelebt, ich war nicht mehr in der lage irgendwas zu tun. es ist jetzt etwas besser, aber seit dem absetzen habe ich einen furchtbaren kopfdruck, ich spüre keine geborgenheit mehr in mir. keine kraft, keine freude … natürlich ist es schwer alles auf das medikament zu schieben, aber ich kann jedem menschen nur raten die finger davon zu lassen! besonders wenn keine wirklich akute psychose vorliegt. zyprexa sollte man sowieso nicht mehr nehmen. im netz sind ja tausende von berichte über furchtbare spätfolgen. dann nehmt lieber, wenn es garnicht mehr geht und ihr akut psychotisch seit ein älteres neuroleptikum, das schon sehr lange auf dem markt ist. und wenn es euch einfach nur schlecht geht dann versucht andere wege zu finden. geht lieber joggen oder was weiß ich, aber fallt nicht auf die psyichiater rein die neuroleptika ohne das eine psychose vorliegt
verschreiben. oder steigt erstmal ein mit einem antidepressiva. aber nur um über eine kurze zeit mal nen bisschen zur ruhe zu kommen. ich suche leute die ähnliche erlebnisse mit diesem medikament gemacht haben, gibt es ein forum ? gibt es leute die auch NACH dem absetzen dieses medikamentes symptome hatten die sie VORHER niemals hatten?? vielleicht meldet sich ja auch jemand hier…
Kommentar von silv am 11. Oktober um 17:36 Uhr
Ich habe auch meine Erfahrungen mit Zyprexa gemacht und bin es los. Es ist wohl auch so, dass die Diagnose in meinem Fall falsch war und und auch jegliche psychosoziale Unterstützung ausblieb. Ich bin gerade bei der Aufarbeitung der Sache.
Geholfen haben mir dabei vor allem der BPE (Bundesverband Psychiatrieerfahrener) und der “Weiße Ring”.
Ich war anfangs ziemlich wütend über die ganze Sache, bemüh mich aber jetzt es objektiver aufzuarbeiten.
Meine Erfahrung ist auf jeden Fall, kritisch sein und auf jeden Fall versuchen auch eine Psychotherapie machen. Medikamente lösen nicht die Probleme und die Marketingstrategien der Pharma- Unternehmen sind eine riesen Schweinerei, sehr wohlwollend ausgedrückt.