70.000 für Bayern, 75.000 für Obama
Wenn man in den letzten Tagen eine riesige Menschenmasse sehen wollte, dann gab es zwei Möglichkeiten: Entweder man bejubelt den FC Bayern vor dem Münchner Rathaus, oder man bejubelt Barack Obama in Portland, US-Bundesstaat Oregon.
Zur Fußball-Fete kamen laut Presse 70.000 Fans. Zu Obamas Rede laut Portlander Feuerwehrchef Duane Bray 75.000 hoffnungsvolle US-Amerikaner.
Die Bilder aus München kennt jeder, der Tages-, Sportschau oder ähnliches schaut. Die Bilder aus Portland gibt es hier zu sehen:


Man kann die beiden Veranstaltungen vergleichen, und zu zwei verschiedenen Ergebnissen kommen: Entweder man freut sich darüber, dass die Bürger in einer Menge einem Politiker lauschen, die man vielleicht seit den Kennedys nicht mehr gesehen hat. Man kann sich darüber freuen, dass Hillary Clinton und John McCain nicht annähernd so viel echte Begeisterung von unten hinter sich haben wie Obama. Man kann darauf hinweisen, dass unter diesen Umständen bei den Wahlergebnissen für Clinton per Wahlfälschung am Wahlcomputer nachgeholfen wurde.
Oder man lamentiert darüber, dass etwas so “unwichtiges” wie Fußball in Deutschland mehr Menschen anzieht, als irgendeine politische Veranstaltung.
So oder so würde ich mich freuen, wenn in Deutschland eine politische Veranstaltung 70.000 Begeisterte anziehen würde. Die absolute Zahl ist dabei nicht wichtig wegen dem Vergleich mit Obama, immerhin haben die USA viel mehr Bürger als Deutschland, sondern wegen dem Vergleich mit dem Fußballclub. Dieser sollte theoretisch weniger Anhänger haben als Maßnahmen zur Erhöhung der Direktdemokratie oder der Erhaltung der Bürgerrechte.
Henry Edward J.
Zur Fußball-Fete kamen laut Presse 70.000 Fans. Zu Obamas Rede laut Portlander Feuerwehrchef Duane Bray 75.000 hoffnungsvolle US-Amerikaner.
Die Bilder aus München kennt jeder, der Tages-, Sportschau oder ähnliches schaut. Die Bilder aus Portland gibt es hier zu sehen:


Man kann die beiden Veranstaltungen vergleichen, und zu zwei verschiedenen Ergebnissen kommen: Entweder man freut sich darüber, dass die Bürger in einer Menge einem Politiker lauschen, die man vielleicht seit den Kennedys nicht mehr gesehen hat. Man kann sich darüber freuen, dass Hillary Clinton und John McCain nicht annähernd so viel echte Begeisterung von unten hinter sich haben wie Obama. Man kann darauf hinweisen, dass unter diesen Umständen bei den Wahlergebnissen für Clinton per Wahlfälschung am Wahlcomputer nachgeholfen wurde.
Oder man lamentiert darüber, dass etwas so “unwichtiges” wie Fußball in Deutschland mehr Menschen anzieht, als irgendeine politische Veranstaltung.
So oder so würde ich mich freuen, wenn in Deutschland eine politische Veranstaltung 70.000 Begeisterte anziehen würde. Die absolute Zahl ist dabei nicht wichtig wegen dem Vergleich mit Obama, immerhin haben die USA viel mehr Bürger als Deutschland, sondern wegen dem Vergleich mit dem Fußballclub. Dieser sollte theoretisch weniger Anhänger haben als Maßnahmen zur Erhöhung der Direktdemokratie oder der Erhaltung der Bürgerrechte.
Henry Edward J.
Kommentar von Jochen Hoff am 19. Mai um 14:59 Uhr
Ist es eigentlich schlimm wenn man weder dem FC Bayern noch Obama zujubeln möchte. Bei den Bayern weiß ich das sie Mist sind, bei Obama vermute ich es nur.
Bayern:
http://www.n-tv.de/965723.htm
Obama:
http://alles-schallundrauch.bl.....rpley.html
Aber natürlich wird Bayern auch die nächsten zehn Jahre Meister und Obama Präsident.
Kommentar von Henry Edward J. am 19. Mai um 15:12 Uhr
@Jochen Hoff:
Keineswegs, es ist nur zu wünschen dass es irgendetwas politisches gibt, für das in Deutschland in einer solchen Quantität gejubelt wird.
@all:
Diesem Artikel der SZ ist übrigens zu entnehmen, dass der SuperBowl in den USA “nur” 71.000 Zuschauer hatte. Interessant wäre jetzt noch, wie viele US-Bürger den SuperBowl im Fernsehen gesehen haben, und wie viele Obama.
Interessant sind 2 Kommentare von SZ-Lesern:
Über Hillary:
“… 1A AIPAC Marionette incl. Auslöschungsdrohungen gegenüber Iran….”
und:
“Meine Sympathien für Hillary schwanden, als sie Iran mit “völliger Vernichtung” oder so ähnlich drohte im Falle eines Angriffs auf Israel. Natürlich muss man als Präsidentin keine Politik mit Samthandschuhen betreiben, aber das war mir dann doch zu viel des Säbelrasselns.”
Gut dass den Leuten die AIPAC-Anbetung der Clintons nicht verborgen bleibt.
Und über Obama:
“Inhaltlich sind mir beide Kandidaten fremd geblieben. Was Obama betrifft, ist mir ganz entgangen, wofür er steht, außer für jung und schwarz sein”
Ja, ähnlich sieht das auch das Politblog:
http://politblog.net/nachricht.....es-we-can/
Kommentar von gerina am 19. Mai um 15:42 Uhr
über Obama:
s. Interwiev von Freeman mit Tarpley:
http://www.alles-schallundrauch.blogspot.com
Kommentar von Henry Edward J. am 19. Mai um 15:52 Uhr
@gerina:
Da dieses Interview schon von 2 Kommentatoren verlinkt wird, will ich ein paar Dinge dazu sagen:
Die wichtigste Ebene dieses Artikels ist für mich die Ebene “politisch” vs. “unpolitisch” in der Gesellschaft.
Die zweite Ebene ist, dass Obama mehr echte Unterstützung hat als Clinton und McCain. Dies muss gesagt werden, weil damit einige Wahlergebnisse und Umfragen bezweifelt werden können. Mir scheint die Unterstützung gerade für Clinton in den Umfragen als manipuliert und zu hoch. Clinton hat nicht ansatzweise so viele Leute auf die Straße gebracht.
Die dritte Ebene bzw. eine konkrete Aussage zu Obama. Für mich ist nach wie vor Ron Paul der beste Präsidentschaftskandidat. Gefolgt von Mike Gravel, wobei dieser glaube ich im Gegensatz zu Paul nicht mehr mitmacht. Erwähnt werden sie jedenfalls beide nicht mehr von den meisten Massenmedien.
Obama könnte unter dem Trio Hillary-McCain-Obama der beste Kandidat sein. Könnte. Es ist zu bemängeln dass seine Kampagne nicht genug auf konkretes setzt. Dabei hat er schon früh, beispielsweise zum Irakkrieg, konkretes gesagt.
Ebenfalls muss, besonders weil Obama es nicht wagt, wie Ron Paul die Federal Reserve in Frage zu stellen, Obama weiterhin kritisch beobachtet werden. Er könnte ein echter Kandidat der Bürger sein, aber ebenso gut ein Kandidat der Banken und Supra-Nationalisten.
Kommentar von bitter_twisted am 19. Mai um 16:21 Uhr
Bei den US Wahlen in 2000 hatte ich mich gefreut das Bush gewonnen hatte, ich fürchtete das damit Clintons Kriegsgeilheit durch sein Vize Gore weitergemacht würde, ausserdem war Al schon damals als krankhafter Lügner bekannt.
Heute wird Bill Cliton in deutschen Medien als Friedensengel gefeiert. Al Gore, der die Vergiftung tausender durch “Depleted Uranium” in Bosnien und Kosovo mit zu verantworten hat ist mit den Friedensnobelpreis für sein Umweltschutz geehrt worden. Das ist mehr als zynisch.
Irgendwie bin ich etwas froh das Ron Paul ausgeschieden ist, dann kann ich glauben das es mal einen anständing Menschen gegeben hat der Präsidentenanwärter war. Sonst würde er sich wohlmöglichst auch als brutaler Massenmörder entpuppen, sobald er an die Macht ist.
Kommentar von Henry Edward J. am 19. Mai um 17:12 Uhr
@bitter_twisted:
Ja, man sollte nicht vergessen dass Bush damals mit dem Motto angetreten ist, kein nation-building mehr zu betreiben. Auch Cheney wusste früher als Bush seniors Verteidigungsminister noch, dass eine Absetzung Saddams kein lohnendes Ziel ist.
Es gibt also ganz klar Kräfte, die immer versuchen werden, den gewählten Präsidenten zu “formen”. Womit wir bei der interventionistischen Denkweise wären, deren Vordenker, Forderer und Förderer klar benannt werden können.
Podhoretz, Ledeen, Feith, Wolfowitz usw. usf. Alle eben die nach 9/11 und davor dafür gepusht haben, den Imperialismus auszubauen und nicht nur in Nahost eine dauerhafte Militärpräsenz zu zeigen.
Diese Denkweise muss zurückgedrängt werden, bevor die USA wieder friedlich werden.
Kommentar von Henry Edward J. am 19. Mai um 21:33 Uhr
Hier ein Beleg für Clintons Unpopularität: Zu ihrer Rede vorgestern in Kentucky kamen gerade mal 1000 Menschen.
http://www.mcclatchydc.com/hom.....37516.html
Trotzdem erzählen einem die Ableser der Wahlcomputer, sie hätte fast so viele Stimmen wie Obama?!
Kommentar von tar am 20. Mai um 08:12 Uhr
anfangs war ich derselben meinung, allerdings sind mir mittlerweile auch ron pauls ansichten mehr als suspekt:
quelle: http://www.spiegelfechter.com/.....-gestartet
Kommentar von Henry Edward J. am 21. Mai um 10:56 Uhr
http://www.thepresidentialcand.....nally/471/
Kommentar von Henry Edward J. am 21. Mai um 10:58 Uhr
http://blogs.cqpolitics.com/po.....amawa.html
Kommentar von Henry Edward J. am 23. Mai um 18:30 Uhr
http://www.boston.com/news/pol.....o_a_friend
Kommentar von Henry Edward J. am 23. Mai um 18:41 Uhr
http://www.usnews.com/articles.....obama.html
Kommentar von Henry Edward J. am 24. Mai um 16:41 Uhr
http://thinkprogress.org/2008/.....on-center/