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Merkel und Chavez in Peru

Ein Gastbeitrag von Chris W.

Gestern begann der fünfte EU-Lateinamerika-Gipfel (internat.Abkürzung EULAC) in Lima/Peru, zu dem Vertreter fast aller Länder Lateinamerikas, der Karibe und der EU erwartet werden. Darunter befanden sich selbstverständlich auch Angela Merkel und Hugo Chávez, das enfant terrible Venezuelas.

Diese Gipfelkonferenzen sollen die 1999 begonnene strategische Partnerschaft der beiden Regionen vertiefen, doch der Traum einer großen Freihandelszone mit mehr als 550 Millionen Lateinamerikanern und rund 450 Millionen Europäern scheint weiter entfernt denn je. Denn die von Europa angestrebten Handelsabkommen werden auf der anderen Seite des Atlantiks von vielen als “neoliberale Abzocke” gesehen. Daher kam es von Seiten der EU bisher lediglich zu einem Freihandelsabkommen mit Mexiko und Chile. Der Gipfel verspricht spannend zu werden.

Spannend unter anderem auch deshalb, weil es bereits vor Beginn des Gipfels zu verbalen Misstönen zwischen Merkel und Chávez kam.


Merkel: (…)”Ein Land allein kann die Beziehungen zwischen der EU und Lateinamerika nicht nachhaltig beeinträchtigen. Präsident Chávez spricht nicht für Lateinamerika. Jedes Land hat seine eigene Stimme, mit der es seine eigenen Interessen verfolgt. Auch das venezolanische Volk hat mit der Ablehnung des Referendums im Januar selbst Position bezogen.” (…)

(Frankfurter Rundschau)


Darauf konterte Chávez in seinem populären Sonntagsprogramm Álo Presidente. Siehe beispielsweise diesen Videobeitrag des Sterns.

[kleiner Fehler des deutschen Übersetzers: Chávez wiederholt mehrere Male „vaya Usted, vaya Usted“ das heisst „gehen Sie, gehen Sie“ und nicht „fahren Sie zur, fahren Sie zur“]

Die genaue Übersetzung lautet wie folgt:


Aber da kommt die deutsche Kanzlerin und sagte gestern oder vorgestern, dass sich die Regierungen Lateinamerikas von Regierungen wie der von Hugo Chávez fernhalten sollten. Gehen Sie, Frau Kanzlerin. Da sie eine Dame ist, sage ich nichts weiter: Gehen Sie, mehr nicht. (Pause) Gehen Sie, Frau Kanzlerin… (unhörbarer Zwischenruf) Du kannst das komplettieren, aber nicht heute in Aló Presidente, bitte nicht. Gehen Sie, Frau Kanzlerin. Nun gut, ich weiß noch nicht ob ich nach Lima fahre. Wenn ich nach Lima fahre, dann wollen sie, dass ich den Mund halte. Wenn ich nach Lima fahre, gibt es dort vielleicht… Vielleicht sage ich etwas und sie wird wütend und vielleicht springt sie dann auf und ruft: ‚Warum hältst du nicht den Mund’. ‚Warum hältst du nicht den Mund, verdammt!’ (Anspielung auf das “por qué no te callas” von Juan Carlos I….Lachen im Publikum)



Wenn das noch nicht genug Zündstoff ist, gestern morgen kam auch noch die Nachricht über das Ergebnis der Untersuchungen der ominösen Computer durch Interpol, welche angeblich bei Raul Reyes nach dessen Ermordung am 1. März 2008 im Dschungel gefunden worden sein sollen.

Hier ein Foto dieser 3 Computer, angeblich aus dem Besitz von Raul Reyes, die alle möglichen Anschuldigungen gegen Gott und die Welt gespeichert hatten.

Dass eine kleine Gruppe von Guerillas im tiefsten Dschungel 3 Computer, USB-Sticks und externe Festplatten mit sich herumschleppt ist schon mal überraschend. Und wenn man sich dann den “angeblichen” Fundort ansieht fragt man sich wie es möglich ist dass das so verschiedene Ortschaften sein können und durch welches Wunder ausgerechnet dieses “Material” alles heil überstand, siehe hier:

Das erste Video vom Ort des Luftangriffes der Agentur EFE und hier das “offizielle” Video desselben Ortes von der kolumbianischen Regierung (operacón fenix 2).

Alvaro Uribe übergab diese angeblichen Computer am 10.3.2008 der Interpol um zu beweisen, dass nichts manipuliert wurde und alles wahr ist: “keine Manipulation!” berichtete die Interpol. Allerdings mit dem Hinweis man hätte nicht den Inhalt ausgewertet sondern lediglich den Umstand ob die Computer manipuliert wurden oder nicht.

Es wäre natürlich langweilig wenn dies die einzige Aussage dazu wäre denn es gibt auch andere Quellen: Computers Were Manipulated.

Woher die Computer tatsächlich kommen, ist wohl eher eine Glaubensfrage (siehe Powell und Irak)… die Technik dazu ist ja bekannt. Diese elektronischen devices sollen enthalten: 7.989 e-mail Adressen 10.537 video und sound files, 22.481 Internetseiten, 37.872 geschriebene Artikel und 210.888 Abbildungen, laut Interpol. Nur 983 Archive davon waren verschlüsselt. Um dieses ganze Material zu sichten bräuchte man wohl eine kleine Ewigkeit.

Doch, da sieh an, unglaubliche Inhalte tauchen auf die selbst die US-Demokraten – vor allem Obama involvieren…. starker Tobak, siehe hier:



“Here is a partial list of what Colombian investigators found on the FARC terror leader’s computer:

– FARC connections with Ecuadorean president Rafael Correa
– Records of $300 million offerings from Hugo Chavez
– Thank you notes from Hugo Chavez dating back to 1992
– Uranium purchasing records
– Admit to killing the sister of former President Cesar Gaviria
– Admit to planting a 2003 car bomb killing 36 at a Bogota upper crust club
– Directions on how to make a Dirty Bomb
– Information that led to the discovery of 60 pounds of uranium
– Letter to Libya’s Moammar Gadhafi asking for cash to buy surface-to-air missiles
– Meetings with “gringos” about Barack Obama
– Information on Russian illegal arms dealer Viktor Bout who was later captured
– FARC funding Correa’s campaign
– Cuban links to FARC
– Links to US Democrats
– $480,000 of FARC cash in Costa Rican safe house
– $100,000 to President Correa’s campaign for election”



All das zeigt: Obwohl anderen Erdteilen oft mehr Aufmerksamkeit zukommt, gibt es die selben Machtspielchen auch in Südamerika. Wenn man in dieser Geschichte Venezuela mit dem Iran, Chavez mit Ahmadinedschad und FARC mit der Hisbollah vertauschen würde, würde das Ergebnis ebenso vollkommen ins Bild passen.

Doch nun zurück zum eigentlichen Gipfeltreffen

Hugo Chávez ist gestern in der peruanischen Hauptstadt Lima eingetroffen, um an dem heute beginnenden Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs Lateinamerikas, der Karibik und der Europäischen Union teilzunehmen. Bereits für den gestrigen Abends (Ortszeit) war eine Begegnung mit dem neuen Präsidenten von Paraguay, Fernando Lugo, geplant. Andere bilaterale Begegnungen mit Staatschefs aus Lateinamerika oder Europa wurden bislang nicht bestätigt.

Zentralpunkte der Gespräche sollen der Klimawandel, die Bekämpfung der Armut und die Nahrungsmittelkrise sein. Dazu hatte Chávez bereits vor seiner Ankunft in Lima angekündigt, bei dem Gipfeltreffen die Schaffung eines Internationalen Fonds vorzuschlagen, der u.a. aus den Erdölgewinnen gespeist werden und der Finanzierung der Produktion und Verteilung von Lebensmitteln und Medikamenten für die ärmsten Länder des Planeten dienen soll. Venezuela werde für diesen Fond ein Prozent seiner gesamten Erdölgewinne beisteuern.

Bei dieser Pressekonferenz rief er die Staatschefs Europas erneut dazu auf, keine Angst vor Lateinamerika und den fortschrittlichen und linken Bewegungen des Landes zu haben. Erneut kritisierte Chávez die jüngsten Äußerungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nur Spannungen zwischen Lateinamerika und Europa schaffen würden. Die europäischen Regierungschefs sollten den Aufruf des brasilianischen Präsidenten Lula da Silva befolgen, keine Angst vor der lateinamerikanischen Linken zu haben. Zugleich dankte er den lateinamerikanischen Führungspersönlichkeiten, die sich gegen die Äußerungen Merkels verwahrt hätten.

Angela Merkel versprach ihrerseits, dass sich die Europäer weiter in der Armutsbekämpfung engagieren werden. „Europa ist bereit, sich hier einzusetzen“, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem peruanischen Präsidenten Alan García in Lima.

Ein polemisches Thema wird wohl der aus landwirtschaftlichem Anbau stammende Biokraftstoff werden.
Dazu morgen mehr…
Dieser Eintrag wurde am Samstag, den 17. Mai 2008 von Henry Edward J. geschrieben und in die Kategorie Internationale Politik eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Reinhard am 17. Mai um 08:59 Uhr

Ich habe mir die “pikanten” Worte Hugo Chávez’ mal genau angehört. Das “usted” (Sie) wird deutlich betont, was nicht der Fall wäre, wenn er hätte “fahren Sie zur..” hätte sagen wollen. Durch die Betonung des “usted” ergibt sich fûr mich eher der Sinn: “Schau mal, wer da was sagt…” oder “Sie sind vielleicht eine!”

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, dass er tatsächlich “fahren Sie zur…” hat sagen wollen. Das setzte aber voraus, dass man eben dasselbe zuvor IHM gesagt hätte und er nun darauf entgegnete: (Nicht ich!) Fahren SIE doch…!

Wie dem auch sei, unabhängig von den Worten macht immer noch der Ton die Musik und gibt einem Wort seinen ganz besonderen Sinn…

Kommentar von EULAC: Gipfeltreffen in Lima/Peru | chris´tagebuch am 17. Mai um 09:50 Uhr

[...] mehr auf politblog.net [...]

Kommentar von StephanB am 18. Mai um 11:53 Uhr

Zu dem schnellen Auffinden von gespeicherten Inhalten auf einer Festplatte im Klartext kann ich beisteuern, dass das mit Hilfe eines Indexierungsprogramms wie z.B. “A-Z Finder” und einem modernen Computer selbst bei 22.000 Internetseiten und noch einmal 38.000 Artikeln als Text- oder Worddokument wahrscheinlich nur eine Sache von ein paar Stunden ist.
Auf meinem PC (350MHz, Win98) habe ich selber einige zehntausend Internetseiten gespeichert und schätze, dass ich mit dem PC die 22.000 Internet-Seiten in maximal einer Stunde indiziert hätte. Man kann dann nach einem Wort (auch nach Zahlen) suchen (ähnlich wie bei Google) und hat innerhalb von ein paar Sekunden eine Liste mit dazugehörigen Fundorten (Dateinamen, Textposition, Dateityp, Dateigröße, etc.).
Wortkombinationen kann man auch suchen, aber nur bis zu einer bestimmten Wortentfernung untereinander.
Von daher kann man sich so uuungefähr vorstellen, was die USA mit Hilfe ihrer zahlreichen Supercomputer alles an Daten sammeln und auswerten können. Man gebe z.B. mal seinen Benutzername bei Amazon bei Google ein und wundere sich dann etwas. Zumindestens bis vor einem halben Jahr konnte man so alle Bücher, die man glaube ich verkauft hatte, als Ergebnisseite bei Google sehen.
D.h. wir sind teilweise sicher schon weiter als 1984.

Zum Thema Kolumbien und Venezuela gibt es einen sehr guten aktuellen Artikel von Karl Weiß mit vielen Informationen über das was die US-Regierung gerade wieder an netten Spielchen in Südamerika treibt und worüber man bei uns in den Medien natürlich nichts liest (US-Flugzeugträger ohne Erlaubnis in venezolanischen Gewässern, Herbizid-Angriff kolumbianischer Flugzeuge in Ekuadaor, etc.):

“Dienstag, 13. Mai 2008
Kriegsvorbereitungen gegen Venezuela
Krieg Kolumbien gegen Venezuela?”
http://karlweiss.twoday.net/stories/4923524/

Kommentar von jacomo am 18. Mai um 16:31 Uhr

Kommentar von chris am 18. Mai um 16:51 Uhr

@StephanB
selbstverständlich geht es nicht darum mit welcher software man den Inhalt eines Computers “sichten” kann - das kann meiner auch - sondern um die gezielte Auswertung deren Inhaltes, sprich: mit dieser Pseudo-Legalisierung von Seiten Interpols wird Uribe & Co (wer Co ist wissen wir wohl alle) die Möglichkeit geradezu aufgedrängt immer dann wenn es etwas “aufzudecken” gibt dies zum eigenen Nutzen zu benutzen - sprich zu manipulieren und dass das “Imperium” seinen Hinterhof dank der Monroe-Doktrin weiterhin beeinflussen will/wird ist ja wohl damit wieder einmal klar bewiesen.
Und natürlich geht es um Geopolitik, militärische Machtspiele und deren Erhalt durch Provokation jeglicher Art.
Ich frage mich nur wie lange es noch andauern kann dass uns Lügen als Fakten verkauft werden können - Millionen von Menschen dadurch um ihr Menschen-Recht, inklusive Leben gebracht werden können ohne dass es eine effektive “Gegenwehr” dazu gibt…
my 50 cents

Kommentar von StephanB am 19. Mai um 09:23 Uhr

Hallo Chris,
Du hattest geschrieben:
“Um dieses ganze Material zu sichten bräuchte man wohl eine kleine Ewigkeit.”

Da wollte ich dies mit meinem Wissen ergänzen. Falls auf diesen Computern wirklich etwas derartiges (”Thank you notes from Hugo Chavez dating back to 1992″, “Uranium purchasing records”) drauf gewesen wäre, hätte man mit einer Klartext-Suche z.B. nach “Chavez”, “Demokraten” oder “Uranium” bzw. natürlich zuerst nach den spanischen Äquivalenten suchen können. Dazu kann man sicher auch Skripte schreiben, die eine Liste abarbeiten und die z.B. mit Hilfe bestimmter Software (API) direkt mit dem Indexierungs-Programm verbunden werden.
Dann gibt es sicherlich auch Listen mit sogenannten Code-Wörtern, die anstelle der Klartexte benutzt werden (z.B. Jefe statt Chavez oder Sonne (Strahlung) statt Uran, etc.).
Das dauert natürlich dann länger als wenn wirklich alles im Klartext vorhanden wäre.

“Ich frage mich nur wie lange es noch andauern kann dass uns Lügen als Fakten verkauft werden können “
Schon vor 1933 gab es Menschen in Deutschland, die vor dem Nationalsozialismus und seinen Folgen gewarnt haben, nach 1933 wurden die Zeichen auch in Richtung Krieg immer deutlicher und auch wenn es wohl weniger Stimmen gab, die gewarnt haben, es gab sie immer noch. Aber das Leben war ja angenehm und Unglückspropheten wollte man nicht so gerne hören, lieber Marlene Dietrich, Heinz Rühmann oder Willy Fritsch, etc.

Das gleiche passiert gerade wieder. Wir nähern uns z.B. mit einer verschärften Bundeswehr-Doktrin (Einsatz der Bundeswehr jetzt auch zur Sicherung von Rohstoffquellen, früher hieß das mal “Sicherung des Lebensraums im Osten”), neuen Notstandsgesetzen, immer stärkerer Überwachung und mehr Bürokratie wieder einem Punkt an dem es einen großen Knall geben soll.
Dank guter Unterhaltung über das Fernsehen und “richtiger” Nachrichten in den Medien bekommen die wenigsten die Kriegsvorbereitungen richtig mit.

Unserer Regierung unterstützt eine Regierung, die völkerrechtswidrige Angriffskriege begonnen hat und die die eigenen Kriegsverbrecher schützt.
Die sogenannten christlichen Werte gibt es ja nur noch auf dem Papier, Bibel nennt man dieses Papier glaube ich. Ein anderes Papier ist z.B. der Dollar.
Wem will man da übel nehmen, wenn er aus der Kirche austritt?

Die meisten Leute werden erst wieder aufwachen, wenn ihre Häuser in Trümmern liegen oder 80% ihrer Verwandeten tot sind. Eigentlich müsste da von jüdischer Seite mehr in dieser Richtung gesagt werden, da gerade sie erlebt haben, was es bedeutet, wenn zunwenige den Mund aufmachen.

Kommentar von US-Militärflugzeug auf Abwegen | Revolution am 20. Mai um 13:06 Uhr

[...] Schon komisch das es zu “Navigationsproblemen” kommt, wenn sich der Konflikt zwischen US/EU-Vasallen und den linken/nativen Regierungen wieder zuspitzt. [...]

Kommentar von StephanB am 21. Mai um 12:04 Uhr

Ein erstaunliches Medienerlebnis hatte ich gestern nachmittag als ich vor dem PC sitzend Radio hörte. Ein paar Stunden nachdem ich dies gepostet hatte, verlas der Moderator eines kleinen lokalen Radiosenders (NB Radiotreff 88,0 aus Neubrandenbur) eine Meldung mit ungefähr folgendem Wortlaut:
“In ländlichen Gebieten seien Singles besonders kontaktfreudig. Sie würden wesentlich unverkrampfter auf andere Menschen zugehen als Singles aus der Stadt”.
Als er dies fertig gelesen hatte, stockte er und sagte in einem verwunderten Ton, das dies so die Meldung sei. Irgend etwas an dieser Meldung war anscheinend ungewöhnlich, da ich diesen Moderator schon öfters gehört habe und er nicht gerade auf den Mund gefallen zu sein scheint.

Ohne irgendwelche weiteren Erläuterungen könnte man dies sicher als eine in Richtung Paranoia gehende Haltung auffassen.
Deshalb werde ich dazu noch ein paar Dinge erklären:
1. Ich bin Single und lebe auf dem Land. Ich würde mich nicht als kontaktfreudig bezeichnen, eher als etwas zurückhaltend.
2. Dürfte ich sicher nicht der einzige “Landbewohner” sein auf den dieses zutrifft, also ist die Aussage der Meldung garantiert nicht auf eine echte wissenschaftliche Untersuchung zurückzuführen. Genauso könnte man z.B. sagen, dass blonde Menschen den besseren Sex hätten.
3. Wurde mein Leben in groben Zügen bei der ersten Sendung von H.Schmidt und O.Pocher im letzten Jahr mehr oder weniger persifliert, u.a. auch ein Brief von mir an einen bekannten Journalisten des ZDF-Morgenmagazins.
4. Wurde ein paar Wochen vorher auf der Seite ceiberweiber.at ein Leserbrief von mir veröffentlicht, in dem ich meine Meinung zu der Affäre Arigona in Österreich wiedergegeben habe. Darin hatte ich u.a. auf die ungewöhnliche Ausstrahlung (vor allem weil kein aktueller Anlass gegeben war) einer TV-Dokumentation zum Seilbahnunglück in Sölden (Absturz mehrerer Gondeln mit deutschen Kindern und Erwachsenen auf der Fahrt zu einem Sommertraining des deutschen Ski-Jugend-Kaders) ca. im August letzten Jahres hingewiesen, die für mich in Verbindung zur Euro-Fighter-Affäre in Österreich und damit zu deutsch-österreichischen Waffengeschäften stand.
Normalerweise werden brisante Dokumentationen im Fernsehen normalerweise frühestens um 22:45 oder später ausgestrahlt (in der ARD später als in den Dritten Programmen).
Für mich schien erschien es wie ein medialer Wink von deutscher Seite, dass man das Tourismus-Geschäft ziemlich beeinträchtigen könnte, wenn die Waffengeschäfte nicht positiv ablaufen würden.
Die österreichische Journalistin, die in der Arigona-Affäre als EINZIGE(!) Journalistin die österreichische Regierung gegen die falschen Anschuldigungen in Schutz nahm, steht gerade kurz vor dem finanziellen Ruin, weil die bisherige Bezahlung eingestellt wurde und sie praktisch keinerlei Aufträge mehr bekommt. Dazu wurde vor ein paar Tage ein Artikel ihrer Seite bei net-news-global.de verlinkt.
5. Hatte ich Ende August letzten Jahres schon einmal ein merkwürdiges mediales Erlebnis ein paar Tage nach dem Besuch meiner Eltern in Neubrandenburg, als in einem Wochenmagazin ein Artikel über ein Restaurant erschien für das ich während dieses Besuches ein persönliches Interesse entwickelte.
6. Möchte ich den verantwortlichen “Medienschaffenden” hiermit erklären, dass ich keinster Weise die Absicht habe irgendwem im Medienbereich seinen Job wegzunehmen noch irgendwo vor eine Kamera oder ein Mikrofon zu kommen. Es geht mir schlicht darum, dass ich keinen Dritten Weltkrieg erleben möchte und mich, wohl durch zuviel Westernfilme, Ungerechtigkeiten ziemlich ankotzen. Und leider merke ich aber immer deutlicher, dass das was in den Medien gesagt und gezeigt wird, immer mehr in Richtung Propaganda, man vielleicht sogar bald sagen Kriegspropaganda, geht.
Ich würde sagen, dass nicht nur Eigentum verpflichtet, sondern auch besondere Talente, vor allem dann wenn man dadurch etwas für den Frieden und die Gerechtigkeit in der Welt beitragen kann. Beides ist sicher stark miteinander verbunden.
In einem Film über den Prager Frühling oder über den Aufstand der Gewerkschaften in Polen (Ende der 70er Jahre) wurde einmal gesagt, dass einem viele Freiheiten genommen werden könnten, aber wenn die Redefreiheit bleibt, dann kann man sich nach und nach wieder die anderen Freiheiten zurück holen.

Wenn manchen diese Äußerungen vielleicht etwas überdreht erscheinen, kann ich dies verstehen. Selbst bei meinen Eltern stoße ich mit meinen Gedanken in Bezug auf die aktuelle Weltpolitik schon lange eher auf Unverständnis, aber ich weiß, dank des Internets, dass vor allem in Bezug auf Medienerlebnisse andere Menschen schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Michael C. Ruppert (fromthewilderness.com), der ehemalige Polizist, der viele Vorträge über die wahre Geschichte des 11. Septembers in den USA gehalten hat und der vor ein oder zwei Jahren ehr schwer erkrankt ist und sich daraufhin nach Südamerika abgesetzt hat, hat einmal gesagt: “There’s no more time left to be shy” (”Es bleibt keine Zeit mehr um schüchtern zu sein”).
Und je mehr Menschen über ein Thema sprechen, desto weniger kann man es verheimlichen oder umso schlechter kann man die Menschen belügen. So wie z.B. die Kriegsvorbereitungen der NATO und anderer Staaten gegen den Iran.

Kommentar von UNASUR und die IV. US-Flotte | chris´tagebuch am 26. Mai um 10:49 Uhr

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