Für Einstein war das jüdische Volk nicht auserwählt
Einer der Gründe für die erhebliche Unterstützung für Israel ist die rassistische und gefährliche Idee eines von Gott “auserwählten” jüdischen Volkes. Diese Idee hat sich bei den meisten Menschen länger gehalten als die ebenso rassistischen ideen von der US-amerikanischen “Manifest Destiny” oder der arischen Herrenmenschenideologie.
Mit der Idee geht einher, dass die vom irdischen Völkerrecht geforderten Grenzen des Staates Israel, wie sie vor 1967 existierten, irrelevant sind, dass Israel so groß sein muss wie es in der Bibel beschrieben ist, und dass nicht-jüdische Völker weniger wert sind.
Deshalb ist es für einen nachhaltigen Frieden in Nahost unabdingbar, dass christliche und jüdische Prediger ihren Gefolgsleuten nicht mehr einreden, jüdische Menschen seien von einem Gott dazu auserwählt, ein gewisses Stück Land in Besitz zu nehmen.
Dass man dies auch als jüdischer Mensch so sehen kann, bewies seinerzeit Albert Einstein:
Nachdem sich immer mehr jüdische Menschen von den konservativen religiösen Vorstellungen ihrer Oberhäupter emanzipieren, könnte dieses progressive Verständnis von jüdischer Identität bei nicht-jüdischen wie bei jüdischen Menschen verstärkt Anklang finden.
Interessant ist auch Einsteins Aussage, laut der jüdische Menschen zu seiner Zeit relativ moralisch waren, weil sie auf Grund des Außenseiter-Daseins noch nicht mit den Verlockungen der Macht konfrontiert waren. Philip Weiss wiederum beklagt sich heute darüber, dass die in den USA lebenden Juden auf Grund ihres relativ gehobenen Status mehr und mehr unmoralisch werden.
Henry Edward J.
Mit der Idee geht einher, dass die vom irdischen Völkerrecht geforderten Grenzen des Staates Israel, wie sie vor 1967 existierten, irrelevant sind, dass Israel so groß sein muss wie es in der Bibel beschrieben ist, und dass nicht-jüdische Völker weniger wert sind.
Deshalb ist es für einen nachhaltigen Frieden in Nahost unabdingbar, dass christliche und jüdische Prediger ihren Gefolgsleuten nicht mehr einreden, jüdische Menschen seien von einem Gott dazu auserwählt, ein gewisses Stück Land in Besitz zu nehmen.
Dass man dies auch als jüdischer Mensch so sehen kann, bewies seinerzeit Albert Einstein:
“Das jüdische Volk, dem ich gerne angehöre und zu dessen Mentalität ich eine tiefe Affinität habe, ist für mich nicht von anderer Qualität als andere Völker.
Meiner Erfahrung nach sind (jüdische Menschen) nicht besser als andere Gruppen von Menschen, obwohl sie durch ihren Mangel an Macht von den schlimmsten Sünden verschont wurden. Abgesehen davon kann ich nichts ‘auserwähltes’ an ihnen erkennen.”
Nachdem sich immer mehr jüdische Menschen von den konservativen religiösen Vorstellungen ihrer Oberhäupter emanzipieren, könnte dieses progressive Verständnis von jüdischer Identität bei nicht-jüdischen wie bei jüdischen Menschen verstärkt Anklang finden.
Interessant ist auch Einsteins Aussage, laut der jüdische Menschen zu seiner Zeit relativ moralisch waren, weil sie auf Grund des Außenseiter-Daseins noch nicht mit den Verlockungen der Macht konfrontiert waren. Philip Weiss wiederum beklagt sich heute darüber, dass die in den USA lebenden Juden auf Grund ihres relativ gehobenen Status mehr und mehr unmoralisch werden.
Henry Edward J.
Kommentar von diefans am 14. Mai um 10:18 Uhr
Bzgl. des auserwählten Volkes, da relativiert sich die Bibel ja selbst, in dem dort bei Matthäi 21,43 steht: “Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt.”
Das sagt Jesus zu den Priestern im Tempel von Jerusalem nach dem Gleichnis mit den bösen Weingärtnern.
Und in Johannes 8,44 spricht Jesus deutlich aus, woher “Abrahams Söhne” wirklich kommen: “Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr thun. Derselbige ist ein Mörder von Anfang, und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eignen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselbigen.”
…weiter in Johannes 8,47: “Wer von Gott ist, der höret Gottes Worte; darum höret ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott”
Einen Reim darauf kann sich bitte jeder selbst machen…
Lg
Kommentar von tar am 14. Mai um 13:53 Uhr
religion sollte stets strikt von der regierung eines landes getrennt werden.
da es aber das zionistische ziel per definition ist, den nationalstaat israel und damit eine direkte verknüpfung von religion & staat anzustreben, wird es immer religiöse vorwände geben, deren politik anzukreiden, die natürlich auf grund der anti-sem- & nazi- & holocaust-keulen wunderbar niedergeknüppelt werden können.
und auch, obwohl wir dies wissen, ist es ein fehler, alle irregeleiteten vorzuverurteilen, da es nur wenige sind, die die fäden ziehen. so gibt es ja auch die christliche verbindung in den westlichen nationen. dabei scheißt der papst auch nur durch einen schließmuskel.
was ich aber bemerkenswert finde, ist die wut der hierigen sog. ‘linken’ auf die sog. ‘rechten’ und neuerdings im gleichen ton wie die sog. ‘rechten’ auf die sog. ‘zionisten’. macht man absichtlich dieses opfer-täter-spiel mit, oder ist das schierer zufall?
Kommentar von chris am 14. Mai um 16:59 Uhr
Wenn du dem Staat Israel diesen “von Gott auserwählten” Status wegnimmst, was bleibt dann noch?
Mal nur ganz grob umrissen, denn es gibt zu diesem Thema sicherlich noch jede Menge andere Aspekte die zu berücksichtigen wären:
der Zionismus entstand doch in einer Zeit in der die großen Imperien zu bröckeln begannen und die Idee eines eigenen Nationalstaates en vogue war. Und da das Judentum nun mal keine anderen Gemeinsamkeiten hat, ist die gemeinsame Religion die Basis für einen eigenen Staat. Die Jahrhunderte der Verfolgung sind hierbei wohl auch ein mehr als berechtigtes und nachvollziehbares Element in dieser Forderung.
Wenn wir jetzt von den, vllt. altmodischen, drei Bestandteilen eines Staates ausgehen bräuchten wir also ein begrenztes Territorium, ein Staatsvolk und die jeweilige Regierungsform die das ganze Gebilde verwaltet. Das „Besondere“ beim Staat Israel ist nun hier m.E. dieses „sich auf das alte Testament berufen“: das von Gott auserwählte Volk in einem von Gott versprochenen Land.
Mit dieser für Gläubige wohl höchsten moralischen Instanz als Garant kann dann auch so Einiges gerechtfertigt werden was bei Anderen zu heftigsten Protesten führen würde.
Man sieht es ja wie schnell man durch Kritik an Israels Politik und seinen Politikern mit der antisemitischen Keule Bekanntschaft machen muss und deshalb ist, immer m.E. nach, ein rechtsradikaler israelischer Siedler eben etwas „Besonderes“ und ein palästinensischer Flüchtling sollte sich doch mal in der dritten Generation nicht so anstellen, sondern sich in sein (wahrscheinlich ebenfalls von Gott bestimmtes) Schicksal fügen (wenn ich Broder da richtig verstanden habe).
Zur Regierungsform könnte man eventuell noch hinzufügen dass wir von einer Demokratie ausgehen, jedoch auch hier mit einer „Besonderheit“: der Staat Israel hat keine Konstitution, also keine Verfassung. Welche Auswirkungen das für Gesetzgebung und Ausführung hat kann ich als Nicht-Jurist allerdings nur schwer einschätzen.
Dass Religion in der Politik nichts zu suchen hat sollte natürlich spätestens nach der Aufklärung zum Allgemeinverständnis gehören: man prangert ja auch vehement den/einen islamischen Gottesstaat an.
Aber wie @tar schreibt ist das Ganze eh nur für die Galerie, die wahren und entscheidenden Fäden werden an anderen Stellen gezogen und für die ist es doch ziemlich egal was sich in progessiven Köpfen verändert - ändern wird das im Endeffekt sicherlich wenig, zumindest nicht in absehbarer Zeit.
…ich möge zur Salzsäule erstarren wenn ich damit falsch liege