Carter teilt aus
Nachdem der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter für seine Gespräche mit der Hamas von den üblichen Verdächtigen für diese unverschämte Bemühung um nachhaltigen Frieden kritisiert wurde, spricht er in einem Fernsehinterview mal wieder Tacheles und sagt: Jeder, der in den USA für ein wichtiges politisches Amt kandidiert, kann es sich nicht leisten, Israels Regierung zu widersprechen.
Henry Edward J.
“Ich weiß wohl um den politischen Druck, der auf jedem lastet, der in den USA für ein Amt kandidert, egal ob für das Abgeordnetenhaus, den Senat, einen Gouverneursposten oder für das Weiße Haus. Nie könnte so jemand etwas gut heißen, oder gar etwas tun, das die israelische Regierung ihrerseits nicht gut heißt.
So gesehen kritisiere ich nicht Obama, Clinton und McCain für ihre verständliche und unvermeidliche Kritik an mir.”
Henry Edward J.
Kommentar von Nassralla1981 am 23. April um 11:21 Uhr
Sehr guter Fernsehinterview!
Ich glaube Jimmy Carter will in seinem Leben noch etwas Gutes tun.
Ich beschmücke seine Rede mit dem Höchsten Respekt und bewundere seine Offensive bezüglich des Friedens im Nahen Osten.
Ich hoffe nur, dass er nicht Opfer eines “Unfalls” wird und er uns länger am Leben erhalten bleibt.
Der Frieden ist von Libanon und Palästina sehr erwünscht, wenn ein paar Bedingungen erfüllt werden, die auch mit Resulutionen untermauert sind!
Die Besatzer sollen einfach die Schaba Farmen an Libanon, die Golahn Höhen an Syrien, sich in den Grenzen in Palästina zurückziehen, die durch die UNO beschlossen worden sind und die Palästininser nicht mehr als Versuchtobjekte, sondern als Menschen anerkennen.
Die Palästinenser sind bereit mehr als die Hälfte Ihres Landes für Frieden ab zu geben!
Dann ist Frieden möglich! Was die Hisbollah, die Hamas, Iran und Syrien desöfteren als Bedingungen wiederholen.
Aber gewisse Personen hindern den Frieden, indem Sie nur nehmen möchten und nichts gegeben wollen.
Kommentar von Spocht am 24. April um 10:12 Uhr
Jimmy Carters christliche Predigereigenschaft von vor seinem Irrweg in die dämonischen Gefilde einer irdischen Machtpräsidentschaft ist nun endlich wieder durchgebrochen. Zum ewigen Wohl seiner Seele, aber sehr zum Ärger der wirklichen Machtinhaber, Israels Zionisten als Marionettenstrippenzieher; Gruß an Dr. Death, also den Fürther Doktor Heinrich Kissinger, der als Kind emigrieren mußte, wie er sagt.
Kommentar von Lesza am 27. April um 10:06 Uhr
Ich kann Carter sehr gut verstehen, dass er nach einer ziemlich erfolglosen Präsidentschaft nochmal was unternehmen will. Und ich finde es auch gut, dass sich endlich mal jemand traut auszusprechen, dass es gewisse Lobbies in den USA gibt, die einen “nicht unerheblichen” (Vorsicht: Euphemismus!) Einfluss ausüben. Und diese “Lobbies” gibt es schon seit über 2000 Jahren - nur nannte man sie damals anders und konnte noch was gegen sie machen…
Aber Carters Gesicht ist sackig.
(PS: Ich glaube auch, dass die Hamas und die Hisbollah die eigentlichen Friedensaktivisten sind, Nassralla1981. Das mit den Waffen gehört zu deren Kultur. Da kann man nichts gegen sagen, wenn man tolerant sein will. Friedensaktivisten äußern sich hier und dort auf unterschiedliche Weise. Wie ich es hasse, wenn manche meinen, dass die Hamas mit Raketenabschüssen auf Sderot den Frieden behindere!! Schließlich bauen Siedler illegale Häuser auf Land. Und um Land geht es nun mal!
Ich sage immer: “Raketen ja, Häuser nein - und schon wird bald Frieden sein!” ;=) )
Kommentar von StephanB am 27. April um 19:30 Uhr
Israel führt militärische Aktionen im Gaza-Streifen durch und tötet dabei schuldige und unschuldige Menschen. Die Hamas oder wer auch immer lässt Raketen und Granaten basteln und schlägt ein paar Tage später zurück. Dabei kommt in einem Monat ungefähr ein Israeli ums Leben und ein paar dutzend werden verletzt. Daraufhin führt Israel militärische Aktionen im Gaza-Streifen durch und tötet dabei schuldige und unschuldige Menschen.
Die Hamas oder wer auch immer….
Wie gut, dass es in dieser Welt noch Menschen gibt, die konsequent handeln.
Auf beiden Seiten werden Menschen, die sich für Frieden und Verständigung zu laut einsetzen mundtot gemacht. Sie geben auch jeweils klein bei, weil immer wieder mit der Gewalt der anderen Seite argumentiert wird.
Die Gewaltspirale kann nur beendet werden, wenn man mit der Gewalt aufhört. Aber wir, d.h. wir Deutsche und andere müssen dafür zumindestens unseren Regierungen, unseren Abgeordneten ins Gewissen reden so oft es geht.
Allgemein würde ich sagen, dass der Begriff Zionisten oder Amerikaner aus dem Sprachgebrauch gestrichen werden muß, auch wenn viele wissen was damit gemeint ist.
Dafür: Israelische Regierung/Militär bzw. amerikanische Regierung/Militär
Auch Sprache kann Gewalt bedeuten/sein oder zu Gewalt aufrufen.
Kommentar von StephanB am 27. April um 19:44 Uhr
Nachtrag: Es gibt auch in Israel positive Beispiele, die zeigen, dass es Hoffnung für andere (friedliche) Lösungen gibt:
Z.B. ein Artikel in der Zeit (”Die ungehörige Soldatin”) über die Tochter des ehemaligen Chefs des israelischen Geheimdienstes: Michal Zamir.
Ihr Buch (”Das Mädchenschiff”) beschreibt den sexuellen Missbrauch in der israelischen Armee. Ihr Vater war sehr wütend als das Buch erschien. Inzwischen ist er stolz auf seine Tochter. U.a. führte die Affäre wegen sexueller Belästigung durch den Staatspräsidenten Mosche Katzaw zu seinem Umdenken.
Israelische aktive Piloten haben sich vor ein paar Jahren geweigert weiter Angriffe auf palästinensiche Dörfer zu fliegen.
Der Neffe von Sharon oder Netanjahu hat sich geweigert Soldat zu werden und ging dafür für mehrere Jahre ins Gefängnis.
Deserteure werden in aller Welt geächtet und u.a. als Feiglinge verurteilt. Die Feiglinge sind aber die, die immer alles mit sich machen lassen, die nichts hinterfragen und keine Kritik üben.
Kommentar von Nassralla1981 am 28. April um 08:13 Uhr
Sowohl die Hisbollah als auch die Hamas haben gesagt, sie werden Ihre waffen ebgeben, sobald die eroberten gebiete zurück gegeben werden und die bahandlung sich bessert.
dazu muss das vergawaltigen, zerstören der häuser, morden usw aufhören
ich meine hier in deuschland usw bringt man sich manche wegen liebeskummer, eifersucht usw um. was man aus den medien desöfteren entnehmen kann.
Wie ist es dann wenn ein jüdicher bagger kommt und auf einmal dein haus und gebäude zerstört, um da jüdische siedlungen hinzubauen, eventuell deine eltern schlägt, weil deine eltern sich weigern ihre existens zu verlieren, für die sie ihr leben lang gearbeitet hatten!
ich persönlich finde selbstmordatte feige! aber ein bischen verestehen kann ich die schon! denn man wehrt sich mit den waffen, mitteln die man hat.
Die zionisten richten ihre angriffe auch zu 95 % gegen Zivilisten.
Kommentar von Lesza am 28. April um 11:25 Uhr
Genau!
Immerzu kommen jüdische Bagger, in denen Juden mit jüdischen Waffen und jüdischen Vergewaltigungsphantasien sitzen an und machen alles kaputt. Ich finde, dass die Hisbollah und die Hamas ihre Waffen ruhig behalten sollten, wenn es zu Frieden kommt. Das ist denen natürlich schwer auszureden, weil die zu ihrem Wort stehen, das sie gegeben haben. Man sieht ja in der Geschichte, dass solche Versprechen fast immer eingehalten wurden. Also werden die Hamas und die Hisbollah keine Ausnahme machen.
Kommentar von StephanB am 7. Mai um 21:10 Uhr
(Entschuldigung an den Moderator, es ist ein etwas längerer Text, es kommt sicher so schnell nicht mehr vor. )
Hallo,
es ist sehr schwierig den wahren Schuldigen bei einer Auseinandersetzug zwischen zwei Parteien zu finden. Vor allem dann wenn diese Auseinandersetzung schon sehr lange dauert, viele Opfer und viel Hass erzeugt hat.
Ja auch in Deutschland wird eifrig getötet. Meistens sind es Männer, die bei den sogenannten Familiendramen ausrasten, wie es Hagen Rether so treffend Ende Dezember 2007 formuliert hat.
Die Blutrache, die heute wohl noch im Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens praktiziert wird, erscheint mir total unsinnig und anachronistisch. Vielleicht ein Überbleibsel einer alten Art der “Geburtenkontrolle”?
Ganz früher wurden Menschen Göttern geopfert.
In Deutschland krepieren allerdings auch so Menschen, weil ihnen die finanzielle Unterstützung untersagt wird (Krankenkasse) oder weil die Behörden, die für die Versorgung der Ärmsten zuständig sind, aufgrund von Personalmangel völlig überlastet und unterbesetzt (psychische Erkrankung der Mitarbeitern):
“Krebstation Deutschland”
http://netzwerk-regenbogen.de/sozkrb080331.html
Es ist ein Artikel über das Schicksal zweier kleiner Kinder, die beide Eltern innerhalb eines Jahres durch Krebs verloren haben. Der Vater ist vor kurzem vor den Augen der Kinder nachts an Lungenkrebs verreckt. Seine Verwandten wollten sich nicht mehr um ihn kümmern und die Behördenmitarbeiter konnten auch nicht mehr.
Man muß also nicht mehr in den Irak oder nach Palästina fahren, um wirkliches menschliches Leid zu erleben, obwohl natürlich die Situation hier in Deutschland keineswegs mit der Situation dort vergleichbar ist.
Was macht man, wenn man von den Eltern geschlagen/verprügelt/misshandelt/missbraucht wurde/wird? Schlägt man zurück? Rächt man sich? Was soll man machen?
Nach den zehn Geboten muß man seine Eltern ehren.
Wie ist es im Judentum? Was sagt der Koran dazu?
Hitler hatte eine brutale Kindheit (aus Alice Miller “Am Anfang war Erziehung”). Wenn diese schön gewesen wäre, dann gäbe es heute mit Sicherheit Millionenfaches Leid nicht.
Ich weiß nicht warum israelische Baggerfahrer die Häuser von Unschuldigen zerstören können, aber ich könnte mir vorstellen, dass bei dem einen oder anderen sehr viel Hass dabei ist.
Diesen Hass bekommt man bei der einen oder anderen Aussage mit, wenn man sich verschiedene Dokumentarfilme über Israel und Palästina anschaut.
Vor kurzem war es ein Film über Ariel(Arik) Sharon sowie ein Film über die Nakba (die Vertreibung der Palästinenser aus Palästina in Folge des israelischen Unabhängigkeitskrieges gegen seine Nachbarn: ca. 700.000 Flüchtlinge, ca. 160.000 Palästinenser blieben) von 1948 zu sehen (der letzere erst ca. 22:45 im BR).
Bei einem palästinensischen Attentat (der ehemalige Anführer der Al-Aksa-Brigaden sagt in einem aktuellen Interview, dass diese auf Befehl Arafats durchgeführt worden seien, wobei ich trotzdem nicht ganz an eine 100%ige palästinensische Urheberschaft bei allen Attentaten glaube) starben wohl mehrere Kinder einer Siedlung von Siedlern, fragte eine Frau den damaligen Ministerpräsidenten Sharon laut, wann er den Krieg gegen die Palästinenser anfangen würde. Er hätte oft gezeigt, dass er keine Angst hätte, als würde er wohl auch keine Angst haben jetzt einen Krieg anzufangen.
Es gibt Israelis, die haben bei einem der Attentate der 2.ten(?) Intifada (seit 2000) ihre Kinder verloren. Von diesen setzen sich jetzt einige ein, um für Frieden und Verständigung mit den Palästinensern zu arbeiten. Genauso gibt es auch viele palästinensische Familien, die das gleiche in der Westbank oder im Gaza-Streifen machen.
Laut der Aussage eines Films interessieren sich immer mehr Israelis für die ganze Geschichte der Gründung ihres Staates.
Gleichzeitig geht es aber immer mehr Israelis immer schlechter (steigende Energiepreise, Staatsschulden wegen der Militärausgaben, Wirtschaftsstagnation oder vielleicht sogar Rezession aufgrund der abgeschotteten Grenzen zu den Nachbarn), so dass sie oft nicht mehr als genug zu essen haben. Natürlich kein Vergleich zur Situation im Gaza-Streifen oder in der Westbank.
In dem Film über die Nakba von 1948 wurde ein alter Mann gezeigt, der damals in Deir Yassin (heute Stadtviertel von Jerusalem mit noch wenigen alten Häusern) mit seiner Frau gelebt hat und heute wieder dort lebt. Er war damals nicht im Dorf, sondern an einer Front, dafür seine Frau.
Er hat ca. Mitte der Fünfziger eine Liste in einem Buch angefertigt mit den Namen der Opfer, die in Yassin umgekommen waren. Dabei kam er nur auf ca. 91 Opfer. Es hätte nach seinen Aussagen auch keine Massenerschiessungen gegeben, sondern die meisten Leute seien durch Kämpfe gestorben.
Es war auch dieser alte Mann oder ein anderer älterer Mann, der gesagt hat, dass er damals eine Entschädigung für sein aufgegebenes Land bzw. sein Haus abgelehnt hatte. Die Begründung weiß ich leider nicht mehr (aus Stolz oder weil er dachte, dass er bald wieder kommt, ich weiß es nicht mehr genau).
Diese Berichte waren für mich ziemlich unglaublich, weil ich bisher auch immer nur von dem Massaker (mit 250 Toten) in Deir Yassin gelesen hatte und von der entschädigungslosen Vertreibung der Palästinenser (viele sind aus Furcht geflohen weil eben diese Geschichte von einem Massaker in Deir Yassin verbreitet wurde, auch durch die arabischen Sender!).
Bei Gewalt kann man später oft nicht mehr genau sagen wer angefangen hat und dann können auch Agent provocateur mit im Spiel gewesen sein (ein beliebtes Mittel der Herrschenden/des Staates).
Martin Luther King hat alle Gewalt abgelehnt, zunächst die Gewalt gegen seine Landsleute der gleichen Hautfarbe und später dann auch die Gewalt, die die amerikanische Regierung in aller Welt (vor allem in Vietnam) verbreitete.
Dies war dann sein Todesurteil, nachdem er zuvor auch den Kampf gegen die Armut erklärt hatte.
Für den Holocaust gibt es inzwischen eine sehr große Datenbank mit den Namen der Opfer. Jeder Mensch kann sie glaube ich über das Internet einsehen (auch Nicht-Juden; denke ich jedenfalls mal).
Das gleiche könnten doch auch die Palästinenser entwickeln, weil die Welt zum Teil gar nicht richtig Bescheid weiß, so wie ich, obwohl ich mich schon immer für Palästina/Israel interessiert habe.
Vielleicht in der Form einer interaktiven Karte?
Es könnten z.B. die Namen der unschuldigen Opfer und derer erfasst werden, die wirklich enteignet wurden und heute noch werden - damals bei der Nakba und heute durch den Bau der Siedlungen, durch militärische Aktionen. Den/die Server kann man außerhalb von Palästina/Israel betreiben. Nur die Information muß dorthin kommen.
Gerechtigkeit hat wohl etwas mit Wahrheit zu tun und Redefreiheit führt letztlich früher oder später auch zu den anderen Freiheiten wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, etc.
Könnte man helfen indem man Tipps für die Bewohner des Gaza-Streifens gibt, wie man auf einfache Art und Weise Energie erzeugt (z.B. mit Hilfe einer Lichtmaschine und Wind oder durch einfache Biogas-Kocher), in kurzer Zeit fruchtbaren Boden herstellt oder die Erträge von Getreide verbessert (Mischanbau mit Leguminosen)?