Einladung an Feldmer und Sixtus
In der Süddeutschen Zeitung hat ein gewisser Simon Feldmer einen Artikel über die angeblich faden deutschen Politikblogs geschrieben.
Mein-Parteibuch.com hat dazu schon einen Kommentar veröffentlicht, wodurch meine Wenigkeit erst auf den SZ-Artikel aufmerksam geworden ist.
Feldmers Aussage lautet: “Von Politik 2.0 wenig Spur: Die politische Debattenkultur ist in Deutschland bisher nicht im Internet angekommen.”
Um diese Aussage zu untermauern, zitiert Feldmer mehrere so genannte Experten. Einer davon ist ein gewisser Mario Sixtus, der von Feldmer als “Düsseldorfer Journalist” beschrieben wird, der “als Elektrischer Reporter durch die Welt des Internets zieht und kurze, sehenswerte Filme über die Veränderungsprozesse im Netz dreht.” Soso. Jedenfalls gibt Feldmer Sixtus in indirekter Rede so wieder:
Darauf aufbauend fragt der SZ-Autor dann:
Und wieder Sixtus:
Politblog.net hat Neuigkeiten für die Herren Sixtus und Feldmer, und eine Einladung: Es gibt tatsächlich deutschsprachige politische Blogs, die “dezidiert Position beziehen”. Denen kaum eine “Entpolitisierung” unterstellt werden kann, eher das Gegenteil. Und deren Inhalte sich nicht auf noch relativ seichte Themen wie “Netzpolitik, Datenschutz und Vorratsdateinspeicherung” beschränken.
Eine kleine Auswahl (die ihrerseits keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt):
Politblog.net
Schall und Rauch
Bavaria-For-Ron-Paul.Blogspot.com
Mein-Parteibuch.com
Spiegelfechter.com
Meldet Euch ruhig ihr Beiden, wenn ihr alle Links durch habt und mehr wollt.
Fröhliches Lesevergnügen und eine erfolgreiche Weiterbildung in Sachen deutschsprachige Bloglandschaft,
Henry Edward J.
Mein-Parteibuch.com hat dazu schon einen Kommentar veröffentlicht, wodurch meine Wenigkeit erst auf den SZ-Artikel aufmerksam geworden ist.
Feldmers Aussage lautet: “Von Politik 2.0 wenig Spur: Die politische Debattenkultur ist in Deutschland bisher nicht im Internet angekommen.”
Um diese Aussage zu untermauern, zitiert Feldmer mehrere so genannte Experten. Einer davon ist ein gewisser Mario Sixtus, der von Feldmer als “Düsseldorfer Journalist” beschrieben wird, der “als Elektrischer Reporter durch die Welt des Internets zieht und kurze, sehenswerte Filme über die Veränderungsprozesse im Netz dreht.” Soso. Jedenfalls gibt Feldmer Sixtus in indirekter Rede so wieder:
“Zwar gebe es durchaus eine politische Dimension von Blogs, die beziehe sich aber vorwiegend auf Fragen der Netzpolitik, auf Datenschutz oder die Diskussion um Vorratsdatenspeicherung.”
Darauf aufbauend fragt der SZ-Autor dann:
“Aber weshalb gibt es in Deutschland kaum eine Blogger-Stimme, die dezidiert Position bezieht?”
Und wieder Sixtus:
“Das Bloggen ist ein Spiegel der allgemeinen gesellschaftlichen Entpolitisierung.”
Politblog.net hat Neuigkeiten für die Herren Sixtus und Feldmer, und eine Einladung: Es gibt tatsächlich deutschsprachige politische Blogs, die “dezidiert Position beziehen”. Denen kaum eine “Entpolitisierung” unterstellt werden kann, eher das Gegenteil. Und deren Inhalte sich nicht auf noch relativ seichte Themen wie “Netzpolitik, Datenschutz und Vorratsdateinspeicherung” beschränken.
Eine kleine Auswahl (die ihrerseits keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt):
Politblog.net
Schall und Rauch
Bavaria-For-Ron-Paul.Blogspot.com
Mein-Parteibuch.com
Spiegelfechter.com
Meldet Euch ruhig ihr Beiden, wenn ihr alle Links durch habt und mehr wollt.
Fröhliches Lesevergnügen und eine erfolgreiche Weiterbildung in Sachen deutschsprachige Bloglandschaft,
Henry Edward J.
Kommentar von doktor_tod am 21. April um 17:23 Uhr
Was soll das denn werden?
Ich kann mich da dem Parteibuch nur anschließen das der Mann da ziemlichen Mist schreibt.
Und warum sollte ich mir die Online Auftritte der Herren und Damen Politiker ansehen?
Das interessiert mich einfach nicht weil ich für mich realisiert habe das es sich nicht lohnt ihnen zuzuhören.
Ich persönlich komme bei mir auf 19 Blogs die sich mit Politik und Medien beschäftigen.Und jetzt hast du mich auf Mein Parteibuch aufmerksam gemacht also werden es bald 20 sein.
Kommentar von Becknum am 21. April um 19:57 Uhr
Na, is doch logisch… du kannst doch den vielen Menschen, die einen Dreck auf all das geben, was zur Zeit von Monsantos bis Irak weltpolitisch abgeht, nicht auch noch erzählen das “irgendwo im Internet” eine Polit-Kultur jenseits von Will, Plaßberg & Co existiert. Am Ende schaut noch einer vorbei und fängt an sich Fragen zu stellen, möglicherweise sogar unangenehme Fragen….^^
Bei vielen kann ichs sogar verstehen. All das sind Probleme die uns, also uns, die wir hier leben, im Moment nicht unmittelbar und direkt betreffen. Es zählt im Arbeits-Alltag unsere privaten kleinen Angriffskriege und Wirtschaftskrisen möglichst effizient zu bewältigen, und die werden einfach nicht als Ergebnisse Machtorientierter Weltpolitik gesehen, sondern als “Gott gegeben” meistens einfach hingenommen und allein die hiesigen Bundes-Politiker-Marionetten in Beschuss genommen(tja, der spritpreis, Nahrungsmittel-preis-explosion…. da kann man halt nichts machen! Scheiss Politiker….) Der gepflegte Diskurs von Politik endet schnell auf Stammtischniveau.
Aber das muss ja nicht sein, wenn man sich mit (teilweise) sehr vernünftigen menschen über wichtige Themen unterhält und diskutiert.
ABER: Solange die Blogger nicht mit aller Macht in die “offizielle” mediale Öffentlichkeit drängen, die Flimmerkiste oben am Stammtisch :), solange wird diese jegliche Präsens leugnen bzw. ignorieren und keinesfalls objektiv publik machen… meine Meinung.
Kommentar von stfschaefer am 22. April um 02:33 Uhr
Assalam aleikum,
Auch freace.de ist nicht zu vernachlässigen.
Ich denke, dass Feldmer und Sixtus diese Blogs deswegen nicht kennen, weil sie sie aufgrund der Inhalte nicht kennen wollen und die Informationen, die in den Blogs stehen herunterspielen wollen.
Wa aleikum salam
Kommentar von Rufus am 23. April um 08:07 Uhr
Genau, Becknum, es muss um jeden Preis verhindert werden, daß die Massenmedien-Konsumenten sich wahren Informationsquellen zuwenden und die Propagandapostillen links liegen lassen.
Diffamieren geht nur bei Agenten, die sich bequem ins Links/Rechts-Paradigma pressen lassen. Wer dagegen wahrhaft “Unbequemes” ausspricht kann nur mit der Waffe der Ignoranz bekämpft werden, sonst geht´s nach hinten los.
Andererseits… der einst so saftige Politblog verkommt irgendwie immer mehr zum Nahost-Konflikt-Infoblättchen. Henry, in der Welt ist wirklich mehr los und es passieren noch ganz andere Sachen.
Ich hab aber noch ne Nahost-Story für Euch: Habt Ihr vom Tod des palästinensichen Aktivisten Riad Hamad gehört? Der wurde gefesselt und geknebelt in einem Fluss gefunden und die Polizei behauptet allen Ernstes er hätte Selbstmord begangen.
A prominent pro-Palestinian activist in Texas has died after drowning in a lake. Riad Hamad was the founder of the Palestine Children’s Welfare Fund and raised millions of dollars through his organization for schools, charitable organizations and hospitals. Local police say Hamad was found gagged and bound in the lake. While police say he likely committed suicide, questions have been raised over his death. Prior to his death, Hamad had been under FBI surveillance. In late February, FBI and IRS agents raided his office and seized forty boxes of tax returns and other documents. No charges were filed at the time, but investigators claimed they had probable cause to investigate wire fraud, bank fraud and money laundering. Riad Hamad was fifty-five years old.
Kommentar von grimoire am 28. April um 12:45 Uhr
“Das Bloggen ist ein Spiegel der allgemeinen gesellschaftlichen Entpolitisierung.”
Süß!
Also ich erlebe das völlig anders und lese häufig in gesellschaftlichen und politischen Blogs, bei denen die „Süddeutsche“ sicherlich auch Erwähnung findet, Blogs aber häufig weit umfangeicher über die Hintergründe des Weltgeschehens informieren als die Weltpresse.
Ich freue mich über diese kulturelle Entwicklung und finde die Blog-Landschaft reichhaltig und bunt. Mich bereichern viele dieser virtuellen Informationsplattformen täglich, und ich werbe für diese unabhängige Form der Darstellung unserer Wirklichkeit.
Und wer es virtuell nicht mag, druckt sich zur Abwechslung einfach mal die Die Ostate Post.
Kommentar von Von Politik 2.0 wenig Spur | Revolution am 29. April um 20:20 Uhr
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