Schafft die Todesstrafe ab!
Boykottvorschlag II
Wie mittlerweile eine Vielzahl von Autoren bemerkt hat, ist China bezüglich Tibet ein nur allzu billiges Ziel für westliche Fingerzeige. Tibet bietet für engagierte Mitmenschen eine angenehme, da relativ gefahrlose Projektionsfläche für Protest und Solidarität.
Politblog.net möchte den momentan vorhandenen China-Skeptizismus für etwas nutzen, das den moralischen Fingerzeig fair auf mehrere Kulturkreise und Machtzentren verteilt, und auch nicht vor so genannten “Verbündeten” halt macht.
Das Ziel ist ein Boykott aller Länder, die die Todesstrafe als staatliches, legitimes Strafwerkzeug führen.
Die Todesstrafe ist moralisch und sachlich inakzeptabel. Nur in Notwehr darf man Menschen töten wenn es sich nicht vermeiden lässt, und der Staat handelt nicht in Notwehr gegenüber jemandem, der in Handschellen im Gerichtssaal sitzt. Auch als Abschreckung ist die Todesstrafe moralisch verwerflich und insgesamt wenig wirksam.
Zu guter Letzt hebt die Möglichkeit der Todesstrafe eines der wichtigsten Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit auf: Es könnte auch anders gewesen sein.
Kein Urteil darf endgültig sein. Der Staat macht zu viele Fehler in der Rechtssrechung, als dass man seine Urteile einfach so hinnehmen kann. Jederzeit muss die Möglichkeit zur Revision gegeben sein.
Die Todesstrafe macht diese Möglichkeit zunichte, bzw. entzieht ihr den Sinn, da ein toter Unschuldiger wenig von seiner Unschuldigkeit hat.
In den letzten Tagen haben zwei der Schwergewichte auf dem Gebiet der Todesstrafe dieses Verbrechen verteidigt.
Die USA:
Und der Iran:
Laut Amnesty International verteilen sich die weltweiten Hinrichtungen so:
Eine Liste mit 68 Ländern, die die Todesstrafe vorsehen und in den letzten 10 Jahren auch durchgeführt haben, bietet Wikipedia.
Bei dieser Aktion kann keiner sagen, es gehe ja nur mal wieder gegen die USA oder gegen die bösen Kommunisten in Peking oder die noch böseren Islamofaschistenmullahs in Teheran. Nein, alle die sich schuldig machen bekommen ihr Fett ab.
Henry Edward J.
Wie mittlerweile eine Vielzahl von Autoren bemerkt hat, ist China bezüglich Tibet ein nur allzu billiges Ziel für westliche Fingerzeige. Tibet bietet für engagierte Mitmenschen eine angenehme, da relativ gefahrlose Projektionsfläche für Protest und Solidarität.
Politblog.net möchte den momentan vorhandenen China-Skeptizismus für etwas nutzen, das den moralischen Fingerzeig fair auf mehrere Kulturkreise und Machtzentren verteilt, und auch nicht vor so genannten “Verbündeten” halt macht.
Das Ziel ist ein Boykott aller Länder, die die Todesstrafe als staatliches, legitimes Strafwerkzeug führen.
Die Todesstrafe ist moralisch und sachlich inakzeptabel. Nur in Notwehr darf man Menschen töten wenn es sich nicht vermeiden lässt, und der Staat handelt nicht in Notwehr gegenüber jemandem, der in Handschellen im Gerichtssaal sitzt. Auch als Abschreckung ist die Todesstrafe moralisch verwerflich und insgesamt wenig wirksam.
Zu guter Letzt hebt die Möglichkeit der Todesstrafe eines der wichtigsten Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit auf: Es könnte auch anders gewesen sein.
Kein Urteil darf endgültig sein. Der Staat macht zu viele Fehler in der Rechtssrechung, als dass man seine Urteile einfach so hinnehmen kann. Jederzeit muss die Möglichkeit zur Revision gegeben sein.
Die Todesstrafe macht diese Möglichkeit zunichte, bzw. entzieht ihr den Sinn, da ein toter Unschuldiger wenig von seiner Unschuldigkeit hat.
In den letzten Tagen haben zwei der Schwergewichte auf dem Gebiet der Todesstrafe dieses Verbrechen verteidigt.
Die USA:
“Die Hinrichtungsart verstoße nicht gegen das in der US-Verfassung festgeschriebene Verbot ‘grausamer und unüblicher” Strafen, urteilten die höchsten Richter in Washington’.”
Und der Iran:
“317 Hinrichtungen sind keine hohe Zahl”
Laut Amnesty International verteilen sich die weltweiten Hinrichtungen so:
“Insgesamt wurden 2007 mindestens 1252 Menschen in 24 Staaten hingerichtet, davon 470 in China und 317 in Iran. Nach China und Iran erfolgten ai zufolge in Saudi-Arabien mindestens 143 Hinrichtungen, 135 in Pakistan und insgesamt 42 in zehn Bundesstaaten der USA. Diese fünf Länder sind Amnesty zufolge für 88 Prozent aller Exekutionen verantwortlich. Auf der Liste finden sich auch der Irak mit mindestens 33 Hinrichtungen, Afghanistan mit 15 und Japan mit neun.”
Eine Liste mit 68 Ländern, die die Todesstrafe vorsehen und in den letzten 10 Jahren auch durchgeführt haben, bietet Wikipedia.
Bei dieser Aktion kann keiner sagen, es gehe ja nur mal wieder gegen die USA oder gegen die bösen Kommunisten in Peking oder die noch böseren Islamofaschistenmullahs in Teheran. Nein, alle die sich schuldig machen bekommen ihr Fett ab.
Henry Edward J.
Kommentar von winfired am 17. April um 14:23 Uhr
Dieses Vorgehen hat einen besseren Sinn als sich nur auf China zu verorten!
Dann greife man die “drei Besten heraus” - nur - vergleichen wir dann Äpfel mit Birnen!