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Israellobby, extremistische Juden, Modedesigner machen Stimmung gegen Obama

Der demokratische Präsidentschaftskandidat ist in seiner Israelunterstützung nicht so bedingungslos und untertanenhaft wie Hillary Clinton oder John McCain, deshalb fürchten ihn organisierte Israellobby und viele konservative, ältere Juden in den USA.

Malcolm Hoenlein, Vorsitzender der “Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations”, beklagte sich bei einem Besuch in Israel über Obama:


“Malcolm Hoenlein äußerte sich (…) besorgt über die Atmosphäre, die Obamas Kampagne umgibt. Dabei machte er aber deutlich, dass er kein Problem mit Obama selbst habe.

‘All das Gerede über “Change”, ohne dabei klar zu definieren was genau unter diesem Wandel zu verstehen wäre, lässt Raum für alles erdenkliche Unheil’. Obama hat “Change” zu einem zentralen Motto seiner Kampagne gemacht.

‘Es gibt berechtigte Bedenken bezüglich des Zeitgeists seiner Kampagne’.”



Die Israellobby, die Washington praktisch im Würgegriff hält, hat Angst um das alte Machtgefüge und ihre privilegierte Stellung. Allerdings muss man Hoenlein in dem Punkt Recht geben, dass es Obamas gehyptem “Change” im Gegensatz zu Ron Paul oder Mike Gravel mitunter an echten Inhalten und klaren Aussagen fehlt.

Aber auch abseits der Anzugträger aus dem organisierten Bereich gibt es unter extremistischen amerikanischen Juden eine Anti-Obama-Stimmung, die bisweilen in blanken Hass übergeht.

So hat sich kürzlich die “Jewish Task Force” gegründet, die laut eigenen Angaben aus Anhängern des jüdischen Terroristen und Hasspredigers Meir Kahane besteht. Auf ihrer Homepage findet sich das Motto “Help Us Defeat The Black Muslim Nazi Presidential Candidate Barack Hussein Obama!”

Entweder ein humoristisch eigenwilliger Scherz, oder ein wenig subtiler Ausdruck von Anti-Obama-Stimmung sind die T-Shirts des in New York lebenden israelischen Designers Doron Braunshtein mit dem Logo “Who killed Barack Obama?”.

Für Obama wäre das die Möglichkeit, seinem “Change” endlich inhaltlichen Tiefgang zu verleihen. Er sollte die Bedenken Hoenleins und die Beschimpfungen der Jewish Task Force offen thematisieren und mit seinen moderaten, jüngeren jüdischen Unterstützern die Botschaft verkünden: Behandeln wir Israel endlich wie ein erwachsenes Land, und hören wir auf mit der “Ist es gut für uns Schwarze?”- und “Ist es gut für uns Juden?”-Denkweise.

Henry Edward J.
Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 10. April 2008 von Henry Edward J. geschrieben und in die Kategorie Internationale Politik eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Tequila am 10. April um 17:42 Uhr

Der Beitrag ist sehr provokativ. Sparen wir uns den Kommentar, oder? ;)

Kommentar von Logiker am 10. April um 19:09 Uhr

“Who killed Barack Obama?” als Tshirtaufdruck vermarketen, ist ja schon echte Volksverhetzung mit indirektem aufruf zum Mord!

Unglaublich, dass sollte doch selbst im Land der Meinungsfreiheit zu viel sein?

Kommentar von adamis26 am 10. April um 22:53 Uhr

“Black Muslim Nazi” ?

Könnte das ein Synonym für “Jüdisch, kommunistische Nazischwuchtel” sein?
Interessant, wie soll viel Widerspruch und Aberwitz in eine Dreiwortphrase gepackt werden kann.

Man wird sich aber sicher sein können, daß der amerikanische Präsident auch weiterhin ein Arschloch sein wird ;-)

Und zum Thema “Wahl”:
http://video.web.de/watch/3166941

Kommentar von joosh am 13. April um 21:45 Uhr

mich nervt es, dass die Juden immer nach Nazis suchen, nur nicht in den eigenen Reihen….

Kommentar von engola am 13. April um 23:40 Uhr

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