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Nahrung wird knapp

Die ersten “food riots”

Natürlich hat Al Gore das nie erwähnt, als er und die ganzen anderen “Umweltschützer” alles gepusht haben, was angeblich auf irgendeine Weise gut für “die Umwelt” sei:

National Post:


“Drastische Erhöhungen der Lebensmittelpreise haben in den letzten Wochen in Mexiko, Marokko, Senegal, Usbekistan, Guinea, Mauretana und dem Jemen zu Unruhen geführt. Hilfsorganisationen auf der ganzen Welt machen sich Sorgen darüber, ob sie die Ärmsten der Armen noch ernähren können.

Wie ein Lauffeuer verbreiten sich die erhöhten Preise für alle wichtigen Getreidesorten und die Furcht vor Knappheit in den internationalen Märkten. Dies sorgt für Unruhen.

Letzten Donnerstag, als der Weltmarktpreis für Reis an einem Tag um ganze 30% anstieg, entschied sich Ägypten dafür, Reisexporte für mindestens sechs Monate auszusetzen. Damit soll die inländische Nachfrage besser bedient werden können.

Das sind schlechte Neuigkeiten für Ägyptens Hauptabnehmer bei Reis - Türkei, Libanon, Syrien und Jordanien.

Ägyptens Entscheidung wurde von Vietnam emuliert, das seine Reisexporte um 25% herunter fuhr und angeordnet hatte, dieses Jahr keine Exportverträge mehr abschließen zu lassen. Vietnam ist der zweitgrößte Reisexporteur nach Thailand.

Indien und Kambodscha beeilten sich ebenfalls damit, die Exporte zu begrenzen, um genug Vorräte für das eigene Volk zu haben.

Die Nahrungsmittelkrise wird ebenso von der verstärkten Nutzung von Biokraftstoffen in Nordamerika und Europa beeinflusst, welche damit die globale Erwärmung eindämmen (…) wollten.

Die gestiegene Nachfrage nach Biokraftstoff hat dazu geführt, dass deutlich weniger Agrarland tatsächlich für den Anbau von Nahrungsmitteln genutzt wird. Ungefähr 16% der Agrarfläche der USA, das vorher mit Sojabohnen bebaut wurde, wird jetzt für die Biokrafstoffproduktion genutzt.”



Houston Chronicle:



“Eine Marktanalystin von BB&T Capital Markets sagte am Montag, dass dieses Jahr die Rationierung von Mais notwendig sein könnte. Zuvor hatte das US-Landwirtschaftsministerium berichtet, 2008 würde weit weniger Mais angebaut als in den Jahren zuvor.”



Nochmal aus dem ersten Artikel:


“Experten sagen voraus, dass die Inflationsspirale auf den weltweiten Lebensmittelmärkten mindestens vier Jahre andauern wird. Manche rechnen sogar damit, dass die Krise ein Jahrzehnt oder länger dauert.”



Canned food and shotguns, people, canned food and shotguns.

Wir müssen tun, was wir schon lange tun müssten: So gut es geht selbst versorgen, Sammeleinkäufe, lokale Produzenten unterstützen, nicht vor lauter schlechtem Gewissen auf jeden Müll hereinfallen, auf dem ein “so retten wir die Erde”-Kleber klebt.

Henry Edward J.
Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, den 2. April 2008 von Henry Edward J. geschrieben und in die Kategorie Wirtschaft eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von tar am 2. April um 07:14 Uhr

Experten sagen voraus, dass die Inflationsspirale auf den weltweiten Lebensmittelmärkten mindestens vier Jahre andauern wird. Manche rechnen sogar damit, dass die Krise ein Jahrzehnt oder länger dauert.”

preisteuerung ist nicht inflation, denn wie wir merken, herrscht knappheit, also das genaue gegenteil.

Kommentar von Nahrung wird knapp - Pax Aeterna am 2. April um 07:26 Uhr

[...] · tar, den 02.04.08 in Afrika, Amerika, Europa, Fernost, Krise, Liberalismus, Nahost, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft Quelle: politblog.net [...]

Kommentar von Jochen Hoff am 2. April um 07:46 Uhr

Äh ja. Die Erdretter und die ökologischen Bedenkenträger sind schuld. Gut das zu wissen. Es ist nicht etwa so, das die Spekulanten sich auf den Lebensmittelmärkten austoben, weil die Subprimekrise gerade nichts anderes zulässt. Nein wie komme ich nur darauf.

Es ist auch nicht so, das die Bauern Angst haben Monsantos Genmais anzubauen, weil sie jedes Jahr immer mehr spritzen müssen und nicht nur immer weniger verdienen sondern auch immer häufiger erkranken.

Es ist auch nicht so, das solche Vollpfosten wie Sigmar Gabriel um die Umweltkatastrophe in Südamerika zu fördern, den regenerativen Sprit von dort holen lassen um hier Steuern auf heimischen Sprit aus nachwachsenden Rohstoffen erheben zu können und damit den Sinn dieses Sprites, den der kurzen Wege, komplett zu vernichten.

Natürlich ist auch unser Landwirtschaftsminister Horst Seehofer nicht schuld, der mit der EU immer noch Stilllegung fördert.

Vielleicht sollte Henry Edward J. doch lieber über Themen schreiben von denen er etwas versteht. Da gibt es ja einige. Aber dieser Artikel ist unterirdisch schlecht.

Kommentar von Herry am 2. April um 08:28 Uhr

Ich stimme Jochen zu, ich erweitere seine aussage, da hier eh der Umweltschutz immer angeprangert wird. Deshalb stelle ich eine Frage: Wenn ihr jemand besucht, Brennt ihr sein Schlafzimmer ab, Zertümmert ihr dann sein Wohnzimmer, reißt ihm die Heizung raus? Nein sowas doch nicht, oder. Wir sind eigentlich nichts weiter als Gäste auf diesem Planeten, es ist mehr eine moralische Frage, was wir tun. Ich finde, sich nicht für Umweltschutz einzusetzen ist Unmoralisch. Wir haben die Umwelt zerstört Jetzt müssen wir sie wieder aufbauen.

Kommentar von lordxeen am 2. April um 09:25 Uhr

Unsere lieben Politiker sollten mal aufwachen und merken, daß der ‘Butterberg’ aus den 70ern weg ist! Es wird Zeit, sämtliche Quoten aufzuheben (soweit ich weiß darf ein Bauer z.T. ganze Felder nicht bestellen und muß ein Teil seiner Erzeugnisse z.B. Milch einfach wegkippen, um die EU-Quoten nicht zu überschreiten). Dann wäre auch die Produktion wieder soweit gesteigert, daß die Preise nachgeben. Zur Not staatliche Regelungen, bzw. Quoten für Biosprit, denn daran liegt’s wohl, daß kaum mehr Lebensmittel angebaut werden. Und: JA, mehr Produkte aus dem heimischen Markt und nicht jede Kartoffel um die halbe Welt schiffen lassen.

Kommentar von StephanB am 2. April um 14:24 Uhr

In einem Gespräch mit einem amerikanischen Farmer aus Mississippi vor ein paar Wochen, habe ich erfahren, dass letztes Jahr im Herbst ein Bekannter (?) von ihm, gelagerten Mais wieder untergepflügt hat, weil die Lager rings um seinen Hof bis Dach voll waren. Er meinte, dass die Explosion der Maispreise nicht die Schuld der Farmer sei, sondern die der Spekulanten. Und dies obwohl immer größere Mengen an Mais in den USA in Ethanol umgewandelt werden.
Auch Kanada produziert inzwischen große Mengen Ethanol aus Mais. Dies wird aber zum größten Teil in die USA exportiert: Nur 2 (zwei!!!) öffentliche Ethanoltankstellen in ganz(!) Kanada, der Rest wird von Behörden benutzt.
Dieser Farmer lebt übrigens hauptsächlich von der Produktion von Rollrasen. Trotz der deutlich gestiegenen Preise für Getreide, könnte er sich sonst einen Besuch in Europa nicht leisten (gestiegene Diesel-, Dünger-, Pestizid-, Heizölpreise etc.).

40% der landwirtschaftlichen Fläche weltweit wird bewässert (Info aus Thementag Wasser vor kurzem bei 3Sat). Und bei einem Großteil davon wird dies mit Hilfe von Dieselbetriebenen Pumpen erledigt, wobei dies oft zu einem Absinken des Grundwasserspiegels geführt hat (noch mehr Energie für Bewässerung).
Ölpreis->Dieselpreis->Bewässerte Fläche->Lebensmittel
Auch viele kleine Fischer benötigen Diesel für ihre Boote.

Kommentar von marianamayer am 2. April um 18:06 Uhr

Mein altes Auto habe ich vor 3,5 Jahren verschenkt.

Hat wohl nichts gebracht, dass ich verzichte.

So oder so wird das Öl und sonstige Rohstoffe knapp und eine Verkehrszunahme ist in eine abnahme zu verwandeln.

Die Industrie hat verschlafen entsprechende Autos zu entwickeln, die wenig Sprit brauchen, sie hatte jedoch Recht und berichtet, dass der Biosprit zu Problemen führt. Die Ingenieure dort kennen die Probleme, besser als jeder andere. Was schlagen Sie vor?

Die kunden “wir” wollen zu wenig mit Bus und Bahn fahren, es wurde zuwenig in diesen Sektor investiert, statt dessen lieber in Flugzeug und Auto. Es gibt in Deutschland genug Menschen, die
mit dem Auto zum Briefkasten fahren. Die ganze hin- und herkutscherei von Gütern verbessert die Bilanz auch nicht.
Eine elektrische Zahnbürste wird in ca. 25-40 Ländern hergestellt.

Die nichteuropäischen Länder rüsten auf mit Autos und industrie,
die anderen 60- 80% in diesen Ländern werden nichts mehr zu essen haben.
Darf nur noch diese Elite überleben? Ist das die Rettung der Menschheit? Die anderen einfach verhungern lassen.

Wer hat sich das denn ausgedacht? Die Beraterbranche?
Die Politiker, die industrie oder sind wir schuld?

Wenig kann ich tuen. Alleiniges verzichten bringt nicht weiter, …

Kommentar von cb am 2. April um 19:41 Uhr

lokale Produzenten unterstützen

Leider geht die Tendenz zu immer mehr Menschen, welche sich das Unterstützen lokaler Produzenten gar nicht leisten können, welche auf den Billigmüll der großen Anbieter setzen müssen um über die Runden zu kommen.

Kommentar von grimoire am 2. April um 21:52 Uhr

@Jochen Hoff und Euch alle

Vielleicht sollte Henry Edward J. doch lieber über Themen schreiben von denen er etwas versteht. Da gibt es ja einige. Aber dieser Artikel ist unterirdisch schlecht.

Da bin ich ganz anderer Meinug.
Henry Edward schreibtl:

Canned food and shotguns, people, canned food and shotguns.

Wir müssen tun, was wir schon lange tun müssten: So gut es geht selbst versorgen, Sammeleinkäufe, lokale Produzenten unterstützen, nicht vor lauter schlechtem Gewissen auf jeden Müll hereinfallen, auf dem ein “so retten wir die Erde”-Kleber klebt.

Wenn ich lese, welche Gedanken cb, im Kommentar vor mir hierzu beiträgt, ist dieser Artikel eben alles andere als unterirdisch . . .
Wer mich kennt weiß um meine Einstellung zu Gewalt, bei der Arbeit für Frieden und ihr kennt womöglich meine Gedanken und Sorgen um Formen von Bürgerkriegen, die ich auch in unserem Land nicht erleben möchte.

Henry Edward greift in seinem Artikel, scheinbar nebenbei, ein Thema auf, das wir uns ernsthaft durch den Kopf gehen lassen sollten.
Mir geht es nicht um den Bezug von Waffen und deren Einsatz - im Gegenteil!
Viele der tiefgreifenden ökologischen Veränderungen auf unserem Planeten haben, meiner Ansicht nach, tatsächlich atronomische Ursachen, und nur wenige Quellen machen hierauf aufmerksam.
Ich selbst bin kaum in der Lage das ganze Ausmaß dieses Umstands zu begreifen und es macht sicherlich keinen Sinn darüber in Panik auszubrechen.
Ich persönlich halte diesen Artikel, bei aller Kritik, in vieler Hinsicht für aüßerst nachdenkenswert!

Gruß
grimoire

Kommentar von grimoire am 2. April um 22:37 Uhr

Bitte verzeiht gelegentliche orthographische Mängel - ich bin Analphabet.

Di Pine magt Honk.
Wie bitte? Und wie machen die Bienen das eigentlich?

Kommentar von Henry Edward J. am 3. April um 10:52 Uhr

Nun will ich mal auf die Kritik von Jochen Hoff antworten:

Natürlich hat die Nahrungsknappheit viele Gründe, danke dass du einige davon aufführst. Ich will aber den Biosprit-Anteil besonders hervorheben, weil dieser Teil “gut gemeint” war. Biosprit halten die Leute erstmal für was Gutes. Im Gegensatz dazu würde kein Mensch auf der Straße sagen dass das was die Spekulanten oder Herr Gabriel zu dem Problem beitragen richtig und unterstützenswert wäre.

@tar:

“preisteuerung ist nicht inflation, denn wie wir merken, herrscht knappheit, also das genaue gegenteil.”

Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber: Die Knappheit herrscht bei der Ware, nicht beim Geld. Zu viel Geld also jagt zu wenig Ware hinterher, die Preise steigen, das ist meines Erachtens Inflation.

Kommentar von lordxeen am 3. April um 13:17 Uhr

Eine kurze Kausalkette:

Problem ist also zunächst einmal zum Teil der Import von Billig-Artikeln aus Fern-Ost ->
kostet Sprit und vernichtet Arbeitsplätze hierzulande ->
noch mehr Menschen in Armut, die wiederum lokale Produzenten nicht unterstützen können ->
also kaufen sie wiederum billig Importiertes ->
daher noch mehr Kraftstoff-Verbrauch für den globalen Transport->
Öl wird teurer ->
(fast) alles verteuert sich (weil beinahe alles irgendwie mit Erdöl zusammenhängt und sei’s nur der Transport ins Geschäft) ->
Millionen rutschen in Armut ->
das frühere Industrie-Land produziert nichts “Richtiges” mehr (weil es jahrelang, als der Überschuss aus ehemaliger produktiver Zeit noch da war, von preiswerten Importen lebte) ->
Extreme Krise (sogar mit Nahrungsmittelknappheit, das erste Mal in der westlichen Welt seit über einem Jahrhundert und mehr!!!)

So oder ähnlich scheint sich’s ja in den USA abzuzeichnen.

Was ist die Lösung? Früher schützten sich Fürstentümer und Königreiche vor soetwas durch ein probates Mittel: hohe Einfuhrzölle!!! So mussten nunmal Produkte aus dem heimischen Markt gekauft werden und die wirtschaftslage blieb stabil. Die Firmen konnten zwar keine “global Player” werden, da andere Länder als Reaktion evt. auch Zölle verlangen aber im Gegenzug dazu könnte das eigene Wirtschaftssystem einigemaßen geschützt bleiben….

Nur so ein Gedanke. Was meint ihr?

Groß
Lordxeen

Kommentar von Henry Edward J. am 3. April um 15:56 Uhr

@lordxeen:

Stärkere Wirtschaftsbarrieren (Zölle sind da ein Mittel) wirken gewissermaßen wie die Schotte in einem Schiff: Wenn ein Loch in der Außenwand des Schiffes entsteht, läuft nur ein kleiner Bereich voll. Der wird abgeschottet, das Schiff insgesamt kann weiterfahren und sich im Hafen reparieren lassen.

Wenn man nun den totalen Weltmarkt ohne Schranken aufbaut, dann entfernt man sozusagen aus dem Schiff die Schotte. Wenn dann ein kleines Loch in der Außenwand ist (bzw. eben eine Wirtschaftskrise in einem Land), gibt es nichts mehr, was das ganze Schiff (die ganze Wirtschaft) retten kann. Es läuft komplett voll (die gesamte Weltwirtschaft wird in den Krisenstrudel gezogen).

Kommentar von Gedankenverbrecher am 3. April um 16:01 Uhr

Al Gore darf ja womöglich demnächst noch weiter unser Verständnis für Umweltschutz aufpolieren:

http://infokrieger.blog.de/200.....te-3988613

Ich denke es gilt hier auch noch mal klarzustellen, dass hier wohl NIEMAND der Autoren jemals gegen Umweltschutz ist und dass es auch niemand für unangebracht hält, mit vorhandenen Ressourcen verantwortungsbewusst umzugehen, sondern dass es vielmehr darum geht, wie das Ganze INSTRUMENTALISIERT wird und ein paar wenige Menschen mit dem “angeblichen” Umweltschutz ein Heidengeld machen.

Kommentar von Henry Edward J. am 3. April um 18:47 Uhr

Ich versuchs auch nochmal auszudrücken, das kam in meiner Antwort auf Jochen Hoff noch nicht durch:

Mit meinen Worten aus dem Artikel wende ich mich nicht gegen Umweltschutz per se. Ich wende mich gegen das, was Al Gore symbolisiert: Eine Elite aus Politikern und Bankern, die wie Al Gore keine Probleme damit hat, Abgereichertes Uran rumzuschießen (er war schließlich Clintons Vize während des Jugoslawienkrieges), aber jetzt einen auf Umweltschutz machen.

Ich wende mich gegen “Umweltschutz” von oben, der einer fragwürdigen politischen Agenda folgt und im Endeffekt darin resultiert, dass via “CO2-Zertifikate” die Banken ein weiteres Spielzeug erhalten, mit dem sie aus dem Nichts ein handelbares Gut erschaffen mit dem sie sich gegenseitig noch reicher machen.

Ich wende mich gegen das, was sich auch auf anderen Politikfeldern zeigt: Sobald eine politisch korrekte Parole ausgerufen wurde, hören viele auf zu denken. Dabei sollte man alles hinterfragen, was von der Regierung kommt: Ob das jetzt angeblicher Umweltschutz oder angeblicher Schutz von Minderheiten durch Geschichtsreglementierung ist.

Schließlich bin ich für Umweltschutz von unten.

Kommentar von StephanB am 3. April um 21:29 Uhr

@lordxeen

Das mit dem höheren Ölverbrauch ist ein guter Gedanke, dies trägt auf jeden Fall mit zur Ölverknappung bei.

Übrigens nicht nur in China werden derzeit wie blöd Kohlekraftwerke gebaut, sondern auch in den USA, vor allem in Texas:

“U.S. Coal Plant Boom Poses Major Ecological, Economic Questions “
http://www.latimes.com/technol.....technology

“Texas utility racing to build polluting coal-fired power plants “
http://news.mongabay.com/2006/0721-txu.html

“Texas set to build new coal-fired power plants “
http://gristmill.grist.org/sto.....62458/0755

“TXU behind schedule in Texas coal plants”
http://today.reuters.com/news/.....DATE-1.XML

Die Links stammen aus einem Thread (gestartet am 9. November 2006) bei peakoil.com:
“16 coal-fired power plants to be built in Texas”

Und dies hängt nicht nur mit dem weiterhin wachsenden Energiehunger der USA zusammen, sondern z.B. auch damit dass die Erdgaslieferungen aus Kanada langsam ins Stocken geraten (auch beim Gas ist dort der Zenit langsam erreicht. Die Kurve beim Öl in den USA zeigt ja schon seit 1971 nach unten, genau so wie es der Geologe Hubbert 1956 bei einer Pressekonferenz vorausgesagt hatte.

Statt in Texas mehr Kohlekraftwerke zu bauen, könnte man z.B. die aufgegebenen Ölplattformen (kein Öl mehr, zu kaputt?) im Golf von Mexiko als Plattformen für Windräder verwenden. Das wurde auch schon öfters dort vorgeschlagen und wird teilweise wohl auch schon realisiert, aber seltsamerweise ( ;-/ )gibt es da keinen Boom.

Und damit mir nicht zuviel Schwarzseherei vorgeworfen wird, möchte ich auf eine wichtige australische Seite hinweisen, wo man lesen kann, wie man in heute (noch) trockenen Gebieten mit Hilfe der Natur und ein bischen Geologie auch in Zukunft noch genug Nahrung ernten kann. Bei vollständiger Anwendung sicher sogar viel mehr als heute:
http://www.permaculture.org.au

Ein wichtiges Stichwort dort: “Greening the desert”

Kommentar von lilu am 3. April um 21:40 Uhr

@grimoire
vielleicht der astronomische Umstand, daß die Sonne scheint….ok. Den Rest können wir getrost uns selbst zuschreiben. Ich höre die Erde förmlich schreien vor Schmerzen, wenn ihr das Blut, sprich das Erdöl aus dem Leib gepumpt wird. Wir leben auf einem so unglaublich schönen Planeten, wir haben ein unsagbares Privileg. Wir haben die Sonne, als Energie, sie scheint ununterbrochen und würde uns alles geben, was wir brauchen.
Da gibt es keine Ausreden. Wir, die Gattung homo “sapiens” sind die Ursache für die schlimmen Veränderungen, für das Verschwinden der Arten. Ganz einfach.
Und ich finde es immer noch besser, wenn jemand wie Al Gore sich engagiert, für diesen wunderbaren Organismus, als wenn er es nicht tun würde. Was machen denn die anderen???? Die es sich leisten könnten, in Aufklärung zu investieren??? Jeder, der seinen Teil dazu beiträgt, uns wieder organischer mit der Natur und ihren Rhythmen zu verbinden, ist mir willkommen. Ich kann trotzdem entscheiden, was davon ich gutheiße, oder nicht. Aber grundsätzlich beschreitet er einen “besseren Weg”. Und ich bete täglich dafür, daß noch mehr Menschen aufwachen, und es am besten heute, jetzt sofort, so sein wird, mit der Erde und mit der Natur zu leben und nicht gegen sie!!!
lilu

Kommentar von Archivar am 8. April um 00:04 Uhr

Es wird auch mal Zeit das hier einige User aufwachen, die EU hat es schon lange getan. Und das zum Vorteil einiger weniger. Natürlich ist der Butterberg weg und das ist ja auch gewollt, so kann man schön die Preise treiben. Wenn die EU- Politiker nicht ganz blind und dämlich sind haben sie schon lange den Nutzen aus ihrer Position gezogen. Die EU ist doch nichts weiter als ein Lobbyistenverein für die Großindustrieellen. Was kann man denn von denen erwarten als die Bedienung ihrer Clientel.

Und was den Umweltschutz angeht. Nicht die Umstellung auf Biosprit rettet unsere Welt, einzig und allein nur die Reduzierung des Verkehrs kann dafür sorgen unsere Umwelt zu schonen. Denn die Kehrseite des Biosprit ist die Umfunktionierung der Anbauflächen die für die Nahrungsmittelgewinnung verloren gehen und natürlich Rohdung der Wälder.
Hat sich mal jemand gefragt wo seine Nahrung wie Milchprodukte, Fleisch, Kartoffeln usw. denn herkommt. Das Zeug wird hunderte von km durch das Land gekarrt, ein Irrsinn an Spritverbrauch. Ist es denn wirklich notwendig die Nahrungsmittelproduktion, wie Schlachthöfe und Molkereien derart zu zentralisieren, dass das Zeug über so große Entfernungen zum Verbraucher gekarrt werden muss? Wie war es denn früher? Da hatte jede Dörfergemeinschaft ihren Schlachthof und ihre Molkerei oder man hat beim Bauern direkt gekauft. Das darf natürlich heute nicht mehr sein, da könnten nämlich die Herren und Damen aus der Politik nicht noch x Zwischenhändler absahnen lassen. Solange wie der Fleischer seine Schweine- und Rinderhälfte von Spanien und sonswoher geliefert bekommt gibt die EU einen Schei..dreck auf Klimaschutz. Von dieser Seite dürften wir also nichts erwarten.

Kommentar von marianamayer am 10. April um 12:14 Uhr

@lordxeen am 3. April um 13:17 Uhr, Handelsbarrieren und Zölle

Genau das sollte ursprünglich den Handel vereinfachen. Das ist ein Ziel. Nur dieses Ziel wurde vor X jahren definiert und heute herrschen andere Bedingungen. Eine Neuformulierung und das Überdenken von Zielformulierungen ist das Aufgabengebiet unter Einbeziehung der mangelhaften und unverantwortlichen Beratungen einiger Weniger die sich am Wirtschaftssystem künstlich und schadhaft bereichern, auch unter Einbeziehung sogenannter Spieletheorien (wobei eine Theorie an sich nichts dafür kann).

—-

Am Beispiel Handelszoll ist zu diskutieren, wie dies den umgesetzt werden soll. Im Prinzip müsste jedes Produkt ausdiskutiert werden. Beispiel Pangasiusfisch: eine wichtige Einnahmequelle für die Einheimischen, vielleicht die einzigste. Würde eine Barriere errichtet, dann ist unter Umständen wiederum Armut und Hunger die Folge.
Ist der Fisch bedroht usw.

Das Problem der EU: gute Ansätze werden falsch umgesetzt. Die ganze Fischausbeutung ist überdimensioniert worden, durch die Überfischung der Meere, Einbau neuester technischer Geräte und die Gewinnmaximierung der Unternehmen. Aufgrund der Naivität und Bestechlichkeit von Beamten ist die Gewinnmax jedoch erst möglich. Hier hätte ganz klar kein “falsches” Beratermilieu platziert werden dürfen, dem anschließend die Schuld in die Schuhe geschoben werden kann. Das sind uralte Tricks. Die blinde Entscheidung vom Schreibtisch aus ohne den Blick zur Realität zu wahren, ist wohl eine Ursache, keine prüfende Entscheidung treffen zu können und zu wollen, sondern sich hinter Methoden zu verstecken.

Erschwerend kommt nun der Missbrauch hinzu, wer Hunger hat verkauft womöglich alles, bis hin zu Uranabfällen, soll schon vorgekommen sein und verstrahlt sich dabei selber.

Mariana Mayer

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