Einen Taser für jeden Passagier?
Wenn es nach der kanadischen Firma Lamperd Less Lethal geht, dann sieht eine mögliche Vision für den internationalen Flugverkehr so aus:
Warum nicht gleich jedem Bürger nach der Geburt ein Bolzenschussgerät am Kopf anbringen, damit die privaten und staatlichen “Sicherheits”kräfte bequem jede eingebildete “Gefahrenlage” “entschärfen” können?
Zum Thema der angeblich “nicht-tödlichen” Elektroschockwaffen: Am Donnerstagabend ist wieder ein 17-jähriger gestorben, nachdem ein Polizist ihn getasert hatte. Der mit Steuergeldern ausgebildete und bezahlte Polizist hielt es nicht für nötig, den laut Polizeibericht auf ihn zugehenden Jugendlichen stattdessen mit Grifftechniken aus der Selbstverteidigung oder Ähnlichem in Schach zu halten.
Henry Edward J.
“Eine Möglichkeit, die Sicherheit der Passagiere während eines Fluges zu gewährleisten, ist die Anbringung eines fernsteuerbaren Elektroschockgeräts an jedem Passagier. Von einer Steuereinheit irgendwo im Flugzeug könnten damit außer Gefecht setzende Stromstöße verteilt werden.”
Warum nicht gleich jedem Bürger nach der Geburt ein Bolzenschussgerät am Kopf anbringen, damit die privaten und staatlichen “Sicherheits”kräfte bequem jede eingebildete “Gefahrenlage” “entschärfen” können?
Zum Thema der angeblich “nicht-tödlichen” Elektroschockwaffen: Am Donnerstagabend ist wieder ein 17-jähriger gestorben, nachdem ein Polizist ihn getasert hatte. Der mit Steuergeldern ausgebildete und bezahlte Polizist hielt es nicht für nötig, den laut Polizeibericht auf ihn zugehenden Jugendlichen stattdessen mit Grifftechniken aus der Selbstverteidigung oder Ähnlichem in Schach zu halten.
Henry Edward J.
Kommentar von Don Pepone am 22. März um 18:17 Uhr
Ich habe es bereits schon einmal gesagt, und ich bleibe dabei. Wenn in 800 Jahren die Menschen auf ihre Geschichte zurück blicken, wird unser Zeitalter, wahrscheinlich als die finsterste und furchterregendste aller historischen Epochen, den Menschen laut und deutlich zeigen, wie es nicht funktionieren kann.
In diesem Sinne hat das alles seine Existenzberechtigung…
Kommentar von Tequila am 22. März um 18:37 Uhr
die idee ist ein meilenstein. ich würde dieses system sofort auch im bundestag installieren lassen unter dem codenamen : DDS ( direct democracy system ). die stärke der stromstösse könnte man der grösse der lügen anpassen. ich glaub, einige würden dort mehr liegen als stehen oder sitzen.
Kommentar von Eckart Mietz am 22. März um 18:45 Uhr
Richte ich mein Leben darauf aus, das Angstmachende zu vermeiden, so wird sich der Lebensalltag um Angst, Terror, Not und Grauß drehen und die Welt wird die Hölle sein. Entscheidet man sich für Freiheit und akzeptiert mögliche Gefahren und Unsicherheiten, wird man die Welt wie paradiesisch wahrnehmen, und sie auch so erleben.
Das Leben ist nun mal lebensgefährlich, und die staatlich gepamperten Angsthasen sind eigentlich schon tot – haben aber nur vergessen umzufallen.
Da alles freiwillig im Leben ist, braucht man ja nicht mit so beknackten Gesellschaften zu fliegen. Mit einem Heißluftballon kommt man auch um die Welt, und manchen Leute entdecken auf einem heimischen Spaziergang mehr, als manchen Leute auf einer ganzen Weltreise.
Haben diese Schnapsköpfe sich eigentlich mal überlegt, dass man für alles Fiese immer Wege findet.
Kommentar von aviat0r am 23. März um 00:42 Uhr
Lachhafter Techniknonsens eines pubertären, verfetteten Bastlergenies, das zuviel “Air Force One” gesehen hat. Unglaublich, welche skrupellosen Geschäftemacher mit dem 9/11-Hoax Kasse machen wollen. Damit es richtig Spass macht, dann aber bitte auch für ALLE im Flugzeug-Piloten, Stewardessen und in der ersten Klasse mit E-Sex Funktion. Der Carrier, der sich traut, solche perversen Foltersysteme in seine Flugzeuge einzubauen, wird es am Markt sicher nicht leichter haben. Sowas ist ein weiteres Sicherheitsrisiko, bei dem man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann, Hochspannung und Kerosin vertragen sich selten gut und man weis ja, wie störanfällig die Flugzeugelektronik ist. Wenn nur jemand mit seinem Gameboy, oder Notebook nur eine kleine Fehlfunktion dieser Anlage in ein paar Sitzreihen auslöst und nur ein paar Leute in der besonderen Belastungssituation sterben, dann werden die von US Anwälten geschlachtet und können zumachen. Echte Terroristen werden sich jedenfalls bedanken, denn sie werden wissen, wie man das System ausschalten, bzw. für die eigenen Zwecke benutzen kann. Klasse-Schilda ist damit ein Ort in Nordamerika.
Kommentar von joosh am 24. März um 22:23 Uhr
Ich find den Taser gut, da man mit ihm personen entschärfen kann, z.b. bei Geiselnamen, raubüberfällen usw. Aber, dass er für jede Oma eingesetzt wird ist Bullshit.
Kommentar von Gedankenverbrecher am 25. März um 08:44 Uhr
Nein, nein und nochmals NEIN. Ich bleibe auch weiterhin dabei: Es gibt andere Mittel und Wege, jemanden zu “entschärfen”. Wenn es wirklich soweit ist, dass bei einer Geiselnahme eine Geisel ein Messer an der Kehle hat oder davor ist, umgebracht zu werden, dann fände ich in dem speziellen Fall sogar einen finalen “Rettungsschuss” sinnvoller, als einen Taser. In dem Fall ist es auch legitime Notwehr. Aber die Tatsache, dass diese Taser ja so “ungefährlich” sind, wie uns immer weisgemacht wird, senkt gewaltig die Hemmschwelle des Anwendens. Um jemanden, der auf einen zugerannt kommt, oder der Widerstand leistet, unschädlich zu machen gäbe es auch andere Alternativen wie zum Beispiel eine Netzpistole, mit der der Gegner immobilisiert werden kann. Da muss man nicht gleich Stromstösse durch den Körper jagen. Es ist und bleibt ein Folterwerkzeug meiner Ansicht nach und es wird immer mehr verharmlost, obwohl die Zahl der Toten die an den Folgen einer “Taserbehandlung” sterben immer mehr wächst. Immer wieder werden neue Ausreden für die Todesfälle gesucht. Aber dafür gibt es keine Ausreden. Es muss klar feststehen, dass derjenige, der einen Taser benutzt, die Verantwortung dafür trägt, dass er damit jemanden töten kann. Wenn das klar feststeht, dann braucht man auch keine Differenzierung mehr zwischen Omas, Jugendlichen, Herzkranken oder Terroristen. Das Ding kann töten. Punkt.
Kommentar von S. Meyer am 25. März um 16:32 Uhr
Die Gegenfrage lautet doch :
Warum muss der Jugendliche auf den Polizisten zugehen ?
Ich denke jedem Menschen ist durchaus klar, wie man eine Situation entschärft, oder im Gegenzug verschärft.
Es ist immer leicht von der Ferne zu urteilen, aber wenn ich von einem durchgedrehten Jugendlichen mit Dosen beworfen werde und er dann auf mich zukommt - in der Situation möchte ich nicht stecken.
Kommentar von stumax am 25. März um 16:56 Uhr
Einen Taser für jeden Fluggast?!
Mwuhahahahaha! Ich krabbel grade mit Magenkrämpfen vom lachen unterm Tisch raus.
Sollen sie doch einführen. Was passiert dann? Bahn- und Busverbindungen bekommen zulauf wie blöd.
Mal so zur Veranschaulichung die Zeit die wir brauchten für unsere Reise in die Flitterwochen nach Amsterdam:
Anfahrt zum Flughafen: 0:35 Stunden
Einchecken: 2:00 Stunden vor Abflug
Flug München -> Amsterdam: 1:10 Stunden
Koffer gefilzt am Zoll: 1:30 Stunden
Fahrt zum Hotel (ums Eck von der Centraal Station) 0:45 Stunden.
Rechnet man alles zusammen kommt man auf 5:30 Stunden und mindestens ein Büschel grauer Haare.
Der Schlafwagen nach Amsterdam braucht 10:00 Stunden und ich denk mitm ICE gehts nochmal mindestens 2 Stunden schneller. Meine Entscheidung ist gefallen. Zugunsten der Bahn.
Kommentar von winfired am 28. März um 18:25 Uhr
Na ja, die Flugangst ist dann passe’ - dann gibt es die Taserangst!