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Spitzer tappt in Venusfalle

New Yorker Gouverneur Opfer von Mossad-Operation?

Die Medien überschlagen sich mal wieder wegen einem Skandal, der oberflächlich betrachtet nur mit Sex zu tun hat. Der Gouverneur von New York, Eliot Spitzer, ist wohl Kunde eines Prostituiertendienstes gewesen. Aber nicht nur die Medien des ach so prüden Amerika, auch die deutschen Presseclowns überschlagen sich vor Empörung. Die Zeit beispielsweise betitelt den “tiefen Fall des Eliot Spitzer“, andere reden verächtlich vom “Saubermann”, der Spitzer wohl zuvor war.

Bei genauerem Hinschauen wird der Fall aber auch für ernsthaftere Analysen interessant. Die Prostituierten-Operation könnte ein Paradebeispiel für den geheimdienstlichen Einsatz von so genannten “Venusfallen” sein: Für die Zielperson werden Handlungen wie Sex und/oder Drogenkonsum arrangiert. Bestenfalls werden dann Fotos und/oder Videos von der Handlung gemacht, mit denen die Zielperson dann zukünftig erpressbar ist. In der Wirtschaft ist diese Taktik vermutlich gang und gebe, in der Politik gut dokumentiert.

Ein guter Geheimdienst lässt möglichst viele möglichst einflussreiche Personen in Venusfallen tappen, um danach durch Erpressung möglichst viel Einfluss zu haben.

Der israelische Mossad hat sich als Meister dieser Methode gemausert. So ließ er beispielsweise Mordechai Vanunu in eine Venusfalle tappen und zurück nach Israel bringen. Vanunu war nach Großbritannien ausgereist und hatte die Welt über das bis dahin geheime israelische Atomprogramm in Dimona aufgeklärt.

Jedenfalls scheint es plausibel, dass der Prostitutionsring, bei dem Spitzer verkehrte, eine Operation des Mossad ist. Der Hauptdrahtzieher Mark Brener hat nicht nur einen, sondern gleich zwei israelische Pässe.
Interessant wäre, ob neben Spitzer noch andere Spitzenpolitiker der Ostküste im Fadenkreuz der potenziellen Erpresser waren. Hier könnten die schon eine Weile laufenden Ermittlungen weitere Erkenntnisse bringen.

Neben dem allgemein bei allen einflussreichen und/oder reichen Personen gültigen Motiv könnte Spitzer das Ziel israelischer Erpressung geworden sein, weil er seinerzeit gegen die Holocaust-Industrie vorgegangen ist. Er war in seiner damaligen Funktion als Oberstaatsanwalt von New York einer der Hauptermittler gegen die Betrüger in der Chefetage des World Jewish Congress. Und mit Opher Hirschsohn war der Sohn des damaligen israelischen Finanzministers ebenfalls eine der Figuren jener Holocaust-Industrie. Eventuell wollten hochrangige Israelis also vorsorgen, falls Spitzer auf die Idee kommen sollte, weitere Schritte gegen deren Einnahmequelle zu unternehmen.

Denkbar wäre auch, dass Israel, das wegen seiner völkerrechtswidrigen und grausamen Belagerung des Gazastreifens international in die Kritik geraten war, etwas brauchte, mit dem es das dumme amerikanische Volk ablenken kann. (Gelegen kam den Holocaustplanern in Tel Aviv auch der medial aufgebauschte “Anschlag” auf eine jüdische Schule letzte Woche).

Kritische Beobachter der amerikanischen Nahostpolitik sehen in Erpressungsmöglichkeiten auch einen der Gründe, warum die mittlerweile ausufernden Besuche amerikanischer Kongressabgeordeter in Israel abzulehnen sind.

Ganz unabhängig von der Person Eliot Spitzer und israelischen Bestrebungen aber sind Venusfallen ein Problem. Genauer gesagt natürlich Amtsinhaber oder Kandidaten, die besonders anfällig für die damit verbundene Erpressung sind. Darunter fallen neben Verheirateten auch Homosexuelle und alle Anderen, mit deren Vorlieben sich besonders gut eine mediale Empörung inszenieren lässt.

Wer als Bürger seine Politiker vor dieser Gefahr schützen will, sollte für ein gesellschaftliches Klima sorgen, in dem kein öffentlicher Druck auf Menschen wie Spitzer ausgeübt wird, wenn die Venusfalle zuschnappt. Die Politiker sollten wissen: Solange sie gute Politik machen, ist es uns egal was sie schniefen und wen sie daten.

Henry Edward J.
Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, den 12. März 2008 von Henry Edward J. geschrieben und in die Kategorie Korruption eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von jacomo am 12. März um 23:10 Uhr

Hab ich mich auch kurz drueber ausgelassen:-)
http://jakester-express.blogsp.....round.html

Kommentar von jacomo am 13. März um 00:34 Uhr

Wer als Bürger seine Politiker vor dieser Gefahr schützen will, sollte für ein gesellschaftliches Klima sorgen, in dem kein öffentlicher Druck auf Menschen wie Spitzer ausgeübt wird, wenn die Venusfalle zuschnappt. Die Politiker sollten wissen: Solange sie gute Politik machen, ist es uns egal was sie schniefen und wen sie daten.

Nicht das ich dich ruegen wollte Henry, aber du laesst als schon mal einen los. Wer tut das nicht.

‘Diesbezueglich als auch in so manch anderer Hinsicht, wuerd ich ausgerechnet Politiker schon mal gar nicht schuetzen. Ist
nicht ‘physisch gemeint.

Schon gar nicht wuerd ich es davon abhaengig machen, ob sie gute oder schlechte Politik machen. .. Da wirs gerade von Erpressung haben…… Oder sollte ich hypokratische Moral von Performance abhaengig machen?

Aber um die Qual der Wahl zwischen guter oder schlechter Politik, muessen wir uns ja nicht den Kopf zerbrechen. …. Do We??

Kommentar von Logiker am 13. März um 00:54 Uhr

“aber sind Venusfallen ein Problem.”

Man sollte da die Opferrolle nicht unnötig stärken. In Amerika ist es sicher noch was anderes, weil da Prostitution ein Verbrechen ist und auch Freier zu Seminaren(Umerziehung) verdonnert werden und in einigen Staaten soger in der Zeitung öffentlich angepangert werden, auch als Privatperson.
Dennoch wäre es bei einem Politiker medial in Deutschland kaum anders. Man sollte damit selbstbewusster umgehen und sagen “OK ich habs getan. Ich bin auch nur ein Mensch”. Wöchentlich gibt es Berichte in der Kiste über Huren und Rotlicht, als ob es was ganz normales ist (Ist es ja eigentlich auch)
Aber wenn dann doch einmal einer erwischt wird, sieht man wie es Gesellschaftlich doch noch geächtet wird. Wobei man sich aber auch fragen kann ob es nicht eigentlich die Medien mit ihrer veröffentlichten Meinung sind, die empört reagieren und die Breite Masse das vieleicht gar nicht so schlimm findet. Vieleicht denkt die sogar eher prakmatisch und achtet eher auf die politische Arbeit der Person.
Ein Schmierentheater!!!

Kommentar von Henry Edward J. am 13. März um 01:01 Uhr

@Logiker:

Falls ich hier falsch verstanden wurde: Nicht die Fehltritte von Politikern etc. halte ich für ein Problem, sondern die Venusfallen. Und die potenzielle Erpressbarkeit von Politikern.

Auch ich denke also dass in einem solchen Fall eher selbstbewusster damit umgegangen werden sollte und die Bürger dem Opfer der Venusfalle klar machen sollten, dass es sie nicht juckt. Denn am Ende ist die Aufregung wirklich vor Allem aufgebauscht und entspricht in ihrem Ausmaß nicht mehr den eigentlichen Bedenken der Bürger.

Kommentar von lietruly am 13. März um 18:45 Uhr

Spitzer ­ The
Bush/Silverstein Connection

Spitzer hat scheinbar eine Untersuchung gegen Silverstein am laufen gehabt und auch den 11.9.2001 unabhänig untersuchen wollen. So etwas passt dem Mossad natürlich gar nicht.

Link: http://www.rense.com/general81/bushislv.htm

Kommentar von Henry Edward J. am 14. März um 08:46 Uhr

As I have suspected:

“At least one other New York public figure is involved in the prostitution ring investigation that brought down New York Gov. Eliot Spitzer, according to lawyers in the case.”

http://abcnews.go.com/print?id=4430558

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