Weitere Paul-Berater: Pape, Hadar, Eland
Philip Weiss entdeckt endlich die Paul-Kampagne
Wer der Ansicht ist, ihn interessieren die US-Wahlen nicht, der möge bitte weglesen.
Es ist bekannt, dass Ron Paul gemeinsam mit Mike Gravel und Dennis Kucinich der einzige Kandidat ist, der beim Thema “War on Terror” und im Hinblick auf die expansive und interventionistische US-Außenpolitik einen vernünftigeren Kurs vorschlägt.
Philip Weiss, vielleicht weniger bekannt, ist ein Journalist und Blogger, der besonders im Nahen Osten ebenfalls auf eine zurückhaltendere Richtung pocht. Er weiß wie Paul, dass ein guter Teil der terroristischen und generell anti-amerikanisch und -israelischen Motivation in der Region aus der Aggressionspolitik eben dieser beiden Staaten herrührt. Er ist der Ansicht, Amerika solle nicht mehr Kriege für Israels Sicherheit führen und es nicht mehr als kompromisslosen Schützling behandeln.
Doch trotz dieser eigentlich vorhandenen geteilten Sichtweise, hatte Weiss bislang nie etwas zu Paul und seiner überraschend langlebigen Kampagne geschrieben. Bis heute.
Heute nämlich kommentierte Weiss (der in einem hoffentlich bald erscheinenden Artikel von mir eine prominente Rolle einnehmen wird) eine Meldung aus dem Paul-Lager, welches, zusätzlich zu den bereits hier beschriebenen, zwei neue außenpolitische Berater bekannt gab:
Der dritte Berater, Ivan Eland, ist laut Pressemitteilung Autor des Buches “The Empire Has No Clothes: U.S. Foreign Policy Exposed“. Außerdem arbeitete er 15 Jahre lang für den Kongress, unter Anderem als wichtigster Militäranalyst im “Congressional Budget Office” und als Berater des Kommittees für Außenpolitik. Aktuell ist Eland Direktor des “Center on Peace & Liberty” am Independent Institute.
Den Schlussworten von Weiss kann ich mich nur anschließen. Ron Paul sollte für seine Weitsicht Applaus erhalten, genauso wie Hadar und Pape, dass sie sich engagieren. Ich kann es kaum erwarten, dass ihre Gedanken in seine Reden mit einfließen. Und ich hoffe dass seine Kampagne noch auf die eine oder andere Weise dieses Jahr über präsent ist. Und wenn es nur dem Zweck dient, dass diese Ideen in den amerikanischen Mainstram strömen.
Henry Edward J.
Wer der Ansicht ist, ihn interessieren die US-Wahlen nicht, der möge bitte weglesen.
Es ist bekannt, dass Ron Paul gemeinsam mit Mike Gravel und Dennis Kucinich der einzige Kandidat ist, der beim Thema “War on Terror” und im Hinblick auf die expansive und interventionistische US-Außenpolitik einen vernünftigeren Kurs vorschlägt.
Philip Weiss, vielleicht weniger bekannt, ist ein Journalist und Blogger, der besonders im Nahen Osten ebenfalls auf eine zurückhaltendere Richtung pocht. Er weiß wie Paul, dass ein guter Teil der terroristischen und generell anti-amerikanisch und -israelischen Motivation in der Region aus der Aggressionspolitik eben dieser beiden Staaten herrührt. Er ist der Ansicht, Amerika solle nicht mehr Kriege für Israels Sicherheit führen und es nicht mehr als kompromisslosen Schützling behandeln.
Doch trotz dieser eigentlich vorhandenen geteilten Sichtweise, hatte Weiss bislang nie etwas zu Paul und seiner überraschend langlebigen Kampagne geschrieben. Bis heute.
Heute nämlich kommentierte Weiss (der in einem hoffentlich bald erscheinenden Artikel von mir eine prominente Rolle einnehmen wird) eine Meldung aus dem Paul-Lager, welches, zusätzlich zu den bereits hier beschriebenen, zwei neue außenpolitische Berater bekannt gab:
“Ich muss zugeben, dass ich die Ron Paul-Kampagne ignoriert habe. Ich liebe einerseits die Tatsache, dass er über Israel und Palästina spricht, aber seine libertäre Haltung zur Wirtschaft macht mich andererseits als ‘big-government type’ misstrauisch.
Jetzt habe ich aber heute davon erfahren, dass Paul mit Robert Pape einen neuen außenpolitischen Berater an Bord geholt hat. Pape ist der Autor des Buches ‘Dying to Win: The Strategic Logic of Suicide Terrorism‘. Dieses Buch ist eines der wichtigsten Bücher, die ich in den letzten fünf Jahren gelesen habe.
Dying to win beschreibt, wie Selbstmordattentäter innerhalb ihrer Gesellschaft aufgewertet werden, wenn es auf ihrem Land einen Besatzer mit anderer Religion gibt. Es ist nicht religiöser Wahn, es ist die Besatzung ihr Idioten.
Ich habe Pape zwar gebeten, in Anbetracht der neueren Arten von Selbstmordattentätern unterschiedlicher islamischer Ausrichtungen, seine These ein wenig zu verfeinern. Doch bieten die reichhaltigen Informationen über die Motivation von Selbstmordattentätern in seinem Buch nichtsdestotrotz das notwendige logische Gegenmittel zur ‘Islamofaschismus’-Hysterie der NeoCons und NeoLibs.
Die Pressemitteilung der Kampagne ließ weiterhin verlaute, dass Paul außerdem Leon Hadar gewinnen konnte. Hadar ist der Forscher des Cato-Instituts, der vor 15 Jahren bereits darauf hinwies, dass nach dem Kalten Krieg, in dem es unser Bollwerk gegen die Sowjets war, Israel einen neuen Grund finden musste, warum es für die USA unverzichtbar sei: Den radikalen Islam!
Das Argument der Nützlichkeit des radikalen Islams wurden letztes Jahr auch von Walt und Mearsheimer sowie Trita Parsi angeführt.
Sowohl Hadar als auch Pape sind brilliante Männer, die für neue Ideen in der US-Nahostpolitik stehen. Sie stehen für das, was hier im Blog thematisiert wird. Und Ron Paul sollte für seine Weitsicht Applaus erhalten, genauso wie Hadar und Pape, dass sie sich engagieren. Ich kann es kaum erwarten, dass ihre Gedanken in seine Reden mit einfließen. Und ich hoffe dass seine Kampagne noch auf die eine oder andere Weise dieses Jahr über präsent ist. Und wenn es nur dem Zweck dient, dass diese Ideen in den amerikanischen Mainstram strömen.”
Der dritte Berater, Ivan Eland, ist laut Pressemitteilung Autor des Buches “The Empire Has No Clothes: U.S. Foreign Policy Exposed“. Außerdem arbeitete er 15 Jahre lang für den Kongress, unter Anderem als wichtigster Militäranalyst im “Congressional Budget Office” und als Berater des Kommittees für Außenpolitik. Aktuell ist Eland Direktor des “Center on Peace & Liberty” am Independent Institute.
Den Schlussworten von Weiss kann ich mich nur anschließen. Ron Paul sollte für seine Weitsicht Applaus erhalten, genauso wie Hadar und Pape, dass sie sich engagieren. Ich kann es kaum erwarten, dass ihre Gedanken in seine Reden mit einfließen. Und ich hoffe dass seine Kampagne noch auf die eine oder andere Weise dieses Jahr über präsent ist. Und wenn es nur dem Zweck dient, dass diese Ideen in den amerikanischen Mainstram strömen.
Henry Edward J.
Kommentar von Rheinbogen am 9. Februar um 12:48 Uhr
Die US-Wahlen interessieren mich schon, aber nicht der Wahlkampf, nicht das Vorwahl-Getöse und das ganze Brimborium, das veranstaltet wird, um der Welt zu demonstrieren, welch tolle Demokratie die Amerikaner doch haben…
Was Ron Paul anbelangt: Ich war immer der Ansicht, dass wir keinen Kandidaten offen unterstützen sollten. Ich habe oft genug erklärt, warum. Interessant ist, wie er von den Medien gezielt ignoriert wird. Wir haben jetzt ja den schönen Beitrag weiter unten (”Filmtip: Spin”), wo wir sehen können, wie das gemacht wird. Ich muss Ron Paul auch ein Kompliment dafür machen, dass er trotz Chancenlosigkeit nicht aufgibt - er hat aber auch genügend Gelder dafür eingesammelt.
Übrigens hier mal ein paar Begriffserklärungen:
In den USA gibt es bekanntlich zwei maßgebliche Parteien, die Republikaner und die Demokraten. Erstere gelten als konservativ, tragen aber die Farbe Rot, die in Europa für Sozialismus stehen, der in Amerika praktisch nicht existiert. Die Republikaner, die ihre Partei gerne auch “Grand Old Party” (GOP) nennen, sind politisch etwa so weit rechts wie bei uns die CSU ohne das S, denn sozial bedeutet bei denen, dass der Staat eingreift, was so ziemlich das Schlimmste ist, was es gibt. Fortsetz. folgt.
Kommentar von Rheinbogen am 9. Februar um 12:57 Uhr
Fortsetzung:
Die Demokraten werden vor allem von ihren Gegnern gerne als “Liberals” beschimpft. “Liberal” bedeutet nämlich auch etwas anderes als bei uns. Eigentlich sind die Republikaner in mancher Hinsicht sehr liberal, vor allem was etwa Waffengesetze angeht. Im Grunde sind die Reps für das recht des Stärkeren und die Losung, dass wer etwas erreichen will, das in den USA auch kann. Die Demokraten unterscheiden sich davon allerdings weit weniger, als man gemeinhin annimmt. Sie lassen halt ein bisschen Staat zu, wollen z.B. eine Krankenversicherung für alle und diskutieren wenigstens über Waffenrecht oder Abtreibung oder Todesstrafe. Liberal sind sie - nach europäischen Maßstäben - damit noch lange nicht. Politisch vielleicht am ehesten mit der CDU zu vergleichen, wobei man dann vielleicht bei den Repubikanern sagen sollte, das die doch eher in Richtung unserer Republikaner gehen, aber die Vergleiche hinken allesamt. Gemeinsam haben beide Parteien in den USA aber den übersteigerten Patriotismus, die Liebe zum Militär und den Hang zur Religiosität, ohne die sich niemand dort irgendeine Chance ausrechnen darf.
Auch aus all diesen Erwägungen heraus sage ich nochmal: Die ganze Gesellschaft dort muss sich erstmal ändern!
Kommentar von schere am 9. Februar um 22:39 Uhr
Sehr gut Rheinbogen,
wir haben ja oft genug über die USA diskutiert um zu wissen wie der Laden da läuft. Die, die wirklich die Macht haben lassen sich durch einen Präsidenten, egal welcher Partei, nicht behindern.
Ich finde auch deinen Vergleich mit unseren Parteien recht gelungen um einige Romantiker hier mal zum nachdenken zu bringen. Was hier konsens ist, selbst bei konservativen Parteien, gilt in den USA schon als liberal.
Kommentar von G e d a n k e n V e r b r e c h e r am 11. Februar um 15:29 Uhr
Ron Paul wurde wie so oft als die Hoffnung bezeichnet, die den Wandel in der US-Regierung herbei zu führen beabsichtigt.
Betrachten wir aber einmal den “Minderheitsbericht” zu Gold erstmals 1982 zusammen mit einem Ko-Autoren. Der Text wurde aktuell (2007) neu aufgelegt. Doch zur Sache: Wer ist dieser Ko-Autor? - Lewis E. Lehrman - , er war Mitglied des Board of Directors des Project for the New American Century
Vielmehr soll darauf hingewiesen werden, mit wem Ron Paul einen seiner bekannteren Texte schrieb. Auch die (geistigen) Freunde eines Politikers tragen schließlich erheblich zu seiner besseren Einschätzbarkeit bei.
Kommentar von Henry Edward J. am 11. Februar um 16:14 Uhr
Und mit den bekannt gegebenen “Freunden” dürfte ja wohl klar sein, dass Ron Paul - Lehrman hin oder her - nichts mit den Interventionisten und Militaristen des PNAC zu tun hat.
PNAC hat sich übrigens auch nicht mit Gold beschäftigt, also was sagt das schon über diesen Lehrman aus. Auch ein Fukuyama war mal bei PNAC.