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UPDATED: Nachzählung in New Hampshire

Aus der New York Times, bereits vom Freitag (Auszüge):
“Befindet sich New Hampshire auf dem Weg zu einer Neuauflage von Florida?

Nur drei Tage nach den Vorwahlen vom Dienstag bestätigt das Büro des Staatssekretärs von New Hampshire, dass es eine Nachzählung von Hand sowohl der republikanischen als auch der demokratischen Stimmzettel durchführen wird. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem das Büro von zwei Kandidaten entsprechende Anträge erhalten hatte.

Am Freitag gab Albert Howard, ein obskurer Kandidat aus Ann Arbor, Michigan, persönlich seinen Antrag sowie eine Anzahlung von 2000 US-$ ab. Howard befand sich auf dem Wahlzettel der Republikaner und bekam 44 Stimmen.

Außerdem schrieb Dennis Kucinich, Präsidentschaftskandidat und Kongressabgeordneter aus Ohio, dem Staatssekretär von New Hampshire einen Brief, in dem er ihn um die Nachzählung der demokratischen Ergebnisse bat. Kucinichs Brief sprach von “ungeklärten Diskrepanzen zwischen Stimmzetteln, die von Hand ausgezählt wurden, und jenen, die durch Wahlmaschinen ausgezählt wurden.

New Hampshire verwendet sowohl Touch-Screen-Wahlmaschinen als auch, in manchen Bezirken, altmodische Stimmzettel aus Papier. Das letzte Mal unternahm New Hampshire eine landesweite Nachzählung im Jahre 1980.”

Dave Lindorff, CounterPunch vom Samstag:
“Was für einige Skepsis gesorgt hat ist die deutliche Diskrepanz zwischen den Stimmen, die per Wahlmaschine ausgezählt wurden. und jenen, die per Hand ausgezählt wurden.

In New Hampshire wurden 81% der Stimmen von Wahlmaschinen von Diebold Election Systems (die sich jetzt Premiere Election Solutions nennt) ausgezählt. DES ist eine Tochter der Diebold Corporation, die von reichen konservativen Investoren gegründet und immer noch beraten wird. (…) Die restlichen 19% der Stimmen wurden stattdessen von Hand ausgezählt.

Das Ergebnis bei den Wahlmaschinen waren 39,6% für Clinton und 36,3% für Obama - ziemlich genau das Endergebnis. Aber die Stimmen auf den von Hand ausgezählten Wahlzetteln waren deutlich anders gewichtet: Clinton 34,9%, Obama 38,6%.
Könnte etwas in den Maschinen passiert sein, das Obama oder anderen Kandidaten manche Stimmen weggenommen und Clinton zugesprochen hat?

Wenn die gesamten abgegebenen Stimmen ähnlich verteilt gewesen wären wie die von Hand gezählten, dann hätte Obama New Hampshire um über 10,000 Stimmen gewonnen, anstatt um etwa 5500 Stimmen an Clinton zu verlieren.”

Dori Smith für BradBlog.com, vom Samstag (Auszüge):
“Die von Computern durchgeführte Auszählung der Stimmen in New Hampshire wird von einer einzigen privaten Firma überwacht, LHS Associates. Dieser wird regelmäßig voller Zugang zu den Systemen gewährt, und Interviews mit einigen Landesbeamten deuten an, dass alle ein unterschiedliches Bild davon haben, wie dieser private Zugang zum Auszählverfahren reguliert ist.

Der Zugang zu den Wahlmaschinen, und besonders zu ihren anfälligen Speicherkarten, wird von zahlreichen unabhängigen akademischen und staatlichen Studien als besonders gefährlich bezeichnet. All diese Studien haben gezeigt, dass Wahlen manipuliert und Ergebnisse gefälscht werden können, wenn man diesen Zugang hat.”

Zusammenfassung: Das US-Wahlsystem ist, wie der Großteil des politischen Systems überhaupt, nicht wirklich in den Händen der Bürger, sondern der Wirtschaft. Und seit Stalin weiß jeder, dass es nicht die Wähler sind die bestimmen, sondern jene, die die Stimmen auszählen. Clinton hat also in New Hampshire höchstwahrscheinlich durch Wahlbetrug Obama geschlagen (auch wenn Obama nicht halb so unterstützenswert ist wie Mike Gravel oder Dennis Kucinich, aber Betrug ist Betrug). Jetzt gibt es eine Nachzählung von Hand. Gute Gelegenheit daran zu erinnern, dass in den USA auch Nachzählungen gerne gefälscht werden:

Toledoblade.com (Lokalzeitung in Ohio) vom 13. März 2007 (Auszüge):
“Ein Richter (…) verurteilte zwei ehemalige Wahlhelferinnen zur Höchstrafe von 18 Monaten Gefängnis, weil sie die Nachzählung der Präsidentschaftswahlen 2004 gefälscht hatten, um sich die Arbeit zu erleichtern.

Die Staatsanwaltschaft war der Ansicht, dass die beiden Angestellten gegen das Gesetz verstoßen hatten, indem sie während ihrer Arbeit hinter verschlossenen Türen drei Tage vor der Nachzählung nur jene Stimmzettel auswählten, von denen sie wussten, dass diese keine Diskrepanzen zum amtlichen Endergebnis aufweisen würden. Damit wollten sie eine längere und aufwändigere Nachzählung vermeiden.

Der Richter fragte (die Angeklagten) mehrmals, ob ihre Vorgesetzten ihnen die Wahlfälschung befohlen hätten.

‘Es scheint mir unwahrscheinlich, dass Ihre Vorgesetzten nichts davon wussten’ meinte der Richter.”

Die Redaktion
Dieser Eintrag wurde am Sonntag, den 13. Januar 2008 von Redaktion geschrieben und in die Kategorie Wahlen, Parteien, Ämter eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Rheinbogen am 14. Januar um 07:55 Uhr

Schön, dass es hier weitergeht. Schade, daß ausgerechnet dieses Thema gewählt wurde. Der ganze Hype, der um diese nach einem unsinnigen Verfahren durchgeführten Vorwahlen auch in unseren Medien veranstaltet wird, geht mir so langsam gehörig auf die Nerven. Das ist ja alles sooo spannend…. Da wird in zwei vergleichsweise Zwergstaaten abgestimmt, und das soll dann alles so bedeutend sein für den Ausgang blabla. Völlig antiquiertes System, aber im Inszenieren von Events, die keine sind, sind die Amis einfach Weltklasse! Das einzige, was mich überhaupt interessiert, ist, ob sich am Ende irgendetwas Entscheidendes in der US-Politik ändert, was aber nicht der Fall sein wird. Und selbst wenn es jemand schaffen würde, der etwas Grundlegendes ändern wollte, so würden die wahrhaft Mächtigen hinter den Kulissen diesen im besten Fall 4 Jahre lang aussitzen, im Zweifel aber einfach beseitigen lassen. Das mit den Wahlmaschinen ist nicht neu, aber ok, man kann ja nochmal drauf hinweisen. Das hat für uns aber nur insofern Relevanz, als auch bei uns immer häufiger Maschinen eingesetzt werden (sollen). Dagegen müssen wir hier kämpfen - und die Amerikaner dort. Hier würde ich gerne mal Informationen z.B. zum Thema Jugendgewalt bekommen.

Kommentar von Redaktion am 14. Januar um 11:14 Uhr

Der Spiegelfechter hat es ganz nett formuliert:

“Die USA haben es besser als Deutschland – während hierzulande die Kanzlerkandidaten in dunklen Hinterzimmern oder beim Frühstück in Wolfratshausen ausgekungelt werden, entscheiden in den USA die registrierten Wähler.”

http://www.spiegelfechter.com/.....-gestartet

Natürlich alles unter der Vorraussetzung, dass alles wirklich demokratisch abläuft, mit nachzählbaren Stimmen und ohne Wahlmaschinen.

Zwar versuchen in den USA immer noch die Medien, dem Wähler die Entscheidung abzunehmen (indem sie Kandidaten hypen oder ignorieren), aber das ändert sich langsam.

Kommentar von bleizucker am 14. Januar um 14:49 Uhr

Die Wahlergebnisse stinken: Terror-war-Rudy hat in drei Bezirken exakt “teuflische”9,11% der Stimmen erhalten???
Spannend ist es vor allem deshalb, weil es einen Kandidaten gibt, der sich fest vorgenommen hat wirklich etwas zu bewegen, den Irak-Krieg sofort zu beenden, Welt-Polizei-Spiel zu beenden, eigene Grenzen zu sichern, Dollerinflation zu begrenzen, Zentralbankensystem zu reformieren bzw. zu verstaatlichen…
Und von diesem Kanditaten liest man absolut nichts in den Main-stream-Medien auch in den Staaten wird er ignoriert, hat aber einen unglaublichen Support in der Bevölkerung:
- Er hat im 4. Quartal mehr Geldspenden erhalten als jeder andere Kandidat jemals.

Kommentar von nakata mo am 14. Januar um 15:23 Uhr

Ich fürchte, dass die Wahlen nicht zu Ende geführt werden, weil ein erneuter massiver False Flag Anschlag mitten im Wahlkampf das Kriegsrecht in den USA aktivieren wird. Was wiederum bedeutet, dass G.W. Bush dann ganz automatisch an der Macht bleibt. Ach so, fast schon vergessen: da war doch mal was mit einer verlorengegangenen A-Bombe, die jetzt irgendwo in den Staaten herumliegt…..

Kommentar von engola am 14. Januar um 17:51 Uhr

Schön, daß Ihr wieder da seid!

Von der Stadt Sutton wurden für Ron Paul zunächst Null Stimmen gemeldet. - Dann meldete sich aber eine Familie, welche selber komplett für Ron Paul gestimmt hatte!

Danach wurde das Ergebnis auf 31 Stimmen für Ron Paul korrigiert.

Deswegen ist es so wichtig, daß die Wahl mit Zetteln abgeht, welche man nachzählen kann. - Mit einer Maschine würde ich persönlich nie wählen wollen.

Kommentar von Redaktion am 14. Januar um 18:07 Uhr

@all:

Gebt mal bei Google News (deutsch) “New Hampshire” ein. Kein Wort von den Nachzählungen, den Wahlmaschinen. Nur lauter Hurrah-Hillary und McCain-Geschwafel. Man will uns glauben machen, New Hampshire (immerhin der Staat mit dem Motto ‘live free or die’) würde zwei korrupte Kriegstreiber wählen.

Hier übrigens spricht sich ein Welt-Kolumnist für Vorwahlen auch in Deutschland aus. Findet jemand noch mehr solche Stimmen in den Massenmedien? Könnte diese Idee Auftrieb erhalten?

http://www.welt.de/wams_print/.....hland.html

Kommentar von jacomo am 14. Januar um 18:24 Uhr

Zwar versuchen in den USA immer noch die Medien, dem Wähler die Entscheidung abzunehmen (indem sie Kandidaten hypen oder ignorieren), aber das ändert sich langsam.

leider nur vielzu langsam beginnt amerika seine gebrechen zu sehen. und schon morgen koennten alle wieder blind sein.

deutschland ist noch viel uebler. da ist man gerade umfassend dabei jeglichstes gebrechen amerikas zu kopieren.

Kommentar von jo.schmidt am 14. Januar um 19:15 Uhr

Endlich geht es weiter im Politblog :-)

Schade, dass das ganze Vorhaben des Blogs keinen Funken von Transparent beeinhaltet und Pony leider gegangen ist (so scheint es zumindest)
Hoffe Pony wird sich vielleicht nocheinmal melden denn ihre Arbeit war einfach fantastisch und ich werde sie nicht vergessen.

Hoffe das ganze kommt noch mal irgendwie ins Rollen.

Zu den Wahlen:

Ich habe in der Schule ein 2 Minuten Refferatr über Ron Paul gehalten und 2 Leute von 30 kannten ihn …

Kommentar von jo.schmidt am 14. Januar um 19:17 Uhr

Nachtrag

An
extra3@ndr.de

Name: jonas schmidt

Betreff: Ron Paul

Nachricht:
Ich wollte einfach mal wissen, wieso sie als Satire Sendung und aufklärend wirkende Sendung neben Clinton und Obama
Ron Paul verschweigen ?
In Iowa hat er immerhin 10% erhalten und es gibt eine extrem große Gruppe die hinter ihm steht.
Ich würde mir am nächsten Donnerstag wenigstens ein wenig von Ron Paul wünschen !
Sont alles ok ;-)
ps: Bitte um Antwort

Hallo Jonas Schmidt,

wir sehen im Moment nicht den Anlass, zu tief in den amerikanischen Wahlkampf einzusteigen. Unsere wertvolle Sendezeit möchten wir eher für die zahlreichen deutschen Aufreger der vergangenen Tage verwenden. Ich hoffe, das können Sie verstehen!

Viele Grüße

Kommentar von Redaktion am 14. Januar um 19:21 Uhr

“Endlich geht es weiter im Politblog”

Auch hier nochmal der leider notwendige Dämpfer, gewohnte Aktivität vermutlich erst so ab Ende nächster Woche. Aber schön dass sich wieder Kommentatoren melden, die mehr als nur Sabotage im Sinn haben :-)

Danke dass ihr so lange durchgehalten habt!

@JoSchmidt:

“Schade, dass das ganze Vorhaben des Blogs keinen Funken von Transparent beeinhaltet”

Was bedeutet für dich Transparenz? Klardaten von allen Beteiligten? Wichtig: Bitte schreibe Gedanken in diese Richtung in die Kommentare des Artikels “Übergangsprobleme”, hier ist nicht der Platz dafür.

Zu deinem Referat (2 Minuten? Sowas gibts?):
2 von 30 ist doch toll?! Man bedenke dass Paul nicht wie Shillary oder die anderen Mr und Mrs Establishments seiten- und minutenweise Aufmerksamkeit durch die Massenmedien bekommt. Kein Moderator schmiert dir ums Maul, dass Ron Paul Tränen vergossen hat usw usf.

Jetzt, durch dein Egagement, haben schon mehr als 2 in deiner Klasse den Namen Ron Paul gehört.

Kommentar von Redaktion am 14. Januar um 19:24 Uhr

Na, da haben wirs ja. Man sagt den Leuten welche Kandidaten (Clinton und Obama) sie gefälligst zu bejubeln haben und tiefer wird nicht gegangen. Sonst könnte es ja sein dass jemand sich über die FED oder 10 andere wichtige Themen Gedanken macht, so halt eben nur über Shillarys Tränen und Obamas Schwärze.

Kommentar von demCokrDatiUsch am 14. Januar um 21:58 Uhr

HI

@ Jo.Schmidt Ich finde auch das 2 Leute außerordentlich viel sind, es würde mich nicht überraschen wenn meine Klasse nicht mal Obama kennen würde. -.-

Was die Wahlen angeht…
1.Ein Freund und ich hatten schon bevor das ganze angefangen hat gesagt das es mind. einmal betrogen wird.
2.Will ich nur jemanden Zitieren: Die Amis können Bomben bauen die auf 2 cm genau treffen aber keine Maschinen die Zettel zählen können.

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