Endlich: Terrorprozess zur Weihnachtszeit
Dilettanten bauen eine Bombe
Besser hätte das Düsseldorfer Oberlandesgericht den Termin nicht wählen können. Während in Deutschland die Vorbereitungen für das “Fest der Liebe” wie üblich turbulent und hektisch den Alltag bestimmen, platzte am Dienstag die Meldung vom Prozessauftakt gegen den libanesischen Kofferbomber in das adventlich geschmückte Heim.

Beinahe hätten die Bundesbürger in ihrem Alltagstrott die permanente Terrorgefahr vergessen, vor allem nachdem die Anfang September als “Top-Terroristen” aus dem Sauerland präsentierten Konvertiten sich so gar nicht als Verkörperung allen Übels darstellen ließen. Was also wäre besser geeignet, die Ruhe unterm Christbaum zu stören, als die Erinnerung an einen der schrecklichsten Terroranschläge auf deutschem Boden - der aber zum Glück nie stattgefunden hat.
Die Tagesschau befragte dazu Passanten am Kölner Hauptbahnhof, wie sie die Zeit nach dem vereitelten Anschlag im Juli 2006 erlebt hätten. Angst und Entsetzen kommen zum Ausdruck. Die Videos der Überwachungskamera werden erneut gezeigt, dann ein Blick in den Hochsicherheitsbau des Oberlandesgerichts. Der Angeklagte, Jussef Hajdib, ein sehr junger Mann mit Vollbart und langem Haar wird in den Gerichtssaal geführt, dicht neben ihm das corpus delicti, eine typische Propangasflasche, die ins Zentrum des Bildes vor den Richtertisch gefahren wird.
Das macht Eindruck und dem ARD-Zuschauer schwant: Was wäre gewesen wenn …?
Nichts wäre - denn die Bomben waren derart dilettantisch zusammengefriemelt, dass sich genau wie im Falle der gefährlichen Terroristen aus dem Sauerland selbst dem Laien die Frage stellt, sind die islamistischen Djihadisten Pfuscher oder technische Idioten?
Auch der Tagesspiegel versuchte am gestrigen Mittwoch seine Leser erneut auf die Terrorgefahr einzuschwören. Drei aktuelle Artikel (1,2,3) widmete er insgesamt dem Thema in seiner Online-Ausgabe, damit auch niemand die Gefahr versehentlich übersieht. Vergessen hat das Blatt einen Blick ins eigene Archiv, denn dort hätte man den Artikel vom 23.8.2006 gefunden, in dem Alexander S. Kekulé, Professor für Mikrobiologie, schrieb:
“Welcher ominöse Explosivstoff aber war in den Flaschen? Etwa nur gewöhnliches Propangas?”, fragt Kekulé weiter. Er erläutert in seinem Aufsatz, dass sowohl die vermutlich verwendeten Chemikalien als auch der Zünder nicht dazu angetan seien, verheerende Schäden anzurichten. Selbst Schulbuchwissen hätte die jungen Libannesen weitergebracht, als die angebliche Bauanleitung aus dem Internet. “Aus den misslungenen Bahnanschlägen kann deshalb nicht geschlossen werden, dass Deutschland bereits ins Fadenkreuz des hoch professionellen Terrorismus nach dem Muster von Al Qaida geraten wäre,” resümierte der Wissenschaftler aus Halle damals.
Heute wissen wir - dank der Ermittlungen des BKA, dass ein Päckchen libanesisches Backpulver die verheerende Wirkung der Bombe garantieren sollte. Eine lesenswerte Zusammenfassung der Geschehnisse und der internationalen Verhaftungswelle im Anschluss an den gescheiterten “Anschlag” findet sich bei “Hintergrund.de“.
Trotzdem klagt Bundesanwalt Horst Salzmann den Beschuldigten Jussef Hajdib vor dem Gericht an, „eine Vielzahl von Menschen aus niedrigen Beweggründen heimtückisch und mit gemeingefährlichen Mitteln töten zu wollen“. Vom Vorwurf der “Bildung oder Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung” musste die Generalbundesanwältin Harms zähneknirschend Abschied nehmen, dazu nämlich braucht man mindest drei Täter. Wie gut, dass man daraus Lehren gezogen hat und über ein Jahr später im Sauerland just drei Täter dingfest machen konnte.
Gehirnwäsche? Die Frage ist wer hat wen gewaschen
Zum Zeitpunkt des Prozessbeginns am Dienstag war der Angeklagte Jussef Hajdib bereits in Abwesenheit von einem Gericht in Beirut zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Prozess gegen den “Mittäter” Dschihad Hamad, der im Libanon gefasst worden war und dessen Aussagen und Geständnis seinerzeit unter fragwürdigen Umständen und unter Beihilfe des BKA zustande gekommen waren, wurde Hajdibs Täterschaft gleich mitverhandelt.
Hamad wurde in Beirut als Mittäter zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt, ein Urteil, gegen dass man in Berufung gehen wolle, so sein Anwalt. „Ich schwöre, ich bin kein Terrorist. Ich hatte eine Gehirnwäsche bekommen“, zitierte Hamads Anwalt seinen Mandanten. Eine Aussage, die eine Reihe von Medien aufgreifen, auch die Financial Times Deutschland schreibt:
Wer hat da wem das Gehirn gewaschen und vor allem wie? Ohne dabei an MK Ultra oder andere geheimdienstliche Manipulationen zu denken, wäre es interessant zu hören, als wessen Herren Diener die Beschuldigten glauben, agiert zu haben. Warum spricht Hamad von “Gehirnwäsche”, war das ein Trick, den Kopf aus der Schlinge des Beiruter Todesurteils zu ziehen oder waren die jungen Libanesen womöglich doch ganz anderen Einflüsterern im Hintergrund auf den Leim gegangen? Diese Frage zum Gegenstand der Verhandlung vor dem Düsseldorfer Gericht zu machen, wäre sicher ein lohnender Ansatz. Vielleicht wären ja so die Knoten der gefährlichen Netzwerke zu finden.
Hamads Anwälte wollen nun aber darauf plädieren, ihr Mandant habe keinen Mordanschlag geplant, die Bomben seinen vielmehr mit Absicht nicht funktionsfähig gewesen. Der Angeklagte wollte nur ein Zeichen gegen die “Mohammed-Karikaturen” setzten. Das alles macht die Geschichte nur noch verworrener. Um nach wochenlanger Vorbereitung und Bastelei ein Zeichen zu setzen, hätte es vielleicht anderer Mittel bedurft, als einer nicht funktionierende Backpulver-Bombe - vor laufender Videokamera über den Bahnsteig gefahren und platziert. Entweder sind die angeblichen Djihadisten so schreiend dumm, dass auch kein Trainung im “Terrorcamp” mehr helfen könnte, oder aber hier wurden zwei unerfahrene Jungs für ganz andere Ziele missbraucht.
Diesen Widerspruch jedoch wird das Oberlandesgericht Düsseldorf nicht aufdecken, wozu auch. Der kleine langhaarige Libanese mit Vollbart gibt einen erstklassigen Täter ab, das Thema “islamistischer Terror” kann exemplarisch an ihm behandelt werden.
Luise aka Pünktchen
Besser hätte das Düsseldorfer Oberlandesgericht den Termin nicht wählen können. Während in Deutschland die Vorbereitungen für das “Fest der Liebe” wie üblich turbulent und hektisch den Alltag bestimmen, platzte am Dienstag die Meldung vom Prozessauftakt gegen den libanesischen Kofferbomber in das adventlich geschmückte Heim.

Beinahe hätten die Bundesbürger in ihrem Alltagstrott die permanente Terrorgefahr vergessen, vor allem nachdem die Anfang September als “Top-Terroristen” aus dem Sauerland präsentierten Konvertiten sich so gar nicht als Verkörperung allen Übels darstellen ließen. Was also wäre besser geeignet, die Ruhe unterm Christbaum zu stören, als die Erinnerung an einen der schrecklichsten Terroranschläge auf deutschem Boden - der aber zum Glück nie stattgefunden hat.
Die Tagesschau befragte dazu Passanten am Kölner Hauptbahnhof, wie sie die Zeit nach dem vereitelten Anschlag im Juli 2006 erlebt hätten. Angst und Entsetzen kommen zum Ausdruck. Die Videos der Überwachungskamera werden erneut gezeigt, dann ein Blick in den Hochsicherheitsbau des Oberlandesgerichts. Der Angeklagte, Jussef Hajdib, ein sehr junger Mann mit Vollbart und langem Haar wird in den Gerichtssaal geführt, dicht neben ihm das corpus delicti, eine typische Propangasflasche, die ins Zentrum des Bildes vor den Richtertisch gefahren wird.
Das macht Eindruck und dem ARD-Zuschauer schwant: Was wäre gewesen wenn …?
Nichts wäre - denn die Bomben waren derart dilettantisch zusammengefriemelt, dass sich genau wie im Falle der gefährlichen Terroristen aus dem Sauerland selbst dem Laien die Frage stellt, sind die islamistischen Djihadisten Pfuscher oder technische Idioten?
Auch der Tagesspiegel versuchte am gestrigen Mittwoch seine Leser erneut auf die Terrorgefahr einzuschwören. Drei aktuelle Artikel (1,2,3) widmete er insgesamt dem Thema in seiner Online-Ausgabe, damit auch niemand die Gefahr versehentlich übersieht. Vergessen hat das Blatt einen Blick ins eigene Archiv, denn dort hätte man den Artikel vom 23.8.2006 gefunden, in dem Alexander S. Kekulé, Professor für Mikrobiologie, schrieb:
Das Konstruktionsprinzip der beiden Bomben, die am 31. Juli in deutschen Regionalzügen gefunden wurden, hüten die Ermittler wie ein Staatsgeheimnis. Das ist verwunderlich, denn nach dem bisher Bekannten wären die Propangasflaschen wohl kaum imstande gewesen, im Umkreis von 100 Metern alles Leben auszulöschen oder sogar die Züge zum Entgleisen zu bringen, wie die Dortmunder Polizei behauptete. Auch der Vergleich mit dem Londoner Blutbad im Sommer 2005 (56 Tote, 700 Verletzte) erscheint etwas voreilig. (Angriff durch Dilettanten)
“Welcher ominöse Explosivstoff aber war in den Flaschen? Etwa nur gewöhnliches Propangas?”, fragt Kekulé weiter. Er erläutert in seinem Aufsatz, dass sowohl die vermutlich verwendeten Chemikalien als auch der Zünder nicht dazu angetan seien, verheerende Schäden anzurichten. Selbst Schulbuchwissen hätte die jungen Libannesen weitergebracht, als die angebliche Bauanleitung aus dem Internet. “Aus den misslungenen Bahnanschlägen kann deshalb nicht geschlossen werden, dass Deutschland bereits ins Fadenkreuz des hoch professionellen Terrorismus nach dem Muster von Al Qaida geraten wäre,” resümierte der Wissenschaftler aus Halle damals.
Heute wissen wir - dank der Ermittlungen des BKA, dass ein Päckchen libanesisches Backpulver die verheerende Wirkung der Bombe garantieren sollte. Eine lesenswerte Zusammenfassung der Geschehnisse und der internationalen Verhaftungswelle im Anschluss an den gescheiterten “Anschlag” findet sich bei “Hintergrund.de“.
Trotzdem klagt Bundesanwalt Horst Salzmann den Beschuldigten Jussef Hajdib vor dem Gericht an, „eine Vielzahl von Menschen aus niedrigen Beweggründen heimtückisch und mit gemeingefährlichen Mitteln töten zu wollen“. Vom Vorwurf der “Bildung oder Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung” musste die Generalbundesanwältin Harms zähneknirschend Abschied nehmen, dazu nämlich braucht man mindest drei Täter. Wie gut, dass man daraus Lehren gezogen hat und über ein Jahr später im Sauerland just drei Täter dingfest machen konnte.
Gehirnwäsche? Die Frage ist wer hat wen gewaschen
Zum Zeitpunkt des Prozessbeginns am Dienstag war der Angeklagte Jussef Hajdib bereits in Abwesenheit von einem Gericht in Beirut zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Prozess gegen den “Mittäter” Dschihad Hamad, der im Libanon gefasst worden war und dessen Aussagen und Geständnis seinerzeit unter fragwürdigen Umständen und unter Beihilfe des BKA zustande gekommen waren, wurde Hajdibs Täterschaft gleich mitverhandelt.
Hamad wurde in Beirut als Mittäter zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt, ein Urteil, gegen dass man in Berufung gehen wolle, so sein Anwalt. „Ich schwöre, ich bin kein Terrorist. Ich hatte eine Gehirnwäsche bekommen“, zitierte Hamads Anwalt seinen Mandanten. Eine Aussage, die eine Reihe von Medien aufgreifen, auch die Financial Times Deutschland schreibt:
Ursprünglich hatte das libanesische Gericht sowohl H. als auch Hamad zum Tode verurteilt, wandelte die Strafen dann aber in Haftzeiten um. Die Anwälte der beiden hatten auf Freispruch plädiert und teilten mit, in Berufung gehen zu wollen: Ihre Mandanten hätten die Konsequenzen ihres Tuns nicht absehen können. Hamads Anwalt sprach von Gehirnwäsche. Die Staatsanwaltschaft ging in ihrem Schlussplädoyer dagegen davon aus, dass beide die zweifellose Absicht gehabt hätten zu töten.
Wer hat da wem das Gehirn gewaschen und vor allem wie? Ohne dabei an MK Ultra oder andere geheimdienstliche Manipulationen zu denken, wäre es interessant zu hören, als wessen Herren Diener die Beschuldigten glauben, agiert zu haben. Warum spricht Hamad von “Gehirnwäsche”, war das ein Trick, den Kopf aus der Schlinge des Beiruter Todesurteils zu ziehen oder waren die jungen Libanesen womöglich doch ganz anderen Einflüsterern im Hintergrund auf den Leim gegangen? Diese Frage zum Gegenstand der Verhandlung vor dem Düsseldorfer Gericht zu machen, wäre sicher ein lohnender Ansatz. Vielleicht wären ja so die Knoten der gefährlichen Netzwerke zu finden.
Hamads Anwälte wollen nun aber darauf plädieren, ihr Mandant habe keinen Mordanschlag geplant, die Bomben seinen vielmehr mit Absicht nicht funktionsfähig gewesen. Der Angeklagte wollte nur ein Zeichen gegen die “Mohammed-Karikaturen” setzten. Das alles macht die Geschichte nur noch verworrener. Um nach wochenlanger Vorbereitung und Bastelei ein Zeichen zu setzen, hätte es vielleicht anderer Mittel bedurft, als einer nicht funktionierende Backpulver-Bombe - vor laufender Videokamera über den Bahnsteig gefahren und platziert. Entweder sind die angeblichen Djihadisten so schreiend dumm, dass auch kein Trainung im “Terrorcamp” mehr helfen könnte, oder aber hier wurden zwei unerfahrene Jungs für ganz andere Ziele missbraucht.
Diesen Widerspruch jedoch wird das Oberlandesgericht Düsseldorf nicht aufdecken, wozu auch. Der kleine langhaarige Libanese mit Vollbart gibt einen erstklassigen Täter ab, das Thema “islamistischer Terror” kann exemplarisch an ihm behandelt werden.
Luise aka Pünktchen
Kommentar von hacken am 20. Dezember um 12:49 Uhr
Und auch das ist passend zur Weihnachtszeit (ironisch)
http://www.rp-online.de/public.....and/513490
Möchte gerne Wissen wer befragt wurde. Schüler von der “Rülti-Schule”??
Herr Schäuble, was soll das??
Kommentar von mr.t-ness am 20. Dezember um 14:16 Uhr
Vielleicht sollte man in Zukunft zu Weihnachten besser aufpassen wenn man Kekse bäckt. Wer weiß, vielleicht gibt es eine spontane Reaktion wenn Mehl mit Backpulver in Berührung kommt. Vor allem dann, wenn das Mehl aus genmanipuliertem Weizen besteht ;)!
Aber im Ernst: Das war auch wieder höchste Zeit auf die “unmittelbare Terrorgefahr” aufmerksam zu machen. Nicht dass die Angst zu Weihnachten zu kurz kommt. UND: Um ein Zeichen zu setzen hätte es wohl auch eine leere Flasche ohne Inhalt getan. Außerdem frage ich mich, wie man für so etwas “wochenlange Vorbereitungen” braucht - sowas geht sich auch in der Mittagspause aus. (<- das hab ich nicht gesagt!)
Kommentar von Tassilo am 20. Dezember um 16:01 Uhr
Aktuell zur Gefährlichkeit von Propangasflaschen: vor kurzem brannte in Thannhausen (südwestlich von Augsburg) eine Scheune ab, in der u.a. Wohnwagen mit Propangasflaschen abgestellt waren. Diese flogen nach Augenzeugenaussagen eindrucksvoll in und durch die Luft. Personenschäden gab es keine(!), weder bei der Feuerwehr noch bei den zahlreichen Zuschauern. Die Zeitungen berichten von diesem Detail nichts.
http://www.augsburger-allgemei.....,4499.html
Kommentar von Augenbrauenhochzieher am 20. Dezember um 16:03 Uhr
Und für diejenigen die damit nicht erreicht werden, gibts dann zum frohen Fest Alien vs. Predator2. So eingestimmtes Rohmaterial gibt dann gutes Kanonenfutter in künftigen Rohstoffkriegen.
Kommentar von Reinhard am 20. Dezember um 19:39 Uhr
Der sogenannte Terror bedarf offensichtlich der Show - nicht nur in Deutschland. Am 28. August 1996 fanden vier simultane Angriffe der mexikanischen Terrororganisation EPR auf vier Ortschaften in der Provinz statt. Am nächsten Tag wurden Schauermärchen in Rundfunk, Fernsehen und Presse verbreitet. Ich weilte an jenem Tag gerade in einer der betroffenen Städte und habe das Geschehen dort hautnah miterlebt.
In der Tat, es fand ein “Angriff” statt. An die 50 schwarz gekleidete und maskierte Männer drangen in das Stadtzentrum ein, fleißig aus allen Rohren feuernd. Alle Leute rannten weg, viele davon mit uns in unsere Wohnung (50m entfernt). Nun knallte es wie bei einem erbitterten Gefecht geschlagene zweieinhalb Stunden lang ununterbrochen, wobei die Terroristen in militärischer Weise auf der Plaza exerzierten und ungehemmt ballerten. Da ist echt Pulver verschossen und Geld verpulvert worden (eine Verschwendung, welche Terroristen sich kaum leisten können).
Am nächsten Morgen fanden wir dann ZWEI Einschusslöcher in den Häuserwänden der Plaza… Kein einziger Toter, ein einziger Verletzter (der Bruder eines meiner dortigen Freunde, von einem Querschläger hinten in die Schulter getroffen)…
Kommentar von Rheinbogen am 20. Dezember um 20:44 Uhr
Ganz frisch und aktuell - so geht der “Spiegel” mit dem Thema um:
Schäuble geht zur nächsten Phase über, der “Soiegel” assistiert.
Kommentar von engola am 21. Dezember um 02:16 Uhr
Gut, daß jemand diese Geschichte verfolgt! - Weil, das ist ja ein Teil der Propaganda: Es gibt eine große Anklage in den Medien, auf die irgendwann vielleicht sogar ein Freispruch folgen muß (Wer weiß?)
Eine solche Wendung taucht dann gar nicht mehr in den Medien auf. - So bin ich auch sehr gespannt, was bei den “sauerländer Terroisten” diesen Jahres für ein Schuldspruch folgt. (Vielleicht ein Freispruch? - Wer weiß) Falls ein ordentliches Gerichtsverfahren nächstes Jahr überhaupt aufgerollt wird, und falls ein Urteilspruch Jahre später erfolgt, werden die etablierten Medien ein Ergebnis kaum so breit treten, wie die Suppe dieses Jahr gekocht wurde.
Wie aus einer Nicht-Fliege ein Elefant wird, weiß man ja: Terroristen auf Flitterwoche - Followup: Flitterwocheneinsatz: Das Innenministerium antwortet
Kommentar von Peter.Silie am 21. Dezember um 11:40 Uhr
Soweit ich damals den Aufbau der “Bombe” verstanden habe, sollte das Benzin-Luft-Gemisch in den Plastikflaschen gezündet werden und in der Hitze des entstehenden Feuers sollten die Propangasflaschen detonieren. Also das gleiche Prinzip wie bei den stümperhaften “Anschlägen” in London und Glasgow.
Kommentar von Tequila am 21. Dezember um 14:28 Uhr
@hacken
zitat aus de studie: ” …stünden mit der Rechtsstaatlichkeit auf Kriegsfuß und zeigten eine problematische Distanz zur Demokratie.”
wenn ich das so lese, bin ich mir gar nicht so sicher, dass bei der studie nur moslems befragt wurden.
Kommentar von JoCa am 21. Dezember um 22:09 Uhr
Durch persönlichen Kontakt zu einer Polizistin, die am Einsatz bei dem vermeintlichen Kofferbombenattentat in Koblenz 2006 beteiligt war, habe ich folgende Informationen erhalten.
Das normale Prozedre bei einem vermeintlichen Anschlag sieht die Hinzuziehung des Sondereinsatzkommandos aus Wiesbaden auf Anforderung der Einsatzleitung vor.
Merkwürdigerweise war dieses Kommando in Koblenz innerhalb 15 Minuten vor Ort, ohne dass klar war, wer dieses gerufen hatte. Aufgrund der Entfernung Wiesbaden-Koblenz kann dies nur vor Eintreffen der lokalen Polizei erfolgt sein.
Weiterhin soll dieser vermeintliche Anschlag durch den Fund eines wegeworfenen Zünders durch einen “Passanten” zur Kenntnis gekommen sein.
Es ist sehr fraglich, warum erstens dieser Zünder wegeworfen wurde und zweitens, ob ein “Passant” einen solchen erkennen würde. Dafür braucht es schon einer speziellen Ausbildung im militärischen Bereich.
Diese “Zufälle” und das “Vorabwissen” des Einsatzkommandos lassen die Vermutung zu, dass der geplante Anschlag, eher eine Fals-Flag-Operation war, um die Sicherheitsdebatte anzuheizen und Grundlagen für die Änderung der Sicherheitsgesetze auf Flughäfen und Bahnhöfen zu schaffen. In der Folge wurde dann auch die Diskussion um eine Verstärkung der Videoüberwachung und Personen- und Gepäckkontrollen intensiviert.
Kommentar von JoCa am 21. Dezember um 22:12 Uhr
Fortsetzung:
Verstärkung der Videoüberwachung und Personen- und Gepäckkontrollen intensiviert.
Kommentar von Skydiver am 22. Dezember um 16:47 Uhr
Der zuständige Richter Breidling ist dafür bekannt und berüchtigt, dass er seine Verhandlungen auch gerne zur politischen Meinungsäußerung nutzt - so bei seiner Urteilsverkündung im Al-Tawhid-Prozess im Oktober 2005, als er die aus seiner Sicht zu laxe Anwendung des deutschen Ausländerrechts anprangerte, oder auch bei seinem Schuldspruch vor zwei Wochen im Al-Qaida-Prozess, bei dem er eine Lanze für einen möglichst wenig reglementierten großen Lauschangriff brach.
Im oben erwähnten “Al-Qaida” Prozess entstammten sämtliche gesammelten “Beweise” irgendwelchen dubiosen Abhörprotokollen. Die Richter gaben zu, die Informationen seien oft sehr schlecht verständlich gewesen. Für die Verteidiger waren die mühsam entzifferten Aussagen überhaupt nicht beweiskräftig: Die jungen Männer hätten vor ihren Freunden nur geprahlt, es handele sich um “Angebereien”.
Fortsetzung folgt…
Kommentar von Skydiver am 22. Dezember um 17:12 Uhr
Fortsetzung:
Das Gericht verurteilte den Hauptangeklagten, den 32-jährigen Ibrahim Mohamed K., zu sieben Jahren Haft. Der 33-jährige Yasser Abu S. muss für sechs Jahre hinter Gitter. Bei beiden Angeklagten sah das OLG die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie den bandenmäßigen Betrug in 28 Fällen als erwiesen an. Der 30-jährige Ismail Abu S. muss nach dem Urteil für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Gericht verurteilte ihn wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und wegen bandenmäßigen Betrugs in 28 Fällen.
Also erwiesener Versicherungsbetrug in 28 Fällen? Oder doch nicht? Es gab da doch nur diese Abhörprotokolle?
Das Gericht verurteilte den 32-jährigen Hauptangeklagten Ibrahim Mohamed K. wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und versuchten bandenmäßigen Betruges in 28 Fällen zu sieben Jahren Haft.
Fortsetzung folgt…
Kommentar von Skydiver am 22. Dezember um 17:32 Uhr
Fortsetzung:
Aha, es ist also offenbar nix passiert, nur geplant haben soll man irgendwas Schreckliches. Wenn es um “Terroristen” geht dürfen die Medien ja ruhig mal etwas übertreiben und eine geplante Untat schonmal als eine bereits ausgeführte verkaufen. Wer also in seiner Privatwohnung über mögliche Anschläge oder Betrügereien schwadroniert und dabei widerrechtlich abgehört wird, darf mit einem ähnlich harten Urteil rechnen wie beispielsweise ein Kriegsverbrecher und mehrfacher Mörder.
Kommentar von winfired am 23. Dezember um 23:36 Uhr
Ich denke das solche Anschläge eine Art Drehbuch darstellen die vermeidliche Terroristen zur Nachahmung verleiten sollen.
Man soll also die dämlichsten Bomben bauen und sich die dämlichen Ziele aussuchen!