Politblog.net
 

Die neuesten Überwachungsbestrebungen aus GB und USA

Schulen jetzt im Visier der Kontrollfanatiker

Jeder Staat, der langfristig die Überwachung seiner Bürger ausdehnen will, sollte eine Zielgruppe besonders ins Auge nehmen: Die Kinder. Denn möglichst frühe Konditionierung der Kinder und Gewöhnung an den Umstand, permanent und bei möglichst jeder Alltagshandlung überwacht, abgehört und beobachtet zu werden, garantiert dem Staat später unmündige und sich fügende Bürger.

startbild.png

Aus in den USA und Großbritannien, das ohnehin bei den Überwachungsbestrebungen mit an der Spitze steht und nicht umsonst fiktiver Schauplatz in dem Film V For Vendetta ist, kann man in den letzten Tagen neue Bestrebungen in diese Richtung beobachten. Schulen sind die aktuelle Front im Ausbau des Überwachungsstaats:
Schulen sollen Schüler mithilfe von eingenähten Funkchips in Schuluniformen überwachen

Der Hersteller vermarktet sein Radiofrequenz-Identifizierung (RFID)-Überwachungssystem in ganz Großbritannien, nachdem dieses Jahr an der Hungerhill-Schule in Doncaster ein Versuch mit 19 Schülern stattgefunden hat.

Die Funkchips werden mithilfe elektrisch leitender ‘intelligenter Textilien’ in die Schuluniformen eingebaut. Die Lehrer können dann die Chips scannen, um beispielsweise die Identität und das Passfoto eines Schülers abzulesen. Genauso um herauszufinden, ob ein Schüler sich im Klassenzimmer daneben benommen hat oder wie oft er im Unterricht gefehlt hat.

Der Schulleiter von Hungerhill, Graham Wakeling, sagte, der Test sei nicht im Geringsten belästigend für den Schüler, weil die Überwachung sich nicht auf Bereiche außerhalb der Schule erstrecken würde.

Nichtsdestotrotz hat der Einsatz der Chips die Kritik von Bürgerrechtsgruppen auf sich gezogen. David Clouter von der Gruppe LeaveThemKidsAlone findet die Idee schrecklich.

‘So etwas in eine Schuluniform einzubauen bedeutet die komplette und vollständige Überwachung der Kinder. Nichts Anderes machen wir mit Verbrechern, die wir vorzeitig aus der Haft entlassen’ sagte er.

Die Chips werden von der Firma Darnbro Limited entwickelt. Die Firma wurde gemeinsam von Andy Stewart, einem Lehrer an der Hungerhill-Schule und einem Produzenten von Schuluniformen aufgebaut.

Die Schulen könnten Scanner an Türen anbringen oder Lehrern handgestützte Scanner geben, mit denen sie Schüler identifizieren könnten, die Räume betreten oder verlassen.

Darnbro erklärt, ihr Produkt könne ‘jeden Schritt eines Schülers während des gesamten Schultags nachverfolgen’.

Laut Mr. Stewart würde das System 2.000 britische Pfund für eine kleine Grundschule und 14.000 britische Pfund für eine durchschnittliche weiterführende Schule kosten.

Das Ministerium für Kinder, Schulen und Familien unterstützt den Einsatz elektronischer Mittel, weil damit die Sicherheit erhöht und Fälle von Schuleschwänzen gesenkt werden könnten.”

Quelle: Daily Mail

Eine ähnliche Totalüberwachung mit anderen Mitteln schreiben neuerdings auch zwei Universitäten in New Jersey vor:
Die Montclair State-Universität stellt obligatorisches ‘Schultelefon’ vor - Studenten müssen das GPS-fähige Gerät bei sich tragen und bezahlen

Die Studenten an der Montclair State-Universität sprechen alle über eine neue Bestimmung, die sie zum Tragen eines Mobiltelefons verpflichtet. Das Programm ist das erste seiner Art in den USA.

Die Kosten: 420 US-$ für einen Basisvertrag, die direkt mit den Studiengebühren entrichtet werden.

‘Dieses Mobiltelefon erlaubt es den Studenten, von einer zusätzlichen Gruppe von Leuten beobachtet zu werden, wenn sie von einem Ort zum anderen gehen’ sagt dazu der Chef der Campuspolizei, Paul Cell.

Der positive Einfluss ist bereits quer über den Campus spürbar. ‘Ich fühl mich wohl damit’ sagt der Erstsemestler Ricky Bodtmann. ‘Ich denke (es macht Sinn), wenn sich die Leute sicher fühlen wollen’.
Eine andere Studentin meint ‘es ist sehr hilfreich. Ich habe den Zugfahrplan auf dem Handy. Ich kann meine E-Mails abrufen’.

Andere haben Zweifel. ‘Ich finde es nicht gut, dass die noch mehr unnötige Kosten einführen, wo doch schon Studenten wie ich es schwer haben, die Studiengebühren zu bezahlen’. Eine Mutter meint dazu ‘Es ist ziemlich teuer, und ehrlich gesagt sollte die Universität die Sicherheit ihrer Studenten bereits umsonst gewährleisten können’.

An der Farleigh Dickinson-Universität begann dieses Jahr auch ein Pflichtprogramm mit Mobiltelefonen, aber dort hat die Schule die Kosten für alle Studenten übernommen, die auf dem Campus wohnen.”

Quelle: CBS/WCBSTV

Scheinbar konnte die Presse keinen Studenten finden, der ein Problem damit hat, wenn “ihn jetzt noch mehr Leute beobachten”. Der Polizeichef weiß, wovon er redet. Er meint die Überwachung und hebt mit seiner Aussage auf die GPS-Funktion der Geräte ab. Mit der Möglichkeit, E-Mails zu versenden oder den Online-Fahrplan zu sehen, bietet das Telefon allenfalls ein übliches Zusatztool zur Akzeptanzsteigerung - damit es auch jeder immer dabei hat.

Beide Fälle aus Großbritannien und den USA weisen auf ein erschreckendes Szenario, bei dem jeder Schüler und Student Funkchips, Peilsender und Wanzen (mit den Mobiltelefonen lässt sich theoretisch jedes Gespräch abhören) bei sich tragen und am Ende auch noch selbst bezahlen müssen.

Und während Eltern in den USA und Großbritannien (und überhaupt einer Vielzahl von Ländern) in Anbetracht solcher Tendenzen ihre Kinder lieber selbst unterrichten wollen, ist das so genannte “home-schooling” in Deutschland verboten. Damit bleibt Eltern in Deutschland keine legale Möglichkeit, ihre Kinder vor ähnlichen zukünftigen Übergriffen auf die Bürgerrechte in staatlichen Schulen zu schützen, sollten diese oder ähnliche Pläne auch hier umgesetzt werden.

DaRockwilda
Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 29. November 2007 von DaRockwilda geschrieben und in die Kategorie Bildung eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
Tags:

Kommentar von isularossa am 29. November um 10:09 Uhr

Was waren das noch schöne Zeiten, 120 Fehlstunden im Jahr und nebenbei noch das Abi gemacht ;-)
Der Bericht von DaRockwilda beschreibt genau wo das Problem liegt, nicht nur in den USA und Großbritanien.
Auch bei uns werden die Kinder schon konditioniert.
So schnell wie nach der Wiedervereinigung den Menschen der westliche Lebensstil aufgezwungen wurde, so schnell haben die meisten Leute das Gehirn aus- und den Fernseher eingeschaltet (Im Westen schon von Anfang an).
Den Menschen geht erst ein Licht auf, wenn es zu spät ist, denn dann wird die Kontrolle so stark sein, dass man gar keine Chance mehr hat dagegen zu kämpfen.
Daher muss vorher was passieren. Wo sind denn die ganzen Alt-68er die gegen Volkszählung und sonstige Überwachung waren? Die sitzten heute im Bundestag und reiben sich als Aufsichtsräte die Hände.
Oder sie wechseln gleich die Seite von den GRÜNEN zu der CDU oder der FDP.
http://www.taz.de/1/politik/de.....8429c1aa35
Ich werde meine Kinder in Zukunft ermutigen auch mal ne Stunde “blau” zu machen ;-)
Wie heißt es in einem Text der Gruppe STS so schön:
“Nur, die goldenen Zeiten sind vorbei
Und die Regeln sind heut’ alle neu
Was wir damals lustig hab’n ausprobiert
Is heut’ reguliert, kontrolliert, zementiert”

Kommentar von linke Hemisphäre am 29. November um 10:12 Uhr

Auch in Deutschland ist man schon dabei die lieben Kleinen an den RFID Chip zu gewöhnen. Seit September dieses Jahres läuft in einer Schule in Offenbach ein biometrische Zahlsystem für das Schulessen. Dieses Projekt ist im Vorfeld wegen seiner Vorteile gepriesen worden. Allerdings hatte ich schon zu diesem Zeitpunkt meine Zweifel, dass es nur die Wirtschaftlichkeit ist, die zur Einführung dieses Systems geführt hat. Die Kinder wachsen mit einem “bequemen” System auf, lernen nichts anderes kennen und akzeptieren eher, dass es eventuell zu Missbrauch kommen kann. Erschreckend finde ich, dass offensichtlich auch viele Eltern recht naiv mit diesem Thema umgehen. Spätestens wenn es um das Thema Schulschwänzer, oder gar Amokläufer geht, kann mit den “Kantinenchips” die Überwachung ausgedehnt werden. Wir sind auch schon in Deutschland mittendrin in der Totalüberwachung, es wird nur netter verkauft.

Kommentar von ecurb 1447 am 29. November um 11:04 Uhr

@ isularossa
Au ja, das waren noch Zeiten. 120 Fehlstunden, das war doch nichts. Aber ich erinnere mich auch noch an die wunderschönen Tage, an denen man draußen sass und das Leben genoss, während die Lehrer drinnen schwitzten. Ach ja. Noch einmal Abi, nie wieder war die Zeit so schön.

@ linke Hemisphäre
wenn man ihrem Link folgt, erfährt man, dass es doch um etwas ganz anderes geht. In dem Artikel geht es um eine Überwachung, der ich mich nicht entziehen kann, da sie vorgeschrieben und ohne mein bewußtes Mitwirken erfolgt. Bei der Bezahlung einer Leistung mittels biometrischer Daten, hier ein Fingerabruck, treffe ich eine bewußte Entscheidung. Ob meine Daten abgefragt werden, weil ich eine Plastikkarte in einen Schlitz schiebe oder ob meine Daten abgefragt werden weil ich meinen Finger auf eine Glasplatte drücke. Ich kann den Unterschied nicht ganz genau feststellen. Wenn Sie die Erhebung von Daten nicht wollen, dann machen Sie es wie ich, Barzahlung und Ablehnung jeglicher Gewinnspiele, Rabatt- oder Couponaktionen.

Kommentar von TeZen am 29. November um 11:23 Uhr

Schönes satirisches Video von der Uni “Leuphana” Lüneburg, welches die neuen “Sicherheitsmaßnahmen” neben der Verschmelzung von Wirtschaft & Universitäten aufgreift. …und hier die (bessere) englische Version !
@ linke Hemisphäre :
“…mittendrin in der Totalüberwachung , es wird nur netter verkauft.” ist -schön- ausgedrückt. In unserem Land muß man die “Sicherheitsmaßnahmen” nun einmal schön verpacken - sonst werden einige noch an “alte Zeiten” erinnert.

Kommentar von melchior dronte am 29. November um 11:51 Uhr

es geht auch ohne.

noch.

das problem ist ja dann erst richtig da, wenn keine zahlung, interaktion blabla mehr ohne chips durchgeführt werden kann. wenn mensch ohne chip automatisch überall illegal ist.

philip k. dick hat so eine vision einmal in einer kurzgeschichte festgehalten: von einem prominenten fernsehmenschen, der nach einer sauftour alle seine chipkarten, ids etc verliert und völlig aufgeschmissen ist, praktisch auf der straße verhungert.

wir sollen/müssen alle mitmachen. oder parallelwährungen installieren, tauschhandel betreiben etc. sonst hat uns die technik endgültig im griff.
buy a garden and bau gemüse an.

Kommentar von Rufus am 29. November um 12:08 Uhr

Eine andere Studentin meint ‘es ist sehr hilfreich. Ich habe den Zugfahrplan auf dem Handy. Ich kann meine E-Mails abrufen’.

Jo, dumme Schlampe, als nächstes bettelst Du wahrscheinlich darum daß Dir der Zentralcomputer von der Regierung den Tagesablauf auf´s Handys lädt… “Ja, das finde ich gut, dann muss ich nicht mehr selber entscheiden und denken!”

Daß die Überwachungsfanatiker in USA und speziell England regelrecht Amok laufen war mir schon seit längerem bekannt. Daß dieser RFID-Scheiß nun auch bei uns in den Schulkantinen einzug hält war mir neu. Aber so ist das eben: Die Big-Brother-Scheiße kommt früher oder später auch bei uns an.

Die große Trophäe ist die Westliche Welt. Wenn der Westen fällt ist der Rest der Welt ein Kinderspiel (Obwohl man in der Dritten Welt noch nicht so domestiziert und servil ist wie unsereins… siehe Irak, Afghanistan, Afrika, Südamerika…)

Nochmal, weil´s so schön ist:
http://www.a-human-right.com/s_gulag.jpg

In der Argumentation geht es ja nicht nur um “Sicherheit” sondern auch um “Wirtschaftlichkeit” und “Effizienz”. Das Grundproblem des Homo Sapiens scheint zu sein, daß er jede Technologie, die er entwickelt dann auch immer gleich einsetzen muss, egal ob sie mehr Nachteile als Vorteile bringt. Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen in Schulen (und anderswo) sind grundsätzlich abzulehnen. Wenn das so weitergeht wird der Mensch in ein paar Jahrzehnten aufgehört haben zu existieren. Er wird dann nur noch eine leere, technokratisch “gemanagete” Hülle sein, die von der Geburt bis zum Tod als Arbeitsdrohne nur noch “funktioniert” und nicht mehr “lebt”.

Es leuchtet ein, daß gewisse kranke Hirne mit viel Geld, Macht und Einfluss diese Entwicklung nicht nur begrüßen sondern gezielt fördern. Jeder einzelne, und damit sind vor allem auch Lehrer und Schuldirektoren gemeint, ist aufgefordert diesen Tendenzen entgegenzutreten.

Ich erinnere noch mal an die Worte von Nick Rockefeller:
“Unser Ziel ist es, in jeden Menschen einen Mikrochip einzupflanzen um alles und jeden zu kontrollieren. Wenn jemand aus dem System ausschert schalten wir den Chip einfach ab. Wir selber und unsere Freunde haben dann zwar auch Chips aber da steht dann “KMA” drauf: Kiss my ass.”

(”Rockefeller wer? Wer is´n das? Die ham´ doch nix zu sagen…!”)

Kommentar von linke Hemisphäre am 29. November um 12:43 Uhr

@ecurb 1447
Ja, sie als Erwachsener können entscheiden, ob sie ihre Daten hinterlassen oder auch nicht. Es geht aber darum, dass Kinder in ein System eingebunden werden, dass sich sehr leicht missbrauchen lässt. Kinder werden das nicht so differenziert sehen (können) und nehmen den Zustand als normal hin - es stört ja nicht. Es geht, wie DaRockwilda hier auch schreibt, um die Konditionierung derjenigen, die dies am wenigsten durchschauen können, geschweige denn, sich dagegen zu wehren. Es ist ein leichtes, vor allem bei der derzeitigen Amoklaufhysterie, zur Sicherheit der Kinder Türen mittels digitalem Fingerabdruck zu kontrollieren. Es muss nur gut verkauft werden. Ist die Akzeptanz aus “harmloseren” Einsatz der Technologie vorhanden, dürften solche Maßnahmen auf wenig Widerstand stossen, ob nun mit Biometrie oder RFID.

Kommentar von Rufus am 29. November um 13:04 Uhr

Was waren das noch schöne Zeiten, 120 Fehlstunden im Jahr und nebenbei noch das Abi gemacht

Deine Noten will ich mal sehen! :-D

Kommentar von Rufus am 29. November um 13:13 Uhr

@TeZen

Das Video ist ja der Hammer! Exzellent gemacht!

Donnerwetter, die Leuphana erhält damit von mir das Prüfsiegel
“1. New-World-Order Akademie auf deutschem Boden”.

Wirklich, mehr NWO kann man in eine Uni wohl nicht reinpacken.
Sehr bezeichnend auch die Coca-Cola-Werbung im Hörsaal, der Werbespot mit der “Pommesgabel”…

“Worship the Beast!”

Fehlt nur noch, daß Skull & Bones dort eine Zweigstelle für regionale Unterführer aufmacht. Der Onaniersarg ist da aber aus billigen Spanplatten. Das muss reichen für das Fußvolk in Übersee. :-D

Kommentar von Rufus am 29. November um 13:27 Uhr

Ein System, das sich auf totale (totalitäre) Kontrolle und Überwachung stützt wird am Ende ein riesiges Blutbad veranstalten.

Spätestens dann, wenn die Kontrollinstanzen der “Effizienz” zuliebe so manche “nutzlosen Esser” und “CO2-Verschmutzer” automatisiert aus der “Leistungsbilanz” schmeißen.

Auch wenn einige jetzt den Kopf schütteln - so wird es sein.

Darauf wird es am Ende hinauslaufen - GARANTIERT!

Kommentar von leslie am 29. November um 14:03 Uhr

Und Kinder die sich dagegen wehren werden kurzerhand mit Ritalin ruhiggestellt…

Kinder,Kinder ihr könnt euch freuen… :-(

Mlg

Kommentar von ecurb 1447 am 29. November um 14:11 Uhr

@ linke Hemisphäre

In Ihrem Beispiel geht es sicherlich um Kinder. Aber Kinder haben auch Eltern und es sollte die Aufgabe der Eltern sein, solche Entscheidungen für Ihre Kinder zu treffen. Die Tatsache, dass es sich hier um Kinder handelt ist kein Argument, schon allein weil Kinder rechtlich keine Verträge abschließen können, das System also nur mit Zustimmung der Eltern funktioniert. Letzendlich müssen auch hier Erwachsene entscheiden, ob im Guten oder im Schlechten jedenfalls müssen hier Entscheidungen getroffen werden, wie man leben möchte.

Kommentar von Cosmo am 29. November um 15:03 Uhr

[...]

Heute dokumentiert Politblog die neuesten Psychose-Maßnahmen der Sicherheitsparanoiker. Da geben ich den oben angesprochenen Film ‘Auf Nummer Sicher - Agenda 2020′ doch nochmal im Spielfilmformat als XviD konvertiert bis zum Nikolaus als Direkten Download frei.

[...]

In: Psychose-Maßnahmen der Sicherheitsparanoiker

Kommentar von Raoul.Duke am 29. November um 15:06 Uhr

Ich, als jemand dessen Schulleben noch nicht allzulang her ist überlege mir folgendes:

Wenn die Schüler in der Schule Schritt für Schritt überwacht werden und ihr Bedürfnis nach Schelmerei, undiszipliniertem Verhalten und austesten der Grenzen (Sturm & Drang) gänzlich(!) unterdrückt wird, dann wird dieses “Verlangen” doch an anderer Stelle stärker zum Vorschein kommen.

Wenn man die Schüler also den halben Tag maßregelt und ihnen keinen Raum zum “entfalten” gibt, dann werden sich diese Schüler am unüberwachten Teil des Tages um so mehr Scheiße bauen und die verlorene Zeit in der Schule nachholen.

Kinder sind Kinder und daran kann kein Chip der Welt etwas ändern.

Kommentar von linke Hemisphäre am 29. November um 16:44 Uhr

@ Raoul.Duke

nix mit unüberwachter Zeit, in der Kinder sich austoben können, dafür gibt’s doch das Ultraschallgerät. Das wäre ja noch schöner, wenn diese unproduktive Brut so in Gegend rumlümmeln würde. Die sollen lernen, einen anständigen Beruf ergreifen, Steuern zahlen, für lau arbeiten und mit dem Nebenjob aus dem Zeitungsaustragen den Konsum ankurbeln.

Kommentar von Theo am 29. November um 19:21 Uhr

Schon die Meldungen über verwanzte Mülltonnen in GB und BRD gelesen? Ich bin immer wieder auf’s Neue überrascht, was alles in dieser Hinsicht alles passiert ohne daß man darüber erfährt bzw. wie spät man davon erfährt!

Kommentar von Theo am 29. November um 19:37 Uhr

Ru dolf Stei ner betonte während des ersten Weltkriegs eindringlich, daß der Egoismus in der Zukunft über alle Maßen zunehmen wird und deswegen innerhalb der nächsten Jahre eine Gewaltentrennung zwischen Wirtschaft (Warenproduktion), Politik (Gesetzgebung) und Geistesleben (Wissenschaft & Kunst) verwirklicht werden muß. Er war davon überzeugt, daß Krieg auf Krieg folgen wird, solange diese soziale Dreigliederung nicht verwirklicht ist. Ein absolut aktuelle Programm. (Allerdings sind die Möglichkeiten dazu heute praktisch gleich null, weil die Menschen wegen der Sudelkampagnen gegen ihn durch angeblich “aufgeklärte” Journalisten nichts mehr über ihn hören wollen.) Er sprach auch davon, daß die Möglichkeit zur geistigen Freiheit nicht mehr lange gegeben sein wird und daß kurz nach dem Jahr 2000 von den USA “eine Art Gesetz” ausgehen wird, das jegliches freies Denken unterdrücken soll. Es würde dann von anglo-amerikanischer Seite ein “richtiges Reich des Bösen” errichten werden, das für einige Jahrhunderte bestehen würde. (Da sind wir wolh gerade mitten drin.)

Darauf wollte ich einmal hinweisen, auch wenn manche Leute von Politblog wegen der Sudelkampagnen glauben, daß Stei ner ein Rassist gewesen ist und deswegen von ihm nichts hören wollen.

Kommentar von ravenhurst am 29. November um 21:04 Uhr

hör mal auf mit diesem total unnötigen personenkult theo.
von dir liest man ja überhaupt gar nix anderes hier…
ob rassist oder nicht spielt keine rolle,
auch seine visionen vom reich des bösen spielen keine rolle,
eine rolle würden konkrete analysen bezüglich der politischen gesamtsituation spielen, aber davon kam bisher eher wenig.

immer nur stei ner hier st einer da, und wie unterdrückt er wegen dem rassismusvorwurf (der allem anschein nach auch nicht nur aus der luft gegriffen ist) doch ist.
schon klar, dass du das schlimm findest wenn dein idol nicht so beliebt ist, aber leider werden uns idole nicht weiterbringen.
personenkult war gestern! namen sind schall und rauch.

bring thesen und ideen (wegen mir auch von dem herrn s.) aber bleib doch bitte mit diesem “das hat er gesagt, und er ist der held, aber wird von allen sogar dem politblog unterdrückt” weg, das führt doch zu rein gar nix, ausser dass jemand wie ich sich wiedermal genötigt fühlt dazu stellung zu nehmen.
ideen: ja
personenkult: nein

verstanden?

ravenhurst hat bereits zu zeiten des ersten politblogs gesagt, dass personenkult und die anbetung von zwielichtigen gestalten keinen nutzen haben, er hat entschlossen darauf hingewiesen, dass in zukunft der egoismus immer weiter zunehmen wird und theo immer wieder auf sein lieblingsthema zu sprechen kommt obwohl es keinen erkennbaren nutzen hat. Er war davon überzeugt, dass Post auf Post folgen wird solange nicht die Dreigliederung der Blogkommentare in Ideen (Dreigliederung Wirtschaft-Politik-Wissenschaft) , Personenkult (rudi s. rules blabla) und Diskussion (Austausch von Ideen und Gespräch ÜBER Ideen. Personenkulte müssen draussen bleiben) nicht verwirklicht wird.

puh..sorry wegen platzverschwendung und inhaltsleere..aber konnte mir das nicht verkneifen, es nervt…

liebe grüsse und back to topic

ravenhurst

Kommentar von Theo am 29. November um 22:36 Uhr

@ ravenhurst

Ich habe immer sehr davon profitiert mich darüber zu informieren, was andere Fachleute oder Fachleute überhaupt ein bestimmtes Problem gesehen haben. Die heutige Auffassung ist ja, daß das Wissen ständig fortschreitet und viel glauben deswegen, daß sie durch die spätere Geburt schon gescheiter sind. Das ist entschieden nicht der Fall! Wenn man sich die Zeit vor 1850 ansieht, dann waren die Menschen in gewisser Hinsicht viel Gescheiter, z. B. haben die Historiker die Ereignisse der frz. Revolution noch im Zusammenhang mit den im Hintergrund wirkenden Logen betrachtet. Da kann man heute noch viel lernen im Vergleich zur oberflächlich gewordeen Geschichtsdarstellung (in den Schulbüchern stehen doch nur “Märchen”).

Genauso sehe ich das mit R. St., der eine unerschöpfliche Fundquelle für alle Forschungsrichtungen darstellt (das hat mit Personenkult nichts zu tun). Wie du zu deiner negativen Beurteilung kommst, kann ich daher nicht nachvollziehen. Deine Haltung erinnert mich an den Ausspruch eines berühmten Mediziners, der sagte: “Für die meisten Ärzte beginnt die Geschichte der Medizin mit dem eigenen Promotionsdatum”.

Wenn du seine öffentlichen Schriften nicht gelesen hast, kannst du ihn wohl kaum kennen. Und wenn man bei über 6.000 Vorträgen nicht mehr gefunden hat, als eine angeblich herabwürdigende Bemerkung über “Neger”, dann soll es mir auch recht sein. Dann ist zumindest in guter Gesellschaft mit Albert Schweitzer, der ja sicher auch ein übler Rassist war, oder?

Viel vernünftiger finde ich dagegen deine Aufforderung zu politischen Analysen. Das betrachte ich aber nicht als meine Aufgabe. Ich habe schon viel gelesen und geforscht und möchte mich darauf beschränken, den einen oder anderen auf meiner Meinung nach wichtige Forschungsansätze, Litertur oder Zitate hinzuweisen. Das ist mein gutes Recht.

Wenn die Leute von Politblog allerdings sagen würden: wir wollen hier von R. St. nichts hören (dafür spricht, daß Beiträge mit seinem Namen vom Spamfilter geblockt werden), dann soll mir das auch Recht sein. Ich habe kein Problem damit, wenn sich eine Gruppe von Menschen zu einer Weltanschauungsgemeinschaft zusammenschliessen wollen. Dann nehme ich das einfach zur Kenntnis und treffe meine Entscheidungen.

Kommentar von ravenhurst am 29. November um 23:35 Uhr

es hat nix mit den thesen rvon r.st. zu tun, es hat etwas damit zu tun, dass es eben langsam aber sicher in spam ausartet (bzw. ausgeartet ist…weshalb r.st. im spamfilter sitzt.)
darum gehts.
es geht weder darum, dass du nicht das recht hättest zu lesen und zu glauben wem du willst, es geht einzig und allein darum, dass es keinerlei nutzen hat ständig und immerwieder auf r.st. hinzuweisen (weil dann wird es nunmal spam). es bringt uns in der sache in keinster weise weiter, verstehst du?

mein punkt ist: es geht hier gerade nicht (!) um den inhalt (also thesen r.st.), sondern um die form.

in dieser form (spam) ist es der diskussionsführung schädlich ist und sabotiert dein eigenes anliegen : uns den inhalt (die thesen r.st.’s) näher zu bringen.

got it? stop den spam. nicht mehr und nicht weniger.

Kommentar von woody am 30. November um 08:10 Uhr

hmm also ich geh ja grad in canada auf die schule und hier stoert des schon gar keinen mehr die ueberwachung.
es haengen ueberall in der schule und rundrum kameras. einen cop gibts auch. und die attendance wird uebern listen am pc gemacht und die sind intern halt alle vernetzt dh wenn man nich da is wird sofort vom office daheim angerufen.

skippen kann man aber trotzdem weil sich manche lehrer nix scheissen;-)

Kommentar von ravi am 30. November um 08:22 Uhr

Die ERSTE WELT macht uns in der Dritewelt vor .
Oder ……… ?
Was will die Erste welt uns noch beibringen ?

Kommentar von Andreas am 30. November um 10:59 Uhr

konditionierung findet nicht erst seit gestern statt.
doch der druck wird stärker.
wenn ich sehe, was meine beiden kids für ihre schulbildung an zeit opfern müssen, wird mir schlecht. bis nachmittags unterricht und dann noch hausaufgaben. selbst am wochenende gibts noch wochenpläne, die sie zu erfüllen haben. dazu noch das abi nach dem 12. jahrgang. dieses schulsystem ist so was von zum kotzen und kaum lehrer, die den mut haben, öffentlich die schnauze aufzumachen. doch bei all dieser absurdität weiß ich, dass ich den größten einfluss auf meine kinder habe. da kann die schule kontrollieren, so viel sie will.

einige schulen bei uns im landkreis sind einfach so zu ganztagsschulen gemacht worden. es fehlen natürlich die lehrkräfte und so werden leute von außerhalb angeworben.
ich hab das mal ein halbjahr lang gemacht und dort musikunterricht gegeben. war ne witzveranstaltung! beschäftigungstherapie. doch gab es mir die möglichkeit, einfluss auf die kids zu nehmen.
also, schaut bei euch in der gegend, wo lehrkräfte für ganztagsschulen gesucht werden. die nehmen auch ungelernte kräfte für z.b. kochgruppen, bastelstunden usw.
15€ gibts auch noch für ne schulstunde und die möglichkeit, den kids einen weg außerhalb sämtlicher kontrollen zu finden.

Kommentar von dekay am 30. November um 17:53 Uhr

Kleine Anmerkung zur “Sicherheit” von biometrischen Erkennungssystemen:

Auch biometrische Systeme kann man mit dem richtigen KnowHow und der entsprechenden Technik austricksen. Bei normalen Fingerabdruckscannern geht das auch mit Hausmitteln recht einfach (http://www.ccc.de/biometrie/fingerabdruck_kopieren.xml).

Selbstverständlich werden diese Systeme immer weiter perfektioniert, so dass sie irgendwann von “normalen” Menschen nicht mehr so einfach zu umgehen ist (zum Beispiel kann man Pulsmesser oder ähnliches in Fingerabdruckscanner einbauen).

Für Geheimdienste und proffessionelle Kriminelle wird es aber immer Möglichkeiten geben diese Sicherheitssysteme zu umgehen.

Von den Herstellern brauchen wir gar nicht erst zu reden, die können sowieso immer Hintertüren einbauen die (fast) nicht zu entdecken sind.

Was möglich wird wenn die Hersteller mit Geheimdiensten kooperieren ist hoffentlich für jeden vorstellbar.

Kommentar von Wolfrum am 1. Dezember um 12:09 Uhr

Ich habe zur Zeit ein kleines Geheimdienstproblem und ich habe Grund zur Annahme, daß man mit RFID-Chips jemanden über weite Strecken mit den entsprechenden Geräten verfolgen kann. Vielleicht Kilometer.

Kommentar von Haustyrann am 1. Dezember um 17:29 Uhr

Chips for Kids ist also die Devise.
Wäre man böse, dann müssten Parallelen zum NS-und Sowjetstaat hergestellt werden. Damals gelang mit schmetterndem Fanfarenschall, Uniformen und Parolen in Dauerberieselung , was heute mit moderner Technik weitaus raffinierter und weniger offensichtlich probiert wird. So züchtet man seine braven Bürger für die NWO schon heran.

Es entbehrt ja nicht einer gewissen Ironie , dass die “geführte Demokratie” in Russland im Moment gerade massiv angeprangert wird, während hier im Westen die Bürgerrechte beschnitten und kritische Denker in Bausch und Bogen verdammt werden.

Wollen wir hoffen, dass es noch Auswege gibt aus diesem apokalyptischen Szenario. Die Johannesoffenbarung lässt grüßen…

Kommentar von Rufus am 2. Dezember um 15:58 Uhr

Es entbehrt ja nicht einer gewissen Ironie , dass die “geführte Demokratie” in Russland im Moment gerade massiv angeprangert wird, während hier im Westen die Bürgerrechte beschnitten und kritische Denker in Bausch und Bogen verdammt werden.

Jo, so ist es! Sicher ist die Kritik an Putin und Chavez gerechtfertigt aber man sollte bitte auch vor der eigenen Tür fegen und vor allem auch mal nach England und - ganz, ganz wichtig - USA schauen!

Ich empfehle den Artikel von Naomi Wolf:
“Fascist America in 10 easy steps”.

Kommentar von Rufus am 2. Dezember um 15:59 Uhr

aber, haustyrann, Du kannst doch nicht erwarten, daß eine Diktatur offen zugibt eine zu sein. Wenn das passiert ist es jedenfalls längst zu spät.

Kommentar von MMJoda am 25. Dezember um 09:04 Uhr

@rufus es sollte und wird nie zu spät sein um etwas zu ändern
lediglich die art der bewegung wandelt sich
je länger man wartet um so aussichtsloser ist eine friedliche veränderung
————————————————————————–
remember,remember….

Eigenen Kommentar verfassen:

Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar schreiben zu können.