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Die neue Armutsstudie - Deutschlands Zwei-Klassen-Gesellschaft

Wie die Ärmsten für die Reichen “sorgen”

“Man kann nicht über Armut reden, ohne auch über Reichtum zu sprechen”, erklärte Prof. Dr. Christoph Butterwegge im Rahmen einer Veranstaltung am 1. November in der Marburger Philipps-Universität.

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Deshalb setzte der Kölner Armutsforscher das Vermögen des reichsten Bundesbürgers mit dem Hartz-IV-Regelsatz ins Verhältnis: Der Supermarkt-Betreiber Theo Albrecht besitze 38 Milliarden Euro Privatvermögen. Damit verfüge er über 100-Millionen-mal so viel Geld wie ein Erwerbsloser!

Geld und Sachvermögen sind in Deutschland ausgesprochen ungleich verteilt. Das hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden. Die am 7. November veröffentlichten Zahlen zeigen frappierende Unterschiede zwischen dem Vermögen von Männern und Frauen, von West- und Ostdeutschen und zwischen Menschen mit oder ohne Migrations-Hintergrund.

DIW-Studie: Deutliche Ungleichheit

Für seine Studie hat das DIW Ersparnisse, Wohn-Eigentum, Rentenansprüche, Versicherungen, Kunstwerke, Münzen oder Briefmarken berücksichtigt. Davon abgezogen wurden alle Schulden. Grundlage der Erhebung war das Jahr 2002. An der ungleichen Verteilung des Vermögens dürfte sich nach Ansicht der Autoren bis heute aber nichts geändert haben.

Ein Drittel der Bundesbürger über 17 Jahre verfügt demzufolge über kein oder nur ein sehr geringes Vermögen. Praktisch leben sie von der Hand in den Mund. Dagegen besitzen zehn Prozent der Bevölkerung knapp 60 Prozent des Gesamtvermögens.

Zusammengenommen häufen sich auf bundesdeutschen Konten 6,5 Billionen Euro an. Zieht man davon die Schulden aller Deutschen ab, so ergibt sich immer noch ein Betrag von 5,4 Billionen Euro. Wäre diese gigantische Summe gleichmäßig auf alle verteilt, besäße jede und jeder ein Guthaben von 81.000 Euro.

Tatsächlich verfügt ein Westdeutscher durchschnittlich aber nur über ein Vermögen von rund 15.000 Euro. Ostdeutsche kommen im Durchschnitt nur noch auf die Hälfte davon. Migranten haben in der Regel sogar nur 500 Euro gespart.

Im Mittelwert besitzen Männer gut 40 Prozent mehr als Frauen. Mit zunehmendem Alter steigt indes auch das Vermögen deutlich an.

Armut und Reichtum: Die Schere geht immer weiter auseinander!

Die ungleiche Verteilung des Reichtums hat in den letzten Jahren immer weiter zugenommen. Als Grund dafür hat das DIW die Tatsache ausgemacht, dass die Wohlhabenden ihr Geld dank ordentlicher Zins-Erträge schneller vermehren als alle anderen. “Der Deibel scheißt nicht auf einen kleinen Haufen”, erklärt diese Entwicklung auch der Volksmund schon seit Jahren resigniert.

Wer von eigener Hände Arbeit lebt, der guckt derweil in die Röhre. Zwischen 1996 und 2006 ist der Anteil von Kapital- und Vermögens-Erträgen am gesamten Volkseinkommen um 4 Prozentpunkte auf rund 34 Prozent gestiegen. Die Löhne hingegen haben im gleichen Zeitraum stagniert.

Zugenommen hat in Deutschland indes auch die Armut: Rund 7,4 Millionen Menschen beziehen nach Zahlen des Deutschen Landkreistags inzwischen Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) oder dem Sozialgesetzbuch XII (SGB XII). Butterwegge schätzt, dass hierzulande etwa 2,7 Millionen Kinder von Sozialleistungen leben.

Arm: Selber schuld?

Problematisch findet der Armutsforscher das Leben am Existenzminimum in einem Umfeld von Nachbarn und Freunden, die in relativem Wohlstand leben. Gerade für Kinder sei es oft schwer erträglich, wenn sie aus finanziellen Gründen hinter ihren Spielkameraden zurückstehen müssten oder deswegen sogar ausgegrenzt würden.

Überaus kritisch sieht Butterwegge auch den gesellschaftlichen Umgang mit Armut. Viele Arme versteckten ihre Finanzmisere verschämt hinter einer Fassade scheinbarer Normalität. Oft gingen sie lieber gar nicht erst aus dem Haus, weil ihre Armut sonst vielleicht auffallen könnte.

Ursache dieses Verhaltens sei die weit verbreitete Auffassung, die Armen seien für ihr Schicksal selbst verantwortlich. Lediglich bei Kindern könne man derartige Schuldzuweisungen nicht ernsthaft aufrechterhalten. Sie seien deswegen auch die “würdigen Armen”.

Ansonsten aber scheint die von der “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” (INSM) betriebene und von vielen Medien verbreitete gesellschaftliche Spaltung einigermaßen zu funktionieren: Armut wird als individuelles Schicksal betrachtet und nicht als Folge einer ungerechten Politik.

Anstatt den Reichen auf die Finger zu klopfen und die Politiker zu einer gerechten Besteuerung des Reichtums zu zwingen, hat der Deutsche Bundestag am vergangenen Montag (5. November) sogar noch die Erbschaftssteuer durch Erhöhung der Freibeträge faktisch abgesenkt. Bei einer Betriebsübernahme sollen Jung-Unternehmer demnach künftig unter bestimmten Bedingungen gar keine Erbschaftssteuer mehr zahlen!

Soziale Gerechtigkeit: Weißt Du, wohin?

Wenn die Masse der Menschen nicht mehr genug einnimmt, um Geld auf die Hohe Kante legen zu können, dann stimmt das Verhältnis zwischen Löhnen und Preisen nicht mehr. Steigende Preise schrauben diese Elends-Spirale noch weiter in die massenhafte Misere hinein.

Gleichzeitig aber haben die verschiedenen Bundesregierungen die Vermögenssteuer abgeschafft, die Spitzen-Steuersätze bei der Einkommenssteuer deutlich abgesenkt und auch die Körperschaftssteuer für Unternehmen verringert. Diesen Steuer-Geschenken an die Reichen stand auf der anderen Seite eine Politik der Massen-Verelendung gegenüber.

Den Beziehern von Sozialleistungen wurden mit Hartz IV die finanziellen und sozialen Daumenschrauben angelegt. Das Grundrecht auf “Freie Entfaltung der Persönlichkeit” gilt für sie de facto nicht mehr!

Die Gleichheit vor dem Gesetz ist eine konstitutive Grundlage jeder Demokratie. In Deutschland steht sie aber wohl nur noch auf dem Papier. Sollte man die Bundesrepublik deshalb nicht ehrlicherweise wieder in “Deutsches Reich” umbenennen?

Franz-Josef Hanke
Dieser Eintrag wurde am Montag, den 12. November 2007 von Franz-Josef Hanke geschrieben und in die Kategorie Sozialstaat eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Turbo am 12. November um 10:45 Uhr

Lieber Franz-Josef Hanke,

Nein, sollte man nicht in Deutsches Reich umbenennen. Denn dieses Reich steht nicht nur für das Demokratie-Theater der Weimarer Zeit, sondern auch für die glanzvolle und industrielle Aufschwungzeit unter unserem damaligen Kaiser Wilhelm II. Was das “Made in Germany” weltbekannt und geschätzt gemacht hat und uns schon damals einen Spitzenplatz im Export und Wohlstand für breitere Schichten des Deutschen Volkes gebracht hatte. Alles auf “Adolf” zu reduzieren, Gruß an Frau Herman, bringt uns nur in geistige Sackgassen, gewollt!
Nein, es war stets und immer der “Neid” des “Auslands”, der uns den Wohlstand (Gruß an den posthum durch die Parteien-Mischpoke verratenen und verkauften Prof. Ludwig Erhard, Wirtschaftsminister und Bundeskanzler) wegnahm. Zuletzt das Bubenstück “EG/EU”, zu dessen sinistrer Form von “Demokratie” und Abgabe der Rechte der Souverän niemals befragt wurde, wohlweislich. Auch zum Euro hat “man” sich nicht getraut, uns zu fragen. Inzwischen ist er eh schon auf DM-Nivea!!! gesunken, wie jeder weiß, aber schweigt!

Schaut man sich die “Vorgaben” unseres “Lei(d)t-Wolfes” USA an, Massenelend in den Städten und ausgepowerte Bauern am Tropf der Konzerne im “Mittleren Westen” dort, so kann man absehen, wohin “unsere” Kopierer dieser Abart von Dämonkratie uns “führen” werden. Sie sind sich ja alle einig, wenn man ihr Tun, nicht ihr Schwätzen, anal-ysiert.

Kommentar von Neutrino am 12. November um 10:55 Uhr

Im Mittelwert besitzen Männer gut 40 Prozent mehr als Frauen. Mit zunehmendem Alter steigt indes auch das Vermögen deutlich an.

Das ist mir viel zu pauschal. Ständig zu beklagen, daß Frauen weniger Vermögen haben und angeblich weniger verdienen treibt dann Früchte wie in New York: Dort verdienen heute junge Frauen schon mehr wie gleichaltrige Männer und das ist den Frauen auch wieder nicht recht. Eine Frau heiratet eher nach oben als nach unten. Wenn aber nach oben nichts mehr da ist sind sie frustriert und bleiben Single.

Kommentar von Rufus am 12. November um 10:55 Uhr

“Aufschwung” und “Konjunktur” sind die aktuellen Medienlügen.

Sie werden derzeit gebetsmühlenartig wiederholt, ebenso wie “Klimawandel”, “Atom-Iran” und “Krieg gegen den Terror”.

Kommentar von Hendrik am 12. November um 11:01 Uhr

@Rufus

Und was hat das mit dem Thema Armut in Deutschland zu tun? Etwa, dass die Medien von der immer größer werdenden Diskrepanz zwischen Arm und Reich ablenken und mit Desinformationen wie Klima-Wandel oder Terrorismus einlenken?

Wäre diese gigantische Summe gleichmäßig auf alle verteilt, besäße jede und jeder ein Guthaben von 81.000 Euro.

Und wo bleibt da die Gerechtigkeit? Ich meine, wenn, rein hypothetisch gesehen, alle deutschen Vermögen aufgeteilt würden, wäre dies an Ungerechtigkeit nicht mehr zu übertreffen. Wenn ich mein Leben lange hart und viel gearbeitet habe, dann habe ich doch ein Anrecht darauf, dass ich ein größeres Vermögen habe, als beispielsweise ein selbstverschuldeter Arbeitsloser.

Kommentar von cheplar am 12. November um 11:02 Uhr

Gleichzeitig aber haben die verschiedenen Bundesregierungen die Vermögenssteuer abgeschafft, die Spitzen-Steuersätze bei der Einkommenssteuer deutlich abgesenkt und auch die Körperschaftssteuer für Unternehmen verringert. Diesen Steuer-Geschenken an die Reichen stand auf der anderen Seite eine Politik der Massen-Verelendung gegenüber.

…das ist um arbeitsplätze zu schaffen ^^ ja ja ^^

Kommentar von Neutrino am 12. November um 11:05 Uhr

“Der Deibel scheißt nicht auf einen kleinen Haufen”, erklärt diese Entwicklung auch der Volksmund schon seit Jahren resigniert.

Auch Goethe hat das schön gesagt: „Zum Golde drängt, am Golde hängt doch alles, ach, wir Armen!“

Zum Thema Arm und Reich: Artikel 14 Absatz 2 GG: “Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.”

Kommentar von Rufus am 12. November um 11:11 Uhr

Wir haben eine gewaltige Inflation aber das will die Presse nicht zugeben.

Bei Bilderberg 2007 soll man beschlossen haben, den Ölpreis auf
$ 200 und mehr zu schieben um damit die Mittelklasse kaputt zu machen.

$ 100 haben wir schon so gut wie und sogar die Presse schreibt, daß der Ölpreis ganz sicher nicht mehr sinken wird…

Kommentar von rhemus am 12. November um 11:29 Uhr

Im Mittelwert besitzen Männer gut 40 Prozent mehr als Frauen. Mit zunehmendem Alter steigt indes auch das Vermögen deutlich an.

Zudem ist mir aufgefallen, dass in vielen Bereichen mehr Frauen arbeiten, als Männer. Ganz gut zu beobachten bei Fertigungsprozessen in der Fließbandarbeit. Ich habe mich als Fachkraft bei einem Arbeitgeber beworben, der im TV sein Leid von den fehlenden Fachkräften klagte. Bei diesem arbeiteten überwiegend Frauen. Auf meine Bewerbung habe ich nach fast 6 Monaten keine Rückantwort erhalten. Ist ja auch logisch - wäre ich eine Frau, hätte ich den Job als Fachkraft sofort erhalten, da mich der Arbeitgeber für die gleiche Tätigkeit niedriger entlohnen kann. Statt dessen arbeitet dieser lieber berufsfremde Frauen an, anstatt eine männl. Fachkraft einzustellen. Ist auf Dauer wesentlich günstiger für den Arbeitgeber. Aber Hauptsache, man konnte sein Leid vom angebl. Fachkräftemangel klagen.

Wenn die Frauenbewegung also gleiche Löhne für gleiche Tätigkeit fordert, dann kann dieser Schuss schnell in die Hose gehen. Denn wo die Löhne geschlechterneutral bezahlt werden, werden vielleicht auch wieder Männer bevorzugt eingestellt. Mich würde es freuen, da dann wieder echte Chancengleichheit bestehen würde.

Kommentar von joosh am 12. November um 11:49 Uhr

Mittelständige Menschen sind eben das Grösste Problem für Menschen.

Der Euro hat seit beginn 40% an Wert verloren, obwohl er eine Starke Währung ist. Mit der Inflantion will man nur das Volk verarmen ohne, dass es die dummen bemerken.

Die Löhne steigen nur langsam aber die Preise verschiedener Produkte steigen unaufhaltsam und dann kommen in den Medien noch so Worte wie: “Der Grund für den hohen Ölpreis ist der drohende Krieg zwischen Irak und Türkei” oder “Durch die hohe Rohstoffpreise müssen die Preise erhöht werden”.
Das Wort Inflantion hört man in den Medien aber kaum. Die meisten Bürger wissen wahrscheinlich nicht mal was Inflation ist.

mfg joosh

Kommentar von Ghostwriter am 12. November um 11:59 Uhr

Zins , Zinseszins, und Spekulationen verschieben die Geldmenge
von Arm zu Reich .
Da Sachwerte und Lebensmittel auch daduch teuerer werden
und die ärmerern Leute durch die Teuerung immer mehr belastet
werden dreht sich die Spirale (von Arm nach Reich) immer schneller.
Dazu kommt daß der Überschuß der Reichen selten in produktive
Investitionen investiert wird. (Geld arbeitet nicht!)
Die Globalisierung sorgt zusätzlich noch für einen ungerechten
Wettbewerb da die Lebenshaltungskosten und der Lebensstandart
der einzelnen Länder sich stark unterscheidet.
Die Arbeiter der reicheren Länder müssen sich durch den Wettbewerb den Arbeitern der Armen Länder anpassen.
Es gibt nur wenige Globalisierungsgewinner und außerdem
wird durch immer niedrigeren Löhnen bei steigenden Lebenshaltungskosten der Binnenmarkt geschwächt.

Kommentar von Gewa am 12. November um 12:16 Uhr

Mit einem kuriosen Experiment hat ein Pasta-Produzent aus Mittelitalien für Furore gesorgt: Enzo Rossi wollte einen Monat lang von dem Gehalt leben, das er seinen Arbeitern in der Fabrik „Maccheroncini di Campofilone“ in der Nähe von Ascoli Piceno zahlt. Resultat: Obwohl er jeden Euro zwei Mal herumdrehte, war er bereits nach 20 Tagen pleite.

Hier der Link.

Kommentar von Gewa am 12. November um 12:18 Uhr

@joosh

Mittelständige Menschen sind eben das Grösste Problem für Menschen.

Was meinst Du denn DAMIT? Meintest Du ‘mittelmäßige Menschen’?

Kommentar von Neutrino am 12. November um 12:25 Uhr

@rhemus:

Frauen im Beruf: Benachteiligt und ausgenutzt?

http://www.manndat.de/index.php?id=43

Das was Du vorschlägst wäre eine Bevorzugung der Frauen bei der Entlohnung. Das einzige, das man damit erreichen würde, wären haufenweise arbeitsloser Frauen. Na dann gute nacht!

Kommentar von guadalupe am 12. November um 12:35 Uhr

Die “Studien” zur Vermögensentwicklung müssen schon deswegen immer unvollständig bleiben, weil sich die wirklich großen Vermögen der Beobachtung entziehen.

In Wahrheit sieht die Vermögenspyramide schlimmer aus.
Hier nachzulesen:

http://www.meudalismus.dr-wo.de/

Der Autor Dr. Wo hat zwar verstanden, daß die Vermögensverschiebung “irgendwie” mit dem Geldsystem zu tun hat. Da er das Geldsystem allerdings nicht verstanden hat und wie einfach es zu ändern ist, empfiehlt er als Lösung eine Vermögensabgabe der Superreichen an den Staat, die sicherlich den strukturell notwendigen Vermögensprozeß bremsen würde, jedoch das Geldsystem selber nicht antastet und politisch eh nicht durchsetzbar ist.

Kommentar von K.O. am 12. November um 12:54 Uhr

Hallo erstmal.
@Neutrino

Im Mittelwert besitzen Männer gut 40 Prozent mehr als Frauen.

Kommt mir auch komisch vor. Wenn man bedenkt das 80-90% der dauerhaft Obdachlosen Männer sind.
Villeicht werden beim Mittelwert dann durch den einen Superreichen (38 Milliarden) 38000 obdachlose Männer zu Millionären.
Oder denk ich da falsch??

Kommentar von vaterlandslose-gesellen am 12. November um 13:11 Uhr

So geht es nicht weiter.
Klassenkampf.

Kommentar von ecurb 1447 am 12. November um 13:16 Uhr

Drei Punkte zu dem Bericht.
1. Meines Wissens nach haben sich die Albrechts ihr Vermögen selber aufgebaut. Jeder andere hätte die gleiche Möglichkeit gehabt, er hätte sie nur ergreifen müssen. Deshalb finde ich die Höhe des Vermögens der Albrechts nicht unbedingt skandalös. Problematischer finde ich in diesem Zusammenhang Vermögen die ausschließlich ererbt wurden, also bei denen keine Gegenleistung steht. Hier sollte eingegriffen werden, insbesondere um für Kinder möglichst gleiche Startbedingungen zu schaffen, also die skandalöse Tatsache, dass es in Deutschland hauptsächlich vom Status der Eltern abhängig ist welche Lebenschancen ich habe, zu ändern.
2. Wenn man das Gesamtvermögen von 5,4 Billionen auf alle verteilt und dann eine Zahl von 81.000,00 € herauskommt, so können die nachfolgenden Zahlen zu durchschnittlichen Vermögen nicht stimmen, da Geld fehlt.
3. Ich habe kein Problem mit der Tatsache, dass Personen die leistungsfähiger sind auch verstärkt zur Finanzierung des Staates herangezogen werden, aber meines Wissens wurden bei der Vermögenssteuer ca. 50 % des Aufkommens für die Erhebung verwandt. Ich würde mich auch gegen eine Steuer wenden bei der 50 % direkt für die Bezahlung von Finanzbeamten draufgehen. Sollte dese Information falsch sein, bitte Korrektur.

EDIT: Wir hatten schon einmal auf die Namensgleichheit des Nicks hingewiesen und um Änderung gebeten. Das war damals von Dir in einem 9/11-Kommentarthread als Replik auf unseren bruce 1337 gewählt. Ich habe den Namen jetzt provisorisch geändert (Buchstaben rückwärts) und bitte um eine andere Nick-Wahl. Es ist sonst zu irreführend. Pony

Kommentar von Freigelddrucker am 12. November um 13:24 Uhr

Die Blase des virtuellen Geldes, welches über das Zins- und Zinseszinssystem tagtäglich schneller und schneller gedruckt wird, wird immer größer, während die Menge der tatsächlich erzeugten Güter demgegenüber im Grunde gleich bleibt.

Die Geldbesitzer leben von der Arbeit derer, die Güter und Dienstleistungen erzeugen.

Ich persönlich habebeschlossen, hier aktiv gegen den USreal-gestützten Neoliberalismus ab diesem Jahr aktiv zu kämpfen.

Wir werden immer mehr, die trotz arbeitswilligkeit, täglicher Arbeit mit großem Arbeitseinsatz usw einfach auf keinen grünen Zweig mehr kommen.

Damit muss Schluss sein!

Ich habe begonnen,mich mit der Freihandelslehre von Silvio Gsell und anderen intensiv auseinanderzusetzen. Ebenfalls werde ich inzwei Tauschringe in meiner Heimatstadt eintreten und die Menschen auch durch Handzettelaktionen versuchenzu informieren und zum Mitmachen zu bewegen.

Die Situation ist ernst und sie wird immer ernster. In den kommenden Monaten und Jahren wird mandies auch weiter sehen. Mit dem Zinseszinsgeld werden Rohstoffe, Immobilien, Patente und Lizenzen gekauft. Dann lässt man die Blase platzen und es wird eine neue Weltwährung geben. Die geraubten Besitztümer werden jedoch nicht mehr der Gemeinschaft der Menschen gehören sondern denen, die ihre Seele an den Globalismus verkauft haben.

Wenn wir produzierenden Menschen jedoch unsere Arbeit und die Früchte daraus miteinander ohne Zinsen tauschen, dann profitieren auch nur noch wir davon.

Nennt es naiv. Ich werde es durchziehen und werde damit auch erfolg haben. Meine Arbeit soll nicht mehr den Zinswucherern in den Banken und USrael zu Gute kommen.

Kommentar von ecurb 1447 am 12. November um 13:43 Uhr

@pony
ecurb ist doch spitze

Kommentar von Jockel am 12. November um 13:56 Uhr

Der Supermarkt-Betreiber Theo Albrecht besitze 38 Milliarden Euro Privatvermögen.

Lieber FJH. es ist richtig, daß die Albrecht Brüder die Reichsten Deutschen sind … aber wo hast Du die 38 Milliarden nur allein für den Theo her ?
Hier hast Du das Ranking der 10 reichsten Deutschen Stand vom 28.03.2007.
Beide Brüder kommen zusammen - nach der Liste auf - 32,15 Milliarden € und nicht der Theo allein auf 38 Milliarden ;-)

von ecurb 1447 am 12. November um 13:16 Uhr

1. Meines Wissens nach haben sich die Albrechts ihr Vermögen selber aufgebaut. Jeder andere hätte die gleiche Möglichkeit gehabt, er hätte sie nur ergreifen müssen. Deshalb finde ich die Höhe des Vermögens der Albrechts nicht unbedingt skandalös.

Zum nachlesen die Biografie: Karl & Theo Albrecht

Jockel

Kommentar von Neutrino am 12. November um 14:03 Uhr

@K.O.:

Die Obdachlosigkeit hängt weniger mit der finanziellen Seite zusammen sondern mehr mit der psychischen Seite. In der USA sei ja auch die Gefahr der Obdachlosigkeit für Kriegsveteranen besonders hoch.

Von daher sehe ich bei den obdachlosen Deutschen mehr die Gefahr von Scheidungen als ausschlaggebend.

“In unserem Rechtsstaat kann es Menschen, weit überwiegend Vätern, widerfahren, daß gegen ihren Willen und ohne ihnen anzurechnendes schuldhaftes Verhalten ihre Ehen geschieden, ihnen ihre Kinder entzogen, der Umgang mit diesen ausgeschlossen, der Vorwurf, ihre Kinder sexuell mißbraucht zu haben erhoben und durch Gerichtsentscheid bestätigt und sie zudem durch Unterhaltszahlungen auf den Mindestbehalt herabgesetzt werden. Die Dimension solchen staatlich verordneten Leides erreicht tragisches Ausmaß und sollte seinen Platz auf der Bühne, nicht in unserer Rechtswirklichkeit haben.” Harald Schütz, Richter am OLG Bamberg am 10. Mai 1997 auf dem 49. Deutschen Anwaltstag, Anwaltsblatt (AnwBl) 8 + 9/97, Seite 466-468, 1997

Paßt jetzt zwar nicht ganz hier her, aber wenn es um die Obdachlosigkeit geht, muß man mehr die psychischen Belastungen der Menschen ansehen.

Kommentar von rhemus am 12. November um 14:05 Uhr

Das was Du vorschlägst wäre eine Bevorzugung der Frauen bei der Entlohnung. Das einzige, das man damit erreichen würde, wären haufenweise arbeitsloser Frauen. Na dann gute nacht!

Haufenweise arbeitslose Männer sind aber schon OK bzw. zu bevorzugen?

Kommentar von Gewa am 12. November um 14:14 Uhr

@bruce1447/ecurb1447

2. Wenn man das Gesamtvermögen von 5,4 Billionen auf alle verteilt und dann eine Zahl von 81.000,00 € herauskommt, so können die nachfolgenden Zahlen zu durchschnittlichen Vermögen nicht stimmen

Stimmt - good catch, buddy!

@Franz-Josef,
da liegt irgendwo ein Fehler in der Recherche. In der von dir genannten Quelle gibt es andere Zahlen:

So besitzt ein Westdeutscher mit einem durchschnittlichen Vermögen von 91 500 Euro rund 2,6-mal soviel wie jemand aus den neuen Ländern

Jetzt frage ich mich, wo die 15.000 von Franz-Josef herkommen?

Kommentar von Neutrino am 12. November um 14:15 Uhr

@guadalupe:

Wie das Dr. Harald Wozniewski umsetzen will ist mir auch ein Rätsel. Nehme ich denen das zuviel an Geld ab, haben die doch kein Interesse mehr, das vor Erreichen des Maximus auch noch zu investieren. Es würde sich dann ja nicht mehr lohnen und von daher würde einfach Geld aus dem Geldkreislauf verschwinden bzw. gehortet werden. Noch dazu beibt die Zinsproblematik dabei immer noch.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Um ein Tauschmittel mit Umlaufsicherungsgebür das einen Zins bekommt, der um null pendelt, kommt man nicht herum.

Kommentar von Weckruf am 12. November um 14:17 Uhr

Weiß jemand, wo “Hendrik” arbeitet? Ich glaube, da haben wir mal wieder den “Mielke der Woche” entdeckt.

Kommentar von ecurb 1447 am 12. November um 14:17 Uhr

@ gewa

Vielen Dank.

Kommentar von Neutrino am 12. November um 14:21 Uhr

@rhemus :

Wenn Du dir die Arbeitslosenstatistiken ansiehst, wirst du keinen großen Unterschied zw. männlichen und weiblichen Arbeitslosen feststellen und wenn dort einer besteht, liegt das daran, daß unsere jugendlichen Männer heute einfach nicht so gut ausgebildet werden wie die weiblichen Jugendlichen. Männliche Jugendliche sind heute doch weit stärker in den Sonderschulen vertreten und weibliche an den Gymnasien. Der Staat schaufelt sich sein Grab bzw. seine Sozialhilfeempfänger schon selbst. Die gut ausgebildete Frau wird Mutter und steht dem Arbeitsmarkt zumindest zeitweise nicht zur Verfügung und der Mann verdient durch seine schlechte Ausbildung nicht genug um seine (Ex-)Familie davon zu ernähren.

Kommentar von Gewa am 12. November um 14:30 Uhr

@Freigelddrucker

Ich teile ja deine Wut. Aber du bist an vielen Stellen ungenau:

Die Blase des virtuellen Geldes, welches über das Zins- und Zinseszinssystem tagtäglich schneller und schneller gedruckt wird, wird immer größer, während die Menge der tatsächlich erzeugten Güter demgegenüber im Grunde gleich bleibt.

Worauf du ansprichst, also die Zinsen versus das Wachstum des Bruttosozialprodukts liegen in allen Volkswirtschften nur ein paar wenige %-Punkte auseinander. So rasend wie du es beschreibst wirkt der Effekt nicht.

Die Geldbesitzer leben von der Arbeit derer, die Güter und Dienstleistungen erzeugen.

Die Geldbesitzer? Du meinst die Anleger, oder?

…mit der Freihandelslehre von Silvio Gsell …

Du meinst sicher nicht den Bruder von Tatjana Gsell, sondern den Silvio Gesell? ;-)

und dessen Lehre heißt auch nicht Freihandel sondern Freiwirtschaft.

Um Mißverständnissen vorzubeugen, ich will mich hier nicht lustig machen, sondern andern Lesern beim googlen die richtigen Stichworte anbieten. Ausserdem finde ich, dass ein bißchen mehr Genauigkeit dem Blog gut tun würde.

Kommentar von guadalupe am 12. November um 14:43 Uhr

@Gewa
Du schreibst:
“Worauf du ansprichst, also die Zinsen versus das Wachstum des Bruttosozialprodukts liegen in allen Volkswirtschften nur ein paar wenige %-Punkte auseinander. So rasend wie du es beschreibst wirkt der Effekt nicht.”

Der Zinseffekt ist sogar exponentiell. Einzig Vermögensvernichtungen (Crash, Bubble-Platzen, Krieg) kann ihn verlangsamen.

http://www.killerzins.de/killerzins_1.htm

Es gibt aber einen Ausweg aus der nach dem System des alten Geldes ausweglosen Lage:
Verwendet das alte Geld nicht mehr, sondern stattdessen ein besser konstruiertes Tauschmittel.

Kommentar von Fabio am 12. November um 14:56 Uhr

Quote: “Die Gleichheit vor dem Gesetz ist eine konstitutive Grundlage jeder Demokratie.”

Vor dem Einkommenssteuergesetz sind wir nicht gleich (Progression). Dem Autor schwebt wohl eher die Gleichheit NACH dem Gesetz vor.
Der Staat ist nicht die Lösung, der Staat ist das Problem.

Kommentar von Gewa am 12. November um 15:29 Uhr

@guadalupe

Stimmt. Der Zinseffekt (also Zins auf Zinsen) ist exponentiell.

Das jährliche Wachstum des Bruttosozialprodukts aber auch. Insofern stimmt das schon, was ich gesagt habe.

Kommentar von Fischgesicht am 12. November um 16:02 Uhr

Mit einer “Ungleichverteilung” von Einkommen und Vermögen habe ich kein Problem, solange sich diese Ungleichverteilung auch durch eine Ungleichverteilung von Arbeitsleistung und Sparsamkeit erklärt (d.h. längere Arbeitszeiten, höherer Bildungsstand, Verzicht auf Konsum, etc.). Wer also fleissig ist, sparsam ist und gut gebildet, der möge auch entsprechend mehr verdienen. Wer faul ist, muss halt mit weniger auskommen - es ist seine eigene Entscheidung.

Ein Problem entsteht aber dort, wo diese Relation zwischen Leistung und Vergütung ins Ungleichgewicht fällt. Ein Vermögen von mehreren Millarden Euro wie bei den Albrechts ist nunmal nicht durch eigene Arbeitsleistung zu erzielen, sondern nur durch Ausbeutung anderer (sei es Lohndumping oder durch Verschuldung Dritter = Zinsen). Ein Millionengehalt als Vorstand einer AG (Ackermann & Co.) lässt sich auch nicht mehr rechtfertigen. Auch diese Herren können maximal 24 h am Tag arbeiten. Daher wäre zunächst wohl auch nur der dreifache Lohn eines Angestellten gerechtfertigt. Lassen wir also noch einen Faktor für Bildungsstand, Wissen und Fähigkeiten zu, dann sei von mir aus ein Gehalt der Größenordnung bis max. des 20-fachen des Durchschnittsgehalts im Unternehmen gerechtfertigt. In einer Bank also ein Gehalt der Größenordnung von 700.000 EUR p.a. bei 24-Stunden Verfügbarkeit, 7 Tage die Woche.

Bleibt das Problem der Kapitalerträge. Ein sehr schwieriges Thema. Auch hier gilt nun einmal, wer sparsam lebt, soll doch auch seine Früchte geniessen können. Wer das Vermögen seiner Eltern erbt, soll doch auch deren Früchte geniessen dürfen, denn die Eltern haben das Vermögen bereits versteuert und dafür hart gearbeitet. Aber eine sinnvolle Obergrenze für Vermögen wäre vielleicht in Anbetracht von massiven Ungleichgewichten trotzdem angebracht. Wie wäre es mit einer Deckelung privater (Kapital-)Vermögen auf, sagen wir 50 Mio. EUR? Der Weisheit letzter Schluss ist das sicher nicht, denn es käme ja einer Enteignung gleich, wenn man nie mehr als 50 Mio. Euro besitzen dürfte. Besser wäre wohl ein gerechtes Steuersystem. Für alle Einkommen, die über die Lebenshaltungskosten hinausgehen, egal woher, 25% Einkommenssteuer. Keine Schlupflöcher, keine Ausnahmen. Also: Die ersten 18000 EUR steuerfrei, alles darüber hinausgehende Einkommen wird mit 25% versteuert. Aufwendungen zum Erhalt der Arbeitskraft/des Arbeitsplatzes können abgesetzt werden (Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Weiterbildungsmaßnahmen, etc). Und nicht zu vergessen: für 40h Arbeitszeit pro Woche in Zukunft ein Mindestlohn von 18.000 EUR p.a. Man muss von seiner Hände Arbeit leben können.

Mindestlohn und Steuergrenze sind also identisch und zudem jährlich an die Inflation anzugleichen, wobei sich die hierfür zugrunde gelegte Inflation aus einem Warenkorb des ALLTÄGLICHEN Lebens berechnet werden muss (Lebensmittel, Mieten, Energie, kein Elektronikschnickschnack!).

Für die Herren Abgeordneten: Das jeweils vierfache des aktuellen Mindesteinkommens (am Anfag also 72.000 EUR). Angemessenes Büro und Dienstwagen werden gestellt. Keine Nebentätigkeiten und Nebeneinkünfte erlaubt. Dafür garantierte Rückkehr an den alten Arbeitsplatz nach Ende der Legislaturperiode. Offenlegung sämtlicher Vermögen und Konten, genau wie man es Hartz-IV-Empfängern zumutet (es genügt die Veränderungen ab Amtsantritt zu protokollieren, eine Veröffentlichung des absoluten Vermögens vor Amtseintritt geht niemand was an). Die Allgemeinheit hat das Recht zu kontrollieren, ob sich Empfänger von Leistungen der Allgemeinheit (=Abgeordnetengehalt) den Regeln entsprechend verhalten.

Dies nur als Anregung, so richtig durchdacht ist das auch noch nicht.

Kommentar von Freigelddrucker am 12. November um 16:16 Uhr

@gewa

vielen Dank für deine Richtigstellung. Ich habe den Text heute Morgen im ersten Affekt geschrieben und nicht noch einmal durchgelesen.
Passiert nicht nochmal, denn es ärgert mich natürlich auch selbst, dass ich andere Forenuser auf einen Holzweg beim Googlen führe.

Ohne im Moment in die Tiefe gehen zu wollen sehe ich einige grundlegende Möglichkeiten für eine generelle Verbesserung der Situation:

1. Wechsel von einem Zinsaufschlagsmodell zu einem Zinsabschlagsmodell inkl. Umlaufsicherung

2. Verbot der Unternehmensbeteiligung von Banken und Kreditinstituten

3. Abwicklung sämtlicher Exporte per sofort in Euro (

Kommentar von Bendecho am 12. November um 17:53 Uhr

Was gibt es nun für Möglichkeiten diesem Kreislauf zu entkommen?
- Tauschhandel ist ein guter Anfang, aber nicht in allen Lebenslagen möglich
- Verzicht auf überflüssigen Konsum, nur das wirklich Nötigste
- Wer eigenes Land besitzt möglicherweise eigener Obst- u. Gemüseanbau
Wer weiss mehr?
Ein System, welches auf ständiges Wachstum setzt und nur damit funktioniert ist ein krankes System.
Hungert man die Mittel- /Unterschicht noch weiter aus, sägt man sich den eigenen Ast ab, der Konsum lässt nach und nur Export reicht nicht.

Kommentar von Heinz Mann am 12. November um 18:02 Uhr

“Meines Wissens nach haben sich die Albrechts ihr Vermögen selber aufgebaut. Jeder andere hätte die gleiche Möglichkeit gehabt, er hätte sie nur ergreifen müssen.”

1) Diesen Schwachsinn hört man immer wieder: Es ist wie beim Lotto - damit jemand Millionen Euro gewinnen kann, müssen Millionen Leute ihre Euros verlieren. Und wenn ich die Millionen gewinne und die anderen verlieren, wird das System damit doch nicht gerechter.

2) Dabei geht es beim Lotto noch vergleichsweise fair zu - es muss ja niemand spielen.
Durch eigene Arbeit ist noch niemand wirklich reich geworden, alles Vermögen der Welt wird letztlich von kleinen Leuten erwirtschaftet.

3) Ist erst mal ein Grundstock an Vermögen da, kann man andere kaufen oder erpressen, vor allem die Politik. Dann ist der Punkt erreicht, wo man ohne weitere eigene Leistung Geld scheffeln kann.
Und wer dann so richtig reich ist, der hat die Politik in der Tasche - und die Bürger über die Massenmedien sowieso.

Kommentar von Reinhard am 12. November um 18:11 Uhr

Stimmt. Der Zinseffekt (also Zins auf Zinsen) ist exponentiell.

Das jährliche Wachstum des Bruttosozialprodukts aber auch. Insofern stimmt das schon, was ich gesagt habe.

Es stimmt weder, was du zuvor behauptet hast, noch was du nun behauptest. Ich zumindest habe noch nichts von einem Anstieg des Bruttosozialproduktes um 100% (= Verdoppelung!) irgendwo auf der Welt gehört oder gelesen. Hier in der BRD würde die Regierung bereits jubeln, wenn es in diesem Jahr mickrige (im Vergleich zu deinen Ausführungen) 3% würden. Vielmehr spukt das Stagnationsgespenst durch die Wirtschaft. Nun erkläre uns mal das exponentielle Verhalten von Stagnation ;)

Kommentar von Bendecho am 12. November um 18:27 Uhr

Eine ganz interessante Zahl verdeutlicht die momentane Situation und Tendenz:
Eine repräsentative Umfrage hat Folgendes gezeigt.1980 hat das Vorstandsmitglied eines deutschen mittelständischen Unternehmens ca. das 50-fache des kleinsten Angestellten gleichen Unternehmens verdient. ( Ein mit Vorbehalten einigermassen erträgliches Verhältnis…)
2002 betrug dieses (Miss)Verhältnis den Faktor 540!!!Quelle :Brand EinsDas muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Hier müsste spätestens dem allergrössten Dummkopf klar werden, wo das Geld aus dem vielen Export z. B., bleibt. Die Amerikanisierung der Verhältnisse hält Einzug - leider.

Kommentar von Gewa am 12. November um 18:47 Uhr

@Reinhard

Das ist doch unsachlich. Ich habe doch gar nicht gesagt, dass das BSP in einem Jahr bei 100% liegt.

Es stimmt genau was ich behaupte. Du spielst auf aktuelle Zahlen ab:

Der Leitzins in Deutschland beträgt aktuell 3,19% p.a. Das bedeutet, dass es 22,08 Jahre dauert, bis du durch den exponentiellen Zinseffekt auf eine Verdoppelung kommst.

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland liegt gemäß der gegenüber der Regierung konservativ schätzenden Weisen heute bei etwa 2,6 % und nächstes Jahr bei 2,2%. Nehmen wir da im Durchschnitt für die nächsten Jahre eine Rechengröße von 2, 1%, dann hast Du eine Verdoppelung innerhalb 33,35 Jahren.

Beide Kurven sind exponentiell. Wie ich gesagt habe. Einfache Zinsrechnung.

Nun erkläre uns mal das exponentielle Verhalten von Stagnation

Stagnation ist Stillstand. Dein “exponentielles Verhalten von Stagnation” ist deshalb ein Widerspruch in sich. Vielleicht spielst du darauf an, dass die Nettoreallöhne in den letzten 15 Jahren stagnieren. Das ist richtig, ist aber was anderes als in dem ursprünglichen Satz von ‘Freigelddrucker’ steht:

Die Blase des virtuellen Geldes, welches über das Zins- und Zinseszinssystem tagtäglich schneller und schneller gedruckt wird, wird immer größer, während die Menge der tatsächlich erzeugten Güter demgegenüber im Grunde gleich bleibt.

Kommentar von Jockel am 12. November um 19:05 Uhr

@ Gewa

Kann es sein, daß ‘Freigelddrucker’ mit seinem Satz/seine Aussage das Geldmengenwachstum, genannt M3 gemeint hat ??? dann hat er natürlich recht ;-) .
‘Freigelddrucker’ sollte daher seinen Satz/seine Aussage richtig stellen.

Jockel

Kommentar von ravenhurst am 12. November um 23:15 Uhr

hallo liebe leut.

zum thema geld, armut und reichtum finde ich folgenden vortrag namens “wieviel geld bleibt übrig, wenn alle schulden getilgt sind” von egon w. kreuzer ganz interessant.

der vortrag bringt das ganze problem find ich relativ nüchtern und ohne irgendwelche neid debatten auf den punkt.
dass volkswirtschaftlich diese absurden geldanhäufungen bei banken, global player unternehmen und privat personen den “gesunden” geldfluss der wirtschaft auf kurz oder lang gefährden, sollte denen selbst klar sein.
also entweder heisst das für die zukunft sklavenlager für uns arme (..wie produktiv sklaven im gegensatz zu motiverten google/apple/bäckerei sonstwie/ect. mitarbeitern sind dürfte bekannt sein^^.alle bei der müllabfuhr knechten bringt kein wirtschaftswachstum)
oder eben das verteilungssystem zu ändern und ein gesundes gleichgewicht aufbauen. wie das geschehen sollte wäre halt aufgabe der politik, schade dass diese die aufgabe weitestgehend ignoriert und statt dessen steif und fest behauptet man müsse die staatsschulden eindämmen..immerhin sind sind sie so taktvoll nicht mehr zu behaupten man könnte diese überhaupt jemals zurück zahlen.

über den lösungsvorschlag für die misere von e.w.k. lässt sich natürlich diskutieren (da bin ich selbst eher skeptisch ob das so ein guter weg wär) aber die analyse der situation halte ich für recht einleuchtend.
wenn jemand da fehler drin findet, lasst es mich wissen. (bin kein ökonom :) )

tschau und bis denn dann

ps: don’t hate the player, hate the game ;)

ravenhurst

Kommentar von Neutrino am 13. November um 00:37 Uhr

also entweder heisst das für die zukunft sklavenlager für uns arme (..wie produktiv sklaven im gegensatz zu motiverten google/apple/bäckerei sonstwie/ect. mitarbeitern sind dürfte bekannt sein^^.alle bei der müllabfuhr knechten bringt kein wirtschaftswachstum)
oder eben das verteilungssystem zu ändern und ein gesundes gleichgewicht aufbauen. wie das geschehen sollte wäre halt aufgabe der politik, (…)

Wenn wir sagen, daß die das doch machen sollen, dann wird nichts anders. Man kann gerne den schwarzen Peter immer den anderen zuschieben, aber damit auch für nichts verantwortlich sein wollen. Das ist eine weibliche Einstellung und die sollten wir abstreifen. Wir als Volk können souverän sein, aber die Politiker können es nicht sein, da sie vom Geld abhängig sind. Die Politiker können gerne Gesetze machen, aber wenn sie das Volk immer weniger akzeptiert verlieren sie auch an Einfluß.

Wir müssen eine Parallelgesellschaft zu den Herrschenden gründen, die nach ihren Regeln lebt und wenn diese Parallelgesellschaft stark genug ist, können die uns mal …

Kommentar von pony_huetchen am 13. November um 07:37 Uhr

@Neutrino

Man kann gerne den schwarzen Peter immer den anderen zuschieben, aber damit auch für nichts verantwortlich sein wollen. Das ist eine weibliche Einstellung und die sollten wir abstreifen

Ist zwar ein bisschen offtopic, muss aber an dieser Stelle gefragt werden:

Woher nimmst Du diese Weisheit? Das musst Du nun schon noch beantworten - als allgemeine Erkenntnis gilt das (noch) nicht.

Kommentar von Neutrino am 13. November um 08:56 Uhr

@pony_huetchen:

Beispiel Schheidung: Hier haben wir seit 1976 das Zerrüttungsprinzip und nicht mehr das Schuldprinzip. D.h. der Mann wird fast immer der Schuldige und das ist auch schon so in den Köpfen drin.

Ist er eigentlich der Unschuldige, hätte er doch nur so tun müssen, wie es die Frau wollte und wäre nicht geschieden worden.

Beispiel Schwangerschaft: Kommt es dazu und der Mann wollte das nicht, ist er doch selbst Schuld - er hätte doch nur den Beischlaf nicht vollziehen brauchen. Die Frau hat hier aber den beinahe 100 prozentigen Schutz, da sie ja sogar ein Kind abtreiben darf und die sehr viel besseren Verhütungsmethoden hat. Die Entwicklung einer Pille für den Mann wurde eingestellt, obwohl die Bereitschaft der Männer da wäre, diese auch zu nehmen. Damit würde allerdings die Frau ein Machtmittel über den Mann verlieren und das ist heute politisch nicht erwünscht, müßte man dann doch auch dem Mann zugeständnisse machen, überhaupt wieder Kinder zu wollen.

Thema Strafrecht: Hier wird zumindest in der Presse immer nach den bösen Männern gefahndet, wenn hier eine Frau mal das Recht übertritt. Heute darf man doch schon kaum noch über böse Frauen und gute Männer schreiben, da das politisch nicht korrekt und erwünscht ist. Für gleiche Straftaten bekommt die Frau oftmals eine geringere Haftstrafe wie ein Mann. Bringt eine Frau ihr Kind um, ist das Totschlag und bringt der Mann sein Kind um ist das sehr oft Mord.

Beispiel Beruf: Hier geben die Frauen auch den Männern die Schuld, wenn es um die gläserne Decke geht. Für den geringeren Verdienst der Frau sind natürlich auch die Männer Schuld.

Die Frau hat heute gesetzliche Instrumente in der Hand, die es eigentlich unmöglich machen, mit einer Frau in einem Raum ohne Zeugen zu sein.

Man sollte hierzu das Buch “Sind Frauen bessere Menschen?” von Arne Hoffmann lesen. Leider ist das Ausverkauft und ob es neu Aufgelegt wird, ist noch nicht sicher.

Von manchen wird die Unterdrückung der Männer heute schon mit der Unterdrückung der Juden im 3. Reich verglichen und daraus dann ein Femifaschismus gemacht und radikale Feministen als Feminazis tituliert. Man muß dazu doch nur auus einem Rassismus einen Geschlechterrassismus machen und den haben wir heute schon. Als Mann muß ich heute immer häufiger draußen bleiben, aber als Frau hat man Zugang (Frauenbadetage, Frauensauna usw.).

Kommentar von pony_huetchen am 13. November um 09:20 Uhr

Ach Neutrino,

jetzt weiß ich, was Du meinst. Und sogar als Frau muss ich Dir in vielen Punkten recht geben. Es gibt diese “Geschöpfe”, nicht zu knapp und deren Geisteshaltung und Verhalten wird nicht nur gesellschaftlich goutiert, es scheint erwünscht und gefördert.

Deshalb würde ich die Kritik an die Politik richten, nicht an die Frauen.

Und dann - das darfst du auch nicht vergessen - gibt es auch noch jene Frauen, die nie als Emanzen angetreten waren, trotzdem sehr viel Erfolg im Beruf (ohne Quote und Lamentieren) haben oder in ihrer Familie sehr glücklich sind. Nur über die zerreißt sich keiner das Maul.

Die Frage, die sich mir aber stellt: Kann man das kritisierte Verhalten - wie Du es in Deinem ersten Kommentar gemacht hast - als “weiblich” bezeichnen? Nein! Und mit dieser Meinung bin ich nicht allein. Das “weibliche Prinzip” ist meilenweit von dem entfernt, was die heutige Gesellschaft aus der “modernen Frau” gemacht hat.

Pony ;-)

Kommentar von Neutrino am 13. November um 10:38 Uhr

@pony_huetchen:

Wenn ich hier der Frau eine Verantwortungslosigkeit unterstelle, meine ich damit den weiblichen Charakter. Der ist auch nicht nur auf das biologische Geschlecht beschränkt. Es soll ja auch maskuline Frauen und feminine Männer geben.

Hierzu ein eBook, das 1920 entstanden ist (Vorsicht, es enthält auch den damaligen Zeitgeist und ist nich ganz frei von Rassismus obwohl der Autor jüdischer Abstammung ist): GESCHLECHT UND CHARAKTER von OTTO WEININGER

Hier findet man auch ein Referat darüber: http://www.papa.com/paPPa-Foru.....php?t=9793

Ich gebe hierbei ja auch nicht die Schuld der Frau, da es nur eine kleine Anzahl an Frauen war, die das Geschlechterverhältnis auf den Kopf gestellt hat. Rückgängig machen kann man das sicher auch nicht, aber zumindest auf ein geschlechtergerechtes Fundament stellen. Denn je weiter das Pendel noch zugunsten der Frau ausschlägt, desto weiter wird es erst mal in die Gegenrichtung ausschlagen, wenn die heutige Unterdrückung des Mannes mal erkannt wird. Meiner Meinung nach gab es eben nie eine tatsächliche Unterdrückung der Frau.

Esther Vilar schrieb dazu in “Das polygame Geschlecht”: “Die Idee von der Unterdrückten war, wie mehrfach gesagt, eine Männeridee. Sie stammt nicht von Beauvoir, Friedan, Millet und Greer - wie sollten Frauen auch auf die Idee kommen, sie seien unterdrückt? - sondern von Marx, Engels, Bebel und Freud.”

Wobei Sigmund Freud zumindest feststellen mußte: “Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: »Was will eine Frau eigentlich?«”. Wie kann nun Freud davon ausgehen, daß die Frau unterdrückt wird, wenn sie nicht mal weiß, was sie will?

Kommentar von Gewa am 13. November um 10:53 Uhr

@ecurb1447
@Franz-Josef Hanke

JETZT habe ich die Diskrepanz zwischen den Vermögenszahlen (81.000€ vs. 15.000€) verstanden.

Die 81.000€ sind das arithmetische Mittel (Durchschnitt). Also das Gesamtvermögen verteilt auf alle Einwohner.

Die 15.000€ sind der Median (Zentralwert) der Studie. D.h. die Hälfte der Einwohner haben weniger und die andere Hälfte mehr als 15.000€ Guthaben.

Das wird allerdings aus der Quelle von Franz-Josef nicht klar. Bin erst drauf gekommen, als ich auf der DIW Homepage nachgeschaut habe.

Kommentar von Michael am 13. November um 10:54 Uhr

Nunja, auch wenn es schon mehrfach gesagt wurde finde auch ich die Sache um die Brüder Albrecht als Beispiel für Milliardäre etwas ungeschickt gewählt.
Gerade Theo Albrecht, über den es eine Dokumentation gab, hat sich durch Sparsamkeit ausgezeichnet und hat es sicherlich auch deshalb zu etwas gebracht.
Zusammen mit seinem Bruder hat er Jahrzehnte lang selber dafür gearbeitet und sich krumm gemacht - daraus ergibt sich natürlich heute eine gewisse Marktmacht.

Aber beide haben bei Null angefangen!!!

Sie gehören nicht zu denjenigen, die von ihren heutigen ca. 33 Milliarden € ungefähr 31 Milliarden € geerbt haben - das ist schon ein gravierender Unterschied zu anderen.
Ich lese hier im Beitrag eher etwas über ausgeprägten Neid, wie ich das sehe.

Wie auch schon erwähnt würde, hätte auch jeder andere auch mit der gleichen Energie soweit kommen können - sofern er denn die gleiche Idee gehabt hätte.

Hatte aber niemand. Sie auch nicht.

Kommentar von Michael am 13. November um 11:11 Uhr

Nachtrag:

Ich vergaß zu erwähnen, das die Firma ALDI so ziemlich Weltweit vertreten ist - welcher Discounter kann das von sich behaupten?
Im übrigen gibt es diese Art des Handels auch nur, weil jeder gerne günstig einkaufen möchte und trotzdem noch qualitativ hochwertige Dinge haben möchte.
Das sich dabei die Markenunternehmen einen Auftrag von ALDI nicht entgehen lassen, dürfte auch klar sein - also gibt es auch keine “Billigware”, wie früher vielfach behauptet wurde.

Also was solls, gönnen wir den Brüdern Albrecht doch ihr Lebenswerk und schielen dort nicht so neidisch hin - wir hatten schließlich nicht diese Idee und würden sicherlich nicht so rumschwafeln, wenn wir das hinbekommen hätten.

Konzentrieren wir uns lieber auf Dinge, die wirklich wichtig sind, statt jemanden etwas nicht zu gönnen, das er in gut 46 Jahren aufgebaut hat.
Überlegen Sie bitte auch mal, wieviele Mitarbeiter Aldi hat und somit in Lohn und Brot…wieviel Steuern er und sein Bruder zahlen usw.
Oder macht es Aldi wie VW und setzt seine Verluste einzig und alleine in der Bundesrepublik von den Steuern ab - selbst wenn sie im Werk Brüssel gemacht werden?
Wohl kaum…

Kommentar von Neutrino am 13. November um 11:45 Uhr

@Michael:

Warum sollte ich ihm das viele Geld denn gönnen, wenn er das nicht selbst erarbeitet hat sondern erarbeiten hat lassen. Überlege Dir nur mal, wie lange man arbeiten müßte, bis man 38 Milliarden mit eigener Arbeit zusammen bekommt ohne dabei eigene Zinseinkünfte zu haben.

Kommentar von leslie am 13. November um 11:54 Uhr

Wieviel verdient denn so ein Aldiangestellter..?

Beim Lidl und Kik Mitarbeitern weiss ich das die ziemlich wenig verdienen und die Unternehmen Gründungen von Betriebsräten nicht zulassen.

Wie ist das beim Aldi.?

Mlg

Kommentar von Bernd am 13. November um 12:07 Uhr

Zugegeben: Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, meinen Kritikpunkt in den bisherigen Zuschriften zu suchen. Aber ich kämpfe auf meiner Seite bei den veröffentlichten Statistiken immer wegen drei Interpretationen:
1. durchschnittlich
2. mittlere(r)
3. repräsentativ.

Zu 1 und 2:
Durchschnittlich, artihmetischer Durchschnitt, oder was auch immer bezeichnet wird, muß zur korrekten Aussagefähigkeit eine nicht schiefe Verteilung der Grundgesamtheit haben; alle Interpretationen sind blödsinnig, im wahrsten Sinne des Wortes. Wer eine unsymmetrische Verteilung interpretieren will, sollte besser den Median nehmen.

Zu 3:
In vielen Untersuchungen wird immer wieder angegeben, sie sei repräsentativ. Besonders witzig sind repräsentative Telefonumfragen! Viele Alte und sozial Schwache haben gar kein Telefon; daher sind solche Umfragen immer sehr kritisch anzusehen.

Konkret hier: Wo ist eure Reichtumsverteilung? Die würde vieles transparenter machen!

Kommentar von Bernd am 13. November um 12:10 Uhr

Tschuldigung, zu schnell geklickt: http://www.deutschland-debatte.....machen-ii/.

Hier ist die Verteilung.

Kommentar von Jockel am 13. November um 12:15 Uhr

von leslie am 13. November um 11:54 Uhr

Wieviel verdient denn so ein Aldiangestellter..?

Aldi-Tüte Stundenlohn liegt bei 15,00 €

Superluder1977 - eine Aldigeschädigte auf 18€ Brutto

Die Stundenlöhne von Lidel sind mir persönlich bekannt, meine Frau hat es dort knapp 5 Jahre ausgehalten bei einem Stundenlohn von 8,60 €

Jockel

Jockel

Kommentar von Peinhart am 13. November um 12:18 Uhr

Warum sollte ich ihm das viele Geld denn gönnen, wenn er das nicht selbst erarbeitet hat sondern erarbeiten hat lassen. Überlege Dir nur mal, wie lange man arbeiten müßte, bis man 38 Milliarden mit eigener Arbeit zusammen bekommt ohne dabei eigene Zinseinkünfte zu haben.

Nur hat er dummerweise dieses Vermögen eben weit überwiegend nicht aus Zinseinkünften, sondern aus ‘unternehmerischer Tätigkeit’, also aus dem ‘klassischen Mehrwert’ gezogen.

Überlegen Sie bitte auch mal, wieviele Mitarbeiter Aldi hat und somit in Lohn und Brot…wieviel Steuern er und sein Bruder zahlen usw.

Oh, er zahlt tatsächlich Lohn und Steuern - wo wären wir bloss, wenn er das nicht täte…? Wieviel könnten die Mitarbeiter verdienen, wenn da nicht einer einfach nur seine ‘Eigentumsrechte’ geltend machen könnte? Leute ‘in Lohn und Brot’ zu halten ist keine soziale Tat, sondern vielmehr die Grundlage seines Vermögens. Im übrigen, selbst wenn die absurde Parole “Sozial ist was Arbeit schafft” richtig wäre, wäre die Bilanz negativ, da die grandiose Idee des Discountwesens unterm Strich tausende ‘Arbeitsplätze’ vernichtet hat, darunter sehr viele kleine selbständige, ‘freiere’ und abwechslungsreichere als Kassiererin oder Regalauffüller. Für diese ‘Freigesetzten’ zahlt man allerdings nicht bei Aldi, sondern bei den Sozialversicherungen. Die Steuern, die er zahlt, dürften nur einen Bruchteil dieser ’sozialisierten’ Verluste ausmachen, die noch dazu weit überwiegend von der arbeitenden Bevölkerung getragen werden, und nicht von den ‘Besitzenden’.

Kommentar von Michael am 13. November um 13:03 Uhr

@ Neutrino

Was ist denn das für eine Unsinnige Aussage? Die beiden Brüder haben sage und schreibe fast 46 Jahre dafür arbeiten müssen - oder denkst Du, das es die Angestellten hinbekommen hätten, das alles alleine zu erwirtschaften?
Mit Regale auffüllen und kassieren alleine ist sowas nicht getan.

Man kann sich immer nur hinstellen und meckern, wenn andere ihr ganzes Leben dafür gearbeitet haben.
Das ist blanker Neid und in meinen Augen schon recht armseelig.

@ Peinhart

Ja mein Lieber, ALDI zahlt im Gegensatz zu anderen sehr wohl Steuern - und das sicherlich nicht zu knapp!
Und wie JOCKEL auch schon mitgeteilt hat, verdienen die Mitarbeiter doch schon eine Menge Geld - ich kenne Handwerker, die lange nicht einen so hohen Lohn bekommen, weil die Tarife das nicht hergeben.

Man muß sich nicht hinstellen und über ALDI & CO meckern und zetern, und im nächsten Moment dort hinfahren und einkaufen.

Das halte ich für absolut unfair.

Überlege mal lieber, was Du bei deinen Einkäufen mehr zahlen würdest, wenn Du n i c h t dort einkaufen könntest!
Immer noch nicht mitbekommen, das gerade diese Menge an Geschäften die Preise nach unten drückt…?!

Man muß sich schon mal entscheiden was man möchte: VIEL Geld verdienen und dann auch höhere Preise in Kauf nehmen, weil es dann bezahlbar ist oder diese Diskounter vom Markt vertreiben, weil die Unternehmer alles nur brutale Kapitalisten sind…

Wenn Du schon jemanden anprangern willst, dann solltest Du auch den richtigen nennen: SCHLECKER

Dir scheint entgangen zu sein, das in vielen Unternehmen keine Umsatzbeteiligung gezahlt wird oder sonstige Prämien.

Und im übrigen hat wohl kaum jemand aus dem Hause ALDI oder LIDL u.a. Schuld daran, das die kleinen “Tante Emma Läden” zumachen mußten.
Du solltest mal etwas mehr hinter die Entwicklung der ganzen Gesellschaft gucken und nicht die Schuld bei anderen suchen.

Kommentar von Gewa am 13. November um 13:10 Uhr

Das entwickelt sich wieder zu einer undifferenzierten Debatte mit Pauschalurteilen und Allgemeinplätzen.

Nicht jeder, der reich ist, ist ein Ausbeuter.

Nicht jeder, der arm ist, ist ein Ausgebeuteter.

Über eine passende Umverteilungpolitik kann debattiert werden. Oder über Bürgergeld, aka Bedingungsfreies Grundeinkommen.

Bürgergeld wird m.E. deswegen so heftig tabuisiert, weil es machbar ist und gleichzeitig zeitliche, kreative und intellektuelle Resourcen in der Gesellschaft freizusetzen vermag, wo Individuen heutzutage mit Tätigkeiten und Überlebensstrategien blockiert sind, die sie eigentlich gar nicht wollen.

Kommentar von Neutrino am 13. November um 14:29 Uhr

@Peinhart:

Nur hat er dummerweise dieses Vermögen eben weit überwiegend nicht aus Zinseinkünften, sondern aus ‘unternehmerischer Tätigkeit’, also aus dem ‘klassischen Mehrwert’ gezogen.

Seit wann nennt man Sklaverei “unternehmerische Tätigkeit”? Die Gewinne aus der, wie du sie nennst, “unternehmerischen Tätigkeit” kommen aber auch nicht aus dem nichts. Dafür muß jemand arbeiten. Mit Freigeld könnte er sich das gar nicht mehr erlauben, da ihn die Konkurrenz unterbieten würde oder er einfach keine Mitarbeiter findet.

@Michael:

Was ist denn das für eine Unsinnige Aussage? Die beiden Brüder haben sage und schreibe fast 46 Jahre dafür arbeiten müssen - oder denkst Du, das es die Angestellten hinbekommen hätten, das alles alleine zu erwirtschaften?
Mit Regale auffüllen und kassieren alleine ist sowas nicht getan.

Auch wenn die beiden Brüder 46 Jahre hart gearbeitet haben und sparsam gelebt haben, bekommt man in dieser Zeit durch seine eigene Arbeit nicht dieses Vermögen zusammen. Wieviele Häuser müßte man beispielsweise Bauen und das allein, um nach 46 Jahren 38 Milliarden an Imobilienvermögen zu haben?

Kommentar von Neutrino am 13. November um 14:42 Uhr

Über eine passende Umverteilungpolitik kann debattiert werden. Oder über Bürgergeld, aka Bedingungsfreies Grundeinkommen.

Über eine Umverteilung bekommst Du das Geld von dort oben nicht mehr herunter. Muß dieser Unternehmer mehr Steuern bezahlen, findest Du diese zusätzlichen Steuern einfach in Deine dort gekauften Waren. Du könntest das dann nur verbieten, was aber dann dazu führt, daß sich die Investition nicht rentiert. Das Geld würde dann gehortet werden und auf bessere Zeiten warten soweit man noch einen Käufer für das Unternehmen findet - vermutlich im Ausland.

Bürgergeld wird m.E. deswegen so heftig tabuisiert, weil es machbar ist und gleichzeitig zeitliche, kreative und intellektuelle Resourcen in der Gesellschaft freizusetzen vermag, wo Individuen heutzutage mit Tätigkeiten und Überlebensstrategien blockiert sind, die sie eigentlich gar nicht wollen.

Dieses Bürgergeld bringt ohne einem vernünftigen Tauschmittel nur eins: Das Ende kommt schneller. Denn auch hier ist es wieder so, daß das der Normale Endkunde finanzieren muß und nicht ein Herr Albrecht mit seinen Milliarden. Müßte der für das bGe mehr Steuern bezahlen, bezahlst Du diese Steuern mit den Produkten mit. Unser jetztiges System wäre mit einem bGe jedenfalls schnell am Ende. Das ich selbst allerdings für ein bGe bin und das nicht auf Jahrhunderte nicht mehr machbar haben will, bleibt mir nur eins: Freigeld und dann ein bGe.

bGe = bedingungsloses Grundeinkommen. Das trifft es am Besten. Das Bürgergeld ist schon von der FDP besetzt und jenes gibt es eben nicht ohne Bedingungen.
Siehe auch http://www.grundeinkommen.info/

Kommentar von Michael am 13. November um 14:52 Uhr

@ Neutrino

Bevor Du über die Albrechtbrüder herziehst solltest Di dir mal ansehen was sie in diesen Jahren erarbeitet haben.
Versuche doch mal herauszubekommen, wieviele Filialen es von ALDI gibt…

Mit großen Sprüchen sind die jedenfalls nicht so weit gekommen.

Im weiteren schließe ich mich GEWA an mit seiner Aussage von 13:10 Uhr, denn was hier gerade betrieben wird ist unfair und verdammt einseitig.

Es gäbe da einen schönen Satz von Dieter Nuhr…aber egal

Kommentar von Peinhart am 13. November um 15:43 Uhr

Man kann sich immer nur hinstellen und meckern, wenn andere ihr ganzes Leben dafür gearbeitet haben.
Das ist blanker Neid und in meinen Augen schon recht armseelig.

Ein Milliardenvermögen kann man sich auch in 46 Jahren nicht ‘erarbeiten’, da könnte man ja gleich an den Weihnachtsmann glauben. Und mit Neid hat das schon deshalb nichts zu tun, weil es ausserhalb aller vernünftigen Verhältnisse ist. Auch geht es mir nicht um eine Kritik der beteiligten Personen (die sind nur pars pro toto), sondern um eine des Systems, das solche aberwitzigen Ergebnisse zeitigt.

Mit Freigeld könnte er sich das gar nicht mehr erlauben, da ihn die Konkurrenz unterbieten würde oder er einfach keine Mitarbeiter findet.

Wie, bitte, könnte man ihn den unterbieten? Indem man noch mehr Druck auf Personal und/oder Zulieferer ausübt? Und wieso sollte er keine Mitarbeiter mehr finden, er hat ja schliesslich die gleichen Voraussetzungen wie die anderen auch? Wie findet denn die unterbietende Konkurrenz welche? Ich fürchte, diese dem Freigeld zugesprochenen Wirkungen sind, wie so vieles andere auch, reines Wunschdenken.

Kommentar von DO am 13. November um 17:02 Uhr

Man muss bei dieser Betrachtung den Zins als wichtigen Umverteilungs-Faktor berücksichtigen. Die immensen Zinseinkünfte der Reichen und Superreichen müssen auf dem Arbeitsmarkt erwirtschaftet werden, also von denen, die nicht von ihren Zinsen leben können. Da diese Zinsbelastung durch den Zinseszins stetig ansteigt, müssen notfalls auch die Arbeitslöhne gesenkt werden. An den Arbeitslöhnen hängen die Sozialleistungen, die ebenfalls dafür gekürzt werden. Je mehr also die eine Seite zugeteilt bekommt, desto weniger bekommt die andere. Insbesondere ist das so, das Wirtschaftswachstum nicht ausreicht die Zinsen zu bedienen. Da die Zinsen für Kredite immer ca. 2-3 mal über der Steigerungsrate des BIPs liegen (das kann jeder nachprüfen), ist eine wachsende Gesamtverschuldung der Volkswirtschaft unvermeintlich.

Wenn die Verschuldung eines Haushaltes 2-3 mal höher ist, als das was durch Arbeit wieder rein kommt, dann ist man irgendwann überschuldet und pleite. Das Zinsniveau ist also ständig zu hoch! In einer Volkswirtschaft sind es drei Parteien die sich die Schuldenlast gegenseitig zuschieben können: 1. der Staat, 2. die Unternehmen und 3. die Privathaushalte. Jeder kann versuchen seine Schulden zu minimieren oder keine neuen zu machen, in der Summe müssen die Schulden wie auch die Zinseinkünfte aber zunehmen. Und so ist es ja auch. Wohin man sieht: Schulden! Am Ende müssen die Banken immer mehr faule Kredite abschreiben und geraten in Schieflagen.

Das Zinsniveau muss also insgesamt sinken. Am Beispiel der Bundesbahn lässt sich gut erkennen, dass Kapital, trotz des Überflusses rar ist. “Die Bahn braucht frisches Kapital um wettbewerbsfähig zu sein”, hört man oft in den Medien. Dabei türmen sich über 6 Billionen Euro vornehmlich auf den Konten der Reichen. Das Kapital will aber ausreichend verzinst sein, sonst stellt es sich der Wirtschaft nicht zur Verfügung. Selbst in Zeiten schwacher Konjunkturlagen und reichlicher Geldausstattung ist das Kapital also in der Lage, durch Zurückhaltung und künstliche Verknappung des Geldangebotes einen hohen Zins zu verlangen. Dieser Vorteil muss ausgeglichen werden. Eine Liquiditätsabgabe oder Umlaufgebühr würde diesen Vorteil neutralisieren und so ein marktgerechtes Absinken der Zinsen (bei gesättigten Märkten gegen null) ermöglichen. Die Umverteilung von Arbeitenden zu Vermögenden beendet.

Das Konzept findet sich Hier:

http://www.inwo.de/

http://www.humanwirtschaftspartei.de/

Kommentar von Neutrino am 13. November um 17:08 Uhr

Wie, bitte, könnte man ihn den unterbieten? Indem man noch mehr Druck auf Personal und/oder Zulieferer ausübt?

Nein, nicht durch mehr druck auf die Zulieferer oder das Personal. Mit Freigeld rentiert sich eine Investition auch dann noch, wenn sie eben keinen Gewinn abwirft, da du ja auch auf der Bank nichts bekommst und wen du es hortest sogar drauf zahlen mußt (die Umlaufsicherungsgebühr). Darum kann ich meine Preise auch so kalkulieren, daß sie keinen Gewinn abwerfen. Bekomme ich etwas Gewinn ist das nett, aber muß nicht sein und wird auch in den wenigsten Branchen funktionieren, in denen es eine Konkurrenz gibt. Ein weiteres, was immer verschwiegen wird: Eigentlich haben wir immer Arbeit, die gemacht werden könnte, blos kein Geld um diese auch bezahlen zu können. Daher werden heute viele Arbeiten entweder überhaupt nicht gemacht oder eben unbezahlt. Ist allerdings genügend Geld im Markt, um auch diese Arbeiten bezahlen zu können, wird sie auch jemand machen und ehrenamtliche Tätigkeiten könnten dann verschwinden. Von daher wird eine Lohndrückerei nicht funktionieren können. Nehme ich dann noch das bedingungslose Grundeinkommen dazu, wird es sicher unmöglich, jemanden nicht seine ganze Arbeitsleistung auch zu bezahlen.

Unter Freigeld verstehe ich ein Geld, das als Gutschein in Umlauf gebracht wird, ein Haltbarkeitsdatum besitzt und über die Wirtschaftsleistung gedeckt wird. D.h. es sind immer ausreichend Gutscheine in Umlauf um auch die Güter und Dienstleistungen tauschen zu können.

Kommentar von guadalupe am 13. November um 17:11 Uhr

@Peinhart
Du schreibst:
“Wie, bitte, könnte man ihn (die Konkurrenz durch Freigeld) den unterbieten? Indem man noch mehr Druck auf Personal und/oder Zulieferer ausübt?”

zeigt mir, daß Du Freigeld nicht verstanden hast.

Das alte Geld ist so konstruiert, daß es Mehrwert für den Kapitalbesitzer erzwingt. Diesen Mehrwert kann man nur “schaffen”, indem man ihn den Mitarbeitern wegnimmt, denn die haben ihn geschaffen.

Freigeld ist so konstruiert, daß es den Mehrwert an die Leistenden verteilt und so die eigenen Mitarbeiter kaufkräftiger macht oder aber die Möglichkeit gibt, die eigenen Produkte preiswerter anzubieten.

In einer Konkurrenzsituation ist jeder Unternehmer, der auf altes Geld “setzt”, um sich zu finanzieren, dem Unternehmer unterlegen, der sich mit Freigeld finanziert.

Der Unternehmer alten Geldes muß also seine Leute (und sich selber) schlechter bezahlen, also Druck ausüben.

Das ist beim Freigeld nicht nötig.

Und ich gebe Dir recht. Freigeld ist solange Wunschdenken, solange alle politisch interessierten Kräfte das alte Geld als alternativloses TINA-Modell sehen und sich nicht dafür stark machen, wie es überwunden werden kann.

Würden sie stattdessen Freigeld verwenden (und das gibt es ja schon in der Praxis) würde aus Wunsch Realität.

Kommentar von Michael am 13. November um 17:15 Uhr

Ach Freunde, erzählt mir doch nicht das Ihr es nicht ebenso gemacht hättet wenn es diese Chance für Euch gegeben hätte!
Das ist doch wahrlich lächerlich.

Ansonsten würde ich vorschlagen: Laßt Euch in Rom heilig sprechen.

Kommentar von Neutrino am 13. November um 17:26 Uhr

@Michael:
Ich hätte es vermutlich genau so gemacht wie ein Herr Albrecht. Leider wird man ja in dieses System hineingeboren und hineinerzogen. Die Fehler erkennt man evtl. nur, wenn man sich die Zeit nimmt, auch darüber nachzudenken. Hätte ich allerdings so viel Geld, wüßte ich mich anderweitig zu beschäftigen und käme vielleicht gar nicht auf die Idee, dort auch einen Fehler zu vermuten. Vielleicht hätte ich aber einfach auch Glück und würde mich an meine jungen Jahre erinnern, in denen mir die Zinsproblematik das erste mal Bewußt wurde (Mitte bis Ende der 80er Jahre in etwa).

Kommentar von Jörg Friedrich am 13. November um 17:30 Uhr

Wenn die Albrecht-Brüder ihre Kette nicht aufgebaut hätten, wüssten die Kunden nicht, wo sie so billig einkaufen gehen sollen.

Die Aldi-Läden sind das Vermögen der Albrechts. Wo ist das Problem?

Kommentar von Jockel am 13. November um 17:34 Uhr

@ Neutrino und Peinhart

Wenn ihr wirklich ein Kapitalistenschwein sucht über das ihr euch richtig auslassen könnt dann nehmt diesen hier
Der geheimnisvollste Unternehmer Deutschlands
Das häßliche Wort da oben für diesen Typen nehme ich garantiert nicht zurück :D
Weitere Infos zu diesem Ausbeuter-Unternehmen gibt es hier
und hier der dazu gehörende WEBLOG

Es währ passender gewesen wenn FJH diese Firma als Beispiel für seinen Artikel genommen hätte.

Jockel

Kommentar von Jockel am 13. November um 17:48 Uhr

von Jörg Friedrich am 13. November um 17:30 Uhr

Die Aldi-Läden sind das Vermögen der Albrechts.

Nicht nur das, was die meisten NEIDER dabei vergessen, ist die Tatsache das die Albrecht Brüder >>da ALDI keine AG istSeit wann nennt man Sklaverei “unternehmerische Tätigkeit”? Die Gewinne aus der, wie du sie nennst, “unternehmerischen Tätigkeit” kommen aber auch nicht aus dem nichts. Dafür muß jemand arbeiten.

gar nicht erst gemacht werden sofern sich diese Aussage auf die Albrecht Brüder bezieht.
Bei einer AG sieht die Sache schon wieder vollkommen anders aus.

Jockel

Kommentar von Jockel am 13. November um 17:56 Uhr

Also nocheinmal :-)

von Jörg Friedrich am 13. November um 17:30 Uhr
Die Aldi-Läden sind das Vermögen der Albrechts.

Nicht nur das, was die meisten NEIDER dabei vergessen, ist die Tatsache das die Albrecht Brüder >>da ALDI keine AG istSeit wann nennt man Sklaverei “unternehmerische Tätigkeit”? Die Gewinne aus der, wie du sie nennst, “unternehmerischen Tätigkeit” kommen aber auch nicht aus dem nichts. Dafür muß jemand arbeiten.

gar nicht erst gemacht werden sofern sich diese Aussage auf die Albrecht Brüder bezieht.
Bei einer AG sieht die Sache schon wieder vollkommen anders aus.

Jockel

Kommentar von Jockel am 13. November um 18:00 Uhr

Das haut einfach net hin mit dem Zitieren :-(
Dann halt so.

von Jörg Friedrich am 13. November um 17:30 Uhr
Die Aldi-Läden sind das Vermögen der Albrechts.

Nicht nur das, was die meisten NEIDER dabei vergessen, ist die Tatsache das die Albrecht Brüder >>da ALDI keine AG istZitat: Seit wann nennt man Sklaverei “unternehmerische Tätigkeit”? Die Gewinne aus der, wie du sie nennst, “unternehmerischen Tätigkeit” kommen aber auch nicht aus dem nichts. Dafür muß jemand arbeiten. Zitat Ende

gar nicht erst gemacht werden sofern sich diese Aussage auf die Albrecht Brüder bezieht.
Bei einer AG sieht die Sache schon wieder vollkommen anders aus.

Jockel

Kommentar von Peinhart am 13. November um 18:07 Uhr

Ach Freunde, erzählt mir doch nicht das Ihr es nicht ebenso gemacht hättet wenn es diese Chance für Euch gegeben hätte!
Das ist doch wahrlich lächerlich.

‘Für mich persönlich uninteressant’, um mal eine stehende Redewendung zu zitieren. Ich sähe tatsächlich keinen Grund, mein Leben mit der Anhäufung von Milliarden zu vergeuden. Was soll das?

Aber diese persönliche Präferenz ist nicht ausschlaggebend, sondern die Tatsache, dass eine solche Anhäufung immer nur auf Kosten anderer zustande gebracht werden kann. Das entspricht ganz einfach nicht meinen Vorstellungen von vernünftigem gemeinsamen Wirtschaften. Eine Gesellschaft, die auf diese Mechanismen aufbaut, kann nicht auf Dauer vernünftig funktionieren.

Mit Freigeld rentiert sich eine Investition auch dann noch, wenn sie eben keinen Gewinn abwirft, da du ja auch auf der Bank nichts bekommst und wen du es hortest sogar drauf zahlen mußt (die Umlaufsicherungsgebühr).

Das verschiebt doch erstmal nur die Bereiche - statt der Differenz zwischen Profitrate und Geldmarktzins ist es dann die Differenz zwischen (auch negativer) Profitrate und Umlaufsicherungsgebühr. Wird diese Differenz null oder gar negativ, wird das Geschäft genauso wie vorher aufgegeben werden, und das Geld wird sich bessere Anlagemöglichkeiten suchen. Dem könnte nur entgegengewirkt werden, indem nicht die Zinsen gesenkt, sondern die Umlaufgebühr erhöht wird. Und lohnt sich trotzdem gar nichts mehr, wird die Wirtschaft, wie gehabt, zusammenbrechen und eine Flucht in die Sachwerte oder den fröhlichen Konsum des (noch) Verfügbaren einsetzen. Dh das ‘Geldstreikmonopol’ würde damit gar nicht wirklich angetastet, sondern eben nur verschoben. Und auch wenn es für defizitäre Unternehmen in einer Situation mit negativem Realzins (die es übrigens auch ohne Freigeld schon gegeben hat und gibt) leichter ist, den Bankrott noch etwas herauszuschieben, bleibt der Zweck der Wirtschaftens eben nach wie vor der (relative) Gewinn.

Kommentar von Jockel am 13. November um 18:49 Uhr

Letzter Versuch und Hoffen :D

von Jörg Friedrich am 13. November um 17:30 Uhr
Die Aldi-Läden sind das Vermögen der Albrechts.

Nicht nur das, was die meisten NEIDER dabei vergessen, ist die Tatsache das die Albrecht Brüder >>da ALDI keine AG istSeit wann nennt man Sklaverei “unternehmerische Tätigkeit”? Die Gewinne aus der, wie du sie nennst, “unternehmerischen Tätigkeit” kommen aber auch nicht aus dem nichts. Dafür muß jemand arbeiten.

gar nicht erst gemacht werden sofern sich diese Aussage auf die Albrecht Brüder bezieht.
Bei einer AG sieht die Sache schon wieder vollkommen anders aus.

Jockel

Kommentar von Neutrino am 13. November um 18:51 Uhr

@Jockel:

Mir ist durchaus klar, daß es schlimmere wie die Albrecht-Brüder gibt. Sie alle bereichern sich durch die Arbeit anderer.

Kommentar von Jockel am 13. November um 18:52 Uhr

ich laß es :-( es will einfach nicht

Ob da wohl Worte in meinen Sätzen enthalten sind, die der Spam-Filter net mag und dann gleich ganze Sätze ausradiert ???

Jockel

Kommentar von Neutrino am 13. November um 19:18 Uhr

@Peinhart:

Das verschiebt doch erstmal nur die Bereiche - statt der Differenz zwischen Profitrate und Geldmarktzins ist es dann die Differenz zwischen (auch negativer) Profitrate und Umlaufsicherungsgebühr.

Wer so denkt, hat Freigeld noch nicht verstanden.

Wird diese Differenz null oder gar negativ, wird das Geschäft genauso wie vorher aufgegeben werden, und das Geld wird sich bessere Anlagemöglichkeiten suchen.

Welche denn, wenn es keine mehr gibt? Gibt es so eine profitable Möglichkeit nicht mehr, da niemand mehr für so jemanden Arbeitet, wird der Unternehmer entweder sein Unternehmen auch ohne Rendite weiter betreiben oder sein Geld auch ohne Zins auf die Bank bringen.

Dem könnte nur entgegengewirkt werden, indem nicht die Zinsen gesenkt, sondern die Umlaufgebühr erhöht wird.

Zins als Steuerungsmittel gibt es dann nicht mehr. Auch die Umlaufgebühr muß man nicht verändern. Fehlt in der Wirtschaft Geld sinken die Preise und ich muß, damit sie wieder steigen, weitere Gutscheine in Umlauf bringen. Steigen die Preise, ist zu viel Geld im Umlauf und ich muß dem Markt Gutscheine entziehen.

Und lohnt sich trotzdem gar nichts mehr, wird die Wirtschaft, wie gehabt, zusammenbrechen und eine Flucht in die Sachwerte oder den fröhlichen Konsum des (noch) Verfügbaren einsetzen.

Wenn ein Unternehmer geht, wird diese Lücke sicher ein anderer füllen. Noch dazu dürften größere Unternehmungen dann nicht einem einzigen Unternehmer gehören können, da eben niemand in so einem System Milliardenbeträge anhäufen könnte.

Und auch wenn es für defizitäre Unternehmen in einer Situation mit negativem Realzins (die es übrigens auch ohne Freigeld schon gegeben hat und gibt) leichter ist, (…)

Es ist ja nicht wirklich ein negativer Zins. Diese Umlaufgebühr wird doch nur fällig, wenn man Banknoten hält. Bringe ich das Geld zur Bank und lege es fest bis zu einem bestimmten Termin an, hast man dann in aller Regel keinen negativen Zins. Auch wenn ich das Geld direkt in eine Firma investiere habe ich dann doch keinen negativen Zins.

Kommentar von Peinhart am 13. November um 20:24 Uhr

Welche denn, wenn es keine mehr gibt? Gibt es so eine profitable Möglichkeit nicht mehr, da niemand mehr für so jemanden Arbeitet, wird der Unternehmer entweder sein Unternehmen auch ohne Rendite weiter betreiben oder sein Geld auch ohne Zins auf die Bank bringen.

Und dann? Wenn es keine profitablen Möglichkeiten mehr gibt, unterbleibt Wirtschaft ganz, wenn es doch noch solche gibt, wird ausgewichen - Arbeit die getan werden müsste/könnte bleibt liegen. Es würde, wie heute, Breiche geben, in denen sich investieren im Vergleich mit anderen nicht lohnt, oder sogar absolut nicht lohnt, und Bereiche, in denen Profite weit oberhalb des Zinsniveaus bzw der Umlaufgebühr gibt.

Zins als Steuerungsmittel gibt es dann nicht mehr. Auch die Umlaufgebühr muß man nicht verändern. Fehlt in der Wirtschaft Geld …

Davon sprach ich aber nicht, sondern davon, dass Unternehmungen unrentabel werden.

Wenn ein Unternehmer geht, wird diese Lücke sicher ein anderer füllen. Noch dazu dürften größere Unternehmungen dann nicht einem einzigen Unternehmer gehören können, da eben niemand in so einem System Milliardenbeträge anhäufen könnte.

Nicht wenn es unrentabel ist. Und es geht auch nicht um einzelne Unternehmer, die sind heute schon am Aussterben, sondern es geht um das Fortbestehen des Kapitalverhältnisses und der Konkurrenz, bei der man sich Vorteile über andere schaffen muss. Daher kommt übrigens auch schon der ‘Wachstumszwang’ in die Wirtschaft, nicht erst über die Geldmarktzinsen.

Diese Umlaufgebühr wird doch nur fällig, wenn man Banknoten hält.

Wer bitte macht denn sowas? Nein, unterm Strich bleibt, dass auch ‘billiges’ Geld kein Garant für das Funktionieren einer (immer!) gewinnorientierten Marktwirtschaft ist.

Wer so denkt, hat Freigeld noch nicht verstanden.

Ben Gurion, oder was? ;-) Ich habe mich aber auch recht lange und ausgiebig damit beschäftigt, und bin dann doch zu der Ansicht gekommen, dass es keinen Sinn hat, über Geld zu diskutieren, ohne die dahinterliegenden Strukturen zu berücksichtigen. Ich könnte daher auch entgegnen, wer so denkt, hat die Marktwirtschaft noch nicht verstanden…

Kommentar von Rufus am 13. November um 20:29 Uhr

Wenn die Albrecht-Brüder ihre Kette nicht aufgebaut hätten, wüssten die Kunden nicht, wo sie so billig einkaufen gehen sollen.

Lidl. :-)

Allerdings muss man sich auch bewusst machen, daß der Einkauf bei Aldi & CO. letztendlich das Discounter-Oligopol mästet. Langfristig dürfte das den selbstständigen Mittelstand kaputt machen (vor 20 Jahren war einkaufen bei Aldi ja noch verpönt und nur was für “Prolls” und “Unterschichtler”)

Kommentar von Necrodamos am 13. November um 21:48 Uhr

Eine sehr interessante Diskussion von Neutrino und Pony hier in den Kommentaren - für mich sogar gerade interessanter als der Rest, da der Artikel für mich weit genug durchgekaut ist.

Ich würde gerne mehr zum Thema hören, Neutrino. Also wenn du weitere Quellen (Ob Bücher, Dokus, Webseiten oder ähnliches) hast, nur her damit.

Gruß,
Necrodamos

Kommentar von Jörg Friedrich am 13. November um 22:25 Uhr

@Rofus:

Aber, um an das Thema dieses Eintrags zu erinnern, auch das Vermögen eines mittelständischen Händlers liegt natürlich weit über diesen mittleren 80.000 €, sonst kann er auch keinen mittelständischen Laden betreiben. Jeder schuldenfreie Frisiersalon braucht mehr als 80.000 € Vermögen. Deshalb meine ich, dass ungleiche Vermögensverteilung nicht nur nicht ungerecht, sondern sogar notwendig ist, damit wir halbwegs in Wohlstand leben können.

Kommentar von Rufus am 13. November um 22:36 Uhr

@Jürg Friedrich

Wie dem auch sei, ein kaputter Mittelstand/Mittelklasse ist so oder so das Ende einer demokratischen, freiheitlichen und gerechten Gesellschaft. Es können nicht alle Millionäre sein und das ist auch gar nicht nötig. Wenn aber immer mehr immer weniger haben stimmt was nicht.

Kommentar von Jörg Friedrich am 13. November um 23:07 Uhr

Das stimmt, wenn es stimmen würde. Die Wahrheit ist aber, dass der Wohlstand in allen Bevölkerungsgruppen und auf der ganzen Welt wächst, allerdings unterschiedlich stark.

Kommentar von Franz-Josef Hanke am 14. November um 12:43 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde,
entschuldigt bitte, dass ich die letzten Tage beruflich so im Stress war, dass ich erst jetzt Stellung beziehe zu einigen Anmerkungen hier:
1. Die 15.000 beziehungsweise 7.500 sind tatsächlich das mittlere Einkommen, wie oben ausgeführt. Da war meine Formulierung wohl ein wenig zu unklar.
2. Was das Vermögen von Theo Albrecht betrifft, bitte ich sehr, darauf zu achten, dass das eine Äußerung von Prof. Dr. Christoph Butterwegge bei einer Veranstaltung in marburg war. Ich habe seine Aussage nur an den Anfang meines Artikels gestellt, um damit auf die Ungleichheit und ihr gigantisches Ausmaß hinzuweisen.
Bei einer eigenen Nach-Recherche habe ich für Albrecht einem Umsatz von 38,1 Milliarden gefunden. Das ist natürlich kein Vermögen. Vielleicht hat Butterwegge da diese Zahl im Kopf gehabt, als er in Marburg seinen Vortrag - meiner Wahrnehmung nach weitgehend frei - gehalten hat.
Einen wichtigen Punkt in diesem Zusammenhang finde ich die Notwendigkeit, Macht zu begrenzen und zu kontrollieren. Das müsste meines Erachtens auch für die Macht des Geldes gelten.
fjh

Kommentar von Jörg Friedrich am 14. November um 14:44 Uhr

Vielleicht darf ich dorch noch einmal korrigieren:

Nach dem Bericht des DIW liegt das durchschnittliche Vermögen bei jenen 81.000 €. Das ist die Zahl, die sich ergibt, wenn man das Gesamtvermögen der Deutschen durch die Zahl der Bürger (über 17 Jahre) teilt.

Was hat es nun mit diesen 15.000 € auf sich, die in verschiedenen Pressemeldungen als “durchschnittliches Vermögen” (nicht “Einkommen”) genannt werden? Man versteht ihren Sinn anhand des Satzes: “50% der Deutschen haben mehr als 15.000 € Vermögen, und 50% haben weniger als 15.000 € Vermögen”

Die Statistiker bezeichnen den ersten Wert (81.000 €) als Mittelwert und den zweiten (15.000 €) als Median. Wenn beide weit außeinander liegen heißt das, dass die Verteilung eben sehr schief ist.

Kommentar von Jörg Friedrich am 14. November um 14:48 Uhr

Oh, Sorry, jetzt seh ich gerade, dass das schon mal jemand hier so ähnlich erklärt hat. Von mir aus können diese beiden Postings von mir gelöscht werden.

Kommentar von Neutrino am 14. November um 22:21 Uhr

@Necrodamos:

Ich würde gerne mehr zum Thema hören, Neutrino. Also wenn du weitere Quellen (Ob Bücher, Dokus, Webseiten oder ähnliches) hast, nur her damit.

Bücher, die mir dazu einfallen:
“Die vaterlose Gesellschaft. Eine Polemik gegen die Abschaffung der Familie” - Matthias Matussek (habe ich selbst noch nicht gelesen, er soll aber in diesem Buch schon deutlich machen, wie wichtig der vorhandene leibliche Vater für die Kinder ist)
“Männerbeben” - Arne Hoffmann (erscheint demnächst, aber da auch “Sind Frauen bessere Menschen” schon sehr gut war, gehe ich davon aus, daß dieses Buch auch gut ist. “Sind Frauen bessere Menschen” ist allerdings im Handel wohl nicht mehr erhältlich)
“Der dressierte Mann. Das polygame Geschlecht. Das Ende der Dressur” - Esther Vilar (ist wohl eine Gesamtausgabe ihrer 3 Werke)
“Der Puppenkasper. Weibliche Macht - Männliche Ohnmacht” - Wolfgang A. Gogolin (Ist ein Roman und beschreibt das erleben eines Jungen bis ins Erwachsenenalter hinein)
“Zickenterror. Was Männer über Frauen denken” - Daniel Wiechmann (sehr amüsant zu lesen. Ich kam aus dem Grinsen nicht heraus)
“Schuld sind immer die anderen! Die Nachwehen des Feminismus. Frustierte Frauen und schweigende Männer” von Astrid von Friesen (ist eine ehemalige Emma-Journalistin, die den Feminismus heute allerdings kritisch betrachtet. Hier meint sie allerdings “Neue Männer braucht das Land!” und ich sage dazu, daß auf die Änderung der heutigen Frau sich der Mann zwangsläufig auch verändert hat, allerdings nicht in die gewünschte Richtung, die die Frauen wollten)

An empfehlbaren Link fällt mir dazu der doch schon etwas größere und umfangreiche Blog von Arne Hoffmann ein, der auch sehr viele Links auf interessante Seiten enthält:
http://genderama.blogspot.com/
Die Foren zu dem Thema sind für den Einstieg kaum zu empfehlen, da es dort auch häufiger zu Diskussionen des politischen Standpunktes, zu Diskussionen pro und contra Christentum und auch nach dem wohin gibt. Auch die Abtreibung ist in diesen Foren immer wieder ein Streitthema.

Ich hoffe, damit mal einen Einstieg in das Thema gegeben zu haben.

Kommentar von Neutrino am 15. November um 09:16 Uhr

@Necrodamos:

Hier wird der Feminismus in Zusammenhang mit der neuen Weltordnung gebracht:
http://www.savethemales.ca/ (die Seite ging gestern Abend nicht)

Kommentar von Franz-Josef Hanke am 15. November um 09:33 Uhr

Die DIW-Studie hat nur die ungleiche Verteilung des Reichtums zwischen männern und Frauen festgestellt. Gründe dafür kann man genügend finden, wenn man etwas darüber nachdenkt.
An dieser Frage aber gleich eine Pro- und Kontra-Debatte über Feminismus aufzuhängen, empfinde ich als Abweichen vom eigentlichen Thema (neudeutsch: Off Topic).
Es ist leider ein Fakt, dass Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden als Männer. Derzeit findet hier aber eine Angleichung statt, allerdings auf dem niedriegeren Lohn-Niveau!
Die ehemalige Gewerkschafterin Dr. Franziska Wiethold hat das bei der Verleihung des Marburger Leuchtfeuers für Soziale Bürgerrechte 2007 so dargestellt: Früher habe sie gegen Leichtlohngruppen für Frauen gekämpft. Diesen Kampf habe sie gewonnen. NUn aber entstünden diese Leichtlohngruppen auf noch niedrigerem Niveau für alle!
Soll man deswegen als Mann nun etwa dafür sein, dass die Frauen weiterhin schlechter entlohnt werden?
Gerechtigkeit ist unteilbar. Demokratie lebt - wie ich es an der Uni einmal gelernt habe - zumindest von der “Vermutung der Gleichheit”.
fjh

Kommentar von Peinhart am 15. November um 09:56 Uhr

Gerechtigkeit ist unteilbar. Demokratie lebt - wie ich es an der Uni einmal gelernt habe - zumindest von der “Vermutung der Gleichheit”.

Dazu ergänzend:

[...] Nur soziale Gerechtigkeit schafft politische Freiheit, schafft letztlich Demokratie. Anders als von Professoren, Politikern und Publizisten seit Jahren gepredigt, gibt es keinen Widerspruch zwischen Freiheit und Gleichheit. Im Gegenteil, die beiden Begriffe bedingen sich, denn gleich frei ist nur, wer gleich angstfrei ist. [...]

Aus ‘Freiheit braucht Gleichheit’, beachtlicherweise erschien im Cicero.

Kommentar von pony_huetchen am 15. November um 18:44 Uhr

Financial Times Deutschland heute:

Zahl armer Kinder in Deutschland hat sich verdoppelt

Kommentar von Turbo am 15. November um 19:12 Uhr

Danke Pony, hab es auch gehört, andere Quelle (AFP-Agenturmeldung aussem Ticker)

Dafür sind die Arbeitslosen immer weniger geworden. Sie fallen raus, weil die Methodik der ARGE und der Agentur so perfide geworden sind, daß der normale Arbeitslose kaum eine Chance hat. Zweimal während 365 Tagen aufgefallen - Feierabend!

Wer aber macht sich die Zusammenhänge, Hintergründe klar!

Kommentar von Neutrino am 17. November um 13:16 Uhr

@Franz-Josef Hanke:

Wenn es so wäre, daß die Frau tatsächlich weniger Lohn für genau die gleiche Arbeit erhält, wäre doch die Arbeitslosigkeit bei Frauen vernachlässigbar gering und die von Männern deutlich höher. Denn heute muß doch jeder Arbeitgeber auch auf die Kosten sehen. Macht nun die Frau die gleiche Arbeit billiger und bin ich mit der Frauenarbeit zufrieden, stelle ich doch nur noch Frauen ein und keine Männer mehr. Wenn also bestimmte Studien und weiß machen wollen, daß Frauen weniger verdienen, hat das andere Gründe. Diese Gründe stehen beispiesweise auch auf der Seite von MANNdat e.V. http://www.manndat.de/ . Frauen denken doch beispielsweise auch nicht daran, mit ihrem erlernten Beruf eine Familie zu ernähren. Der Beruf, den eine Frau erlent muß ihr Spaß machen, denn sonst würde wohl keine Frau mehr den Beruf der Friseuse lernen oder auch Kindergärtnerin. Ein weiterer Grund, warum Frauen weniger verdienen ist der besondere Frauenschutz, den die Frau auch im Berufsleben genießt. Wird eine Frau schwanger, muß ich ihr den Arbeitsplatz drei Jahre frei halten. Meinst Du nicht, daß das einem Arbeitgeber auch Geld kostet? Ich kann in keinen Arbeitsvertrag schreiben, daß sie die Frau verpflichtet, nicht schwanger zu werden und sollte das doch passieren, sie verpflichten, das entstehende Leben dann abzutreiben. Ein Unternehmer ist kein Sozialamt für Frauen! Ich als Mann habe jedenfalls keine Lust die Arbeit einer Frau mitzumachen, blos weil die meint nun ein Kind zu wollen und auch hinterher ständig ausreden hat. Es würde denke ich mal das Betriebsklima darunter leiden, wenn die Frau für weniger Arbeit das gleiche bekommen würde. Ein Unternehmer kann doch einer Frau auch keinen Lohn für nicht geleistete Überstunden ausbezahlen, die die Männer leisteten, blos weil das ja eine “arme” Frau ist, die nicht mehr arbeiten kann. Das mit dem weniger Lohn für “gleiche” Arbeit ist nur eine Feministische Jammerei.

“Durch die Frauenbewegung ist niemand zufriedener, selbstbewußter, stärker oder friedlicher geworden. Es ist eher ein Klima von Frustration und Feindseligkeit entstanden. (…) Es gibt wohl keine Menschengruppe auf der ganzen Welt, der es besser geht als europäischen oder amerikanischen Mittelschichts-Frauen. Sie haben vergleichsweise alles: Wohlstand, Sicherheit, Demokratie/Selbstbestimmung, Bildungschancen und so weiter. Daß ausgerechnet diese Menschengruppe am lautesten ihre Benachteiligung bejammert und unentwegt nur Forderungen stellt, ist irgendwie bezeichnend. Das heißt, die feministische Haltung gleicht der eines verwöhnten und egoistischen Kindes, das immer noch mehr will und nur an sich selbst denkt.” Beate Kricheldorf, “Verantwortung ein Danke! - Weibliche Opferhaltung als Strategie und Taktik”

Schon Schopenhauer sagte dazu:
“Schon der Anblick der weiblichen Gestalt lehrt, daß das Weib weder zu großen geistigen, noch körperlichen Arbeiten bestimmt ist. Es trägt die Schuld des Lebens nicht durch Thun, sondern durch Leiden ab, durch die Wehen der Geburt, die Sorgfalt für das Kind, die Unterwürfigkeit unter den Mann, dem es eine geduldige und aufheiternde Gefährtin seyn soll. Die heftigsten Leiden, Freuden und Kraftäußerungen sind ihm nicht beschieden; sondern sein Leben soll stiller, unbedeutsamer und gelinder dahinfließen, als das des Mannes, ohne wesentlich glücklicher, oder unglücklicher zu seyn.”

@pony_huetchen:

Wer bezahlt denn den Unterhalt an die Kinder in aller Regel? Und wen wählt sich die Frau denn als Vater (manchmal ist er auch nur verschwiegener maßen der soziale Vater) ihrer Kinder? Wer natürlich Geld der Kinder, das sie als Unterhalt bekommen, den Müttern zuschanzt, setzt die Kinder dann natürlich auf das Existenzminimum herab und macht sie arm. Verdienen Väter nicht mehr wie Mütter, müßte man die Mütter am Unterhalt auch zu 50 Prozent beteiligen. Wer will denn überhaupt noch Kinder. Die Frau wird sie ja zu 99,9999 Prozent auch wieder los bzw. braucht deren Empfängnis ja nicht mal zulassen.

Warum muß ich als Mann ein Kind zahlen, das ich nicht wollte und die Frau es zum einen sehr sicher verhindern hätte können (die weiblichen Verhütungsmethoden sind sehr viel besser als das Kondom, das den Mann nicht mal so sicher schützt wie die Frau, da sie sich am Inhalt evtl. vergreifen kann oder sogar heimlich die Pille absetzen kann) und falls ihr das mal nicht gelingt auch noch abtreiben hätte können?

Kinder sind heute fast ausschließlich für den Mann ein finanzielles und psychisches Risiko in den absoluten Ruin. Viele der Obdachlosen entstehen gerade dadurch.

“In unserem Rechtsstaat kann es Menschen, weit überwiegend Vätern, widerfahren, daß gegen ihren Willen und ohne ihnen anzurechnendes schuldhaftes Verhalten ihre Ehen geschieden, ihnen ihre Kinder entzogen, der Umgang mit diesen ausgeschlossen, der Vorwurf, ihre Kinder sexuell mißbraucht zu haben erhoben und durch Gerichtsentscheid bestätigt und sie zudem durch Unterhaltszahlungen auf den Mindestbehalt herabgesetzt werden. Die Dimension solchen staatlich verordneten Leides erreicht tragisches Ausmaß und sollte seinen Platz auf der Bühne, nicht in unserer Rechtswirklichkeit haben.” Harald Schütz, Richter am OLG Bamberg am 10. Mai 1997 auf dem 49. Deutschen Anwaltstag, Anwaltsblatt (AnwBl) 8 + 9/97, Seite 466-468, 1997

Kommentar von Abha am 17. November um 13:27 Uhr

Neutriono:

Warum muß ich als Mann ein Kind zahlen, das ich nicht wollte und die Frau es zum einen sehr sicher verhindern hätte können (die weiblichen Verhütungsmethoden sind sehr viel besser als das Kondom, das den Mann nicht mal so sicher schützt wie die Frau, da sie sich am Inhalt evtl. vergreifen kann oder sogar heimlich die Pille absetzen kann) und falls ihr das mal nicht gelingt auch noch abtreiben hätte können?

FRAUEN UND KINDER GEHÖREN ABGESCHAFFT!

Kommentar von Neutrino am 17. November um 13:53 Uhr

@Abha:

FRAUEN UND KINDER GEHÖREN ABGESCHAFFT!

Nein, aber es gehört eine Geschlechtergerechtigkeit her und keine Gleichberechtigung. Was nicht gleich ist, kann man niemals g