China trennt sich von seinen Dollarreserven - der Todesstoß für den Dollar
Der Dollar befindet sich im freien Fall - das Ende einer Leitwährung
“Wir werden stabilere Währungen schwächeren gegenüber bevorzugen und wir werden die Neuausrichtung schnell vornehmen”, so kommentierte der Vizepräsident des Nationalen Volkskongresses, Cheng Siwei, die Entscheidung Chinas, sich von den Dollar-Währungsreserven zu trennen. 1,3 Billionen US Dollar hat China angeblich, den weitaus größten Teil seiner Reserven hält es damit in einer Währung, die Tag für Tag an Wert verliert.

Heute fällt der Dollar gerade auf ein Allzeittief gegenüber der europäischen Währung, die sich als immer stabiler auf den internationalen Finanzmärkten behauptet. Zweimal war der Dollar-Leitzins innerhalb der letzten sechs Wochen durch die amerikanische Notenbank, die Federal Reserve (FED), gesenkt worden, insgesamt um 0,75 Punkte. Beide Leitzinssenkungen haben nicht das von den amerikanischen “Währungshütern” erhoffte Ziel erreicht. Wie Kritiker von vornherein betonten, handelte es sich dabei um Augenwischerei oder allenfalls die Chance für ein kurzes Aufatmen an der Wallstreet. Gerade die letzte Leitzinssenkung vom vergangenen Donnerstag hat allenfalls für eine - auf wenige Stunden begrenzte - Pause im weiteren Dollarverfall gesorgt.
Der Verkauf der chinesischen Dollar-Billionen war schon lange als das mögliche Aus für den Dollar gewertet worden, zumindest wird der chinesische Entschluss für neue Turbulenzen auf dem Welt-Finanzmärkten und an der Börse sorgen. Die verstärkte EURO-Nachfrage wird unabhängig von dem reinen US-Dollar Wechselkurs zu einem weiteren Kursanstieg dieser Währung führen, europäische und deutsche Exporte in die USA immer schwieriger machen.
Bloomberg spricht seit heute nicht mehr nur von einer “Subprime-Krise”, der Zaubervokabel mit der die Turbulenzen der vergangenen Monate auf die Hypothekenkrise reduziert werden sollten, sondern von einem Subprime -Schock. Auch die Frage, wie lange die Krise andauern werde, hat einen neuen Tenor: “Wie weit wird die Krise gehen?”
Gerade am vergangenen Montag machten neue Schlagzeilen über Milliardenverluste amerikanischer Banken die Runde, die Citigroup muss 11 Milliarden US-Dollar abschreiben, Analysten vermuten jedoch, dass sich der Gesamtverlust auf mindest 17,5 Milliarden Dollar belaufen wird. Gebündelte Wertpapiere hätten seit Ende September “drastisch” an Wert verloren, begründete die Citigroup ihre neuen Milliardenabschreibungen.
Die US-Notenbank Federal Reserve warnte am gleichen Tag vor einer anhaltenden Krise am US-Hypothekenmarkt. Es werde noch “einige Quartale” zu Ausfällen bei schlecht abgesicherten Krediten kommen, zitiert die Financial Times die Einschätzung der FED. Neu daran ist, dass immer weniger von einer kurzfristigen “Turbulenz” gesprochen wird. Noch nach den ersten Fonds-Crashs im August versuchten nationale Notenbanken und Geschäftsbanken trotz anders lautender Befürchtungen sämtlicher Fachleute, die Krise klein zu reden.
Der Ausverkauf der chinesischen Dollarreserven könnte dem Dollar als Leitwährung tatsächlich den Todesstoß versetzen. Die Krise wird nicht erst kommen, nicht nur die USA steckt mittendrin. Die politischen Implikationen sind zu erahnen.
Pony
2. November 2006 - Wie das “Plunge-Protection Team” die Finanzmärkte manipuliert
12. August 2007 - Der große Schlag ins Bankenkontor
14. August 2007 - Trudelnde Hedgefonds, chinesische US-Dollar und giftiges Spielzeug
17. August 2007 - Für 36 Tausend Euro täglich grinsen - Die Finanzkrise und ihre Akteure
4. September 2007 - Der heiße Herbst - Anzeichen für eine Finanzkrise?
14. September 2007 -Wer schreibt die Geschichte der Verlierer?
17. September 2007 - Nach dem “Banküberfall” - Northern Rock steht zum Verkauf
26. September 2007 - Ron Paul: “Irgendwo muss das Geld herkommen”
28. September 2007 - Dollar im Sturzflug
26. Oktober 2007 - Euro auf Rekordhoch - Dollar auf Talfahrt
Andere interessante Aspekte - der Gold- und Silbermarkt:
27. Oktober 2007: Der große Bankenbetrug am Kunden
© Politblog - Lizenzrichtlinien
“Wir werden stabilere Währungen schwächeren gegenüber bevorzugen und wir werden die Neuausrichtung schnell vornehmen”, so kommentierte der Vizepräsident des Nationalen Volkskongresses, Cheng Siwei, die Entscheidung Chinas, sich von den Dollar-Währungsreserven zu trennen. 1,3 Billionen US Dollar hat China angeblich, den weitaus größten Teil seiner Reserven hält es damit in einer Währung, die Tag für Tag an Wert verliert.

Heute fällt der Dollar gerade auf ein Allzeittief gegenüber der europäischen Währung, die sich als immer stabiler auf den internationalen Finanzmärkten behauptet. Zweimal war der Dollar-Leitzins innerhalb der letzten sechs Wochen durch die amerikanische Notenbank, die Federal Reserve (FED), gesenkt worden, insgesamt um 0,75 Punkte. Beide Leitzinssenkungen haben nicht das von den amerikanischen “Währungshütern” erhoffte Ziel erreicht. Wie Kritiker von vornherein betonten, handelte es sich dabei um Augenwischerei oder allenfalls die Chance für ein kurzes Aufatmen an der Wallstreet. Gerade die letzte Leitzinssenkung vom vergangenen Donnerstag hat allenfalls für eine - auf wenige Stunden begrenzte - Pause im weiteren Dollarverfall gesorgt.
Der Verkauf der chinesischen Dollar-Billionen war schon lange als das mögliche Aus für den Dollar gewertet worden, zumindest wird der chinesische Entschluss für neue Turbulenzen auf dem Welt-Finanzmärkten und an der Börse sorgen. Die verstärkte EURO-Nachfrage wird unabhängig von dem reinen US-Dollar Wechselkurs zu einem weiteren Kursanstieg dieser Währung führen, europäische und deutsche Exporte in die USA immer schwieriger machen.
Bloomberg spricht seit heute nicht mehr nur von einer “Subprime-Krise”, der Zaubervokabel mit der die Turbulenzen der vergangenen Monate auf die Hypothekenkrise reduziert werden sollten, sondern von einem Subprime -Schock. Auch die Frage, wie lange die Krise andauern werde, hat einen neuen Tenor: “Wie weit wird die Krise gehen?”
Gerade am vergangenen Montag machten neue Schlagzeilen über Milliardenverluste amerikanischer Banken die Runde, die Citigroup muss 11 Milliarden US-Dollar abschreiben, Analysten vermuten jedoch, dass sich der Gesamtverlust auf mindest 17,5 Milliarden Dollar belaufen wird. Gebündelte Wertpapiere hätten seit Ende September “drastisch” an Wert verloren, begründete die Citigroup ihre neuen Milliardenabschreibungen.
Die US-Notenbank Federal Reserve warnte am gleichen Tag vor einer anhaltenden Krise am US-Hypothekenmarkt. Es werde noch “einige Quartale” zu Ausfällen bei schlecht abgesicherten Krediten kommen, zitiert die Financial Times die Einschätzung der FED. Neu daran ist, dass immer weniger von einer kurzfristigen “Turbulenz” gesprochen wird. Noch nach den ersten Fonds-Crashs im August versuchten nationale Notenbanken und Geschäftsbanken trotz anders lautender Befürchtungen sämtlicher Fachleute, die Krise klein zu reden.
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………… Weitere Politblog-Artikel zu dem Thema: ………..
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14. August 2007 - Trudelnde Hedgefonds, chinesische US-Dollar und giftiges Spielzeug
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27. Oktober 2007: Der große Bankenbetrug am Kunden
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Kommentar von Emok am 7. November um 15:29 Uhr
Es gibt auch schon Amerikaner die ihren Verdienst in Euro ausgezahlt haben wollen, habe heute auch von einer brasilianischen Topmodell gehört die auch diese Währung nur noch als Bezahlung annimmt. Es zeigt schon mal das die Menschen die viel besitzen wissen das sich was verändern wird und der Dollar hat keine Zukunft mehr oder besser gesagt verliert an Bedeutung
Kommentar von Nanuk am 7. November um 15:34 Uhr
Jungs locker bleiben die Chinesen haben gesagt sie wollen sich trennen gemacht haben sie es nicht und glaubt mir ihr wollt nicht das das passiert.
Kommentar von Brodthuhn am 7. November um 16:23 Uhr
“Ende September beliefen sich die chinesischen Währungsreserven auf 1 434 Milliarden US-Dollar, der Großteil davon ist Schätzungen zufolge in US-Staatsanleihen investiert. Nun hat die Führung in Peking eine Umschichtung zugunsten des Euro angedeutet und dem Greenback einen neuerlichen Dämpfer verpasst.” (Handelsblatt)
Warum hat Cheng Siwei, stellvertretender Vorsitzender des Ständigen Ausschusses im Nationalen Volkskongress, diese dollarschädlichen Andeutungen geäußert? Der Wert der chinesischen Währungsreserven ist durch den dadurch ausgelösten weiteren Dollarsturz noch weiter gesunken (gerechnet in Euro, Gold, Öl,…). Eine Warnung an die USA? Oder sind die Chinesen wirtschaftlich/technisch schon so weit, daß sie finanzielle Verluste in Kauf nehmen, um durch einen zerstörten Dollar die USA vom Sockel der “Supermacht” zu holen?
Kommentar von Chaolan am 7. November um 16:39 Uhr
@Nanuk: Es interessiert nicht ob wir das wollen,sondern es wird unvermeidbar sein. Es ist auch nicht entscheidend ob China nun den ersten Schritt macht,denn die ersten Länder mit wesentlich kleineren Dollarreserven,werden und haben schon den Anfang gemacht. Der Iran nimmt schon mal keine Dollar mehr an,und will seine Reserven bis auf max20% runterfahren.
http://www.freitag.de/2007/44/07440201.php
Saudi Arabien hat auch schon laut nachgedacht,sich vom Dollar zu trennen,und einige Urlauber werden schon dazu verdonnert,in Heimatwährung zu bezahlen,wie auf den Malediven bspw.
http://www.welt.de/reise/artic.....sehen.html
Damit dürfte wohl bald ein Domino-Effekt angeschoben sein,welchen man nicht mehr aufhält.
Interessant ist,das nun schon 5 der 10 größten Unternehmen aus China kommen. Einen Tabelle sieht man hier ganz gut:
http://www.blog.china-guide.de.....106-081042
Kommentar von Tversky am 7. November um 16:48 Uhr
Autor hat keine Ahnung??
Wie bitte? Der Satz macht doch gar keinen Sinn!
*Selbstverständlich* sorgt eine Zins*senkung* dafür, das der Kurs der Währung fällt. Was soll den daran überaschend sein?
Kommentar von pony_huetchen am 7. November um 16:59 Uhr
Tversky,
wir beobachten die Dollarentwicklung recht genau. Tatsächlich hat die erste Leitzinssenkung der FED den “Niedergang” des Dollar für fast 6 Tage scheinbar “reguliert”, er stieg unmittelbar danach an, um dann vorerst langsamer wieder zu fallen.
Die zweite Leitzinssenkung um 0,25 Punkte hatte dann wirklich nur noch für wenige Stunden eine insofern stabilisierende Wirkung, als die Kontinuität der Abwärtsbewegung kurz ausgesetzt wurde.
Kommentar von Olli am 7. November um 17:11 Uhr
Naja ist schon etwas unglücklich formuliert, aber eine Zinssenkung bedeutet für sich allein genommen nicht zwangsweise das die Währung fällt. Bei der aktullen Situation ist es vielmehr eine Folge dessen. Das der Wertverlust ansteigt, hat aber viel Gründe.
Kommentar von rhemus am 7. November um 17:16 Uhr
Ob die Kaufhäuser bald zum Weihnachtsgeschäft Monoploy-Spiele mit US-Dollars als Spielgeld verkaufen - ist doch sicherlich bald günstiger, als das Spielgeld zu drucken
Kommentar von Steve.Wilcox am 7. November um 17:20 Uhr
Für das allgemeine Verständnis:
eine Leitzinssenkung bedeutet für Unternehmen und Banken, dass sie weniger Geld für ihre Kredite ausgeben mussen.
d.h. weniger Kosten - d.h. weniger Ausgaben - d.h. mehr Gewinn - d.h. positive Reaktion des Aktionärs - d.h. Börsenkurs steigt.
Bei der letzten Leitzinssenkung war es nun so, dass die Unternehmenund Banken zwar nun weniger für ihr Geld bezahlen müssen, aber die Verluste in der letzten Zeit so hoch waren, dass es unterm Strich nichts genützt hat - somit die Kurse weiter fielen.
Kommentar von Toks am 7. November um 17:28 Uhr
Grob gesagt heißt eine Leitzinssenkung, dass die Geschäftsbanken zu günstigeren konditionen Geld bei den Zentralbanken nachfragen können. Dies bedeutet in erster Linie das die Banken (Zentralbankgeld) und in zweiter Linie die Wirtschaft (über die Geldschöpfung der Geschäftsbanken) mit mehr Geld (Zentralbankgeld und Buchgeld) versorgt wird.
Und laut den Gesetzten der Marktes fällt der Wert eines Gutes mit steigendem Angebot. D.h. wenn mehr Doller da sind werden diese auch weniger Wert. (Und jetzt bekommen die Chinesen und Araber, die viele Doller als Reserve halten, langsam kalte Füße und versuchen sie loszuwerden. Dies erklärt den Anstieg von Öl, Gold und Silber etc.)
Jedoch musste die FED die Zinsen senken da sonst das komplette Handelssystem in Ameirka zusammengebrochen wäre. Die Banken u.a. stecken nämlich bis über beide Ohren in faulen Krediten und ihnen steht ein enormer Kreditausfall bevor.
Kommentar von Olli am 7. November um 17:31 Uhr
@Steve.Wilcox
das meinet ich mit “Folge dessen”
^^
Kommentar von Toks am 7. November um 17:55 Uhr
Eine Leitzinssenkung führt in erster Linie dazu, dass die Banken und in zweiter Linie dazu die Wirtschaft mit mehr, da zu günstigeren Konditionen zu bekommen, Geld versorgt wird.
Die Geschäftsbanken können bei der FED zu niedrigen Konditionen Zentralbankgeld nachfragen. Dieses Zentralbankgeld wird von den Geschäftsbanken benötigt um über Kredite neues Geld “schöpfen zu können. Das sogenannte “Fiat-Money”. Diesen neue “geschaffene” Geld kommt nun in die Wirtschaft und wie haben einen “Aufschwung” :-))
Das Problem dabei ist nur, dass nach den Gesetzten von Angebot und Nachfrage mit der Mengenzunahmen eines Gutes (Angebot) dessen Wert sinkt. Was soviel heißt wie, der Doller wird aufgeweicht.
Jedoch musste Helicopter Ben die Zinsen senken. Einmal, weil es die Börse so erwartet und schon vorweggenommen hat und zweitens, weil es spätestens dort zu Argen Problemen für die Banken gekommen wäre. Die Banken die durch faule Kredite aus dem Hypothekenmarkt plötzlich vor enormen Ausfällen stehen.
Nun sehen natürlich Staaten wie China und Saudi Arbien, die massive Reserven in Doler halten, die Entwicklung des Dollerkurses sehr ängstlich. Aus diesem Grund versuchen sie nun in andere Deviesen, Sachwerte und Rohstoffe etc wie Öl, Gold, Silber, etc. umzuschichten. Dies darf natürlich nicht in Panik geschehen denn sonst….
Kommentar von pony_huetchen am 7. November um 17:59 Uhr
Selbstverständlich hat die Leitzinssenkung in erster Linie das Ziel, einen Investitionsanreiz zu geben oder zumindest einen Anreiz zu schaffen, billigere Kredite in Anspruch zu nehmen.
Trotzdem war es auch unverhohlen eine Maßnahme, dem Abwärtstrend des Dollar entgegenzuwirken. Die Auseinandersetzung mit Ben Bernanke vor dem Kongress, in der Ron Paul deutliche Worte sprach, machte das deutlich. Siehe Politblog-Artikel
Quasi als “flankierende Maßnahme”. In der Hoffnung auf eine Stärkung der US-Wirtschaft. Immerhin ist das Außenhandelsbilanz-Defizit bereits durch die Dollarschwäche zurückgegangen. Der Export stieg in einigen Branchen, Importe - vor allem im Bereich der Konsumgüter - gehen zurück. Klar, weil sich der US-Verbraucher die teuren Importwaren nicht leisten kann.
Aber trotz scheinbar idealer Bedingungen für die US-Wirtschaft - günstiger Export, günstige Kredite, will der Motor nicht anspringen. Dafür sind dann wieder die angeblich hohen Ölpreise zuständig. So wird immer ein Vorwand gefunden.
Bezahlen tun das die Bürger! Alles das erklärt Ron Paul sehr schön. Dass dann aber weiterhin das Vertrauen in die Währung schwindet, dazu gehören neben rein psychologischen auch knallharte ökonomische Interessen. Und wo keine Nachfrage oder sogar ein Überangebot, da purzeln die Preise.
Also logisch hat Bernanke die Leitzinssenkung auch und vor allem wegen des problematischen Verlaufs des Dollarkurses veranlasst. Als Geschenk an die Wallstreet.
Zum Teil gegen den Widerstand der Bundesnotenbankchefs.
Kommentar von Toks am 7. November um 18:27 Uhr
Wirtschaftspolitik ist prinzipiell nur an einem orientiert. Am kurzfristigen Überleben.
Dabei werden dann auch mal so Wahnsinssentscheidungen getroffen wie den Leitzins zu senken. Damals zu der Zeit notierte der Dollar rund 1,34 Euro und Öl sah auch noch harmlos aus.
Da nutze Benny dann natürlich die gunst der Stunde, pfiff auf die Inflation und holf seinen Bankenkumpels die sonst wahrscheinlich schon untergangen wären…
Kommentar von Nanuk am 7. November um 18:27 Uhr
@Chaolan
Wenn das passiert Kollabiert das Finanzsystem und das will niemand auch die Chinesen nicht.
Its time to sell China sag ich dazu nur.
Kommentar von Nakata Mo am 7. November um 18:32 Uhr
“China überlegt öffentlich, sich von seinen Dollarreserven zu trennen”, würde der passende (und korrekte) Titel lauten. Als regelmässiger und begeisterter politblog-Leser appelliere ich: Bitte erliegt nicht der Versuchung, durch Beitragstitel, welche (noch) nicht den Tatsachen entsprechen, mehr Leserschaft zu erhalten. Dieses Niveau kenne ich sonst nur von bedrucktem Toilettenpapier der Marken B##d und E#p#ess.
Zum Thema:
Oberflächlich gesehen könnte man ja als Europäer breit grinsend dem Fall der aktueller USD-Notierung genüsslich zusehen. Eine Realityshow, in der wir aus sicherer Entfernung zusehen, wie ein Land wirtschaftlich abstürzt. Die Rache einer platzenden Spekulationsblase hat die USA voll erwischt. Wenn nun China sämtliche Dollarreserven in Euro konvertieren sollte, sitzen die Chinesen zwangsläufig am Entscheidungshebel über die zukünftige europäische Wirtschaftssituation. Die Abhängigkeit von einer einzigen Grossmacht verlagert sich von Westen nach Osten, gut klingt ja erstmal nicht so schlimm. Nur sollte man sich folgende Frage ehrlich beantworten: will man zukünftig wirklich zum Spielball der Chinesen werden? Die wirtschaftlich völlig abstruse und unmögliche Lösung wäre aber die Limitierung des Euroverkaufs nach China, statt 1,3 Bill. Euro “erstmal” 500 Mrd. beispielsweise. So würde man sich die Optionen Richtung USA, als auch China relativ offen halten. Wie gesagt, völlig abstruse Idee, denn jeder Händer verkauft seinem Kunden gerne seine Ware zu einem guten Kurs. Fragt sich nur, was der Kunde mit der Ware anstellt…
Kommentar von naughty am 7. November um 19:52 Uhr
Auch Deutschland sowie den Rest europas wird der zusammenbruch des Dollars teuer zu stehen kommen.
Wir werden in der nächsten Zeit wieder mehr Arbeitslose haben, da auch wir in Deutschland vom Export Leben.
Die USA werden auf den Airbus ganz verzichten, Sie haben ja Boeing in Everett, die Neufahrzeuge werden aus der Europäischen Union für den Amerikaner nicht mehr zahlbar sein, also reiner Luxus.
Jeder 5te Arbeitsplatz in Deutschland hängt an der Kette der KFZ Industrie, schon hierzulande stagniert der Markt um neue Fahrzeuge derzeitig und wir erleben schliessungen von Handelshäusern.
Über Wasser kann man sich also nur mit dem günstigen Import aus den USA auf Dauer halten, wenn die chinesen erst einmal den Euro als Handelswährung einführen, dann wird auch China nicht mehr unbedingt der günstigste Markt für viele Unternehmen sein die dort Ihre Industrie eröffnen, Wir zahlen dann also auch Euro nach China und der Preis wird uns vorgegeben ohne den Währungsvorteil den wir derzeit noch voll und ganz ausnutzen können.
Wo endet das also alles? Schaun wa ma würd unser Beckenbauer da wohl sagen, man sollte nur wissen wohin man in die nächste zeit genauer hinschauen sollte… denn die Geschichte hat uns gelehrt..naja… Ihr wisst schon was sie uns gelehrt hat.
Naughty
Kommentar von Nanuk am 7. November um 20:23 Uhr
WASHINGTON, Nov 7 (Reuters) - French President Nicolas Sarkozy said on Wednesday that the U.S. dollar could not remain the “problem of others” and warned of the risk that disarray in currency markets could lead to “economic war.”
“Those who admire the nation that has built the world’s greatest economy and has never ceased trying to persuade the world of the advantages of free trade expect her to be the first to promote fair exchange rates,” he said in a speech to a joint session of U.S. Congress.
“The yuan is already everyone’s problem. The dollar cannot remain solely the problem of others. If we’re not careful monetary disarray could morph into economic war. We would all be its victims,” Sarkozy said. (Editing by James Dalgleish)
Da endet das….
Kommentar von joosh am 7. November um 20:26 Uhr
naja wenn die Chinesen ihre dollars verkaufen, dann wird der euro oder der yuan gestärkt. Arbeitsplätze werden dann vieleicht von west nach ost verschoben. China explodiert ja wirtschaftlich gearade.
Die Frage ist nur ob das wirklich schlau ist wenn die Supermacht von West nach Ost verlagert wird. Das die Amis ihre Lage als “Weltpolizei” missbraucht hat is wohl klar aber ob die Chinesen da besser sind ist fraglich.
Solche Verlagerungen der Supermacht hat man ja bereits im 2WK gesehen.
Meiner Meinung nach wird der 3WK ausbrechen, wenn die Chinesen ihre dollars verkaufen. Die Geschichte hat gezeigt, das die Amis oft zu den Waffen griffen, wenns ihnen in der Wirtschaft nicht so richtig läuft.
Ich raff das nicht so ganz wieso man nach einer Hyperinflantion immer einen Krieg anfangen muss. Vieleicht braucht es ja eben eine Hyperinflantion um einen Krieg anzufangen.
Kommentar von Neutrino am 7. November um 20:46 Uhr
@joosh:
Der Euro wird gestärkt, da er nicht dort ist, wo er hin gehört. Eigentlich gehört der Euro doch in die Wirtschaft und nicht in ein Schließfach in China.
Nehmen die Chinesen den Euro als Devisenreserve, wird der Euro wertvoller und dadurch müssen die Preise sinken - ist ja klar, wenn weniger Scheine für den Tausch da sind, dann müssen die Waren halt mit weniger Euros getauscht werden. Sinkende Preise nennt man aber Deflation und das hatten wir zuletzt richtig nach 1929.
Die Hyperinflation kommt doch nach einem Krieg, wenn die Kosten auf den Staat zurück kommen. Vor dem Krieg kommt erst mal eine Deflation, aus der man sich herausholen kann, indem man Kriegsgerät produziert. In der Deflation entsteht doch auch eine hohe Arbeitslosigkeit, da man in einer Deflation doch nur das nötigste kauft. Ist ja auch klar: wenn ich in ein paar Wochen das gleiche Produkt billiger bekomme, dann kaufe ich es erst dann, wenn ich darauf nicht mehr verzichten kann.
Kommentar von Chaolan am 7. November um 20:47 Uhr
@Nanuk: Sicher wollen das viele nicht,doch das momentane Geldsystem ist so nicht mehr zu halten. Dieser ganze Zinswahnsinn und Geldmengen,welche ja nun täglich hin und her geschoben werden,wird bald ein Ende finden. Leider ist immer das Volk der Leidtragende.Doch ich hoffe,dass diesmal die Verantwortlichen richtig zur Rechenschaft gezogen werden. Denn die Gier des Dreckspackes,egal woher sie kommen,haben zig Mios an Hungertoten,Kriegsgefallene und notleidende Bevölkerungen zu verantworten. Dafür gehört denen schon mal,mit Verlaub gesagt,die Fresse poliert.
Denn allein die Armut,die ja hier schon in Deutschland enorme Ausmaße nimmt,ist genau der Nährboden für das globale Chaos.
Leider erkennen das die Wenigsten,weil sie sich vielleicht denken,ooch na ja,ist ja alles nicht so schlimm,da es mich ja nicht betrifft.Doch alle Teile wie bspw,Krieg,Hunger,Elend,Kapital und Macht,ergeben ein Gesamtbild,was die Herrschenden gewollt verursachen. Dafür werden sie alle irgendwann die Quittung bekommen,das ist sicher.
Kommentar von Nanuk am 7. November um 21:07 Uhr
@Chaolan
Ich weiss das das alles der Realität entspricht.
Ich weiss auch das sich das Rächen wird.
Was ich allerdings nicht glaube ist das ein Zusammenbruch wie in Argentinien Zimbawe Ruanda oder Somalia und und und der richtige Weg ist und ich möchte mir das im Globalen maßstab garnicht vorstellen.
Kommentar von abcdefgh am 7. November um 21:13 Uhr
Das “die Wirtschaft” nur kurfristig geplant wird halte ich für etwas voreilig geschlußfolgert.
Viele Entscheidungen sicherlich, nur diese Entscheidungen basieren eben doch auf langfristigen wirkenden Vorgaben, unabhäng wie sie einmal zustande gekommen sind.
Wer an das Recht des Menschen glaubt, arbeiten zu dürfen und den vollen Ertrag seiner Arbeit zu erhalten; wer die verheerenden Wirkungen des Klassenkampfes und der Wirtschaftsstörungen erkannt hat, die zum Totalitarismus drängen; wer den Krieg mit seinen Greuel- und Gewalttaten verabscheut; wer die Sklaverei hasst und die Freiheit liebt – der möge mithelfen, das bestehende unwürdige System durch ein besseres zu ersetzen.
Ein Buch von 1952!!! gibt da tatsächlich Übersicht zur Überwindung des Totalitarismus - und jetzt als pdf.
Kommentar von adversarius am 7. November um 21:38 Uhr
@ pony
Da hast du anscheinend etwas falsch verstanden. Das Zinsniveau im USD-Währungsraum wurde durch die Leitzinssenkung herabgesetzt. Das bedeutet nun, dass es für Investoren nicht mehr so lukrativ ist, Geld in USD anzulegen. Daraufhin folgt dann eine Umschichtung des Geldes in andere Währungen und damit auch ein USD-Abverkauf.
Die Leitzinssenkung war primär dafür da, schnelles, billiges Zocker-Geld den High-Risk-Spekulanten an der Wall Street zu verschaffen. Dies nur ganz kurz, weil du ja sonst so hervorragende Artikel schreibst.
Kommentar von hgz am 7. November um 21:56 Uhr
Das bedeutet aber auch, dass es nun lukrativer ist, Kredite in US-Dollar aufzunehmen, weil man dafür nicht so viele Zinsen zahlen muss. Dadruch steigt die Nachfrage nach Dollars;-)
Kommentar von julia am 7. November um 21:59 Uhr
http://www.spiegel.de/wirtscha.....73,00.html
die citigroup zeigt interesse an dem guten herrn ackermann…..wollte ich nur mal loswerden
Kommentar von Ghostwriter am 7. November um 22:06 Uhr
Vieleicht wird ja absichtlich ein Chaos produziert.
Vieleicht gehört dieses Chaos zum Plan der Mächtigen.
Sie sind bei einem Dollarcrash sicher nicht bei den Verlierern
da würde man sie gewaltig unterschätzen.
Das Chaos lässt sich nicht mehr aufhalten aber es ist sehr
wichtig für die Menschheit zu wissen wer das Chaos produziert hat
nur dann wird ihre Macht unterbrochen und ein besserer Neuanfang ist nur dann möglich.
Darum haben es die Herren (Damen) auch so eilig daß die
Wahrheit vor dem Chaos nicht ans Licht kommt. (Zeitfenster)
Ordnung aus dem Chaos schaffen NWO !
Kommentar von SJH am 7. November um 22:09 Uhr
M.W. haben die USA riesige Auslandsschulden bei insbesondere den Chinesen, weil die Amerikaner selbst wohl fast nur noch Computer und Rüstungsgüter produzieren.
Frage: Wenn China jetzt sowohl die gehorteten Green-Backs als auch adäquate “digitale” geldwerte Schöpfungen aus den USA auf den Markt wirft, haut es sich dann nicht selbst in die Pfanne, weil die USA (neben Europa) doch der größte Importeur des chinesischen Plunders ist ?
Und welche Auswirkungen sind wohl auf den Euro zu erwarten, bei der bekannten wirtschaftlichen/finanzwirtschaftlichen Verflechtung der “westlichen Welt” ? Ist es nicht so, dass der Euro die historisch erste Währung ist, die nicht von Nationalstaaten gedeckt und verantwortet wird, sondern von einer Bank, der Europäischen Zentralbank und nach den Spielregeln u.a. der ?
Nach meiner Kenntnis hat man (deutsche Wirtschaft/Finanzwirtschaft) in D. in der Zwischenkriegszeit des 20. Jh. das Mittel der Superinflation gewählt, um sich von den horrenden Kriegsreparationszahlungen an die Sieger zu befreien.
Kommentar von Gedankenverbrecher am 7. November um 22:37 Uhr
@ghostwriter:
so sehe ich das auch. Ist ja keine VT, die wissen doch schon seit Ewigkeiten, dass diese Form des Geldsystems gar nicht funktionieren kann. Und ich glaube auch nicht, dass letztlich die USA irgendetwas an ihrer Weltmachtposition einbüssen wird… wie gesagt: es ist ja bekannt wohin das Ganze führen wird, also gibt es mit Sicherheit auch schon lange einen Plan B dafür… ich sehe da die Möglichkeit dessen,was im Sommer schon beschlossen wurde: Notstandgesetz.
Kommentar von hgz am 7. November um 22:50 Uhr
@Ghostwriter & Gedankenverbrecher
Mit anderen Worten: Ob Hop oder Top - Erfolg oder Bankrott - alles geschieht voll nach Plan “der Mächtigen”
Kommentar von Investigativer Blogger am 7. November um 23:34 Uhr
Achtung WICHTIG Pony_Huetchen:
— Bundeswehr überschreitet Mandatsgrenzen —
http://www.tagesspiegel.de/pol.....72,2415500
Siehe auch den Post von Funker in der Mitte des Threads und dann natürlich fortfahren! Bei denen sprudelt der Militarismus geradezu und so lässt sich auch leicht was erfahren, was die Öffentlichkeit nicht wissen sollte!
http://www.sondereinheiten.de/.....start=2340
Nicht dass nun eindeutig die Grenzen des Mandats überschritten wurden, vermutlich wurden bei diesem “Zwischenfall” wie es im Militär so zynisch heißt auch Menschen von Bundeswehrsoldaten getötet. Ich finde das ist ein Skandal der seinesgleichen sucht und bitte dich hiermit unbedingt darüber zu berichten und Druck auszuüben!
Kommentar von Anna am 7. November um 23:41 Uhr
@ Nakata Mo:
Einspruch, Euer Ehren. Der Original-Wortlaut ist laut Bloomberg (im Artikel gleich zu Anfang verlinkt) folgender:
Das ist kein öffentliches Überlegen, sondern eine unmißverständliche Ankündigung, erst recht in Verbindung mit dieser Äußerung des Vizepräsidenten der chinesischen Zentralbank auf derselben Zusammenkunft:
Nix Bild etc. Dafür tatsächlich korrekt übersetzt.
Kommentar von Tacheles am 8. November um 04:18 Uhr
Sorry , aber das Fundstück muß ich einfach mal hier stehen lassen
-> Pentagons new map
Kommentar von pony_huetchen am 8. November um 08:16 Uhr
@Adversarius
Ich beziehe mich auf das Meeting mit Bernanke im Kongress nach der ersten Leitzinserhöhung und seine Aussagen, die Wirtschaft zu fördern, den von der Immobilienkrise betroffenen Häuslebauern zu helfen und die Währung zu stützen und schreibe:
. Dabei beziehe ich mich auch auf Ron Paul. Ich dachte die Rede sei Politblog-Lesern bekannt.
Den Bezug habe ich auch noch mal in meinem Kommentar hergestellt (auf den Du Dich beziehst). Bernanke tat so, als würde das die - für den Amerikaner beim Kauf von Importgütern spürbare Dollarschwäche (ich rede noch nicht einmal von Inflation, weil ich da sehr vorsichtig bin) - ändern.
Also: Nicht Pony ist der Meinung, dass….. Bernanke vielmehr tut so, als ob das (wenn auch indirekt) einen Einfluss auf die Stabilität der Währung hätte hätte
Und da kontert Paul!
Dass die Leitzinssenkung keinen direkten Einfluss auf das Auf oder Ab des Dollar auf den internationalen Finanzmärkten hat, weiß ich doch. Ich habe vielmehr Bernankes populistische Argumente gemeint. Tatsache war jedoch, dass unmittelbar nach der ersten Leitzinssenkung der Dollarkurs leicht anstieg. Das wird aber vermutlich an gezielten Stützungskäufen gelegen haben oder was auch immer, sicher nicht am wiedererlangten das Vertrauen in den Dollar.
Aber irgendwie ist das unklar “rübergekommen” - habe mich nicht präzise genug ausgedrückt. Danke Adversarius
Ich muss mir mehr Ruhe zum Schreiben nehmen. Politblog “nebenbei” geht eben nicht.
Kommentar von Sascha am 8. November um 09:11 Uhr
Nachtrag zu abcdefgh:
Wer sich für deinen Link zu dem Buch “Lösung der sozialen Fragen” aus dem Jahre 1952 interessiert, es aber zu blöd findet 170 Seiten am Monitor zu lesen, wird feststellen, dass es leider ein passwortgeschütztes PDF-Dokument ist welches man nicht einfach so ausdrucken kann.
Hier eine Lösung um es zu entsperren und somit druckfähig zu machen:
Advanced PDF Password Recovery Professional v4.0 (Serial: *********)
Ich denke mal es macht mehr Spaß etwas gedrucktes lesen zu können…
Edit: Leute, was ist denn da los, ihr wollt hier jetzt nicht wirklich Warez verteilen oder? Link gelöscht.
Kommentar von melchior dronte am 8. November um 10:46 Uhr
Off Topic: In der Fotostrecke des Spiegel Online, die alle amerikanischen Präsidentschaftskandidaten zeigt, kommt Ron Paul nicht einmal vor.
Hä? Der Spiegel ist echt ein Hammer.
Kommentar von Gustav am 8. November um 12:18 Uhr
yo, das haben die bestimmt 1:1 von fox oder abc übernommen, da kam der auch nie vor.
Kommentar von Peinhart am 8. November um 12:54 Uhr
Das wiederholt auch nur wieder vor allem zwei tief eingefahrene Fehleinschätzungen: erstens verwechselt es Kapital und Geld, zweitens hängt es einem sozialdarwinistischen Konzept an, das das Leben in erster Linie als Konkurrenz aller gegen alle ansieht.
Ersterem wäre zu allererst entgegenzuhalten, dass das heutige Äquivalent zum feudalen Grund- und Bodenmonopol das Monopol an Produktionsmitteln ist, und Geld nur Ausdruck oder Widerschein dieses Monopols. Zweiterem, dass das Moment der Kooperation in der Evolutionsbiologie einer Art mindestens genauso wichtig ist wie das der Konkurrenz. Insbesondere dann, wenn von einer Knappheit lebenswichtiger Güter keine Rede mehr sein kann, bzw dieselbe nur noch künstlich hergestellt wird.
Wenn also auch in diesem Buch unter wirtschaftlicher Freiheit ua auch wieder der unbegrenzte(!) Erwerb von Eigentum verstanden wird, so bejaht es auch einen Zustand, in dem einer Minderheit sämtliche Ressourcen und Produktionsmittel gehören. Das aber heisst immer Freiheit einiger weniger auf Kosten des großen Rests, also für diesen Unfreiheit. Das wird auf Seite 15 sogar folgendermaßen ganz offen ausgesprochen: “…immer muß sich der ganze Mensch, so wie er ist, verkaufen.” Und zwar an den Eigner der Produktionsmittel, der mit diesem Eigentum am längeren Hebel sitzt.
Gleich auf der nächsten Seite allerdings heisst es dann aber, Voraussetzung einer ‘gedachten freien Wirtschaft’ sei, dass ‘die Produktionsmittel frei verfügbar seien’. Wie aber verträgt sich das mit dem Privateigentum an denselben?
Die Kritik am Marxismus ist zwar insofern zutreffend, als eine Verstaatlichung noch lange kein Ende der Ausbeutung bedeute, diese Ansicht allerdings vertrat Marx selbst auch nie, für ihn war das lediglich ein ‘notwendiger Übergang’ zu einer wirklich freien Gesellschaft, und natürlich muss gefragt werden, ob dieser Weg wirklich ‘gangbar’ ist oder ob nicht mit dem staatlichen Eigentum an Produktionsmitteln den Statthaltern eben dieses Staates wieder ein erpresserisches Moment zufällt, deren Privilegien sie genauso wenig geneigt sind aufzugeben wie die vormaligen Privateigentümer.
Von einer ‘Vergesellschaftung’, einer ‘Gesamtgenossenschaft’ kann jedenfalls keine Rede sein, solange sich die Prduktionsmittel in der Verfügung einer ‘herrschenden Klasse’ befinden, egal ob nun in den Händen von Privateigentümern oder in denen der ‘Staatsleitung’. Die Kritik des ‘nicht sozialisierten’ Eigentums an Produktionsmitteln ist damit keineswegs erledigt, im Gegenteil. Es sei denn, man wäre so naiv anzunehmen, der Staat mit seinem hierarchischen Aufbau wäre kein Herrschaftsinstrument. Den Vorwurf aber kann man gerade Marx sicher nicht machen, wohl aber den, anzunehmen, dass ein solches Herrschaftsinstrument ‘von selbst’ absterben könne bzw würde. Den Irrtum allerdings teilt er bezeichnenderweise sowohl mit Keynes als eben auch mit Gesell.
Eine ‘monopolfreie Wirtschaft’ bleibt eine Illusion, wenn die Produktionsmittel sich in den Händen einer Minderheit befinden, die mit der Verfügung über dieselben Knappheit nach Belieben erzeugen und damit ‘Leistungsungleichgewichte’ erpressen können. Das kann man sich auch ganz einfach dadurch klarmachen, dass man sich das Geld mal komplett wegdenkt (und der Eigentümer den Arbeiter zB in Naturalien ‘auszahlt’). Entscheidend ist das Gütermonopol, nicht das des Geldes, das reflektiert es bloss.
Zu hinterfragen wäre weiter, ob Kooperation und gemeinsames Eigentum an Produktionsmitteln wirklich etwas mit ‘Altruismus und Nächstenliebe’ zu tun hat, oder ob es für die große Mehrheit nicht vielmehr der Ausdruck ihres ganz speziellen Egoismus wäre, da erst das die Grundlage für deren vollen Arbeitsertrag in freier Verabredung wäre, ohne das erpresserische Moment eines ‘exklusiven’ Eigentums an den lebensnotwendigen Ressourcen und Produktionsmitteln, von dem der Geldzins wie gesagt nur der Widerschein ist.
Kommentar von guadalupe am 8. November um 13:22 Uhr
@Peinhart
Du schreibst:
“Eine ‘monopolfreie Wirtschaft’ bleibt eine Illusion, wenn die Produktionsmittel sich in den Händen einer Minderheit befinden, die mit der Verfügung über dieselben Knappheit nach Belieben erzeugen und damit ‘Leistungsungleichgewichte’ erpressen können. Das kann man sich auch ganz einfach dadurch klarmachen, dass man sich das Geld mal komplett wegdenkt (und der Eigentümer den Arbeiter zB in Naturalien ‘auszahlt’). Entscheidend ist das Gütermonopol, nicht das des Geldes, das reflektiert es bloss. “
Die Produktionsmittel können sich nur monopolisieren, wenn ein Monopol-Geld herrscht. Denk Dir doch bitte nicht das Geld weg, sondern versuche das alte Geldsystem zu verstehen und durch ein alternatives zu überwinden. Otto Valentin ist kein Geldgegner, er weiß nur um die Fehlkonstruktion des alten herrschenden Geldes.
Kein Gütermonopol kann sich halten, wenn freie Konkurrenz herrscht.
Kommentar von Bensil Norm am 8. November um 13:53 Uhr
Ich glaube die Chinesen werden sich mit dem Dollar noch etwas Zeit lassen.
Denn es würde sie heute selber schaden sich die Märkte in den USA durch einen toten Dollar zu verlieren.
Doch das Säbelrasseln hat Sinn, es geht um Angst und um das unbemerkte Verarmen der Durchschnittsbevökerrung welche eben aus Gründen des Schwachen Dollars eben weniger bekommen.
Wenn aber das Gold nicht mehr an den Banken verkauft wird..also Krügerrand und Konsorten für Normalbürger nicht mehr zu bekommen ist…dann geht der Dollar richtig tot.
Aber dann wird der AMERO eingeführt, Mexico und Kanada wurden von den USA eingemeindet und Schritt 3 der globalen Versklavung ist im vollem Gange.
Natürlich frage ich mich ob diese Meldungen vieleicht etwas davon ablenken soll das USA und China eine wichtige Symbiose eingegangen sind welche eine enge bzw nahe zu intime Zusammenarbeit fordert.
Ulele
Bensil Norm
PS: Bitte meldet Euch beiTausend-Reporter vonStern.de an.
So könnt Ihr Politblock da posten wo die Schafe weiden.
Auch wenns nur eine Hand voll sind welche durch das kleine Fenster der Systemmedien einen Blick hinter den Kulissen bekommen, lohnt es sich allemal. Natürlich sollten auch bestehende Beiträge aus dem PB bewertet werden damit diese weiter vorn auf der Liste stehen.
Kommentar von winfried aus chemnitz am 8. November um 14:54 Uhr
blog.freigeldpraktiker.de
Die Theorie der Freiwirtschaft sagt genau diese Entwicklungen voraus! Das Original Buch und einige zum Thema gehörige Bücher sind kostenlos von meinem Blog zu bekommen!
Die Chinesen vernichten damit natürlich auch ihre Werte aber sie können sich auch schrittweise vom Globalismus lösen.
Denn man muß wissen da China im Begriff ist an seiner Umweltverschmutzung zu sterben!
Außerdem entzieht es den USA seine Kriegsmittel und China fühlt sich bedroht!
Bald wird man von einer neuen Währung sprechen in der dann der Euro aufgehen wird.
Den Euro wird es später ähnlich ergehen denn seine Konstruktion ist ebenso Fehlerhaft wie der Dollar.
Kommentar von Peinhart am 8. November um 16:14 Uhr
In einem System der Akkumulation und des unbeschränkten Privateigentums gibt es keine ‘freie Konkurrenz’, sondern es entstehen unweigerlich Gütermonopole. Guckst du zB hier:
http://www.steinbergrecherche......1.%20Folge
Wenn man sich das Geld auch wegdenken kann, dann kann es nicht am Geld liegen. Was es hingegen braucht, ist das Recht auf (unbeschränktes) Eigentum sowie eine Instanz, die das (auch gewaltsam) sichert. Und glaub’ mir, ich kenne das Geldsystem, es ist und bleibt aber nur ein Spiegel der Besitzverhältnisse, die auch das Geldsystem im Sinne der Besitzenden prägen - und sich der nämlichen Sicherungsinstanzen bedient. Die Zinskritik bleibt ein Kampf gegen Windmühlen, wenn sie nicht auch die Eigentumskritik mit einbezieht.
Kommentar von abcdefgh am 8. November um 17:11 Uhr
Hallo Peinhard,
“In einem System der Akkumulation und des unbeschränkten Privateigentums gibt es keine ‘freie Konkurrenz’, sondern es entstehen unweigerlich Gütermonopole.”
Richtig, das passiert in einem entsprechndem Geldsystem, aber auch ein neutrales Geldsystem macht noch keine freie Wirtschaft!
Die anderen Monopole nicht vergessen.
(Machst Du nicht, aber Valentin wie viele andere hier auch nicht.)
Es gibt Eigentumskritik an Monopolen, und auch Möglichkeiten diese per Bürgergeld zu neutralisieren.
Eine Übersicht zu erlangen ist eine Sache,
Prüfsteine für deine Behauptungen sind andere:
Ohne Geld geht es doch anders.
Ob es unterschiede in Geldsystemen gibt.
Kommentar von abcdefgh am 8. November um 17:14 Uhr
@Lieber Peinhard,
ich möchte hier nicht obiges Buch zur Lösung der sozialen Frage wiederholen aber auch keine Unterstellungen. Die Fragen die Du stellst sind aber wirklich gut, um aus dem Wust an Widerspüchen auszubrechen. Allerdings vielleicht eher indem man sich über ihre impliziten Annahmen klar wird, nicht indem man die Zitate hier im richtigen Zusammenhang stellt.
Es ist z.B. absolut verständlich wenn man, wie z.B. auch von Pony geäußert, zunächst davon ausgeht, dass da welche das freie wirtschaften von uns Menschen zu Geldbezogen sehen. Gerade auch wenn man sich erst mal nur z.B. mit der prominentesten Arbeit von Helmut Creutz beschäftigt hat (Geldsyndrom), das eben ziemlich speziell ist. Alle Aspekte oder eben eine Übersicht ist auf diese Weise auch viel schwerer als mit einem entsprechendem 100 Seiten Buch zu gewinnen. Und erst mit der Übersicht lassen sich Prioritäten und Abhängigkeiten neu einschätzen und sortieren. Eine Übersicht über die Verwirklichungswege bietet Otto Valentin aber noch nicht; das Schicksal “der Grünen” im System zur Kriegspartei etc.
Ja, gerade die Situation ist interessant, in der von einer Knappheit lebenswichtiger Güter, aber auch von den Gütern die Produktionsmittel” genannt werden, nicht mehr die Rede sein kann.
Die “Produktionsmittel” von Handwerkern, Werkzeuge etc. kann man heute kaum als knapp bezeichnen, auch Maschinen sind erhältlich. Wenn es so wäre das Privateigentum das korrekte Kriterium wäre, dann müssten diese alle ihren Hebel haben ihre Rendite zu erzwingen. Gerade ihre Konkurrenz (zusammen laufen) verwehrt ihnen dies aber. Das Privateigentum “hilft” hier (ohne Monopole) in dieser Richtung nicht weiter. Wenn es hier nicht zum ausbeuten taugt heist das aber nicht das Privateigentum hier nicht andere vorzüge hat. Kooperation würde mehr Vergnügen oder Befreiung von der Arbeit ermöglichen, aber wenn sie Finanzrendite bringen müssen, ja dann wird der gemeinsame Lauf im Wettbewerb der Kooperation zum Kampf um Rendite (Verdrängungswettbewerb).
Monopole in privater oder staatlicher Hand werden an späterer Stelle behandelt.
Interssant ist die marxistische Sicht, wie sie eigenartiger Weise die Wirtschaft vernebelnde Begriffe und Annahmen nutzt/einführt. Das sage ich nur weil Du anscheinend auch Marx gut kenst und auch mit Abstand betrachten kannst. Gerade dafür ist das Buch von Otto Valentin gut, in klarer Weise geschrieben ermöglicht es einem nach unvoreingenommer Lektüre den Vergleich von anderen Schriften. Und zwar eher mehr anhand von Kriterien wirtschaftender Menschen als anhand von syntetisch dialektischen Konstrukten und Annahmen.
Wenn man sich das Dauergeldsystem wegdenkt bleiben Naturressourcen und Güter die verfallen oder Erhaltungsaufwand benötigen.
Die Aussage das der Geldzins ein Wiederschein ist stimmt natürlich insofern, dass jeder gezahlte Geldzins vom Schuldner für den Gläubiger beizubringen ist. Den Geldzins damit aber prinzipiell als Wiederschein abzutun verkennt aber, dass es bei bei Dauerschuldgeld nicht krisenfrei verschwinden kann. Mit einem Dauerschuldgeld ist es eine Vorraussetzung zur Finanzierung, dass der Geldzins größer als 0 plus erwartete Inflation ist. Mit einem geringeren Geldzins kommt keine Einigung zustande.
So wird mit einem Dauerschuldgeldsystem ein Finanzrenditezwang im System implementiert. Wiederschein schön und gut, wenn aber das Wirtschaften von einem Geldsytem abhängig ist und dieses System alle Wirtschaftsbereiche in denen kein Geldzins abgeführt werden kann abtrennt und totlegt, dann ensteht Zwietracht durch Geldlosigkeit (”Arbeitslosigkeit”) und vielfältige andere Krisenvorgänge.
Und das obwohl die eigentliche reale Wirtschaft doch auf Menschen und Ressourcen basiert, das Geldsystem, auf dem das Finanzsystem aufbaut, macht da eben einen kleinen aber großen Unterschied.
Mit der Kooperation bist Du da übrigens m.M.n. auf einer ganz heißen Spur, was verhindert Kooperation? Könnte fast im Valentin stehen, dass mit seiner sprachlich prägnanten Art nicht jeder voll mitgehen muss versteht sich ja von selbst.
Man könnte fast sagen die Grundlagen sind so einfach wie…
abcdefgh
(Alles Gute! Allen etwas Lesegeduld im November und wenig vorschnelle Urteile.)
Kommentar von abcdefgh am 8. November um 17:15 Uhr
Interssant ist die marxistische Sicht, wie sie eigenartiger Weise die Wirtschaft vernebelnde Begriffe und Annahmen nutzt/einführt. Das sage ich nur weil Du anscheinend auch Marx gut kenst und auch mit Abstand betrachten kannst. Gerade dafür ist das Buch von Otto Valentin gut, in klarer Weise geschrieben ermöglicht es einem nach unvoreingenommer Lektüre den Vergleich von anderen Schriften. Und zwar eher mehr anhand von Kriterien wirtschaftender Menschen als anhand von syntetisch dialektischen Konstrukten und Annahmen.
Wenn man sich das Dauergeldsystem wegdenkt bleiben Naturressourcen und Güter die verfallen oder Erhaltungsaufwand benötigen.
Die Aussage das der Geldzins ein Wiederschein ist stimmt natürlich insofern, dass jeder gezahlte Geldzins vom Schuldner für den Gläubiger beizubringen ist. Den Geldzins damit aber prinzipiell als Wiederschein abzutun verkennt aber, dass es bei bei Dauerschuldgeld nicht krisenfrei verschwinden kann. Mit einem Dauerschuldgeld ist es eine Vorraussetzung zur Finanzierung, dass der Geldzins größer als 0 plus erwartete Inflation ist. Mit einem geringeren Geldzins kommt kein Geschäft zustande.
So wird mit einem Dauerschuldgeldsystem ein Finanzrenditezwang im System implementiert. Wiederschein schön und gut, wenn aber das Wirtschaften von einem Geldsytem abhängig ist und dieses System alle Wirtschaftsbereiche in denen kein Geldzins abgeführt werden kann abtrennt und totlegt, dann ensteht Zwietracht durch Geldlosigkeit (”Arbeitslosigkeit”) und vielfältige andere Krisenvorgänge.
Und das obwohl die eigentliche reale Wirtschaft doch auf Menschen und Ressourcen basiert, das Geldsystem, auf dem das Finanzsystem aufbaut, macht da eben einen kleinen aber großen Unterschied.
Mit der Kooperation bist Du da übrigens m.M.n. auf einer ganz heißen Spur, was verhindert Kooperation? Könnte fast im Valentin stehen, dass mit seiner sprachlich prägnanten Art nicht jeder voll mitgehen muss versteht sich ja von selbst.
Man könnte fast sagen die Grundlagen sind so einfach wie…
abcdefgh
(Alles Gute! Allen etwas Lesegeduld im November und wenig vorschnelle Urteile.)
Kommentar von StephanB am 8. November um 20:00 Uhr
Von wegen chinesische Produkte noch ein Beispiel aus Nordafrika (vor kurzem gesehen in einem Filmbeitrag bei arte über den Kampf der Jugend und verschiedener Helfer gegen die Arbeitslosigkeit):
Ein algerischer oder marokkanischer junger Schneider fertigt in einem eigenen Laden (mit Hilfskredit) mit einem Kollegen Hosen und Jacken an. Die Hosen kann er für 3 Euro in der Nachbarschaft, an Freunde oder am Strand verkaufen.
Es gibt aber immer mehr chinesische (?) Händler bzw. Händler mit chinesischer Ware, die Hosen für 1 (einen!) Euro anbieten! Und das muß man jetzt mal vergleichen mit den Preisen, die man bei uns noch vor ca. fünf Jahren für eine Marken-Jeans bezahlt hat (ca. 60 Euro).
Noch eine Frage zu eventuellen Crash-Vorbereitungen:
Wie sieht es mit Grundbesitz aus, wenn man frei von Hypotheken ist? Wäre es nicht sinnvoll von den Grundbuchauszügen haltbare (!) Kopien, d.h. in gedruckter Form anfertigen zu lassen bzw. sich bei den Grundbuchämtern eine schriftliche Bestätigung über gesicherte Nachweise anfertigen lässt?
Die Frage ist wieviele Grundbuchämter heute noch ohne PC arbeiten.
In Meck-Pomm werden schuldenlose Haus- und Grundbesitzer über Nacht zu armen Mietern irgendwo in einer Großstadt, weil die Ämter die Berechnungsgrundlage z.B. für Abwasser von Dachfläche auf einmal auf Grundstücksfläche, d.h. je nach Grundstück ein mehrfach höherer Betrag, umstellen und die Besitzer diese Gebühren irgendwann nicht mehr bezahlen können => Verkauf des Hauses und des Grundstücks in kurzer Zeit => Verkauf unter Wert => Verarmung . Das ist natürlich kein Betrug, sondern beamtetes gesetzliches Vorgehen.
Kommentar von schere am 8. November um 20:41 Uhr
Was ich nicht kapiere ist die Tatsache wer denn die chinesischen Dollars kauft? Wen die chinesen die Dollar in Euro umtauschen wollen muss es ja jemanden geben der die kauft, und jemehr Dollar auf dem Markt sind um so mehr verliert er doch an Wert, oder? Das heisst die chinesischen Produkte werden zwangsläufig teurer für den amerikanischen Markt und die chinesen schneiden sich ins eigene Fleisch. Verlust des wertes ihrer Reserven plus weniger Export.
Oder wie?
Kommentar von schere am 8. November um 21:08 Uhr
laut chinesischer Botschaft stand 2006
Kommentar von StephanB am 8. November um 21:24 Uhr
Hallo Ihr Finanzfachleute,
Die haben im Falle einer Krise auch noch ein Wörtchen mitzureden, wenn es um die Versorgung geht, vor allem wenn dann die meisten, so wie ich vor ca. dreieinhalb Jahren, aufwachen.
vergesst bitte die Ingenieure, die ganzen Handwerker und auch die Bauern nicht!
Dann geht’s nämlich ab wie im Song von Geier Sturzflug (”In die Hände gespuckt….”). :-))
Und mit Hilfe der Natur ist viel mehr möglich als man denkt. Dazu die Namen Geoff Lawton(Das Wunder am Toten Meer, seltsamerweise ohne Bericht in den Medien: “The Dead Sea Valley Permaculture Project, http://permaculture.org.au/?page_id=12; Motto: You can fix all the world’s problem in a garden), P.A.Yeomans (”The keyline system”) oder auch G.F. van der Meulen (”Der intelligente Kulturdjungel” bzw. Eupatorium odoratum in Verbindung mit Centrosema pubescens (heute Centrosema molle))
Ich selber versuche gerade eine Förderung des Bundes für landwirtschaftliche Versuche mit diazotrophen Bakterien (gibts schon bei Erbsen, aber auch (!!!!!) passend für Getreide, Reis, Kartoffeln etc.), in Verbindung mit Naringenin (ein Flavonoid z.B. in Tomatenpüree enthalten) und in Zusammenarbeit mit einem ähnlich tickenden Bauern in MeckPomm (http://www.gutswerk.de) hinzubekommen. Das dies alles funktioniert ist schon bewiesen. Es geht nur darum allen Bauern, die nur das essen was sie kennen, zu zeigen.
Wußtet Ihr das die Firmen ESSO Chemical und Agrium Inc. Patente auf solche Bakterien (Rhizobakterien, Rhizo=Wurzel) halten? Tja, seltsam nicht für was sich Ölkonzerne alles interessieren, auch für nutzlose Dinge.
Ach ja noch was für die eigene Versorgung mit Heizenergie:
) bzw. aus Schrott und Sperrmüll herstellt.
http://www.einfaelle-statt-abfaelle.de (Originale von Christian Kuhtz aus Kiel, Ökopionier ohne Internet)
Wie man Solarkollektoren und andere solare Hilfswerkzeuge (Dörrofen, Destillierapparat, Solarkocher) mit einfachen Hilfsmitteln (z.B. Solarkocher aus einer blank polierten Sat-Schüssel; die Kocherhalterung hat man auch schon montiert
Laut Test-Bericht der DFVLR kann ein solcher selbstgebauter Kollektor bei 10° Außentemperatur (Februar/März) pro 1 qm Fläche täglich 56 Liter 52°C heißes Wasser bei Sonnenschein liefern.
Ach ja und aus Bier kann man übrigens Whisky herstellen. Das und andere nützliche Tricks stehen in dem Buch “Das neue Buch vom Leben auf dem Lande” von John Seymour.
Kommentar von schere am 8. November um 21:39 Uhr
Quelle
stand 2005
Kommentar von locke am 8. November um 22:05 Uhr
hallo leute
schaut doch mal hier rein
http://www.bueso.de/
oder hier
http://www.grundeinkommen.info/
ich denke: gute ansätze für die zeit “danach”
Kommentar von guadalupe am 9. November um 16:55 Uhr
@Peinhart
Ich betreibe keine Zinskritik. Meine Kritik ist wesentlich grundlegender. Sie setzt am Geldsystem an. Auch der (ewig positive) Zins ist wie die Monopolbildung nur eine Folge des fehlkonstruierten Geldsystems.
Es geht nicht darum, “das Geld wegzudenken”, sondern
1. das alte Geld zu verstehen.
2. es dann nach Möglichkeit nicht mehr zu benutzen (ihm die Kaufkraft nehmen)
3. es durch die Verwendung eines richtig konzipierten Geldes zu überwinden.
Dein Produktionskapital-Irrtum ist die Marxsche-Fährte, gelegt, um das alte Geldsystem auch bei den Kräften zu zementieren, die die soziale Frage (die Linken) interessiert.
Auch die Strike-Bikers sind drauf reingefallen. Sie nahmen der Heuschrecke das “Produktionskapital” weg. Ja, und dann? Wie finanzieren sie jetzt Wachstum, Wartung und neue Maschinen?
Egal. Das geklaute “Produktionskapital” ist wieder in der Hand der Finanziers dank der Gerichtsvollzieher und die Strike-Bikers nun Hartz-IV-Empfänger, bis sie vielleicht einmal anfangen, über Geld nachzudenken.
Kommentar von Haustyrann am 11. November um 00:06 Uhr
Nun gut, China möchte die Kaufkraft seiner Devisen behalten. Das leuchtet ein und ist auch logisch.
Trotzdem kann ich mir keine halsbrecherischen Manöver vorstellen, die den wichtigen Handelspartner USA ins Leere laufen lassen und obendrein das chinesische Prestigeobjekt Nummer eins, die olympischen Spiele des jahres 2008 , gefährden würden.
Was geschähe wohl in China , wenn auf einmal der Exportmarkt wegbräche?
Dann stünden China soziale Konflikte ins Haus, die von Abermillionen von Menschen nach Peking getragen würden…
Kommentar von MK am 29. November um 02:00 Uhr
Schon wieder daneben gegriffen! Ich glaube es wäre ganz ratsam sich mal in aller Ruhe ein Makroökonomiebuch (oder wenigstens Wikipedia ) zu Gemüte zu führen bevor die Leserschaft hier weiter mit ökonomischem Unfug zugespammt wird der vorne und hinten keinen Sinn ergibt.
Selbstverständlich hat eine Leitzinssenkung einen direkten Einfluss aus das “Auf oder Ab des Dollar” - nur eben nicht den den der im Artikel suggeriert wurde. Eine Leitzinssenkung macht die Währung auf dem Finanzmarkt unattraktiver und wird damit -ceteris paribus- zu einem Fall des Wechselkurses führen. Und es darf angenommen werden das Mr Bernanke das seit seinem freshman year weiß..
Kommentar von Peinhart am 29. November um 11:25 Uhr
Es geht also beim Geldkapital - um die Finanzierung von Produktionskapital. Dieses und seine in der Eigentumsordnung verankerte Möglichkeit, Gewinne zu erzielen, ist die Basis, das ‘Eigentliche’, und nur weil dem so ist, kann Geldkapital Zinsen verlangen - und muss künstlich verknappt werden. Die Macht des Geldkapitals gründet auf der des Produktionskapitals, und beide sind auf Gedeih und Verderb aneinander gekettet.
Kommentar von MK am 29. November um 15:09 Uhr
Genau das Gegenteil ist richtig - die Nachfrage von Ausländern nach Krediten in US-Dollar *SENKT* die Nachfrage nach Dollar und damit auch den Wechselkurs des Dollar in Euro.
Ein deutscher Unternehmer, der wegen der Zinsdifferenz einen Kredit in Dollar aufnimmt wird auch weiterhin seine Angestellten in Euro bezahlen. Er wird also einen Dollar-Kredit aufnehmen und die Dollars sofort in Euro umtauschen. Die Kreditaufnahme selbst ist irrelevant für den Wechselkurs und der Tausch der Dollars in Euros erhöht die Nachfrage nach EUROS und damit SINKT der Wechselkurs des Dollar in Euro.
Gleiches ist auch sehr schön an den “Carry-Trade” Geschäften mit Japan zu sehen - die Nachfrage nach japanischen Krediten erhöht das Angebot an Yen und senkt den Wechselkurs des Yen in Euro.