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"Das Schweigen der Quandts"

Eine deutsche Dynastie oder wie Reichtum sich vermehrt

Auf überraschende Weise - nämlich durch eine kurzfristige Programmänderung - “verirrte” sich am 30. September ein 60-minütiger Film in das späte Abendprogramm der ARD: “Das Schweigen der Quandts”. Der Film basiert auf einer fünf Jahre dauernden Recherche der Autoren Eric Friedler und Barbara Siebert und erzählt die Geschichte einer der reichsten und mächtigsten deutschen Industriellendynastien und ihrer Verstrickungen während des Nationalsozialismus.

Milliardenschwere Erben eines düsteren Kapitels deutscher Geschichte


Ursprünglich war die Ausstrahlung im November geplant, doch nachdem der Film am vorigen Sonntagnachmittag im Rahmen des “Hamburger Filmfests” gezeigt wurde, entschloss sich der NDR kurzfristig zum vorgezogenen Sendetermin.

In der Ankündigung des Filmfests in Hamburg wurden weder der Name “Quandt” noch die Autoren genannt:

“Die Autoren durchbrechen mit dieser Dokumentation eine Mauer des Schweigens. Seit mehreren Generationen verbirgt eine Industriellen-Dynastie sorgsam ihre Geschichte und die Herkunft von Teilen ihres Vermögens. Die Familie äußert sich niemals öffentlich und die Archive ihrer Firmen sind Journalisten aber auch Historikern verschlossen. Für diese Dokumentation recherchierten die Autoren vier Jahre lang in Archiven im In- und Ausland. Mit Hilfe der exklusiven Dokumente, die sie im Laufe ihrer Spurensuche zusammentrugen, gelingt es ihnen, Stück für Stück - wie in einem Puzzle - die wahre Herkunft des Familienvermögens offen zu legen. Der fehlende Wille, sich der eigenen Schuld zu stellen, die Selbststilisierung der Täter zu Opfern und die Versuche, sich einer Aufarbeitung zu entziehen - all dies ist typisch für “Die Familie” aber auch für andere Unternehmerfamilien. Allerdings gibt es einen maßgeblichen Unterschied: Anders als anderen Industriellen-Dynastien gelang es der “Familie” bis heute, die Quellen ihres Reichtums zu verschleiern und sich dem kritischen Blick der Öffentlichkeit zu entziehen. Die Dokumentation “Die Familie” schließt diese Lücke.”


Möglicherweise befürchtete man beim NDR juristische Schritte der Familie Quandt und zog deshalb den Sendetermin vor. Allerdings seien bei einer sauberen Recherche keine Einwände möglich, ist sich der NDR sicher. Ein Sprecher der Familie Quandt erklärte nach der Sendung, der Film werde nun nach und nach von den Familienmitgliedern gesehen und geprüft. Vorher sei noch kein abschließendes Urteil möglich. Im Film selbst kommt nur Sven Quandt - Enkel von Firmengründer Günther Quandt und 1956 geboren - zu Wort und bestreitet, mit dem Erbe auch Schuld übernommen zu haben.

Am Donnerstag, den 22. November, wird ab 21.00 Uhr die 90-minütige Langfassung der Dokumentation im NDR Fernsehen zu sehen sein. Um den Politblog-Lesern einen kleinen Vorgeschmack auf das “Vermögen” der Quandts und die ethische Haltung eines der Familienmitglieder in der Gegenwart zu veranschaulichen, möchten wir einen Artikel von Helmuth Creutz, im Juli dieses Jahres in der Zeitschrift “Humanwirtschaft” erschienen, an dieser Stelle noch einmal veröffentlichen.


Der Schnee von gestern, der Eisberg von heute


von Helmuth Creutz *

Rückblick:
Am 27. Juli 1990 informierte uns die Bildzeitung in gewohnt plakativer Manier über eine gewisse Susanne Quandt:
„Fräulein Quandt, 3 Milliarden, heiratet Herrn Klatten, 4600 Brutto“

Angesichts des von BILD genannten Vermögenswertes ahnte jeder, dass es sich dabei nur um die Tochter des Industriellen Herbert Quandt handeln konnte, der als einer der Hauptaktionäre von BMW häufiger in Zeitungsmeldungen auftauchte. Nun kam also auch seine Tochter in die Schlagzeilen, die von ihrem Vater drei Milliarden DM erhalten hatte, in heutiger Währung also rund 1,5 Milliarden Euro. Doch trotz ihres vermögenden Hintergrunds hatte sie – und das erklärt die zweite Hälfte der Schlagzeile – im Zusammenhang mit ihrer Ausbildung, vielleicht aber auch um einmal das Leben aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen, in einem Unternehmen eine Stelle angenommen. Inkognito verständlicherweise, so wie das die Fürsten früher manchmal taten, wenn sie sich „unters Volk“ begaben.

Und wie das Leben so spielt, lernte sie bei dieser Tätigkeit einen Jan Klatten kennen und lieben, ähnlich wie das in Märchen zwischen Prinzessinnen und armen Schafhirten manchmal beschrieben wird. Und ebenso wie in diesen Märchen musste irgendwann, zur Überraschung des Bräutigams,auch Fräulein Quandt das Geheimnis um ihre Herkunft lüften, was Jan aber nicht von der Heirat abschreckte!

Dies würdigte auch BILD gebührend und schrieb in ihrem damaligen Bericht: „Der gebürtige Hamburger hat die Liebesprobe bestanden und braucht nicht mehr für 4600 Mark brutto im Monat zu arbeiten. Er hat schließlich im Nobel-Ort Kitzbühl (Österreich) ein scheues Mädchen geheiratet, das alleine an Zinsen täglich über 650.000 Mark verdient.“

Der BILD-Journalist war also clever und hatte die 3 Milliarden einmal mit acht Prozent Verzinsung hochgerechnet, was im Jahr rund 240 Millionen ergab und damit tatsächlich jene 650.000 DM, die Fräulein Quandt – wie er schrieb – „täglich verdient“. Doch wie und womit „verdiente“ sie diesen Betrag eigentlich? Setzt „verdienen“ nicht die Erbringung einer Leistung voraus? Und kann tatsächlich je ein Mensch eine solche Leistung erbringen, und das nicht nur ein Mal, sondern jeden Tag? – Selbst eine solche Summe an einem Tag auf den Kopf zu hauen, wäre schon eine unmenschliche Leistung!

Und da dies auch Fräulein Quandt nicht schafft, musste sich ihr Vermögen zwangsläufig fast in der gleichen Größenordnung täglich vermehren, womit dann wiederum am nächsten Tag die Zinseinkommen noch größer wurden!

Dem BILD-Journalisten sind damals anscheinend ähnliche Bedenken gekommen. Auch wenn er die Frage nach dem „Woher“ nicht stellte, hat er zu rechnen angefangen, was eine solche Einnahme gemessen an dem Einkommen eines Normalverdieners bedeutet, zu denen er Herrn Klatten bis zu seiner Hochzeit wohl noch zählen konnte: „Jan hätte sich zwölf Jahre als Angestellter abplagen müssen, um die Tageseinnahmen seiner Frau zu verdienen.“

Zweifellos war auch dies richtig gerechnet, aber leider kann ein Normalverdiener ja nicht sein ganzes Einkommen hergeben, er muss auch noch von etwas leben! Lassen wir ihm also wenigstens zwei Drittel seines Einkommens, dann sind es bereits 42 Jahre, die ein Normalverdiener sich abplagen müsste, um mit einem Drittel seines Einkommens den Ansprüchen des damaligen Fräulein Quandts für nur einen Tag zu genügen.

Doch da diese Zahlung von 650.000 Mark kein einmaliger Vorgang ist sondern ein sich täglich wiederholender, müssen in Wirklichkeit an jedem Tag rund 14.000 Normalverdiener ihr gesamtes Monatsgehalt, bzw. 42.000 Normalverdiener ein Drittel davon Tag für Tag an Fräulein Quandt abtreten, um auf die von ihr erwartete Summe zu kommen!

Und – was hier für die 42.000 Normalverdiener im Falle Quandt zutrifft – galt in der Zeit um 1990 für alle arbeitenden Menschen! Sie alle mussten, ohne es zu wissen, mit ihren Ausgaben eine Art „zusätzliche Mehrwertsteuer“ zahlen, die alleine schon für die Bedienung der Schulden in Deutschland rund ein Drittel aller Haushaltsausgaben beansprucht und damit rund doppelt so hoch war, wie die Belastung durch die heutige normale Mehrwertsteuer. Und nimmt man noch die Ansprüche des schuldenfreien Sachkapitals hinzu, kommt man in unseren Tagen sogar auf einen gesamten Zinslastanteil in allen Ausgaben von 40 bis 45%!

Der Schnee von gestern – die Größen von heute

Natürlich sind die genannten Vermögensgrößen aus dem Jahr 1990 längst Schnee von gestern. In unseren Tagen wird das Gesamtvermögen – der jetzt als Frau Klatten geführten Erbin aus der Quandt-Dynastie – mit 7,5 Milliarden beziffert! Und zwar in Euro, womit es 5mal so groß ist, wie jene drei Milliarden DM bzw. 1,5 Milliarden Euro aus dem Jahr 1990! Und geht man nur von einer bescheidenen sechsprozentigen Rendite aus, dann werfen diese 7,5 Milliarden Euro heute jährlich etwa 450 Millionen Euro ab, was einen Monatsbetrag von 37,5 Millionen und Tagessatz von 1,25 Millionen Euro ergibt!

Damit ist also das Tageseinkommen von Frau Klatten, im Vergleich mit jenen 650 Tausend DM bzw. 332 Tausend Euro im Jahr 1990, immerhin auf fast das Vierfache angestiegen.

Denkt man angesichts solcher Zahlen an die Empfänger von Sozialhilfe, die sich monatlich mit einem leistungslosen Einkommen von etwa 750 Euro zufrieden geben müssen, dann entspricht das ebenfalls leistungslose Monatseinkommen von Susanne Klatten mit seinen 37,5 Millionen Euro dem von 50.000 heutigen Hartz-IV-Empfängern, die man so gerne als „Sozialschmarotzer“ tituliert!

Wie kam es zu dem Vermögenswachstum von 1,5 auf 7,5 Milliarden Euro?

Diese Verfünffachung des Anfangvermögens von 1,5 Milliarden Euro in rund 17 Jahren dürfte einmal Folge der bereits angesprochenen wundersamen zins- bzw. renditebedingten „Selbstalimentation der Geldvermögen“ sein, wie dies die Bundesbank einmal genannt hat. Zum anderen hatte die Familie des verstorbenen Herbert Quandt – neben den BMWAktien – auch noch weitere Firmenanteile geerbt, z.B. solche aus der Pharma-Sparte. Alle diese Vermögen werden von einer Aktiengesellschaft mit dem Namen Altana verwaltet, die nicht zufällig ihren Sitz in Bad Homburg hat, wo auch die Familie Quandt zu Hause ist. Und auch an diesen Vermögenswerten ist Susanne Klatten mit der Hälfte beteiligt, wie DIE ZEIT am 3. Mai in ihrem ganzseitigen Artikel berichtet!

Anlass für den ausführlichen Bericht war der Tatbestand, dass „Susanne Hanna Ursula Klatten, geborene Quandt, die größte Dividendenzahlung, die jemals in Deutschland an einen einzelnen Aktionär gezahlt wurde“ erhalten hat, nämlich „zwei Milliarden und 366 Millionen Euro“! Ähnlich wie bereits der BILD-Journalist im Jahr 1990, zog auch der Verfasser des ZEIT-Artikels, Rüdiger Jungbluth, einen griffigen Vergleich: „Um so viel Geld anzuhäufen, müsste man fünfeinhalb Jahre lang täglich eine Million im Lotto verdienen“ – wobei es in Wirklichkeit sogar sechseinhalb Jahre sind, wie sich aus der Division von 2.366 Millionen durch 365 Tage ergibt!

Grund für diese außergewöhnlich hohe Jahres-Ausschüttung ist nach dem Bericht der hohe Gewinn des Altana-Konzerns, der nach den Worten des Berichterstatters „in Geld schwimmt“. Erzielt wurde dieser hohe Gewinn durch den Verkauf der Pharma-Sparte an eine dänische Unternehmens-Gruppe, bei der man im Jahr 2006 insgesamt 4,6 Milliarden Euro eingefahren hat. Diese Gruppe hatte zwar – wie fast schon üblich – den Kauf z.T. mit aufgenommenen Krediten finanziert, aber gleichzeitig – wie auch schon üblich – angekündigt, in dem gekauften Konzern 1.250 Arbeitsplätze abzubauen, davon vor allem die 790 Mitarbeiter des Stammwerks der Altana in Konstanz.

Während also die Quandt-Erben „einen Rekordgewinn“ verzeichnen konnten und Susanne Klatten von der ZEIT als „Deutschlands Dividendenkönigin“ herausgestellt wird, müssen Arbeitnehmer aus dem Unternehmen, das diesen sagenhaften Verkaufspreis abgeworfen hat, nun um ihren Arbeitsplatz bangen! Oder anders ausgedrückt: Dank der Bekanntgabe dieser geplanten Entlassungen, war der Wert der Aktien besonders kräftig angestiegen und damit auch der Verkaufserlös und die diesjährige Gewinn-Ausschüttung.

Rechnet man – wie von der BILD-Zeitung vor 17 Jahren praktiziert – die von Susanne Klatten dabei erhaltenen 2.366 Millionen Euro in heutige Brutto-Monatslöhne von durchschnittlich 2.207 Euro um, dann müssten für diese Einmalzahlung gut eine Million Arbeitnehmer einen Monatslohn hergeben oder 89.300 Arbeitnehmer ihren ganzen Jahresverdienst!

Selbst die Süddeutsche Zeitung schrieb zu diesem Vorgang, dass man sich „aus der Verantwortung gestohlen habe“ und die Börsenzeitung meinte, man hätte nach dem Motto gehandelt, „nach uns die Sintflut.“

Die Entlassungsankündigung, die den Kurs der Aktien und damit die Auszahlungen an die Quandt-Familie so günstig beeinflusst hatte, war dann – wie DIE ZEIT weiter berichtet – ein Grund für den Betriebsrat des Konstanzer Werkes, Herrn Benz, aktiv zu werden. Im Hinblick auf die kreditfinanzierten Kaufanteile beklagte er mit Recht, dass die Belegschaft nun den „eigenen Verkauf finanzieren“ müsse!

In einem Schreiben an Susanne Klatten wies er darum auf einen vergleichbaren Vorgang hin, bei dem der Verkäufer eines Pharma-Unternehmens alle Mitarbeiter mit einem „Dankeschön“ von 10.000 Euro „an dem Geldsegen teilhaben ließ“, den er aus dem Verkauf erlöste. Allerdings war Frau Klatten, wie DIE ZEIT weiterhin berichtet, zu einem solchen „Dankeschön“ nicht bereit. Ihre Ablehnung begründete sie dem Betriebsrat telefonisch mit dem Hinweis, „dass sie mit dem Geld unternehmerisch tätig bleibe“. Wenn sie jetzt zahlen würde, dann sähe das so aus, als habe sie „ein schlechtes Gewissen bei dem Verkauf. Und das habe sie nicht.“

Rechnet man nach, dann hätte Susanne Klatten mit 10.000 Euro an jeden der 790 Beschäftigten im Stammwerk Konstanz zwar 7,9 Millionen Euro auf den Tisch legen müssen, aber gemessen an der Ausschüttung, wären das gerade einmal 1/300 gewesen, oder anders ausgedrückt: Ganze 0,33% der nun bei ihr verbleibenden 2.366 Millionen Euro!

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*) Helmut Creutz arbeitet in seinen Vorträgen gerne mit Beispielen, die einen Bezug zum wahren Leben darstellen. So nahm er 1990 einen Bericht der Bildzeitung über die Heirat der „mit Abstand reichsten Frau Deutschlands“ zum Anlass, um aufzuzeigen, wie sich Vermögenswerte entwickeln und welche Gewinne sie abwerfen.

Seitdem sind rund 17 Jahre vergangen und aufgrund eines sehr ausführlichen Berichtes in der „ZEIT“ vom 3.5.2007 – den er zum Vergleich heranzieht – lässt sich das Ausmaß der tatsächlichen Entwicklung erkennen. So wird aus „Schnee von gestern“ der dramatische Fingerzeig auf die Spitze eines Eisberges.

Der Artikel “Der Schnee von gestern, der Eisberg von heute” wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Humanwirtschaft und des Autors Helmuth Creutz übernommen. Er unterliegt dem Coyright.

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Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 4. Oktober 2007 von pony_huetchen geschrieben und in die Kategorie Geschichte eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Neutrino am 4. Oktober um 18:48 Uhr

Ein gutes Beispiel wie unser Geld, dank fehlendem Verfall/Alterung - wie es sämtliche Dinge tun, die wir mit unserer Arbeitskraft erschaffen - von unten nach oben fließt (entgegen der Naturgesetze). Unser Geld muß eine Umlaufsicherungsgebühr haben, damit es auch ohne Zins oder Rendite dem Markt zur Verfügung gestellt wird. Dadurch hätte der Großteil mehr als heute.

Der Zins und die Rendite sind ein Anreiz für die Geldbesitzer, das Geld dem Markt wieder zur Verfügung zu stellen und genauso wäre die Alterung/Verfall des Geldes durch die Umlaufsicherungsgebühr ein Anreiz der Geldbesitzenden, ihr Geld dem Markt wieder zur Verfügung zu stellen.

Kommentar von Peinhart am 4. Oktober um 19:08 Uhr

Und gleich zwei interessante Artikel zum Thema:

Die Macht der deutschen Wirtschafts-Dynastien
Familienunternehmen mischen die Unternehmenslandschaft auf. Haniel übernimmt die Macht bei Metro, Porsche bei Volkswagen. Doch das sind nur die zwei bekanntesten Beispiele. Auf allen Ebenen sind die Sippen so einflussreich wie nie zuvor.
‘Die Welt’

Zehn Millionen Millionäre
Die Zahl der Reichen und Superreichen wächst: Das verwaltete Finanzvermögen der Millionäre nimmt seit Jahren überproportional zu – es könnte im laufenden Jahr sogar erstmals die Marke von 100 Billionen Dollar übertreffen. Wo die Reichsten der Reichen leben.
‘Handelsblatt’

Kommentar von Reinhard am 4. Oktober um 20:16 Uhr

Kapitalkonzentration ist ein Segen, wenn sie sich in Produktionsmitteln niederschlägt, da dadurch eine höhere Produktivität entsteht. Dabei gelangt man irgendwann zwangsläufig an den Punkt, wo Überfluss produziert werden kann. Dieser wäre die Voraussetzung dafür, Geld als Tauschmittel abzuschaffen: jeder nimmt, was er braucht und lässt den Rest für andere…

Andererseits verlangt das derzeitige Wirtschafts-/Finanzsystem ständiges Wachstum. Auch dabei muss zwangsläufig irgendwann Überfluss entstehen. Was aber geschieht, wenn dieser Überfluss sich tatsächlich einstellt (was garnicht so selten vorkommt)? Man vernichtet ihn! Warum? Weil nur das Prinzip des Mangels es ermöglicht, zu manipulieren - und zu herrschen! Ebenso ist persönlicher Reichtum nur in einer Situation des Mangels möglich. Nur da macht Reichtum überhaupt Sinn (wenn man denn darin einen Sinn finden will).

Reiche Menschen sind nicht gesellschaftsfähig (denn sie agieren GEGEN die Gesellschaft). Woran liegt es nur, dass das meist genau umgekehrt gesehen wird? ;)

Vorsicht! Welches ist nun der Beweggrund für eine Kritik an persönlichem Reichtum? Ist es blanker Neid, dann ist der Neider nicht besser als der Reiche. Das ist wohl der häufigste Fall, denn bisher haben alle Revolutionen immer wieder zu denselben Zuständen geführt.

Es ist bislang noch das Privileg des Idealisten, freiwillig auf Privilegien zu verzichten. Wie würde er sich wünschen, auch noch dieses Privileg zu verlieren! Dann wäre die Gesellschaft endlich gesellschaftsfähig…

Kommentar von Steve.Wilcox am 4. Oktober um 20:18 Uhr

Da lob ich mir den ehem. Frontmann von SchwarzPharma.
(weiß den Name leider nicht mehr) Dieser hat beim Verkauf seines Unternehmens eine fünfjährige Arbeitsplatz-Garantie und eine Einmalzahlen für ALLE Vollbeschäftigen in Höhe von je 10.000,- Euro ausgehandelt. Hierfür hat er sich zurecht den Titel “Manager des Jahres” verdient.
… Wenn nur alle so denken und handeln würden, …

by Steve.Wilcox

Kommentar von winfried aus chemnitz am 4. Oktober um 20:27 Uhr

Vermögen und die Schuld der Herkunft ist die Irreführung an sich - auch das die deutsche Hochfinanz das sagen in der oberen Etage der Geldverschwörer hat!

“Das Schweigen der Quandts” - Welche Illusion in sich? Sollte die Familie auf allen Kanälen Werbung machen? Für Gesell?

Dazu braucht sie schon ihre eigene Medienhoheit - also man merke:

Hochfinanz + Medienkanal = Macht

Kommentar von Steve.Wilcox am 4. Oktober um 20:36 Uhr

@ winfried aus Chemnitz
es darf keiner Medien um mit Geld Macht aus zu üben. Denn allein die Drohung der Familie Quandt als Aktionär bei BMW auszusteigen würde für einen gigantischen Kursverlust führen, der BMW auf Kurz oder Lang in die Knie zwingt. Ganz zu schweigen was passiert, wenn die Quandts tatsächlich aussteigen…

@Neutrino
Projekte von alternativen Währungssystemen gibt es bereits.
Der Chiemgauer, Der Berliner und die Tauschringe in Argentinien.
All diese “Projekte” funktionieren einwandfrei und es machen immer mehr mit, aber sie sind immernoch zu klein um etwas größeres bewirken zu können.

Kommentar von freedomfighter am 4. Oktober um 20:51 Uhr

wie zynisch das fast jeden tag die hartz-4 empänger als die grossen abzocker hingestellt/propagiert werden…

traurig… der brainwash der massen

Kommentar von Neutrino am 4. Oktober um 20:57 Uhr

Denn allein die Drohung der Familie Quandt als Aktionär bei BMW auszusteigen würde für einen gigantischen Kursverlust führen, der BMW auf Kurz oder Lang in die Knie zwingt. Ganz zu schweigen was passiert, wenn die Quandts tatsächlich aussteigen…

Das muß nicht zwangsläufig sein. Wenn die Familie Quandt jemanden hat, der das ganze Aktienpaket übernimmt, wird das keine Auswirkung auf den Kurs haben.

Projekte von alternativen Währungssystemen gibt es bereits.

Das ist mir bekannt. Wobei Tauschringe nicht unbedingt etwas mit einer Währung zu tun haben.

So ein Tauschring könnte hier unter anderem entstehen: http://www.ocoola.com/

Die haben dort einen Bazar, in dem man Gegenstände und auch Dienstleistungen tauschen können soll. Wie das aber ablaufen wird, scheint noch offen zu sein. Die Seite selbst ist auch noch sehr neu und so wie es aussieht auch noch nicht so weit, daß sie einen Zustand hätte, den man Version 1 nennnen könnte.

Kommentar von schere am 4. Oktober um 21:00 Uhr

Es geht auch anders, respekt, auch wenn der Empfänger nicht meine Wahl wäre:

Michael May

Der 58-jährige Ex-Bergmann erbte ein Millionenvermögen von seiner Mutter. Den Großteil spendete er 2006 der sozialistischen Splitterpartei MLPD. “Die haben immer für die Arbeiter gekämpft”, sagt der Diplom-Ingenieur, der 25 Jahre lang im Bergbau arbeitete. “Ich komme gut mit dem aus, was ich habe.

Quelle:
Maischberger/ Das Erste

Kommentar von Steve.Wilcox am 4. Oktober um 21:11 Uhr

Die Tauschringe in Argentinien sind als gültige Währung akzeptiert wurden. Man wollte sich zum einen vor einer drohenden Inflation schützen und zugleich wollte man die damaligen Regierung nicht mehr unterstützen und “entzog” ihnen somit die finanziellen Mittel.

@neutrino
ich habe über ein Jahr lang als Daytrader meine Geld an der Börse verdient. Aktien können immer NUR dann verkauft werden, wenn es ein anderer kaufen WILL. Daher wird es IMMER einen geben, der das Paket kauft. Hierbei geht es den Börsianern aber nicht allein um den Geldtransfer, sondern der Verlust eines “zuverlässigen Finanzie” der durch einen “neuen” (meist weniger zuverlässig) ausgewechselt werden muss. Und genau diese Tatsache läßt den Kurs in die Tiefe rutschen - besonders, wenn die Famile sich ohne direkt ersichtlichen Grund (noch nicht veröffentlichter Streit in der Unternehmensführung) zurückzieht.
Siehe der Medienkonzern Kirsch, da hat nur die Aussage eines Deutschen Bank Funktionärs (die damalige Hausbank von Kirsch) über die Zahlungsmöglichkeit ausgereicht, um einen Konzern ! zu vernischten.

Kommentar von SaTa am 4. Oktober um 22:35 Uhr

Also,
ich bin selbst ein hochgeborener Kapitalist und geerbter Sohn der es sehr leicht im Leben hat.
Jedoch finde ich das man irgendwo auch Grenzen ziehen muss.
Ich habe das Glück das ich nie in meinem Leben einen Finger krumm machen muss (keine Motzerei bitte, denn trotzdem schafft meine Familie jedes Jahr viele neue Arbeitsplätze).
Jedoch finde ich diese Summen so absurd, da muss man sich doch überlegen ob man nicht auch mal solche Dreistigkeiten vom Staat aus fordern sollte.
Ich finde es dreist, soviel Vermögen zu besitzen und für die Gier dann noch Arbeitsplätze zu zerstören.
Die sollte enteignet werden.
Lasst ihr 100 Millionen Euro auf dem Konto, damit kann sie und die nächsten 100 Generationen ohne zu arbeiten königlich leben und fügt den Rest dem Staat zu damit das Volk entlastet wird.
Mein Bruder springt mit seinem Einkommen gerade über die Reichensteuergrenze, das tut besonders weh was da weggeht.
Widerrum kratzt es einen Menschen der so viele Millionen im Monat einnimmt überhaupt nicht, denn Proportional ist die Steuerlast wieder ein Witz…

Kommentar von Peinhart am 4. Oktober um 22:56 Uhr

Ich habe das Glück das ich nie in meinem Leben einen Finger krumm machen muss (keine Motzerei bitte, denn trotzdem schafft meine Familie jedes Jahr viele neue Arbeitsplätze).

Doch doch. ;-) Denn ‘Arbeitsplätze schaffen’ ist eben keine ’soziale Leistung’, sondern Quelle eures Reichtums. Da ist kein ‘trotzdem’. Natürlich macht es einen Unterschied, wie man das im einzelnen anstellt. Aber es ist wie gesagt kein Verdienst ‘an sich’.

Kommentar von Rusty_James am 4. Oktober um 23:17 Uhr

Ich habe die Doku zufällig gesehen und muss sagen sie ist sehr sehenswert.
Ich habe ehrlich gesagt noch nie zuvor den Namen Quandt gehört aber es ist erschreckend was man in der Doku über die Familie erfährt, z.B. Zwangsarbeiter werden ganz bürokratisch bei der SS bestellt, die Lebensdauer eines Zwangsarbeiters in der Quandtschen Batteriefabrik wird auf 6 Monate geschätzt und kurz nach Kriegsende geht das Geschäft unter brittischer Kontrolle weiter etc. wiegesagt sehr sehenswert.

Kommentar von Jockel am 4. Oktober um 23:21 Uhr

winfried aus chemnitz
Hochfinanz + Medienkanal = Macht

Ich habe mal ein wenig nach den Quandt’s geGooglet
und bin auf die Herbert-Quandt-Stiftung gestoßen. Dort gibt es unter Gesellschaft & Politik das
Herbert-Quandt-Forum - Junge Unternehmer und Gemeinsinn

Herbert-Quandt-Forum

Inhaltlich umfasst das Forum zwei Teile: Den ersten Teil bildet die „Speaker Series“ zur gesellschaftspolitischen Verantwortung von Führungspersönlichkeiten in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Diese Veranstaltungsreihe wird besonders durch die Persönlichkeiten der Vortragenden geprägt und weniger von spezifischen Fachfragen. Auch Vertreter der Kirchen, Gewerkschaften und NGOs (Non-Governmental Organisation) sollen zu Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen geladen werden. Den Studierenden wird so die Möglichkeit gegeben, eigene Ansichten und Werte zu reflektieren und Anregungen zu erhalten, die sie auf bevorstehende Aufgaben vorbereiten.

Der zweite Teil beinhaltet einen Seminar- und Praktikumsteil, der ab 2007/2008 im Rahmen des Bachelor of Science-Programms der WHU angeboten wird. In dem Seminar „Gesellschaft und Politik“ werden gesellschaftspolitische Fragen der Unternehmensführung interdisziplinär mit Dozenten verschiedener Fachrichtungen etwa anhand von Fall-Studien bearbeitet. Ergänzend zum Seminar bieten Praktika Gelegenheit, den Akteuren in Politik, Verwaltung, bei Interessenverbänden und NGOs über die Schulter zu schauen.

Mit dem „Herbert-Quandt-Forum – Junge Unternehmer und Gemeinsinn“ werden künftige Führungskräfte mit zusätzlichen Kompetenzen ausgestattet, die sie brauchen, um eine der Kernideen des Global Compact umzusetzen: Dass eine globalisierte Wirtschaft auch einer globalen Ordnung bedarf.

http://www.h-quandt-stiftung.d.....ge_id=1128

Soviel zu Hochfinanz + Medienkanal = Macht ;-)

Jockel

Kommentar von HP am 4. Oktober um 23:24 Uhr

Wieviel Geld darf man denn eurer Auffassung nach haben, damit es “Sozial” bleibt? Wie sollen Menschen eine Vergütung erhalten, die mit Privatkapital Unternehmen gründen, die dann vielleicht einen rapiden anorganischen Wachstum haben? (Ich denke da an den ein oder anderen Softwarekonzern aus den USA)
… Was wäre denn eurer Meinung nach gut?

PS: Ich denke auch ohne Zinssystem würde Frau Quandts Vermögen kaum schwinden … Habt ihr euch mal überlegt wie die Gewinnausschüttung bei den BMW Aktien so aussieht?

Lg HP

Kommentar von Jockel am 4. Oktober um 23:33 Uhr

Sehe gerade was das Handelsblatt heute schreibt

Zehn Millionen Millionäre
[...] Das verwaltete Finanzvermögen der Millionäre nimmt seit Jahren überproportional zu – es könnte im laufenden Jahr sogar erstmals die Marke von 100 Billionen Dollar übertreffen.
[...] Die Zahlen stammen aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Demnach werden rund 70 Prozent des globalen Vermögens oder knapp 70 Billionen Dollar noch immer von Personen aus Nordamerika und Europa gehalten [...]

http://tinyurl.com/yvs3r7

Ich hoffe der Link funktioniert :-) der Originale war soo… lang

Jockel

Kommentar von winfried aus chemnitz am 4. Oktober um 23:52 Uhr

@ Steve.Wilcox am 4. Oktober um 20:36 Uhr

***es bedarf keiner Medien um mit Geld Macht aus zu üben. Denn allein die Drohung der Familie Quandt als Aktionär bei BMW auszusteigen würde für einen gigantischen Kursverlust führen, der BMW auf Kurz oder Lang in die Knie zwingt. Ganz zu schweigen was passiert, wenn die Quandts tatsächlich aussteige***

Das ist in dieser Ebene die kleine Macht - denn ob es BMW gibt oder wer BMW besitzt spielt keine echte Rolle. Ob es aber ein System gibt indem die Ärmeren an die Reicheren eine art Steuer zahlen - das ist wirkliche Macht!

Wenn also zur Hochfinanz die Medienmacht hinzu kommt - erst dann wird man zum wirklichen Player - dieser Artikel soll auch mehr vorbeugen als aufklären - weil die Familie Rothschild International in das Visier der Welt gekommen ist - also lenken wir mal etwas ab! Nicht die Famile ist das Problem sondern das System und dieser Unterschied entscheidet über Leben und Tot oder um Frieden und Bürgerkrieg!

Kommentar von pony_huetchen am 4. Oktober um 23:55 Uhr

:-) Hatte doch Peinhard schon geschrieben
GUCKE , Jockel - aber besser doppelt als gar nicht. Da sammelt sich ja schon wieder einiges für ein neues Thema

So - und hier nur auf die Schnelle von mir:

Buchrezension
R. Jungbluth: Die Quandts

So ist positiv zu vermerken, dass Jungbluth keine einseitig gefärbte Erfolgsgeschichte liefert, vielmehr auch die Schattenseiten dieses Erfolgs beleuchtet: etwa die Skrupellosigkeit Günther Quandts; das auf dem Gelände der AFA in Hannover-Stöcken befindliche KZ mit in der Spitze 1.500 dort inhaftierten Arbeitssklaven, die in der Akkumulatorenproduktion unter barbarischen Bedingungen ohne Schutzkleidung die giftigen Dämpfe der warmen Bleimasse einatmen und selbst von Bleikoliken geplagt weiter schuften mussten; die tückischen, drei- bis vierhundert Stahlsplitter verschießenden Landminen des Typs DM 31, die von den Industrie-Werken Karlsruhe, den ehemaligen Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken, nicht nur an die Bundeswehr hunderttausendfach geliefert wurden, sondern über Exporte an Großbritannien, Frankreich, Schweden und Dänemark auch in die Dritte Welt, etwa nach Äthiopien, Angola, Eritrea und Sambia, gelangten

Und hier noch WIKI allgemein zu den Beteiligungen der Quandts heute

Kommentar von winfried aus chemnitz am 4. Oktober um 23:56 Uhr

@ HP am 4. Oktober um 23:24 Uhr

Wieviel Geld darf man denn eurer Auffassung nach haben, damit es “Sozial” bleibt?

Diese Frage läßt sich so natürlich nicht beantworten aber es wird wohl weniger als 100 des Volksvermögens sein oder weniger als 90% ? Oder doch weniger als 50%?

Nehmen wir aber die einfachste Art der Antwort -Geld darf man nicht besitzen nur Besitztümer!

Kommentar von winfried aus chemnitz am 4. Oktober um 23:58 Uhr

Wenn aber beim Literaturlink sind zum Thema Hochfinanz / Krieg dann empfehle ich Diesen!

http://tinyurl.com/ymhxnp Professor Guido Preparata

Kommentar von Nemo am 5. Oktober um 00:13 Uhr

Rechnet man die von Susanne Klatten dabei erhaltenen 2.366 Millionen Euro in heutige Brutto-Monatslöhne von durchschnittlich 2.207 Euro um, dann müssten für diese Einmalzahlung gut eine Million Arbeitnehmer einen Monatslohn hergeben oder 89.300 Arbeitnehmer ihren ganzen Jahresverdienst!

Tja, das ist Kapitalismus. Erleuchtend, es mal in Heller und Pfennig übersetzt zu bekommen. Da geht einem das Messer in der Tasche auf. Aber Ihr wollt es so. Denkt daran, wenn Ihr bei der nächsten Wahl wieder der politischen Klasse huldigt und vielleicht glaubt, dass Ihr progressiv seid, weil Ihr SPD oder Grün wählt: Ihr habt es so gewollt.

Kommentar von Steve.Wilcox am 5. Oktober um 00:29 Uhr

Wieviel Geld darf man denn eurer Auffassung nach haben, damit es “Sozial” bleibt?
Da gibt es keine feste Grenze, denn jeder leistet unterschiedliche Dinge gegenüber der Gesellschaft.
Bei der Frage geht es (denke ich) viel mehr um den Psychologischen Faktor - ab wann werde ich neidisch auf das Geld der anderen ?
Dem Fakt kann man entgegen gehen, in dem man die Einkommen nach oben hin deckelt.
Aus eig. Erfahrung (war mal Angestellter mit diesem Verdienst) kann ich sagen, das man in Deutschland mit einem Nettoeinkommen von 1500,- recht passabel leben kann.
Ich hatte auch schon 3000,- im Monat - Selbstständigkeit.
Aktuell schaffe ich es auch mit 660 (Bafög+KiGe) und es geht ebenso.
Aber was will ich mehr als eine Wohnung + Auto + vollen Kühlschrank ? Alles was hier nun als Antwort folgt und somit meist den Verdienst von 1500,- im Monat übersteigt - darf meiner Meinung nach als “Überfluß” betitelt werden.
Für mich gibt es in diesem Leben aktuell unterschiedliche Ziele (Systemabhängig): sollte das System so bleiben wie es ist, habe ich das Ziel 5 mio. Euro zu verdienen, mir eine Insel mit Haus und Boot zu kaufen und von den restlichen Zinsen zu leben.
Bei einem Systemwechsel, z.B. mit bedingungslosen Grundeinkommen und einer Besteuerung für gedeckelte Einkommen/Gewinne wäre ich auch durchausbereit für 1500,- mtl. weiterhin mein Leben zu fristen.
by Steve.Wilcox

Kommentar von Nemo am 5. Oktober um 00:43 Uhr

Wieviel Geld darf man denn eurer Auffassung nach haben, damit es “Sozial” bleibt?

Es ist weniger eine Frage der absoluten Höhe, sondern der Gerechtigkeit - d.h. der Spannweite der Einkommen. Der Artikel handelt von einem absurden Extrembeispiel - aber auch ungeachtet dessen (ohne völlige Gleichmacherei zu befürworten) sind die Unterschiede zwischen arm und reich viel zu groß. Wenn es gerechter, d.h. ausgeglichener zuginge, dürfte es in absoluten Zahlen gerne auf einem materiell niedrigeren Niveau sein, solange die Grundbedürfnisse befriedigt werden. Etwas weniger Konsumismus und Materialismus wäre gewiss auch gut für das geistig-moralische und gesellschaftlich-soziale Klima (und für die Umwelt obendrein).

Kommentar von Hendrik am 5. Oktober um 01:26 Uhr

Anmerkung: Susanne Klatten besitzt laut Wikipedia zur Zeit ca. 9,6 Mrd Euro.

Wieviel Geld darf man denn eurer Auffassung nach haben, damit es “Sozial” bleibt?

Na soviel, dass alle Menschen davon befriedigt leben können, und nicht nur weniger als 2 Mrd.

Kommentar von Reinhard am 5. Oktober um 04:23 Uhr

Wir können die Geldversorgung in die eigenen Hände nehmen, statt uns von Banken und Kapitalgebern abhängig zu machen, weil wir große Ansammlungen von Geldvermögen als Folge asozialer Bereicherung erkennen und nur bedingt für schützenswert erachten.

http://www.egon-w-kreutzer.de/.....gen16.html

Kommentar von JohnD am 5. Oktober um 06:28 Uhr

Rechnen wir es doch mal genau aus.

Nehmen wir an, wir wollen 8 Milliarden Menschen mit einem Monatseinkommen von Euro 1.000 versorgen. Damit kann man in hochentwickelten Ländern gut leben und ich Entwicklungsländern sogar Unternehmen gründen. Wohlgemerkt sind in den 8 Mrd. eine Menge Kinder und Greise dabei.

Ich komme auf eine Summe von 96 Billionen Euro. Das stiften die Zehn Millionen Millionäre doch locker mal. Es handelt sich ja um die Privatvermögen. Zehn Millionen enteignen, die ganze Welt versorgen.
Ist natürlich eine Milchmädchenrechnung, aber sie zeigt, wie wenig man eigentlich tun müsste, damit alle Menschen vernünftig leben können.

Eine vernünftige globale Gesetzgebung wäre vonnöten, aber die Durchsetzung wird wohl eher anders laufen.

Kommentar von Steve.Wilcox am 5. Oktober um 06:44 Uhr

ähm - wenn man das Privatvermögen aller 1 mio. Millionäre hernimmt um die ganze Weltbevölkerung mit mtl. 1000,- zu versorgen - dann reicht das “nur” 45 Tage.
by Steve.Wilcox

Kommentar von Steve.Wilcox am 5. Oktober um 07:05 Uhr

Oh - enttschuldignung - hab mich verrechnet - es reicht 315 Tage :-)

Kommentar von A.Berger am 5. Oktober um 09:14 Uhr

Wenn man das Vermögen zB der Quandts mit dem heutigen Aktienkurs der BMW Aktien ausrechnet und einfach nur multipliziert, ist das irreführend und ich finde solche Rechnungen äußerst unklug und unfair.

Denn würden die Quandts ihre Aktien auf den Markt werfen, dann würde der Kurs sehr schnell bis ins NICHTS verfallen. Diese Werte sind also reine Rechenspielereien und nichts weiter.

Private Großunternehmer, die langfristig beherrschende Anteile innerhalb ihrer Familie halten, die KEINE Spekulationsgeschäfte machen, die vorausschauend mittel- und langfristige Investitionen machen, handeln nicht nur sinnvoll im Interesse ihrer eigenen Kinder und Enkel, die das mal erben, sondern auch sehr, SEHR sinnvoll im Interesse der Arbeiter und deren Kinder und Nachfolger.

Solche Großeigentümer tragen - unglaublich wertvoll- ihren Beitrag dazu bei, daß sich die Eigentumsverhältnisse an Großbetrieben eben NICHT aufsplittern und im Abstrakten verlieren. In den heutigen börsegehandelten Unternehmen wissen heute zehntausende Kleinaktionäre nicht, was ihnen genau gehört. Entscheidungen werden nicht aufgrund langfristigen Nutzens für das Unternehmen getroffen, sondern nur aufgrund kurzfristiger Aktienkursmanipulation und Kurshochschrauberei. So werden heute wichtige Investitionsgüter nicht im Unternehmen erhalten (man hat keine Weisheit mehr, etwas brach liegen zu lassen, weil es später umso mehr einbringt), Grundstücke und Patente werden zu früh verkauft und der Firma langfristige Entwicklungschancen genommen.

Nur solche Großeigentümer wie die Quandts wissen, was ihnen gehört und kümmern sich um das Wohlergehen des Unternehmens, WEIL es ihnen gehört. Nur sie können einschätzen, daß sich ihre heutige Investition in gründliche Arbeiterausbildung lohnt, weil sie diesen Arbeiter auch noch in 10 Jahren beschäftigen wollen. Sie wissen, daß Treue und Zufriedenheit der Arbeiter ihnen langfristig viel Geld und gute Qualität der Produkte einbringt. Ein guter und erfolgreicher Großunternehmer ist nett zu seinen Arbeitern, denn er kennt ihren Nutzen und schätzt ihre Treue.

Nur Großfamilien sind imstande langfristig im voraus zu investieren und damit den Betrieb über Generationen gesund zu erhalten. Sie würden einen Betrieb nur dann verschulden, wenn es sich rechnet.

Das Zerstörerische am heutigen Raubtierkapitalismus ist, daß er die gesunden Unternehmen zerstört. Das Eigentümerkapital ist so sehr zersplittert, geradezu abstrahiert in irgendwelche Aktien- und Zertifikatspapiere, sodaß es keine emotionale Beziehung mehr gibt zwischen Eigentümern und den betriebsführenden Angestellten und den Arbeitern. Den AUSSCHLIESSLICH KURZFRISTIG am Aktienkurs interessierten Aktienkäufern (=Minieigentümern) ist es völlig egal, ob eine Maßnahme für das Unternehmen langfristig gut ist oder nicht, ob eine Entscheidung gar zerstörerisch und dumm ist. Sie interessiert nur der kurzfristig steigende Aktienkurs, die Ausschüttung exakt in diesem Jahr und dann verkaufen sie die Papiere weiter und “hinter mir die Sintflut”. Dann wird der Vorstand ausgetauscht, der nächste, dessen Gehalt in der Regel am Aktienkurs gekoppelt ist, presst das Unternehmen noch weiter aus und das Spiel geht so fort, bis das Unternehmen ausgehöhlt und tot ist. Es werden dort keine Arbeiter mehr ausgebildet, obwohl diese Unterlassung langfristig völliger Schwachsinn ist oder treue Leute werden entlassen und verstört. Es kommt nur auf den maximalen Gewinn in einem extrem kurzen Zeitraum an, Zb pro Quartal.

Wertvollste Produktionsgüter werden weggeworfen und kurzsichtig verkauft, nur weil man nicht mehr in die Zukunft blickt und an Übermorgen denkt. Die Treue der Arbeiter, die in Wahrheit langfristig viel viel Geld wert ist, wird als wertlos hingestellt.

Familien wie Quandts machen keine sinnlosen zerstörerischen Kurzfristentscheidungen, weil sie wollen ihren Besitz erhaten und noch ihren Enkeln vererben.

Natürlich verdienen sie als Eigentümer mehr als der einfache Arbeiter. Aber der gemeinsam erwirtschaftete Nutzen kann gerecht über die Steuern und Löhne ausgeglichen werden.
Der gerechte Anteil am jeweiligen Jahresgewinn einer großen Firma muß Jahr für Jahr anhand der Tarifverträge neu ausgehandelt werden.

Man soll es den Quandts nicht neiden, daß sie BMW besitzen, ich WÜNSCHTE mir, Deutschland wäre voll mit Familien wie den Quandts und ihren Fabriken und die börsennotierten Unternehmen, die reine plündernde abstrakte Kapitalträgerstrukturen darstellen, würden endlich verschwinden.

Kommentar von woody am 5. Oktober um 09:29 Uhr

hmm und was glaubt ihr wie lange es dauert bis des geld wieder auf 10 millionen millionaere verteilt ist??

ein jahr? zwei? sorry aber ich kann nicht wirklich erkennen wo da der sinn ist, wenn man sonst nichts aendert??

Kommentar von A.Berger am 5. Oktober um 09:29 Uhr

Ach ja,

und zum Hauptartikel:
Seht ihr es denn nicht? Hier läuft nichts anders ab als eine primitive Geldbeschaffungskampagne mit Rufschädigungsdrohung. Vermutlich haben sich Quandts nicht erpressen lassen, um diesen Film zu verhindern…

Wie immer.. Systematisches Abmelken von allem und jedem, der im 20. Jahrhundert existiert hat. . ..

Kommentar von Peinhart am 5. Oktober um 10:31 Uhr

qA.Berger: Es geht gar nicht so sehr um das Vermögen ‘an sich’, sondern um die exponentielle Dynamik, die solche Vermögen generieren und auf die in dem Artikel ja auch in erster Linie hingewiesen wird. Selbst wenn wir nur solche familiären Großeigentümer hätten, hätten wir über kurz oder lang einige wenige Familiendynastien, die wesentlich über den Fortgang der Entwicklung einer Gesellschaft entscheiden würden, über die Entscheidung in welche Technologien investiert wird, über Einflussnahme auf politische Entscheidungen qua ‘Rückzugsdrohung’, über Medienbeteiligungen, ‘Think Tanks’ etc.

Das widerspricht essentiell jedem demokratischen Anspruch einer Gesellschaft und hebelt diesen letztlich völlig aus. Der etwas langfristigere Ansatz, den diese Dynastien pflegen mögen, ist auch schon der einzige Unterschied zu den weitgehend anonymen ‘Kapitalklumpen’ und den Herrschaften, die dort an den Schalthebeln der Macht sitzen.

Das führt letztlich zurück in den Feudalismus, wobei die ‘alte’ Rolle des Grund und Bodens nun eben von den ‘neuen’ Produktionsmitteln eingenommen wird. Und wir dürfen uns fragen, ob diesser Zustand nicht schon längst erreicht sei. Was du uns hier vorbetest, ist letztlich nichts als der Glaube an den guten König bzw die weisen Fürsten, die die Geschicke ‘ihres’ Volkes (’ihrer’ Arbeiterschaft) führen.

Deine Theorie des ‘Abmelkens’ dieser Herrschaften qua Erpressung ist in diesem Zusammenhang eigentlich nur noch peinlich - wer melkt hier wen…?

Kommentar von A.Berger am 5. Oktober um 11:15 Uhr

@Peinhaupt

wenn die bestehende “Verteilung” des erworbenen Volkseinkommens in einem Staat in Schieflage geraten ist…. was sie heute tatsächlich ist (Hartz 4 und die kapitalanlage- bevorzugenden Gesetze sind zweifelsfrei ein Skandal).. .. dann darf ich nicht an der falschen Stelle der Produktionskette ansetzen und die entscheidenden produktiven Teile der Gesellschaft, wie die Quandts, eliminieren.

Ich würde damit die produktivsten, das System tragende Äste abschneiden!

Wenn die “Verteilung” in Schieflage ist, muss ich, wie es sich in einer ordentlichen Demokratie gehört, GESETZE zur GERECHTEREN Besteuerung und gerechteren Umverteilung des GEMEINSAM erworbenen GEWINNES machen.

Großbetriebe, Betriebe generell MÜSSEN von einem KOPF geleitet werden. Es wäre lächerlich, dumm und kontraproduktiv, in einem Wirtschaftsbetrieb Basisdemokratie einzuführen. Es gäbe keinen schnelleren Weg um pleite zu machen.

Der von dir als negativum genannte “Feudalismus ” ist also keinesfalls negativ zu betrachten. Er ist notwendig, nützlich und sinnvoll, und zwar im Produktionsprozeß. Bei allen betrieblichen Entscheidungen.

Bei der VERTEILUNG der zuvor “auf feudalem Weg” erwirtschafteten Gewinne kann dann gerne wieder Basisdemokratie und Geschenkeverteilung einkehren. Man darf dem Großeigentümer bloß nicht die Lust nehmen, sich für seine Enkel anstrengen zu wollen, ansonsten kann man ihm meinetwegen die Hosentaschen gerne leeren.

Insofern stehen wir nicht auf der Stufe früherer Ausbeutungssysteme, wo sich der Fürst sämtliche Gewinne unter den Nagel reißen konnte. Der heutige “Fürst” muß auch nicht “gut” sein, er soll seinen Betrieb nur so führen, daß er maximal viel und beste Produktionsanlagen - Qualität an seine Erben weitervererben kann. Bereits dann profitiert die gesamte Volkswirtschaft durch seine, (nur) auf den ersten Blick, “egoistischen” Entscheidungen.

Es ist also besonders wichtig, daß Familien wie die Quandts ihr Vermögen in Form von gut ausgestatteten Betriebsstätten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Sie müßten das ja nicht tun, sie könnten auch, vielleicht etwas ärmer, aber umso gelassener, in der südlichen Sonne liegen und keine Autos bauen und nicht für ihre Enkel ansparen. Dann gäbs in Deutschland halt auch keine BMW und keine Arbeitsplätze bei BMW und einen deutlich geringeren Gesamtvolks- Wohlstand.

Kommentar von Peinhart am 5. Oktober um 12:12 Uhr

dann darf ich nicht an der falschen Stelle der Produktionskette ansetzen und die entscheidenden produktiven Teile der Gesellschaft, wie die Quandts, eliminieren.

Die sind überhaupt nicht ‘produktiv’, ihnen gehört nur zufällig das, was zur Produktivität benötigt wird.

Großbetriebe, Betriebe generell MÜSSEN von einem KOPF geleitet werden. Es wäre lächerlich, dumm und kontraproduktiv, in einem Wirtschaftsbetrieb Basisdemokratie einzuführen. Es gäbe keinen schnelleren Weg um pleite zu machen.

Dann beschäftige dich mal mit zB der spanischen ‘Großkooperative’ Mondragon. dazu gebe ich absichtliche keine Links an, man findet auch so genug.

Insofern stehen wir nicht auf der Stufe früherer Ausbeutungssysteme, wo sich der Fürst sämtliche Gewinne unter den Nagel reißen konnte.

Das konnte auch der Fürst nicht, auch er musste zumindest die Reproduktion seiner Untertanen gewährleisten.

Es ist also besonders wichtig, daß Familien wie die Quandts ihr Vermögen in Form von gut ausgestatteten Betriebsstätten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Das Argument beisst sich in den Schwanz - nur weil all dies ‘privat’ ist, muss es ‘zur Verfügung gestellt werden’ (im übrigen ein Euphemismus erster Güte). Die Quandts können im übrigen auch so in der Sonne liegen, sie bauen wie gesagt keine Autos, sie lassen bauen. Sie sind im eigentlichen Produktionsbetrieb vollkommen überflüssig.

Der von dir als negativum genannte “Feudalismus ” ist also keinesfalls negativ zu betrachten. Er ist notwendig, nützlich und sinnvoll, und zwar im Produktionsprozeß. Bei allen betrieblichen Entscheidungen.

Es ist wohl eine ausgesprochener ‘Köhlerglaube’ (nett, dass dies zZt noch eine Bedeutung mehr hat…), zu denken, man könne den Produktionsprozess und die ‘Gesellschaft’ getrennt betrachten. Nichts formt eine Gesellschaft so wie die Art ihrer (Re-) Produktion.

Kommentar von guadalupe am 5. Oktober um 12:24 Uhr

@A.Berger
Es ist schon traurig. Da werden “irgendwie” Schieflagen unseres alten Geldsystems “erkannt” und sofort nach Gesetzen (Verboten) und Vater Staat gerufen, der das irgendwie richten soll.

Da wird die Anstrengung findiger Unternehmer, die unter oft harten Entbehrungen eine Idee verfolgen und diese Bedingungen und Risiken ohne Gewinnaussicht wohl nicht verfolgen würden mit “Großeigentümern” in einen Topf geworfen.

Ein Großeigentümer strengt sich nicht an für seine Enkel, sondern verdient sekündlich Unsummen sogar im Schlaf. Er ist Kapitalbesitzer und nicht Unternehmer. Er erhält seinen Zins nicht als Entlohnung für gute Unternehmensführung, sondern für das Bereitstellen von Zetteln.

Gegen eine Entlohnung für eine Geschäftsführung ist doch nichts einzuwenden. Einzuwenden ist aber, daß der von den Arbeitenden (Arbeiter wie mitarbeitende Unternehmer) erarbeitete Mehrwert zu einem großen Teil Zettelbesitzern für die Leihe abzugeben haben.

Dieser Umstand ist aber der Tatsache zu verdanken, daß altes Geld als zinspflichtige Schuld in die Welt kommt und Zinsen verlangt.

Hast Du aber ein Geldsystem, das auf Zins verzichten kann, hört der Spuk auf.

Selbst wenn Gesetze und Verbote als Regulativ zur durch das alte Geldsystem bedingte Vermögenskonzentration wirken könnten.

Es macht Null Unterschied ob eine Frau Quandt ihr Vermögen bei Blackstone investiert oder 10 Millionen Arbeitnehmer ihre Klein-Ersparnisse Blackstone zu Altersabsicherung “anvertrauen”.

Bei letzteren machst Du halt 10 Millionen zu leistungslosen Ausbeutern.

Kommentar von aristo am 5. Oktober um 12:39 Uhr

@A.Berger

die quands sind produktiv? das ich nicht lache.

Kommentar von guadalupe am 5. Oktober um 12:54 Uhr

@Peinhart
“Nichts formt eine Gesellschaft so wie die Art ihrer (Re-) Produktion.”

Volle Zustimmung.

Produziert wird -hoffentlich- immer. In der “Art” der Produktion liegt der Hase im Pfeffer. Und dann sind wir nicht mehr in der Produktionssphäre, sondern in der Finanzierungssphäre.

Und dann sind wir beim Geldsystem. Selbst wenn ausgebeutete Arbeitnehmer sich gegen einen Kapitalbesitzer wie hier mit dem okkulten Namen LoneStar wehren (Beispiel

http://www.strike-bike.de/1/in.....p;hl=de_DE

), werden sie im alten Geldsystem doch wieder einen “Investor” finden müssen, der aber nur investiert, wenn er Rendite (Mehrwert abschöpfen) erhält.

Oder vielleicht nicht?

Die haben sich noch einmal gerettet. Sie haben Gutscheine herausgegeben gegen die sie eines Tages Fahrräder liefern werden.

http://www.strike-bike.de/1/

Erfolgreich. Was alles möglich ist, wenn man sich über Gutscheine finanziert.

Kommentar von A.Berger am 5. Oktober um 13:21 Uhr

Peinhaupt, man sollte sich nicht in Opposition verfangen, nur weil es nach außen hin so aussieht, als ob jemand “ungerecht viel Geld hat”.

Haben die Quants denn tatsächlich sooo viel “Geld”, wenn sie es nicht frei verfügbar halten, sondern diese Gelder gebunden sind in großen Produktionsanlagen? In langfristigen Forschungsprojekten, in hochtechnischen teuren Anlagen gebunden, in denen wertvolle Produkte hergestellt werden, die den Volkswohlstand des ganzen Landes erhöhen?

Der deutsche Volkswohlstand hängt ganz entscheidend davon ab, ob es genug Menschen wie die Quants gibt, die ihr Vermögen in Form von Produktionslagen halten und damit Wohlstand erzeugen und nicht nur Konsumartikel verbrauchen oder ihr Vermögen unproduktiv herumliegenlassen.

Man sollte dieses “rheinische, Quantsche” Wirtschaftssystem mit dem kommunistischen Produktionssystem, mit seinen “gerechten” kommunistischen Eigentumsverhältnissen und dessen Fähigkeit Volkswohlstand zu erzeugen, vergleichen. Dieses kommunistische System ist wegen seiner Zersplitterung der Produktivkräfte und überall fehlender persönlicher Initiative grandios gescheitert. Es durfte dort keinen CHEF geben, der im Eigeninteresse eine Sache vorantreibt und zum persönlichen Nutzen arbeitet. Und das war falsch.

Auch das US System der Machtverteilung in Form von Aktien auf die Schultern vieler und damit die de facto Entmachtung aller, das Prinzip der abstrakten Kapitalakkumulation in Aktiengesellschaften, entpersonalisiert, rein am kurzfristigen Gewinn orientiert, auch genannt Heuschrecken - Raubtierkapitalismus, ist grandios gescheitert und hat in der Welt und in Deutschland eine Verwüstungsspur sondergleichen von zerstörten ausgesaugten überschuldeten Betrieben, Massenarbeitslosen und schlecht ausgebildeten jungen Menschen hinterlassen.

Der tatsächlich geschaffene Volkswohlstand- und GENAU DAS WAS IN DEUTSCHLAND HEUTE NOCH FUNKTIONIERT- ist jenen CHEFS und Betriebseigentümern zu verdanken, die es geschafft haben, nicht an die Börse gehen zu müssen und die bisher keine Heuschrecken in ihre Betriebe reingelassen haben. Dieses war oft nur möglich, weil Großkapitalfamilien wie die Quants die Mehrheit kontrolliert haben und DIESE mit ihrem Geld GROSSINVESTITIONEN ERST ermöglicht und finanziert haben. Solchen Firmen und deren Arbeitern gings GUT, GUT , GUT, weil man sich KEIN GELD von außerhalb beschaffen mußte. So konnten notwendige Investitionen gemacht und zugleich feindliche Übernahmen von außen verhindert werden.

VIELE deutsche Großfirmen, die sich in den letzten 20, 25 Jahren nicht auf solche Aktionärsfamilien stützen konnten, waren aufgekauft, zerstört und in hochverschuldete Teile zerschlagen worden.

Dieses System des “rheinischen, menschlichen Kapitalismus” dessen Beispielfiguren zB die Quant Familie sind, hat Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit gebracht, wie man am blühenden Westdeutschland bis 1970 beweisen kann.

Man sollte das verstehen lernen, bevor man sich verständnislosem blindem Neid hingibt.

Kommentar von A.Berger am 5. Oktober um 13:44 Uhr

Liebe/r guadeloupe

Du sagst, Quants sind reine Kapitaleigner und verdienen quasi ihr Geld im Schlaf.
Ich sage: das kann man nicht vergleichen. Das Quantsche Kapital “arbeitet” grundlegend anders als das “Kapital einer Blackstone Heuschrecke”. Quants sind sehr wohl in einer Unternehmensführungsposition, gerade das macht sie wertvoll.

Genau diesen Unterschied zwischen personalisierten Quant und entpersonalisiertem Heuschrecken Kapital habe ich im Posting 9.14 ausführlich beschrieben.

Die Zinsenabschaffungsfrage und die Frage, ob wir ein kapital- marktwirtschaftliches System wollen, ist zweierlei und voneinander zu trennen.
Übergroße Kapitalakkumulationen können durch die Beseitigung von Zinsen als solches, aber genausogut durch höhere Besteuerung von Zinsengewinnen ausgeglichen und diese auf das einfache Volk umverteilt werden.

Kommentar von guadalupe am 5. Oktober um 13:57 Uhr

@A.Berger
Zustimmung:
Eine Neid-Debatte ist Quatsch. Neid ist nicht nur eine Sünde, sondern eine Todsünde. Sie ist die Schwester der Gier.

http://www.artfond.de/lietaer.htm

Zustimmung:
Ein Metzgersmeister, der eine besonders schmackhafte Wurst zu machen versteht, sich über Jahre unter Entbehrungen einen Kundenstamm aufgebaut hat, soll auch Geld verdienen.

Zustimmung:
Mir ist ein Kapitalgeber wie eine Familie lieber als ein anonymer Hedgefonds, da letztere ausschließlich kurzfristige Ziele verfolgt, eine Kapitalfamilie langfristig.

Warum aber der Metzgermeister und dessen Mitarbeiter einen guten Teil des von ihnen erwirtschafteten Ertrags an Zettelverleiher (Investoren, Shareholder genannt) abtreten müssen, geht mir nicht in den Sinn.
Dabei ist es doch egal, ob der Zettelverleiher ein garstiger Hedgefonds, eine anonyme Bank oder die gütige Enkelin des Firmengründers Quandt ist. Zins auf die Verwendung des Kapitals (Zettel) muß entrichtet werden. Es geht auch anders.

Kommentar von A.Berger am 5. Oktober um 14:35 Uhr

@ja guadeloupe,
wir widersprechen uns doch nicht :) denn

DU redest von der “Behandlung” bzw. “Verteilung” von bereits erarbeitetem Geldvermögen (=Zettelform) und dessen zinsenbringende Anlage oder nichtzinsenbringende Anlage und die heutigen ungerecht entstehenden Kapitalkonzentrationen (durch extreme Zinsengewinne) und wie man solches vermeiden kann. Ich bin auch dafür, extreme reine “Kapitalvermögensgewinne” ordentlich zu besteuern, keine Sorge.

ICH rede aber von “Investition” von Vermögen ZB Quants Vermögen in die Firma BMW, von der dortigen Güterproduktion und wie Betriebe im Gegensatz zu Heuschreckenbetrieben funktionieren sollen und wie sie geführt werden sollen, damit dauerhaft gute Produkte rauskommen, damit Nachhaltigkeit rauskommt, damit gut ausgebildete zufriedene Arbeiter rauskommen und die Betriebe auch Jahrhunderte überleben können, weil der Opa ganz subjektiv den Enkeln einen guten Betrieb ( nicht nur Geld, sondern einen gesunden Betrieb!) übergeben möchte.

Kommentar von guadalupe am 5. Oktober um 14:58 Uhr

@A.Berger
Mein Reden ist, wie kommt das alte Geld in die Welt. Und da fängt der Schlamassel doch an.

Wenn die Enkelin Quandt über Vermögen verfügt, betrifft das die Verteilung des Geldes. In Ordnung. Die Mitarbeiter und der Ur-opa haben es erarbeitet und nun gehört es ihr.

Dein Ansatz ist nun: Hätte man die Familie Quandt “ordentlich besteuert” hätte nun der Staat das Geld, aber nicht mehr die Familie Quandt.

Halte ich nicht für sinnvoll. Du etwa?

Mein Ansatz ist: Würde nicht der Mehrwert von den nichtleistenden Kapitalgebern abgeschöpft, hätten diejenigen das Geld vereinnahmt, das sie erwirtschaftet haben. Zur Gänze und ohne Ausbeutung.

Das halte ich für sinnvoll.

Da muß man aber an die Struktur des Geldsystems ran und sich die Frage beantworten, wie es in die Welt kommt.

Im übrigen, ich kenne einige Unternehmer, die in größter Selbstausbeutung mit hohen Krediten ihre Mitarbeiter und sich selber schlecht bezahlen “mußten”, um die Kredite zu bedienen und die Firma über Wasser zu halten.

Deren einzige Lösung ist: So erfolgreich im Tilgen zu sein, daß sie sich irgendwann auf die Ausbeuter-Seite werfen können, um als ausgelaugter Unternehmer nach mehreren Herzinfarkten von den Erträgen ihrer “Mitarbeiter” (Kapitaleinkommen) ohne Arbeit leben zu können. Man nennt es auch Hamsterrad.

Nun lasst uns doch einmal die Vorstellung zu, wie hoch der Arbeitsertrag ohne diese Belastung wäre, wenn alleine Ur-Enkelin Quandt solch unglaubliche Summen von den Leistenden zu sich umverteilt. Würde sich dann noch irgendwo auf der Welt ein Söldner finden, um Kriege durchzuführen?

Kommentar von Peinhart am 5. Oktober um 15:02 Uhr

@A.Berger:

Peinhaupt, man sollte sich nicht in Opposition verfangen, nur weil es nach außen hin so aussieht, als ob jemand “ungerecht viel Geld hat”.

Wenn du etwas gründlicher lesen würdest, dann wüsstest du, dass es mir darauf gerade nicht ankommt, sondern auf die (immer größere) Macht, die dieses Eigentum ausübt und das mit diesem Eigentum ausgeübt wird. Und die meinem Verständnis von Selbstbestimmung und selbstbestimmter Gesellschaft (immer mehr) zuwiderläuft.

Dieses System des “rheinischen, menschlichen Kapitalismus” dessen Beispielfiguren zB die Quant Familie sind, hat Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit gebracht, wie man am blühenden Westdeutschland bis 1970 beweisen kann.

Die Zeiten sind vorbei, und sie wären es schon früher gewesen, wenn da nicht noch ein paar Sonderfaktoren gewirkt hätten. Die Dinge entwickeln sich (und zwar auch nicht rein zufällig oder willkürlich), und erfordern neue Maßnahmen und neue Organisationsformen. Zurückholen könntest du sie um den Preis erneuter Zerstörung, und auch nur für jeweils immer kürzere Zeit.

Man sollte das verstehen lernen, bevor man sich verständnislosem blindem Neid hingibt.

Man sollte das verstehen lernen, bevor man haltlos in blinder Nostalgie von ‘temps perdu’ schwärmt.

Kommentar von nova am 5. Oktober um 15:39 Uhr

Quand hin….Quand her…. sind zwar übel aber nicht das eigentliche problem. …letztlich auch nur ein instrumet…aber nicht die ursache….wer die resourcen besitzt, besitzt die macht….wir erleben einen sich immer schneller drehenden kreislauf, einer umverteilung von unten nach oben….gleichzeitig immer größere einschnitte in unser freiheitlichen rechte…diese dinge stehen in einen unmittelbaren zusammenhang… von was quatschen die quandseminare? von der errichtung einer eine-welt-regierung…..
jaja, weiss schon, der nova wieder mit seiner new world order…..
take it or leave it….aber nur in diesen kontext bekommen die vorgänge einen sinn.
macht euch mal schlau über die rothschilds…haben ja ne lange famieliengeschichte….alleine die letzten 200 jahre ihres wirkens waren eine katastrophe für unser welt.
das sind die quands die reinsten kasperl gegen…

Kommentar von Gen. K. Ozz am 5. Oktober um 15:41 Uhr

@ a berger

du sprichst vom “rheinischen menschlichen kapitalismus” - da hast du den film nicht gesehen. ich saß zu der zeit zufällig vor dem fernseher und habe das gesehen, was im artikel leider nicht zur sprache kommt: woher das vermögen der quandts stammt!

der alte quandt war “reichswirtschaftsführer” wie krupp und thyssen, aber er war wohl der größte verbrecher. ihm gehörten batteriewerke (atta bzw. varta) rüstungsfirmen und andere chemische / technische betriebe. er hat äußerst eng mit den nazis zusammengearbeitet, d.h. er war selbst einer. in jeder rakete, in jedem panzer und jedem flugzeug sind die batterien gewesen, die in seinen betrieben produziert wurden.

in hannover beim atta-werk gab es ein FIRMENEIGENES KZ. abgesegnet von oberster stelle suchten atta-mitarbeiter die zwangsarbeiter aus anderen kz’s aus. diese mussten unter unmenschlichen bedingungen mit säuren und anderen chemikalien im direktkontakt arbeiten und lebten meist nicht lang.

auch der sohn des alten quandt mit der frau göbbels (ja, DER frau göbbels, bevor sie göbbels hieß) - herbert quandt - vater von “fräulein” quandt - war auch ganz dicke mit dabei als geschäftsführer.
in dieser zeit wurde der grundstock für das quandt-vermögen gelegt. niemals wurden die herren quandt für ihre verbrechen bestraft.

und diese “wohltäter” haben dann mit ihrem “schwer verdienten” geld nach dem krieg bmw “aufgebaut”?
DIESE LEUTE HABEN KEINE ETHIK UND WISSEN NICHT, WAS DAS WORT “GERECHT” BEDEUTET !!!

die familie quandt fühlt sich mit ihrem vermögen nicht verantwortlich für die geschichte, die sie / dieses vermögen haben / hat. kapital kennt keine verantwortung aus sich selbst heraus.
der bruder von frau quandt ist “rennfahrer aus leidenschaft” und er tut nichts als seine zinsen für luxusgüter auszugeben.

du sagst “kapitalismus” und wendest dabei einen terminus von marx an. gleichzeitig meinst du damit etwas ganz anderes als er, wenn du vom unterschied zwischen schaffenden und raffenden kapital ausgehst. der kleine unternehmer muß sich geld leihen, wenn er modernisieren / expandieren und seinen profit steigern will.
wenn es keine großbanken gibt und keine kapitaleigner gibt, kann er keinen kredit aufnehmen, alles bleibt bei der “urspünglichen akkumulation” (marx). dabei gibt es keinen nennenswerten unterschied zwischen persönlichen kapitaleignern und apersonalen.
zum kapitalismus gehört beides - kreditgeber und kreditnehmer, kapitaleigner und unternehmer!

man könnte allerdings die kreditvergabe basisdemokratischen prozeduren unterwerfen, aber das wäre dann kein kapitalismus mehr, denn dies würde das privateigentum am kapital und damit stück für stück auch das privateigentum an den produktionsmitteln aufheben.

der kooperativ betriebene betrieb geht nur dann pleite, wenn der konsument lieber billige “asoziale” produkte kauft als teurere produkte aus sozial nachhaltiger produktion.
vielleicht möchtest du ja auch ein strike-bike kaufen und damit die soziale produktion in einer besetzten fabrik in ostdeutschland unterstützen?

wenn eine ganze wirtschaft ohne ausbeutung funktionieren würde, dann könnte auch keiner mit dumping-preisen soziale produzenten in den ruin treiben. du machst einfach einen fehlschluß vom sein auf das sollen

Kommentar von guadalupe am 5. Oktober um 16:12 Uhr

@Gen.K.Ozz
“zum kapitalismus gehört beides - kreditgeber und kreditnehmer, kapitaleigner und unternehmer!”

Richtig. Und der Unternehmer ist meist auch auf der Schuldnerseite (einfach mal die Gewerbetreibenden um die Ecke befragen)

“man könnte allerdings die kreditvergabe basisdemokratischen prozeduren unterwerfen,”

Richtig: Geht auch in Einzelinitiativen. Strike-bike gibt Gutscheine heraus, erhält so Kapital (altes Geld), produziert so Fahrräder und verteilt die dann als Tilgung des Kredites an die Gutscheinbesitzer.

Würden viele Leistende Gutscheine herausgeben und sie auch untereinander akzeptieren, könnten die auch ohne Kapital (altes Geld) alles bezahlen, weil sich die Gutscheinherausgeber untereinander die Gutscheine akzeptieren. Dann wird es schwierig mit dem Mehrwertabschöpfen zu Gunsten der Kapitalbesitzer.

Strike bike bräuchte lediglich die Gutscheine, die sie von den solidarischen Fahrradkäufern zurückerhalten haben, wiederverwenden und mit einem Hundertstel-Fahrrad-Gutschein morgens die Brötchen für die Belegschaft kaufen. Und der Bäcker kauft mit diesen Gutscheinen das Mehl, weil sich der Müllers Sohn auch endlich ein Fahrrad leisten möchte usw.

Kommentar von pony_huetchen am 5. Oktober um 18:32 Uhr

A. Berger schreibt am 5. Oktober um 13.21 Uhr

Dieses System des “rheinischen, menschlichen Kapitalismus” dessen Beispielfiguren zB die Quant Familie sind, hat Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit gebracht, wie man am blühenden Westdeutschland bis 1970 beweisen kann.

pony_huetchen am 4. Oktober um 23.55 Uhr

… die Skrupellosigkeit Günther Quandts; das auf dem Gelände der AFA in Hannover-Stöcken befindliche KZ mit in der Spitze 1.500 dort inhaftierten Arbeitssklaven, die in der Akkumulatorenproduktion unter barbarischen Bedingungen ohne Schutzkleidung die giftigen Dämpfe der warmen Bleimasse einatmen und selbst von Bleikoliken geplagt weiter schuften mussten; die tückischen, drei- bis vierhundert Stahlsplitter verschießenden Landminen des Typs DM 31, die von den Industrie-Werken Karlsruhe, den ehemaligen Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken, nicht nur an die Bundeswehr hunderttausendfach geliefert wurden, sondern über Exporte an Großbritannien, Frankreich, Schweden und Dänemark auch in die Dritte Welt, etwa nach Äthiopien, Angola, Eritrea und Sambia, gelangten

Und noch einmal
A. Berger am 5. Oktober um 14:35 Uhr

… damit gut ausgebildete zufriedene Arbeiter rauskommen und die Betriebe auch Jahrhunderte überleben können, weil der Opa ganz subjektiv den Enkeln einen guten Betrieb ( nicht nur Geld, sondern einen gesunden Betrieb!) übergeben möchte.

Einen weiteren Beitrag von A. Berger, in dem es darum ging, dass die Frage der Zwangsarbeiter - überspitzt gesagt - eine Propagandalüge sei, werde ich nicht veröffentlichen. Dafür fehlen die Belege. Über die Zwangsarbeiter und die grausamen Arbeitsbedingungen in Hannover dagegen gibt es Belege.

Und an A. Berger: Wir sind ein Blog, in dem auch Ihre Meinung ihren Platz haben kann und darf. Nicht jedoch dulden wir das Verharmlosen oder Leugnen von Verletzungen der Menschenrechte. Ich bitte das zu berücksichtigen, ansonsten müssten wir Sie von der Diskussion ausschliessen.

Kommentar von A.Berger am 5. Oktober um 19:09 Uhr

OH nein!! Ich habe nichts als Propagandalüge bezeichnet, ich habe mich lediglich gefragt, warum man mit dieser “Entdeckung” erst nach 65 Jahren ankommt und einen Fernsehfilm produziert….. und ihn ohne Vorankündigung sendet. Man könnte denken, damit man den Quandt Anwälten zuvorkommt, denn es gilt immerhin noch die Unschuldsvermutung.

Die - meiner Meinung nach- unter Druck gesetzten Quandts haben jetzt nachgegeben und werden eine Stiftung zur Untersuchung der Familiengeschichte gründen.

Dann wird man ja sehen, was wirklich rauskommt.

Kommentar von manicmechanic am 6. Oktober um 11:04 Uhr

Ja und?
Enteignen, oder was?
Die komplette Nachkriegsdeutsche Industrie steht auf den gleichen schmutzigen Füßen…
Gehabe hin, Gehabe her.
Wenn die gute Frau Klatten Steuer zahlen würde hätt` ich da kein Problem mit…

Kommentar von Peinhart am 6. Oktober um 11:50 Uhr

…ich habe mich lediglich gefragt, warum man mit dieser “Entdeckung” erst nach 65 Jahren ankommt und einen Fernsehfilm produziert….. und ihn ohne Vorankündigung sendet.

Diese klandistene Art und Weise kann und soll man rügen, aber dass da auch nach 65+ Jahren jede Menge ‘Unbewältigtes’ der Aufarbeitung harrt ist nun wirklich nichts Neues.

Die - meiner Meinung nach- unter Druck gesetzten Quandts haben jetzt nachgegeben und werden eine Stiftung zur Untersuchung der Familiengeschichte gründen.

Dann wird man ja sehen, was wirklich rauskommt.

Die armen, armen Quandts. Und natürlich wird erst eine von ihnen selbst eingerichtete Stiftung die ‘wirkliche’ Wahrheit an’s Licht bringen, an der sich dann alle anderen zu messen haben.

Kommentar von Peinhart am 6. Oktober um 16:30 Uhr

Ja und?
Enteignen, oder was?
Die komplette Nachkriegsdeutsche Industrie steht auf den gleichen schmutzigen Füßen…
Gehabe hin, Gehabe her.

Macht ja nix. Wird dann also auch in Zukunft oder ‘beim nächsten Mal’ nix machen. Hauptsache Füße.

Wenn die gute Frau Klatten Steuer zahlen würde hätt` ich da kein Problem mit…

Tut sie, obwohl jede Senkung des Spitzensteuersatzes ihr natürlich nochmal paar Millionen in die Kasse spülte. Kein Problem mehr? Prima.

Nochmal - das Problem ist weniger, dass da jemand ‘viel hat’. Sondern dass das, was er oder sie da ‘viel hat’, in diesem System gleichbedeutend ist mit ’ständig Anspruch auf mehr haben’, da das Kapital die Produktionsmittel genauso monopolisiert wie einst der Adel Grund und Boden. Die Natur dieses Eigentums ist eine erpresserische.

Wenn die Basis dieses Eigentums dann auch noch eine verbrecherische ist - frei nach dem Motto ‘jedes große Vermögen gründet auf einem großen Verbrechen’ - dann ist das, insofern hast du vielleicht sogar recht, eigentlich nur noch ein i-Tüpfelchen. Aber damit ‘kein Problem zu haben’, wenn man nicht wenigstens die gleichen Privilegien geniesst - die natürlich nie für alle gelten können - das finde ich dann doch seltsam masochistisch.

Kommentar von guadalupe am 6. Oktober um 17:34 Uhr

@Peinhard
“Sondern dass das, was er oder sie da ‘viel hat’, in diesem System gleichbedeutend ist mit ’ständig Anspruch auf mehr haben’, da das Kapital die Produktionsmittel genauso monopolisiert wie einst der Adel Grund und Boden.”

Richtig. Das können sie aber nur, weil Du ihrem Kapital Wert gibst, indem Du es verwendest. Sonst sind es nur Zettel.

Kommentar von Gen. K. Ozz am 6. Oktober um 19:08 Uhr

@guadelupe

peinhard wird wie jeder andere sein gehalt oder sein hartz iv in virtuellen euros auf das konto überwiesen bekommen.
und er hat nicht das recht irgendetwas anderes zu verlangen als fiat-geld.
dieses kann man natürlich gegen andere zettel tauschen, aber dadurch verschwindet es nicht, sondern kommt auch bloß wieder in den umlauf…

Kommentar von pony_huetchen am 6. Oktober um 21:53 Uhr

@Guadalupe

Richtig. Das können sie aber nur, weil Du ihrem Kapital Wert gibst, indem Du es verwendest. Sonst sind es nur Zettel.

Das Problem Eures ganzen “Papiergeld”-Geschwurbels ist, dass ihr den Kern des Probelms “Kapitalismus” nicht begreift. Sicher ist und bleibt Fiat-Money ein Problem. Aber es ist eine Erscheinungsform des Kapitalismus.

Glaubst Du, Frau Klatten geb. Quandt hat Papiergeld im Safe oder Giralgeld in Höhe der Milliarden auf einem Konto?

Nein - sie hat Grund und Boden, Produktionsmittel - und nur dadurch entsteht der Mehrwert, der diese Leute reich gemacht hat.

Egal, ob sie das physisch “besitzt” (BMW) oder in Form von Anteilen an anderen Unternehmen. Frau Klatten hat kein “Papiergeld-Problem”.

Das Problem haben die, die am Monatsende nichts als eine Zahl im Haben auf ihrem Kontoauszug sehen. Einen Betrag, der vielleicht niemals ausreicht, auch nur ein kleines Häuschen abzubezahlen.

Kommentar von Jockel am 6. Oktober um 22:30 Uhr

pony
Egal, ob sie das physisch “besitzt” (BMW) oder in Form von Anteilen an anderen Unternehmen. Frau Klatten hat kein “Papiergeld-Problem”.

Absolut richtig … aaaaaaber kannst Du dich noch an das Erbe der Turn & Taxis (die Gloria) erinnern???
Die “gute” Gloria hatte nach dem Tod ihres Mannes sehr wohl ein Papiergeld-Problem :-) die gute hatte nähmlich keins, sondern ihr ganzes Vermögen bestand “NUR” aus physischen Werten (wird wohl auch heute noch so sein) wie Du es so schön beschrieben hast. Deshalb mußte sie damals diese große Versteigerungsaktion veranstalten (wieviel Jahre ist das schon her?).

Jockel

Kommentar von A.Berger am 7. Oktober um 11:08 Uhr

Jockel, richtig, gerade dein Beispiel der finanzmaroden Großeigentümer T.u.T. beweist, daß sogar in Grund und Boden gebundenes Kapital kein “frei verfügbares, auf der Welt vagabundierendes und spekulierendes Kapital ist”, wie jenes der ( mE. am liebsten umgehend zu verbietenden) private Equity und Heuschrecken Kapitalkonglomerate.

Thurn und Taxis hatten zwar Grund und Boden, aber sie waren nicht flüssig, also nicht REICH im derzeitigem Sinn. Sie haben ungeheure Erhaltungskosten aufzuwenden und können aus dem Boden wenig erwirtschaften. Auch die Quants sind nicht “unsinnig reich”, auch ihr Geld ist in Produktionsstätten von BMW festgelegt, welche schnell veraltern und verrosten, wenn sie nicht dauernd in Schuß gehalten und in sie regelmäßig neu investiert wird.

Kommentar von Peinhart am 7. Oktober um 11:10 Uhr

@ guadalupe

Richtig. Das können sie aber nur, weil Du ihrem Kapital Wert gibst, indem Du es verwendest. Sonst sind es nur Zettel.

Pony hat es schon angesprochen, ich komm nochmal von der anderen Seite: der Arbeiter bei BMW hat keine andere Chance als anzuerkennen, dass die Karosseriepresse, an der er da steht und arbeitet Frau Klatten gehört, und dass ihr qua Gesetz damit auch das Arbeitsergebnis, das Produkt, gehört. Die einzige Wahl die er hat ist die, ob er das für Frau Klatten bei BMW oder für Herrn Piech bei VW macht. Und genau dieses ‘erpresserische Eigentum’ ist auch die Quelle des Zinses. Das nicht anzuerkennen erfordert eine gründliche Hinterfragung des Eigentumsbegriffes. Mit dem Zins hast du erstmal nur ein Symptom am Wickel, noch nicht die Krankheit selbst.

@Jockel

Genau das ist der Unterschied zwischen viel haben und viel haben. Einmal ‘Kruscht’ (wie der Schwabe sagt) und einmal Produktionsmittel. Wenn Frau Klatten statt Karosseriepressen auch nur jede Menge Ferraris, Hochseeyachten und Villen besäße, könnte sie daraus auch keine Rendite - keinen ‘Zins’ - herauspressen.

Kommentar von Peinhart am 7. Oktober um 11:35 Uhr

@A.Berger:

Was du da versuchst ist die Unterscheidung von ‘raffendem’ und ’schaffendem’ Kapital. Abgesehen davon, dass wir das ’schon mal hatten’ - das eine ist die notwendige Basis des anderen. Kredit und damit Spekulation sind auch nicht nur ‘Auswüchse’ dieses Systems, sondern gehören genuin und von Anfang an dazu. Ihr Umfang nimmt notwendig im selben Maße zu, in dem auch das Kapital wächst. Deine Kritik ist daher - sorry - auch nur von der Sorte ‘wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass’.

Kommentar von guadalupe am 7. Oktober um 13:16 Uhr

@Gen.K.Ozz
“peinhard wird wie jeder andere sein gehalt oder sein hartz iv in virtuellen euros auf das konto überwiesen bekommen.
und er hat nicht das recht irgendetwas anderes zu verlangen als fiat-geld.
dieses kann man natürlich gegen andere zettel tauschen, aber dadurch verschwindet es nicht, sondern kommt auch bloß wieder in den umlauf…”

Du sprichst jetzt nur von abhängig Beschäftigten und staatlichen Transferzahlungsempfängern. Es gibt aber auch Freiberufler und Unternehmer.
Zumindest die abhängig Beschäftigten können durchaus anderes verlangen als das Geld der Herrschenden. (Vertragsfreiheit)
Die empfangenen Zettel gegen ein besser konstruiertes Geld zu tauschen halte ich auch nicht für eine Lösung. Das stimmt.

Kommentar von balu am 9. Oktober um 09:33 Uhr

In der NZZ ist heute zu lesen:

“Die Familie sei [...] durch die Sendung bewegt worden und habe erkannt, dass die Jahre 1933 bis 1945 in der Geschichte der Unternehmerfamilie noch nicht ausreichend aufgearbeitet worden seien. Sie werde deshalb einem Zeithistoriker Akten und Dokumente aus ihren Archiven für ein wissenschaftliches Forschungsprojekt zur Verfügung stellen und alle Ergebnisse veröffentlichen.”

So wie ich das lese erhält also ein Historiker ausgewählte Akten, da ja nicht von einem Zugang zu den Archiven die Rede ist - was dabei wohl herauskommt?!

Kommentar von A.Berger am 9. Oktober um 12:10 Uhr

Was dabei herauskommt? Wie immer. Es wird hohe Entschädigungszahlungen geben.

Ob die Empfänger dieser Gelder bereits verstorbene Zwangsarbeiter sind oder nicht, enzieht sich meiner Kenntnis.

Kommentar von unbelievable am 9. Oktober um 21:24 Uhr

Leute, bin ich blöd oder ist da ein eklatanter Fehler in der Rechnung?

Zitat:
Doch da diese Zahlung von 650.000 Mark kein einmaliger Vorgang ist sondern ein sich täglich wiederholender, müssen in Wirklichkeit an jedem Tag rund 14.000 Normalverdiener ihr gesamtes Monatsgehalt, bzw. 42.000 Normalverdiener ein Drittel davon Tag für Tag an Fräulein Quandt abtreten, um auf die von ihr erwartete Summe zu kommen!

Also:
650.000 DM / 14.000 Arbeiter = 46,43DM /Tag
46,43DM * 20 Arbeitstage = 928,60 DM/Monat
Ich weiss ja nicht wer das bekommt. Aber für eine 40Std Woche wäre das ein ganz schöner Hungerlohn.

Man könnte höchstens so rechnen:
46,43 DM/ Tag * 3 = 139,29DM / Tag
139,29DM/Tag * 20 Arbeitstage = 2785,80DM /Monat
Das wäre ein halbwegs realistischer Arbeitslohn und würde bedeuten, dass 14.000 Arbeitnehmer täglich 1/3 Ihres Lohnes an Frau Quandt abdrücken müßten.
Oder aber, das 4666,66 Arbeitnehmer ihren Gesamten Lohn an Frau Quandt abdrücken.

Kommentar von A.Berger am 10. Oktober um 08:23 Uhr

Es ist unfair, die Einkommen aus Produktion als ungerechte Gewinne anzusehen.
Die TATSÄCHLICH unverantwortlich hohen Gewinne werden nicht mit Güterproduktion verdient, sondern mit Spekulationsgeschäften, bei denen gesunde Unternehmen ZERSCHLAGEN werden. Dort wird die große Knete gemacht, und zwar zerstörerisch auch noch.

Keine Frage, die Vermögenssteuer muss wiedereingeführt werden und die Quandtschen Zins- und Spekulationseinkünfte müssen ebenfalls radikal zurechtgestutzt werden. Nicht jedoch die seriösen Gewinne aus Produktion.

Es stört mich zutiefst, wenn hier die Quandts dauernd als DIE PROBLEMREICHEN dargestellt werden. Das sind sie NICHT. Die wirklich zerstörerisch Reichen tauchen in den Medien gar nicht auf und wie arg sie ihr Geld verdienen, taucht auch nicht auf, weil sie in diesen abstrakten 5000 Hedgefonds, wo sich Abermillarden Dollar täglich weltweit bewegen, investiert sind.

Kommentar von Peinhart am 10. Oktober um 10:14 Uhr

Noch einmal - es ist eine Illusion, ‘raffendes’ und ’schaffendes’ Kapital trennen zu können. Spekulation steht schon am Anfang jeder Produktion, jeder Kredit, jede Investition ist bereits Spekulation auf Gewinne aus der Produktion. Und ohne Kredit und Investition ist kapitalistische Produktion undenkbar. Es ist nicht möglich, da eine wirkliche Trennung vorzunehmen. Die Erwartung eines Profits aus der Produktion, der Rendite, ist die Quelle des Zinses, beide sind nur die zwei Seiten einer Medaille.

Dass die Spekulation sich in gewisser Weise zu verselbständigen scheint, liegt dabei in der Natur der Sache. Und dass diese Spekulation mittlerweile zu ‘heuschreckenartigen’ Vorgehensweisen Zuflucht nimmt, ist auch nur die Bestätigung der These, dass die ‘wahre Schranke des Kapitals das Kapital selbst ist’. In ‘gesättigten’ Märkten müsste das Wachstum, und damit das Kapitalwachstum, auf Raten nahe oder sogar unter Null fallen können, das aber würde das Ende der Kapitalverwertung und damit auch das Ende der (kapitalgetriebenen) Produktion bedeuten.

Gleichzeitig kann es nicht nur die ‘reine’ Spekulation ohne eine produktive Basis geben - dass dies den Zusammenbruch der Gesellschaft und damit auch der Spekulation zur Folge hätte, sollte unmittelbar einleuchten (wobei sich die Produktion aber auch immer mehr spaltet in eine billige ‘Notversorgung’ einerseits und Luxusproduktion andererseits). Also nimmt das Kapital über diese (letztlich auch selbstzerstörerische) Heuschrecken-Spekulation eine Art ‘Quersubvention’ an sich selbst vor; die Schranken, die dafür gefallen sind und die ua das Wesen der ‘Globalisierung’ ausmachen (neben der Expansion auf neue Märkte und dem Zugriff auf billigere Arbeitskräfte), mussten fallen, um die weitere Verwertung überhaupt noch möglich zu machen. Man kann sicherlich einige ‘Auswüchse’, die dabei entstehen, auch wieder gesetzlich beschneiden, aber die allgemeine Tendenz bleibt dabei ungebrochen.

Kommentar von Turbo am 6. November um 00:43 Uhr

Leute, Ihr habt es alle NICHT begriffen - nämlich was da wirklich abgeht! Schaut Euch mal die Diskussionsseite zu Wikipedia und der Quandt-Familie näher an, lest sie. Lest sie bitte, zwischen und durch die dortigen Zeilen verstehend, diese Diskussionsseite. Mehr kann ich nicht hier schreiben, weil - ich habe kein so schnelles Pferd, das mich aus der furchtbaren Gefahrenzone danach wegtragen könnte. Und - wüßte auch gar nicht, wohin ich mich auf dieser Welt vor der Gefahr überhaupt wegflüchten könnte, es gibt da einfach gar kein Versteck…

Kommentar von Fortuna am 12. November um 23:25 Uhr

wie kann man noch mit ruhigem Gewissen schlafen, während andere im Wüstensand verdursten verhungern und ersticken. Sollten mal mindestens 3/4 abgeben.

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