Die Freiheit der Wahl
Der Film-Tipp zum Sonntag-Abend
Ohne Frage, der Film arbeitet suggestiv. Er zielt bewusst auf eine emotionale Ebene und sagt im Grunde nichts Neues. Nichts, was nicht die meisten schon lange wussten. Und doch berührt er auf eine sonderbare Weise. Stoff zum Diskutieren liefert er allemal.
Warum konnte dieses System der Ausbeutung, der Unterdrückung, der Menschenverachtung und Kriege über Hunderte von Jahren ungehindert existieren. Was hat die Menschen immer wieder getrieben, sich gegenseitig so viel Leid zuzufügen? Stehen wir heute an einem Wendepunkt - gibt es überhaupt noch eine Chance für diesem Planeten?
Die Frage, die sich jedem nach dem Anschauen des Films - abseits der am Schluss gezeigten “Heilsbringer” - stellt, ist: Was können WIR tun? Ändern müssen die Menschen in den entwickelten Industrienationen etwas, das ist unausweichlich. Die Armen haben keine Alternative, kaum eine Möglichkeit zur Selbstbestimmung, solange sie unter dem Kuratel der “Reichen” (Kapital, Konzerne und Industrienationen) stehen.
Es ist also an uns, diese Welt zu ändern - gemeinsam mit den armen Ländern. Zivile Befehlsverweigerung wäre eine Möglichkeit. Aus dem Hamsterrad von sinnlosem Konsum und entfremdeter Arbeit aussteigen. Aber wie? Wie kann man das normale Mittelmaß finden, was es allen Menschen erlaubt, in Würde zu leben. Wie könnten alle gemeinsam friedlich und gleichberechtigt auf dieser Erde leben, ohne das Rad des menschlichen “Fortschritts” zurückzudrehen?
Pony
© Politblog - Lizenzrichtlinien
Ohne Frage, der Film arbeitet suggestiv. Er zielt bewusst auf eine emotionale Ebene und sagt im Grunde nichts Neues. Nichts, was nicht die meisten schon lange wussten. Und doch berührt er auf eine sonderbare Weise. Stoff zum Diskutieren liefert er allemal.
Warum konnte dieses System der Ausbeutung, der Unterdrückung, der Menschenverachtung und Kriege über Hunderte von Jahren ungehindert existieren. Was hat die Menschen immer wieder getrieben, sich gegenseitig so viel Leid zuzufügen? Stehen wir heute an einem Wendepunkt - gibt es überhaupt noch eine Chance für diesem Planeten?
Die Frage, die sich jedem nach dem Anschauen des Films - abseits der am Schluss gezeigten “Heilsbringer” - stellt, ist: Was können WIR tun? Ändern müssen die Menschen in den entwickelten Industrienationen etwas, das ist unausweichlich. Die Armen haben keine Alternative, kaum eine Möglichkeit zur Selbstbestimmung, solange sie unter dem Kuratel der “Reichen” (Kapital, Konzerne und Industrienationen) stehen.
Es ist also an uns, diese Welt zu ändern - gemeinsam mit den armen Ländern. Zivile Befehlsverweigerung wäre eine Möglichkeit. Aus dem Hamsterrad von sinnlosem Konsum und entfremdeter Arbeit aussteigen. Aber wie? Wie kann man das normale Mittelmaß finden, was es allen Menschen erlaubt, in Würde zu leben. Wie könnten alle gemeinsam friedlich und gleichberechtigt auf dieser Erde leben, ohne das Rad des menschlichen “Fortschritts” zurückzudrehen?
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Kommentar von Klaus-JürgenWussow am 30. September um 18:59 Uhr
der film ist echt nicht schlecht!
*Warum konnte dieses System der Ausbeutung, der Unterdrückung, der Menschenverachtung und Kriege über Hunderte von Jahren ungehindert existieren. Was hat die Menschen immer wieder getrieben, sich gegenseitig so viel Leid zuzufügen?
das könnte ich dir sagen, aber meine antworten werden ja gerne gelöscht! auf den punkt gebracht: wissen vorenthalten und die daraus folgende manipulation!
*Stehen wir heute an einem Wendepunkt - gibt es überhaupt noch eine Chance für diesem Planeten?
zur ersten frage: ein klares ja!
zur 2. frage: in der jetzigen form, WAHRSCHEINLICH nicht…
Edit: “das könnte ich dir sagen, aber meine antworten werden ja gerne gelöscht!” - ja, immer dann, wenn sie GAR NICHT zum eigentlichen Artikel gehören. Und das steht genau so in den Kommentarrichtlinien
Kommentar von guadalupe am 30. September um 19:12 Uhr
Tipp zur Schönheit der Schöpfung:
“Die Signatur der Sphären” (viele Bilder)
Gibt auch einen Hinweis, weshalb den Herren des alten Geldes die Heilige Geometrie (=Spökenkiekerei) so wichtig ist.
Der dort häufig zitierte Johannes Kepler (Planetengesetze, Sphärenharmonie) war seinerzeit Berater der Zentralbank Englands.
Kommentar von Gustav mit der Hupe am 30. September um 20:47 Uhr
He! Halt mal…!
Film hin - Film her. Das ist doch gar keine Frage (mehr), was und wie wir es TUN können/sollen:
Bei sich selber anfangen.
Sich so lange und so umfangreich informieren - bis man sich nicht mehr von den ‘Mächtigen’ und ‘Sachzwängen’ Angst machen läßt.
Gleichgesinnte suchen und sich gegenseitig bestärken, anfeuern, unterstützen… und auch die Fehler und Schwächen akzeptieren (und vielleicht sogar lieben). Die eigenen und die der Anderen.
Unangreifbar werden.
Alternativen suchen, Substitutionen finden, Neue Wege anlegen.
Wegweiser aufstellen.
Und losgehen!!!
Selbst wenn es an jedem Tag nur ein einziger kleiner Schritt ist.
Lächeln und lachen. Die Hand reichen und helfen. Entspannen und neue Kräfte sammeln. Die Gedanken auf GUTE Dinge fokussieren.
Und sich NIE WIEDER ANGST MACHEN LASSEN.
Von niemandem!!!!
tuuuuut … tuuuuut … tuuuuut
Kommentar von pony_huetchen am 30. September um 21:05 Uhr
Mein
(ein Lächeln soll das sein) für Gustav und die Hupe
Kommentar von ravi am 30. September um 21:32 Uhr
@ pony
Ich denke nur der Mensch ist in der lage Planeten und sich selbst zu vernichten,
aber der Menschch ist auch in der lage zu heilen und retten .
“Was können WIR tun ? “
Ich denke sehr viel können WIR tun , jede/r fängt mit sich selbst an .
Wie der Budha schon sagte …..” Deine bedürfnise sind auch deine probleme .” …………. MFG Ravi
Kommentar von Klaus-JürgenWussow am 30. September um 21:59 Uhr
@gustav
meine rede
@pony
ich gebe dir 100%ig recht!
nur das ganze ist mehr, als seine teile! wenn ich bedenke, was ich in dem letzten jahr für eine wandlung durchgemacht habe, hätte ich mir nie und nimmer träumen lassen! damit will ich nur sagen, dass ich nicht mehr in der lage bin, die situation, in der sich unsere gesamte menschheit befindet, nur aus einer perspektive zu sehen: z.b. kann ich nicht MEHR sagen, die globalisierung ist an allem schuld!
das soll nur ein bsp. unter x-beliebigen sein!
ich werde versuchen, es in zukunft kurz und knapp auf den punkt zu bringen - wenn ich das nicht schaffe (aufgrund meiner vielschichtigen denkmuster), werde ich meine gedanken für mich behalten!
die nächsten jahre werden auf alle fälle spannend, aufregend, aber auch erschütternt und tragisch werden!
es liegt an uns, unsere alten denkmuster abzulegen und uns zu öffnen, für das, was auch immer kommen mag…
erst wenn du dich veränderst, kannst du auch die welt verändern!
gute nacht + spitzen blog übrigens
Kommentar von PgSchlosser am 30. September um 22:40 Uhr
Waehrend der 70 Jahre gab es ueberall in Amerika Autoaufkleber (bumper stickers) zu sehen. What if they threw a war and nobody showed up? (Was, wenn der Krieg erklaert waere und niemand meldete sich mal zur Stelle?) Es sind im letzten Sinne die Soldaten, die die Machenschaften der Reichen durchfuehren, ohne es zu wissen, welche Beweggruende wirklich dahinter stecken. Dies ist naemlich der Propaganda zu verdanken. Der muessen wir als aufgeklaerte Gemeinschaft zuwiderhandeln; eine Botschaft, also “Gegenpropaganda” (die Wahrheit) an unsere Truppen entgegenbringen. Oder, besser noch, an die die es vorhaben, Wehrdienst zu leisten, bevor die endgueltige Entscheidung faellt. Um etwas vom Hernn Dr. Goebbels abzuschneiden, wer die Jugend hat, dem gehoert auch die Zukunft. Wenn einmal endlich das Rekrutierungssoll auf fast null sinkt, dann ginge die ganze, abscheussliche Sache aus wie das Hornberger Schiessen!
Kommentar von Steve.Wilcox am 30. September um 23:05 Uhr
Ich habe heut einen Beitrag im Fernsehen gesehen, wo nach ein Unternehmer einer armen Familie hilft und begründete dies mit: Jeder sollte einmal im Leben eine Gute Tat vollbringen.
Ähnlicher Meinung bin ich auch - ich würde aber sagen: Jeder sollte einmal im Jahr eine Gute Tat vollbringen oder sogar einmal im Monat.
Da ich in VWL+MATHE=RICHTIG GUT bin und dazu ein freund von bedingungslosen Grundeinkommen, habe ich mich an eine Großvolkswirtschaftliche Rechnung gesetzt. Nach 2 Wochen hatte ich für Deutschland ein Bedingungsloses Grundeinkommen in der Höhe (bis) 800,- Euro mit gedeckeltem Einkommen (max. 4500,- / Monat), einem gedeckeltem Gewinn für Unternehmen (max 45 Mio / Jahr) und mit einem völlig neues Steuersystem. Achja und nach 4 Jahren wäre Deutschland schuldenfrei. In der Theorie. In der Praxis stehen leider zu viele Politiker im Weg.
Gute N8 nocht. Steve.Wilcox
Kommentar von pony_huetchen am 30. September um 23:22 Uhr
@PgSchlosser
Goebbels - ist ja keine so passende Quelle in diesem Blog, aber wir können es ja historisch komplettieren:
KPD – Zitat Liebknecht: „Wer die Jugend hat, der hat die Armee”
NSDAP – Goebbels: „Wer die Jugend hat, dem gehört die Zukunft!“
Hier übrigens einiges mehr zur “Jugend” und Fundstelle der Zitate
Kommentar von GlobalWarning am 30. September um 23:25 Uhr
Lob an Gustav für den Kommentar!
Lob an Pony für Film + Text!
Mein Vorschlag (außer dem, was vorher schon gesagt wurde):
- Regionalwirtschaft ist die Antwort. Ich will und brauch keine Äpfel aus Neuseeland wenn sie bei mir um die Ecke wachsen.
- Erneuerbare Energien nutzbar machen (die 12 Mrd./Monat für den Irak-Krieg kann man auch in Forschung stecken). Aber bitte nicht die Biomasse-Sachen, die sollte man lieber essen und essen lassen.
- Wenn die Energiefrage durch Wasserstoff, Wind und Sonne gelöst ist werden auch die Afrikaner mal genug zu fressen haben.
Wüsten wird man dann bewässern können.
Aber da selbst wir hier in der dritt größten Volkswirtschaft der Welt auch mit einer Menge anderer Verteilungs- und Gerechtigkeitsproblemen zu kämpfen haben gibt es natürlich noch viele, viele andere Fragen zu lösen.
Ansonsten: Bildung, Information, Mündigkeit, Respekt vor anderen Menschen und der Natur, ein freier, unabhängiger Geist, der neugierig ist und auch bereit, in bisher unbekannte Dimensionen vorzustoßen.
Da das Handeln des Menschen nun oft eben ein Produkt seiner Lebensumstände ist würde ich fast sagen, daß die obere Wurzel allen Übels wohl tatsächlich das gegenwärtige Wirtschafts- bzw. Geldsystem ist. Selbst die Tatsache, daß die Massenmedien ihrer Informationspflicht nicht nachkommen, liegt m.M. nach letzendlich darin begründet.
Doch die untere Wurzel des Übels ist jede/r Einzelne. Man schaue in den Spiegel (das Ding an der Wand, nicht die Zeitschrift) und sei bereit, sich zum Besseren zu ändern.
Kommentar von boyscout am 30. September um 23:37 Uhr
@ Steve.Wilcox
Finde ich sehr interessant, auch wenn ich nicht besonders bewandert in dem gebiet bin. hast du das zufällig irgendwo veröffentlicht, nur damit ich mir das mal ansehen kann. finde es sehr gut wenn man sein talent für ein gute sache einsetzt und wenn es irgendwo niedergeschrieben ist, wo leute darüber diskutieren und gemeinsam dran arbeiten können kommt vielleicht was gutes mal raus…
eine echt alternative.
Kommentar von PgSchlosser am 1. Oktober um 00:13 Uhr
Ja, das mit Goebbels geht mir auch gegen den Strich. Tut mir leid! Wollte nur sagen:”Wir nehmen uns dieselbe Waffe in die Hand (Propaganda Richtlinien der herrschenden Elite) und handeln genauso gezielt und zaeh dagegen! Ich bitte um Verstaendnins!
Kommentar von HP am 1. Oktober um 01:03 Uhr
@Steve … und wo kann ich diese Rechnung finden?
Kommentar von Hendrik am 1. Oktober um 01:19 Uhr
Wie schon gesagt, der Film sagt nichts Neues aus. Aber er veranschaulicht die Dinge, die zur Zeit auf unserem Planeten vorgehen. Bin der Meinung, dass solche Themen in den Schulunterricht Einklang finden sollten.
Ich muss jetzt mal etwas persönliches loswerden. Ich hab erst vor knapp 1 1/2 Monaten diese Szene entdeckt, und bin süchtig. Ich betrachte alles aus einer anderen Sichtweise. Es wirkt viel klarer, als früher in der Konsumwelt. Ich schaue weniger Fernsehen und lasse mich weniger vom Massenkonsum verleiten. Ich liebe diesen Blog!
- Es liegt an uns Menschen Dinge zu hinterfragen und Tatsachen nicht bedingungslos hinzunehmen. Aber ich muss jetzt vor die Glotze, es läuft LOST, Popstars, RTL2 News und noch mehr… schrecklich!
Kommentar von pony_huetchen am 1. Oktober um 02:08 Uhr
Ganz etwas anderes - was mich immer wieder umtreibt und angesichts des Films noch einmal mehr:
Wem sich die wirkliche Schönheit, die Einzigartigkeit des Wunders der Ordnung im Universum erschließt, wer dann noch feststellt, dass wir auf dem - von den uns bekannten - schönsten Planeten leben, sollte eigentlich vor Ehrfurcht und Freude innehalten, das Wunder bestaunen und dankbar sein.
Das Sonderbare ist - wie immer man sich dieses Rätsel zu erschließen versucht, ob naturwissenschaftlich, spirituell oder religiös - man kommt immer an den Punkt tiefer Demut.
Wir sind wirklich Teil eines wunderbaren Ganzen, dass uns so reich beschenkt - und das sage ich als “naturwissenschaftliche” Betrachterin. Das darüber hinaus Erstaunliche - das dieser Zauber offensichtlich mit sich bringt - ist: Fast sämtliche Physiker (Kernphysik, Astrophysik und theor. Physik), die ich kenne - und das sind nicht wenige - kamen irgendwann während ihres Studiums oder spätestens bei ihrer Arbeit an den zentralen Fragen der Philosophie nicht vorbei.
Selbst wenn wir alle “Rätsel” der Natur gelöst hätten und alle Formeln des Universums kennen würden - es bliebe noch immer ein “Wunder”, dem wir mit Respekt begegnen würden.
Respekt gegenüber dem kleinsten Teil des Ganzen, Staunen dem unendlichen Universum gegenüber.
Warum - das frage ich mich immer wieder - verstehen manche dieses Wunder nicht. Warum sehen sie nicht das blanke Schimmern eines kleinen Käfers in der Sonne, hören den Gesang der Vögel und staunen nachts über die Sterne. Warum - und das verstehe ich wirklich nicht - suchen die Menschen nicht bei allem ihrem Tun nach Anleitungen in der Natur? Alles ist auf so wunderbare Weise exemplarisch vor unseren Augen - wir müssen doch nur hinschauen.
Es sind Chaos und Ordnung - die sich in einem dynamischen System immer wieder stabilisieren. Nur die Dynamik sorgt dabei für die Stabilität des Systems. Statische Systeme haben in der Natur keinen Bestand.
Warum verharrt der Mensch innerhalb dieses Systems in einer Starre von Herrschaft und Knechtschaft - und das seit Tausenden von Jahren?
Seit Tausenden von Jahren stagniert die Menschheit und glaubt doch in einem Fortschritt begriffen zu sein. Der Fortschritt besteht in der Verbesserung der Waffensysteme, sich gegenseitig auszurotten. Technischer Fortschritt ist in aller Regel ein Abfallprodukt des Ansinnens, Herrschaft zu erhalten und Herrschaftszonen auszudehnen.
Betrachtete man sämtliche zoologischen Spezies, keine hat es zu solch perfektionierter gegenseitiger Ausrottung der eigenen Art gebracht wie der Mensch - ja schlimmer noch: Keine andere Spezies vernichtet Mitglieder ihrer eigenen Art sinnlos und massenhaft.
Was muss da eigentlich einmal entwicklungsgeschichtlich passiert sein, dass plötzlich eine Spezies begonnen hat, so gänzlich gegen alle Gesetze der Natur zu leben? Das meine ich nicht religiös (aus dem Paradies nach dem Sündenfall), das meine ich kultur- und menschheitsgeschichtlich. Und diese Frage treibt mich schon lange um.
Es muss ein süßes Gift sein, das Macht und Herrschaft heißt. Ab wann gab es dieses Gift und warum?
Betrachte ich das gesamte belebte Gefüge dieses Planeten rein ökologisch, gibt es nur eine Spezies, die da ganz und gar nicht hinein passt.
Würde sie, statt mit Macht gegen alle Natur anzukämpfen - sich innerhalb des natürlichen Gefüges zu kultureller Größe entwickeln - dann könnte sie wahrhaft nützlich und eine Zierde sein. So ist sie ein schreckliches Krebsgeschwür.
Wie aber kann man ein Jahrtausende andauerndes erstarrtes System derart verändern, damit es die irgendwann einmal erfolgte “Initiation”, das Trinken von dem Gift der Macht über Bord werfen könnte?
Ich bin ratlos! Ich weiß nur eines - solange ich denken kann, hat mir das Leid von Millionen Menschen immer tiefer ins Herz geschnitten. Menschen, die heute verhungern, Menschen die im Laufe der Geschichte als Sklaven gelitten haben oder von “Eroberern” ermordet wurden.
Warum spürt denn niemand diesen Schmerz, den der Mensch anderen Menschen zugefügt hat und immer noch zufügt? Als die Schreie des jungen Studenten Andrew Meyer beim “Tasern” per Video um die Welt gingen, waren alle zutiefst ergriffen von seinem Schmerz.
Was glaubt ihr haben schon Menschen geschrien? Oder denkt an die, die nicht einmal mehr schreien können. Die so von Schmerz gepeinigt sind, dass sie nur noch still schweigend ihr Leid ertragen. Denkt an die schreckliche Folter, die der Mensch seit Jahrtausenden anderen Menschen zufügt.
Aber es geht auch schon “kleiner”: Mütter schlagen ihre Kinder, Männer ihre Frauen, Menschen verhungern, Menschen werden geschunden - alles Teil der “Zivilisation”.
Wie kann man in einer solchen Welt vor dem Fernseher sitzen und “gemütlich” ein Bier trinken?
Warum werden denn nicht alle kollektiv verrückt angesichts des Elends, das im Namen der “Menschlichkeit” auf diesem Planeten angerichtet wurde und immer noch wird?
Was mich nachhaltig beeindruckt hat auf meinen Reisen und teilweise längeren Aufenthalten, die mich mit nichts als einem kleinen Rucksack und wenig Geld auch in die ärmsten Gegenden dieser Welt geführt haben: Die glücklichsten Menschen, denen ich begegnet bin, waren nie die Reichen.
Es waren die, die zwar genügend zu essen hatten, aber in - nach westlichem Maßstab - ärmlichsten Verhältnissen lebten. Sie hatten nichts als einen intakten Familienverband, bestellten ihr Feld und gingen kleinen Handwerken nach. Jedoch: Die wirklich glücklich schienen, bekamen alle relativ wenig oder gar keine “Obrigkeit” zu spüren. Das hat mir zu denken gegeben und das kleine schwarze A im meinem Herzen seitdem stetig wachsen lassen.
Aus dieser Zeit gibt es Begegnungen und Erinnerungen, die mich so reich gemacht haben, dass mir keine Dollarkrise mehr etwas anhaben kann. Die Welt - das ist weder der Dollar noch all der Tand. Die Welt - das ist unsere Erde, die wir uns mit vielen teilen. Und es ist höchste Zeit, sie gerecht zu teilen und zu dem Paradies zu machen, das sie eigentlich ist. Wenn die Menschen dann auch die Natur in der Weise achten, die ihr gebührt, würde sie ihr größter Lehrmeister sein.
Kommentar von 1MP9 am 1. Oktober um 02:39 Uhr
@pony: Seit Jahrtausenden stagniert die Menschheit? Ok, du hast recht, es scheint tatsächlich zu stimmen. Und warum tut sie das?
Pointiert gesagt, und sicher irrelevant oder unsachgemäß laut vieler hier:
Es gibt keine “Menschlichkeit” ohne Gott. Unterdrückung und Ausbeutung ist eine Folge von Gottlosigkeit des Einzelnen und der Gesellschaft - auch und gerade dann, wenn sie vorgeblich im Namen der Religionen ausgeübt wird. Darin ähneln sich die Menschen und Völker der Geschichte und Gegenwart.
Kommentar von pony_huetchen am 1. Oktober um 03:01 Uhr
Habe ich beinahe vergessen zu sagen:
Das Video fand ich unter der verlinkten Homepage einer unser Leser: Joerg Capallo
Kommentar von pony_huetchen am 1. Oktober um 03:21 Uhr
@1MP9
Nenn’ es, wie Du willst.
Es ist meines Erachtens auf jeden Fall das Fehlen von Demut. Demut ist übrigens kein Akt der Unterwerfung, sondern drückt die Achtung und den Respekt vor etwas aus, das größer ist als wir. Indem der Mensch daran Anteil hat - ein Teil unter Gleichen ist - achtet er sich selbst in dem gleichen Maße.
Mit “Gott” ist das solange ein Problem, als ihm in der Regel nicht nur der Titel “Herr” gegeben wird, sondern er im Verständnis der Menschen auch ihr “Herr” ist - und da sind wir dann wieder bei der Wurzel allen Übels: Herrschaft. Wo ein Herr ist, ist immer auch ein Knecht.
Niemand sollte jedoch jemandes “Herr” sein. Einen solchen Gott haben die monotheistischen Religionen aber nicht (nach der üblichen Kirchenlehre).
Kommentar von 1MP9 am 1. Oktober um 03:32 Uhr
Was du ansprichst ist die Herrschaft eines Menschen über andere Menschen, dies hat mit “Gott” nur indirekt etwas zutun.
“Die Wurzel allen Übels” ist Herrschaft jedoch sicherlich nicht, auch nicht die zwischen Menschen. Ich verstehe, dass du seine negativ besetzte Form meinst, aber ich kann mir auch einen gerechten, weisen Herrscher vorstellen. Wenn wir schon eine Wurzel bennen wollen, dann doch die des Strebens nach Macht, des Strebens nach Herrschaft, was etwas gänzlich Anderes ist. Streben nach Macht zusammen mit der inneren Legitimation durch irgendeine Abwandlung der Grundhaltung “ICH BIN BESSER”.
Kommentar von Immerbreit am 1. Oktober um 03:38 Uhr
den film kenn ich schon des längeren, hat mich sehr bewegt!
von den gleichen machern “neue impulse e.V.” gibt es noch ne andere gute doku.: H5N1 antwortet nicht - Auf der Suche nach dem Killervirus
http://video.google.de/videopl.....;plindex=0
Kommentar von JohnD am 1. Oktober um 05:06 Uhr
Wer einmal staunen und verstehen will, dem sei dieses “Spiel” ans Herz gelegt: http://de.wikipedia.org/wiki/Game_of_Life
(Falls das im Film vorkommen sollte, sorry, ich bin noch nicht ganz durch
Musste das aber mal loswerden)
Und dies hier: http://www.tenthdimension.com
Kommentar von Sitting-Bull am 1. Oktober um 06:12 Uhr
Jede Macht korrumpiert, jede Herrschaft beruht laut Definition auf einen Erzwingungsstab (nach Christian Sigrist), der gerade dafür da ist, andere zu beherrschen, seinen Willen aufzuzwingen. Gerechte, weise Herrscher hat 5000-7000 Jahre Herrschaft leider keine hervorgebracht, was auch immer du dir vorstellen kannst. Sonst bringe mal bitte ein Beispiel. Vielleicht meinst du aber auch etwas anderes, anführen auf Grund von natürlicher Autorität, der größte Unterschied ist, dass man Weisheit auf Grund natürlicher Einsicht und nicht auf Zwang folgt. Ein weiser, gerechter Herrscher wäre somit ein Oxymoron.
Diese Begrifflichkeiten müssen astrein definiert sein, sonst landen wir wieder bei TINA.
Kommentar von Steve.Wilcox am 1. Oktober um 07:24 Uhr
Die Rechnungen sind bislang nicht veröffentlicht.
Ich hatte die Idee eines Forums, in dem man dies Diskutieren könnte. Wie http://www.unternimm-die-zukunft.de von Götz Werner (Chef der dm-Kette), aber dieses Forum wurde von Kritiker so massiv belagert das er beschlossen hat, dieses Forum wieder zu schließen.
Ich hab ca 2 Tage gebraucht um meinen eig. Blog einzurichten, viellecht kann mir da einer helfen.
So ist das mit dem Talent - wenn man einwas richtig gut kann, kann man etwas anderes ganz und gar nicht
bye Steve.Wilcox
Kommentar von Matala am 1. Oktober um 08:03 Uhr
auch wenn ich jetzt gefahr laufe für einen esotherikspinner gehalten zu werden, möchte ich doch eine kleinigkeit zur situation des modernen menschen loswerden.
alle völker, ob archische kulturen oder moderne völker in kultureller blüte hatten ihre rituale. alle kannten wege der initiation. techniken die dem einzelnen das wunder des lebens erfahrbar machten und ihm die ewigkeit des lebens zeigten. sie fürchteten sich nicht vor dem leben bzw vor dem tod, da sie erfahren hatten, das er nicht das ende ist. leider rissen im laufe der geschichte priesterschaften, die vorläufer unserer eliten, dieses wissen an sich und übten so macht über ihre mitmenschen aus. es gab verfolgungen und hexenverbrennungen. das wissen wurde so gut wie ausgerottet und wurde nur noch in kleinen kreisen weitergegeben. der breiten masse aber wurden sie vorenthalten.
ein mensch ohne rituale die im bei der bewusstwerdung helfen, fürchtet sich vor dem tod, und diese angst wurde und wird geschürt. menschen die sich vor dem tod fürchten übertragen diese angst auch auf ihr leben. sehnen sich nach sicherheit, bauen mauern, kämpfen ums überleben. der rest ist geschichte
Kommentar von pony_huetchen am 1. Oktober um 09:30 Uhr
@Steve
Bürgergeld ist DAS Thema. Gerne können wir einen Artikel dazu machen, Deine Berechnungen vorstellen und dann in Politblog diskutieren. Was hältst du davon?
E-Mail?
Kommentar von basilisk am 1. Oktober um 10:23 Uhr
@ pony
Ich muss es schreiben. Du steigst immer mehr in meiner Achtung. Deine Weltansicht ist mit Abstand das Beste was ich in dieser Beziehung gelesen habe. Und das um 2 Uhr früh! Chapeau!!!
So sollte Religion eigentlich sein, nicht ein in den Staubwerfen vor einerm unsichtbaren Gott, der sich sowieso immer anders verhält als es uns gelehrt wird.
Kommentar von GlobalWarning am 1. Oktober um 12:06 Uhr
Ich muss sagen, daß der Film doch schon viel Neues und Unbekanntes bringt. Vielleicht nicht für uns hier aber für viele im Propaganda- und Konsumnebel sicherlich. Ich werd den Film jedenfalls ordentlich weiterempfehlen.
Wäre ich Lehrer würde ich den Film meiner Klasse zeigen.
Kommentar von Gast am 1. Oktober um 13:02 Uhr
Dumme Frage, .. aber ich google nun seit 3 std um das tv-programm herauszufinden von der Film lief. Meine Hoffnung ist eventuell eine Wiederholung zu erhaschen. Kann mir jemand weiterhelfen. tv, avi, mpg, oder meinetwegen auch wmv. torrent oder ed2k waere auch ok. bitte keine flash!
Kommentar von pony_huetchen am 1. Oktober um 13:20 Uhr
Hallo Gast,
der Film läuft nur bei Google oder eben im Politblog (und auf anderen Blogs). Er ist wohl nie im Fernsehen gezeigt worden. Auf Google kommst Du, wenn Du oben auf das Google Fenster klickst. Ob es ihn bei Torrent gibt, weiß ich nicht. Die Macher verkaufen ihn auf DVD.
Pony
Kommentar von matala am 1. Oktober um 13:33 Uhr
hier gibts den film in besserer qualität
http://www.deutschlandnetz.de/.....storyid=86
Kommentar von matala am 1. Oktober um 13:44 Uhr
hier kann man den film auf dvd gegen eine kleine spende bekommen
http://www.kent-depesche.com/
Kommentar von guan am 1. Oktober um 17:06 Uhr
da spricht mir die Pony ja so richtig schön aus dem herzen, aber hallo. auch ich persönlich empfinde, dass die wichtigsten dinge im leben die einfachsten, natürlichen gegebenheiten sind. und das kleine A bildet auch für mich den richtigen umkehrschluss zu diesem jahrtausende alten verdruss namens ‘fortschrittliche zivilisation’. danke für die so klar ausgedrückten gedanken…
@Steve:
), das ist recht einfach & schnell passiert und dann kann man drauflos schreiben, wie einem der schnabel gewachsen ist. ausserdem kann man es später auch exportieren bzw. nach wordpress portieren, dazu müsste man sich dann jedoch etwas mit programmierung auskennen…
richte dir doch ein kleines blog bei twoday.net ein (soll jetzt keine werbung sein; ist nur mein persönlicher favorit aller bloghoster
@Gast:
man kann den film direkt auf der google-seite (bitte javascript aktivieren!) rechts oben downloaden. und das ist kein flash, das ist dann eine .mp4-datei, welche sich mit dem videolan-player (für fast alle formate und betriebssysteme!) abspielen lässt. ich guck ihn mir nach dem download nämlich jetzt gerade genauso an…
Kommentar von Gustav mit der Hupe am 1. Oktober um 21:41 Uhr
@ Pony (u.a.)
Vielen Dank für das Lächeln, für Lob und Anerkennung.
Es gab da aber eine Frage in Ponys Zwischenkommentar:
>> Es muss ein süßes Gift sein, das Macht und Herrschaft heißt. Ab wann gab es dieses Gift und warum?
Oh ja, ein sehr süßes Gift. Heute heißt es Verfügungsgewalt (da könnte ich lange darüber reden). Aber bleiben wir bei der Vergangenheit, bei den Wurzeln.
Ich habe mich schon länger mit der Archäologie des Guten und des Bösen beschäftigt… und stieß dabei auf ein phantastisches, völlig unspektakuläres und wohl deshalb weitgehend verkanntes Buch, das mich allerdings restlos überzeugt hat:
Es heißt Ismael und ist von Daniel Quinn, einem ehemaligen Trappistenmönch, der 15 Jahre lang daran gearbeitet hat (in den USA bekam er den Ted-Turner-Award, den höchstdotierten dort überhaupt). Antiquarisch gibt es das bei Goldmann erschienene TB für ein paar Euro.
In einem Satz (und ganz grob zusammengefaßt):
Seit Jahrtausenden tobt EIN einziger Krieg, der in dem Moment begann, als der erste Mensch ein Stück Land umzäunte, bestellte und sagte: Das ist jetzt meins!… und die Hirten vertrieb… und viele Kinder bekam… und noch ein Stück umzäunte… usw. usf.
LEST DIESES BUCH, Leute.
tuuuuut
Kommentar von matala am 1. Oktober um 22:12 Uhr
@gustav
klingt nach rousseau…
Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen ließ zu sagen: -Das ist mein!- und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: -Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.- (Jean-Jacques Rousseau)
Kommentar von schere am 1. Oktober um 22:13 Uhr
@pony einfach nur mal danke
@gustav
das bringts schon ziemlich auf den punkt, “meins”.
ein “unser” gab es nie, immer nur ein “meins”, und die anderen kriegen was ab damit sie ruhig bleiben.
vielleicht hatte die evolution noch nicht genug zeit uns unsere affenhorde mentalität abzugewöhnen.
Kommentar von schere am 1. Oktober um 22:46 Uhr
hier noch ein kleines rätsel fast off topic, wer hat denn das gesagt:
Das ist die hässliche Seite der Globalisierung, die Rücksichtslosigkeit des Stärkeren, und leider ist daran auch Europa beteiligt. Auch Europa hat jahrzehntelang Entwicklungshilfe vor allem als Instrument des Kalten Krieges und der Exportförderung betrieben, ohne groß zu fragen, was den Menschen in den Empfängerländern wirklich nutzte. Auch Europa errichtet Handelsbarrieren gegen die Entwicklungsländer, überschwemmt sie - auf Kosten der hiesigen Steuerzahler - mit Lebensmitteln zu Dumpingpreisen und zerstört damit dort die Erwerbs- und Lebensgrundlagen der bäuerlichen Gesellschaften. Auch Europa fischt Afrikas Küsten leer und verweist Kritiker kalt lächelnd auf geschlossene Verträge. Und dann reagiert Europa mit Erstaunen, Mitleid und einem Gefühl der Belästigung, wenn immer mehr Afrikaner sich in ihren Nussschalen auf den Weg übers Meer machen, um etwas Besseres zu finden als Armut und Elend.
Kommentar von matala am 1. Oktober um 22:52 Uhr
@schere
das war doch unser iwf horst
Kommentar von Reinhard am 2. Oktober um 06:57 Uhr
Das einzige Problem der Menschen ist: Egoismus!
Wenn wir frisch in dieser Welt eingetrudelt sind, machen wir eine herrliche Erfahrung: wir erhalten alles, was wir brauchen, umsonst - einfach so… Egoismus ist, wenn man auf dieser Stufe stehen bleibt und den nächsten Schritt nicht vollführt: Das herrliche Empfangen all dessen, was wir brauchen, ist nur deshalb möglich, weil andere es gratis geben! DAS ist das Beispiel, das es zu erlernen und zu imitieren gilt! Doch ist das Beispiel unvollkommen: wir müssen feststellen, dass nur innerhalb der eigenen Familie diese Großzügigkeit besteht und dass das gute Beispiel lediglich innerhalb eines bestehenden familiären, kollektiven Egoismus praktiziert wird - und damit alle Wirkung verfehlt! Die vielgepriesene Familie als Kern der Gesellschaft ist der Gesellschaft abträglich! Sie ist der ideale Nährboden für Egoismus! Interessant ist nun, dass Egoisten besonders leicht zu manipulieren sind, nicht wahr? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt
Kommentar von schere am 2. Oktober um 10:42 Uhr
@ matala
bingo, der köhler horst wars.
ziemlich klare worte, aber er ist ja nur der präsident.
Kommentar von gast am 2. Oktober um 11:23 Uhr
@guan und alle anderen - Danke, hat funktioniert.
Das Problem ist das Javascript, Flash, usw. auf meinem Rechner generell verboten sind und ich selten Ausnahmen erlaube. Ich lege sehr viel wert auf den Schutz meiner Daten und meiner Anonymität. Ich stelle nichts böses an, nur weil ich anonym-surfe, sondern ich möchte nicht noch eine Nummer in einer der vielen Datenbanken bekommen die später alle einmal zentralisiert werden und trainiere schon mal gegen den kommenden Überwachungs-Staat, bzw. die totalitär überwachte EU. Aber für diesen Film ist es mir (heute) eine Ausnahme mit javascript wert, dies soll aber nicht zur Gewohnheit werden nur weil es bequemer ist. Solange ich nicht (wie bei den öffentlich rechtlichen) zum online-gucken mit Flashplayern verzwangsanlagt werde.
Danke nochmal (ohne Javascript ist die google-seite nämlich total leer.
Kommentar von matala am 2. Oktober um 12:56 Uhr
@schere
vor allem ist er als ehemahliger präsident des iwf für diese ausbeutung mitverantwortlich. ich finde es beschämend wie er hier als moralapostel auftritt. zumindest weiß er wovon er redet…
Kommentar von Ponjardin am 6. Oktober um 19:51 Uhr
Ganz genau. Z. B:
Werner Heisenberg, der seine anerkannten Einsichten auf eine mystische Erfahrung zurückführt, hat das so auf den Punkt gebracht:
“Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.”
Pony, vielen, vielen Dank für Deine - wie immer - wunderbaren Zeilen.
Ich denke, die Demut ist - zusammen mit der Ehrfurcht - ein Begriff von ganz zentraler Bedeutung. Auch wenn er etwas “angestaubt” klingen mag, so ist er heute angesichts vielfälitger menschlicher Anmaßung aktueller denn je: Demut vor der Schöpfung, vor dem Leben, dem Mitmenschen. Und ohne hier allzu klerikal werden zu wollen, so muss ich doch feststellen, dass Demut, Ehrfurcht, Nächstenliebe und Barmherzigkeit einander bedingen.
(http://www.aufrichtig.de/dankbarkeit.html)
Wer Demut, Ehrfurcht und Nächstenliebe verinnerlicht hat, der “tasert”, betrügt, beraubt oder verletzt im Normalfall seine Mitmenschen nicht - jedenfalls nicht bewußt.
Die “Größten” dieser Erde waren/sind alle demütig und die Diener anderer. Wenn Demut und Ehrfurcht auf dieser Erde den ihr zukommenden Stellenwert innehätten, gäbe es weder Hungersnöte noch Kriege…
Je mehr wir die eigene Endlichkeit realisieren, desto besser für unsere Umwelt…
Wir alle haben die Freiheit zu wählen zwischen Demut oder Anmaßung, Krieg oder Frieden, Haß oder Liebe, Gewalt oder Sanftheit. Das Problem liegt jedoch drin, dass wir uns jeden Tag und in jeder Situation aufs Neue entscheiden müssen.
Und um diese Wahl richtig treffen zu können, brauchen wir Reflektion und Stille anstatt von Lärm und Zerstreuung. Auch in der kleinsten Wohnung können sich nämlich Himmel und Erde berühren…
Kommentar von varini am 7. Oktober um 17:56 Uhr
Bin gerade auf diesen Blog gestossen. Finde die Meinungen hoch interessant und es macht mir Mut. Lese viel von Demut. Demut ist ein sehr grosses und edles Gefuehl. Freue mich das dieser Begriff ueberhaupt noch im Wortschatz der Menschen existent ist. Es gibt aber noch andere Gefuhle die uns abhanden gekommen sind. Z. B. das Gefuehl von Scham. Wer ist noch in der Lage sich fuer etwas zu schaemen? Damit meine ich nicht Politiker für ihre gegebenen Ehrenwoerter.
Lese von Gott und Religionen und was jeder Einzelne tun kann. Da kann ich nur enpfehlen: Lest Krishnamurti. Wenn wir ihn verstehen, können wir die Dinge vielleicht wirklich so sehen wie sie sind. Ohne sie zu erlaeutern und zu bewerten.
Da hier von zoologischen Species die Rede war. Etwas was jeder beobachten kann. Zwar nur eine Banalitaet, aber da faengt es für mich an.
Beobachtung 1:
Kein Lebewesen dieser Erde hat derartige Probleme mit seinen Zaehnen wie der Mensch.
Beobachtung 2:
Kein Lebewesen dieser Erde betreibt einen derartigen Aufwand für die Pflege seiner Zaehne wie der Mensch.
Es hat eben alles etwas mit Manipulation und Konditionierung von Kindheit an zu tun.
Ich warte schon seit Jahren auf den Werbeslogan: `Mit den Dritten beisst man besser.´
Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss.
Ich hoffe wir sind nicht ein Teil vom Ganzen wie oben erwähnt.
So viel Irrtum traue ich Mutter Natur dann doch nicht zu.
Kommentar von Rene am 7. Oktober um 20:52 Uhr
Der Film ist - ohne Frage - gut gemacht und rüttelt auf.
Man sollte aber im Hintergedanken behalten, dass die DVD zum Flm von der Kent-Depesche vertrieben wird. Die Kent-Depesche ist berühmt berüchtigt dafür, Scientology Propaganda zu betreiben.
Also versteht mich nicht falsch, der Film gefällt mir auch gut und objektiv betrachtet spricht er auch wichtige Themen auf ein gut gemachte Art und Weise an.
Nichtsdestotrotz sollte man aber die Initiative für die Entstehung und Verbreitung des Films im Hinterkopf behalten.
Kommentar von BlauerBueffel am 2. November um 18:47 Uhr
Ich habe mir den Film angesehen, mit Zettel und Stift daneben:
“Perfekt abgestimmtes Ökosystem”, “Jede Art vollkommen” –> Wieso ist die Biosphere gerade jetzt vollkommen, warum war sie es nicht vor 100 Millionen Jahren. Wieso sollen Menschen Bilder niedlich umeinander schwimmender Heringe brauchen, um sich zu einem anderen Handeln aufzuraffen.
“Schönheit & Fülle & Paradies” –> dazu Bilder intensiver Landwirtschaft, die die “blöde” bäuerliche Idylle verklären, obwohl doch gerade der Übergang zur Ackerwirtschaft die Verteibung aus dem Paradies bedeutet.
Na gut wenigstens das ganze Elend der ursprünglichen Akkumulation durch Raub und Mord wurde nicht vergessen.
“Kriege im Interesse der Hochfinanz” –> und ewig droht der strukturelle Antisemitismus.
Laufend dieses “wir”. Was soll das? “unsere Profitgier”, “unsere Strategie der Macht”.
Dann noch fundamentale Kritik an Schule. Kann man machen. Ist aber gefährlich für das Seelenheil, wenn mensch selbst in dem Laden arbeitet.
Dann steht auf meinem Zettel noch was von “Machtelite vs. naive Mehrheit”. Die Analyse, wie Macht funktioniert, ist ja wohl seit Adorno oder Focault auch schon etwas weiter.
Kommentar von tier "rasse mensch" am 12. November um 14:14 Uhr
guten tag..
super film…
wieso kann sieht der mensch die schönheit des universums nicht, dass er sich im paradies befindet und sich stattessen ein eigenes system im system des universums verschafft und sich von herschenden system ausklammert um sich sicher zu fühlen, da er vermeitlich denkt, er kann das eigene system kontrollieren..
haben oder sein.. ein sehr gutes buch..
ja wir sind die einzigen “tiere” die sich selbst bewusst sind, was ein riesen geschenk und zugleich laster ist…
mit andacht mienen und frommen wesen überzuckern wir den teufel selbst!
erich fromm haben oder sein
http://www.haha-online.de/Referate/erichfromm.htm
wenn wir es nicht schaffen eine zivilisation im sein modus aufzubauen, dann werden wir weiterhin alle möglichkeiten im habenmodus durchforschen, das NIE zu wahrem frieden und glücklichsein und harmonie mit dem vorhanenden system erde kommt…
da könnten wir noch viel von den ureinwohnern und naturverbundenen einfachen menschen lehren, aber ebe man kann ein mensch nicht mit worten oder mit zwang zu was bekehren, man kann ihm nur helfen es in sich selbst zu finden.. und das geht am besten mit eigenen erfahrungen…
war früher auch viel am trampen und hab mich in den verschiedensten kreisen von menschen und status bewegt, dass bringt einem viel.. hier noch ein zitat von eben solch einem naturverbundenen menschen(indianer)
„ICH BIN EIN MEDIZINMANN – ein wicasa wakan. Medizinmann das ist ein Wort, das die Weißen erfunden haben. Ich wünschte, es gäbe ein besseres Wort, um auszudrücken, was „Medizinmann” für uns bedeutet, aber ich finde keines und du auch nicht, und so müssen wir uns wohl damit zufrieden geben. Ein wicasa wakan muss viel und oft mit sich allein sein. Er will weg von der Menge, weg von den kleinen, alltäglichen Dingen. Er liebt es zu meditieren, sich an einen Baum oder an einen Felsen zu lehnen und zu fühlen, wie sich die Erde unter ihm bewegt, und wie über ihm das Gewicht des weiten flammenden Himmels lastet. Auf diese Weise lernt er zu verstehen. Er schließt die Augen und beginnt klarer zu sehen. Was du mit geschlossenen Augen siehst, das zählt. Der wicasa wakan liebt die Stille, er hüllt sich in sie ein, wie in eine Decke – eine Stille, die nicht schweigt, die ihn mit ihrer donnergleichen Stimme vieles lehrt. Solch ein Mann liebt es, an einem Ort zu sein, wo er nur das Summen der Insekten hört. Er sitzt, das Gesicht gegen Westen, und bittet um Beistand. Er redet mit den Pflanzen, und sie antworten ihm. Er lauscht den Stimmen der wama kaskan – der Tiere. Er wird einer von ihnen. Von allen Lebewesen fließt etwas in ihn ein, und auch von ihm strömt etwas aus. Ich weiß nicht, was und wie, aber es ist so. Ich habe es erlebt. Ein Medizinmann muss der Erde angehören, muss die Natur lesen können wie ein weißer Mann ein Buch.
ALLES, WAS IHR ESST, wird in eine Plastikhülle gepackt, ist sauber zerteilt und vorbereitet für die Pfanne, hat keinen Geschmack und erweckt in euch keine Schuldgefühle. Wenn ihr eure Pelz- oder Ledermäntel tragt, wollt ihr nicht daran erinnert werden, wie viel Blut und Schmerz sie gekostet haben. Wenn wir einen Büffel töteten, dann wussten wir, was wir taten. Wir baten seinen Geist um Vergebung und sagten ihm, warum wir es tun mussten. Wir ehrten mit einem Gebet die Gebeine derer, die uns ihr Fleisch als Nahrung gaben, wir beteten, dass sie wiederkommen sollten, wir beteten für das Leben unserer Brüder, des Büffelvolkes, genauso wie für unser eigenes Volk. Für uns ist alles Leben heilig. Der Staat Dakota hat eigene Beamte für die Schädlingsbekämpfung. Sie setzen sich in ein Flugzeug und erschießen die Kojoten von der Luft aus. Sie führen Buch darüber, jeder tote Kojote wird in ihr Notizheft eingetragen. Die Vieh- und Schafzüchter bezahlen sie dafür. Kojoten ernähren sich von Nagetieren, von Feldmäusen und anderem kleinem Getier. Gelegentlich fressen sie ein Schaf, das sich verlaufen hat. Sie sind die natürlichen Abfallverwerter, sie säubern das Land von allem, was faulig ist und stinkt. Wer sich die Mühe macht und sie zähmt, für den sind sie gute Spielgefährten. Doch wenn sie am Leben bleiben, haben einige Leute Angst, ein paar Cent zu verlieren – und deshalb tötet man sie vom Flugzeug aus. Die Kojoten waren in diesem Land, bevor die Schafe hierher kamen, aber sie sind euch im Weg, denn ihr könnt aus ihnen keinen Profit schlagen. Mehr und mehr Tiere sterben aus. Die Tiere, die der Große Geist in dieses Land gesetzt hat, müssen fort. Nur die Haustiere, nur die vom Menschen gezüchteten Tiere dürfen leben – zumindest so lange, bis man sie in den Schlachthof treibt. Dieser entsetzliche Hochmut des weißen Menschen, der sich anmaßt, mehr als Gott zu sein, mehr als die Natur! Der Weiße sagt: „Ich lasse dieses Tier leben, denn es bringt mir Geld“; und er sagt: „Jenes Tier muss sterben, ich kann an ihm nichts verdienen, den Platz, den es braucht, kann ich besser verwenden. Nur ein toter Kojote ist ein guter Kojote“. Die Weißen behandeln die Kojoten fast so schlimm wie sie einst uns Indianer behandelt haben.
ICH HABE DEN EINDRUCK, die weißen Menschen fürchten sich so sehr vor der Welt, die sie selbst geschaffen haben, dass sie diese nicht mehr sehen, fühlen, riechen oder hören wollen. Regen und Schnee auf dem Gesicht zu spüren, von einem eisigen Wind wie erstarrt zu sein, und an einem rauchenden Feuer wieder aufzutauen, aus einer heißen Schwitzhütte zu kommen, und in einen kalten Fluss zu tauchen – diese Erfahrungen zeigen dir, dass du lebst. Aber ihr wollt das gar nicht mehr empfinden. Ihr wohnt in Kästen, die Sommerhitze und Winterkälte aussperren, ihr lebt in einem Körper, der seinen Geruch verloren hat, ihr hört den Lärm aus der Hi-Fi-Anlage anstatt den Klängen der Natur zu lauschen, ihr seht den Schauspielern im Fernsehen zu, die euch Erlebnisse vorgaukeln, euch, die ihr längst verlernt habt, irgendetwas selbst zu erleben. Ihr esst Speisen, die nach nichts schmecken. Das ist euer Weg. Er ist nicht gut.
BEVOR UNSERE WEISSEN BRÜDER KAMEN, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel und deshalb gab es bei uns keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man uns sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.
AUCH DER MENSCH BESTEHT AUS VIELERLEI. Woraus immer die Luft ist, die Erde, die Kräuter, die Steine, all das ist auch Teil unserer Körper. Wir müssen wieder lernen, wir selber zu sein und die Vielfalt in uns zu fühlen und zu entdecken. Wakan Tanka, das Große Geheimnis, lehrt Tiere und Pflanzen, was sie tun sollen. In der Natur gleicht nichts dem anderen. Wie verschiedenartig sind die Vögel! Einige bauen Nester, andere nicht. Manche Tiere leben in Erdlöchern, andere in Höhlen, andere in Büschen. Wieder andere kommen überhaupt ohne Behausung aus. Sogar Tiere derselben Art – zwei Hirsche, zwei Eulen – verhalten sich unterschiedlich. Ich habe viele Pflanzen aufmerksam betrachtet. Von den Blättern einer Pflanze, die alle auf demselben Stängel wachsen, ist keines ganz wie das andere. Auf der ganzen Erde gibt es keine zwei Blätter, die einander völlig gleichen. Der Große Geist hat es so gewollt. Für alle Geschöpfe auf der Erde hat er den Lebenspfad bloß im Großen vorgezeichnet; er zeigt ihnen die Richtung und das Ziel, lässt sie aber ihren eigenen Weg dorthin finden. Er will, dass sie selbständig handeln, ihrem Wesen gemäß und ihren inneren Kräften gehorchend. Wenn nun Wakan Tanka will, dass Pflanzen, Tiere, sogar die kleinen Mäuse und Käfer, auf diese Weise leben – um wie viel mehr werden ihm Menschen, die alle dasselbe tun, ein Gräuel sein: Menschen, die zur selben Zeit aufstehen, die gleichen im Kaufhaus erstandenen Kleider anziehen und dieselbe U-Bahn benützen, die im selben Büro sitzen, die gleiche Arbeit verrichten, auf ein und dieselbe Uhr starren und – was am schlimmsten ist – deren Gedanken einander zum Verwechseln ähnlich sind. Alle Geschöpfe leben auf ein Ziel hin. Selbst eine Ameise kennt dieses Ziel – nicht mit dem Verstand, aber irgendwie kennt sie es. Nur die Menschen sind so weit gekommen, dass sie nicht mehr wissen, warum sie leben.Sie benützen ihren Verstand nicht mehr und sie haben längst vergessen, welche geheime Botschaft ihr Körper hat, was ihnen ihre Sinne und ihre Träume sagen. Sie gebrauchen das Wissen nicht, das der Große Geist jedem von uns geschenkt hat, sie sind sich dessen nicht einmal mehr bewusst, und so stolpern sie blindlings auf der Straße dahin, die nach Nirgendwo führt – auf einer gut gepflasterten Autobahn, die sie selber ausbauen, schnurgerade und eben, damit sie umso schneller zu dem großen leeren Loch kommen, das sie am Ende erwartet, um sie zu verschlingen.“
gruss aus der schweiz…