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Blackwater & Co. - Ein todsicheres Geschäft

Für Sicherheit, Frieden, Freiheit und Demokratie

Aufträge in zweistelliger Milliardenhöhe bekommt Eric Prince, Inhaber der Sicherheits- und Militärfirma Blackwater USA Jahr für Jahr. Seine Hauptauftraggeber: Das amerikanische Außenministerium und das Verteidigungsministerium. Sein Auftrag: Drecksarbeit außerhalb jeglicher Legalität, bevorzugt in Somalia und im Irak. Sein Telefon stehe gar nicht mehr still, freut sich der Chef. Über seine Geschäftsbeziehungen zu Halliburton und Dick Cheney spricht er nicht.



Seit dem 11. September 2001 erlebt sein Unternehmen einen Boom. Geheimdienstliche und militärische Einsätze in juristischen Grauzonen sind ein lukratives Unterfangen, vor allem mit einem potenten staatlichen Auftraggeber im Hintergrund.

Die genaue Zahl der Blackwater-Mitarbeiter ist nicht bekannt. Schätzungen gehen von über Zwanzigtausend aus. Neben Blackwater gibt es eine Reihe weiterer Anbieter derartiger Dienste. Mit ihren Söldnertruppen und Spezialeinheiten sind sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil des US-amerikanischen “Engagements” in Kriegs- und Krisengebieten geworden.

Im Irak sind sie offiziell zum Schutz amerikanischer Diplomaten, zur Sicherung der Ölförderung und der Pipelines abgestellt. Ihr Anteil macht ungefähr zehn Prozent der amerikanischen Militärpräsenz aus.

Operationen im rechtsfreien Raum

Bereits vor Jahren wurden vereinzelt Stimmen gegen diese Privattruppen laut. In den Massenmedien fand diese Kritik kaum Widerhall. Erst der Fall von vier in Falludscha gelynchten Blackwater-Söldnern im Frühjahr 2004 sorgte schließlich für Aufmerksamkeit.


Die Angehörigen der Opfer verklagten Blackwater mit der Begründung, die Firma hätte nicht ausreichend für die Sicherheit der Mitarbeiter gesorgt. Die Vier waren in einem ungepanzerten Fahrzeug auf Patrouille geschickt worden.

Blackwater antwortete mit einer Gegenklage von über zehn Millionen Dollar. Die Mitarbeiter des Unternehmens hatten zuvor einen Vertrag unterschrieben, der es ihnen verbietet, den Arbeitgeber zu verklagen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Blackwater nicht nur ein fragwürdiges Geschäft betreibt, sondern auch mit illegalen Arbeitsverträgen die Mitarbeiter kauft.

Der öffentliche Protest blieb verhalten, einzig der amerikanische Filmemacher Robert Greenwald dokumentierte in seinem Feature “Iraq for Sale” ausführlich die fragwürdigen Machenschaften von Firmen wie Blackwater.

Söldner oder Vaterlandsverteidiger?

Wer zu Blackwater oder anderen privaten “Sicherheitsfirmen” geht, den lockt das Geld. Ungefähr 1000 US-Dollar zahlen die Unternehmen pro Tag für riskante Einsätze. Die Firma rekrutiert ihre Mitarbeiter aus ehemaligen amerikanischen Militärangehörigen. Mitunter quittieren auch aktive Soldaten ihren Dienst bei der Army, um anschließend für einen vergleichbaren Job teilweise das Vierfache zu verdienen. Das Unternehmen wirbt weltweit um Mitarbeiter, so unter den den ehemaligen Militärs des chilenischen Diktators Pinochet. Blackwater-Präsident Gary Jackson findet, sie “sind sehr professionell und passen gut in unser System”.

Auch der im November vergangenen Jahres im Irak entführte Österreicher Bert Nussbaumer arbeitete für eine private US-amerikanische Sicherheitsfirma, die Crescent Security. Er war gemeinsam mit vier US-Kollegen an der Grenze zu Kuwait unterwegs, als die Gruppe von aufständischen Irakern geschnappt wurde. Seitdem gab es immer wieder unterschiedliche Meldungen über seinen tatsächlichen Verbleib. Im Juni dieses Jahres hieß es dann, Nussbaumer sei vom Iran als CIA-Agent eingestuft worden und dorthin verschleppt.

Die Vermutungen sind nicht bestätigt. Der Verdacht, dass der US-amerikanische Geheimdienst sich bei besonders “dreckigen Geschäften” der privaten Firmen bedient, wird jedoch immer wieder geäußert.

Legal, illegal, *****egal - Kontrolle existiert nicht

Doch allein die paramilitärischen Aktivitäten der Privattruppen haben in der Vergangenheit wiederholt zu Kritik geführt, die meist ungehört verhallte. Eine Vielzahl irakischer Zivilopfer geht danach auf das Konto der im rechtsfreien Raum operierenden Söldner.



Erst jetzt, wo die irakische Führung Konsequenzen für die wilden Schießereien der Söldner androht, reagiert die Presse, und das amerikanische Verteidigungsministerium wird munter. Mit Rückendeckung des Parlaments fordert der irakische Premierminister al-Maliki den sofortigen Entzug der Lizenzen für Blackwater und andere Sicherheitsfirmen, nachdem acht Zivilisten in Bagdad auf offener Straße erschossen worden waren. Condoleezza Rice sah sich nach dem Druck aus Bagdad genötigt, “sorgfältige Untersuchungen” anzukündigen.

Doch mit welchem Ziel? Das Operieren der Privatfirmen im rechtsfreien Raum ermöglicht die von der Bush-Regierung erlassene “Coalition Provisional Authority Order Number 17“. Sie besagt, dass “Contractors” Immunität gegenüber der irakischen Justiz genießen, solange sie sich an ihre Vertragsbedingungen halten. Bei Verfehlungen der privaten Vertragspartner müsse man sich an den Entsendestaat richten.

Im Entsendestaat, den USA, unterliegen die Sicherheitskräfte jedoch keiner juristischen Verfolgung für Einsätze im Ausland. Außerdem erklärte die Blackwater-Sprecherin Anne Tyrell: ” ‘Die “Zivilisten’, die wie berichtet auf Blackwater-Angestellte feuerten, waren tatsächlich bewaffnete Feinde, und die Angestellten erwiderten das Feuer in Notwehr.”

So einfach ist das. Mittlerweile hat man darüber hinaus festgestellt, dass die “Sicherheitsfirmen” gar keine Lizenzen haben, die das irakische Parlament kündigen könnte. Verbrechen im rechtsfreien Raum als Bestandteil US-amerikanischer Kriegsführung, das ist der Schluss, den man daraus ziehen kann.

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Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 20. September 2007 von pony_huetchen geschrieben und in die Kategorie Krieg, Militär, Terrorismus eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von JohnD am 20. September um 12:00 Uhr

Blackwater, die neue Waffen-SS…

Kommentar von Lamafarmer am 20. September um 12:08 Uhr

Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Blackwater nicht nur ein fragwürdiges Geschäft betreibt, sondern auch mit illegalen Arbeitsverträgen die Mitarbeiter kauft.

Wieso illegal? Illegal nach deutschem oder amerikanischem Recht? Wenn die Mitarbeiter den Arbeitsvertrag unterschreiben, müssten sie doch wissen, was auf sie zukommt?

Angesichts des Gehaltes von gut 1000$ am Tag (!) ist ein Schutz wie dieser durchaus berechtigt. Die Mitarbeiter verdienen folglich schließlich an die 21.600 € im Monat und knapp 260.000€ im Jahr. Wäre er illegal, müssten sie doch ihre Verträge überarbeiten oder es hätte schon wirksamen Stunk seitens der Familien gegeben?!

Kommentar von pony_huetchen am 20. September um 12:38 Uhr

@Lamafarmer

Tatsache ist, auch die USA haben ein Arbeitsrecht. So gut oder schlecht das auch sein mag, dürfen keine Arbeitsverträge geschlossen werden, die dieses Recht außer Kraft setzen.

Anders wäre das, wenn die Mitarbeiter quasi als Subunternehmer arbeiten. Da gelten andere Regelungen. Das war aber nach allen Quellen in den oben genannten Fällen nicht so.

Dass die Leute viel Geld bekommen ist richtig, aber auch die Tatsache, dass damit Menschen in den Job “gelockt” werden, für die die amerikanische Gesellschaft keine anderen Aufgaben hat.

Der Anteil derer, die aus Gründen von Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit solche Jobs machen, ist sicher höher als der Anteil der chilenischen Ex-Militärs.

Hinzu kommen aber auch jene Hasardeure, die gerne mit Schießeisen und Waffen jeden Kalibers rumballern, auf alles, was sich bewegt.

Kommentar von votex am 20. September um 13:30 Uhr

http://www.tagesanzeiger.ch/dy.....91794.html

US-Sicherheitsfirma verliert Lizenz im Irak
Die irakische Regierung hat nach einem tödlichen Zwischenfall in Bagdad einer der grössten amerikanischen Sicherheitsfirmen die Lizenz entzogen.
Es handelt sich immerhin um die ‘Söldner-Firma’ Blackwater.

Kommentar von Lamafarmer am 20. September um 13:38 Uhr

Blackwater has filed a motion to dismiss the case, providing copies of contracts signed by the four saying they would assume any risks from working under “volatile, hostile and extremely dangerous circumstances.”

CNN April 21, 2005

Sofern die Mitarbeiter das unterschrieben haben, gibt’s da doch nichts illegales dran? Ich kenn die Arbeitsverträge von Blackwater nicht, aber wie ein generelles Verbot gegen Blackwater zu klagen hört sich das nicht an.

Dass die Leute viel Geld bekommen ist richtig, aber auch die Tatsache, dass damit Menschen in den Job “gelockt” werden, für die die amerikanische Gesellschaft keine anderen Aufgaben hat.

Der Anteil derer, die aus Gründen von Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit solche Jobs machen, ist sicher höher als der Anteil der chilenischen Ex-Militärs.

Hinzu kommen aber auch jene Hasardeure, die gerne mit Schießeisen und Waffen jeden Kalibers rumballern, auf alles, was sich bewegt.

Ich kann dir nicht folgen? Zum Bund, zur Polizei oder zu Sicherheitsfirmen gehen sicherlich auch Leute, die gerne “rumballern wollen” und vielleicht auch “auf alles, was sich bewegt”. Was hat das für eine Relevanz?

Kommentar von hgz am 20. September um 13:52 Uhr

Blackwater has filed a motion to dismiss the case, providing copies of contracts signed by the four saying they would assume any risks from working under “volatile, hostile and extremely dangerous circumstances.”

Wenn ein Angestellter dort ums Leben kommt, ist das sicher nicht immer die Schuld von Blackwater. Kommt er aber ums Leben, weil Blackwater nicht die nötige Ausrüstung gestellt hat (gepanzerte Wagen) ist das durchaus ihre Verantwortung.
Wenn einem Bauarbeiter ein Ziegel auf den Kopf fällt, ist das Pech. Stirbt er aber daran, weil sein Boss ihm nicht den vorgeschriebenen Helm gestellt hat, ist das was anderes.

Tina

Kommentar von Grom am 20. September um 14:20 Uhr

Diese Söldnerdrecksbande ist gemäß einem aktuellen Bericht aus kroatischen Militärkreisen eifrig dran, in der Region ein Ausbildungs- und Rekrutierungszentrum zu gründen, somit im Herzen Europas.

Es lag eine Anfrage von Blackwater beim kroatischen Verteidigungsministerium vor, welche hohes Interesse an einem stillgelegten Truppenübungsplatz und ehemalligem Militärgebiet in der Nähe von Sinj/Kroatien haben und diese kaufen oder mieten wollten.
Wurde glücklicher weise von den Kroaten abgelehnt mit der Begründung, man wolle keine Paramilitärs im Lande und kein Ausbildungslager für Söldner, sowie dadurch auch nicht zur Zielscheibe für Terroristen werden.

Darauf hin soll Blackwater in der ergion wieter nach “geeigneten” Objekten Ausschau halten und sieht sich angeblich bereits in Serbien, Bulgarien und Rumänien um. Ob diese Länder dann ebenso konsequent ablehnen wie die Kroaten bleibt nur zu hoffen.

Grund für das aktuelle Angagement am Balkan ist aussagegemäß die Suche nach Söldnern mit Kriegserfahrung, darum sind ehemalige Soldaten und Polizisten aus Kroatien, Bosnien und Serbien heiss begehrt, denn unter der Hand hört man das trotz Tagesgagen von bis zu 1.000 USD es Blackwater u.ä. immer schwerer fällt guten “Nachschub” zu bekommen, da deren Verluste und Verwundete zwar nicht veröffentlicht werden, aber wohl kaum geringer sind als die der US-Besatzer die aktuell im schnitt 3-4 Tote und 10-15 verwundete betragen, pro Tag wohlgemerkt.

Kommentar von pony_huetchen am 20. September um 14:56 Uhr

@Lamafarmer

Vielleicht schaust Du Dir auch mal die Link im Text an. Hier ist ein Beispiel, unter welchen Umständen jemand einen Vertrag unterschrieben hat und was dann tägliche Realität war. Auch die weiteren Blogeinträge und Kommentare geben beredt Auskunft über die “Arbeitsrechte” in dem Unternehmen.

Auch wäre es ratsam, den verlinkten Film anzuschauen, ehe man aus dem Zusammenhang gerissene CNN Zitate postet.

Ich kann dir nicht folgen? Zum Bund, zur Polizei oder zu Sicherheitsfirmen gehen sicherlich auch Leute, die gerne “rumballern wollen” und vielleicht auch “auf alles, was sich bewegt”. Was hat das für eine Relevanz?

Wo habe ich das geschrieben in Bezug auf Bundeswehr, Polizei und deutsche Sicherheitsfirmen? Hier steht nichts davon!

Schau Dir diesen Blog einmal genauer an - gerade zu den Fragen der deutschen Sicherheitskräfte, dann wirst Du sehen, dass ich da eine sehr klare Position vertrete. Die nämlich besagt, dass es zwar in Deutschland schwarze Schafe in den Reihen der Beamten gibt, blinde Schießwütigkeit aber auf keinen Fall die Regel ist.

Blackwater und vergleichbare amerikanische Firmen sind nicht mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen - und ich hoffe, dass das so bleibt.

Also arbeite bitte nicht mit Unterstellungen. Die sind einer sachlichen Diskussion nicht zuträglich.

Kommentar von Grom am 20. September um 15:00 Uhr

Lamafarmer kommt mir immer mehr wie ein bezahler Troll vor, welcher selbst eklatante Tatsachen gerne relativiert oder umdeutelt, oder einfach nur ein Verblendeter??? LOL, denn es gibt ja auch noch heute genug Leute die der Meinung sind der Irak Krieg seit unumgänglich gewesen, der Staat habe ime rRecht und wer sich nichts zu schulden kommen lässt hat nichts zu befürchten.

Kommentar von Drahtzieher am 20. September um 15:23 Uhr

Blackwater such Ausbildungsstätten im Herzen Europas?
Hoffentlich verrät den Schlächtern keiner das hier in Good Ol´Germany demnächst ein paar britische Kasernen leerstehen.
Sonst ham wir das Gesindel bald bei uns auf dem Schoss sitzen.

Wobei sich Merkel, Sschäuble und Göring, äääh ich meine Jung, sicherlich über so ein kleines bisschen grundgesetz losen paramilitärischen Schutz freuen dürften.

In was für ner kranken Welt leben wir.

Kommentar von Lamafarmer am 20. September um 16:07 Uhr

@pony_huetchen

Ich hab mir vor längerer Zeit den Film “Iraq for Sale” angesehen und finde es auch nicht gut, was zum Beispiel den LkW-Fahrer zugestoßen ist. Trotzdem wissen wir immernoch nicht, wie die Rechtslage genau aussieht. Auch wissen wir nicht, wie der Rechtsstreit ausgegangen ist und vorallem mit welcher Begründung.
Oder soll ich nun annehmen, dass die direkt alles eingestellt haben, nachdem Blackwater mit der hohen Summe “gedroht” hat?

Wie dem auch sei: Die Verträge ohne vernünftige Begründung als “illegal” abzustempeln und noch weiter auszuholen, in dem man sagt “Mitarbeitern Blackwaters ist es (generell) verboten gegen Blackwater zu klagen” , ist nicht der beste Weg zu informieren (und könnte auch als Unterstellung gesehen werden).

Zu meinem *Vergleich* mit Deutschland: Mir fehlt die Relevanz. Warum sprichst du auf einmal von chilenischen Ex-Militärs? Fand ich verwirrend.

Kommentar von Hendrik am 20. September um 16:08 Uhr

Ich komme mir immer schuldig vor, wenn ich in diversen Irak-Videos deutsche Waffen in den Händen von US-Militärs sehe. Wir sind, hinter den USA, der größte Rüstungsexporteur der Welt.

Kommentar von Lamafarmer am 20. September um 16:14 Uhr

@Grom

Lamafarmer kommt mir immer mehr wie ein bezahler Troll vor, welcher selbst eklatante Tatsachen gerne relativiert oder umdeutelt, oder einfach nur ein Verblendeter???

Jemanden beleidigen zu wollen oder etwas zu unterstellen gehört hier zur Tagesordnung? Ist mir in dem anderen Artikel nun auch passiert.

Mal im Ernst: Was soll das? Und frag dich mal selber: Was würde es jemandem bringen, mich für meine Kommentare zu bezahlen? Und wieso bin ich auf einmal ein “Verblendeter”, wenn ich die Aussage hinterfrage, dass die Verträge illegal sind? Bist du nicht eher der Verblendete, es einfach zu schlucken und nicht zu hinterfragen, wenn dir etwas komisch vorkommt? Lässt du die Seite hier ab jetzt für dich denken?

LOL, denn es gibt ja auch noch heute genug Leute die der Meinung sind der Irak Krieg seit unumgänglich gewesen, der Staat habe ime rRecht und wer sich nichts zu schulden kommen lässt hat nichts zu befürchten.

LOL auch dir, aber was hat das jetzt mit meiner Frage zu tun?

Kommentar von DaRockwilda am 20. September um 16:29 Uhr

Ist doch im Endeffekt nur ein Randaspekt ob irgenwelche Arbeitsverträge illegal sind oder nicht, der Skandal ist dass es heutzutage eine solche Masse an Söldnerarmeen gibt.

Söldner/Privatarmeen sind eine der absoluten Antithese jeder verantwortungsvollen Demokratie, und sollten demnach auch von glaubensfesten Kriegsbefürwortern entschieden abgelehnt werden.

Ein Gedanke dazu nur, selbst wenn Bush weil er besoffen ist den kompletten Abzug aller US-Soldaten durchführen, wär immer noch seine kleine Privatarmee mit 180.000 Mann im Irak, über die der Kongress jedenfalls weniger Macht hat als über das Militär.

Kommentar von Grom am 20. September um 18:05 Uhr

Tja, nur leider wird die heutige Masse nur die Spitze des Eisbergs sein, der auf uns noch zukommt, denn die US-Faschisten haben schon lange gemerkt das man mit illegalem und unregistrierten Finnazmitteln vom CIA u.a., sowie Gewinnen aus dem Drogenhandel, sowie ganz offen über den Wehretat eines Tages immer weniger eigene Soldaten irgend wo hinschicken muss, da die Söldner weltweit jeden Job annehmen, egal wie dreckig und blutig, hauptsache die kohle stimmt.

Somit wird man auch in Zukunft die dreckigen Neocon-Zionistenträume verwirklichen wollen weltweit, aber dann kaum eigene Verluste ausweisen müssen, da die Söldner weder in der Zahl noch bei den verlusten angaben machen.

D.H., In Zukunft werden Schattenarmeen und ganze Söldnerheere die Interessen von Organisationen, Lobbygruppen bis hin zu Staaten ausführen und man kann somit immer massiver und brutaler weltweit agieren und so tun als wäre man ja offiziel an nichts beteiligt.

Kommentar von Ronald am 20. September um 18:19 Uhr

Als Ergänzung zum Artikel von pony_huetchen möchte ich auf einen heutigen Blog-Eintrag des fleißigen FREEMAN verweisen: “Die Mörderbande im Irak”

Dort wird das brutale Vorgehen der schießwütigen Blackwater-Cowboys an zwei Beispielen beschrieben.

Kommentar von Ronald_X3X_ am 20. September um 20:07 Uhr

@Grom: Gibts zu der Kroatien-Geschichte auch eine zuverlässige zitierbare Quelle? Soweit ich weiß hat nämlich in Kroatien nicht BW sondern MPRI die Nase vorne.

edit: Ronald, ich musste Deinen Namen ändern, da wir hier im Blog noch zwei andere Ronalds haben die kommentieren. Sorry. Pony

Kommentar von woody am 21. September um 01:05 Uhr

@grom

ja dass ist denk ich auch das was diese ganzen firmen noch gefaehrlicher macht als sie eh schon sind. dass sie einfach jeder engagieren kann. im moment werden diese dienste ja hauptsaechlich von regierungen genutzt. was ja zumindest noch eine begrenzte “kontrolle” moeglich macht.

aber was wenn grosse firmen wie coca cola zb solche firmen bezahlen um ihre interessen durchzusetzten. ich koennte mir das ganz gut vorstellen dass die zb in kolumbien solche leute bezahlen um ihre interessen zu vertreten oda einfach nur um durch inszenierte kampfhandlungen (aehnlich wie im irak) die umstaende so chaotisch zu halten dass sie in aller ruhe weiter land und menschen ausbeuten koennen.

weiss da vllt jemand was drueber??

gruesse woody

Kommentar von grimoire am 21. September um 03:09 Uhr

Kneift mich mal jemand?

@woody

Das Thema ist nach wie vor aktuell.

Kommentar von grimoire am 21. September um 03:11 Uhr

Hier noch mal der link zum Thema:

Kommentar von grimoire am 21. September um 03:13 Uhr

Sorry, kann mal jemand helfen? Warum kann ich hier nicht verlinken, zu wenig Grip(s)?

Kommentar von woody am 21. September um 06:10 Uhr

@grimoire

sorry aba ich hab dich gar nich gesagt dass es nicht aktuell waere oda auf was beziehst du dass?
egal hast du n link zu der sache? des waer nice
merci

Kommentar von SteveAustin am 21. September um 10:51 Uhr

Daran sieht man das der Irak kein “freier oder demokratischer Staat” ist. Schon alleine der Satz: “..das irakische Parlament kann nicht die Lizenzen kündigen..”
Das wird den irakischen Widerstand weiter anheizen und es werden mehr Leute gegen die Besatzung aufstehen!
Gruß an die Warheitsliebenden…

Kommentar von Grom am 21. September um 10:53 Uhr

@Ronald_X3X_ , die Quelle bin ich :-), gab auch vor kurzem einen Bericht in einer kroatischen Zeitung (vecernji-list, darüber und ich kenne einen Militär von der 4-Brigade aus Split der persönlich angebowrben wurde, hat aber abgelehnt.

Stimmt, nicht nur BW ist unten fleissig am Rekrutieren, denn der Bedarf vor allem an Kriegs- und Kampferfahrenen Leuten ist offenbar gross, aber weder BW noch sonst wer bekommt das gewünschte Ausbildungszentrum, hoffe andere Länder der region werden bei deren Angeboten nicht schwach, denn diese Drecksbande hat offenbar Geld wie Heu.

Leider ist deren Angebot verlockend, denn in Kroatien verdienen selbst Spezialeinheiten ab mittleren Dienstgraden kau mehr als 1500 Eur im Monat, Bosnien und Serbien sogar deutlich weniger, da wundert es nicht das diese Seelenverkäufer dennoch Nachschub bekommen :-( auch wnen sie sehr unbeliebt sind sowie deren Auftraggeber, denn z.B. in Kroatien liegt die Ablehnung gegenüber der Bushadministartion und dem Irakkrieg bei rd. 90%, eine der Rekordwerte in Europa.

Kommentar von GlobalWarning am 21. September um 11:05 Uhr

@woody:
“ich koennte mir das ganz gut vorstellen dass die zb in kolumbien solche leute bezahlen um ihre interessen zu vertreten oda einfach nur um durch inszenierte kampfhandlungen (aehnlich wie im irak) die umstaende so chaotisch zu halten dass sie in aller ruhe weiter land und menschen ausbeuten koennen.”

Genau so ist es! Der Bananenmulti Chiquita ist letztens sogar zu einer Strafzahlung verurteilt worden, weil er mehrere Millionen $ an rechte paramilitärische Todeschwadronen gezahlt hatte. Auch Coca Cola werden ähnliche Aktivitäten dort vorgeworfen. In Kolumbien ist es üblich, daß bezahlte Killer gegen Gewerkschafter und allgemein Regierungskritiker eingesetzt werden. Natürlich tobt da generell seit ca. 50 Jahren ein Bürgerkrieg, dessen Ursache aber in den krassen Wohlstandsgegensätzen und der Landfrage liegt. Nur durch die exorbitanten Gewinne im Drogenhandel können Guerrillas und Paramilitärs auch heute noch ihre Waffen finanzieren.

Die USA mischen da auch kräftig mit. Präsident Uribe ist enger Bush-Freund. Kolumbien erhielt in den letzten Jahren 2 Mrd. $ Rüstungshilfe, natürlich um “gegen die Drogen” vorzugehen. Das Geld ging aber nicht nach Kolumbien sondern an US-Rüstungskonzerne. Die kolumbianische Armee ist von Kopf bis Fuß in US-Material eingekleidet, die Waffen, Hubschrauber etc.

Blackwater ist da meines Wissens nicht aktiv, dafür aber DynCorp, die die Besprühung von Koka-Feldern mit Pestiziden vom Flugzeug aus übernehmen. Die ökologischen und gesundheitlichen Folgen sind verheerend. Die Firma wurde auch schon mehrfach beim Drogenschmuggel erwischt.

Ansonsten zum Thema:
Wenn dem Treiben nicht bald ein Riegel vorgeschoben wird wird´s wohl dahin gehen, daß diese Privatarmeen immer größer und mächtiger werden. Heute haben sie Sturmgewehre, Humvees und Hubschrauber, morgen dann wohl Jets, Panzer und Flugzeugträger… Viel Spaß! Außerdem gibt´s ja in der “Dritten Welt” genug Hungrige, die für ein paar Kohlen eine Waffe in die Hand nehmen (u.a. kommen auch viele Blackwaters eben auch aus Kolumbien). Und wenn in den USA erstmal eine große Depression losbricht…

Kommentar von A.Berger am 21. September um 11:38 Uhr

Gratulation an Maliki! Dieser Mann hat MUMM in den Knochen.
Nicht zufällig wollen ihn Demokraten und Republikaner von seinem Posten weghaben.

Es wird Zeit, daß die Existenz von US Steuergeld- bezahlten Privatarmeen und Großkonzern- bezahlten Privatarmeen, vor allem in den Rohstoffregionen Afrikas, der Weltöffentlichkeit bekannt werden.

Bei dieser Gelegenheit muß man auch die Widerstandskraft Mugabes loben, dessen zimbabwische Währung von der Hochfinanz gezielt zerstört wurde. (wie ihm vor ein paar Jahren von dieser unverhohlen angedroht wurde, ansonsten man die Wirtschaft des Landes zerstören würde)

Sobald sich die US Großkonzern- Privatarmeen weltweit zurückziehen, werden die Einheimischen, die ausgeplünderten Afrikaner und Iraker endlich in den Genuß ihres Rohstoffreichtums kommen und die in diesen Ländern unnötige Armut besigen. Denn Afrika wäre reich, würden sie nicht ständig ausgeraubt.

Deutschland soll den Rohstoffländern faire Preise zahlen und aus diesen Rohstoffen mit seinem, weltweit einmaligem Know How erstklassige Produkte machen. Dann könnten die Rohstoffländer UND Deutschland gut leben. Deutschland hat es nicht nötig, arme Kontinente auszurauben.

Kommentar von GlobalWarning am 21. September um 11:59 Uhr

@A. Berger:
Boah, wie kannst Du bloß Mugabe loben??? Das ist ein eiskalter Massenmörder mit stark stalinistischen Zügen. Sogar der Stern (*hüstel*) hat vor ein paar Monaten mal einen ausnahmsweise sehr guten Artikel über die bestialischen Foltermethoden von Mugabes Geheimdienst gebracht.

Natürlich sind die Industrieländer auch mit schuld an der Misere Afrikas, aber nicht ausschließlich. In Afrika gibt es einfach noch zu viel Korruption, Gewaltbereitschaft, mangelnde Rechtsstaatlichkeit und Bildung um Wohlstand blühen zu lassen. An den REssourcen mangelt es nicht, im Gegenteil. Afrika könnte theoretisch der vielleicht reichste Kontinent der Welt sein. Übrigens hat niemand Mugabe gezwungen, die sehr erfolgreichen, hart arbeitenden weißen Farmer abzuschlachten. Das hat er selbst veranlasst.

Kommentar von grimoire am 21. September um 12:47 Uhr

Der Deuschlandfuk meldete gerade, daß Blackwater seine “Arbeit” in Baghdat wieder aufgenommen hat.

@woody

sorry aba ich hab dich gar nich gesagt dass es nicht aktuell waere oda auf was beziehst du dass?

Missverständnis, ich finde den Zusammenhang bemerkenswert.

http://www.uni-kassel.de/fb5/f.....-cola.html

Kommentar von pony_huetchen am 21. September um 15:19 Uhr

So - nun sind die Opfer der Schießereien fast vergessen in der Öffentlichkeit (die Hinterbliebenen werden sich schon noch die Augen ausweinen) und die Irakischen Saktionen gegen Blackwater schon fast ausgesetzt:

Die umstrittene private US-Sicherheitsfirma Blackwater hat den Personenschutz für die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad in begrenztem Umfang wieder aufgenommen. Botschaftssprecherin Mirembe Nantango teilte mir, das Botschaftspersonal sei wieder innerhalb der internationalen Zone in Bagdad unterwegs. “Alle Konvois werden eskortiert”, fügte sie hinzu und bestätigte, die Begleiter seien Blackwater-Wachmänner. Die Entscheidung der Wiederaufnahme einzelner Begleitfahrten sei in Absprache mit der irakischen Regierung erfolgt

Zahlt Blackwater Hinterbliebenen Entschädigung?

Ein Berater al Malikis erklärte unterdessen, trotz der Empörung in der Öffentlichkeit über das Vorgehen westlicher Sicherheitsdienste dürfte es für die Regierung schwer werden, die privaten Leibwächter aus dem Land zu weisen. Ein Ausweg könne sein, dass Blackwater den Hinterbliebenen eine Entschädigung zahle und alle Beteiligten neue Regeln für ihr Vorgehen im Irak vereinbarten.

Die Mitarbeiter der US-Botschaft verlassen sich weitgehend auf private Wachleute. Diese sind laut einer Klausel vor Strafverfolgung geschützt. Insgesamt gibt es Experten in Washington zufolge 100.000 zivile Angestellte von Subunternehmern, die den Einsatz der
US-Armee im Irak unterstützen.

QUELLE

Kommentar von woody am 22. September um 09:25 Uhr

@grimoire, GlobalWarning

ja das is genau was ich meinte.
merci fuer die info

Kommentar von pony_huetchen am 22. September um 10:01 Uhr

@Nun kommen immer mehr Blackwater-Skandale ans Licht:

Blackwater soll Waffen in den Irak geschmuggelt haben

In den USA sind Ermittlungen gegen das Sicherheitsunternehmen Blackwater aufgenommen worden. Grundlage sind Hinweise, wonach Angestellte von Blackwater illegal Waffen in den Irak geschmuggelt und dort auf dem Schwarzmarkt verkauft haben sollen.

Es gebe genug Beweise für eine Anklage, teilten Regierungsbeamte mit. Nach US-Medienberichten unterstützen sowohl das Verteidigungsministerium als auch das Außenministerium die Arbeit der Bundesanwaltschaft.

Im Juli hatte sich die Türkei bei den USA beschwert, Waffen aus den USA würden von kurdischen Rebellen genutzt. US-Ermittler überprüfen nun, ob die bei den kurdischen Rebellen aufgetauchten Waffen aus Blackwater-Beständen stammen.

Ob CIA oder Blackwater. Dass westliche Waffen bei dem künstlich geschürten Zwist unter Muslimen zum Einsatz kommen, steht außer Frage. Nun steht Blackwater im Visier der öffentlichen Kritik. Vermutlich wird das schnell wieder “schöngeredet” und vertuscht. Die USA sind auf die Söldnertruppen (zehntausend allein im Irak) angewiesen. “Condi” wird’s schon richten.

Kommentar von GlobalWarning am 22. September um 12:35 Uhr

Der Stern hat schon 2004 Werbung für die Privatkrieger gemacht:
http://stern.de/politik/auslan.....21165.html
Jetzt wird der alte Artikel wieder ausgegraben.

Frei nach dem Motto: “Schafft ja Arbeitsplätze!” oder was??
Ach ja, Du Stern-Schreiberling… wie wär´s wenn hier mal Chaos ausbricht, Frau Merkel ein paar Blackwaters bestellt und die dann Deine Tür eintreten, Dein Kind abschlachten und Deine Frau vergewaltigen. Ach, und bevor ich´s vergesse: Deine Haushaltskasse mitgehen lassen! Das wäre dann doch wirklich eine Katastrophe, oder?

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