Endlich: Ganz Mutter sein!
Sturm auf die Ikonen des öffentlich-rechtlichen Talks
(Der aktuelle Artikel zur Kerner-Herman Debatte ist unter Nazikeule auf der Autobahn zu finden)
Jetzt hat der NDR sich von seiner zweiten Berufsblondine verabschiedet. Nach dem Ende der journalistisch blamablen Auftritte von Sabine Christiansen, die das Volk auf neoliberalen Kurs bringen durfte, trennt sich der Sender auch von seinem Heimchen Eva Her(r)man(n).
Das Prinzip Eva hat nun die Protagonistin selbst in voller Breitseite erwischt. “Es ist selbstverständlich, dass Frauen etwas lernen, dass sie sich weiterbilden und Aufgaben auch außerhalb der Familie übernehmen, wenn sie das Talent dafür haben. Doch all das sollte in Maßen geschehen”, äußerte sie vor gut einem Jahr im Cicero Magazin.
In diesen begrenzten Maßen wollte sie im März eine Reise zu unseren Nachbarn in den Alpen antreten, um das sympathische Bergvolk mit ihrem Esprit zu beglücken. Dummerweise war der Veranstalter des Auftriebs die FPÖ. Man riet ihr ab.
Ganz emanzipiert - und das war der Fehler - fuhr sie vor kurzem allein nach Berlin und stellte ein neues Buch vor. Doch das ging in die Hose. Prompt nämlich hat sich bewiesen, was passiert, wenn eine Frau sich zweiteilt. Familie und Beruf sind unvereinbar. Keiner weiß das besser als Eva Herman.
In Berlin wollte sie ausschließlich über dieses Thema frei sprechen. Und das tat sie dann auch. Über Reich und Führer und vor allem über die Rolle der glücklichen Mütter in jener Zeit. Bezüglich des Führers machte sie auf Nachfrage dann doch eine kleine Einschränkung, aber ansonsten fand sie damals alles ganz fein.
Die freie Rede hat nun den Programmdirektor erzürnt. Das wundert umso mehr, da ihm das eigene Programm des Senders nie solch harsche Kritik abnötigt. Sicher, dort werden nicht Führer und Vaterland gefeiert. Doch das permanente TV-Volksmusikgedudel - “so schön wie der Norden” - bedient und kreiert keinen kritischen Geist. Darüber lohnt es sich auch einmal in der Chefetage nachzudenken.
Und von Frau Herman hoffen wir, nicht nach der Kündigung ähnlich aufregendes Filmmaterial sehen zu müssen wie seinerzeit von Tagesschausprecherin Susan Stahnke. Die hatte auch den NDR verlassen und anschließend der Nation Bilder ihrer Darmspiegelung in die erste Reihe übertragen lassen. Immerhin gab es dafür von Medienmogul Burda einen Filmpreis.
Das ist deutsches Fernsehen!
© Politblog - Lizenzrichtlinien
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Jetzt hat der NDR sich von seiner zweiten Berufsblondine verabschiedet. Nach dem Ende der journalistisch blamablen Auftritte von Sabine Christiansen, die das Volk auf neoliberalen Kurs bringen durfte, trennt sich der Sender auch von seinem Heimchen Eva Her(r)man(n).

Das Prinzip Eva hat nun die Protagonistin selbst in voller Breitseite erwischt. “Es ist selbstverständlich, dass Frauen etwas lernen, dass sie sich weiterbilden und Aufgaben auch außerhalb der Familie übernehmen, wenn sie das Talent dafür haben. Doch all das sollte in Maßen geschehen”, äußerte sie vor gut einem Jahr im Cicero Magazin.
In diesen begrenzten Maßen wollte sie im März eine Reise zu unseren Nachbarn in den Alpen antreten, um das sympathische Bergvolk mit ihrem Esprit zu beglücken. Dummerweise war der Veranstalter des Auftriebs die FPÖ. Man riet ihr ab.
Ganz emanzipiert - und das war der Fehler - fuhr sie vor kurzem allein nach Berlin und stellte ein neues Buch vor. Doch das ging in die Hose. Prompt nämlich hat sich bewiesen, was passiert, wenn eine Frau sich zweiteilt. Familie und Beruf sind unvereinbar. Keiner weiß das besser als Eva Herman.
In Berlin wollte sie ausschließlich über dieses Thema frei sprechen. Und das tat sie dann auch. Über Reich und Führer und vor allem über die Rolle der glücklichen Mütter in jener Zeit. Bezüglich des Führers machte sie auf Nachfrage dann doch eine kleine Einschränkung, aber ansonsten fand sie damals alles ganz fein.
Die freie Rede hat nun den Programmdirektor erzürnt. Das wundert umso mehr, da ihm das eigene Programm des Senders nie solch harsche Kritik abnötigt. Sicher, dort werden nicht Führer und Vaterland gefeiert. Doch das permanente TV-Volksmusikgedudel - “so schön wie der Norden” - bedient und kreiert keinen kritischen Geist. Darüber lohnt es sich auch einmal in der Chefetage nachzudenken.
Und von Frau Herman hoffen wir, nicht nach der Kündigung ähnlich aufregendes Filmmaterial sehen zu müssen wie seinerzeit von Tagesschausprecherin Susan Stahnke. Die hatte auch den NDR verlassen und anschließend der Nation Bilder ihrer Darmspiegelung in die erste Reihe übertragen lassen. Immerhin gab es dafür von Medienmogul Burda einen Filmpreis.
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Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 10:17 Uhr
Für mich sind Alice Schwarzer und Eva Hermann wie Demokraten und Republikaner: Finanziert und gefördert von den gleichen Hintermenschen, sollen sie das Volk spalten und gegeneinander aufbringen. Die eine propagiert den Krieg gegen die Männer, die andere den Rückzug der Frauen. Hauptsache die künstliche und überaus destruktive Trennlinie Mann-Frau wird weiter gezogen und vertieft, und das Volk ist mit pro-Frau oder pro-Mann Streitereien beschäftigt.
Deshalb, am Besten ignorieren. Die Energie auf sinnvolleres verwenden.
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 10:35 Uhr
http://alles-schallundrauch.bl.....ismus.html
Die Gemeinschaft zwischen Mann und Frau ist eins der kostbarsten gesellschaftlichen Güter, und sie ist sowohl seitens des extremen Feminismus als auch des extremen Patriarchats in Gefahr.
Kommentar von hgz am 10. September um 11:11 Uhr
Wenn doppelt so viele Menschen steuern zahlen und konsumieren, dann nutzt das nicht nur der Elite, sondern dem gesamten Staat und der Gesellschaft. Und dass die “Kontrolle” der Kinder durch die Eltern per se besser ist halte ich doch für weit hergeholt. Die Anfälligkeit für extremistische Ideen beispielsweise, war gerade zu Zeiten der intakten Familien am höchsten und nicht heute. Ich glaube Rockefeller macht sich da sehr viel selbst vor, wenn er sich einbildet jetzt alle Menschen unter Kontrolle zu haben.
Vom extremen Feminismus alà Schwarzer sind wir weit entfernt genauso wie vom extremen Patriarchat und das ist auch gut so.
Die Zeiten, in denen Frau am Herd stand sind nunmal vorbei und ich kenne keine einzige Frau, die dem hinterher trauert. Wenn doch kann sie ja zurück zum Hausfrauendasein. Unsere Gesellschaft muß sich mit den neuen Umständen arrangieren und damit umgehen, so wie sie jetzt sind und in diesem Zusammenhang spielt es keine Rolle, ob der Feminismus von der CIA erfunden wurde und was Rockefeller meint damit erreicht zu haben. Es ist wie es ist.
Gab
Kommentar von Sitting-Bull am 10. September um 11:14 Uhr
Lt. Aaron Russo war alles ein abgekartetes Spiel. Ich halte mich voll und ganz an Red Emma.
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 11:18 Uhr
Das setzt voraus, dass Steuern und Konsumausgaben für sinnvolle Zwecke ausgegeben werden, ist also nur begrenzt richtig.
Und ein wichtiger Teil fehlt hier sowieso: Es verschulden sich auch plötzlich doppelt so viele Leute, ob dauerhaft oder nur mittelfristig. Je mehr Bürger sich wirtschaftlich betätigen, umso besser für die Banken.
Und doppelt so viele Arbeitnehmer ist natürlich Gift für die Arbeitslosenzahl und für die Löhne.
Doppelt so viele Haushalte (Trend zum Singe-Dasein) bedeutet doppelt so viel Mieteinnahmen.
Fakt bleibt, dass eine intakte und gesunde Familie die Chancen der Bürger gegenüber den Gefahren des ökonomischen Daseins in allen Bereichen maximiert.
Wo ist der kausale Zusammenhang?
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 11:19 Uhr
@Sitting Bull:
Kannst du das ein wenig ausführen?
Kommentar von sundancer am 10. September um 11:21 Uhr
Fr. Herrman impliziert doch mit ihrem Wunsch nach der fürsorgliche natürlichen Mutter am Herd genau das Gegenteil was sie selbst ist. Eine Frau, die es als Tagesschausprecherin und Moderatorin weit hinein in eine ehemalige Männerdomäne geschafft hat.
Kommentar von pony_huetchen am 10. September um 11:37 Uhr
@Rock
Nun verfalle aber nicht in den Glauben - auch wenn Du wie ich selbst ein Befürworter der Familie bist - dass Eva Herman eine ernstzunehmende Vertreterin dieser Position ist.
Sie lebt das absolute Gegenteil von dem, was sie predigt. Ihre Bücher und Auftritte sind ein einziger Kommerzzauber. Möglich auch, dass sie die entsprechenden Förderer hat, die sie puschen. Da bin ich ziemlich sicher, es ist aber eine Vermutung.
Ansonsten kenne ich die Dame gut genug, um ihre Glaubwürdigkeit beurteilen zu können.
Kommentar von hgz am 10. September um 11:43 Uhr
Richtig, aber das wäre auch der Fall, wenn nur die Väter arbeiten und Steuern zahlen würden.
Das kann man so nicht sagen. Denn erstens leben immernoch die meisten Menschen in Familien mit gemeinsamen Einkommen undAusgaben. Und zweitens, wenn doppelt so viele Leute wirtschaften und sich dadurch doppelt so viele Leute verschulden dann ändert sich nicht am Verhältnis.
Dass es jetzt doppelt so viele Haushalte gibt ist Humbug. Tun wir doch bitte nicht so, als ob die Familie auf einmal gänzlich abgeschafft wurde.
Und was ist an doppelt so vielen Mieteinnahmen falsch?
In diesem Blog herrschft irgendwie generell der Tenor, dass jegliche Art von Konsum per se schlecht ist. Dabei ist Konsum die Grundlage jeglichen menschlichen Zusammenlebens und das nicht nur im Kapitalismus sondern in ALLEN Wirtschaftsformen, angefangen vor Tausenden von Jahren mit dem Einzug der Arbeitsteilung.
Warum? Warum sieht sich eine Familie mit Kindern und nur einem Einkommen weniger Gefahren ausgesetzt, als wenn Frau und Mann je für sich ein Einkommen erwirtschaften und keine Kinder haben?
Das ist mir auch schleierhaft. Du hast doch den Text hier reingestellt, der da lautet:
Extremistische Ideen in der ersten Hälfte des 20. Jh, die ja bekanntlich auch per Medien verbreitet wurden, hätten dem zufolge nicht so große Wirkung erzielen dürfen, weil ja die Familie die Kontrolle ausübte.
Du hast schon Recht. Da gibt es keine Kausalität. Rockefeller erzählt dummes Zeug.
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 11:44 Uhr
@pony:
Keine Sorge, und ich dachte das hätte ich mit meinem Eingangskommentar, der sie praktisch mit Schwarzer auf eine Stufe stellt (bzw. sie als den anderen Pol bezeichnet) klargemacht.
Falls Eva was für die Familie tun will macht sie es auf eine wenig intelligente Weise.
Ich wollte darauf hinaus dass hier eben weder Schwarzer noch Hermann zu unterstützen sind. Es gibt bestimmt andere Stimmen, die weniger medial gepusht werden, die die Familienfrage aber sachlich richtig und intelligent vertreten. Die muss man suchen und unterstützen.
Kommentar von pony_huetchen am 10. September um 11:45 Uhr
@Sundancer
Die Nase vor die Kamera zu halten und einigermaßen flüssig vom Blatt abzulesen (=Tagesschausprecher) ist nicht unbedingt “Männerdomäne”. Das war es allenfalls mal zu Zeiten Dagmar Berghoffs.
Frauen als Talk-Show-Moderatoren hat es auch vor Eva Herman gegeben.
Also vom Berufsbild durchaus weiblich. Was aber sicher der Hausfrauen-Familien-Idee entgegensteht sind die Arbeitszeiten (=abends).
Kommentar von Rusty_James am 10. September um 11:46 Uhr
Also manche Ansichten grenzen ja schon an Eskapismus…Ich glaube ihr wollt einfach nicht einsehen, das die Rockefellers unsere Geselschafftsstrukturen damit unwiederruflich zerstört haben und zwar nur weil sie es mal eben gerade so wollten.
Diesen Leuten ist einfach nichts heilig und sie machen vor nichts halt. “They don’t give a fuck about you…”
Es ist genau wie in dem Link von Rock.
Diese Leute brauchen uns als Sklaven. Wir sind ihre Sklaven. Wir sind unter ihrer Kontrolle.
Ich weis das klingt pathetisch, aber jeder der dies verleugnet kann die Wahrheit einfach nicht ertragen.
Gerade deswegen müssen wir schlauer sein als je zu vor und wir müssen mehr zusammenhalten als je zuvor. Das ist unsere einzige Chance und unsere einzige Hoffnung.
Die Situation ist verdammt ernst.
Kommentar von Rusty_James am 10. September um 11:49 Uhr
Steuer kommt von steuern , in unserem Fall im Passiv…
Bürger kommt von bürgen - wir bürgen…
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 11:54 Uhr
@hgz:
Aber an der ansoluten Zahl, und damit ist es ein für Banken (und Versicherungen etc.) erstebenswerter Zustand.
Die doppelte Version kommt von Rockefeller, es geht hier um die Tendenz und die weist in diese Richtung.
Es ging um die Frage, ob Banken, Versicherungen, Immobilieneigentümer etc. ein Interesse daran haben, die Spaltung der Familie zu schüren. Das haben sie dann, wenn auf einmal zwei Haushalte entstehen anstatt einem.
Blödsinn, ich schrieb extra dass sowohl Steuern als auch Konsumausgaben erstmal in gesamtgesellschaftlich sinnvolle Kanäle fließen müssten.
Weil eine intakte und gesunde Familie immer autarker sein wird als ein Single-Haushalt.
Ich rede vom kausalen Zusammenhang zwischen alleingelassenen Kindern und den daraus entstehenden Einflussmöglichkeiten durch TV und andere Medien. Der kausale Zusammenhang zwischen eher alleingelqassenen Kindern und Consumerism ist klar, aber du sprichst von einem kausalen Zusammenhang zwischen einer intakten Familie und radikalen Ideologien. Den musst du erklären.
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 11:56 Uhr
@Rusty:
Ich habe den Text aus dem Link bewusst so umformuliert dass Rockefeller nicht explizit erwähnt wird. Es ist nämlich im Endeffekt ganz egal wer dahintersteckt und inwieweit die Entwicklung überhaupt gewollt ist, der springende Punkt bleiben die Konsequenzen. Die müssen erstmal von jedem verstanden und bekämpft werden.
Kommentar von arm am 10. September um 11:57 Uhr
ja, glaubwürdig war sie wohl nicht, obwohl ich zugeben muss, dass ich ihr keine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Soweit ich das mitbekommen konnte, sah sie sich selber als geläuterte Karrierezicke, die jetzt gegen Egoismus und Familienfeindlichkeit angeht. Klingt erst mal lobenswert in dieser Zeit.
Man sollte aber nicht übersehen, dass hinter diesen “Umständen” eine kurzfristig denkende Weltanschauung steckt: Individualismus und Ellenbogengesellschaft³, damit möglichst viele Arbeitnehmer auf den Markt drängen (drückt die Lohnkosten) und möglichst viele Konsumenten auftreten (erhöht die Preise). Weil es nur um den kurzfristigen Nutzen und die eigenen materiellen Bedürfnisse geht, sind Kinder erstmal störend.
Eine solche Haltung ist aber weder gut noch “zukunftsfähig” - man sollte sich also nie damit arrangieren.
Kommentar von Raoul.Duke am 10. September um 12:00 Uhr
Fest steht: Susan Stahnkes Darmspiegelung hatte jedenfalls mehr Tiefgang als sowohl Eva Hermanns als auch Alice Schwarzers Polemik.
Kommentar von hgz am 10. September um 12:06 Uhr
Das mag ja sein, aber was soll die Konsequenz sein? Dass Frauen weiterhin auf Karrieren verzichten sollen, nur damit die Banken keinen Vorteil daraus ziehen?
Das widerspricht doch sämtlichen Tatsachen und stellt den gesamten gesellschaftlichen Diskurs auf den Kopf.
Der Punkt ist doch, dass sich gerade das Single-dasein finaniziell lohnt. Kind oder Cabrio! Warum wollen denn so viele Akademiker lieber Karriere machen als Kinder kriegen? Weil Kinder ein schweine Geld kosten! Weil man als Dinks (Double income, no kids) zu den Gewinner gehört und eben mehr Geld hat als mit 3 Kindern am Hals.
Kommentar von arm am 10. September um 12:09 Uhr
“Das entwickelte TV.-Marketing durch detaillierte Quotenanalyse führt unter anderem dazu, dass auf einzelnen Sendern Bilder verboten werden, die Frauen mit Kind zeigen, da diese das Geschäft beeinträchtigen.”
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 12:13 Uhr
@hgz:
Ah, noch so einer der hier Mann und Frau pauschalisiert. Ist dir in den Sinn gekommen, dass vielleicht in manchen Fällen auch die Frau für die Familie sinnvoller arbeitet als der Mann?
Konsequenz sollte also sein, dass möglichst nur einer der Partner arbeitet, es sei denn die Aufgaben im Haus würden zwei arbeitende Partner zulassen.
Schön dass du wohl nix verstanden hast. Lies nochmal was ich geschrieben habe. Ich sprach nicht vom finanziellen Vorteil, sondern von der erhöhten Sicherheit durch höchstmögliche Autarkie, den eine intakte und gesunde Familie genießt.
Und wenn man dann soweit denkt dass die intakte und gesunde Gesellschaft ins Blickfeld kommt, dann geht es nicht ohne Kinder.
Und stell dir vor es gibt sogar Menschen, die haben den Wunsch danach, ihr Vermächtnis durch Nachkommen fortzuführen.
Kommentar von hgz am 10. September um 12:18 Uhr
Ich glaube du übersiehst, dass diese Entwicklung in gewisser Weise auch natürlich ist. Der Rückgang der Geburtentaren ist ja kein westliches Phänomen, sondern ein weltweites. Bei steigendem Wohlstand sinkt die Zahl der Kinder. Das war schon immer so und ist auch überall auf der Welt so. Selbst in Afrika ist die Geburtenrate in den letzten Jahrzehnten stark zurück gegangen, von über 5 Kindern pro Frau auf mittlerweile nur noch etwas über 3. Wenn man Kinder nicht mehr zum eigenen überleben braucht, werden eben weniger davon geboren. Das hat mit Lohnkosten nix zu tun.
Ob das zukunftsfähig ist weiß ich nicht, wir werden damit aber irgendwie die Zukunft meistern müssen. Einen Weg zurück wird es nicht geben.
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 12:21 Uhr
Ich finde wir sollten “hgz” von nun an “Mr. TINA” nennen, denn there is no alternative - “Einen Weg zurück wird es nicht geben” wie er sagt
Wäre ja schön wenn nur noch deshalb keien Kinder mehr geboren werden, “weil man sie nicht braucht”. Es ist viel mehr so, dass sich viele Menschen Kinder nicht mehr leisten können, sowohl materiell als auch zeitlich und das ist ein Missstand, kein Segen.
Kommentar von pony_huetchen am 10. September um 12:25 Uhr
Einen Weg zurück gibt es auch nicht. Die Frage ist, welchen Weg wir nach vorne gehen wollen
! Da liegen die Alternativen. Nur entdecken und leben müssen wir sie.
Kommentar von hgz am 10. September um 12:33 Uhr
Nur dass die meisten Menschen das blöderweise nicht wollen. Und wo soll das Geld herkommen, wenn beide im Haushalt arbeiten?
Das habe ich. Du hast geschrieben, dass die Familie die Risiken der Ökonomie minimiert. Vielleicht solltest du aber mal definieren, was du mit Autarkie meinst. Das ist mir nämlich nicht ganz klar.
Das sei mal dahingestellt. Das Problem, das wir haben, ist nicht die Kinderlosigkeit als solche, sondern dass wir unser gesamtes Sozialsystem auf das Kinderkriegen ausgerichtet haben. Leider paßt das nicht zur Realität. Aber anstatt dass man logischer Weise das System verändert, versuchen wir krampfhaft die Realität zu verändern. Da sehe ich das größte Problem.
Die Kinderlosigkeit ist nur so ein großes Problem, weil es nicht zum dynamischen Renten und Sozilsystem passt, welches übrigens ein Musterbeispiel eines Schneeballsystems ist, welches in der freien Wirtschaft illegal wäre. Du bekommst nur dann das Geld was du eingezahlt hast, wenn du es schafft mindestens zwei neue Mitglieder anzuwerben - in dem Fall also Kinder zu bekommen. In der freien Wirtschaft ist sowas verboten, weil dieses System IMMER scheitert.
Habe doch nicht dagegen gesagt.
Kommentar von Sitting-Bull am 10. September um 12:42 Uhr
Klar.
Für Emma Goldman kann eine menschliche Gesellschaft letztlich nur in einem verantwortungsvollen, gleichrangigen und stark gefühlsbetonten Miteinander von befreiten Frauen und Männern bestehen. Das heißt nicht, daß sie etwa Sympathien für das Patriarchat aufbrächte oder gar die Fehlleistungen
der Männergesellschaft verniedlicht. Red Emma bleibt ihr Leben lang schonungslos offen – eine Streiterin gegen jede Art der Verlogenheit. Gerade deshalb geißelt sie ebenso unnachsichtig das »Trauerspiel von der Befreiung der Frau«, denn sie ist radikaler und vorausschauender als viele ihrer Zeitgenossinnen. Für sie kann es keine Lösung sein, wenn sich die Frauenbewegung darin erschöpft, die Männergesellschaft einfach umzudrehen, indem Frauen den Beweis erbringen wollen, sozusagen die ›besseren Männer‹ zu sein.
Freiheit Pur, Seite 52
http://www.mama-anarchija.net/.....4-2007.pdf
Kommentar von hgz am 10. September um 12:46 Uhr
Das ist nicht richtig.
Entscheidend bei der Frage Kind ja oder nein ist nicht, wie viel Geld man hat, sondern wie viel Geld einem entgehen wird, wenn man sich für ein Kind entscheidet. In der Soziologie bezeichnet man das als “Opportunitätskosten”.
Wenn eine Frau keinen Schulabschluss hat und sich abwechselnd von Sozialhilfe oder einen Aushilfsjob beim Aldi finanziert, hat ein Kind keinen großen Unterschied mehr auf ihre Karriere und auf das Vermögen, dass sie noch erwirtschaften wird. Gleiches gilt bei Multimillionären. Ob die Kinder bekommen oder nicht spielt finanziell keine Rolle. In beiden Gruppen ist auch die Geburtenrate hoch.
Anders sieht es bei AkademikerInnen aus. Wenn sich da die Frau entscheiden muss, ob sie promoviert und Karriere macht oder Kinder bekommt, dann bedeutet die Entscheidung für ein Kind, dass sie auf einen gewaltigen Teil des noch zu verdienenden Vermögens verzichtet. Deswegen bekommenAkademiker so wenig Kinder, obwohl sie ja eigentlich mehr Geld haben als der Durchschnitt.
Tina
Kommentar von Rusty_James am 10. September um 12:49 Uhr
Also mir persönlich ist es nicht egal, daß eine kleine Elite mal mir nichts dir nichts die Weltherrschaft an sich reißt und die Unwissenheit und Naivität der Menschheit kaltblütig ausnutzt, um ihren grenzenlosen Machthunger zu stillen und um ihre diabolischen Pläne umzusetzen.
Diese Entwicklung ist 100% so gewollt!
wie bitte sollte sie sonst zustande gekommen sein, wenn es nicht irgendjemand so gewollt hätte?
Also wenn es überhaupt einen Weg nach vorne geben sollte, dann wird dieser Weg mit Sicherheit kein Picknick im Park, so viel steht fest.
Ich weis nur daß die Menschheit nicht so einfach kleinzukriegen ist, selbst nicht von Rockefellers oder sonstwem.
Auch wenn 99% der Menschen ihr Dasein mit Arbeit fristen um die Zinsen für einen unbezahlbaren Schuldenberg zu erwirtschaften, und man die anderen 50% der Menschen vor kurzem auch noch in dieses “Spiel integriert hat”,so wird es immer noch letzte Überlebende geben,egal ob Mann oder Frau, die das Spiel durchschauen, das klingt jetzt wieder pathetisch, aber solange wir auf unsere Fähigkeiten als Menschen vertrauen, ist noch einiges drin.
Das ist jetzt mein persönlicher Standpunkt, ihr könnt davon halten was ihr wollt…Ich weis nur, es ist ein ernstes thema und es betrifft wiedereinmal ausnahmlos jeden.
Nur, leugnen und so tun als ob es nichts so wäre oder zu sagen “Es ist so wie es ist” (~hgz) wird uns nichts nützen.
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 12:53 Uhr
@Sitting Bull:
Danke für die Ausführungen, diese Person war mir bislang kein Begriff. Passt von der Richtung her ja zu meinen Aussagen.
Kommentar von arm am 10. September um 13:00 Uhr
@hgz
Man sollte nicht davon ausgehen, dass diese noch nie dagewesene Zusammenraffung von Wohlstand etwas selbstverständliches, dauerhaftes oder ewig gültiges ist, sein kann oder sein sollte.
Stell dir mal eine (etwa durch Inflation) verarmte Gesellschaft vor, deren Wirtschaft zusammengebrochen ist, in der gebrechliche, auf Hilfe angewiesene alte “Singels” der typische Bürger wären.
Dieses Gesellschaftssystem und das aktuelle Wirtschaftssystem sind wie unzertrennliche Brüder - das eine ist zum Überleben auf den anderen angewiesen - leider fressen beide ihre Zukunft auf…
Kommentar von Maja am 10. September um 13:16 Uhr
Also, ist ja schön, wenn alle die Familie so hochhalten, aber mal ehrlich-so doll ist die “bucklige Verwandtschaft” auch nicht immer. Es gibt nicht umsonst die Geschichten der “bösen Schwiegermutter” und es gibt innerhalb der so hochgelobten Familien auch viele Zwistigkeiten. Und schaut doch mal in andere Kulturkreise: Wer da aus dem Familienverband ausbrechen will, hat oft mit einer Menge Schwierigkeiten zu rechnen.
Und warum soll eine Frau im leistungsfähigsten Alter immer unbedingt zu Hause bleiben? Wären die Großeltern aufgrund ihrer Lebenserfahrung für die Kindererziehung nicht viel geeigneter, zumal die Technik die körperlich schweren Hausarbeiten nahezu vollkommen übernommen hat?
Kommentar von Maja am 10. September um 13:22 Uhr
Und noch was, heißt es nicht immer “Klasse statt Masse”? Die Lebenserwartung hat sich erhöht, deshalb weniger Kinder um die Bevölkerungszahl relativ konstant zu halten. Dann doch lieber weniger Kinder, die sorgfältig und liebevoll betreut werden und stark gemacht werden für ein sinnvolles, langes Leben, als viele Kinder, denen es an allen Ecken und Enden fehlt und das die nächsten 80, 90 Jahre?
Kommentar von Gen. K. Ozz am 10. September um 14:09 Uhr
@ DaRockWilda
Autarkie durch Familie???
Solange man mit abhängiger Arbeit Fiat-Geld verdient jedenfalls nicht.
Das eigentliche Problem ist doch wohl kaum die Geschlechterproblematik, sondern die Tatsache, daß der Arbeitsfrondienst lebens- und familienfeindlich ist.
Solange man Nutzen in der imaginären Einheit Geld misst, kann man den Nutzen von Arbeit noch gar nicht einschätzen. Deswegen nimmt die Arbeit immer mehr zu, d.h. deswegen lassen sich die Menschen den Schwachsinn vom “Gut” Arbeit einreden.
Kommentar von Gen. K. Ozz am 10. September um 14:47 Uhr
achso, die Maffia ist ja auch “la familia”…
Kommentar von Gen. K. Ozz am 10. September um 14:52 Uhr
meine literaturempfehlung zur geschlechtsverwirrung und regierbarkeit:
michel foucault: sexualität und wahrheit. (wiki))
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 15:22 Uhr
@hgz:
Seit wann ist es für eine “Frau die abwechselnd von Sozialhilfe oder von Aushilfsjobs bei Aldi lebt” ökonomisch irrelevant, ob sie (vermutlich allein) nebenher noch ein Kind großziehen muss?
Die Frau zeigst du mir mal, für die das keine Rolle spielt, oder besser das Kind, das keinerlei materielle und imaterielle Zuwendung von der Mutter braucht.
@Maja:
Eine wich ich stets formuliere intakte und gesunde Familie schließt nicht mit ein, dass sich alle auf der Pelle sitzen oder auf irgendeinen Familienteil überzogene Verpflichtungen zukommen. Das rechte Maß muss es schon sein, und spätestens mit dem Erwachsenensein müssten die Kinder “aus der Familienbande ausbrechen” können, wie du es formulierst.
Und was deinen zweiten Kommentar angeht, die Frage wie viele Kinder ein Paar haben soll ist tatsächlich von den Umständen abhängig und sollte keiner fixen Faustformel folgen.
Ich will nur darauf hinweisen dass die Anzahl der Kinder nur ein Aspekt ist, vor Allem geht es ja erstmal darum dass sich überhaupt eine Lebensgemeinschaft bildet und bindet.
@General Kozz:
Deshalb rede ich ja auch von der maximalmöglichen Autarkie. Mit gegebenem Geldsystem bietet die Familie/Partnerschaft da die besten Chancen. Natürlich muss man ganz unabhängig davon an Arbeitsverhältnissen schrauben.
Aber eben da geht es zwei Menschen besser, von denen nur einer sich diesem Haifischbecken Arbeitsmarkt aussetzt und der Andere ihn unterstützt, als wenn beide auf sich allein gestellt sind.
Kommentar von Gen. K. Ozz am 10. September um 16:10 Uhr
@ DaRockWilda
1) ist mein Text eigentlich angekommen? ich hatte ihn schon letzte Woche an die Politblog-Adresse gemailt.
2) sprich doch lieber von Autonomie.
Autarkie bedeutet Unabhängigkeit, Subsistenz. Du sprichst also von unabhängiger Abhängigkeit (Lohnarbeit) –> 2+2=5?
die Rede von freiwilliger (autonomer) Abhängigkeit ist dagegen kein Selbstwiderspruch.
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 16:27 Uhr
Kann ich dir heute Abend sagen.
Oder so. Aber ich meine auch ein Stück weit zB Autarkie, wenn man zB den eigenen Garten betrachtet, durch dessen Bepflanzung man zumindest ein Stück weit autark wird.
Kommentar von hgz am 10. September um 17:04 Uhr
@Rock
Weil sie eh vom Staat versorgt wird und der kommt auch für das Kind auf.
Bei Hartz4 bekommt sie 375€.
Hat sie ein Kind, bekommt sie zusätzlich 138€ Mehrbedarfszuschlag + 207€ bzw. 276€ zusätzlich pro Kind je nach Alter. Dazu kommt noch Kindergeld.
Wenn du nichts hast und vom Staat lebst, macht dich auch ein Kind nicht mehr arm, denn du bist es schon.
Gab
Kommentar von langsam am 10. September um 17:09 Uhr
Die Anzahl der Kommentare ist der Hit!!!
Haben wir eigentlich nichts zu tun?
Hallo.
Wer zur Hölle bitte ist Eva Herman?
Kommentar von A.Berger am 10. September um 17:27 Uhr
Ich akzeptiere die Häme nicht, mit der die blonde (… muß DIE aber DOOOF sein… ) Eva Herman überschüttet wird.
Wenn moderne erfolgreiche Frau mal ganz, ganz ehrlich zu sich ist, dann sieht sie doch, daß der Männer- runtermach- und alles- mach gleich- Feminismus und diese Selbstverwirklichungs-theorie doch im Nichts steckengeblieben ist. Es wimmelt nur so von mittelalterlichen 68er Frauen, die heute rückblickend liebend gerne eine kleine Familie und Kinder hätten und eine liebe, vielbuchvorlesende Omi wären.
Die modernen Frauen sollten ehrlicher zu sich sein. Die Eva Herman hat doch gar nicht mal so unrecht, wenn sie sagt, der Frau ist einiges an Sinnhaftem abhanden gekommen, seit sie sich auf die emanzipatorische Sinnsuche begeben hat.
Abgesehen davon, daß mE. frau zudem die Männer zu Weicheiern gemacht hat und sich dadurch eigentormäßig einigen Spasses an der Sache beraubt hat. Und die heutigen Männer sitzen vor Schreck in der Ecke und sind kaum noch zu gebrauchen, weil sie Angst haben, sich zuwenig zu demütigen, damit sie nicht als Macho-arsch dastehen.
Mann und Frau können ganz denselben Wert haben, auch wenn sie nicht immer hundertpro dasselbe in ihrer gesellschaftlichen Arbeit machen. Herman hat ganz recht, die Frauen müssen endlich über das Problem nachdenken und es ist Sache der Frauen, das zu regeln. Nur die Frauen können das ändern. Denn wenn heute ein Mann öffentlich sagt, daß er keine Lust hat, dauernd untergebuttert zu werden und Frauenquoten zum Opfer zu fallen, ist er schon verloren.
Kommentar von hgz am 10. September um 17:40 Uhr
Ich habe ein generelles Problem mit dieser Art von Denken, das Frauen oder Männer zu einer Art kollektiver Masse erklärt, die dann irgendwas tun sollte. Da hat DaRockwilda recht. In der Hinsicht sind sich Schwarzer und Herman absolut gleich.
Wie wäre es denn, jede Frau tut einfach das, was sie will.
Herman wird ja nicht angegangen, weil sie Hausfrau sein will, sondern eben weil sie das allen Frauen verordnen will und behauptet, dass sei das, was alle Frauen tun sollten, weil es das einzig richtige ist. Und das sehen viele Frauen nunmal nicht ein. Und einem anderen Teil des Frauen ist das ganze total egal und da halte ich Formulierungen wie: “Wir Frauen sollten…” für abstrus.
Tina
Kommentar von pony_huetchen am 10. September um 17:48 Uhr
@ A. Berger
Wir haben doch in den Kommentaren eine Reihe Positionen - die hier die meisten offensichtlich teilen, dass die sogenannte “Emanzipationsbewegung” gewollt war.
Sie hat Arbeitskräfte geschaffen, die Stabilität der Familie vernichtet, die Atomisierung der Gesellschaft forciert. Sie hat Wohnraumbedarf geschaffen, sie hat Konsumenten und Kreditnehmer generiert.
Sie hat die Männer zu Hampelmännern und Frauen zu Menschen gemacht, die ihrer Weiblichkeit verlustig gegangen sind.
Da, wo Menschen versuchen, aus dem Singledasein auszubrechen, werden die Ehen meist fast schneller geschieden als geschlossen, da sie statt auf Liebe und Respekt auf Anspruch und Forderung beruhen.
Das hat denen genützt, die daran verdienen. Und das sind nicht die Betroffenen. Die bezahlen nämlich diese “moderne Gesellschaft” mit Geld, sie zahlen mit Einsamkeit, sie zahlen mit dem Verlust jeglicher Sinnhaftigkeit.
Das alles ist Konsens. Die Sache ist aber die, dass es keine unglaubwürdigere Vertreterin dieser nun wieder “gehypten” Gegenbewegung gibt, als Eva Herman.
Für sie ist die “neue Frau” mehr Mode, gut bezahlter Trend, als gelebte, erfahrene oder zumindest in Ansätzen erprobte Realität.
Es ist ein wachsendes Bedürfnis bei vielen vorhanden, menschliche Beziehungen wieder intensiver zuzulassen, sich aufeinander verlassen zu können, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Dann werden auch wieder “richtige Männer” gebraucht und Frauen, die was anderes im Kopf haben als “Kohle” und eine verlogene “Selbstständigkeit”.
Kommentar von Saklibahce am 10. September um 17:52 Uhr
ich weiß welcher weg uns von diesen Zuständen und Umständen befreien könnte. Ja ich hab die Lösung:) Allerdings muss ich sagen, wird das nur jemand verstehen bzw. akzeptieren, der sich gut auskennt, selber ge- & erlebt hat sowie auch recherchieren kann.
Es gibt Menschen, die behandeln Frauen nicht wie Fleisch, Ware etc. Der Wert einer Frau wird so dargestellt, dass das Paradis unter die Füße von Frauen (Mütter) gelegt wurde, quasi bevor wir da reinkommen, müssen wir die Frauen entsprechend gut behandelt haben. Es gibt Menschen, die versuchen nicht ständig andere Menschen gegeneindander zu hetzen. Es gibt Menschen, die werden von den Massenmedien immer als die schlechten, die gefährlichen beschrieben. Dennoch gibt es zahllreiche davon und täglich werden es mehr. Natürlich haben viele Menschen ähnliche Eigenschaften oder Verhalten sich wie ein MENSCH.
Ich rede hier vom ISLAM. Dieser Blog hat mich fasziniert, weil hier soviele Menschen klarer denken können und sich nicht von irgendwelchen ausgedachten Szenarien leiten lassen. Ich bitte euch, studiert den Islam - nicht die im Mainstream dargestellten Menschen - denn nur im Islam steckt die wahre Stärke, die gegen all diese verruhten vorgehen kann. Nur der den Islam lebt aber auch den Kuran als Leitbild akzeptiert, wird merken dass viele Bereiche automatisch nicht existieren können.
Kurze Beispiele: Ein Moslem darf nicht rauchen (Schädigungen durch solche und ähnliche Firmen nicht möglich)
Ein Moslem darf nicht alkoholische Getränke konsumieren (keine Betrunkenen, Gesundheit, keine Vergewaltigungen und andere Exzesse)
Ein Moslem darf sonst fast alles trinken. Warum spricht man als Gegner immer von Verboten. Ich kann außer Bier, Wein und Schnaps alles andere trinken.
Ein Moslem sollte seine Zeit nicht vergeuden > Sprich, Fernseh gucken, Playstation etc. sondern sich der Bildung, Familie und seinem Gott widmen. (klingt wahnsinnig schlecht oder)
Ein Moslem darf nichts vergeuden, kein Essen kein Wasser keine Waren etc. ….
Es gibt sovieles aber eins möchte ich euch mitgeben. Die Leser dieses Blogs sind weitaus klügere und recherche freudige Menschen. Ich bin nicht deshalb so überzeugt weil ich selber Moslem bin, nein, ich bin überzeugt weil es, wie hier in vielen Themen oft festgestellt wir, eine Wahrheit einen Weg gibt. Es gibt soviele Beweise (mehr als die für den 11. September) die diese Richtung vorgeben, da kann man nicht anders.
Edit: Hallo Saklibahce, wir freuen uns, dass Du auf unseren Blog gefunden hast und Dir die Debatten gefallen. Wir respektieren jede Religion, jeden ehrlichen, aufrichtig friedliebenden Menschen. Unsere Kommentarregeln sehen vor, dass wir versuchen die Probleme der Welt als politische Probleme zu begreifen und entsprechend diskutieren. Weil Du so nett schreibst, werde ich diesen ersten Kommentar nicht editieren. Bitte achte aber in Zukunft darauf, dass Deine Kommentare nicht den Eindruck erwecken, Du wolltest andere Menschen religiös überzeugen, missionieren. Pony
Kommentar von A.Berger am 10. September um 18:13 Uhr
Ich bestreite das letztere. Ich sehe auch keine “gehypte Gegenbewegung”, sondern das Gegenteil: Die Herman steht ziemlich alleine da, wogegen eigentlich alle auf ihr rumtrampeln und man sich laut überlegt, ob sie nur extrem dumm ist oder wer ihr was gesponsert hat dafür, das sie sowas schreibt.
Meine Meinung ist: Eva Herman wird wohl GERADE WEGEN ihrer (negativen) Erfahrungen als Emanzenfrau und Berufstätigenstress und fehlender Zeit für Kinder etc. zu diesem Schluß gekommen sein, den sie veröffentlicht hat und weiß DESHALB heute, daß ihr altes Leben falsch und ein anderer Weg der bessere gewesen wäre.
Einfach nur als Mensch und als Frau und für ihr Wohlbefinden und Lebensglück wäre es - rückblickend- ein besserer Weg für sie gewesen. Und DAS empfiehlt sie den jungen Frauen.
Ihr Leben , die vielen gescheiterten Ehen, das alles macht sie doch erst glaubwürdig! Sie weiß, wovon sie redet, wenn sie sagt, DAS ist ES NICHT. Soll sie etwa heute ihre Arbeit hinschmeissen und zu Hause Apfelkuchen backen? Ihrer Glaubwürdigkeit zuliebe? Nur weil sie jungen Frauen anrät, rechtzeitig mehr an Kinderkriegen zu denken und weniger an die Berufskarriere? Das wäre doch lächerlich.
Kommentar von MrCuda am 10. September um 19:22 Uhr
Äh, hab jetzt nur ein paar von den Kommentaren gelesen, aber mir kommt da die Frage: Was macht so ein Artikel auf politblog.net ? Ach ja genau, weil die Frau was über die NS-Zeit gesagt hat.
Oder wieso?
Kommentar von Watchblog Islamophobie am 10. September um 21:40 Uhr
Es wächst weiter zusammen, was zusammengehört: Eva Herman, das Gute am Dritten Reich und vielleicht die FPÖ…
Am 30. April letzten Jahres hatte ich mich mit dem Wirken von Eva Herman beschäftigt, damals von der konservativen Presse als ernstzunehmend hochgejubelt. Eigentlich dachte man, die Sache sei mit dem ultimativen Statement von Desirée Nick zuende, abe…
Kommentar von bigberta.twoday.net am 10. September um 21:42 Uhr
Eine uralte Sau wird schon wieder durchs Dorf getrieben - wir Frauen…
oder zumindest ein Teil von uns. Diese Woche treibt im Magazin Cicero Eva Herman mit und schimpft auf jene, die einst den Weg zur Emanzipation mit Pauken und Trompeten einläuteten. Straßenzüge füllten sie seinerzeit mit lila Latzh…
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 21:52 Uhr
@hgz:
Schön wärs auch hier. Bei Hartz 4 sind für den Schulbedarf des Kindes beispielsweise pro Monat nicht mal 3 Euro eingeplant.
Es ist für die Mutter in diesem Fall allein schon deshalb eine zusätzliche Belastung, weil sie dem Kind klar machen muss, auf das Meiste zu verzichten was seine Altersgenossen haben.
Kommentar von hgz am 10. September um 22:50 Uhr
Nun, wie ich anfangs schrieb, macht es für sie keinen großen Unterschied. Denn wie man es dreht und wendet, ist dieser Unterschied nunmal viel geringer, als bei einer Akademikernin, die auf Karriere verzichtet und die demographische Forschung ist sich recht einig, dass diese Erklärung zutreffend ist. Und das bestätigen letztlich auch die Geburtenzahlen. Es sei denn du kann mir einen plausiblen Grund dafür nennen, warum die Kinderlosigkeit ausgerechnet bei Akademikerinnen so hoch ist, die durchschnittlich jawohl zu den besserverdienenden gehören und sich Kinder eigentlich leisten müßten, jedenfalls mehr als die besagte Hartz4-Empfängerin.
Kommentar von DaRockwilda am 10. September um 23:30 Uhr
@hgz:
Ich erinnere noch einmal an den Punkt, wo dieser Teil der Diskussion begann. Du schriebst:
Grundsätzlich ist deine Aussage natürlich richtig. Aber die muss stark relativiert werden. Erstens sind auch heute noch viele Erwachsene der Ansicht, dass sie im Alter auf ihre Kinder angewiesen sein werden, erst Recht wenn man die Entwicklung der Renten betrachtet. Oder denk an die aktuelle Debatte um die Qualität der Pflegeeinrichtungen.
Zweitens ist es immer noch so, dass die finanzielle Absicherung im Alter nicht das Hauptargument für Kinder ist. Eltern haben viel mehr Gründe. Und das lässt du irgendwie alles untern Tisch fallen und siehst Kinder rein ökonomisch.
Nun will also ein Paar ein Kind, das kann es besser (zeugen sowieso) und erziehen, wenn es eine Gemeinschaft bildet. Die Gemeinschaft ist hier also sinnvoller als das Singeldasein, und das ist meine Grundaussage.
Kommentar von hgz am 11. September um 00:06 Uhr
@Rock
Ich habe bei dieser Aussage nicht richtig spezifiziert. Ich hatte damit weniger unsere aktuelle Sitation im Sinn, als viel mehr das Kinderkriegen heute im Vergleich zu früheren Jahrhunderten, bzw. Afrika heute. In der BRD heute braucht sicher niemand eigene Nachkomme, um zu überleben. Dass Nachkommen von Vorteil sein können ist klar. Aber wie du richtig sagst, spielt das keine große Rolle bei der Entscheidungsfindung zum Kind. In diesem Zusammenhang ist glaube ich noch am ehesten die Einsamkeit im Alter entscheidend, die viele Leute als Vorteil des Kinderkriegens sehen, auch wenn das natürlich keine Garantie ist. Bei der Entscheiung für nein Kind in jungen Jahren ist das sicherlich weniger von Bedeutung.
Im letztend Punkt gebe ich dir absolut Recht. Die Unverläßlichkeit auf Beziehungen ist definitiv ein Nachkommens-killer. Wer will schon Kinder mit einem Partner haben, von dem er nicht weiß, ob er in 5 Jahren noch der Partner ist. Doch diese Befürchtung haben die meisten nunmal und das ja auch irgendwie zu Recht. Das hat widerrum mit vielen anderen Dingen zu tun, wie der Angst sich zu binden usw.
Letztendlich glaube ich, dass das alles ein Effekt der modernen Lebensart ist. Familie und Kinder stehen nunmal nicht mehr im Mittelpunkt des menschlichen Existenz. Sie gehören nicht wie selbstverständlich dazu und sind schon gar nicht der Sinn des Lebens.
Vor 200 Jahren wärst du der Sohn eines Bauern, hättest die Bauerstochter von nebenan geheiratet, Kinder bekommen, und hättest mit ihr dein Bauernleben bis zu Tod geführt - eine andere Möglichkeit gab es schlichtweg nicht. Heute gibt es sie. Und weil es sie gibt, treten andere Dinge in den Hintergrund.
Ich sehe durchaus die Probleme, die daraus resultieren, aber ich mache mir nichts vor. Gut zureden von wegen Kinderkriegen für die Gesellschaft wird nicht helfen - Kinderkrippen hin oder her. Auch das hochgelobte Krippenparadies Frankreich hat eine viel zu niedrige Geburtenrate, um die Bestand der Gesellschaft zu gewährleisten und der Bestand der Gesellschaft spiel für junge kinderlose Paare auch nicht die geringste Rolle.
Nun, worauf ich hinaus will. Ich bin der Ansicht, dass man sicherlich alles tun sollte, um den Leuten, die Kinder haben wollen, auch die Möglichkeit dazu zu geben (Krippen usw), ansonsten sollte man aber nichts vormachen. Wir müssen nunmal der Realität ins Auge blicken und einsehen, dass die Zeiten des massiven Kinderkriegens vorbei sind und die kommen auch nicht wieder, egal was man tut. Und anstatt über die Ursachen zu philosophieren und den Ist-Zustand zu bejammern und Gott weiß wem die Schuld dafür zu geben, sollten wir darüber nachdenken, wie man das Beste daraus machen kann.
Ist wie mit der Globalisierung. Diese Dinge sind da und lassen sich weder rückgängig machen noch verhindern, sie sind ganz einfach Realität - und diese muß man meistern, so wie sie ist.
Gab
Kommentar von arm am 11. September um 02:38 Uhr
Das ist alles vergänglich. Wer dachte, dass die UDSSR verschwindet, die Berliner Mauer fällt und die größte Weltmacht der Welt mit über 300 Millionen Einwohnern bei der Eroberung eines ausgehungerten Drittweltlandes mit nicht mal 30 Millionen Einwohner scheitert?
Der Kapitalismus und die dazu passend gemachten Gesellschaftssysteme sind in Wahrheit höchst fragile Gebilde. Es ist auch keine natürliche Entwicklung, die wie das Wetter über einen hereinbricht, eher das Gegenteil ist der Fall. Die Polit-Bürokraten stellen ja schon äußerlich eine bestimmte Ideologie dar - nichts anderes sieht man in der Familienpolitik - siehe schon diese willkürlichen Beispiele zur aktuellen Diskussion: 1, 2,3 und 4.
Kommentar von Harry Schwiebert am 11. September um 08:53 Uhr
Thema verfehlt
Ich habe den Endruck, daß bei dieser Diskussion etwas falsch läuft, es geht doch gar nicht darum, ob Familie oder Single, ob gewollt oder zufällig, ob links oder rechts; es geht doch wohl eher darum, daß ein öffentlich rechtlicher Meinungsverstärker, der von Parteien und Sekten und Sonstwen diktiert wird, jemandem, der nicht exakt nach ihrer Pfeife tanzt, einfach so abseviert.
Der Verlauf dieser Diskussion wirft bei näherem Hinsehen ein bezeichnendes Licht auf den Beißreflex einiger Dikutanten, da bin ich froh, daß selbige nicht allzuviel Macht haben, denn derartige Leutchen haben wir in den Parlamenten schon im Überfluß.
Kommentar von hgz am 11. September um 09:04 Uhr
Es ist ein Unterschied, ob eine Windmühle irgendwann kaputt geht, oder ob man versucht, sie mit einem Schwert zu bekämpfen und zu stoppen
Kommentar von hgz am 11. September um 09:09 Uhr
Herman wurde nicht wegen ihrer Ansichten zur Frauenrolle entlassen, sondern wegen ihrer Huldigung der Nazionalsozialistischen Familienpolitik. Und bei einem “öffentlich rechtlichen Meinungsverstärker” ist sowas in der Tat problematisch.
Kommentar von DaRockwilda am 11. September um 09:20 Uhr
@hgz:
(Weiter sollte das aber auch nicht offtopic gehen)
Im Falle der Sowjetunion wurde sie aber mit dem Schwert bekämpft und gestoppt, wie eben in Afghanistan (US-Aufrüstung der Terroristen dort) und durch Aufrüstung.
Also kann man sehr wohl große Entwicklungen beeinflussen
Wie gesagt, jetzt wieder ontopic.
Kommentar von hgz am 11. September um 09:28 Uhr
Hätte aber alles nix genutzt, wenn der gute Michail im Inneren nicht die nötigen Schrauben gelockert hätte.
Tina
Kommentar von A.Berger am 11. September um 09:49 Uhr
u.a. an hgz:
Ich kann Eva Hermans Äußerungen weder entnehmen, daß eine moderne Frau auf eine Ausbildung verzichten soll noch daß sie zurück an den Herd MUSS und künftig keine Berufstätigkeit mehr HABEN DARF, noch kann ich erkennen, daß sie einem “Nationalsozialismus HULDIGT”. Auch finde ich es schlimm, daß sie in praktisch sämtlichen Zeitungen als “DUMME BLONDE” dargestellt wird.
Das ist eine Primitivkampagne unterster Schublade, die da abgeführt wird.
PS: Ich habe vor einiger Zeit zufällig erfahren, daß es “Wissenschaftler” gibt, die Rundreisen durch Universitäten u.a. in Ö und D machen, worin sie “WISSENSCHAFTLICHE Vorträge” über neueste “FORSCHUNGSERGEBNISSE” abhalten mit dem Inhalt: “Mensch (Mann und Frau) ist als Single glücklicher als als Verheirateter.”
Es gibt zu denken, wer sowas iniitiert und finanziert.
Kommentar von hgz am 11. September um 10:13 Uhr
[...]noch kann ich erkennen, daß sie einem “Nationalsozialismus HULDIGT”.
Das habe ich auch nicht geschrieben. Lies nochmal!
Ich finde einige Artikel zu ihr auch daneben.
Sie war in der Tat dumm, so etwas zu sagen. Als so hochkarätige Journalistin, sollte sie eigentlich wissen, dass solche Aussagen in dieser Gesellschaft nicht toleriert werden. Ich finde aber auch, dass man ihr Unrecht, wenn man sie jetzt als totaliäre, rechte Extremistin bezeichnet, wie in Spiegel-online gestern. Voll daneben!
Lehre und Wissenschaft sind ja bekanntlich frei. Was man davon halten mag ist eine andere Sache.
Ich gehöre übrigens auch zu den “Singles”, was nicht heißt, dass ich nie Beziehungen habe, sondern nur, dass ich nicht heiraten und auch keine Familie will und ich bin damit sehr glücklich! Ob ich glücklicher bin, als ein Verheirateter, kann ich dir nicht sagen. Aber mit Sicherheit bin ich glücklicher als einer, der sich scheiden läßt - ein Schicksal das die Hälfte aller Verheirateten erwischen wird.
Tina
Kommentar von Dirk am 12. September um 08:24 Uhr
Ich möchte doch mal eine Gegenposition aufmachen bzw. verstärken, was einige hier schon richtig erkannt haben:
“Sie war in der Tat dumm, so etwas zu sagen. Als so hochkarätige Journalistin, sollte sie eigentlich wissen, dass solche Aussagen in dieser Gesellschaft nicht toleriert werden.”
Ich stimme mit Frau Hermans Ansichten so in etwa 250% nicht überein. Aber mich wundert es, dass so viele Leute, ohne näher nachzudenken, ihren Rauswurf feiern.
Warum wurde sie dann gefeuert?
Bevor sie ihr 1. Buch veröffentlicht hat, hat sie erst einmal einen Versuchsballon in einer Zeitschrift starten lassen, ob das Ganze auch massenwirksam funktionieren würde…
Wie weit sie gehen muss und wie weit sie gehen darf.
Eine befreundete Journalistin hat ihr dabei die ganze Zeit Pate gestanden…
Darüber, wieviele Berater usw. ihre Beiträge gegengelesen haben, bevor sie veröffentlicht wurden, können wir nur mutmassen…; aber einige werden es gewesen sein.
Eva Herman hat ganz die profesionele Journalistin - von selbst gesehen, dass sich ihre Neben- oder besser gesagt Anschluss-Karriere mit dem Aufzieh-/Aufsage-puppe-Job bei der Tagesschau nicht ganz verträgt…
Und hat den abgegeben (ob sie das von sich aus veranlasst hat; oder ob es da Druck von oben gab, dem sie nachgegeben hat, wissen wir nicht)
So weit, so gut. In diesem abscheulichen und all zu bekanntem Gebräu aus Opportunismus und genau so opportunistischem abgesicherten Regelverstoss, der aber massenmedial und kommerziell funktionieren muss, hat Frau Herman sich so verhalten, wie das professionelle Journalisten halt so tun.
Und es hat funktioniert. Eva Herman Version I verhält sich gewissermassen zu Stahnke wie Verona Feldbusch - wenn auch zeitlich umgekehrt - zu Naddel. (Ich kann nichts dafür, dass die Welt keinen Unterschied mehr zwischen Dieter Bohlen’s Gespielinnen und der Tagesschau macht, beschwert euch bei der Tagesschau!)
Ekelhaft, berechnend, professionell.
Ähnlich ekelhaft, aber noch ekelhafter, hat sich Sabine Christiansens Karriere von der Tagesthemen-Sprechpuppe zur Talkshow-Moderatorin begeben
(…)
Ich erinnere mich noch, wie Sabine Christiansen, bevor ihre Talkshow angefangen hat, bei 3 nach 9 war (der NDR-Talkshow).
Allerdings hat sie sich dorthin nur mit Berater getraut. Als sie gefragt wurde, wie das denn sei mit dem Parteiticket und wo sie stehe, passiert Folgendes: Sabine sagt voller Überzeugung: “Ich bin eine Liberal-Konservative.”
(Ich übersetze mal für diejenigen, die nicht wissen, wie professioneller Journalismus geht, was Sabine meinte: “Ich möchte den Ultrabrutalo-Kapitalismus der FDP mit dem ultrareaktionären konservativen Gewäsch der rechten CDU vereinen, sonst hätte mich ja niemals jemand eine Talkshow moderieren lassen.)
So weit so gut und immer noch professionell, doch nicht professionell genug. Niemand unterbricht Sabine Christiansen, niemand sagt etwas. Aber Sabine fällt auf, dass sie nicht richtig funktioniert. Sabine läuft knallrot an, schaut hilflos in Richtung ihres PR-Beraters, haspelt, und wehrt sich gegen sich selbst - dann niemand sonst hat etwas gesagt - mit zitternder Stimme: “Stimmt gar nicht! Ich bin Wechselwählerin!”
Noch mal glattgegangen.
Nicht ganz so glatt gegangen bei Eva: Eva hat ihren P.R. Berater nicht dabei und kann den Mund nicht halten : und wir alle rufen: Bravo NDR! Es leben die Anständigen!
1. Frau Herman wurde herausgeworfen, weil sie gegen die Etiquette des sogenannten professionellen Journalismus verstossen hat, nicht weil sie rechts ist oder neokonservativ oder ein Nazi (hier muss ich als Linker mal sagen: sogern ich mal übers Ziel hinausschiesse und viel zu oft Nazi, Antisemit usw. sage, und so beknackt ich Eva Hermans Antifeminismus finde: sie hat sich ein bisschen verhaspelt und wollte in ihrer Wut mal was richtig Provozierendes sagen. Und den Zynismus, dessen es bedarf, um das ganze noch als Marktlücke auszuschlachten, unterstelle ich ihr auch gerne. Aber es gibt eine Menge Journalisten und Politiker in Deutschland, die mir mehr Sorge bereiten, als Frau Herman.)
Und: was wäre wohl mit einer Tagesschau/-themen Sprecherin geschehen, die so links ist wie Eva Herman rechts ist, die ein Buch gegen Hartz-IV vorbereitet hätte… oder die mal die Unabhängigkeit von sogenannten unabhängigen “Wissenschaftlern” oder “Experten” in Frage gestellt hätte, die sich in den sogenannten öffentlich-rechtlichen Medien die Klinke in die Hand geben?
Da wäre das Verhältnis schon vor der 1. Buchveröffentlichung beendet worden und eine befreundete Journalistin hätte es auch nicht gegeben und Testballons in Cicero usw. Ebf. Fehlanzeige!
Mit einer Eva Herman, die die Tagesschau aufsagt, und eine schwachsinnig-seichte Pseudotalkshow, bei der sämtliche Fragen und fast alle Antworten vom Blatt gelesen werden, mitmoderiert -oder ein elendes Quiz, könnte ich gut leben.
Sehr viel besser als mit der Tagesschau und Tagesthemen und deren Chefredakteuren, sehr viel besser als mit Christiansen und Maybrit Illner.
Der Grund dafür, dass Herman rausgeflogen ist, ist nicht ihr neokonservatives Gebräu, sondern ihre Tischmanieren. Hätte sie sich ernsthaft mit den Mächtigen angelegt, hätten ihr allerdings auch die besten Tischmanieren nicht weiter geholfen, das ist im “professioniellen Journalismus” nicht vorgesehen. Wenn sie etwas kritisches über den Kapitalismus und wer in unserer formalen Demokratie das Sagen hat, geäussert, hätte sie sich noch so gut benehmen und noch so wenig im Ton vergreifen dürfen. Da wäre es gar nicht erst zum ersten Buch gekommen.
Dirk
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Geringfügig editiert wegen Beleidigung, der Admin
Kommentar von holger am 16. September um 13:32 Uhr
ich habe ben die presseerklärung auf der Eva “Her man” seite gelesen.
…ihren namen kann man auch anders lesen als “her(r) man(n)”
http://www.eva-herman.de/
…. ich weiß nicht ob das bild was verbreitet wird “unbedingt” richtig ist.
Kommentar von A.Berger am 9. Oktober um 07:53 Uhr
Eva Herman ist wertekonservativ. Und das verstößt gegen die herrschende 68er Flower Power Sex und Bildzeitungs- Alles Auszieh-Doktrin.
Darum wird sie bekämpft und in alle möglichen Ecken abgeschoben.
Jene die wollen, daß es keine Familien mehr gibt, sondern noch mehr vereinsamte Singelhaushalte, bekämpfen sie auf Heftigste. Renate Kühnast ZB sollte sich mal überlegen, ob nicht ihr Credo der Erhaltung von gesunder Umwelt, von giftfreiem Grund und Boden nicht auch “bewahrend” also “konservativ” ist und sich fragen, wieso sie zwar der Umwelt einen Schutz und eine Wertebewahrung gönnt, nicht jedoch dem Menschen als sozialem Wesen und dem menschlichen, sich gegenseitig helfenden familiären Zusammenleben.
http://www.spiegel.de/kultur/g.....05,00.html
Kommentar von judith am 18. Oktober um 11:11 Uhr
Schon lustig, dass - egal, welcher politischen “Richtung” sie sich wohl zuordnen würden - die Meisten hier bei Feminismus an (inzwischen) gefrustete, lila Latzhosen tragende Männerhasserinnen denken… Ist es irgenwem mal in den Sinn gekommen, dass (Geschlechter-)Emanzipation (um mal einen vielleicht weniger emotional-besetzten begriff in den raum zu werfen…) nicht bedeuten soll, Familien abzuschaffen und Frauen bedingungslos dem freien Markt zur Verfügung zu stellen, sondern lediglich, dass jeder Mensch - unabhängig von Gechlecht - selbst die Entscheidungen über seinen/ihren Lebensweg fällen kann?
Das Problem mit der Mutterrolle und dem Beruf Hausfrau ist ja gerade, dass beides in einer kapitalistischen Gesellschaft automatisch abgewertet wird - beides führt weder zu Geld, Macht, Prestige. Dem entsprechend ist die gesellschaftliche Anerkennung dessen als Beruf gering.
Klar kann ich warten, bis die große Revolution über uns hereinbricht und alles gut macht. Ich kann aber auch fordern, dass jeder Mensch selbst bestimmen kann, wie er/sie leben will:
1. Will ich zuhause bleiben bei meinen Kindern, mich um meine Familie und den Haushalt kümmern und dafür ein müdes Lächeln ernten, wenn ich erzähle, dass ich Hausfrau/-mann bin und finanziell abhängig von meinem/r Partner/in sein?
2. Will ich mich auf dem Arbeitsmarkt verkaufen?
Beide Versionen finde ich selbst nicht besonders umwerfend, ich finde es aber vor allem lächerlich, wenn mir irgendwer erzählen will, ich müsste 1. oder 2. wählen, weil ich eine Frau bzw. ein Mann bin!
Wenn Frau Herman zuhause bleiben will - bitteschön, soll sie gerne machen. Wenn sie der Welt mitteilen muss, wie ihr deswegen einer abgeht - selber schuld, wer’s liest. Wenn sie aber meint erzählen zu müssen, dass das der ultimative Weg für alle Frauen ist und welche anders handelt ist irgendwie beschränkt oder emotional verkümmert - dann hört bei mir jegliches Verständnis auf. Und das gilt nicht nur für Frau Herman.