Vertuschen als neuer Volkssport
Gedränge unter deutschen Teppichen von Franz-Josef Hanke
Das Kehren ist neuerdings wieder schwer in Mode gekommen. Doch sind es nicht in erster Linie Besen schwingende Hausfrauen, sondern eher smarte Manager, karrieregeile Politiker oder obrigkeitshörige Beamte, die diesem neuen Volkssport frönen. Unter den Teppich kehren sie unangenehme Wahrheiten ebenso wie hinderliche Tatsachen. So hoch haben sich die Teppiche in Berlin, Hamburg, Hessen und Sachsen noch nie gewölbt!
Normalerweise sind Teppiche mehr oder weniger schön anzusehende Stoff-Stücke, die flach auf dem Boden liegen. Sie sollen die nackten oder besockten Füße von Bewohnern und Besuchern vor dem kalten Fußboden schützen. Neuerdings aber dienen die Teppiche häufig vor allem dazu, nackte Tatsachen unter dem schützenden Stoff wortreicher Verharmlosungsversuche vor den Blicken der Bevölkerung zu verbergen.
In Sachsen beispielsweise hat Ministerpräsident Prof. Dr. Georg Milbradt die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses verhindert. Sein Auftrag sei nicht verfassungskonform, hieß es zur Begründung. Außerdem laufe ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren. Die Akten des Landesamtes für Verfassungsschutz über Amtsmissbrauch, Grundstücks-Schiebereien und über eine Verstrickung ranghoher Beamter und Politiker in Kinderprostitution beruhten zudem auf zweifelhaften Quellen.
Anstatt aber den Wahrheitsgehalt dieser Anschuldigungen und die damit möglicherweise in Zusammenhang stehenden Morde öffentlich zu untersuchen, wiegelt die Sächsische Landesregierung ab. SPD-Landesvorsitzender Thomas Jurk hatte zwar mehrfach laut getönt, ein weiterer Fehler dürfe in dieser Affäre nicht mehr passieren, da sonst die Koalition platze, verzichtete aber im entscheidenden Moment kleinlaut auf den mehrfach angedrohten Koalitionsbruch.

Akten verschwunden, Ordner vernichtet, Geheimakten im Netz - die nun angekündigte Untersuchung auf der Basis geschwärzter, unkenntlich gemachter Verfassungsschutzunterlagen durch Staatsanwaltschaften, die möglichen Betroffenen unterstehen, in denen Beschuldigte aber zumindest früher als Staatsanwälte tätig waren, kann die Bevölkerung nicht wirklich beruhigen.
Hoch türmen sich die Dreckhaufen unter dem sächsischen Flickenteppich, so dass mancher darauf gar ins Wanken geraten mag. Es wird schwer sein, unter diesen Umständen auf dem Teppich zu bleiben.
Ebenfalls gefährlich, wenngleich doch weitaus harmloser als in Sachsen, liegt der Fall in Fulda: Dort versuchte die Leitung des städtischen Klinikums offenbar, den Fund von Legionellen in Wasserleitungen des Krankenhauses zu vertuschen. Dabei war die selbe Klinik erst im April und Mai 2007 aufgrund einer rätselhaften Serie von Salmonellen-Erkrankungen ins Gerede gekommen.
Empört reagierte deswegen auch die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU). Denn auch sie war erst am Donnerstag (5. Juli) über diesen Fund unterrichtet worden.
Pikant an der Fuldaer Salmonellen-Geschichte ist die Beteiligung führender Mitarbeiter des Klinikums an derjenigen Catering-Firma, die nach Schließung der Krankenhaus-Küche wegen der Salmonellen-Gefahr die Versorgung der Patienten übernommen hatte. Bösartige Zeitgenossen argwöhnten gar, die Erreger könnten durch gezielte Sabotage ins Essen geraten sein!
In jedem Fall ist die Erregung der rasanten hessischen Sozialministerin berechtigt. Denn auch die Aufsichtsbehörden waren erst mit Verzug informiert worden. Nun klebt am Fuldaer Klinikum weiterhin der Geruch von Schlamperei und Missmanagement.
Sehr bösartige Beobachter könnten nun argwöhnen, dass die privatwirtschaftlichen Konkurrenten des städtischen Krankenhauses Nutznießer dieser never ending story über ein krank machendes Krankenhaus sein könnten. In jedem Fall werden sie sich wohl insgeheim hämisch die Hände reiben vor Vergnügen!
Wesentlich gefährlicher noch biegt sich der Teppich in der Konzern-Zentrale des Energie-Versorgers Vattenfall. Nach einem Schwelbrand im Atomkraftwerk Brunsbüttel und einem zeitgleichen Feuer in der Transformatoren-Station des Atomkraftwerks Krümmel am Donnerstag (28. Juni) hatte es zunächst geheißen, es habe keinerlei Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Doch wegen der hohen Temperatur in der betroffenen Trafo-Station dauerte es ganze vier Tage, bis Experten dieses Gebäude überhaupt erst betreten konnten.
Scheibchenweise kam dann ans Tageslicht, dass der Brand in Krümmel doch stärkere Auswirkungen gehabt hat, als zunächst angegeben. Erschreckend waren Berichte am Freitag (6. Juli), wonach Rauchgas in die Steuerwarte des Atomkraftwerks eingedrungen war. Derjenige, der die Anlage steuerte, musste das unter einer Gasmaske tun!
Bei der Schnell-Abschaltung des Reaktors seien zudem Fehler gemacht worden. Wegen eines missverstandenen Zurufs sei die Anlage zu schnell heruntergefahren worden. Zwei Ventile seien von Hand geöffnet worden.
Bei dieser Aktion sei wegen eines Stromausfalls auch die gesamte Daten-Aufzeichnung verlorengegangen, hieß es. Gnädige Computer mögen auch hier wieder dafür gesorgt haben, dass das möglicherweise noch viel schlimmere Ausmaß des Vorfalls vielleicht niemals an die Öffentlichkeit kommen wird!
Geradezu unverschämt klingt in diesem Zusammenhang der Spruch des Vattenfall-Geschäftsführers Bruno Thomauske: Sein Unternehmen habe das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit unterschätzt, meinte er. Anders ausgedrückt, kann man das nur so verstehen: Dummerweise ist trotz unserer Abwiegel-Aktion immer noch so viel an die Öffentlichkeit gedrungen, dass unsere Beschwichtigungsversuche nicht gefruchtet haben!
Nachdem herauskam, dass man es mit der Mängelbeseitigung in der Vergangenheit nicht so genau nahm und hier und dort so manche Schraube nicht mehr passte, hat gestern morgen die Polizei einen kleinen Blick unter den Fransenteppich von Vattenfall gewagt. Die Staatsanwaltschaft Lübeck wollte sich in den Büros umschauen, nachdem der Energiekonzern die Aussagen seiner Beschäftigten vor der Atomaufsicht verhindert hatte.
Nach alledem denken einzelne Politiker sogar über einen Entzug der Betriebsgenehmigung für Vattenfall nach.
Sicherheitshalber empfiehlt sich beim Betreten von Teppichen nun das vorherige Umschnallen von Gasmasken und das Anschnallen von Bergsteiger-Stiefeln. Kletter-Ausrüstung kann auch nicht schaden!
Hoch türmen sich die zum Himmel stinkenden Berge unter deutschen Teppichen auch deswegen, weil die Betroffenen häufig mit der Hilfe eifriger Journalisten rechnen können. Während einige investigative Kollegen gerne nach dem Dreck unter den Teppichen suchen, um ihn ans Licht der interessierten Öffentlichkeit zu ziehen, breiten viele andere noch einen schönen neuen Wort-Teppich über der stinkenden Misere aus. Sie helfen willig beim Vertuschen oder fragen zumindest überall dort nicht nach, wo die Unebenheiten im Teppich schon deutlich erkennbar sind.
So wundert es niemanden mehr, dass es wieder einmal die Blogger sind, die den “Dringlichen Antrag” zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in Sachsen in voller Länge (siehe Link) veröffentlichen. Ein Bündnis aus Linkspartei, Grünen und FDP fordert darin die parlamentarische Untersuchung der “Verantwortung der Staatsregierung für schwerwiegende Mängel bei der Aufdeckung und Verfolgung krimineller und korruptiver Netzwerke unter Beteiligung von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, von Richtern, Staatsanwälten und sonstigen Bediensteten der sächsischen Justiz, Polizei, von Landes- und kommunalen Behörden sowie für das Versagen rechtsstaatlicher Informations-, Kontroll- und Vorbeugungsmechanismen in Sachsen.” (pdf als Download)
Das hört sich nach dem an, was man landläufig Bananenrepublik nennt. Aber da wiederum wären die Teppiche rarer als in sächsischen Amtsstuben. Nun hat zumindest der Landtagspräsident Erich Iltgen eine Sondersitzung für kommenden Donnerstag (10.07.) einberufen, auf der über den von der Opposition beantragten Ausschuss abgestimmt werden soll. Gegen den Antrag hatte aber am vergangenen Mittwoch die Landtagsverwaltung ein juristisches Gutachten vorgelegt, das Milbradts “auf kleiner Flamme kochen” stützt. Darin nämlich wurden verfassungsrechtliche Einwände gegen den Antrag geltend gemacht.
Der Berliner Kurier beschrieb die Dresdner Situation neulich treffend: Dort gibt es so viel Filz, dass man bereits von der größten Teppichunterlage der Welt spricht! Na Klasse, wir schlagen zusätzlich die Umbenennung Dresdens in “Elb-Palermo” vor.
Aktualisierungen von pony_huetchen
Das Kehren ist neuerdings wieder schwer in Mode gekommen. Doch sind es nicht in erster Linie Besen schwingende Hausfrauen, sondern eher smarte Manager, karrieregeile Politiker oder obrigkeitshörige Beamte, die diesem neuen Volkssport frönen. Unter den Teppich kehren sie unangenehme Wahrheiten ebenso wie hinderliche Tatsachen. So hoch haben sich die Teppiche in Berlin, Hamburg, Hessen und Sachsen noch nie gewölbt!
Normalerweise sind Teppiche mehr oder weniger schön anzusehende Stoff-Stücke, die flach auf dem Boden liegen. Sie sollen die nackten oder besockten Füße von Bewohnern und Besuchern vor dem kalten Fußboden schützen. Neuerdings aber dienen die Teppiche häufig vor allem dazu, nackte Tatsachen unter dem schützenden Stoff wortreicher Verharmlosungsversuche vor den Blicken der Bevölkerung zu verbergen.
In Sachsen beispielsweise hat Ministerpräsident Prof. Dr. Georg Milbradt die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses verhindert. Sein Auftrag sei nicht verfassungskonform, hieß es zur Begründung. Außerdem laufe ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren. Die Akten des Landesamtes für Verfassungsschutz über Amtsmissbrauch, Grundstücks-Schiebereien und über eine Verstrickung ranghoher Beamter und Politiker in Kinderprostitution beruhten zudem auf zweifelhaften Quellen.
Anstatt aber den Wahrheitsgehalt dieser Anschuldigungen und die damit möglicherweise in Zusammenhang stehenden Morde öffentlich zu untersuchen, wiegelt die Sächsische Landesregierung ab. SPD-Landesvorsitzender Thomas Jurk hatte zwar mehrfach laut getönt, ein weiterer Fehler dürfe in dieser Affäre nicht mehr passieren, da sonst die Koalition platze, verzichtete aber im entscheidenden Moment kleinlaut auf den mehrfach angedrohten Koalitionsbruch.

Akten verschwunden, Ordner vernichtet, Geheimakten im Netz - die nun angekündigte Untersuchung auf der Basis geschwärzter, unkenntlich gemachter Verfassungsschutzunterlagen durch Staatsanwaltschaften, die möglichen Betroffenen unterstehen, in denen Beschuldigte aber zumindest früher als Staatsanwälte tätig waren, kann die Bevölkerung nicht wirklich beruhigen.
Hoch türmen sich die Dreckhaufen unter dem sächsischen Flickenteppich, so dass mancher darauf gar ins Wanken geraten mag. Es wird schwer sein, unter diesen Umständen auf dem Teppich zu bleiben.
Ebenfalls gefährlich, wenngleich doch weitaus harmloser als in Sachsen, liegt der Fall in Fulda: Dort versuchte die Leitung des städtischen Klinikums offenbar, den Fund von Legionellen in Wasserleitungen des Krankenhauses zu vertuschen. Dabei war die selbe Klinik erst im April und Mai 2007 aufgrund einer rätselhaften Serie von Salmonellen-Erkrankungen ins Gerede gekommen.
Empört reagierte deswegen auch die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU). Denn auch sie war erst am Donnerstag (5. Juli) über diesen Fund unterrichtet worden.
Pikant an der Fuldaer Salmonellen-Geschichte ist die Beteiligung führender Mitarbeiter des Klinikums an derjenigen Catering-Firma, die nach Schließung der Krankenhaus-Küche wegen der Salmonellen-Gefahr die Versorgung der Patienten übernommen hatte. Bösartige Zeitgenossen argwöhnten gar, die Erreger könnten durch gezielte Sabotage ins Essen geraten sein!
In jedem Fall ist die Erregung der rasanten hessischen Sozialministerin berechtigt. Denn auch die Aufsichtsbehörden waren erst mit Verzug informiert worden. Nun klebt am Fuldaer Klinikum weiterhin der Geruch von Schlamperei und Missmanagement.
Sehr bösartige Beobachter könnten nun argwöhnen, dass die privatwirtschaftlichen Konkurrenten des städtischen Krankenhauses Nutznießer dieser never ending story über ein krank machendes Krankenhaus sein könnten. In jedem Fall werden sie sich wohl insgeheim hämisch die Hände reiben vor Vergnügen!
Wesentlich gefährlicher noch biegt sich der Teppich in der Konzern-Zentrale des Energie-Versorgers Vattenfall. Nach einem Schwelbrand im Atomkraftwerk Brunsbüttel und einem zeitgleichen Feuer in der Transformatoren-Station des Atomkraftwerks Krümmel am Donnerstag (28. Juni) hatte es zunächst geheißen, es habe keinerlei Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Doch wegen der hohen Temperatur in der betroffenen Trafo-Station dauerte es ganze vier Tage, bis Experten dieses Gebäude überhaupt erst betreten konnten.
Scheibchenweise kam dann ans Tageslicht, dass der Brand in Krümmel doch stärkere Auswirkungen gehabt hat, als zunächst angegeben. Erschreckend waren Berichte am Freitag (6. Juli), wonach Rauchgas in die Steuerwarte des Atomkraftwerks eingedrungen war. Derjenige, der die Anlage steuerte, musste das unter einer Gasmaske tun!
Bei der Schnell-Abschaltung des Reaktors seien zudem Fehler gemacht worden. Wegen eines missverstandenen Zurufs sei die Anlage zu schnell heruntergefahren worden. Zwei Ventile seien von Hand geöffnet worden.
Bei dieser Aktion sei wegen eines Stromausfalls auch die gesamte Daten-Aufzeichnung verlorengegangen, hieß es. Gnädige Computer mögen auch hier wieder dafür gesorgt haben, dass das möglicherweise noch viel schlimmere Ausmaß des Vorfalls vielleicht niemals an die Öffentlichkeit kommen wird!
Geradezu unverschämt klingt in diesem Zusammenhang der Spruch des Vattenfall-Geschäftsführers Bruno Thomauske: Sein Unternehmen habe das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit unterschätzt, meinte er. Anders ausgedrückt, kann man das nur so verstehen: Dummerweise ist trotz unserer Abwiegel-Aktion immer noch so viel an die Öffentlichkeit gedrungen, dass unsere Beschwichtigungsversuche nicht gefruchtet haben!
Nachdem herauskam, dass man es mit der Mängelbeseitigung in der Vergangenheit nicht so genau nahm und hier und dort so manche Schraube nicht mehr passte, hat gestern morgen die Polizei einen kleinen Blick unter den Fransenteppich von Vattenfall gewagt. Die Staatsanwaltschaft Lübeck wollte sich in den Büros umschauen, nachdem der Energiekonzern die Aussagen seiner Beschäftigten vor der Atomaufsicht verhindert hatte.
Nach alledem denken einzelne Politiker sogar über einen Entzug der Betriebsgenehmigung für Vattenfall nach.
Sicherheitshalber empfiehlt sich beim Betreten von Teppichen nun das vorherige Umschnallen von Gasmasken und das Anschnallen von Bergsteiger-Stiefeln. Kletter-Ausrüstung kann auch nicht schaden!
Hoch türmen sich die zum Himmel stinkenden Berge unter deutschen Teppichen auch deswegen, weil die Betroffenen häufig mit der Hilfe eifriger Journalisten rechnen können. Während einige investigative Kollegen gerne nach dem Dreck unter den Teppichen suchen, um ihn ans Licht der interessierten Öffentlichkeit zu ziehen, breiten viele andere noch einen schönen neuen Wort-Teppich über der stinkenden Misere aus. Sie helfen willig beim Vertuschen oder fragen zumindest überall dort nicht nach, wo die Unebenheiten im Teppich schon deutlich erkennbar sind.
So wundert es niemanden mehr, dass es wieder einmal die Blogger sind, die den “Dringlichen Antrag” zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in Sachsen in voller Länge (siehe Link) veröffentlichen. Ein Bündnis aus Linkspartei, Grünen und FDP fordert darin die parlamentarische Untersuchung der “Verantwortung der Staatsregierung für schwerwiegende Mängel bei der Aufdeckung und Verfolgung krimineller und korruptiver Netzwerke unter Beteiligung von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, von Richtern, Staatsanwälten und sonstigen Bediensteten der sächsischen Justiz, Polizei, von Landes- und kommunalen Behörden sowie für das Versagen rechtsstaatlicher Informations-, Kontroll- und Vorbeugungsmechanismen in Sachsen.” (pdf als Download)
Das hört sich nach dem an, was man landläufig Bananenrepublik nennt. Aber da wiederum wären die Teppiche rarer als in sächsischen Amtsstuben. Nun hat zumindest der Landtagspräsident Erich Iltgen eine Sondersitzung für kommenden Donnerstag (10.07.) einberufen, auf der über den von der Opposition beantragten Ausschuss abgestimmt werden soll. Gegen den Antrag hatte aber am vergangenen Mittwoch die Landtagsverwaltung ein juristisches Gutachten vorgelegt, das Milbradts “auf kleiner Flamme kochen” stützt. Darin nämlich wurden verfassungsrechtliche Einwände gegen den Antrag geltend gemacht.
Der Berliner Kurier beschrieb die Dresdner Situation neulich treffend: Dort gibt es so viel Filz, dass man bereits von der größten Teppichunterlage der Welt spricht! Na Klasse, wir schlagen zusätzlich die Umbenennung Dresdens in “Elb-Palermo” vor.
Aktualisierungen von pony_huetchen
Kommentar von Aar Gee am 14. Juli um 08:45 Uhr
Alles was zu VERTUSCHEN ist , BLEIBT STAATS ODER BETRIEBS GEHEIMNIS .
Kommentar von matziberlin.de newsletter » Blog Archive » abschaltung des reaktors bei (flax) und krümmel - und nun? - was sonst daten weg. am 14. Juli um 08:53 Uhr
[...] schreibt im beitrag vertuschen als neuer volkssport zum thema [...]
Kommentar von Franz-Josef Hanke am 14. Juli um 10:04 Uhr
Diese Methode kennt die Bundesregierung auch: Der Europarats-Sonderermittler Dick Marty hatte sich darüber beklagt, dass die Bundesregierung alle für seine Ermittlungen im Falle der vom US-Geheimdienst CIA verschleppten Menschen notwendigen Untersuchungen dadurch behindert habe, dass sie wichtige Dokumente als “geheim” eingestuft hatte. So vertuscht man die eigenen Verbrechen: Man erklärt sie zu “Geheimen Staatsaffären”!
Ansonsten sollten wirklich möglichst viele Leute den Herrschaften in Dresden ihre Empörung zumailen. Wer etwas zu verbergen hat, der verheimlicht. Wer keinen Dreck am Stecken hat, der braucht diesen Untersuchungsausschuss nicht zu fürchten.
In diesem Zusammenhang empfehle ich Jürgen Roths Buch “Anklage unerwünscht“, das den Sächsischen Justiz-Skandal mit ausgelöst hatte.
Schickt Eure Mails der Empörung an:
Georg Milbradt
ministerpraesident@dd.sk.sachsen.de
Thomas Jurk
Albrecht Buttolo
Geert Machenroth
presse@smi.sachsen.de
Schickt Eure Unterstützungserklärung an die Opposition:
Sachsen-Sumpf
fjh
Kommentar von Globalisierungsblog am 14. Juli um 10:27 Uhr
Das macht einem wirklich langsam Angst. Wohin geht die Reise? Ich möchte keinen totalitären Staat.
Kommentar von Thomas am 14. Juli um 11:24 Uhr
Ich würde sagen schau mal über den “großen Teich”, dort sind solche Vorgehensweise an der Tagesordnung und werden fast schon öffentlich propagiert, bis in die höchsten Etagen.
Europa und die USA “rücken halt enger zusammen”, wobei ich mich mittlerweile frage wer hier Vorbild ist, drüben, oder hüben.
Kommentar von Sitting-Bull am 14. Juli um 11:57 Uhr
Wer findet für mich die Quelle dafür, dass John F. Kerry im Zuge der Iran-Contra-Ermittlungen gesagt haben soll, man müsse an diesem Punkt aufhören zu ermitteln im Interesse der USA?
Kommentar von zartbitter am 14. Juli um 14:35 Uhr
Ich glaube das wird sich nicht aufhalten lassen. Es gibt nämlich keine Instanz in Deutschland (ich denke es gab nie eine) die der gigantischen Korruption entgegentreten kann, wie man an der involvierten Sächsischen Staatsanwaltschaft sieht. Man muss sich auch das Sicherheitsgebaren der Regierung gegen die Bürger und den massiven Staatsumbau parallel zu Informationsvernichtung-und unterdrückung bei BW, Vattenfall, Massenmedien usw. ansehen.
Wie sagte Patrick Bateman: “Es wird keine Katharsis geben.”
Kommentar von JohnD am 14. Juli um 14:44 Uhr
Vielleicht hilft dieser Artikel weiter:
http://www.boston.com/globe/na.....2003.shtml
Kommentar von Vertuschen als neuer Volkssport - Pax Aeterna am 14. Juli um 16:36 Uhr
[...] · tar, den 14.07.07 in Medien, Soziales, Politik, Probleme, Lügen, Verschwörung, Deutschland Quelle: politblog.net [...]
Kommentar von Franz-Josef Hanke am 14. Juli um 19:23 Uhr
Wohin geht die Reise?
Sie geht eindeutig in Richtung hin auf eine Bananenrepublik.
Die Verbrecher versuchen, die Ehrlichen zu Verbrechern zu erklären und zu drangsalieren, zu überwchen, einzuschüchtern, mundtot zu machen.
Wir sind das Volk, hieß es 1989/1990. Heute müssten wir angesichts der Duldsamkeit der Menschen, von denen manche die Unterdrückung doch schon kennen, eher sagen: “Wir sind vielleicht ein volk!”
Das Schweigen der Lemminge ist aber auch den Medien - den meisten davon zzumindestens - geschuldet, die eher über Politikaster-Rededuelle berichten als über die Härte der Entscheidungen für die betroffenen Menschen.
fjh
Kommentar von iche am 15. Juli um 08:32 Uhr
Na super! Wärend sich die Damen und Herren die Westen gegenseitig weiß waschen, soll der “gemeine Bürger” online und in Echtzeit ausspioniert werden.
Aber es wird sich nichts ändern, weil wir einfach zu feige dazu sind.
Kommentar von Ingo Wobig am 15. Juli um 09:25 Uhr
Würde ich nicht als feige bezeichnen. Es ist eine Eigenart des Menschen, der sein Dasein vorzugsweise als Herdentier fristet. Die Herde ist von sich aus träge, bequem und dumm wie Knäckebrot, solange genug zu fressen da ist. Der Herde ist es scheissegal, wer um sie herumkläfft.
Wie anders ist es zu erklären, dass Milliarden von Menschen der wahnwitzigen Idee verfallen sind, daß ein Gott sie vom Himmel herab beobachtet, der alles sieht und alles vermag, bei einem Fehltritt mit dem Gang in die Hölle droht, bei Gehorsam das Paradies verheißt und so weiter. Nebenbei braucht dieser Gott aber Unmengen an Geld, die seit Jahrtausenden bereitwillig bezahlt werden.
Nee, Feigheit ist das nicht. Es ist grenzenlose Dummheit. Und wer so einen Schwachsinn glaubt, der glaubt auch alles andere, was man ihm erzählt. Deshalb erübrigt sich jede Diskussion mit jemandem, der an irgendwas glaubt. Deshalb erübrigt sich die Diskussion mit nahezu jedem, denn jeder glaubt zunächst einmal das, was ihm vom System von Kindesbeinen an eingetrichtert wurde. Es ist ein langer Lernprozeß, um sich aus einem Leben voller Illusionen zu befreien. Und als Dank winkt die einsame Isolation. Am Ende landet man doch wieder in der Herde.
Soweit das Wort zum Sonntag.
Kommentar von Markus am 15. Juli um 13:47 Uhr
Warum wurde mein Kommentar nicht frei geschaltet?
Kommentar von pony_huetchen am 15. Juli um 13:50 Uhr
Hallo Markus,
von Dir ist kein Kommentar in der Warteschlange. Nichts zum Freischalten da
pony
Kommentar von km am 15. Juli um 18:50 Uhr
@Ingo Wobig
wer wird denn hier gleich mit solchen Anschuldigen seine Mitmenschen denunzieren wollen und damit den Schuldigen gleichzeitig dingfest machen. Hört sich stark nach Hetze an. Stinkt ebenfalls zum Himmel wie der gleiche Müll, den unsere Politiker verzapfen. Das bringt uns nicht weiter. Dann solltest Du lieber Deine so überlegene Sicht dieser Welt für Dich behalten, um keinen Hass zu verbeiten.
Gruß,
km
Kommentar von pony_huetchen am 20. Juli um 22:10 Uhr
Tatsache - es wird einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Dresdner Sumpf geben. Schau an.
Quelle
Fragt sich nur, wie weit der kommt im Gestrüpp von Vertuschung, Korruption und Kriminalität.
Kommentar von pechvogel am 21. Februar um 19:46 Uhr
Das Vertuschen, Korruption, Machtmissbrauch herrscht auch im Kleinen. So ist ein Kripobeamter welcher bei der OK-Dienststelle des Polzeipräsidiums ist so auf einen fixiert, dass er mit allen Mitteln versucht denjenigen mit Strafanzeigen und Zivilklagen zu bombadieren. Da fällt dann nur das Wort Pechvogel auf, welcher die Geschichten veräffentlicht hat. Der Polizist als Kripobeamter an dieser Stelle darf aber alles und wird von der Staatsanwaltschaft noch gedeckt. So hat er alle Daten und muss nicht mal an hoher Ebende nachfragen, ob er das darf. Der Polizist hat vieles gegen Personen in der Hand und mit diesem Negativum kann er dann die Leute erpressen und gegen einen Aufhetzen. Ein ganz klarer Fall von Verhinderung von Kritik an Staatsdienern