Eskalation: Polizei inszeniert Bürgerkrieg
Die Lage in Rostock hat sich bedrohlich zugespitzt
Die Lage hat sich sehr zugespitzt. Um 15:45 Uhr bekam ich eine SMS von koppino. Er berichtete, wie friedlich und vergnügt alle seinen, der Demonstrationszug (gemeint ist der aus Süden kommende, in dem er selbst ist) nähere sich nun auch dem Hafen zur Abschlusskundgebung. Kurz darauf eine zweite SMS, Polizei und Hubschrauber störten die Veranstaltung, aber die Veranstalter seien dabei, mit der Polizei zu verhandeln - wohl damit die Kundgebung friedlich und in ebenso fröhlicher Atmosphäre stattfinden könne.

80 Tausend Teilnehmer - so die offizielle Zahl der Veranstalter, die erfahrungsgemäß immer von der Polizei gewaltig “runtergerechnet” wird, waren mittlerweile am Hafen angelangt und die Anschlusskundgebung begann. Der gesamte Bereich wurde mittlerweile von sich zusammenziehenden Polizeifahrzeugen eingekreist. Wie in einer Falle befanden sich die 80 Tausend Menschen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es zu keinen nennenswerten Zusammenstößen gekommen, es war kurz vor 17 Uhr. Ab 16 Uhr aber war bei ZDF heute und SpOn auf den Titelseiten schon zu lesen, es sei zu schweren Ausschreitungen gekommen, Polizisten seien verletzt worden. Koppino rief dann noch einmal an, sie hätten sich sehr zeitig vom Hafen in Richtung Bus aufmachen müssen, da ihre Gruppe noch heute zurückfahren müsse. Um ca. 17 Uhr hätten sie das Hafengelände verlassen, alles sei friedlich gewesen, hier und dort hätte es einige kleine Rempeleien gegeben, aber alles in allem kann man von einem absolut friedlichen Verlauf der Demonstration und Abschlusskundgebung sprechen.
Um kurz nach 17 Uhr kam der nächste Anruf, dieses mal von Florian. Die Polizei sei auf den Hafenplatz gestürmt - sämtliche Polizisten, die stürmten - ohne Dienstnummern und Namensschild. Die Demonstranten wurden, während die Anschlusskundgebung noch nicht ganz abgeschlossen war, auseinandergetrieben und Teile von ihnen eingekesselt. Teilweise gab es für ganze Gruppen kein Entkommen, sämtliche Straßen waren abgesperrt. Gruppen rannten hin und her - ein Rückzug war nicht möglich, von beiden Seiten Polizei.
Dann wieder ein Anruf von Koppino - auf dem Weg zum Bus kamen ihnen Wasserwerfer und weitere Polizeifahrzeuge entgegen. Alles sah so aus, als rüstete sich die Polizei für jene Schlacht, die die G8-Demonstranten ihnen nicht geboten hatten. Die Aufnahmen für Tagesschau und andere Schmutzsendungen waren noch nicht “im Kasten”. Nun sollte es losgehen und die Welt die Bilder zu sehen bekommen, die Schäuble wie ein Menetekel an die Wand gemalt hatte.
Wieder Florian am Telefon: “Hier ist Bürgerkrieg, das ist wie Bürgerkrieg. Und ich verstehe gar nicht, wie das so plötzlich passieren konnte, es gab keinen Anlass.” Es ist 17:20 Uhr. Der Hafenplatz steht in Flammen, etwas brennt, Tränengas, Sirenen, Wasserwerfer - Steine fliegen. Keiner weiß mehr, was los ist. Wo kommen diese Leute her und wer ist das eigentlich, der sich diese Schlacht liefert. “Da unten sind aber doch noch ganz friedliche Demonstranten, die müssen eingekesselt sein” sagt Florian. Er ist unweit des Hafens und kann das Ganze überschauen. “Was passiert nun?” frage ich, als ich wieder Sirenen und panzerartige Geräusche höre. “Jetzt kommen noch mehr Wasserwerfer”. Florian sagt, dass seine Augen brennen und er nicht genau erkennen kann, was vor sich geht, das Tränengas ist überall. “Und nun?” Ich verstehe kein Wort mehr, nur noch ein lautes Geräusch: “Der Wasserwerfer - direkt neben mir” ruft Florian ins Telefon. “Warte, warte, warte - ich muss hier weg”. Florian rennt zu einer anderen Ecke - er scheint verzweifelt. Nicht nur, weil er sich selbst in Gefahr begibt, aus der es scheinbar für die von der Polizei Eingekesselten kein Entrinnen gibt, nein - er klingt verzweifelt, weil das, was er sieht, das Ende jeglichen Rechtsstaates bedeutet. Da wird Krieg “gespielt” mit richtigen Opfern. Menschen liegen auf der Straße, Verletzte, aber genau erkennen kann er nichts, das Tränengas überdeckt die ganze Szenerie. “Pony”, ruft er ins Telefon, “Pony, kennst Du die Bilder aus Genua?” Dann wird er leiser: “Das hier ist schlimmer, die Polizei ist gänzlich entfesselt.”
Während wir sprachen gab er ständig neue Zahlen von heranrückenden Polizeiwagen an, Wasserwerfer - Polizeiwagen - Wasserwerfer - dann gepanzerte Fahrzeuge mit Schiebeschildern, Florian ist im Krieg und wollte doch nur zu einer Demo.
Ich habe ihn ständig gefragt, ob er einen Rückzugsweg hat von der Position, aus der er berichtet. Ja - den hat er. “Weißt Du, was eine ältere Frau zu mir sagte, die ich vorhin in der Stadt traf?” erzählt er mir noch. “Sie sagte, das ist wieder wie bei den Nazis.”
Wir haben Filmaufnahmen, von vielem, nicht von der Schlacht. Da werden andere aus nächster Nähe gefilmt haben. Florian hat sich nun - hoffe ich - erst einmal in eine ruhigere Ecke Rostocks zurückgezogen.
Weitere Augenzeugenberichte und Analysen:
Analyse: Rostock im Ausnahmezustand
Badespasz Pressespiegel
(ich danke der Worschula für die tatkräftige Unterstützung bei der Recherche nach Fotos und weiteren Augenzeugenberichten)
Fotostrecke:
(diese Fotos stammen aus verschiedenen Quellen und werden hier nicht kommerziell genutzt)













Und nun wird es “Zeit für den Auftritt der Vermummten” -
was sind das für Typen im “schwarzen Block”? Wer kennt die getarnten Gestalten?




Das Auto stand in der Nähe des Stadthafens, auf einem Gelände, das für die Abschlusskundgebung geräumt sein sollte. Das ist üblich, nämlich durch ein langfristiges Halteverbot in dem entsprechenden Zeitraum dafür zu sorgen, dass sich 100Tausend Menschen nicht zwischen parkenden Autos drängeln müssen. Wer nicht rechtzeitig sein Auto wegfährt, wird abgeschleppt. Dieses ältere Auto hatte man vergessen, oder ist es Requisite?

Die Lage hat sich sehr zugespitzt. Um 15:45 Uhr bekam ich eine SMS von koppino. Er berichtete, wie friedlich und vergnügt alle seinen, der Demonstrationszug (gemeint ist der aus Süden kommende, in dem er selbst ist) nähere sich nun auch dem Hafen zur Abschlusskundgebung. Kurz darauf eine zweite SMS, Polizei und Hubschrauber störten die Veranstaltung, aber die Veranstalter seien dabei, mit der Polizei zu verhandeln - wohl damit die Kundgebung friedlich und in ebenso fröhlicher Atmosphäre stattfinden könne.

80 Tausend Teilnehmer - so die offizielle Zahl der Veranstalter, die erfahrungsgemäß immer von der Polizei gewaltig “runtergerechnet” wird, waren mittlerweile am Hafen angelangt und die Anschlusskundgebung begann. Der gesamte Bereich wurde mittlerweile von sich zusammenziehenden Polizeifahrzeugen eingekreist. Wie in einer Falle befanden sich die 80 Tausend Menschen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es zu keinen nennenswerten Zusammenstößen gekommen, es war kurz vor 17 Uhr. Ab 16 Uhr aber war bei ZDF heute und SpOn auf den Titelseiten schon zu lesen, es sei zu schweren Ausschreitungen gekommen, Polizisten seien verletzt worden. Koppino rief dann noch einmal an, sie hätten sich sehr zeitig vom Hafen in Richtung Bus aufmachen müssen, da ihre Gruppe noch heute zurückfahren müsse. Um ca. 17 Uhr hätten sie das Hafengelände verlassen, alles sei friedlich gewesen, hier und dort hätte es einige kleine Rempeleien gegeben, aber alles in allem kann man von einem absolut friedlichen Verlauf der Demonstration und Abschlusskundgebung sprechen.
Um kurz nach 17 Uhr kam der nächste Anruf, dieses mal von Florian. Die Polizei sei auf den Hafenplatz gestürmt - sämtliche Polizisten, die stürmten - ohne Dienstnummern und Namensschild. Die Demonstranten wurden, während die Anschlusskundgebung noch nicht ganz abgeschlossen war, auseinandergetrieben und Teile von ihnen eingekesselt. Teilweise gab es für ganze Gruppen kein Entkommen, sämtliche Straßen waren abgesperrt. Gruppen rannten hin und her - ein Rückzug war nicht möglich, von beiden Seiten Polizei.
Dann wieder ein Anruf von Koppino - auf dem Weg zum Bus kamen ihnen Wasserwerfer und weitere Polizeifahrzeuge entgegen. Alles sah so aus, als rüstete sich die Polizei für jene Schlacht, die die G8-Demonstranten ihnen nicht geboten hatten. Die Aufnahmen für Tagesschau und andere Schmutzsendungen waren noch nicht “im Kasten”. Nun sollte es losgehen und die Welt die Bilder zu sehen bekommen, die Schäuble wie ein Menetekel an die Wand gemalt hatte.
Wieder Florian am Telefon: “Hier ist Bürgerkrieg, das ist wie Bürgerkrieg. Und ich verstehe gar nicht, wie das so plötzlich passieren konnte, es gab keinen Anlass.” Es ist 17:20 Uhr. Der Hafenplatz steht in Flammen, etwas brennt, Tränengas, Sirenen, Wasserwerfer - Steine fliegen. Keiner weiß mehr, was los ist. Wo kommen diese Leute her und wer ist das eigentlich, der sich diese Schlacht liefert. “Da unten sind aber doch noch ganz friedliche Demonstranten, die müssen eingekesselt sein” sagt Florian. Er ist unweit des Hafens und kann das Ganze überschauen. “Was passiert nun?” frage ich, als ich wieder Sirenen und panzerartige Geräusche höre. “Jetzt kommen noch mehr Wasserwerfer”. Florian sagt, dass seine Augen brennen und er nicht genau erkennen kann, was vor sich geht, das Tränengas ist überall. “Und nun?” Ich verstehe kein Wort mehr, nur noch ein lautes Geräusch: “Der Wasserwerfer - direkt neben mir” ruft Florian ins Telefon. “Warte, warte, warte - ich muss hier weg”. Florian rennt zu einer anderen Ecke - er scheint verzweifelt. Nicht nur, weil er sich selbst in Gefahr begibt, aus der es scheinbar für die von der Polizei Eingekesselten kein Entrinnen gibt, nein - er klingt verzweifelt, weil das, was er sieht, das Ende jeglichen Rechtsstaates bedeutet. Da wird Krieg “gespielt” mit richtigen Opfern. Menschen liegen auf der Straße, Verletzte, aber genau erkennen kann er nichts, das Tränengas überdeckt die ganze Szenerie. “Pony”, ruft er ins Telefon, “Pony, kennst Du die Bilder aus Genua?” Dann wird er leiser: “Das hier ist schlimmer, die Polizei ist gänzlich entfesselt.”
Während wir sprachen gab er ständig neue Zahlen von heranrückenden Polizeiwagen an, Wasserwerfer - Polizeiwagen - Wasserwerfer - dann gepanzerte Fahrzeuge mit Schiebeschildern, Florian ist im Krieg und wollte doch nur zu einer Demo.
Ich habe ihn ständig gefragt, ob er einen Rückzugsweg hat von der Position, aus der er berichtet. Ja - den hat er. “Weißt Du, was eine ältere Frau zu mir sagte, die ich vorhin in der Stadt traf?” erzählt er mir noch. “Sie sagte, das ist wieder wie bei den Nazis.”
Wir haben Filmaufnahmen, von vielem, nicht von der Schlacht. Da werden andere aus nächster Nähe gefilmt haben. Florian hat sich nun - hoffe ich - erst einmal in eine ruhigere Ecke Rostocks zurückgezogen.
Weitere Augenzeugenberichte und Analysen:
Analyse: Rostock im Ausnahmezustand
Badespasz Pressespiegel
(ich danke der Worschula für die tatkräftige Unterstützung bei der Recherche nach Fotos und weiteren Augenzeugenberichten)
Fotostrecke:
(diese Fotos stammen aus verschiedenen Quellen und werden hier nicht kommerziell genutzt)













Und nun wird es “Zeit für den Auftritt der Vermummten” -
was sind das für Typen im “schwarzen Block”? Wer kennt die getarnten Gestalten?




Das Auto stand in der Nähe des Stadthafens, auf einem Gelände, das für die Abschlusskundgebung geräumt sein sollte. Das ist üblich, nämlich durch ein langfristiges Halteverbot in dem entsprechenden Zeitraum dafür zu sorgen, dass sich 100Tausend Menschen nicht zwischen parkenden Autos drängeln müssen. Wer nicht rechtzeitig sein Auto wegfährt, wird abgeschleppt. Dieses ältere Auto hatte man vergessen, oder ist es Requisite?

Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 18:40 Uhr
Öhm, waren wir auf der gleichen Demo?
Ohne Bilder und Vids würde ich das ihm nicht annehmen.
Als ich los bin (etwa die Zeit, von der er berichtet) war es sehr ruhig, die Wasserwerfen zogen zurück, gesehen habe ich keine. Viele Menschen liefen zu Bus und Bahn. Tränengas würde den ganzen Tag nicht eingesetzt, nur vereinzelt Pfefferspray. Will euer Florian euch einen Bären aufbinden? Warum und mit welchem Ziel? Ich bin gespannt auf Bilder!!!
Kommentar von DaRockwilda am 2. Juni um 18:43 Uhr
Das gilt für deine Behauptungen genauso.
Die Fernsehteams haben mehr als 5 Wasserwerfer nebeneinander gezeigt.
Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 18:46 Uhr
Ja, ich weiß, dass welche da waren, selbst hab ich sie nicht gesehen.
Sie waren etwas weiter weg, als ich ging, waren auch keine zu sehen.
Kommentar von Jörg am 2. Juni um 18:50 Uhr
….ich habe vor einiger Zeit geschrieben, dass es genau zu solchen Situationen kommen wird. Wenn es denn so passiert ist wie Florian berichtet hat, dann bin ich mir sicher, dass diese Gewalt gezielt von SSchäuble ausgeht. Das war abzusehen… verdammt
http://www.zdf.de/ZDFheute/inh.....71,00.html
es stimmt
Kommentar von pony_huetchen am 2. Juni um 18:51 Uhr
@Vlaic
Ich habe alles gehört - live am Telefon. Den Wasserwerfer neben mir! Florians aufgeregte Stimme! Schreiende Menschen, Sirenen, Fahrzeuge die wie Panzer klangen. Ich habe es noch im Ohr. So was kann man nicht faken, das war keine Show!
Warte auf die Bilder im Fernsehen, das sind die Bilder, die SIE haben wollten.
Kommentar von zartbitter am 2. Juni um 18:53 Uhr
Naja, lass doch mal Florian berichten. Er ist kein Profi, und ich hoffe er liefert später - wenn sich die Wogen etwas geglättet haben - noch einen Beitrag nach.
Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 18:58 Uhr
naja, wird man sehen.
Ich bin zurzeit nicht mehr da und kann nur berichten, wie ich es gesehen habe.
Kumpel wohnt aber voort un mach fotos + vids
zurzeit sind wohl wirklich wieder bullen und wasserwerfer da, aber die lage ist ruhig
Kommentar von Rainer am 2. Juni um 19:03 Uhr
Was auch immer da jetzt im einzelnen passiert ist: Ich halte mich von solchen Veranstaltungen fern. Einige haben sogar ihre Kinder mitgenommen. Wie dämlich ist das denn? War doch klar, daß die schwarzen vermummten Affen ihre miese Show haben würden, und anscheinend waren sie perfekt vorbereitet (Molotw-Cocktails, Feuerwerkskörper, feige Verpiss-Taktik, Steine schmeissen und wegrennen, die anderen kriegen dann von der Polizei auf die Fresse).
Da verteile ich lieber gebrannte DVDs oder vernünftiges Info-Material außerhalb dieses ganzen G8-Zinobers.
Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 19:11 Uhr
Im Prinzip war die Mehrheit der Demo friedlich und richtig nett. Es gibt sogar Würstchen und ab 18 Uhr Bier und natürlich Musik.
Die Paar Feuerwerkskörper störten auch garnet, aber das denn am Ende so ausartet ist echt heftig.
Bei der Abschlusskundgebung haben das viele zum Glück nicht mitbekommen, es war nur mehr am Rande.
Kommentar von gustav am 2. Juni um 19:12 Uhr
Ich hab das ganze leider nur auf Phoenix verfolgt:
Der Sprecher auf der Bühne hat sich mehrmals an die Demonstrierenden und Zuschauer des Konzertes (u.a. Juli usw.) gewandt, sie sollten sich nicht durch die Polizei provozieren lassen und näher zusammenrücken und die Polizei aufgefordert, eskalierende Maßnahmen zu unterlassen.
Im Hintergrund rückte gerade ein Wasserwerfer an und duschte sowohl radikale Idioten als auch friedliche Demonstranten.
Als es spannend wurde, blendete man leider aus und es ging mit einem Interview eines Sprechers der Polizei und einer der Veranstalterinnen weiter.
Die Anmoderation war schon klasse:
Auf Seiten der Polizei gebe es wohl ca. 100 Verletzte was der Sprecher der Polizei auf 3 relativierte, diese jedoch seien schwer verletzt…
Und auf der Seite der Demonstranten gebe es wohl auch Verletzte…wer hätte das gedacht.
Es ist schwierig, die Lage vom Fernseher aus zu beurteilen aber “Genua” war das sicher nicht.
Fakt ist aber auch, dass die Bullen massiv dazu beigetragen haben, die Stimmung aufzuwiegeln.
Natürlich kein Wort davon, als die Übertragung dann beendet wurde.
Es sei “leider doch zu Ausschreitungen gekommen, wie befürchtet” war wohl sinngemäß die Aussage.
Kommentar von Polizei inszeniert Bürgerkrieg in Rostock at Freekkk.de am 2. Juni um 19:23 Uhr
[...] Weiterlesen… [...]
Kommentar von Sitting-Bull am 2. Juni um 19:52 Uhr
Cui bono?
Kommentar von Blabla am 2. Juni um 20:04 Uhr
Genau! Die Polizei provoziert! Die Polizei hat die Autos in brand gesteckt und Steine auf die friedlichen Demonstranten geschmissen!
Ihr habt doch echt einen an der Waffel! Wegen solchen Vollidioten gibt es diesen verfickten Zaun in Heiligendamm überhaupt!!!!
Kommentar von DaRockwilda am 2. Juni um 20:10 Uhr
Ich muss dich freundlich fragen ob es dir neu ist dass V-Leute diverser Sicherheitsdienste Demonstrationen unterwandern?!
Übrigens bedeutet das nicht dass es nicht auch einen Teil echter Krawallmacher gibt. Aber die Sicherheitsdienste helfen gern nach wo sie können.
Kommentar von Blabla am 2. Juni um 20:13 Uhr
Soso..unterwandern…und warum? Damit es zu gewalttätigkeiten kommt und Menschen verletzt werden? und so wie es aussieht hauptsächlich Polizisten? Das macht natürlich Sinn….
Kommentar von Stasi 2.0 am 2. Juni um 20:13 Uhr
Ich wüsste zu gerne ob der BND irgendwie darin verwickelt ist…
Kommentar von truth! am 2. Juni um 20:14 Uhr
Das waren aber ganz schön viele V-Leute..
http://www.spiegel.de/videopla.....74,00.html
Man muss ja nicht gleich übertreiben. Ja die Polizei hat mit ihrem Aufgebot gewaltbereite Demonstranten wahrscheinlich provoziert und ja das Aufgebot war an vielen Stellen wahrscheinlich übertrieben. Aber jetzt soweit zu gehen zu sagen das vermummte CIA Agenten den ersten Stein geworfen haben, ich weiß ja nicht..
Kommentar von Lara am 2. Juni um 20:14 Uhr
Na, bitte. Es war abzusehen, dass die Herrschaften den absurden Aufwand, den sie treiben, genau so rechtfertigen würden. Man stelle sich vor, nach all der Panikmache, den Millionen für Zaun und sonstige Sicherheitsvorkehrungen, Schäubles hysterischem Getue etc. und alles, was es zu berichten gegeben hätte für die Hofberichterstatter des Sicherheitswahns, wäre eine friedliche Demo gewesen.
Auf Pro7 haben sie es so dargestellt, dass zuerst Steine geflogen seien und ein Auto demoliert wurde und die Mützen dann nur reagiert hätten. Dazu Steine schmeißende Schwarze (ein paar aber nur), die dann von einer massiven grünen Welle überrannt wurden. Besonders rührend war ein Bild von einem der Schläger in Grün, der beschützend einen kleinen Jungen wegführte, der seine Eltern im Chaos verloren hatte. Dazu noch eine Szene, in der ein (!) schwarz gekleideter, durch eine Kapuze verhüllter Mensch die Fensterscheiben einer Bank einschlug/beschädigte.
Also, die Bildauswahl sagte alles.
Und der Rainer von oben trötet ja ins gleiche Horn…
Es ist nicht mehr zu leugnen: Dieser Rechtsstaat geht vor die Hunde. An Stelle der Polen würde ich mir jetzt mal langsam Gedanken machen, ob die Freundschaft mit Bush vor einer Merkel oder einem Schäuble schützt, wenn die wieder anfangen, die erste Strophe des Deutschlandliedes zu trällern…
Kommentar von Blabla am 2. Juni um 20:19 Uhr
Ja, der Rechtsstaat geht vor die Hunde, weil dank der gewalttätigen Randaleköppe niemand mehr ohne die Hundertschafften der Polizei demonstrieren kann!
Kommentar von Marcel am 2. Juni um 20:24 Uhr
Wieso gelingt es den friedlichen Demonstranten und den Veranstaltern eigentlich nicht, den schwarzen Block genauso von den Demonstrationen fernzuhalten wie die Nazis, die auch gern mit auf der Demo dabei gewesen wären?
Dann gäbe es allenfalls Bilder von Polizeiübergriffen und der Schäuble täte in die Röhre gucken …
Kommentar von G8-Eskalation: Polizei inszeniert Bürgerkrieg « infowars am 2. Juni um 20:28 Uhr
[...] G8-Eskalation: Polizei inszeniert Bürgerkrieg politblog.net [...]
Kommentar von Freunde am 2. Juni um 20:34 Uhr
Sowas find ich echt unvershämt… dabei werden sie von unseren steuergelder bezahöt..
Kommentar von DaRockwilda am 2. Juni um 20:44 Uhr
@Marcel:
Das waren auch meine Gedanken. Wäre schön wenn man dazu Antworten von den Veranstaltern bekäme.
Kommentar von gustav am 2. Juni um 20:44 Uhr
Versucht mal auf welt.de das 2. foto zu laden:
http://www.welt.de/politik/art.....rfer_.html
Vorhin gings noch und zeigte ne braungebrannte v-visage im extremistenkostüm vor einem brennenden wagen.
Kommentar von Danny am 2. Juni um 20:46 Uhr
Das klingt natürlich unglaublich, das die Polizei ein Interesse daran haben könnte die Situation eskalieren zu lassen.
Viele hier kennen vielleicht den Film “Gipfelstürmer” der im WDR lief. Es ging um die Proteste in Genua, wo einige Vermummte anscheinend von der Polizei unterstützt wurden. Ich schenke dem Film glauben. Es ist nicht so abwegig wie es vielleicht klingt, das die Polizei selbst mit einigen Vermummten zusammenarbeitet. Warum sollte das unsere Regierung nicht auch so tun? Wir kennen ja die Dinge, die in jüngster Zeit von Sch#uble und Co. gefordert wurden und die z.B in England schon größtenteils umgesetzt wurden.
Noch etwas:
Laut jungewelt.de wirft der Republikanische Anwaltsverein (RAV) der Polizei massive Behinderung beim Schutz der Demonstranten vor. Auch Verletzten soll offensichtlich nicht geholfen werden.
P.S. Ich weiß leider nicht wie man hier Links setzt.
Kommentar von bruce1337 am 2. Juni um 20:46 Uhr
Marcel, das ist eine Frage, die ich auch stelle — allerdings unter Einbeziehung der Polizei. Es gibt doch ein Vermummungsverbot, oder? Wieso können sich da Scharen von Vermummten bilden und rumtollen?
Dass Proteste durchaus auch ohne Provokation in Staatsgewalt eskalieren können, ist doch wohl hoffentlich bekannt — ich erinnere an Portland.
Das Spiegelvideo mit dem schwarzen Block und dem ramponierten Polizeiauto ist merkwürdig: Das steht da — schon vorher schwer beschädigt — und dann dämmert es dem Beamten erst beim passieren der Maskierten, die noch ein paar Dellen mehr verursachen, dass dort Gefahr besteht? Das scheint mir ehrlich gesagt inszeniert…
Kommentar von DaRockwilda am 2. Juni um 20:50 Uhr
@Danny:
Wenn die URL des Links nicht allzu lang ist, einfach URL kopieren und hier in deinen Kommentar einfügen. Wenn sie zu lang ist dann einen Hyperlink erstellen, dazu entsprechendes Wort in deinem Kommentar markieren und dann hier über der Kommentarbox auf “Link” klicken und die URL eingeben.
Um den Link-Button zu sehen musst du eventuell in deinem Browser Skripte für diese Seite hier erlauben.
Kommentar von gustav am 2. Juni um 20:54 Uhr
Das o.g. Bild gibts noch auf reuters - Bild 5.
http://www.reuters.com/news/pi.....tionId=511
Kommentar von Anna am 2. Juni um 21:03 Uhr
@gustav: Auf welt.de ist es das 3. Bild.
Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 21:08 Uhr
Lara, tut mit Leid das zu sagen, aber so war es
Es bringt aber nichts, hundertschaften zu bringen, weil die demo ohne polizei viel friedlicher war (außer die paar scheiben, die zu bruch gingen).
Hier mein Bericht:
http://www.klusterprojekt.de/?p=57
Kommentar von Danny am 2. Juni um 21:12 Uhr
Danke für den Hinweis.
Hier ist der Link zu dem Artikel bei jungewelt.de:
RAV wirft Polizei Brutalität vor
Kommentar von gustav am 2. Juni um 21:17 Uhr
Ja Anna, vorhin wars Bild 2.
Danke.
Kommentar von DoNKoJOTE am 2. Juni um 21:18 Uhr
Tut mir leid, aber es lächerlich zu behaupten, die Polizei habe grundlos aggressiv gehandelt. Auf SPIEGEL Online ist ein Video zu sehen, wo deutlich sichtbar ist, dass Autonome grundlos Steine aus dem schwarzen Block Richtung Polizei werfen. Aber das ist bestimmt Schäuble, der sich als Autonomer getarnt hat. Ihr könnt doch nicht ernsthaft bestreiten, dass sich unter den Autonomen unzählige Vollidioten befinden, die die Konfrontation mit der Polizei suchen. Dieses ewige “Der Scheiß-Staat unterwandert uns, um uns zu attackieren”. Glaubt ihr der “Scheiß-Staat” hat ein Interesse daran, dass ganze Innenstädte verwüstet werden? Warum entstehen eigentlich die “Schwarzen Blöcke”? Wenn man nur “friedlich demonstrieren” möchte, kann man sich doch auch bunte Sachen anziehen, und muss das Gesicht nicht vermummen.
Also hört bitte auf, euch ständig alles so zurecht zu legen, dass die böse, böse Polizei immer wie von der Tarantel gestochen angreift. Das glaubt euch inzwischen sowieso keiner mehr.
PS: Ich möchte hiermit nicht Gewalt rechtfertigen, die “Globalisierungskritikern” in Genua angetan wurde.
Kommentar von Sitting-Bull am 2. Juni um 21:20 Uhr
Macht es tatsächlich, wenn man sinistre Motive denkbar macht (es ehrt dich, dass du mit deinen Moralvorstellungen so etwas für undenkbar hältst)
Dennoch:
Problem Reaction Solution… Schon ewig…
http://www.gerhard-wisnewski.d.....mp;sid=336
Kommentar von Walter am 2. Juni um 21:22 Uhr
Was ist denn das für eine Auslegung falscher Tatsachen? Die Polizei soll den Bürgerkrieg entfacht haben? So ein Quatsch! Als Rostocker, der direkt vor Ort war, weiß ich, das dem nicht so war! Wenn schon bloggen, dann bitte aus der richtigen Persepktive!
Kommentar von Anna am 2. Juni um 21:22 Uhr
…
Quelle: welt.de, Augenzeugen Freia Peters
Kommentar von Hörman am 2. Juni um 21:25 Uhr
und ist das dritte bei der Welt… sieht für mich einfach nach nem Gewalttouristen aus ! Wie kommst Du denn auf V-Mann? Sehen die alle so aus?
Kommentar von gustav am 2. Juni um 21:25 Uhr
Hat sie aber, als Leute die sich am Rand des Konzertes befanden mit nem Wasserwerfer attackiert wurden.
Wer hat das bestritten?
Ja, denn das macht es für Schäuble sehr viel einfacher.
Kommentar von gustav am 2. Juni um 21:26 Uhr
Sorry, aber das Bild siet für mich gestellt aus.
Kommentar von Bagdad Café am 2. Juni um 21:28 Uhr
Das Reuters Bild Nr.9 macht einen unglaublich spontan vorbereiteten Eindruck auf mich. Da war viel Raum&Zeit, um frühzeitig ‘einzuschreiten’. Wer hat da alles weggeschaut? Fragen fragen, Leute…
Kommentar von Fahrenheit am 2. Juni um 21:29 Uhr
Linke Zeitung
Für mich ist es schon so, dass die Provokation von der Polizei ausging - genau so, wie es vor kurzem in Hamburg war.
Kommentar von Anna am 2. Juni um 21:31 Uhr
http://www.jungewelt.de/g8/#JL_blog_52
Kommentar von pony_huetchen am 2. Juni um 21:42 Uhr
Achtung: Update - Fotostrecke erweitert!
Kommentar von Rainer am 2. Juni um 21:44 Uhr
@DoNKoJOTE
Nein, Herr Schäuble macht sich nicht selbst die Hände schmutzig. Er sorgt eher dafür, daß das Grundgesetzt geändert wird und wildfremde “BKA-Zombies” auf die Tagebücher und Privatfotos von unbescholtenen Bürgern zugreifen können, ohne daß sie davon etwas mitbekommen.
Na ja, jeder halbwegs intelligente Mensch müßte nach flüchtigem Lesen bemerkt haben, daß die Meinungen hier sehr vielschichtig sind und sich die Sympathie für diese vermummten “Kapuzineräffchen” in Grenzen hält. Diese randalierenden Idioten gibts es auch bei Fußballspiel, Rostock ist da ein Paradebeispiel. Das schliesst meiner Meinung nach nicht aus, daß es auf beiden Seiten auch Provokateure gegeben haben könnte.
Nochmal: Wen konkret sprichst Du hier an? Niemand hat behauptet, daß ALLE Polizisten hier auf staatlichen Terror aus sind.
Kommentar von Anna am 2. Juni um 21:45 Uhr
Quelle
Kommentar von Sitting-Bull am 2. Juni um 21:48 Uhr
Wen es interessiert: Ein paar Zitate aus Horst Stowassers “Feriheit Pur”:
***
Es hat tatsächlich eine Zeit gegeben, in der große Teile der anarchistischen Bewegung im individuellen Attentat den Stein der Weisen sahen. Diese Phase [...] hatte ihren Höhepunkt zwischen 1891 und 1894. Man machte aus der Not eine Tugend und gebar ein Konzept, das besonders den Verzweifelten einleuchtete.
Die Not bestand darin, daß die Arbeiterbewegung seit der Commune in einer Sackgasse steckte. Andererseits hatte man in all den Jahren in dem Glauben gelebt, die soziale Revolution
stünde unmittelbar vor der Tür. Fast zwangsläufig wurde ihr ›Erscheinen‹ erwartet, wenn nicht heute, dann spätestens übermorgen. Man müsse Staat und Kapital nur mal kräftig gegen‘s Schienbein treten, dann würden sie schon umfallen.
Vor diesem Hintergrund predigten die Jünger der »Propaganda der Tat« eine einfache Idee: Einzelne, entschlossene Männer sollten besonders verhaßte Repräsentanten des Systems
– Könige, Bischöfe, Präsidenten, Kapitalisten und Polizeichefs – durch gezielte Attentate
töten. Die wären dann nicht mehr da, der Gegner also geschwächt.
[...]
Statt zu zerfallen, festigte sich die Macht der Herrschenden; unter dem Druck des Dynamits verschwanden Rivalitäten. Der Machtapparat kroch nicht zu Kreuze, sondern holte zum Gegenschlag aus. Jeder Anarchist, ja die gesamte Arbeiterbewegung mußte mit harter Verfolgung, mit Verhaftungen, mit der Liquidierung rechnen.
…
Die Inhaber der Macht tun natürlich alles – bis hin zum Einsatz direkter Gewalt –, um eine freiheitliche Konkurrenz niederzudrücken, die ihnen diese Macht nehmen will. Deshalb hat es auch zu allen Zeiten Anarchisten gegeben, die das konstruktive Element des Anarchismus irgendwann völlig aus den Augen verloren. Voller Haß und Verzweiflung gingen sie dazu über, das System, wo immer sie konnten, direkt und frontal – also ›militärisch‹ – anzugreifen. Terror, bis dahin ein Monopol des Staates und der Kirche, wurde zeitweise das vorherrschende Mittel einiger anarchistischer Strömungen. Der Höhepunkt dieser Gewaltphase des Anarchismus lag zwischen 1891 und 1894; heute spielt Terror in der libertären Bewegung keine Rolle mehr. Tatsächlich gibt es im modernen Anarchismus
weit mehr Pazifisten als Befürworter irgendwelcher Formen von Gewalt. Dennoch hat jene kurze, historische Phase von Attentaten, Überfällen und Tyrannenmorden bis heute das Bild vom Anarchisten nachhaltig beeinflußt: Ebensooft, wie Anarchismus mit ›Chaos‹ und ›Gesetzlosigkeit‹ gleichgesetzt wird, bringt man ihn auch mit ›Gewalt‹ und ›Terror‹ in Verbindung. Das ist allerdings Unfug, denn die Frage der Gewalt ist für den Anarchismus weder typisch noch prägend.
***
Auch hier: Wie weit hergeholt wäre es, wenn ein Staat ein repressives Ziel und andere sinistre Motive hat, dass er selbst den Terror erzeugt? Die Mittel dazu hat er. Das Motiv dazu hat er. Die Möglichkeit dazu hat er.
***
Kommentar von Anna am 2. Juni um 21:51 Uhr
Quelle 18:03
Kommentar von Spiegelfechter am 2. Juni um 21:53 Uhr
Und die Medien stricken auch schon wieder ihre Legenden:
http://www.spiegelfechter.com/.....ck-legende
Kommentar von Fahrenheit am 2. Juni um 21:54 Uhr
Unverantwortliche Provokationen seitens der Polizei - Google Video
Kommentar von gustav am 2. Juni um 21:59 Uhr
Genau das ist auch mein Eindruck.
Und es funktioniert leider, wie die Kommentare dort zeigen.
Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 22:02 Uhr
Naja, das mit dem Auto stimmt.
Hier ist es noch heil:
http://www.thedoorstander.de/i.....-city1.jpg
die Schilder im Vordergrund existieren übrigens auch nicht mehr.
Danke Sitting Bull für den Auszug. 100 Jahre alt und doch so zutreffend. Gewalt ist keine Lösung, niemals! Und mit Demos kann man nicht die Welt verändern, man kann aber zeigen, dass man noch da ist.
Die Mutter eines Kumpels hat folgen Brief geschrieben, um ihren Frust ausdrück zu verleihen: http://www.thedoorstander.de/index.php?go=news
Kommentar von bruce1337 am 2. Juni um 22:02 Uhr
Na, immerhin ein eindrucksvolles Exempel für die Macht der Medien — so, wie es hier funktioniert, funktioniert es doch sonst auch.
Und bevor ich es noch vergesse: Alles Gute euch vor Ort — hoffe, ihr habt das Fiasko unbeschadet überstanden. Bin schonmal gespannt auf weitere Berichte.
Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 22:05 Uhr
gustav, alsi ch mir die Tagesschau angeschaut habe, wurde zuerst über den Ziele dieser Demo berichtet. Erst darauf gab es Bilder der Krawalle. Das andere Medien nur die Krawallen zeigen hat eine andere Ursache. Während die Tagesschau unabhängig von irgendwelchem Auschlachten von Themen ist, weil sie längst eine Instutition ist, müssen etwa die Bild ihre Auflage halten. Sie müssen die Menschen dazu bewegen, durch Krass überschiften und Bilder, das sie die Zeitung kaufen.
Kommentar von Lara am 2. Juni um 22:11 Uhr
@Marcel: Prinzipiell frage ich mich auch, warum die Linke nicht in der Lage zu sein scheint, die Polizei ebenfalls zum Schutz der Züge zu zwingen, indem sie gewaltfrei bleiben, aber ich glaube nicht, dass es ohne die Vermummten keinen Wasserwerfereinsatz, keine Tränengasangriffe (guck mal hier: http://editorial.gettyimages.c.....d=74366699 - sieht nicht nach dem schwarzen Block aus, der da gerade besprüht wird) und keinen massiven Polizeieinsatz gegeben hätte.
Außerdem, @truth!, man braucht nicht viele V-Leute, wenn die ihren Job, die Stimmung anzuheizen, gut machen. Wenn erst mal ein paar anfangen mit der Randale, sorgt der menschliche Herdentrieb schon dafür, dass sich noch ein paar Idioten finden, die mitmachen. Sorry, aber diese Typen kommen doch immer wie gerufen, keiner kann die erkennen und es kommen genau die Bilder, die der gute Herr Schäuble braucht, um seine posttraumatische Belastungsstörung ausleben zu können.
Nee, echt nicht. Wenn das jetzt jemand wäre, der auch nur einen Funken Glaubwürdigkeit besitzt, der mir das erzählt, dann würde ich es nicht so unwahrscheinlich finden, dass diese Vermummten immer gerade dann zur Hand sind, wenn es die üblichen Verdächtigen gerade nötig haben. Aber mal ernsthaft: Es sind Stasi 2.0-Schäuble und die Frau FDJ-Propagandasekretärin, die hier
Millionen verballern, um eine Handvoll Leute zu bewirten und mit denen zu quatschen. Und das ganze mit tatkräftiger Unterstützung von Springer und den sonstigen Hofberichterstattern.
Zu den Videos und der Berichterstattung der sattsam bekannten Springer-Presse: Also, bitte. Diese Leute, die für diesen Laden schreiben, sind für mich alle, komplett und durch die Bank absolut unglaubwürdig. Insbesondere, wenn es mal wieder gegen ihr Feindbild geht: Die Linke. Die sie natürlich - wie soll es anders sein - Extremisten nennt und was von “blinder Wut” faselt - und ob sie damit nur den schwarzen Block meinen, das kann man sich schon fragen. Und auf den Bildern habe ich hauptsächlich gewalttätige Polizisten gesehen.
Und zum Spiegel. Naja. Spiegel halt. Seite an Seite mit Springer. Sagt auch schon alles.
Und Vlaic: Du schreibst
“Wenn man mal von ein paar Zertrümmerten Scheiben der OSPA, der Haltestelle Kröpeliner Tor, des Nettos und eines Autos, welches auf der Demostrecke stand.”
Waren das Demonstranten? Hast du dazu nähere Infos?
Wurde die Demo deswegen aufgehalten? Warum überhaupt? Weißt du dazu schon was? Also, kaputte Scheiben beim Netto und an der Haltestelle habe ich auch ohne Demo schon oft genug gesehen. Und ich sehe auch nicht, wo die Rechtfertigung bestehen soll, auf alles einzuknüppeln, was nicht schnell genug auf den Bäumen ist und normale Demonstranten mit Tränengas zu besprühen (siehe obigen Link zu Getty Images).
Übrigens kann ich mir angesichts der feuerlöscherartigen Tränengaspatronen schon vorstellen, wie sich die Mützen in Hamburg selbst mit Tränengas verletzt haben. Wenn man natürlich witzig sein will und mit so einem Ding in den Strahl des Wasserwerfers hält, kann’s auch schon passieren, dass man die eigenen schlägernden Kollegen vergast. Auch ohne das Gas direkt in die Wassertanks zu füllen, wie der Sprecher (oder sonst jemand von der Polizei) zur Verteidigung anführte.
Okay, zurück zu deinem Text: Da ich nicht weiß, wer die Scheiben eingeschlagen hat, schließt deine Schilderung nicht aus, dass die Polizisten zuerst provoziert haben. Du sagst ja selbst, dass du nichts sehen konntest und nur schwarz gekleidete Typen zu der Sperre hast streben sehen. Also, sorry, ich finde es naiv, anzunehmen, dass die Polizei deeskalierend unterwegs ist und dass wir hier niemanden hätten, der ein Interesse daran hat, repressivere “Sicherheitsmaßnahmen” zu promoten, indem eben solche Szenen in die Wohnzimmerstuben flimmern.
Dazu fällt mir ein:
TP: Kein Recht auf Privatsphäre bei der Nutzung des Internet
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25421/1.html
Und insbesondere der hier:
TP: Schäuble ohne Gesicht
“Auf insgesamt [extern] 53 Seiten, die dem Bundesrat für seine Stellungnahme am 8. Juni dienen sollen, packen die Länderpolitiker aus dem [extern] Innen-, dem [extern] Rechts- und dem [extern] Wirtschaftsausschuss auf alles, was von Verfassungsrechtlern in den Bereich der höchst problematischen bis klar verfassungswidrigen Eingriffe eingestuft wurde, noch eins drauf. Die in dem Papier gemachten Vorschläge sind teilweise so klar grundgesetzwidrig, dass man eigentlich schon von einem Putschversuch gegen die Verfassung sprechen könnte.”
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25412/1.html
Und bitte: So ein paar Typen, die Spaß dran haben, den “Linksextremisten” (oder den Bolschewiken, Partisanen, Terroristen, wie auch immer) was anzuhängen, gibt es genug. Sowohl bei der Polizei als auch beim Verfassungs”schutz” und sonstigen Behörden.
Kommentar von SPON strickt an der Rostock-Legende - Der Spiegelfechter am 2. Juni um 22:20 Uhr
[...] Einen guten Bericht über die Vorkommnisse in Rostock gibt es im Poltblog. Jens [...]
Kommentar von Detlef Nolde am 2. Juni um 22:26 Uhr
Der Staat schleust Provokateure in solche Demonstrationen ein, um Teilnehmer und Anliegen beim “gemeinen Volke” vor den Bildschirmen zu diskreditieren. Ich meine, das steht außer Frage, ist also keine Verschwörungstheorie.
Ein weiteres Anliegen der Obrigkeit ist es jedoch, das darf dabei nicht vergessen werden, gewaltsame Notwehrhandlungen, die vom aufbegehrenden Volke ausgehen, zu kriminalisieren.
Wer sich wehrt, anstatt zusammenknüppeln zu lassen, oder schon in Anbetracht der Tatsache, daß er im Kapitalismus jeden Tag ausgebeutet, schikaniert, fertig gemacht wird, einfach mal seiner Wut freien Lauf läßt, soll als “Chaot”, “Autonomer” und “agent provokateur” gebrandmarkt und ausgegrenzt werden.
Denn klar ist: Der tagtäglich Gewalt anwendende faschistoide Staat, ob im Lande oder global, sieht den lustig-friedlichen “Protest” mit Bratwurst, Säusel-Musik und Bier natürlich lieber, als jene, die sich nicht vorschreiben lassen, wo und wie sie ihr Recht auf Versammlungsfreiheit umzusetzen gedenken.
Wir sollten die Sache also parteilich und differenziert zugleich betrachten, anstatt uns vom Klassenfeind spalten zu lassen. Wie dieser ungezügelte Gewalt geradezu herausfordert, ob vor, während oder nach Demonstrationen, also immerzu, darf von uns nicht vergessen werden.
Kommentar von gustav am 2. Juni um 22:27 Uhr
@Vlaic:
Es geht sicher um mehr als nur die Auflage.
Knüppelnde Polizisten, die (trotz widersprüchlicher Aussagen von Spiegel oder Welt) Tränengas einsetzen oder Demonstranten fesseln und knebeln, um deren Kontakt zu anderen nach Verhaftungen zu unterbinden; Anwälte, die (auf freiwilliger Basis arbeitend) nicht zu Verhafteten durchgelassen werden oder Sani`s, denen man die Versorgung von Verletzten erschwert - das alles würde für Auflage sorgen und wir werden es morgen trotzdem nicht in der Zeitung lesen.
Aber ich gebe Dir schon recht.
Es gibt auch bei der Berichterstattung viele Graustufen.
Zum Brief:
Ich bin davon ausgegangen, dass der Worte des Typen auf der Bühne irgendwelche Handlungen der Polizei vorrausgegangen sind.
Laut der Verfasserin des Briefes ist dem nicht so.
(Hatte das im TV verfolgt).
Schon merkwürdig.
Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 22:31 Uhr
Ich sag nur, was ich gesehen habe. Und es hat mich schon alles verwundert. Und ein wenig hab ich auch dazu gelernt an diesem Tag.
Ich war zwar nie so ein Kontrastmensch, der in den Bullen immer das schlimme sieht. Und ich kenne auch Demos, wo die Polizei maßgeblich zur Eskalation betrug (etwa bei antifaschistischen Demonstrationen). Aber hier ging der Großteil der Gewalt am Anfang von einem kleinen Teil der Demonstranten aus.
Als bei der OSPA und beim Netto die scheiben zersprangen, ging die Demo geordnet weiter. Bei der OSPA (OstseeSparkasse) und beim Netto waren keinerlei Polizisten in der Näge.
Im RadissonSAS Hotel verweilten amerikanische Abgesandte, Polizisten mit Schildern standen davor.
Ich hab mir sagen lasse, das denn ein paar steine flogen. keine Rührung von den Zug Polizisten, die auf der anderen Seite standen.
Kommentar von Holger am 2. Juni um 22:37 Uhr
Hört doch auf euch hier die Taschen voll zu lügen. Die vermummten und feigen AUTONOMEN wollen Krawalle und Gewalt - die sind genauso dumpf wie ihre NAZI-Kollegen.
Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 22:37 Uhr
Es gab Sprüche von der Bühne und von den Lautiwagen.
Teilweise haben sich die Leute am Megaphon oder Mikrophon echt dumm verhalten, dass stimmt schon.
Kommentar von bruce1337 am 2. Juni um 22:40 Uhr
Wow, aus den Kommentaren von Schäuble ohne Gesicht — angebliche Aussagen von Günther Beckstein, gesendet am 31.5 bei “Berlin Mitte”:
“Ich hoffe, es hätte keine Gewalttaten in Heiligendamm gegeben”
Kann das jemand verifizieren?
Kommentar von Detlef Nolde am 2. Juni um 22:41 Uhr
Nachtrag zu den staatstragenden Kommentaren hier:
Die verabscheuungswürdige Gewalt geht nicht von den “Autonomen” aus, sondern von den Imperialisten und ihren Handlangern, die dort in Heiligendamm beraten, wie sie Mensch und Natur weiter und fester auspressen und unter ihre Knute bekommen können. Wer diese Kausalität auf den Kopf stellt, mag vieles wollen, nur keine antikapitalistische Systemalternative.
Kommentar von gustav am 2. Juni um 22:44 Uhr
Tränengas - Bild 10
http://news.bbc.co.uk/2/hi/in_pictures/6715209.stm
Kommentar von broadcast am 2. Juni um 22:47 Uhr
“Agent provocateurs” heißen deswegen Provokateure, weil sie auf der “Gegenseite” zur Polizei zu Gewalttätigkeiten provozieren.
Agent Provocateurs als Methode sind nicht neu, sondern gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Die zaristische Geheimpolizei Ochrana unterwanderte schon vor der russischen Revolution die Sozialrevolutionäre Partei und löste in diesem Lager eine wahre Terrorwelle (vor allem Mordanschläge gegen Repräsentanten des Regimes) aus. 1912 soll das Zentralkomitee der SR Partei in der Mehrheit aus Ochrana Agenten bestanden haben.
Was die Ereignisse in Rostock angeht, so wundert mich gar nichts. Ist alles bestens nach den Wünschen unserer Regierenden abgelaufen.
Unter dem Deckmantel der “Autonomen” wirken schon seit den 80er Jahren Provokateure unterschiedlichster Herkunft. Bei den Krefelder Krawallen (gegen den damaligen Besuch von Ronald Reagan) bestand die Demospitze fast vollständig aus Provokateuren.
Wer als Demoveranstalter nicht mit Provokateuren rechnet, ist leider naiv zu nennen.
Alle entscheidenden Merkmale für das Wirken von Provokateuren in Rostock sind gegeben:
- ziellose Gewalt gegen Polizisten
- Steinwürfe (höchstens bei einem regelrechten Volksaufstand zu rechtfertigen)
- Zerstörung von Privateigentum irgendwelcher Bürger (abgefackeltes Auto)
- Einschmeißen von Fensterscheiben irgendwelcher Ladenzeilen
- Aggressionen gegen Anwohner
Tut mir leid: war vorauszusehen.
Und was der Hammer ist: alles zeigt Anzeichen einer gut vorbereiteten Aktion. In diversen Foren, sogar bei Indymedia, ein Massenaufgebot von Imperialtrollen mit dem hämischen Tenor: “Kritik am G8 finde ich ja eigentlich gut, aber mit den Gewalttaten hat sich ‘die Linke’ diskreditiert”.
WAR VORAUSZUSEHEN, VERDAMMT.
Es ist immer die gleiche Methode.
Und wenn es 300000 Menschen gewesen wären in Rostock, so hätte eine Hundertschaft Provokateure (und mehr waren es nach meiner Beobachtung per Fernsehen nicht) ausgereicht, um diese Wirkung zu erzeugen.
Erfahrungsgemäß hilft nur eine Gegenmaßnahme: ein sehr straff organisierter Ordnerschutz der Demoveranstalter, der auch diszipliniert in der Lage ist, vorzugehen, indem er Ketten bildet und Provokateure abdrängt.
Es war alles schon einmal dagewesen.
Kommentar von till we *) . Blog » Blog Archive » Eskalationsstrategie am 2. Juni um 22:51 Uhr
[...] Update 4: Das Politblog stellt seinen Bericht unter den Titel „Eskalation: Polizei inszeniert Bürgerkrieg“. [...]
Kommentar von Vlaic am 2. Juni um 22:54 Uhr
gustav, das ist pfefferspray, soweit ich weiß
tränengas sieht aus, wie eine kleine rauchbombe
pfefferprayer hab ich auch gesehen
@brodcast: von Provokateuren hab ich bisher nie was gehört.
Interessant. Welches Ziel verfolgen sie und aus welchen beweggründen heraus?
Meinst du, sie helfen den aktuellen Regime? Aber warum? Mit welchem Ziel?
Kommentar von G8 at einAugenblick.de am 2. Juni um 22:55 Uhr
[...] Schon krass, die Sache. Welchen Berichten kann man eigentlich trauen? Die einen schreiben “Autonome verwüsten Rostock”, andere “Polizei inszeniert Bürgerkrieg.” [...]
Kommentar von Bagdad Café am 2. Juni um 22:56 Uhr
noch kurz was zu den Zahlen, die MSM* so unters Volk zu bringen versuchen: 10% gewaltbereite Autonome, wenn man die 20.000 und die 2.000 im Kopfrechenverfahren zueinander in Beziehung setzt. Weniger als 2,5% werden es auch im Falle von 80.000 Teilnehmern nicht. So funktioniert Manipulation! Aufpassen…
Quelle beliebig herausgegriffen
*MSM=Mainstream Medien
Kommentar von bejamin am 2. Juni um 22:58 Uhr
Die bürgerlichen Medien verbreiten Panikmache? Meine Güte, was ERWARTET Ihr? Berichte von Straßenschlachten machen sich einfach besser als Bilder von paar Bürgen mit Clownsmasken, die freundlichen Uniformierten freundlich Blumen überreichen. Only bad news are good news. Und für die bad news sind, so leids mir tut, diesmal vor allem die Veranstalter dieser Demo verantwortlich, die es nicht geschafft, ja nicht mal versucht haben, die autonomen Deppen von der Demo fernzuhalten oder sonstwie auf sie einzuwirken. Irgendwie gehören diese vermummten Wichser, glaub ich, in manchen links-alternativen Köpfen immer noch zu einer anständigen Demo dazu, irgendwie wollen wirs zwar alle unbedingt friedlich haben, aber zumindest einige von uns wären vielleicht doch ein bisschen enttäuscht, wenns nicht am Ende doch noch irgendwo irgendwie ein bisschen krachen würde. Hm?
Kommentar von gustav am 2. Juni um 23:01 Uhr
Ich glaube, im aktuellen Fall könnte es unserem Innenminister helfen, die Online-Durchsuchungen zur präventiven Gefahrenabwehr durchzupeitschen.
Weil radikale Linke haben ja immer nen Pc und verabreden sich vorher im Chat…nur Spekulation.
Fakt ist aber, dass es wirklich nicht vieler Provokateure bedarf.
2-3 Steine und die Sache wird dank zahlreicher Idioten zum Selbstläufer.
Dann haben die Urheber aber schon Feierabend.
Kommentar von broadcast am 2. Juni um 23:18 Uhr
@Vlaic
Ist das dein Ernst, Vlaic? Der Begriff steht doch sogar in gewöhnlichen Lexika und Enzyklopädien. Zum Beispiel wikipedia.
Provokateure haben - allgemein gesprochen - die Aufgabe, eine für die Intervention von Repressionskräften günstige Situation herbeizuführen.
Das ist wirklich alles andere als neu (das Beispiel mit der COchrana oben ist sogar sehr alt). Man kann auch “false - Flag - operationen” dazu sagen, das ist vielleicht verständlicher.
Nochmals: das ist ein ganz alter Hut, und alles andere als eine “Verschwörungstheorie”.
Die Liste der Beispiele für diese “Methode” ist so lang wie alt, vom Überfall auf den Sender Gleiwitz über Gladio, V- Mann Urbahn in SDS-Zeiten, Bombenattentat von Bologna, Genua, al Qaida, Krefelder Krawalle etc etc.
Vor vielen Jahren erlebte ich selbst als Mitveranstalter einer Demo gegen Wohnungsnot (in deren Rahmen auch Häuserbesetzungen verbal unterstützt wurden), wie beispielsweise vollkommen unbekannte vermummte Typen auftauchten und Fensterscheiben der Post (!!) oder einer Pizzeria einschlugen.
Der politische Schaden ist wohl vorstellbar.
Von da an sorgten wir immer für eine gut organisierte Ordnertruppe, die solche Typen erst einmal beiseite genommen haben und sie gefragt haben, wer sie eigentlich sind und woher sie kommen.
Dann passierten solche Sachen nicht mehr.
Provokateure sind die effektivste und letztlich auch kostengünstigste Methode, um eine unbequeme Bewegung zu diskreditieren.
Besonders professionell machte es die US - Armee in Vietnam, als sie Spezialeinheiten aus asiatischen Söldnern in “Vietcong” - Monturen steckte und Dörfer massakrieren ließ. Auch die Aktionen von “Qaida” im Irak oder “Fatah al Islam” im Libanon gehören in diese Kategorie.
Nochmals: das ist ein uralter Hut, und was die archaische zaristische Geheimpolizei Ochrana im vorrevolutionären Russland praktizierte, das praktizieren die heutigen mit allen Wassern gewaschenen “Sicherheitsapparate” erst recht.
Kommentar von Rusty_James am 2. Juni um 23:20 Uhr
Erinnert mich irgendwie an Ben Hur.
50.000 Statisten sind es locker, allein 16.000 Polizisten. Monumental….
Hiermit nominiere ich “Heiligendamm” für den Oscar für den besten Film, sowie
-bestes Drehbuch- Die globale Elite
-beste Hauptdrsteller- Merkel und Bush
-beste Kostüme- Ministerium des Inneren
-bestes Szenenbild- Ministerium des Inneren
-beste Regie - David Rockefeller
-bester Schnitt- Bertelsmann und Time Warner
Kommentar von » Berichterstattung der Anti-G8-Demo in Rostock | Smok-Blog | Artikel-Archiv am 2. Juni um 23:22 Uhr
[...] Zum Artikel: Eskalation: Polizei inszeniert Bürgerkrieg [...]
Kommentar von Stasi 2.0 am 2. Juni um 23:27 Uhr
@broadcaster
Danke für die Informationen!
Ich denke die Mainstreamnews haben das gekricht, was sie haben wollten. Leider!
Kommentar von Rusty_James am 2. Juni um 23:29 Uhr
achso und der Ehrenoscar für Henry Kissinger als kaltblütigsten verlogensten, skrupelosesten Schreibtischtäter aller Zeiten
Kommentar von derhans am 2. Juni um 23:40 Uhr
Die Überschrift finde ich ein bischen daneben, wen ich Videos sehe, wo eine große Grupe vermummter einen einzelnen Polizeiwagen massiv angreifen, Autos anzünden, und unmengen von Wurfgeschossen auf Einsatzkräfte und alle anderen gerade zufällig Anwesenden niedergehen lassen, kann man ehr sagen “Eskalation: Vemummte Vollidioten inszenieren Bürgerkrieg”. Da gibt es auch keine Ausreden. Egal was im Vorfeld war. Egal wie viele Repressionen und Provokationen. Egal wie aggresiv die Polizei auftritt. Und wenn die da hundert Wasserwerfer auffahren. NICHTS wirklich gar nichts rechtfertig so ein Verhalten. Wenn der Staat provoziert, heißt es Hirn einschalten, statt Steine schmeißen. Steine schmeißen und Autos anzünden geht auch nicht als Notwehr durch. Schade ist das ganze für die vielen 1000 friedlichen Demonstranten, die wegen einem großen haufen unglaublicher Vollidioten nicht mehr wahrgenommen und möglicherweise mit denen über einen Kamm geschoren werden.
Kommentar von der_xte_mensch und ohdaesu am 2. Juni um 23:45 Uhr
steht viel schwachsinn im artikel. schon mindestens ab 15h gab es heftige straßenschlachten zwischen autonomen und der polizei. stimmt, am ende hat die polizei viele wasserwerfer eingesetzt, tränengas und die leute zusammengetrieben. aber schon weit vorher vielen viele mollis…
Kommentar von Tyler am 2. Juni um 23:48 Uhr
Und wer waren und woher kamen sie? Waren das denn Undercover-Polizisten oder nur Assis die mal ungestraft randalieren wollten?
Bei den Typen im schwarzen Block tippe ich auf Gewalttouristen aus Italien. Das der Staat und Schäuble persönlich hinter den Krawallen stecken und diese nur inszenieren ist doch abstrus und kann man schon gedanklich entkräften: Wenn es die Polizei darauf angelegt hätte, wären die Krawalle schon viel, viel früher entfacht und man hätte nicht schon im Vorfeld versucht die Neonazis und autonome Schwarze auszusieben/zu behindern.
Kommentar von broadcast am 2. Juni um 23:48 Uhr
Widerspruch
Das waren keine Vollidioten, das waren Profis. Da bin ich mir sicher.
Und außer einen straff organisierten Ordnerschutz aufzustellen kann man da überhaupt nichts tun.
Hat auch nichts mit “schade” zu tun. Das war Kalkül.
Provokateure und Polizei haben sehr effizient zusammengearbeitet, und es ist wichtig zu verstehen, daß die lenkene Hand dahinter EINE EINZIGE ist.
Kommentar von bruce1337 am 2. Juni um 23:56 Uhr
Jau — und man muss fragen: Cui Bono? Wer einen Tagungsort zu einer Hochsicherheitszone machen kann, der kann auch ein paar Steinewerfer organisieren.
Eine handvoll Provokateure genügen, den Protest von Zehntausenden im Chorus der Presse zu delegitimieren, und es sollte inzwischen bekannt sein, dass die Neofeudalherren Skrupel nur von anderen kennen.
Sie unter diesen Vorzeichen nicht zu verdächtigen, ist naiv.
Kommentar von Anna am 2. Juni um 23:58 Uhr
@ gustav:
Der Typ auf der Bühne sah die Provokationen der Polizei gegen die Kundgebung, aber nicht die Chaoten. Die Briefverfasserin sah die Chaoten, aber nicht die Provokationen der Polizei. Florians Bericht wird da wohl etwas mehr Licht ins Dunkel bringen.
Kommentar von Arm am 3. Juni um 00:02 Uhr
Was ist ein brennendes Auto gegenüber der massenhaften Vernichtung von Leben ?
Allein die USA geben über 400 Milliarden aus, um die gesamte Welt militärisch zu besetzen. So hoch ist allein das Militärbudget.
Demgegenüber betrug der gesamte Bundeshaushalt der BRD im Jahr 2006 262 Milliarden. Und exemplarisch 3 der 46 nicht militärisch besetzten Länder der Erde: Der iranische Staatshaushalt liegt bei 175 Milliarden und derjenige Venezuelas bei 26 Milliarden und derjenige Sudans bei 2, 8 Milliarden, obwohl das Land etwa halb soviele Menschen wie die BRD beherbergt….
Bei aller Kritikfreudigkeit, aber manche haben wohl nicht ganz die Dimension der politischen Vorgänge begriffen, die wir erleben.
… lasst uns nicht nur über Zäune und schwarze Pullies reden…
Kommentar von bruce1337 am 3. Juni um 00:02 Uhr
Mein letzter Kommentar war gerichtet an “derhans”. Im übrigen muss ich zustimmen, dass die Zusammenstöße vermutlich genausowenig von Seiten der Polizei inszeniert waren, wie ein Bauernopfer vom Bauer inszeniert ist.
Ich denke aber auch, dass Pony sich im Moment des Schreibens im emotionalen Tumult befand.
Kommentar von Anna am 3. Juni um 00:06 Uhr
@ bruce1337:
Nein, die Situation, die Florian erlebt hat, war jene, die der Titel des Textes beschreibt. Die meisten Bilder, die jetzt überall gezeigt werden, dürften hinterher entstanden sein.
Kommentar von bruce1337 am 3. Juni um 00:14 Uhr
Ist schon klar — aber Pony hing ja synchron an der Strippe und war sicherlich aufgewühlt ob des quasi miterlebten.
Kommentar von Jörg am 3. Juni um 00:16 Uhr
Der Versuch die NPD zu verbieten ist ja an den vielen V-Männern in der NPD gescheitert.
Wenn es gelingt V-Männer in die rechte Szene zu bringen, dann ist dies ebenso einfach dies in der linken Szene zu tun.
Wenn die israelische Regierung ihren Feldzug startet, dann kommt es in Deutschland zur rechten Gewalt um das schlechte Gewissen in uns zu wecken und heute sind es nun mal die Linken.
Nicht nur die rechten Klatzköpfe lassen sich durch gezieltes Lenken zu Gewalttaten anstacheln, so etwas funktioniert genauso mit Linken.
Ich bin fest davon überzeugt, dass V-Männer hier einen goßen Beitrag zur Eskalation geleistet haben.
Kommentar von derhans am 3. Juni um 00:22 Uhr
@broadcast:
Profis? Ich bleib bei Vollidioten (alternativ Hartspacken). Und ein wie auch immer geartetes Zusammenspiel zwichen selbigen und der Polizei kann ich ebenfalls nicht erkennen. Ich glaube auch nicht das die Hand dahinter eine einzige ist, zumindestens nicht direkt. Richtig ist vermutlich, dass genau diese Bilder gewollt sind. Das macht es hinterher leichter den Überwachungs- und Polizeistaat zu dem sich Deutschland mit rasenden Tempo entwickelt weiterzuentwickeln. Aber wer das gewollt hat, hatte leichtes Spiel. Dieses vermummte steineschmeißende Pack wird von veranstaltungen wie dem G8 Gipfel angezogen, wie die Motten vom Licht. Um auf Nummer Sicher zu gehen, wird seitens des Staates vorher schön eskaliert, provoziert und gegängelt, mit sich auch ja jeder Krawallmacher im Land berufen fühlt seine für ihn vorgesehene Rolle zu spielen. Wie dumm der Haufen ist, sieht man daran, das denen offenbar nicht bewusst ist, wie sie sich benutzen lassen.
Das schlimmste was Herrn Schäuble & Anhang passieren hätte können, wären völlig friedliche Demonstrationen gewesen. Da hätte man sich mit den ganzen Heckmeck im Vorfeld ganz schön lächerlich gemacht…
Aber das war abzusehen, dass das so kommen wird, sowas nennt man selbsterfüllende Prophezeiung
Kommentar von Anna am 3. Juni um 00:23 Uhr
Quelle 21:51
Kommentar von Anna am 3. Juni um 00:30 Uhr
Quelle
Kommentar von Anna am 3. Juni um 00:33 Uhr
Folgerichtig und bedeutsam die Schlußfolgerung des Berichtenden:
Nichts anderes soll erreicht werden.
Kommentar von Andreas Krüger am 3. Juni um 00:49 Uhr
Ich glaub, ich les nicht richtig. Ich bin Anwohner und habs mit eigenen Augen gesehen. Auf meinem täglichen Arbeitsweg fehlen jetzt die Gehwegplatten. Wie um alles in der Welt hätten die Autonomen Zeit gehabt die Platten rauszureißen und zu zerkloppen (für handliche Wurfbrockengröße), wenn sie die Polizei überrascht hätte?
Ich hab es selbst gesehen: Die Steine/Flaschen/Mollis flogen zuerst aus dem schwarzen Block. Erst dann griff die Polizei durch.
Also bevor hier wieder Verschwörungstheorien ins Internet gestellt werden, solltest du mal ein paar weitere Augenzeugenberichte einholen.
Kriegt endlich die Randalierer in den Griff! Und schürt nicht den sinnlosen Hass auf Polizisten, die nur ihren Job machen, auch Familie haben und ihre Haut für Politiker zu Grabe tragen.
Und überhaupt, wie verblendet sind hier einige? Selbst wenn der schwarze Block von Polizei-Spitzeln/Provokateuren unterwandert WÄRE, wie kommen 1000 -2000 Chaoten dazu, meine Stadt zu verwüsten? Wieso sind die alle vermummt? Alles Bullen? Ihr habt echt einen an der Klatsche.
Genau wie die Fußball Hooligans, die zum Prügeln kommen und dann die Polizei beschuldigt, sie hätte provoziert.
Seid doch wenigstens ehrlich und gebt zu, daß ihr Bullen plattmachen wollt.
man man man
Kommentar von Jörg am 3. Juni um 00:50 Uhr
daran merkt man doch wieder, dass es nicht um rechts oder links geht, sondern um richtig oder falsch.
Wie hat Cindy Sheeh in ihrem Brief an Amerika geschrieben: “…niemand hörte mir zu als ich sagte, dass das Thema Frieden und dass Leute ohne Grund sterben keine Sache von “links oder rechts” ist, sondern von “richtig und falsch”
http://www.radio-utopie.de/index.php?themenID=560
Kommentar von Arm am 3. Juni um 00:59 Uhr
Bei aller Kritikfreudigkeit, aber manche haben wohl nicht ganz die Dimension der politischen Vorgänge begriffen, die wir erleben.
Ein Beispiel zur Erinnerung:
Allein die USA geben über 400 Milliarden aus, um die gesamte Welt militärisch zu besetzen. So hoch ist allein das Militärbudget.
… lasst uns nicht nur über Zäune und schwarze Pullies reden…
Kommentar von rollmops am 3. Juni um 01:00 Uhr
Interessant waere doch bei diesem Ganzen hin und her, provoziert oder nicht, sich auf Klaerung der Faktenlage zu beschraenken.
Und da finde ich das brennende Auto sehr interessant.
Wie jemand weiter oben schon anmerkt, sollte der Demobereich eigentlich geraeumt sein. Warum steht dann dieses Auto da rum? Wem gehoert es? Hat irgendwer das Kennzeichen erkannt? Denn das Fahrzeug ist eigentlich das einzige Fahrzeug, welches man in allen Berichten ausschliesslich brennen sieht. Auch wenn die Moderatoren dann gerne von “Fahrzeuge gingen in Flammen auf” sprechen.
Ich denke, dass man genau bei diesem Fahrzeug ansetzen sollte, wenn man eine staatliche Inszenierung nachweisen moechte…
Kommentar von Chris am 3. Juni um 01:14 Uhr
“Das Auto stand in der Nähe des Stadthafens, auf einem Gelände, das für die Abschlusskundgebung geräumt sein sollte. Das ist üblich, nämlich durch ein langfristiges Halteverbot in dem entsprechenden Zeitraum dafür zu sorgen, dass sich 100Tausend Menschen nicht zwischen parkenden Autos drängeln müssen. Wer nicht rechtzeitig sein Auto wegfährt, wird abgeschleppt. Dieses ältere Auto hatte man vergessen, oder ist es Requisite?”
Als Rostocker kann ich sagen, dass das Auto nicht auf dem Gelände der Abschlusskundgebung stand, es war nur ca.100 m weit von dem Gelände entfernt. Einen normalen Ford Focus als altes Auto und Requisite zu bezeichnen finde ich dann auch schon recht spannend. Ich habe das Gefühl, dass viele hier unter ziemlichen Verschwörungstheorien leiden.
Fakt ist, da waren heute ein ca. 2000 gewaltbereite Autonome, die darauf vorbereitet waren ihre Bereitschaft auch auszuleben. Das Wort gewaltbereit sagt doch schon alles. Da liegt doch der Fehler. Niemand hat gewaltbereit zu sein. Und wenn ich lese dass sich diese Personen durch ein Polizeiauto dass auf dem Gelände Stand provoziert gefühlt haben wird mir schlecht. Wo kommen wir denn hin wenn die Anwesenheit von Polizei schon eine Provokation ist??
Habt ihr eigenlich vergessen wer uns vor irgendwelchen Schlägern und Einbrechern und was weiß ich nicht beschützt?
Es ist so traurig, dass immer die Polizei an allem Schuld sein soll. Die machen auch nur ihren Job, und wenn man aus einer wütenden Menge heraus angegriffen wird, ist es wahrscheinlich auch nicht so leicht friedlich von gewaltbereit zu unterscheiden. Da kommen irgendwelche Assis nach Rostock nur um zu Prügeln und zu randalieren und wenn die Polizei einschreitet heißt es nur Polizeigewalt? Hier entwickelt sich wirklich was falsch. Habt ihr mal die Bilder angeschaut? Da sitzen 2 Polizisten im Auto am Rand der Demo und lötzlich stürmen 10 Leute aus der Menge und prügeln auf das Auto und die Insassen ein. Die Leute sind krank.
Achso… eigentlich bin ich mitte links eingestellt.
Kommentar von Chris am 3. Juni um 01:19 Uhr
Ach was mir noch einfällt. Als Hansa Rostock vor 2 Wochen aufgestiegen ist und es zu kleineren Ausschreitungen kam, hieß es auch, die Anwesenden seien durch die Polizeipräsenz provoziert worden. Es sind immer die gleichen Argumente von den Gewalttätern, egal vor welchem Hintergrund.
Prügelt man dann demnächst auch auf Verkehrspolizisten ein weil die irgendwo einen Unfall aufnehmen???
Kommentar von Hörman am 3. Juni um 01:20 Uhr
http://editorial.gettyimages.c.....d=74366699
Seht Euch mal das Bild #74381160 an, auf dem ein großer Teil des schwarzen Blocks drauf ist.
Die Leute sind mit Knüppeln bewaffnet und zu einem Großteil vermummt. Meint ihr ernsthaft es ist notwendig, dass der erste Stein von jmd anders geworfen wird? Meint ihr die Leute würden wieder abziehen, ohne dass sie ihre Randale bekommen? Das ist ganz schlicht Gewalttourismus und wenn keine Eskalation erreicht wurde, dann hat sich der “Ausflug” nicht gelohnt!
Kommentar von Hackwar am 3. Juni um 01:24 Uhr
Ich weise darauf hin, das immer bei den brennenden Autos, ein einziges Auto gezeigt wird. Nicht zwei, nicht drei, nicht 5, nein, ein einziges….
Kommentar von Chris am 3. Juni um 01:27 Uhr
naja ich habe schon 2 Autos gezählt… ein Ford Focus der ausgebrannt ist und ein kleiner Peugot der umgekippt wurde…
Kommentar von Arm am 3. Juni um 01:28 Uhr
@Hörman
“mit Knüppeln” …? schau bitte noch mal genau hin: Es sind Fahnenstöcke ! Wie man demonstriert, bleibt jedem selbst überlassen. Präventiv alle Teilnehmer abzufilmen stört im Übrigen das Demonstrationsrecht…
…lasst uns nicht nur über schwarze Pullies reden….
Kommentar von Chris am 3. Juni um 01:28 Uhr
….lieber über gründe Overalls???
Kommentar von Nanuk am 3. Juni um 01:35 Uhr
http://www.zoulstory.com/g8/MOV02915.MPG
Kommentar von Hörman am 3. Juni um 01:42 Uhr
Ok…Einspruch angenommen… die schwarzen Fahnen sind vor den schwarzen Klamotten kaum sichtbar… keine Knüppel ! Mein Fehler…
Trotzdem bleibe ich dabei… ich bin der Meinung, dass bei solchen Anlässen die ertsen Steine früher oder später fliegen, ohne dass dabei etwas inszeniert werden muß. Ähnlich ist es in den Nächten um den 1. Mai in Berlin, wo ich dieses Phänomen selber beobachten konnte. Ich würde es mit Hooligans bei Fußballspielen vergleichen, die sich als “kick” zu Schlägereien treffen, nur dass bei dem Beispiel über das wir hier sprechen, das Feindbild die Polizei ist.
Kommentar von Vlaic am 3. Juni um 01:53 Uhr
es war nur das eine!
Es war eine Auto das angezündet wurde!
Soweit mir berichtet wurde, wurde noch ein Parkscheinautomat zerschlagen. und als das auto brannte, kam die Polizei mit Wasserwerfern und Mannschaften.
Zum Anfang, ich kann wie gesagt nur berichten, das eine Frau auf dem Lauti gesagt hat, der Wagen wurde von der Polizei gestoppt. Nun rannten viele Leute hin. Irgendwann flogen die ersten Steine.
Wenn nun ein Polizeiwagen im Weg stand, denn ist das noch lange kein Grund, das Pflaster aufzureißen und die Steine gegen Polizisten zu werfen.
Polizisten tun auch nur ihren Job, sicher sind einige dabei, die echt heftig drauf sind und gerne knüppeln, aber mit dem bewerfen erreicht man nichts.
@Anne, außer das er von Autonomen redet, hat er schon recht
Kommentar von Abha am 3. Juni um 02:26 Uhr
bon giorno!
hier gibts filmchen, aufgenommen aus der perspektive, jener die gefilmt haben…
http://www.g8-tv.org/
und buenas noches!
Kommentar von pony_huetchen am 3. Juni um 03:00 Uhr
hi bruce 1337 - maybritt illner kannst du sehen im netz (becksteinzitat) hier:
bei mediathek - rechts im menü
und vlaic - stowasser “war nicht vor 100 jahren”, sondern er weilt gesund und munter unter uns -
hier sein neuestes buch, gerade veröffentlicht und sehr zu empfehlen (noch druckfrisch)
und vlaic und broadcast - agents provocateurs: da muss man gar keine ausflüge in die weltgeschichte machen. das war gang und gäbe auf berliner demos ! agents provocateurs waren immer dazu da, demos eskalieren zu lassen, die eigentlichen berechtigten ziele der demonstrationen traten in den hintergrund und teilnehmer wurden kollektiv kriminalisiert. herausragendstens beispiel urbach hast du ja genannt. hier eine quelle:
anti-springer-demo nach dutschke-attentat 1968:
Und hier noch ein wenig zu cointelpro - das klassische beispiel, wenn es ums diskreditieren unliebsasmer bürgerbewegung geht:
und bruce und derhans
die überschift
“Eskalation: Polizei inszeniert Bürgerkrieg”
habe ich zwar unter dem stark aufwühlenden eindruck des telefonates mit florian geschrieben, aber es ist genau DIE SITUATION, die sich den demonstranten darstellte. klar weiß ich, dass es strippenzieher im hintergrund sind, die die eskalation wollen und administrieren. die auseinandersetzung auf der straße stellte sich aber in der konstellation polizei contra demonstranten dar.
wartet die berichte von florian morgen ab. er hat heute abend noch drei mal angerufen, die situation hatte sich zum ende hin entspannt, das polizeiaufgebot in rostock jedoch entsprach fast der besatzung einer stadt.
die vorgänge am stadthafen, die lautsprecherdurchsagen, über all das hatte er mir am telefon berichtet, bevor hier kommentiert wurde. ja - soviel will ich hier schon sagen - die veranstalter haben ganz klar versucht, die situation zu deskalieren und nichts anderes. es fanden provokative vorstösse von polizeitrupps in friedliche demonstrationsgruppen während oder vor der abschlusskundgebung immer wieder statt. (guckt euch die fotos an)
es gibt eine menge filmmaterial - das muß bearbeitet und geschnitten werden. sobald das soweit ist, könnt ihr euch ein eigenes bild machen. florian hat heute für uns alle einen wirklich guten job gemacht.
Kommentar von Anna am 3. Juni um 03:19 Uhr
Quelle
Kommentar von pony_huetchen am 3. Juni um 03:38 Uhr
Der Spiegelfechter zu SpOn-
BerichterstattungLügen und einem gezielt falsch übersetzten Zitat:SpOn strickt an der Rostock-Legende
Kommentar von Anna am 3. Juni um 03:51 Uhr
http://de.indymedia.org/2007/06/180165.shtml
Kommentar von DaRockwilda am 3. Juni um 03:57 Uhr
http://g8-tv.org/clip.php?clip.....b616f56f96
Kommentar von pony_huetchen am 3. Juni um 04:22 Uhr
Hier gibt es immer noch einige Kommentatoren, die glauben und behaupten, die Polizei hätte nicht zur Eskalation beigetragen. Ebenso wird behauptet, die Veranstalter selbst hätten durch die Lautsprecherdurchsagen nicht deeskaliert. Und was ist das hier?
G8 Rostock Ausschreitungen nach Auftaktdemo
Kommentar von pony_huetchen am 3. Juni um 04:36 Uhr
Und da haben wir noch etwas: die Zeugenaussage eines Teilnehmers, der beobachtet hat, wie die Auseinandersetzungen begannen:
Kommentar von Ein anderer Augenzeuge am 3. Juni um 05:04 Uhr
Auch wenn ich das schon an anderer Stelle schrieb: Die Berichterstattung des ZDF deckt sich in vielen Punkten mit meinen Beobachtungen vor Ort. Ein paar Anmerkungen von meiner Seite:
1.) Die Demonstration war zunächst sehr friedlich. Auf kreative und intelligente Weise äußerten sich die unterschiedlichen Gruppen zu Globalisierungsfragen.
2.) Die Polzei hielt sich anfänglich sehr im Hintergrund. Am Rande des Zuges waren nur sehr wenige Uniformierte zu sehen. Die Veranstalter bestätigten, daß Sie sich an alle Absprachen hielten.
3.) Als der schwarze Block den Stadthafen erreichte, änderte sich die Lage dramatisch. Ein unbeteiligter, am Rand stehender Mannschaftswagen wurde ohne Vorwarnung von den Autonomen angegriffen. Schnell schaukelte sich die Gewalt auf beiden Seiten hoch.
4.) Während die Demonstrationsleitung stets versuchte von der Bühne aus zu beruhigen, wiegelten am Ende des Demonstrationszuges fahrende Lautsprecherwagen, kleinerer Gruppen den schwarzen Block auf. Von oben war klar zu sehen, daß sich zwei Gruppen bildeten. Die einen orientierten sich zur Bühne, die anderen (mit Steinen in der Hand) in Richtung Polizisten. Die Polizei versuchte zu keinem Zeitpunkt die Versammlung aufzulösen. Die Veranstaltung fand nahezu ohne Unterbrechung bis in die späten Abendstunden statt.
Kommentar von Sitting-Bull am 3. Juni um 08:15 Uhr
Die Medien sind durchaus differenzierter geworden in ihrer Berichterstattung, habe heute nach mal gescheckt. Zumindest im Fernsehen war in den meisten Berichten und Videotext deutlich gemacht worden, dass der überwiegende Protest friedlich war, und auch die “Schuldfrage” war nicht “nur” zu Lasten des Schwarzen Blockes wiedergegeben.
Kommentar von Ein anderer Augenzeuge am 3. Juni um 08:34 Uhr
Meiner Meinung nach hat die Polizei in einigen Situationen definitiv falsch gehandelt. Z.B. War die Anti-Eskalationseinheit lange Zeit am falschen Ort. Aber ich glaube, daß waren einfach Fehlentscheidungen und keine gezielten oder geplannten Aktionen des “Staatsaparates” wie gelegentlich unterstellt wird. Ich glaube, so ähnlich ist es bei den Journalisten und den Augenzeugen. Es wird keinen geben, der den Gesamtüberblick über das Geschehen vom Sa. hat.
Kommentar von gustav am 3. Juni um 09:09 Uhr