Irak - ständig entstehen weitere Widerstandsorganisationen, Widerstand weitet sich aus
Eine bislang unbekannte linksorientierte Gruppe mit dem Namen “Irakischer Bewaffneter Revolutionärer Widerstand” verteilte massiv Flugblätter im Gebiet des Mittleren Euphrat (Najaf, Hilla Kerbela), in denen sie aufrief zum “Widerstand gegen die amerikanischen, britischen und zionistischen Besatzer zur Befreiung des Irak und zur Bildung einer freien, sozialistischen, demokratischen Alternative”. Diese Gruppe beschreibt sich selbst als eine “Bewegung irakischer Kommunisten und Marxisten, die Erfahrungen im bewaffneten Kampf besitzen, linker irakischer Nationalisten und ihrer Unterstützer”. Sie übernahm die Verantwortung für einen Angriff auf US - Truppen im Khan Al-Nus - Gebiet zwischen Najaf und Kerbela am vergangenen Sonntag. Die Flugblätter zeigten ein Foto des Revolutionärs Che Guevara (der fälschlicherweise als Kubaner bezeichnet wird, verzeihlich) und kündigten einen Aufschwung des Widerstandes am mittleren Euphrat an. In der Flugschrift werden die “Marionettenregierung”, das sogenannte Repräsentantenhaus, “salafitische Terroristen” (gemeint wohl “Qaida”), sektiererische Milizen, das Innenministerium verdammt. Diese seien “auf amerikanischen Panzern” gekommen, gemeinsam mit amerikanischen und britischen Söldnern und “ihren Dienern von der Südlibanesischen Armee” (eine von Israel unterhaltene Söldnertruppe aus der Zeit der Besetzung Südlibanons). Das Flugblatt erklärt in englisch und in arabisch, daß Autobomben, die Iraker töten, den Zweck haben, die Reputation des irakischen Widerstandes zu schädigen.
Dieses erste Auftauchen einer explizit nichtkonfessionellen Widerstandsorganisation, in diesem Fall sogar eine explizit linksrevolutionäre, ist ein Indiz für die Ausweitung des bewaffneten Widerstandes durch alle Bevölkerungsgruppen. Diese guevaristische Gruppe ist auch ein Anzeichen für die beginnende Überwindung der”konfessionellen” Orientierungen.
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Es wird auch berichtet, daß maskierte Kämpfer auf verschiedenen Mauergemälden (murals) das Portrait des schiitischen SIIC - Führers Abdul Aziz Al - Hakim übermalt haben, aber Portraits von Ayatollah Ali Al-Sistani (hoch angesehener schiitischer Geistlicher) und dem Gründer von SCIRI Ayatollah Mohammed Baqir Al-Hakim unangetastet ließen. SIIC steht für Supreme Islamic Iraqi Council und ist die Nachfolgeorganisation von SCIRI. Dies ist insofern bedeutsam, daß ich schon in früheren Artikeln mutmaßte, daß hinter der Ermordung Baquir Al Hakims die CIA (via “Qaida”) steckte und Aziz Al - Hakim wohl eine von den USA gekaufte Figur darstellt. Dies passierte kurz nach der Wiederwahl von Aziz al-Hakim zum Führer des SIIC. Angeblich sollen Anhänger der rivalisierenden Sadristischen Bewegung dahinterstecken, es ist aber auch (und wahrscheinlich eher) denkbar, daß es sich um oppositionelle SIIC - Leute handelte, die mit dem besatzungsfreundlichen Kurs ihrer Partei nicht einverstanden sind. Sadristische Sprecher stritten ab, daß ihre Organisation damit zu tun hat. Einige SIIC - Büros in Kut wurden in den letzten Monaten angegriffen.
Die Sadristen in Nasariya (Südirak) organisierten eine Generalkonferenz für irakische Stammesführer, wo diese den Abzug ausländischer Truppen aus dem Irak forderten. Ähnliche Versammlungen organisierten die Sadristen schon am mittleren Euphrat.
Alle Informationen nach Iraqslogger
Dieses erste Auftauchen einer explizit nichtkonfessionellen Widerstandsorganisation, in diesem Fall sogar eine explizit linksrevolutionäre, ist ein Indiz für die Ausweitung des bewaffneten Widerstandes durch alle Bevölkerungsgruppen. Diese guevaristische Gruppe ist auch ein Anzeichen für die beginnende Überwindung der”konfessionellen” Orientierungen.
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Es wird auch berichtet, daß maskierte Kämpfer auf verschiedenen Mauergemälden (murals) das Portrait des schiitischen SIIC - Führers Abdul Aziz Al - Hakim übermalt haben, aber Portraits von Ayatollah Ali Al-Sistani (hoch angesehener schiitischer Geistlicher) und dem Gründer von SCIRI Ayatollah Mohammed Baqir Al-Hakim unangetastet ließen. SIIC steht für Supreme Islamic Iraqi Council und ist die Nachfolgeorganisation von SCIRI. Dies ist insofern bedeutsam, daß ich schon in früheren Artikeln mutmaßte, daß hinter der Ermordung Baquir Al Hakims die CIA (via “Qaida”) steckte und Aziz Al - Hakim wohl eine von den USA gekaufte Figur darstellt. Dies passierte kurz nach der Wiederwahl von Aziz al-Hakim zum Führer des SIIC. Angeblich sollen Anhänger der rivalisierenden Sadristischen Bewegung dahinterstecken, es ist aber auch (und wahrscheinlich eher) denkbar, daß es sich um oppositionelle SIIC - Leute handelte, die mit dem besatzungsfreundlichen Kurs ihrer Partei nicht einverstanden sind. Sadristische Sprecher stritten ab, daß ihre Organisation damit zu tun hat. Einige SIIC - Büros in Kut wurden in den letzten Monaten angegriffen.
Die Sadristen in Nasariya (Südirak) organisierten eine Generalkonferenz für irakische Stammesführer, wo diese den Abzug ausländischer Truppen aus dem Irak forderten. Ähnliche Versammlungen organisierten die Sadristen schon am mittleren Euphrat.
Alle Informationen nach Iraqslogger
Kommentar von Arm am 30. Mai um 19:46 Uhr
Der Schluß des Artikels läßt vermuten, dass doch religiöse Motive, wenn auch mit besonderer Betonung sozialer Belange, ausschlaggebend sind. Die These, dass rein materialistisches Denken einem selbstgefährdenden Verhalten entgegensteht, ist deshalb noch nicht widerlegt….
Kommentar von interessent am 30. Mai um 20:15 Uhr
guten tag.
passt nicht ganz zum thema-aber heute schon mal ehnamag angeschaut?
http://www.spiegel.de/politik/.....14,00.html
bekommen wir nun “unseren” Anschlag? dieser musharbash ist, glaub ich, auch ferngesteuert. Also als Berliner würde ich in der g8 zeit meine butze nicht verlassen. oder nach heiligendamm fahren, da ist es wohl unter den ganzen “terroristen” sicherer als irgendwo anders in D. Super Vorbereitung auf jeden Fall schon mal - es sage niemand er wurde nicht gewarnt. auch die hinweise das der Katastrophenschutz sich schonmal auf evtl. szenarien vorbereitet lässt bei mir eher alarmglocken angehen. Gibt es eine grossangelegte “übung” a la London? oder alles nur Panikmache von Meister M ?
Entschuldigung nochmals das ich es hier poste, aber die anderen artikel wozu es passen würde liegen etwas weiter zurück. Und dieses Thema verdient auf jeden fall auch unsere Beachtung.(evtl kann ein Mod es ja zu nem passenden Artikel verschieben, wenns hier stört)
mit wachsamen Grüssen I
Kommentar von Irak - ständig entstehen weitere Widerstandsorganisationen, Widerstand weitet sich aus - Pax Aeterna am 31. Mai um 09:18 Uhr
[...] · tar, den 31.05.07 in Krise, Politik, Nahost Quelle: politblog.net [...]
Kommentar von Mike am 1. Juni um 12:01 Uhr
http://news.orf.at/?href=http%.....54982.html
US-Streitkräfte könnten auf Dauer im Irak bleiben
Die Vereinigten Staaten wollen laut Verteidigungsminister Robert Gates einen Teil ihrer Streitkräfte langfristig im Irak stationiert lassen.
Es sei immer noch geplant, die jüngste Sicherheitsinitiative der USA im Irak im September zu bewerten, sagte Gates gestern (Ortszeit) im US-Bundesstaat Hawaii. Er denke aber schon weiter und überlege, wie die US-Armee auf lange Sicht im Irak präsent bleiben könnte. Als Vorbild nannte Gates wie schon wenige Stunden zuvor US-Präsident George W. Bush das Modell Sürkorea, wo seit Jahrzehnten Zehntausende US-Soldaten stationiert sind.
Mal sehen, ob das die Bevölkerung auch will. Die letzte Hoffnung, das endlich wieder ein normaler Mensch Presidänt von Amerika wird, doch wie heißt es so schön: “Es kommt selten etwas Besseres nach”