PSSST - nicht weitersagen: Ende des relativen Friedens in Nordafghanistan - Deutsche Presse schweigt total darüber
Nachrichten aus Afghanistan werden Sie in unserer hiesigen Presse kaum zuverlässige finden (es sei denn, Peter Scholl-Latour wird mal wieder interviewt), Afghanistan - Nachrichten beziehen (aus meiner Sicht und nach meiner Meinung) CIA - Enddärme wie der Spiegel ausschließlich aus transatlanischen Quellen, woher auch sonst?
Haben Sie etwas gehört von Zusammenstößen zwischen Armee und Polizei einerseits und Demonstranten andererseits in der afghanischen Stadt Shiberghan? Nein?
Das sollten Sie aber. Shiberghan liegt nämlich mitten in der deutschen ISAF - Zone Afghanistans. Shiberghan ist eine der Hochburgen der usbekischen Volksgruppe in Afghanistan.
Überblick
genaue Lage des Ortes
Nein, deutsche Zeitungen schreiben über so was nicht. Wozu auch? Da könnte ja die “Kontroverse über den Sinn und Unsinn ‘unseres’ Afghanistan - Engagemente wieder entflammen”.
Dazu muß man wieder in ausländischen Gewässern fischen, wie es Daniel Neun dankenswerterweise getan hat. Ich empfehle seinen Artikel in Radio-Utopie.
Er bezieht sich unter anderem auf einen Artikel in der International Herald Tribune.
Deadly clashes bode ill for relatively peaceful area in north Afghanistan (Tödliche Zusammenstöße prophezeihen Schlimmes für das relativ friedliche Areal in Nordafghanistan).
Abdul Waheed Wafa reported from Kabul, and Carlotta Gall from Islamabad, Pakistan.
Der Artikel findet sich auch in der NYTimes.
Könnte es sein, daß uns das etwas angeht, nach den jüngsten Anschlägen gegen Bundeswehrsoldaten in der gleichen Region? Schließlich ist die Bundeswehr doch verantwortlich für die “Sicherheit” in der Nordzone Afghanistans.
Dann googeln sie mal, ob sie irgendeine aktuelle deutsche Nachricht zu dem Vorfall finden!
Nur zu!
(Was die Meldung des österreichischen Standard angeht, so bezieht diese sich auf Reuters und APA und unterschlägt wesentliche Informationen)
Sehen Sie, so funktioniert Wahrnehmungsmanagment. Etwas anderes als CIA - Scheiße haben unsere Massenmedien anscheinend nicht zu bieten. Wenn ein Ereignis wirklich peinlich ist, dann wird es eben einfach verschwiegen.
Fassen wir die wesentlichen Fakten des Artikels der NYTimes zusammen:
Soweit die Fakten aus dem Artikel, die ich ohne wesentliche Hinzufügungen so aus dem ziterten Artikel entnommen habe. Machen Sie sich Ihre Gedanken darüber! Verdrängen Sie nicht aus Ihrem Gedächnis, daß hier von einer Demonstration gegen Festnahmen gesprochen wurde, die durch Schußwaffeneinsatz aufgelöst wurde und nun ein bewaffneter Aufstand deswegen droht.
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Dostum ist sicher einer der typischsten Kriegsherren Afghanistans. Er kämpfte in den 80er Jahren auf Seiten der Demokratischen Volkspartei Afghanistans (DVPA) gegen die von den USA unterstützten Jihadis, und zwar mit einer eigenen, hauptsächlich sich aus Usbeken zusammensetzenden militärischen Einheit.
Mit seiner 53. Infanteriedivision war er eine der wichtigsten Stützen der Nadjibullah - Regierung bis 1990 (1989 hatte die Sowjetarmee Afghanistan verlassen). Er stellte auch die usbekische Jowzjani - Miliz auf, eine der schlagkräftigsten Truppenverbände im damaligen afghanischen Bürgerkrieg. Seine politische Partei nannte und nennt sich bis heute National Islamic Movement of Afghanistan (Jumbish-i-Milli Islami Afghanistan)
Am 18. April 1992 überwarf sich Dostum mit der Najibullah - Regierung in Kabul und verbündete sich mit dem populären Jihadi - Führer Massut. Der Seitenwechsel Dostums war der eigentlich Grund für den Zusammenbruch der Najibullah - Regierung.
Usbekische und tadschikische Truppen von Dostum und Massut eroberten gemeinsam Kabul. Später marschierten auch pashtunische Truppen unter Hekmatyar ein.
1994 aber verbündete sich Dostum seltsamerweise mit dem (einstigen Todfeind) Jihadi - Führer Hektmatyar gegen die (tadschikischen) Jihadi - Kommendanten Rabbani und Massut.
1995 überrollten die (paschtunischen) Taliban, von Pakistan kommend, fast ganz Afghanistan (bis auf den Norden) und Dostum mußte wieder mal das Bündnis wechseln, denn die Pashtunen liefen zu den Taliban über.
Mit Massut, Mohammed Fahim, Rabbani und Ismail Khan wurde Dostum ab 1996 zum Bestandtteil der sogenannten Nordallianz gegen die Taliban.
Zu dieser Zeit wurden die Taliban von den USA noch massiv unterstützt.
Wie es unter Kriegsherren so üblich ist, revoltierte einer von Dostums Gefolgsleuten gegen ihn, und zwar schon 1997. Sein General Malik verbündete sich mit ihm ergebenen Truppen mit den Taliban und so konnten diese Mazar-i-Sharif einnehmen.
Malik wechselte indessen kurz darauf nochmals die Seiten und verbündete sich mit der schiitischen Hezbe Wahdat (der Miliz der Hazara - Population). Bei dem nachfolgenden Massaker an Taliban - “Kindersoldaten” (es handelte sich vorwiegend um Jugendliche) kamen ca. 6-8000 Taliban ums Leben. Die Taliban rächten sich dafür Jahre später, eroberten Mazar-i-Sharif zurück und Malik floh ins Ausland.
Dostum hatte sich in der Zwischenzeit in die Türkei geflüchtet und kehrte April 2001 nach Afghanistan zurück, um dort gemeinsam mit US - Spezialtruppen den Krieg gegen die Taliban erneut zu beginnen. Dostums Truppen waren verantwortlich für das Massaker an gefangenen Taliban, das der “Todeskonvoi” genannt wurde, und waren auch mit entscheidend für die Überwindung der Taliban im Spätjahr 2001.
Nach der Installation der Marionettenregierung von Karzai kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Dostams Usbekenmilizen und den Tadschikenmilizen von Mohammed Atta .
2003 erschuf Dostum per Deklaration die quasi autonome “Nordzone Afghanistan”, die von Usbeken beherrscht wird, sehr zum Ärger Karzais, der (machtlos) erklärte, es gäbe in Afghanistan keine Zonen ( das ist, als ob man erklären wollte, es gäbe keine Klimazonen).
Seit 2006 ist nun die usbekische “Nordzone” Ziel von Unterwerfungsmaßnahmen der Karzai - Marionettenregierung. Die Regierung dekretierte die Auflösung der Junbesh - Partei, es liefen einzelne Junbesh - Führer (gekauft?) zur Karzai - Zentralregierung über.
Alle Angaben nach deutschen und englischem wikipedia zur Person Dostum (habe nicht alles einzeln nachgewiesen)
_
Gewiß ist Dostum mit Recht einer der blutigsten Kriegsherren in Afghanistan zu nennen, da in guter Gesellschaft mit einigen Dutzend anderer. Er ist aber auch alles andere als ein Islamist und hat insbesondere den Frauen in seinem Machtbereich Rechte (vor allem in der Bildung) eingeräumt, die sie sonst in Afghanistan kaum haben. Vor dem seltsamen Putsch von Malik (der später in die USA floh) galt die Region Mazaar - al -Sharif als Bollwerk gegen den islamismus.
Er ist wohl als ein Ausdruck eines militanten usbekischen Nationalismus in der afghanischen jüngeren Geschichte zu betrachten. In den Wirren der Bürgerkriege von 1990 - 1995 und auch danach versuchte Dostum wohl im wesentlichen, usbekische Interessen wahrzunehmen, so wie die meisten “Warlords” Ausdruck jeweiliger regionaler Ethnien darstellen. Unter den afghanischen Usbeken ist er offenbar sehr populär, und ich habe große Hemmungen, die Demonstrationen in Shiberghan einfach als das “Werk Dostums” anzusehen. Ich kenne zu gut die Methode der imperialen Sichtweise, Ereignisse von “unten”, die nicht ins Bild passen, irgendwelchen “Bösewichtern” zuzuschanzen. Die von Dostum mitbegründete Junbesh - Partei vertritt wohl in erster Linie usbekische Interessen.
Um dem Leser kurz die Unterschiede zwischen den Ethnien in Afghanistan zu verdeutlichen: es gibt im Internet Foren von Afghanen, die in Deutschland leben. Wie ist die Verständigungsprache im Forum? Deutsch! (Beispiel Beispiel)
So groß sind allein die sprachlichen Unterschiede zwischen den Ethien!
Die Usbeken stellten zur Zeit der DVPA - Regierung eine ihrer Stützen dar, und zwar so sehr, daß der Abfall der Junbesh - Partei um Dostum gleichbedeutend war mit dem Sturz der Nadjubullah - Regierung (die eine “kabulische” Regierung war). Gegen die pashtunischen Taliban arbeitete Dostum sehr explizit auch mit CIA und US - Armee zusammen, als diese sich gegen ihre Geschöpfe wandten.
Gegenüber der Karzai - Marionettenregierung, die eigentlich nichts anderes mehr repräsentiert als sich selbst, versuchte Junbesh Autonomie und Selbständigkeit zu wahren, was in der Proklammation einer “Nordzone” mündete.
Die jüngsten Ereignisse deuten darauf hin, daß die NATO und damit die Bundeswehr sich nicht nur mit den Pashtunen (die sich immer stärker als “Taliban” organisieren), sondern auch mit den Usbeken anlegt. Ob die beiden anderen großen Populationen Afghanistans, die Hazara und die Tadschiken, auf die Dauer der Marionettenregierung zugewandter bleiben, wage ich zu bezweifeln.
Wechselnde Kriege und Waffenstillstände zwischen den Populationen der Pashtunen, der Usbeken, der Tadschiken, der Hazara und weiterer Populationen sind sicherlich typisch für die Geschichte Afghanistans, auch die Tatsache, daß die Hauptstadt Kabul eine eigene Welt für sich immer war (sogar mit einer eigenen Sprache, dem “Kabulisch”).
Grundsätzlich ergibt sich kein anderes Bild wie bei anderen Ländern des Mittleren Ostens, die allesamt “ethnische Flickenteppiche” darstellen (denken Sie an den Libanon, den Irak, den Iran, Pakistan usw).
Die Besonderheit hier besteht darin, daß (mindestens) seit den 70er Jahren beständig ausländische Mächte ihre Finger in dieses Land hineinstecken und den Kampf der Ethnien und Regionen für ihre eigenen Interessen zu nutzen versuchen.
Und aktuell handelt es sich um die NATO unter Führung der USA mit der Bundeswehr als trottelige (mit Verlaub, bezieht sich auf die politisch-militärische Führung), willige und blind gehorsame Vasallenarmee.
Werden uns unsere Politiker, transatlantische Anweisungen ausführend, demnächst den bewaffneten Konflikt mit den Usbeken (Junbesh - Partei) als “Kampf gegen die Taliban” präsentieren? Die Dreistigkeit oder Strunzdummheit wäre ihnen wohl zuzutrauen. Wer weiß schon davon, daß Dostum und die Junbesh historisch schon alte Feinde der (pashtunischen) Taliban sind?
Gewiß ist es das alte “Teile-und-Herrsche”-Spiel, was in Afghanistan gespielt wird. Doch solche Spiele können auch nach hinten losgehen, vor allem wenn man als US - Imperialismus beständig seine Bündnispartner nach einer Weile regelmäßig verrät. Junbesh mit der Gallionsfigur Dostum ist eine sehr traditionsreiche und alteingesessene Partei Afghanistans, vergleichbar etwa mit den Drusen oder den Schiiten im Libanon, etwas, was man gewöhnlicherweise als “Königmacher” bezeichnen könnte. Ohne die Junbesh - Milizen hätte möglicherweise auch die Afghanistan - Invasion 2001 gar nicht klappen können, denn sie waren neben den Tadschiken Rabbanis (Nordallianz) die Träger der Bodenoffensive.
Und wen hat das Imperium in Afghanistan nicht alles schon verraten, nachdem er zuvor unter Aufwendung von Milliardenbeträgen gepuscht wurde!
- den islamistischen Pashtunenführer und Drogenbaron Hekmatyar
- den tadschikischen Jihadiführer Massut
- die pashtunischen Taliban
- Dostums usbekische Junbesh
Bei alledem verfolgen die Invasoren ausschließlich ihre eigenen Interessen, die sich auf Opiumanbau, Kupfervorkommen oder Pipelinebau richten mögen. Mit den Interessen der Afghanen hat das sicherlich nichts zu tun, sonst könnte man nicht so schnell und unverfroren immer wieder die “Alliierten” oder Marionetten wechseln.
Früher oder später kann das zu einer Situation führen, wo sich alle traditionell verfeindeten Seiten gegen den Invasoren und seine lächerliche Marionettenregierung, die sich letztlich auf keine Bevölkerungsgruppe wirklich stützen kann, sich zusammenschließen.
Für uns in Deutschland gilt es aber folgender Wahrscheinlichkeit ins Auge zu blicken: die Bundeswehr kämpft als koloniale Vasallenarmee möglicherweise in Zukunft gegen den usbekischen Widerstand in Nordafghanistan.
Werden sie so frech und dreist sein, zu behaupten, sie kämpften in Nordafghanistan gegen die “Taliban”?
Die Schwätzer unserer Regierung, die in blindem Gehorsam zuvor gefressene transatlantische Textvorgaben im Fernsehen erbrechen, sollten mit der Tatsache konfrontiert werden, daß die von ihnen “Vertretenen” besser über die Geschehnisse am Ort des heutigen Kolonialkrieges unter Beteiligung der Bundeswehr informiert sind, als diese hoffnungslos überbezahlten “Experten”.
Haben Sie etwas gehört von Zusammenstößen zwischen Armee und Polizei einerseits und Demonstranten andererseits in der afghanischen Stadt Shiberghan? Nein?
Das sollten Sie aber. Shiberghan liegt nämlich mitten in der deutschen ISAF - Zone Afghanistans. Shiberghan ist eine der Hochburgen der usbekischen Volksgruppe in Afghanistan.
Überblick
genaue Lage des Ortes
Nein, deutsche Zeitungen schreiben über so was nicht. Wozu auch? Da könnte ja die “Kontroverse über den Sinn und Unsinn ‘unseres’ Afghanistan - Engagemente wieder entflammen”.
Dazu muß man wieder in ausländischen Gewässern fischen, wie es Daniel Neun dankenswerterweise getan hat. Ich empfehle seinen Artikel in Radio-Utopie.
Er bezieht sich unter anderem auf einen Artikel in der International Herald Tribune.
Deadly clashes bode ill for relatively peaceful area in north Afghanistan (Tödliche Zusammenstöße prophezeihen Schlimmes für das relativ friedliche Areal in Nordafghanistan).
Abdul Waheed Wafa reported from Kabul, and Carlotta Gall from Islamabad, Pakistan.
Der Artikel findet sich auch in der NYTimes.
Könnte es sein, daß uns das etwas angeht, nach den jüngsten Anschlägen gegen Bundeswehrsoldaten in der gleichen Region? Schließlich ist die Bundeswehr doch verantwortlich für die “Sicherheit” in der Nordzone Afghanistans.
Dann googeln sie mal, ob sie irgendeine aktuelle deutsche Nachricht zu dem Vorfall finden!
Nur zu!
(Was die Meldung des österreichischen Standard angeht, so bezieht diese sich auf Reuters und APA und unterschlägt wesentliche Informationen)
Sehen Sie, so funktioniert Wahrnehmungsmanagment. Etwas anderes als CIA - Scheiße haben unsere Massenmedien anscheinend nicht zu bieten. Wenn ein Ereignis wirklich peinlich ist, dann wird es eben einfach verschwiegen.
Fassen wir die wesentlichen Fakten des Artikels der NYTimes zusammen:
- Rund 1.000 Menschen demonstrierten den Angaben nach für eine Ablösung des Gouverneurs Juma Khan Hamdard.
- Bei den Manifestanten handelte es sich um jugendliche Anhänger des Rashid Dostum und seiner Partei Junbesh-e-Milli.
- Die Polizei eröffnete das Feuer auf die Demonstranten, als diese Regierungsgebäude in Shiberghan, der Hauptstadt der Provinz Jowzjan, stürmen wollten.
- Es wurden mindestens sieben Menschen erschossen und dutzende verletzt. Zu den Toten gehört auch der Führer der Junbesh Youth Movement. 41 Personen wurden in das Zentralkrankenhaus des Ortes eingeliefert. Die meisten der Verwundeten seien sehr junge Leute mit Schußverletzungen.
- Laut dem Augenzeugen Mujib-u-Rahman waren “NATO - Peacekeeper” (also auch deutsche Bundeswehrsoldaten vermutlich) in der Stadt und Kampfflugzeuge überflogen den Ort. Es ist unklar, welche Rolle diese “Peacekeeper” bei diesem Ereignis spielten, die NATO äußerte sich gar nicht.
- Nach den Zusammenstößen waren die Straßen leergefegt, die Läden geschlossen und alles voller Soldaten.
- Der Grund für die Proteste (im Artikel “crowd” genannt, ich glaube hierzulande sagt man “Demonstration” dazu) war die Festnahme von sechs Personen, die beschuldigt wurden, an der Ermordung des Abgeordneten Ahmad Khan schuldig zu sein. Dieser war ein Abgeordneter der Junbesh - Partei, hatte sich aber von Dostum abgespalten.
- Die Provinzregierung beschuldigt Dostums “Unterstützer” (konkret die Junbesh - Jugendorganisation), “das Gesetz in die eigene Hand nehmen zu wollen”. Das Innenministerium behauptet, die “Krawallmacher” hätten auf die Polizei geschossen und vier Polizisten verwundet. Das Haus des Gouverneur sei angegriffen worden und Leibwächter wären entwaffnet und verprügelt worden.
- Der Gouverneur der Jowzian Provinz Juma Khan Hamdard ist ein früherer Alliierter von General Dostum, der sich mit ihm zerstritten hat eben wegen dieser festnahmen. Man kann also Dostum als eine Art “grauer Emminenz” auffassen, denn er selbst bekleidet keine einflußreichen Ämter mehr.
- Der Polizeichef der Provinz, ein General (!) namens Aminzada, sagte am Montag, daß Polizei und Armee die Kontrolle über die Stadt innehätten, aber sie hätten Berichte von Landbewohnern, daß sich mehr als 500 Leute auf einen Angriff auf die Stadt vorbereiten. Er bezeichnet die Situation als “sehr schlecht” und erwartet Angriffe der “Dostum Supporter” (also Junbesh-Anhänger).
- General Dostum wird als ein von der Sowjetunion ausgebildeter General bezeichnet, der die usbekische Region in Nordafghanistan fast drei Jahrzente dominiert hat. Er gelte als ruchlos gegenüber seinen Feinden innerhalb und außerhalb seiner Partei und Miliz.
- Seine Miliz (Junbesh-Milli) wurde entwaffnet und aus dem öffentlichen Leben “entfernt” und hat nur einen symbolischen Posten im Verteidigungsministerium inne. Aber Dostum selbst bleibt mächtig präsent in seiner Heimatprovinz Jowzjan.
Soweit die Fakten aus dem Artikel, die ich ohne wesentliche Hinzufügungen so aus dem ziterten Artikel entnommen habe. Machen Sie sich Ihre Gedanken darüber! Verdrängen Sie nicht aus Ihrem Gedächnis, daß hier von einer Demonstration gegen Festnahmen gesprochen wurde, die durch Schußwaffeneinsatz aufgelöst wurde und nun ein bewaffneter Aufstand deswegen droht.
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Kurz einige Fakten zu Dostum
Dostum ist sicher einer der typischsten Kriegsherren Afghanistans. Er kämpfte in den 80er Jahren auf Seiten der Demokratischen Volkspartei Afghanistans (DVPA) gegen die von den USA unterstützten Jihadis, und zwar mit einer eigenen, hauptsächlich sich aus Usbeken zusammensetzenden militärischen Einheit.
Mit seiner 53. Infanteriedivision war er eine der wichtigsten Stützen der Nadjibullah - Regierung bis 1990 (1989 hatte die Sowjetarmee Afghanistan verlassen). Er stellte auch die usbekische Jowzjani - Miliz auf, eine der schlagkräftigsten Truppenverbände im damaligen afghanischen Bürgerkrieg. Seine politische Partei nannte und nennt sich bis heute National Islamic Movement of Afghanistan (Jumbish-i-Milli Islami Afghanistan)
Am 18. April 1992 überwarf sich Dostum mit der Najibullah - Regierung in Kabul und verbündete sich mit dem populären Jihadi - Führer Massut. Der Seitenwechsel Dostums war der eigentlich Grund für den Zusammenbruch der Najibullah - Regierung.
Usbekische und tadschikische Truppen von Dostum und Massut eroberten gemeinsam Kabul. Später marschierten auch pashtunische Truppen unter Hekmatyar ein.
1994 aber verbündete sich Dostum seltsamerweise mit dem (einstigen Todfeind) Jihadi - Führer Hektmatyar gegen die (tadschikischen) Jihadi - Kommendanten Rabbani und Massut.
1995 überrollten die (paschtunischen) Taliban, von Pakistan kommend, fast ganz Afghanistan (bis auf den Norden) und Dostum mußte wieder mal das Bündnis wechseln, denn die Pashtunen liefen zu den Taliban über.
Mit Massut, Mohammed Fahim, Rabbani und Ismail Khan wurde Dostum ab 1996 zum Bestandtteil der sogenannten Nordallianz gegen die Taliban.
Zu dieser Zeit wurden die Taliban von den USA noch massiv unterstützt.
Wie es unter Kriegsherren so üblich ist, revoltierte einer von Dostums Gefolgsleuten gegen ihn, und zwar schon 1997. Sein General Malik verbündete sich mit ihm ergebenen Truppen mit den Taliban und so konnten diese Mazar-i-Sharif einnehmen.
Malik wechselte indessen kurz darauf nochmals die Seiten und verbündete sich mit der schiitischen Hezbe Wahdat (der Miliz der Hazara - Population). Bei dem nachfolgenden Massaker an Taliban - “Kindersoldaten” (es handelte sich vorwiegend um Jugendliche) kamen ca. 6-8000 Taliban ums Leben. Die Taliban rächten sich dafür Jahre später, eroberten Mazar-i-Sharif zurück und Malik floh ins Ausland.
Dostum hatte sich in der Zwischenzeit in die Türkei geflüchtet und kehrte April 2001 nach Afghanistan zurück, um dort gemeinsam mit US - Spezialtruppen den Krieg gegen die Taliban erneut zu beginnen. Dostums Truppen waren verantwortlich für das Massaker an gefangenen Taliban, das der “Todeskonvoi” genannt wurde, und waren auch mit entscheidend für die Überwindung der Taliban im Spätjahr 2001.
Nach der Installation der Marionettenregierung von Karzai kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Dostams Usbekenmilizen und den Tadschikenmilizen von Mohammed Atta .
2003 erschuf Dostum per Deklaration die quasi autonome “Nordzone Afghanistan”, die von Usbeken beherrscht wird, sehr zum Ärger Karzais, der (machtlos) erklärte, es gäbe in Afghanistan keine Zonen ( das ist, als ob man erklären wollte, es gäbe keine Klimazonen).
Seit 2006 ist nun die usbekische “Nordzone” Ziel von Unterwerfungsmaßnahmen der Karzai - Marionettenregierung. Die Regierung dekretierte die Auflösung der Junbesh - Partei, es liefen einzelne Junbesh - Führer (gekauft?) zur Karzai - Zentralregierung über.
Alle Angaben nach deutschen und englischem wikipedia zur Person Dostum (habe nicht alles einzeln nachgewiesen)
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Schlussfolgerungen
Gewiß ist Dostum mit Recht einer der blutigsten Kriegsherren in Afghanistan zu nennen, da in guter Gesellschaft mit einigen Dutzend anderer. Er ist aber auch alles andere als ein Islamist und hat insbesondere den Frauen in seinem Machtbereich Rechte (vor allem in der Bildung) eingeräumt, die sie sonst in Afghanistan kaum haben. Vor dem seltsamen Putsch von Malik (der später in die USA floh) galt die Region Mazaar - al -Sharif als Bollwerk gegen den islamismus.
Er ist wohl als ein Ausdruck eines militanten usbekischen Nationalismus in der afghanischen jüngeren Geschichte zu betrachten. In den Wirren der Bürgerkriege von 1990 - 1995 und auch danach versuchte Dostum wohl im wesentlichen, usbekische Interessen wahrzunehmen, so wie die meisten “Warlords” Ausdruck jeweiliger regionaler Ethnien darstellen. Unter den afghanischen Usbeken ist er offenbar sehr populär, und ich habe große Hemmungen, die Demonstrationen in Shiberghan einfach als das “Werk Dostums” anzusehen. Ich kenne zu gut die Methode der imperialen Sichtweise, Ereignisse von “unten”, die nicht ins Bild passen, irgendwelchen “Bösewichtern” zuzuschanzen. Die von Dostum mitbegründete Junbesh - Partei vertritt wohl in erster Linie usbekische Interessen.
Um dem Leser kurz die Unterschiede zwischen den Ethnien in Afghanistan zu verdeutlichen: es gibt im Internet Foren von Afghanen, die in Deutschland leben. Wie ist die Verständigungsprache im Forum? Deutsch! (Beispiel Beispiel)
So groß sind allein die sprachlichen Unterschiede zwischen den Ethien!
Die Usbeken stellten zur Zeit der DVPA - Regierung eine ihrer Stützen dar, und zwar so sehr, daß der Abfall der Junbesh - Partei um Dostum gleichbedeutend war mit dem Sturz der Nadjubullah - Regierung (die eine “kabulische” Regierung war). Gegen die pashtunischen Taliban arbeitete Dostum sehr explizit auch mit CIA und US - Armee zusammen, als diese sich gegen ihre Geschöpfe wandten.
Gegenüber der Karzai - Marionettenregierung, die eigentlich nichts anderes mehr repräsentiert als sich selbst, versuchte Junbesh Autonomie und Selbständigkeit zu wahren, was in der Proklammation einer “Nordzone” mündete.
Die jüngsten Ereignisse deuten darauf hin, daß die NATO und damit die Bundeswehr sich nicht nur mit den Pashtunen (die sich immer stärker als “Taliban” organisieren), sondern auch mit den Usbeken anlegt. Ob die beiden anderen großen Populationen Afghanistans, die Hazara und die Tadschiken, auf die Dauer der Marionettenregierung zugewandter bleiben, wage ich zu bezweifeln.
Wechselnde Kriege und Waffenstillstände zwischen den Populationen der Pashtunen, der Usbeken, der Tadschiken, der Hazara und weiterer Populationen sind sicherlich typisch für die Geschichte Afghanistans, auch die Tatsache, daß die Hauptstadt Kabul eine eigene Welt für sich immer war (sogar mit einer eigenen Sprache, dem “Kabulisch”).
Grundsätzlich ergibt sich kein anderes Bild wie bei anderen Ländern des Mittleren Ostens, die allesamt “ethnische Flickenteppiche” darstellen (denken Sie an den Libanon, den Irak, den Iran, Pakistan usw).
Die Besonderheit hier besteht darin, daß (mindestens) seit den 70er Jahren beständig ausländische Mächte ihre Finger in dieses Land hineinstecken und den Kampf der Ethnien und Regionen für ihre eigenen Interessen zu nutzen versuchen.
Und aktuell handelt es sich um die NATO unter Führung der USA mit der Bundeswehr als trottelige (mit Verlaub, bezieht sich auf die politisch-militärische Führung), willige und blind gehorsame Vasallenarmee.
Werden uns unsere Politiker, transatlantische Anweisungen ausführend, demnächst den bewaffneten Konflikt mit den Usbeken (Junbesh - Partei) als “Kampf gegen die Taliban” präsentieren? Die Dreistigkeit oder Strunzdummheit wäre ihnen wohl zuzutrauen. Wer weiß schon davon, daß Dostum und die Junbesh historisch schon alte Feinde der (pashtunischen) Taliban sind?
Gewiß ist es das alte “Teile-und-Herrsche”-Spiel, was in Afghanistan gespielt wird. Doch solche Spiele können auch nach hinten losgehen, vor allem wenn man als US - Imperialismus beständig seine Bündnispartner nach einer Weile regelmäßig verrät. Junbesh mit der Gallionsfigur Dostum ist eine sehr traditionsreiche und alteingesessene Partei Afghanistans, vergleichbar etwa mit den Drusen oder den Schiiten im Libanon, etwas, was man gewöhnlicherweise als “Königmacher” bezeichnen könnte. Ohne die Junbesh - Milizen hätte möglicherweise auch die Afghanistan - Invasion 2001 gar nicht klappen können, denn sie waren neben den Tadschiken Rabbanis (Nordallianz) die Träger der Bodenoffensive.
Und wen hat das Imperium in Afghanistan nicht alles schon verraten, nachdem er zuvor unter Aufwendung von Milliardenbeträgen gepuscht wurde!
- den islamistischen Pashtunenführer und Drogenbaron Hekmatyar
- den tadschikischen Jihadiführer Massut
- die pashtunischen Taliban
- Dostums usbekische Junbesh
Bei alledem verfolgen die Invasoren ausschließlich ihre eigenen Interessen, die sich auf Opiumanbau, Kupfervorkommen oder Pipelinebau richten mögen. Mit den Interessen der Afghanen hat das sicherlich nichts zu tun, sonst könnte man nicht so schnell und unverfroren immer wieder die “Alliierten” oder Marionetten wechseln.
Früher oder später kann das zu einer Situation führen, wo sich alle traditionell verfeindeten Seiten gegen den Invasoren und seine lächerliche Marionettenregierung, die sich letztlich auf keine Bevölkerungsgruppe wirklich stützen kann, sich zusammenschließen.
Für uns in Deutschland gilt es aber folgender Wahrscheinlichkeit ins Auge zu blicken: die Bundeswehr kämpft als koloniale Vasallenarmee möglicherweise in Zukunft gegen den usbekischen Widerstand in Nordafghanistan.
Werden sie so frech und dreist sein, zu behaupten, sie kämpften in Nordafghanistan gegen die “Taliban”?
Die Schwätzer unserer Regierung, die in blindem Gehorsam zuvor gefressene transatlantische Textvorgaben im Fernsehen erbrechen, sollten mit der Tatsache konfrontiert werden, daß die von ihnen “Vertretenen” besser über die Geschehnisse am Ort des heutigen Kolonialkrieges unter Beteiligung der Bundeswehr informiert sind, als diese hoffnungslos überbezahlten “Experten”.
Kommentar von Grom am 30. Mai um 14:50 Uhr
Aufforderung um “Änschie” mal paar unangenehne Fragen zu stellen, vieleicht geschieht ja ein wunder und die ein oder andere wird veröffentlicht:
http://www.direktzurkanzlerin.de
Kommentar von PSSST - nicht weitersagen: Ende des relativen Friedens in Nordafghanistan - Deutsche Presse schweigt total darüber - Pax Aeterna am 30. Mai um 14:55 Uhr
[...] · tar, den 30.05.07 in Krieg, Medien, Politik, Probleme, Nahost, Deutschland Quelle: politblog.net [...]
Kommentar von Arm am 30. Mai um 14:57 Uhr
Danke, sowohl die Fakten als auch deine Bewertung öffnen den Blick auf die Realität. Ja, die “Bundeswehr kämpft als koloniale Vasallenarmee” UND auf aussichtslosem Terrain.
Der Konflikt weitet sich zusehens aus, erst ging es um “foreign fighters”, dann gegen Widerstandsgruppen der besetzten Länder, schließlich gegen die gesamte Bevölkerung. So endet man eben, wenn man mit der Lebenslüge in einen Krieg zieht, den Menschen dort etwas Gutes bringen zu wollen, in Wahrheit aber überregionale Strategien des Egoismus verfolgt…..
Ich frage mich wirklich immer mehr ob die etablierten Medien ernsthaft erwarten, dass wir unsere eigene Irreführung auch noch bezahlen sollen…..
Kommentar von Mike am 30. Mai um 15:22 Uhr
War Afghanistan nicht auch das Land wo sich die UDSSR schon eine blutige Nase geholt hat, weil sie keinen Plan hatte, so wie die heutigen Armeen vor Ort?
Kommentar von PSSST - nicht weitersagen: Ende des relativen Friedens in Nordafghanistan - Deutsche Presse schweigt total darüber « infowars am 30. Mai um 15:32 Uhr
[...] PSSST - nicht weitersagen: Ende des relativen Friedens in Nordafghanistan - Deutsche Presse schweigt total darüber politblog.net [...]
Kommentar von G@nseblümchen am 30. Mai um 15:42 Uhr
Ihrer Argumentationslinie folgend hätte also die CIA auf deutsche Medien mehr Einfluß als auf die New York Times?
Kommentar von Vlaic am 30. Mai um 17:06 Uhr
Auch komisch, das amerikanische Medien kritischer schreiben, als welche aus deutschland.
Aber ansonsten ein netter Artikel. Man wird abwarten, müssen ob und wann das thema auch in dt. zeitungen erscheint.
Kommentar von nemetico am 30. Mai um 17:20 Uhr
Offenkundig.
Kommentar von Arm am 30. Mai um 17:27 Uhr
@Ganseblümchen: Sehen Sie nicht, dass sich deutsche Politiker und Medien an der herrschenden Ansicht in den USA orientieren (sog. Transatlantiker-Definition: Personen, die Interessen der Neocons über deutsche und europäische Interessen stellen)? Gibt es denn etwas vergleichbaren in den USA uns gegenüber? Ist es vorstellbar, dass eines der größten Medienhäuser der USA den folgenden Gundsatz für JEDEN Text einhält:
…Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit der BRD.
Vgl.: http://www.axelspringer.de/inh...../frame.htm
Es geht aber nicht nur um Springer (Bild, Welt, BamS, WamS…). In den USA gibt es als Leitmedium auch keine Staatsmedien (ARD, ZDF, 3Sat, Arte, Deutschlandfunk…..), die von regierungsnahen politischen Intendanten kontrolliert werden. Aber auch milliardenschwere globale Konzerne wie Holtzbrinck (Zeit, Handelsblatt, Tagesspiegel …) und Bertelsmann (Financial Times, RTL, NTV …) sind natürlich nicht unabhängig, wie auch, wenn sie von neoconservativen Investoren abhängig sind, zB Haim Saban (Pro7 Gruppe inkl. Sat 1…), über den im Spiegel stand: „Er bewundert Schimon Peres, spendete für Ehud Barak und ruft einmal wöchentlich den Hardliner Ariel Scharon an. … Sabans Entourage rühme sich gern ihrer Verbindungen zum israelischen Geheimdienst Mossad, erinnert sich ein Insider.“ (Der Spiegel 12/2003, Seite 87). Vgl. auch:
http://politblog.net/internati.....m#more-460
Kein Wunder also, dass unsere zentralisierte Medienlandschaft total gleichförmig berichtet. Hinzu kommt noch die Illusion, so modern und subversiv zu texten, indem man einfach amerikanischer sein will, als ein Amerikaner (wie man ihn sich so vorstellt). Unsere alten Medienfutzis sind dabei so cool: Man arbeitet heimlich an der neuen Weltordnung, ist endlich wieder dabei, trotzt Haarverlust, Potenzstörungen und Mobbing durch Kollegen. So überholt man schon mal die rechte US Presse rechts auf der Autobahn…..
… der neue deutsche Perfektionismus …
Kommentar von Arm am 30. Mai um 17:38 Uhr
Als Ergänzung ein Zitat von Roger Willemsen, Lübecker Nachrichten vom 12.4.07 (http://www.ln-online.de/artikel/2117042):
“In Deutschland hat sich die Publizistik weit mehr als die Bevölkerung auf die Seite der Amerikaner und George W. Bush im Irak-Krieg gestellt. Ich frage mich, warum diese ganzen vermeintlichen Experten angesichts der desaströsen Lage, die heute im Irak oder in Afghanistan besteht, immer noch in den Talkshows sitzen und immer noch mit derselben Mobilmachung pro Amerika, pro Krieg reden, wie sie es vorher getan haben.”
Kommentar von Kay-Uwe am 30. Mai um 17:58 Uhr
G@nseblümchen schrieb:
Gegenfrage: Würde Sie das wundern?
Kommentar von Bensil Norm am 30. Mai um 22:36 Uhr
Unsere Politiker sind nicht strunzdumm…nein nein nein…warum wird nicht in Deutschland über den Chaostag in Shiberghan geschrieben?
Ganz einfach…sollte es zu einem Feldzug gegen den usbekischen Widerstand in Nordafghanistan kommen an dem die Bundeswehr sich beteiligt , kann die Ernte des toten Fleisches mit dem Kampf gegen die “bösen Taliban” gerechtfertigt werden.
Konsumenten der Systemmedien schrecken kurz auf…gucken..nicken…und schlafen wieder ein.
Optimierte Fakten in ständiger Aneinanderreihung erwecken den Eindruck wissen zu tanken…..statt dessen pumpt man sich voll mit Nichts.
Fazit:Unsere Politiker wissen genau was los ist und sie wissen genau was sie tun!!!
Deshalb sind sämtlich Politiker in steuergeldbezahlten Ämtern auch kriminell!!
Somit auch Mitschuldig an dem massiven Massemord in Nahost!
Also sind Politiker Kapitalverbrecher und müssen nach reinem “Menschenrecht”zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe
verurteilt werden.
Fazit: Ich sitze jetzt vor meinem PC und diese Arschlöcher sind nicht nur frei…nein Sie regieren mich immer noch!
Ulele
Bensil Norm
2050 minus X
PS:fährt Jemand mit PKW/Bus/ Motorrad ab Freitag/Sammstag über Münster nach Heiligendamm zum G8? 2 Personen möchten bitte noch mitkommen.
mailen an: benil_norm@gmx.de
Kommentar von koppino am 30. Mai um 22:54 Uhr
@bensil
der rusty_james will auch noch hin
solltet klären, ob ihr ähnliche wege habt!
hier, die mitfahrbörse:
https://www.attac.de/heiligendamm07/pages/gipfelproteste-2007/hin–rueckfahrt/mitfahrzentrale.php