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Die Attentate in Kunduz - Ungereimtheiten und Fragen

Eine Dokumentation von Florian Horváth

Im Folgenden sollen einige offensichtliche Widersprüche in der Berichterstattung der Medien beim Anschlag auf Afghanen und Deutsche auf einem Marktplatz in der Provinz Kunduz am Samstag, 19. Mai 2007, untersucht werden.

Kunduz - Anschläge Mai 2007

WER HAT SICH HOCHGESPRENGT?

Laut Darstellung der Zeitung Bild sind deutsche Reservisten auf dem Weg in ein Elektronikgeschäft, um Kühlschränke zu kaufen. Daraufhin mischt sich ein Selbstmordattentäter unter die Menge und sprengt sich in die Luft. Er wird beschrieben als junger Mann etwa Mitte 20, der eine Pluderhose und ein weißes Hemd trägt.


Bei RTL erhält man hingegen gänzlich andere Informationen: Die Soldaten wären per Pedes unterwegs und würden patroullieren. Hier heißt es nun, der Attentäter hätte eine Burqa getragen und wäre gezielt auf die deutsche Gruppe zugegangen. Außerdem wird Herr Andreas Lünser von Spiegel-TV telefonisch interviewt, der von ZWEI Attentätern spricht.

Selbst in der Wikipedia ist zu lesen, dass es sich um zwei Selbstmordanschläge der Taliban auf einem Teemarkt handelt, bei denen drei deutsche Bundeswehrsoldaten sowie mehrere Zivilisten umgebracht wurden. Drei weitere Soldaten wurden nach Wikipedia schwer verletzt. Der Anschlag hätte sich in dem Moment ereignet, als die deutschen Soldaten ihr gepanzertes Patroullienfahrzeug verließen, um an einem Marktstand Gebrauchsgegenstände für das Camp einzukaufen.

Das war auch die ursprüngliche Version. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur hatten sich am Samstagmorgen in Kunduz zwei Selbstmordattentäter unabhängig voneinander in die Luft gesprengt. Warum das der Gouverneur der Provinz Kunduz, Mohammad Omar, korrigierte und warum danach eifrig in Online-Publikationen die Inhalte auf einen statt zwei Attentätern geändert wurden, ist bislang unklar.

WER WAREN DIE OPFER?

Die drei deutschen Toten heißen laut Bild Matthias S., Michael N. und Michael D. Eine genauere Recherche ergibt, dass Michael D. aus dem Stadtteil Crumstadt der südhessischen Gemeinde Riedstadt stammte. Ungereimtheiten ergeben sich jedoch weiterhin bei allen Berichten bzgl. der Verwundeten und Verstorbenen. Mal sind es mehr, mal weniger. Richtig einig wird sich niemand.

VORWISSEN DER BEHÖRDEN UND DER MEDIEN

Provinz-Gouverneur Omar machte sofort “Al-Qaida und ihre afghanischen Diener” für die Tat verantwortlich. Angeblich bekannten sich zu der Tat auch radikalislamische Taliban, doch ermittelt wird gegen Unbekannt. Omar wusste erstaunlicherweise schon im Vorfeld von den Attentätern. Der Deutschen Presse-Agentur teilte er mit, dass er wenige Tage vor Samstag wichtige Informationen erhalten hätte, wonach vier Selbstmordattentäter in die Provinz eingedrungen seien. Wie kann also ein Attentat auf deutsche Soldaten geschehen, wenn die Behörden aus der Gegend davon wussten? Wieso waren die zwei Attentäter überhaupt im Vorfeld über den Zwischenstop der deutschen Soldaten informiert?

Doch nicht nur der Gouverneur wusste Bescheid, auch das Fernsehen war vor irgendwelchen Sanitätern da, obwohl die Bundeswehr in Kunduz eine Liegenschaft besitzt. Nach Recherchen von Bild-Redakteuren hatten die Attentäter angeblich während der 30-minütigen Fahrt der Soldaten schon afghanische TV-Sender informiert. Deswegen seien zum Explosionszeitpunkt auch Reporter vor Ort gewesen. Ein gewisser Abdul Qadeer Merzai, Nachrichtenchef bei “Ariana Television” in Kabul, soll gesagt haben: “Unser Korrespondent hat vorab einen anonymen Tipp bekommen, dass dort auf dem Basar etwas passiert”. Natürlich wurde aufgrund der Brisanz dieser Tatsache der Spiegel zur Gehirnwäsche herangezogen. In ihm dementiert man die Vorabinformation des Fernsehsenders. Trotzdem ist es fraglich, wieso die Kamera eher dort war als ärztliche Helfer!

WAS ZEIGT DAS VIDEO?

Wie schon erwähnt ist es seltsam, wenn ein Kamerateam vorher informiert wird und vor anderen Helfern am Tatort eintrifft. Darüber hinaus ist auch zu erwähnen, dass das Video vom Anschlag in Kunduz weder Leichen, noch weitere Verletzte zeigt. Der Kameramann hält strikt auf den Verwundeten, welcher sich bei Bewusstsein zwischen den Trümmern des Marktes befindet. Er blutet, scheint jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Anschließend hat man eine Perspektive, die die örtlichen Behörden zeigt. Der verletzte Soldat wird während den Aufnahmen nicht versorgt und weitere Opfer sind nicht zu erkennen.

Wenn es so ein Inferno war, dass drei Deutsche starben und fünf Deutsche verwundet wurden, dann müssen sie sich alle in unmittelbarer Nähe der Attentäter befunden haben. Wieso sieht man sie dann aber nicht auf dem Video in der Nähe dieses verletzten Soldaten? Wieso sieht man keinen verletzten oder toten Afghanen in der Nähe? Wieso ist der Soldat neben dem Verwundeten in bester Verfassung? Stellen Sie sich vor, sie wären der Kameramann, der den Ort des Geschehens augenblicklich nach der Tat filmt - Würden Sie bei diesem Chaos nur einen verletzten Soldaten aufnehmen?

DIE GLAUBWÜRDIGKEIT

Auf N24 konnte man gegen Mittag des 21. Mai permanent Meldungen zum Anschlag in Kunduz betrachten. Die dazu gezeigten Aufnahmen waren eindeutig zusammengeschnitten. Sie zeigten zum einen den verwundeten Soldaten vom 19. Mai in Kunduz, aber auch wie Leichen auf einen Pick-Up verladen wurden. Jedoch stammten letztere Aufnahmen eindeutig aus Gardez. In diesem Ort fand einen Tag später, am 20. Mai, ein Anschlag statt, nachdem ein Convoy der USA durch die Stadt fuhr. Wieso war es notwendig, Filmmaterial zweier verschiedener und weit voneinander entfernter Handlungsorte zusammenzufügen?

Kunduz - Berichterstattung N24



Das beschädigte Auto stand in Wahrheit in Gardez:
Das beschädigte AutoDas beschädigte AutoDas beschädigte Auto

Der beschädigte LKW stand in Wahrheit in Gardez:
Der beschädigte LKWDer beschädigte LKW

Die Umgebung ist Gardez:
Die UmgebungDie UmgebungDie Umgebung
(Fotos zum Vergrössern anklicken)

Weil bisher mehrfach darüber berichtet wurde, dass die USA selbst Anschläge unter falscher Flagge im Irak durchführte (Quelle: a, b, c, d), sollte man sich des weiteren fragen, ob es nicht auffällig ist, dass ein amerikanischer Convoy durch die afghanische Stadt Gardez rollt und es kurze Zeit später knallt. Viel wichtiger ist außerdem die Suche nach Gründen. Kann es sein, dass der Anschlag gezielt geplant wurde, um die Berichterstattung von den beiden Orten Kunduz und Gardez womöglich zu vermischen? Wieso wird dieser Teil der Aufnahmen des Attentats, der Gardez zeigt aber Kunduz meint, nicht mehr gesendet?

WER PROFITIERT?

Am Wochenende vor dem Anschlag hatte sich das bundesweite Netzwerk der grünen Linken einstimmig für einen Sonderparteitag zum Afghanistankrieg ausgesprochen. Dabei sollte laut Landtagsabgeordnetem Rüdiger Sagel eine Perspektive des Abzugs aus Afghanistan besprochen werden, sowie der weitere zivile Aufbau. Der Anschlag hat dem einen Strich durch die Rechnung gemacht und der militärische Einsatz erhält also leider wieder Aufwind.

Erstaunlicherweise forderte der deutsche Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung vier Tage vor dem Anschlag in Kunduz fast eine Milliarde Euro mehr für sein Ministerium. Hintergrund sei die blendende Entwicklung der Steuereinnahmen. Er wollte auch keine Angaben machen, wofür das Geld genau gebraucht werde.

Interessant ist unter diesem Gesichtspunkt auch, dass das Auto von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann angezündet wurde. Einen Tatzusammenhang erkennt man bei der Polizei bisher nicht. Vermutet wird, es wären Anhänger der linken Szene wegen des G8-Gipfels gewesen. Sicherlich möchten die Ermittler schnellstens einen Schuldigen finden. Vielleicht war es aber auch nur ein Mahnmal, dass sich Diekmanns Journalisten zu ernsthaft mit den Nachrichten aus Afghanistan beschäftigt haben.

Auch das Bundeskriminalamt, welches die Ermittlungen zu dem Attentat in Kunduz aufgenommen hat, besitzt bisher noch keine Erkenntnisse über Täter und Hintergründe. Fraglich ist auch, wie man glaubhafte Aussagen gewinnen will, wenn man sich bisher weder über Aussehen, noch Anzahl der Täter einig ist. Außerdem wird sich ein Selbstmordattentäter kaum schuldig bekennen. Ebenso werden die Toten, die sich in unmittelbarer Nähe befanden, kaum gegen die Täter aussagen können. Dieser Fall wird wahrscheinlich nicht ausreichend geklärt werden, aber vielleicht geht es genau darum…

WAREN ES TALIBAN?

Laut allen Berichten und auch der Bundeswehr ereignete sich das Attentat am Samstagmorgen, den 19. Mai, um 10.08 Uhr Ortszeit (07.38 Uhr mitteleuropäische Sommerzeit) im Stadtzentrum von Kunduz. Die angegebene Ortszeit in Afghanistan (AFT) erhält man durch die Zeitverschiebung wie folgt: Bei uns wird aufgrund der Sommerzeit zur mittleren Greenwich-Zeit (GMT) +2 Stunden gerechnet. Die Zeitdifferenz von GMT zu Afghanistanzeit (AFT) beträgt +4,5 Stunden. Als Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Afghanistan ergeben sich also +2,5 Stunden.

Stellen Sie sich vor, Sie hören von dem Anschlag in Kunduz und wollen den Taliban die Schuld in die Schuhe schieben. Also schnell die Internetsuchmaschine des Vertrauens geöffnet und nach der Zeitverschiebung geschaut. Sie glauben nun, um Ihre Meldung authentisch aussehen zu lassen, müssen Sie Ihr gefälschtes Bekennerschreiben mit einem Zeitstempel versehen, der die Zeitverschiebung nach Afghanistan mit 3,5 Stunden laut UTC bemisst. Übersehen haben Sie dabei, dass Sie statt der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) von der mitteleuropäischen Zeit (MEZ) ausgegangen sind - eine Differenz von exakt 1 Stunde. Also machen Sie sich ans Werk und fälschen ein Bekennerschreiben. Anders kann man es nicht erklären, dass sich die Taliban laut Deutscher Presseagentur zu einem Attentat bekannt haben, dass laut ihren Angaben gegen 11:00 Uhr stattgefunden haben soll. Auf diese Zeit kann nur jemand kommen, der nicht in Afghanistan lebt, aber trotzdem das Kuckucksei ins Nest der Taliban legen will. Sonst hätte er auf seiner Armbanduhr erkennen können, dass es in Kunduz erst kurz nach 10:00 Uhr Ortszeit (AFT) ist.

Die Meldung, um die es sich handelt, ist folgende:
‘Today at 11:00am a mujahedeen hero, Jawad, who is a resident of Kunduz province, attacked the German soldiers who were patrolling in the area,’ Zabeeullah Mujahed, a Taleban spokesman said in a statement posted at their website.” (Quellen Khaleej Times, Deutsche Welle)

Auf Nachfrage von Daniel Neun verwies man bei der Deutschen Welle auf den Nachrichtenticker der DPA. Woher diese Meldung stammt, wusste natürlich keiner. Auch über die Internetseite, die dieses Zitat enthalten haben soll, erhält man keinerlei Auskunft. Dementiert wurde jedenfalls nicht der Inhalt der Aussage. Grund genug auch für den Stern, diese Botschaft etwas verändert zu übernehmen.

Ähnlich auch bei Reuters. Der Quelle wird offenbar nicht nachgegangen, trotzdem liest man:
‘Our Taliban mujahid (holy warrior) blew himself up near the German troops and killed more than 10 German soldiers,’ Mullah Hayatullah Khan told Reuters by satellite telephone. ‘It was a very successful suicide attack on foreign troops and dozens of German soldiers were injured.’” (vgl. Berliner Kurier)

Traurig ist, dass man eine weite Reise antreten muss um zu erfahren, dass hier DPA und Reuters unbestätigte Meldungen als Wahrheit verkaufen. Nur in englischen Quellen ist zu lesen, dass nicht unabhängig überprüft werden konnte, ob es wirklich Taliban waren. Nicht einmal auf öffentlich-rechtlichen Sendern wie der Tagesschau wird auf die Quelle oder den unüberprüften Wahrheitsgehalt dieser Aussagen hingewiesen. Man “vergisst” einfach mal, dass es dafür keinerlei Beweise gibt.

DIE GLAUBWÜRDIGKEIT (TEIL 2)

Bei Spiegel Online findet man einen Artikel zu den Attentaten in Kunduz. Ihm ist ein Video beigefügt, dass wie folgt kommentiert wird:
Annäherung an einen Tatort, Kunduz am Samstag Mittag. Als einzige ausländische Journalisten sind Reporter von Spiegel TV auf dem Marktplatz der Stadt, wo sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hat. […]

Was uns als objektive Berichterstattung präsentiert wird, ist nichts weiter als ein Witz. Spiegel TV waren die einzigen Reporter aus dem Ausland. Doch nicht nur das. Wie durch ein Wunder waren sie schon Samstag Mittag dort. Also nicht einmal 2 Stunden nach dem Anschlag. Mal davon abgesehen, dass auch hier die Reporter hellsehen konnten, sollte man sich eine ganz wichtige Frage stellen: Wie transportiert man in etwa 2 Stunden drei tote Deutsche, fünf verwundete Deutsche und 17 Afghanen in ein Krankenhaus, vernimmt anschließend Zeugen, stellt Beweismittel sicher und überprüft Hinweise? Waren Sie schon einmal bei einem - wie es Merkel nannte - “perfiden Mord” und haben anschließend gesehen, wie lang man braucht, um einen Tatort zu begehen? Doch neben Abtransport der Verletzten und Toten, der Spurensuche und den Aufräumarbeiten hatte man sogar Zeit, das herumliegende Laub wegzukehren. Anders kann man sich folgende Bilder nicht erklären:

Kunduz, kurz nach 10:00 Uhr Ortszeit:
LAUT Spiegel: Kunduz, kurz nach 10:00 Uhr Ortszeit

Kunduz, gegen Mittag:
LAUT Spiegel: Kunduz, gegen Mittag
So schnell sollten die Behörden mal in Deutschland sein. Super, oder?

Peter Wichert, Staatssekretär des Verteidigungsministeriums, befand sich laut Angaben der Tagesschau zum Tatzeitpunkt im Nordosten Afghanistans. Die Frage ist natürlich, ob er seinen Besuch genutzt hat, um neue Methoden moderner Kriegsführung mit der Heeresleitung abzusprechen. Jedenfalls sind er und ein General aus dem Ministerium an den Ermittlungen beteiligt. Wonach wollen sie suchen, wenn der Tatort so schnell geräumt wurde. Woher die Täter kamen und ob sie sich selbst gesprengt haben, bleibt weiterhin sehr fraglich. Zeugen aus unmittelbarer Nähe können sich jedenfalls an nichts erinnern oder berichten ausschließlich von einem großen Knall.

(Autoren: Florian Horváth, Daniel Neun)
Dieser Eintrag wurde am Freitag, den 25. Mai 2007 von pony_huetchen geschrieben und in die Kategorie Krieg, Militär, Terrorismus eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von bruce1337 am 25. Mai um 10:01 Uhr

Tolle Recherche — Hut ab, Hütchen :)

Um nochmal zusammenzufassen: Es findet ein Anschlag statt, auf den ein mehr als zweifelhaftes Bekenntnis folgt, das — auch ohne Beweise oder Untersuchung — prompt von der Presse als die reine Wahrheit verkauft wird. Diesmal gelingt es den Nachrichtenorganen zwar nicht, schon vor dem Anschlag von dem Anschlag zu berichten, aber immerhin schaffen sie es, sich schon vor dem Anschlag zum Anschlagsort zu begeben. Die Kriegstreiber kriegen Vorschub, die Kriegsgegner einen Bremsstreifen. Alle dargestellten Terroristen sind rein fiktiv und etwaige Parallen zu anderen, erwiesenen False-Flag Operationen nur reiner Zufall…

Jedenfalls erhärtet die Sache den Verdacht, dass insbesondere die Nachrichtenagenturen dieses Schmierentheater propagieren. Die unmittelbaren Abnehmer — sogenannte investigative Journalisten — haben nur die kreative Freiheit eines Papageis: Nachplappern und nach Belieben hinzuquäken. Wüsste man, wer diese Nachricht über den Ticker lanciert hat, so hätte man eine direkte Spur zur Schaltzentrale der Manipulation. Wie ist denn die Rechtslage in puncto Nachrichtenagenturen? Sind die in irgendeiner Weise verpflichtet, als öffentlicher Nachrichtendienst ihre Quellen zu benennen, oder haben sie alle Freiheiten eines privaten Unternehmens, inklusive der Fabrikation von Nachrichten?

Kommentar von DaRockwilda am 25. Mai um 10:05 Uhr

“Tolle Recherche — Hut ab, Hütchen :)”

Auch das Hütchen ist klasse, es soll aber hier nicht untergehen dass die Recherche von Florian Horvath stammt (wenn ich das richtig sehe).

Kommentar von bruce1337 am 25. Mai um 10:08 Uhr

Oh, eine Parallele hab ich glatt vergessen: Der Tatort wird unverzüglich gesäubert, denn wenn man vorher schon den Täter kennt, braucht man nachher schließlich keine Forensik mehr…

Kommentar von bruce1337 am 25. Mai um 10:08 Uhr

Rock,

du hast natürlich Recht. Mein Fehler…

Kommentar von DaRockwilda am 25. Mai um 10:09 Uhr

Kein Problem, dachte nur wenn Florian uns den Artikel schon zur Verfügung stellt sollte er auch angemessen gewürdigt werden :-)

Kommentar von pony_huetchen am 25. Mai um 10:10 Uhr

@ Nix Hütchen - Alle Ehre und aller Lob gebührt FLORIAN !!!

Kommentar von bruce1337 am 25. Mai um 10:17 Uhr

Ich warte jetzt eigentlich nur noch darauf, dass uns der unversehrte Pass des Selbstmordattentäters gezeigt wird…

Kommentar von Miguel am 25. Mai um 10:36 Uhr

Super Artikel und super recherchiert. Da sieht man mal wieder, dass man auf die Massenmedien getrost verzichten kann, da diese nur Propaganda verbreiten.

Kommentar von Jörg am 25. Mai um 10:40 Uhr

Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.

Haben wir 2003 noch live miterleben können wie die Bomben auf den Irak geflogen sind, haben wir jeden Tag auf ntv, zdf, ard oder sonst welchen Medien den “Siegeszug” der Amis und der Engländer miterleben dürfen, so gibt es komischerweise aus Afghanistan so gut wie keine Livebilder.
Schon alleine der Gedanke, dass sich unsere Medien ohne wenn und aber auf Berichte aus dubiosen Quellen verlassen ohne diese zu recherchieren, macht mich verrückt.
Aber noch schlimmer ist die Tatsache, dass dann Politiker diese Presseberichte für die Wahrheit halten und auf diese Art das deutche Volk vertreten.
Ich habe vor einigen Monaten mit der Abgeordneten Schäfer (Wahlkreis Pirmasens) gesprochen und sie gefragt ob Sie denn den Brief des iranischen Präsidenten an Frau Merkel (2006) gelesen hat. Ihre Antwart darauf in einer email an mich:
“Der Brief von Mahmud Ahmadinedschad an Frau Merkel ist mir in Auszügen aus der Tagespresse bekannt. Mit seinen Auffassungen stellt der iranische Präsident das Existenzrecht Israels offen in Frage. Diese Position ist auf das Schärfste zu verurteilen und zeigt erst recht, dass die Staatengemeinschaft kein Interesse an einem nuklear gerüsteten Iran haben kann. Es zeigt außerdem, dass Deutschland und die EU ihre Anstrengungen verstärken müssen, den israelisch-palästinensischen Konflikt zu entschärfen. Deutschland trägt dafür in der jetzigen EU-Ratspräsidentschaft eine besondere Verantwortung, die Frau Merkel durch Ihre jüngste Nahost-Reise auch deutlich unterstrichen hat. Für die Entscheidung der Kanzlerin, den Brief des iranischen Staatspräsidenten nicht zu veröffentlichen, habe ich volles Verständnis; denn damit würde man Herrn Ahmadinedschad nur unnötig aufwerten.”

Es geht gar nicht um den Inhalt des Briefes sondern einfach um die Tatsache, dass manche Abgeordnete (VOLKSVERTRETER) sich nicht einmal die Mühe machen zu hinterfragen, sich ein eigenes Bild zu verschaffen.
Man muss sich den Satz mal auf der Zunge zergehen lassen: “Der Brief von Mahmud Ahmadinedschad an Frau Merkel ist mir in Auszügen aus der Tagespresse bekannt.” IN AUSZÜGEN aus der PRESSE. Hallo? und auf Grund dieser AUSZÜGE trifft diese Frau im Verteidigungsausschuss Entscheidungen zum Wohle des VOLKES?

http://www.abgeordnetenwatch.d.....-5946.html

Ich hoffe, dass es bald mal eine Zeitung gibt die den Mut hat gegen den Strom zu schwimmen und solche Recherchen durchzuführen wie es Florian Horváth getan hat. Meine Hochachtung.

Kommentar von DaRockwilda am 25. Mai um 10:40 Uhr

@Miguel:

Nein wir können nicht auf “die Massenmedien” verzichten. Nur auf den Teil, der Propaganda verbreitet. Aber es gibt auch noch anständige Journalisten in den Massenmedien, und ohne sie hätte wir Blogger weitaus weniger Quellen.

Je schneller “wir” uns von diesem Schwarzweiß-Denken verabschieden umso besser. Denn wir werden die Massenmedien nicht gänzlich ablösen können, aber wir können dazu beitragen dass sie wieder bessere Qualität liefern.

Dehalb: Gute Beispiele in den MSM würdigen, schlechte Beispiele bloßstellen. Was Florian hier ja auch erstklassig getan hat.

Kommentar von Florian Horváth am 25. Mai um 10:43 Uhr

Diese Recherche hat mehrere Tage gedauert und viel Kraft erfordert, zumal man sich der Tatsache stellen muss, als Deutscher von den eigenen Medien belogen zu werden. Den Artikel habe ich geschrieben, wäre aber ohne Daniel Neuns Hilfe nicht möglich gewesen.

Ich habe im selben Zusammenhang die Tagesschau als öffentlich-rechtlichen Sender aufgefordert, mir mit Quelle zu belegen, dass es Taliban oder überhaupt Selbstmordattentäter waren. Antwort habe ich bisher keine.

Auch im Forum bei Spiegel und per Leserbrief habe ich angefragt. Wenn Spiegel 2 Stunden nach dem Anschlag laut eigenen Angaben dort war, müssten sie doch bestens wissen, warum der Tatort so schnell geräumt war.

Mal sehen, was passiert. Selbst mein Beitrag im Forum wurde bisher nicht freigegeben.

Kommentar von Florian Horváth am 25. Mai um 10:59 Uhr

Danke für das Lob, hab gerade erst alle Kommentare durchgelesen. :)

Kommentar von Grom am 25. Mai um 11:18 Uhr

Gott sei dank gibt es noch Idealisten, welche viel Zeit und Mühe und meißt ohne jegliche Art von Gegenleistund oder bare Münze, unermüdlich gegen die Bedrohung der freien Meinung, Freiheit, und Medienmanipilation ankämpfen.

Kommentar von Kay-Uwe am 25. Mai um 11:36 Uhr

@ Florian & Daniel:

Das ist echt eine nette Recherche: ein sehr schönes Beispiel dafür, wie sehr unsere Massenmedien uns manipulieren “können” und vom Mainstream wohl sicher auch geglaubt werden.

Zitat bruce1337:

Ich warte jetzt eigentlich nur noch darauf, dass uns der unversehrte Pass des Selbstmordattentäters gezeigt wird…

… und das am besten gleich in doppelter Ausfürung, der an 2 verschiedenen Stellen gefunden wurde. :D

Kommentar von tom error am 25. Mai um 11:42 Uhr

um die verwirrung komplett zu machen, kann mir mal jemand den hier erklären?
http://www.forbes.com/afxnewsl.....38638.html

mensch, wer hat denn da steini falsch informiert? das hat man davon, wenn man einem finanzmann solche vertraulichen infos zukommen lässt.
die meldung kommt ja scheinbar über thomson - sind das nicht die jungs die sich vor kurzem für 13 milliarden!!! euro reuters einverleibt haben?
http://www.spiegel.de/wirtscha.....21,00.html

na klasse, bei der qualitätsarbeit kann man sich in zukunft ja auf noch mehr verlässliche informationen freuen.
cheers.

t.error

Kommentar von Steve Austin am 25. Mai um 11:53 Uhr

Zunächst einmal auch von mir ein großes Lob, dieser Text ist einfach nur genial recherchiert. Wenn man sich die Ungereimtheiten vorstellt, wahnsinn, zunächst dachte ich auch dass der afghanische Widerstand dahintersteht. Vor allem habe ich direkt nach dem Anschlag im Videotext etwas ganz anderes gelesen: “Bundeswehrfahrzeug durch improvisierte Mine(IED) angegriffen!”(Ich denke es stand im Sat1 Videotext als Quelle wurde AP genannt aber ich bin mir nicht 100% sicher was die Quelle angeht!) Verblüfft war ich dann als ich Abends nach Hause kam und man mir etwas von Selbstmordattentäter klar machen wollte. Preisfrage warum wechselt man plötzlich die Argumentation?
Ich denke Selbstmordattentäter haben den größeren Schockeffekt, so dass man an der Heimatfront besser die Schäfchen unter Kontrolle halten kann!;-)

Kommentar von Florian Horváth am 25. Mai um 12:01 Uhr

@Steve Austin: Davon hat mir auch schon jemand berichtet! Sehr guter Hinweis!

Kommentar von Mein-Parteibuch.com » Wie kann Deutschland den Afghanistan-Krieg gewinnen? am 25. Mai um 12:29 Uhr

[...] Anschlag auf Bundeswehrsoldaten auf einem Markt im afghanischen Kunduz haben die deutsche Politik und die breite Öffentlichkeit erstaunt zur Kenntnis genommen, dass [...]

Kommentar von bruce1337 am 25. Mai um 12:34 Uhr

Rockwilda,

natürlich gibt es in den Massenmedien auch anständige Leute, genauso wie in sämtlichen Konzernen und selbst in der Politik. Aber:

“There comes a time when silence is betrayal.” –MLK

Wo sind die Journalisten, die rebellieren gegen diese sogar von unabhängigen, quasi mittellosen Individuen zu enttarnende Propaganda? Wo sind die Politiker, die den “Krieg gegen den Terror” öffentlich hinterfragen? Wie lange soll denn noch geschwiegen werden?

Widerstand bedeutet, eben NICHT mitzuschwimmen.

Kommentar von DaRockwilda am 25. Mai um 12:47 Uhr

@Bruce:

“Wo sind die Journalisten, die rebellieren gegen diese sogar von unabhängigen, quasi mittellosen Individuen zu enttarnende Propaganda?”

Zum Beispiel im Guardian, Brian Whitaker.

“Wo sind die Politiker, die den “Krieg gegen den Terror” öffentlich hinterfragen?”

Daniel Neun von Radio Utopie, wurde dann wegen “Parteischädigendes Verhalten, intern und in der Öffentlichkeit” für 1 Jahr von allen Ämtern ausgeschlossen innerparteilich.

Zum eigentlichen Kern: Die Massenmedien als Ganzes haben versagt und das Volk verraten. Aber es wird keinen Umsturz geben, bei dem die Massenmedien über Nacht durch unabhängige Medien ersetzt werden. Stattdessen wird es ein gradueller Vorgang sein, und das Schrumpfen der MSM-Redaktionen ist der erste Schritt.
Aber am Ende dieses Vorgangs werden diejenigen in den MSM immer noch arbeiten, die gute Arbeit leisten.

Mein Einwurf ist nicht so gemeint, dass man Lügnern in den MSM dieses nicht auch aufs Schärfste um die Ohren schlagen sollte. Sondern dass man nicht pauschalisiert ala “wir guten unabhängigen Medien gegen die bösen MSM”.

Der “Kampf” soll nicht weniger stark geführt werden, nur soll er nicht blind geführt werden.

Kommentar von bruce1337 am 25. Mai um 12:55 Uhr

Ok, ganz deiner Meinung.

Ist echt schade, dass immer nur einzelne vortreten, so dass dann an ihnen ein Exempel statuiert werden kann — siehe z.B. Rosie O’Donnell. Hätten sich einige Promis mit ihr solidarisiert, wären die nicht mehr so leicht zu diffamieren gewesen.

“Ich bin Spartakus. Nein, ich bin Spartakus”

Kommentar von DaRockwilda am 25. Mai um 13:06 Uhr

@Bruce:

Vielleicht interessiert dich das hier:

http://politblog.net/medien/wa.....-heute.htm

Was den Unterhaltungssektor (Rosie etc.) angeht, ist auch folgende Vorgehensweise denkbar: Eine Organisation/Gruppe unterhält eine stets aktuelle Liste aller Promis und bewertet diese nach politischen Aussagen etc. Und dann müssten so viele Konsumenten wie möglich ihr Kauf-/Konsumverhalten nach dieser Liste ausrichten. Ganz wichtig ist, dass diese Konsumenten dies dann auch nach “oben” kommunizieren: Nicht einfach irgendwelche Filme nicht mehr anschauen, sondern aktiv sein und publik machen, warum genau man dies und das jetzt nicht konsumiert oder eben doch konsumiert.

Einfaches Beispiel, alle 9/11-Skeptiker gehen in den nächsten hypothetischen Film mit Rosie, skandieren warum sie das tun, sprechen andere Kinogänger darauf an und tragen T-Shirts mit entsprechenden Aussagen. Wenn Rosie ein Kassenschlager ist, dann wird es immer Produzenten geben die sie anstellen, denn denen gehtws immer noch ums Geld.

Kommentar von Bagdad Café am 25. Mai um 13:13 Uhr

@t.error

mensch, wer hat denn da steini falsch informiert? das hat man davon, wenn man einem finanzmann solche vertraulichen infos zukommen lässt.

ich habe mir eine ganz einfache Erklärung dafür zurechtgedacht, denn was Zahlen angeht, hat ‘Steini’ auch anderweitig so seine speziellen Methoden :

man hat ihm ‘digital’ eine 11 übermittelt (vulgo: analog/dezimal 3) und er hat vergessen, das richtige t.error-Filter dazwischenzuschalten, als er seine Kompetenz unter Beweis stellen wollte. So blieb es halt bei den beiden Einsen. Eine nette Geschichte, wie viele, die uns derzeit so erzählt werden, finde ich.

Kommunikationsfehler (ein Mann, zwei Pässe, siehe oben) passieren offenbar überall, wo Verwirrung gestiftet werden soll. Es gibt ja auch die Ansicht, es käme immer nur darauf an, was hinten rauskommt. In diesem Sinne gebe ich hiermit meine Geruchsprobe schon einmal ab.

Kommentar von Kay-Uwe am 25. Mai um 13:56 Uhr

@ bruce1337 auf Deine Fragen:

Wo sind die Journalisten, [...] Wo sind die Politiker, die den “Krieg gegen den Terror” öffentlich hinterfragen? Wie lange soll denn noch geschwiegen werden?

In diesem Interview mit Herrn B. Hirsch (FDP) aus der Süddeutschen, das meiner Ansicht nach sehr interessant ist, spricht wengistens mal ein Politker offen aus, was viele von uns denken.

Das Interview zeigt, dass in Deutschland Hopfen & Malz wenigstens noch nicht ganz verloren zu sein scheinen und das es noch Hoffnung gibt. Schade, dass es nicht mehr solcher Leute in der Politik gibt!

Kommentar von bruce1337 am 25. Mai um 15:01 Uhr

Dankeschön Rockwilda und Kay-Uwe für die hoffnungspendenden Links — bringt mich wieder zum Punkt zurück, dass die ******** Massenmedien nicht nur auf Seite 12 im Kleingedruckten der dringenden Diskussion ein Lippenbekenntnis geben, sondern ganz vorne und zur Primetime. Aber da steht ja was vom Terroranschlag…

Der Riefenstahl-Artikel ist klasse! Bitter, wie kontemporär ihre Argumente klingen — erinnert mich an den Schock, die Flugblätter der Weißen Rose das erste mal zu lesen. Anstatt die Apathie anzuklagen und dagegenzuwirken wurde das 3. Reich irgendwie total verklärt und vor allem dazu instrumentalisiert, seine Opfer — oder besser die, die vorgeben sie zu vertreten –zu immunisieren. Doll.

Jedenfalls wäre es sinnvoll, den Worten der Weißen Rose und Riefenstahls mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, wenn es die Historiker schon nicht tun!

Kommentar von Ludovico am 25. Mai um 18:48 Uhr

Schon interessant, welcher Aufwand hier betrieben wird, um muslimischen Terror als ein Werk westlicher Geheimdienste darzustellen.
Da werden aus der sensationsgeilen Berichterstattung in den Medien mit akribischer Gewissenhaftigkeit selbst die kleinsten, sich aus schlampigem Journalismus ergebenden Widersprüchlichkeiten herausgefiltert und als Indizien für eine groß angelegte Propagandalüge gedeutet.
Ausgesprochen wird das natürlich so nicht, aber mit der ganzen Fragerei zu unbedeutenden Details (”Wieso ist der Soldat neben dem Verwundeten in bester Verfassung?” - Vielleicht weil er sich zum Zeitpunkt der Explosion nicht neben dem Verwundeten befand?) und der Kommentierung der Umstände des Anschlages als “interessant”, “erstaunlich” oder “seltsam” wird genau diese Bild gezeichnet.
Viele der angeblichen Ungereimtheiten, die dabei “aufgedeckt” werden, wirken arg an den Haaren herbeigezogen; beispielsweise die Tatsache, dass der Tatort bereits wenige Stunden nach dem Anschschlag völlig leergeräumt war und es die Afghanen offensichtlich unterlassen hatten, mit deutscher Gründlichkeit den Tatort zu begehen und die Spuren zu sichern.
Ebenso die falsche Uhrzeit im Bekennerschreiben der Taliban: ein solcher Fehler kann viele Ursachen haben - die Inkompetenz dämlicher westlicher Geheimdienstmitarbeiter, die den Taliban ein Verbrechen unterschieben wollen und dabei die Sommerzeit mit der Normalzeit verwechseln, ist aber wohl die denkbar unwahrscheinlichste .
Dass die falsche Uhrzeit von jemandem stammt, der zwar nicht in Afghanistan lebt, aber die mediale Propagandaarbeit für die dortige Terroristenbrut betreibt, scheint dem Autor wohl nicht in den Sinn gekommen zu sein …
Egal, der einzige Zweck des ganzen Artikels scheint ohnehin nur der zu sein, das dünne Süppchen vom false-flag-Terrorismus wieder mal aufzuwärmen.
Abgesehen von der Aussage eines angeblichen Ex-Kollaborateurs und Angaben des syrischen Geheimdienstes, der anscheinend über jeden Zweifel erhaben ist, gibt’s zwar keinerlei Anhaltspunkte für diese wahnwitzige Verschwörungstheorie, dennoch scheint kein Detail zu banal zu sein, um nicht als weiteres vermeintliches Indiz dafür herhalten zu müssen.
Für einen vernünftig denkenden Menschen müsste im konkreten Fall eigentlich schon die Frage des cui bono das ganze Gedankengebäude zum Einsturz bringen, da eigene Opfer ganz gewiss nicht die Kriegslust erhöhen.

Um meine Kritik an dem ganzen paranoiden false-flag-Geschwafel zusammenfassend auf den derben Punkt zu bringen:
Wenn etwas aussieht wie Scheisse und riecht wie Scheisse, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich auch um Scheisse.

Kommentar von Egon am 26. Mai um 10:58 Uhr

Heute morgen in der MZ (Mitteldeutsche Zeitung) Seite 15,als Soldat in Afghanistan, berichtet ein Berufssoldat vor einer vierten Klasse wie es so ist in Afghanistan (Ortschaft Mazar-Escharif im Norden des Landes ). Er sei für Logistig zuständig, zur Beschaffung von ” Vom Trinkwasser über Schrauben bis hin zum Kühlaggregat und Panzermotoren-das müsse bestellt,gelagert und verteilt werden!”
In den Nachrichten von ARD,ZDF RTL… wurde ausgesagt,daß die Bundeswehrangehörigen auf dem Markt waren um einen Kühlschrank zu besorgen(kaufen)!
Ja, was denn nun,kommt doch alles aus Deutschland! ODER??!!

Frohe Pfingsten noch

Kommentar von Florian Horváth am 26. Mai um 14:08 Uhr

BITTE EINSCANNEN UND MIR PER MAIL SCHICKEN! UNBEDINGT!

@Mods/Admins: Bitte schreibt Egon eine Mail und fragt ihn notfalls danach. Das ist sehr wichtig!

Kommentar von Sitting-Bull am 26. Mai um 16:07 Uhr

@ Ludovico: Des ist ja genau unsere Reden. Wenn es eine lange Historie von False Flag Terror bzw. inszenierten Ereignissen des “Problem Reaction Solution-Schematas” gibt, angefangen mit chinesischer Kriegslisttechnik, über die USS Maine, die Ermordung des österreichischen Kronprinzen, die Lusitania, des Reichstagsbrand, dem Überfall auf den Sender Gleiwitz, Pearl Harbor, dem King David Hotel, der Lavon Affair, der OP Northwoods, der USS Liberty, dem Golf of Tonkin Incident, dem Celler Loch, der Ermordung Barschels, der Brutkastenlüge, den angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), sollte man alles tun, um alle Ungereimtheiten bez. Terrors auf den Grund zu gehen.

Es schreit bei der Motivlage ja geradezu danach, den Terror selbst zu inszenieren, um die gewünschten Ergebnisse zu bekommen.

Kommentar von G@nseblümchen am 26. Mai um 16:14 Uhr

@Florian Horváth: Ist die Hysterie nicht wert, Herr Sander dürfte im Bereich S4 tätig sein, d.h. er versorgt seine Einheit mit allen DIENSTLICHEN Belangen. Wenn aber jemand privat (etwa in der Unterkunft) einen Kühlschrank haben möchte, dann ist das sein Problem. Haben wir auf diversen Auslandseinsätzen immer so gehandhabt.

Der Vollständigkeit halber hier der angeführte Artikel: http://tinyurl.com/3ybp2o

Kommentar von derhans am 26. Mai um 18:04 Uhr

Das interessanteste an dem Artikel ist zu sehen, wieviele hier in den Kommentaren den manipulativen Charakter der Massenmedien verteufeln, und gleichzeitig den Inhalt des Artikels ungeprüft und ohne ihn zu hinterfragen als die reine Wahrheit feiern.

Zum Artikel:

1. Abweichung in der Presseberichtserstattung kann man denke ich überwiegend mit der unklaren lage vor ort begründen, ich weiß nicht wer da wo informationen an wen gibt, wer schonmal bei einen Autounfall dabei war, der weiß das hinterher auch jeder was anderes gesehen hat.

2. Abweichende Meldungen über die Opferzahl unter der Afghanischen Zivilbevölkerung erklären sich damit, dass sich tatsächlich kaum jemand ernsthaft dafür interessiert vor allen nicht in Deutschland, sind ja “nur” Afghanen

3. Vorwissen von Regierungskreisen in Afghanistan halte ich nicht nur für möglich sondern für höchst wahrscheinlich. Zwischen den jetzigen so wie ehemaligen Machthabern gibt es dort allerhand Seilschaften, vor allen auf regionaler/lokaler ebene

4. Vorwissen der Medien in Afghanistan aber auch in Deutschland halte ich nicht für ausgeschlossen. Bei der reisserischen und rücksichtslosen Berichterstattung einiger Medien in Deutschland, nicht nur der BILD, traue ich da einigen durchaus zu, für ne “geile Story” ein paar Menschen über die Klinge springen zu lassen

5. Zum Video: Entweder wird nicht das vollständige Video gezeigt, oder der Kameramann wurde vor Ort daran gehidert mehr zu filmen, ich halte die erste Version für nicht unwahrscheinlich

6. Das Aufnahmen von mehreren Ereignissen zusammengeschnitten werden, ohne Hinweis darauf, ist nicht unüblich, genauso wie Fotos, die ein anderes Ereignis zeigen als das, über das gerade berichtet wird. Ziel sind möglichst spektakuläre Aufnahmen oder überhaupt aufnahmen, wenn man keine oder nur sehr schlechte hat.

7. Zur Frage ob die Taliban den Anschlag verübt haben: Vielleicht, vielleicht auch nicht. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass nach Anschlägen immer zuerst der offensichtlichste “Feind” beschuldigt wird, weil es denen die Öffentlichkeit am ehesten zutraut. Oft spielt der “Feind” auch noch mit, in dem er sich pauschal zu dem Anschlag bekennt, um Handlungsfähigkeit zu Beweisen. Der Anschlag kann auch genauso gut von irgendwelchen Kriminellen Banden oder lokalen Milizen verübt worden sein. Die Taliban haben sich dann evtl. dazu bekannt, um ihre Gefährlichkeit zu beweisen, da von ihrer groß angekündigten Frühjahrsoffensive mit tausenden Anschlägen nicht wirklich was zu sehen war.

8. Uhrenproblem: Zu der Uhrendifferenz fällt mir gerade nicht viel ein, außer das da irgendwer zu blöd zum umrechnen war, der Fehler kann aber an allen möglichen Stellen und sogar ganz ohne böse absicht passiert sein.

9. Aufgeräumter Tatort:
Die naheliegenste Erklärung für den Unterschied zwischen den beiden Bildern ist, dass die Beiden Bilder nicht den gleichen Ort zeigen. der Tatort ist zu dem Zeitpunkt möglicherweise noch nicht aufgeräumt, aber höchstwahrscheinlich abgesperrt. Da nimmt man halt irgendein Bild aus Kunduz, irgendein Bild ist besser wie kein Bild

9. Wer profitiert von dem Anschlag?
Zuerst alle die jenigen, die einen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan fordern, denen wurden neue Argumente gegeben, dass hat auch die anschließende Diskussion in den Medien gezeigt. Dann noch Leuten, die unreflektiert aus gut recherschierten Ungereimtheiten wüste Verschwörungstheorien aufbauen. Die 900 Mio extra, die Jung als Mehrbedarf angemeldet hat, bekommt er aufgrund des Anschlags sicher nicht, zumal das öffentliche Interesse an dem Anschlag schon wieder nahezu bei null angekommen ist. Außerdem glaube ich, dass dieser Mehrbedarf in erster Linie angedacht ist, um völlig marode Kasernen zu renovieren, wie es der BW Verband fordert.

Kommentar von Florian Horváth am 26. Mai um 20:03 Uhr

@Gänseblümchen:

Habe leider kein Abo :). Aber was du sagst, stimmt absolut. Aber es ist halt genau die Frage, ob im privaten Rahmen eingekauft werden sollte oder nicht. Find den Hinweis trotzdem gut. Schließlich soll es ja auch eine Dokumentation sein, die alle Seiten beleuchtet.
 

@Ludovico:

Habe ich irgendwo geschrieben, dass es eine Propagandalüge ist oder gar eine “Verschwörung”? Ich lasse soetwas nirgends anklingen und diese kleine Doku hat auch keinen konspirativen Charakter, sondern analysiert ganz einfach, was alles behauptet und anschließend sogar zur Wahrheit umgeschrieben wird.

Viele der angeblichen Ungereimtheiten, die dabei “aufgedeckt” werden, wirken arg an den Haaren herbeigezogen; beispielsweise die Tatsache, dass der Tatort bereits wenige Stunden nach dem Anschschlag völlig leergeräumt war und es die Afghanen offensichtlich unterlassen hatten, mit deutscher Gründlichkeit den Tatort zu begehen und die Spuren zu sichern.

Ich habe das nicht an den Haaren herbeigezogen. Spiegel TV stellt es doch so dar. Bei den restlichen Fragen wie zum Beispiel, warum eine Kamerateam zum Tatzeitpunkt anwesend war oder warum der Gouverneur der Region von Terroristen wusste, aber sie gleichzeitig nicht gestoppt werden konnten, obwohl ja angeblich das “Terrornetzwerk” zerschlagen wurde, erkennt man eigentlich, dass hier vieles nicht stimmen kann.
 

Zu deiner Äußerung “Terroristenbrut” sei dir eins gesagt:
Wenn du um den Betrug des 11. September 2001, über die immer misslungenen Demokratieversuche (weil das dort die wenigsten kennen), den Opiumhandel und die weit verstreute Korruption bescheid weißt, dann sollte wohl kaum die Frage auftauchen, ob es Terroristen waren, sondern ob es das normale Volk war, das in Afghanistan womöglich unterdrückt wird! Am wahrscheinlichsten ist aber auch, dass es vielleicht Schergen des Drogenhandels waren, die zuvor vom Militär Einhalt geboten bekamen und um ihren Einfluss kämpfen.

Auch deine restlichen Argumente erscheinen mir als eine Art Weg, den Artikel in den Schmutz zu ziehen, was er aber keinesfalls ist.
 

@Hans:

Zum 7. Punkt sei erwähnt, dass ich weder an die Macht der Taliban, noch überhaupt an die so große Existenz von ihnen glaube, wie es in Deutschland erzählt wird. Eher Drogenbarone oder korrupte Behörden. Am Ende verdienen unsere Besatzungsmächte fein mit und müssen es deshalb auch hier und da mal jemand anderem in die Schuhe schieben.

Zum 9. Punkt sei gesagt, dass es HUNDERTPROZENTIG der selbe Ort ist. Schau dir diesbezüglich genau das Video mit dem verwundeten Soldaten an, anschließend das Video vom Spiegel und such dir notfalls noch Artikel, die Bilder zum Attentat in Kunduz haben. Es ist definitiv der selbe Ort. Und eine Absperrung sind man nichteinmal beim Kameraschwenk auf die Straße. Entweder war Spiegel-TV einen Tag später dort oder aber die Behörden haben nur die Verletzten und Toten abtransportiert und anschließend lapidar behauptet, es wären die Taliban gewesen.

Dass der Anschlag in Kunduz mittlerweile denen Argumente liefert, die die Truppen dort nicht gerne sehen, ist klar. Vielleicht denken sich auch korrupte Behörden oder Drogenhänder, dass sie so die Militärs wegbekommen. Bisher erkenne ich um die Afghanistandiskussion zwar die Ablehnung des Krieges, bisher hat sich aber in Bezug auf die militärische Präsenz noch nichts geändert und wird sich auch womöglich nichts in nächster Zeit. Im Gegenzug arbeiten gerade einige an der Argumentation der militärischen Intensivierung.

Deine restlichen Gedankengänge sind sehr interessant und durchaus vertretbar. Danke für zum ersten Mal sinnvolle Kritik an dem Artikel!
 

Im übrigen sei auch nochmal das Statement von Hans aufgegriffen. Mir geht es hier nicht um die Polarisierung von Meldungen oder darum, eine Verschwörungstheorie aufzubauschen. Ich wollte nur über die Unstimmigkeiten berichten, die ja wohl katastrophal sind. Deshalb belege ich meine Argumente auch im Gegensatz zur Tagesschau mit Quellen. Sollte jemand anderer Meinung sein oder etwas wissen, das nicht ins Bild meiner Recherchen passt, dann immer her damit. Schließlich geht es nicht um Polemik, sondern um die Wahrheit!

Kommentar von derhans am 27. Mai um 13:11 Uhr

@Florian:
Nix zu danken, gerne wieder :)

Das irgendwelche Drogenbosse oder lokale Milizen zumindestens für die Ausführung des Anschlags verantwortlich waren halte ich für die naheliegendste Lösung, vermutlich auch für die Planung etc. Die Taliban springen dankbar auf den Zug auf, und können den Anschlag für sich verbuchen, die tatsächlichen Täter halten den Mund, da sie zu zeit vergleichsweise Ruhe vor den ausländischen Soldaten haben, und auch wollen dass das so bleibt. Da niemand in Afghanistan, insbesondere reional oder lokal, irgendwas zu melden hat, wenn er diversen “Warlords”, Drogenbossen und Milizenführern nicht in den Kram passt, sorgen die Behörden vor Ort dafür, dass schnell aufgeräumt und nur alibimäßig ermittelt wird, die Drahtzieher kennt man, will denen aber nicht an die Karre pissen.

Außerdem möchte ich an dieser stelle noch festhalten, dass ich es für richtig halte, dass die ausländischen Truppen zur Zeit in Afghanistan bleiben, weil egal was man von der Intervention und dem Vorgehen in Einzelfällen hält, wenn die ausländischen Truppen abziehen, ist klar was in Afghanistan passiert, ein neuerlicher Bürgerkrieg ist dann unvermeidbar. Und das kann nicht das Ziel sein.

Kommentar von zartbitter am 27. Mai um 19:03 Uhr

@hans

Das interessanteste an dem Artikel ist zu sehen, wieviele hier in den Kommentaren den manipulativen Charakter der Massenmedien verteufeln, und gleichzeitig den Inhalt des Artikels ungeprüft und ohne ihn zu hinterfragen als die reine Wahrheit feiern.

Seltsame Aussage. Florian weist auf Unstimmigkeiten in der Medienlandschaft hin, die Leute hier bedanken sich für seine Mühe, sie ergänzen etwas und du hast jetzt was genau zu bemängeln?
Dass Massenmedien einen manipulativen Charakter haben streitest du ab? Und welcher Teil von Florians Artikel ist ungeprüft/unhinterfragt und als reine Wahrheit gefeiert worden und von wem?

Etwas anderes.
Was mich besonders an den Meldungen über Anschläge nervt, ist die Berichterstattung über die vermeintlich “objektive Aktion” oder den “objektiven Tathergang”. Das liegt einfach daran, dass keine Objektivität existieren kann. Dieser Anschlag hat das nochmal gut verdeutlicht. Einige Berichte berufen sich auf “Angaben des Verteidigungsministers”, andere auf Soldaten vor Ort, weitere auf Augenzeugen aus der Zivilbevölkerung uvm… und die meisten dieser vielen (sujektiven) Quellen haben verschiedene Täter,Zeitpunkte,Tathergänge usw.
Was bedeutet das? Dass der/die Täter “eindeutig” identifiziert sind, weil der Verteidigungsminister entscheidet welcher Quelle Vorzug gegeben wird?
Wenn eine Bombe im Irak, Afghanistan oder Osttimor hochgeht, gibt es eine Agenturmeldung des jeweiligen Landes mit Quellenangabe: “nach Angaben des Militärs”. Und schon bekommen wir “objektive” Meldungen präsentiert: Islamisten, Extremisten..

Kommentar von zartbitter am 27. Mai um 20:00 Uhr

Außerdem möchte ich an dieser stelle noch festhalten, dass ich es für richtig halte, dass die ausländischen Truppen zur Zeit in Afghanistan bleiben, weil egal was man von der Intervention und dem Vorgehen in Einzelfällen hält, wenn die ausländischen Truppen abziehen, ist klar was in Afghanistan passiert, ein neuerlicher Bürgerkrieg ist dann unvermeidbar. Und das kann nicht das Ziel sein.

Um deine prophetischen Einsichten beneide ich dich.
Und weil es in Afghanistan und mittlerweile auch in Pakistan mit immer grösseren Schritten bergab geht: Zivilgesellschaft, Staatswesen, Wirtschaft, Demokratiepflänzchen sind weitestgehend am zusammenbrechen und der grassierende Anti-Amerikanismus (dank gigantischer Kolleteralschäden) zur landesweiten Anti-westlichen Stimmung mutiert müssen die “Friedenstruppen” ihr Engagement verstärken. Genau.

Kommentar von undercoverbuster am 27. Mai um 20:47 Uhr

Die Taliban springen dankbar auf den Zug auf, und können den Anschlag für sich verbuchen, die tatsächlichen Täter halten den Mund, da sie zu zeit vergleichsweise Ruhe vor den ausländischen Soldaten haben, und auch wollen dass das so bleibt.

Es sollte an dieser Stelle nochmals daran erinnert werden, daß kein Mensch genau weiß, wer sich hinter der Bezeichnung “Taliban” derzeit wirklich verbirgt. Wie nemetico richtig geschrieben hat: die Taliban von 1995 können es eindeutig nicht sein, denn bei diesen “Taliban” handelte es sich um eine Privatarmee des ISI und der CIA. Insofern ist es auch VÖLLIG MÜSSIG, darüber zu spekulieren, was “die Taliban” denn wohl möglicherweise beabsichtigen oder “verbuchen” könnten.
Allein schon die Tatsache, daß der Begriff “Taliban” von Polittik und Systempresse im Sinne von “der Satan” verwendet wird, sollte hinreichend gegen leichtfertige Verwendung dieses Begriffes immunisieren. Auch für die katholische Kirche des Mittelalters und der frühen Neuzeit war “der Satan” synonym für alles, was man irgendwie mit Krieg und Verfolgung überzog: Mordet, stechet, der Herr wird die Seinen schon erkennen.

Kommentar von Hörman am 28. Mai um 14:57 Uhr

Wie nemetico richtig geschrieben hat: die Taliban von 1995 können es eindeutig nicht sein, denn bei diesen “Taliban” handelte es sich um eine Privatarmee des ISI und der CIA.

Das sich die Taliban innerhalb der letzten 12 Jahre von der personellen Zusammensetzung verändert hat, dürfte klar sein. Ich sehe jedoch keinen Grund dafür, daran zu zweifeln, dass sie in ihren Zielen, der Beherrschung des Landes und der Wiedererrichtung eines fundamentalistischen Staates auf der Grundlage der Scharia, eine Änderung vorgenommen haben.

Es kann weiterhin als erwiesen angesehen werden, dass sich die Taliban ins pakistanische Grenzgebiet begaben, in dem der Einfluß von Präsident Musharraf, nach anfänglichen Eingreifen durch die pakistanische Armee, gering ist (auch durch das Abkommen von Miranshah [vgl. pdf: http://swp-berlin.org/de/commo.....et_id=3342).

Die herausragende Rolle, die der CIA beim Aufbau der Taliban zugeordnet wird, konnte ich bisher nirgends glaubhaft bestätigt finden. Vielmehr ist von einem Aufbau durch den pakistanischen Geheimdiemnst ISI auszugehen. Weiterhin läßt sich, wie bereits an anderer Stelle beschrieben, davon ausgehen, dass Musharraf die Kontrolle und den Rückhalt in Teilen des Geheimdienstes und der Bevölkerung längst verloren hat. Als Ursache ist hierbei die enge Kooperation mit den Amerikanern in Folge des 11.Sept zu sehen.

Kommentar von zaphodia am 25. Juni um 11:15 Uhr

Vorneweg, auch wenn ich im folgenden relativ harsche Kritik am Artikel übe, möchte ich doch die Recherchemühen loben, insbesondere die Darstellung widersprüchlicher Medienberichterstattung. Der Inhalt eignet sich als Medienkritik, gibt aber wenig für die zwischen den Zeilen zu lesende Hypothese einer false flag operation her.

“Nach Recherchen von Bild-Redakteuren hatten die Attentäter angeblich während der 30-minütigen Fahrt der Soldaten schon afghanische TV-Sender informiert. [...] Natürlich wurde aufgrund der Brisanz dieser Tatsache der Spiegel zur Gehirnwäsche herangezogen. In ihm dementiert man die Vorabinformation des Fernsehsenders”

Hier wird also eine Meldung von BILD (!) zur Tatsache und das Dementi des Spiegel zur Gehirnwäsche erklärt. Schwache Leistung und ähnlich manipulativ, wie die kritisierte Berichterstattung.

“Weil bisher mehrfach darüber berichtet wurde, dass die USA selbst Anschläge unter falscher Flagge im Irak durchführte, sollte man sich desweiteren fragen, ob es nicht auffällig ist, dass ein amerikanischer Convoy durch die afghanische Stadt Gardez rollt und es kurze Zeit später knallt.”

Was ist daran auffällig? Oder anders gefragt: Wieso sollte es auf keinen Fall knallen, wenn ein amerikanischer Convoy durch Gardez rollt? Oder sitzen wir alle einer riesigen Show auf und in Afghanistan gibt es gar keinen Krieg?

“Der Anschlag hat dem einen Strich durch die Rechnung gemacht und der militärische Einsatz erhält also leider wieder Aufwind.”

Kann das auch irgendwo belegt werden?

“Erstaunlicherweise forderte der deutsche Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung vier Tage vor dem Anschlag in Kunduz fast eine Milliarde Euro mehr für sein Ministerium.”

Erhält er sie jetzt dank des Anschlags?

“Ebenso werden die Toten, die sich in unmittelbarer Nähe befanden, kaum gegen die Täter aussagen können.”

Das ist immer so, daß Ermordete gegen ihre Mörder nicht mehr aussagen können. Die Kurzschlußfolgerung:

“Dieser Fall wird wahrscheinlich nicht ausreichend geklärt werden, aber vielleicht geht es genau darum…”

ist dadurch nicht plausibler.

“Also machen Sie sich ans Werk und fälschen ein Bekennerschreiben. Anders kann man es nicht erklären, dass sich die Taliban laut Deutscher Presseagentur zu einem Attentat bekannt haben, dass laut ihren Angaben gegen 11:00 Uhr stattgefunden haben soll.”

Soso, anders kann man es nicht erklären. Ob das vlt. nur an der eingeschränkten Phantasie des Autors liegt?
Hier mein Vorschlag (weitere Möglichkeiten sind denkbar - TATA not TINA): Die lokalen Helfershelfer melden um ca. 10:30 afghanischer Zeit die Ausführung des Anschlags an den erwähnten Talibansprecher Zabeeullah Mujahed nach Pakistan. Der sieht auf die Uhr (in Pakistan ist es nämlich 11 Uhr, da eine halbe Stunde voraus), telefoniert mit Reuters und setzt eine Nachricht auf die eigene Homepage. Ist reine Spekulation, genau wie der Teil im Artikel.

“Wie durch ein Wunder waren sie schon Samstag Mittag dort. Also nichteinmal 2 Stunden nach dem Anschlag. Mal davon abgesehen, dass auch hier die Reporter hellsehen konnten”

a) Mittag ist umgangssprachlich gewöhnlich keine präzise Zeitangabe für 12 Uhr, sondern kann großzügig gerechnet für einen Bereich von 11-15 Uhr stehen
b) Wieso sollten die Reporter hellsehen können müssen, um innerhalb von mehr oder weniger als 2 Stunden am Tatort zu sein? Für gewöhnlich sollte es in jeder Stadt (von Megacities mal abgesehen) möglich sein, innerhalb dieser Zeit jeden Tatort zu erreichen, wenn man sich schon in der Stadt aufhält.

Daher mein Vorschlag:
Ruhig bei den Fakten bleiben, aber nicht wild herumspekulieren, das schadet der Glaubwürdigkeit.

P.S.: Laut Focus (und anderen Medien) gibt es mittlerweile ein Bekennerschreiben zu Diekmanns Auto.

Kommentar von Fahrenheit am 25. Juni um 11:48 Uhr

Laut Focus (und anderen Medien) gibt es mittlerweile ein Bekennerschreiben zu Diekmanns Auto.

Huch, was ist denn das im Focus?
Wird da etwa eine deutsch - linke Alkaida kreiert?
So liest sich jedenfalls der Text vom Focus.

Kommentar von Medienfälschungen über Tibet und Kundus-Attentat 2007 | Radio Utopie am 2. August um 22:29 Uhr

[...] “Die Attentate von Kunduz - Ungereimtheiten und Fragen” [...]

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