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Auch hinter "Fatah Islam" stecken die USA

Aus den Reihen der Massenmedien ist dieser Tage von Kämpfen im Libanon zu hören:


“Die libanesische Regierung gab den Streitkräften freie Hand im Kampf gegen die Fatah Islam. Deren Kämpfer drohten mit einem Bürgerkrieg im ganzen Land, falls die militärische Belagerung nicht eingestellt werde.

Das libanesische Kabinett beschloss ein hartes Vorgehen gegen die palästinensische Miliz, der Verbindungen zur al Qaida nachgesagt werden. Man müsse “das terroristische Phänomen beenden, das den Werten und der Natur des palästinensischen Volkes fremd ist”, sagte Informationsminister Ghasi Aridi nach einer Krisensitzung gestern abend.”



Wie Recht Herr Aridi doch hat, wenn nur der Spiegel verstehen würde was er meint. Denn während dieser einmal mehr die alte Phantomtruppe Al-Kaida auspackt, dieses Mal zwecks Diskreditierung der Palästinenser, ist “Fatah Islam” tatsächlich nicht palästinensischer Natur: Es ist eine Koproduktion zwischen den USA und Saudi-Arabien. Dies berichtet Seymour Hersh, der amerikanische Journalist der auch Abu Ghraib an die Öffentlichkeit gebracht hatte:


“Letzten März berichtete Seymour Hersh, dass die Nahostpolitik der USA von nun an den Kampf gegen den Iran, Syrien und deren schiitische Verbündete um jeden Preis zum Ziel hatte, auch dann wenn dies durch die Unterstützung von fundamentalistischen sunnitischen Jihadisten erreicht würde.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Politikwechsels war eine Übereinkunft zwischen Vizepräsident Dick Cheney, dem Vize-Sicherheitsberater Elliot Abrams (beide Mitglieder des PNAC) sowie Prinz Bandar bin Sultan, dem saudischen Sicherheitsberater. Demnach sollten die Saudis insgeheim die sunnitische Gruppe Fatah al-Islam im Libanon finanzieren, damit diese ein Gegengewicht zur schiitischen Hisbollah bildet.

Hersh weist darauf hin, dass die aktuelle Situation sehr der Situation während dem Konflikt im Afghanistan der 80er Jahre ähnelt. Dieser Konflikt war die Geburtsstunde von Al-Kaida, mit den selben Leuten aus den USA und Saudi-Arabien involviert und der ‘gleichen Vorgehensweise’, also der Benutzung von Jihadisten durch die USA, von denen die Saudis behaupteten sie könnten sie kontrollieren.

Als Hersh gefragt wurde warum die amerikanische Regierung etwas tun würde das eigentlich den eigenen Interessen so entgegenwirkt, antwortete er dass seit dem von Israel geführten und verlorenen Krieg im letzten Sommer ‘die Furcht vor Hisbollah in Washington, besonders im Weißen Haus, gewachsen ist’.

Daraus resultierend würde die Bush-Regierung nicht mehr länger rational handeln. ‘Wir sind dabei, die Sunniten überall wo wir können gegen die Schiiten zu unterstützen. Wir sind dabei, konfessionsbegründete Gewalt zu erschaffen’.”



Immerhin macht Hersh im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen seinen Job und deckt solche Dinge auf, aber er scheint den “gorilla in the room” nicht zu sehen, die eine Offensichtlichkeit:

Die Hisbollah stellt für die USA keine Gefahr dar. Sehr wohl stellt die Hisbollah für Israel eine Gefahr dar, und zwar eine sehr akute. Israel war wie gesagt letzten Sommer nicht in der Lage, trotz rücksichtslosem Vorgehen auch gegen zivile Strukturen und Personen der Hisbollah einen entscheidenden Schlag zu versetzen. Nicht die USA haben seitdem Angst vor der Hisbollah, sondern Israel.

Aber vielleicht klang für Hersh ja die Idee realistisch, dass die Hisbollah mit ihren Kassam-Raketen Washington oder New York aufs Korn nimmt.

Natürlich ist dieses aufrüsten einer “Fatah Islam” reinstes divide et impera, bei dem wie von Hersh beschrieben die unterschiedlichen muslimischen Konfessionen aufeinandergehetzt und die libanesische Gesellschaft gespalten werden soll. Aber wichtigster Zweck bei der Schwächung der Hisbollah ist nicht der Schutz der USA, sondern der Schutz Israels. Und Israel hat nebenher den Vorteil, dass mal wieder die Palästinenser diskreditiert werden. Ist doch die “Fatah Islam”, oder das will uns zumindest der Spiegel glauben machen, im Umfeld eines palästinensischen Flüchtlingslagers innerhalb des Libanon entstanden.

Ob nun Israels Mossad aktiv mit den amerikanischen und saudischen Diensten in der Sache zusammenarbeitet oder ob Israel nur profitierend beobachtet, das herauszufinden wäre eine Aufgabe für den stets gut informierten Hersh.

DaRockwilda
Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, den 23. Mai 2007 von DaRockwilda geschrieben und in die Kategorie Krieg, Militär, Terrorismus eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Oberstleutnant Sanftleben am 23. Mai um 05:42 Uhr

Wie lebt sich eigentlich so ein Leben in ständiger Paranoia und Ingnoranz?

Ich glaube Sie leiden sehr darunter nicht ernstgenommen zu werden. Sie sind ja auch nicht fähig sich einem kritischen Diskurs zu stellen - in Ihrem Forum sind großteils lediglich Ihnen zustimmende Postings erlaubt.

In aller Ernsthaftigkeit würde ich Ihnen dringend empfehlen einen Therapeuten Ihres Vertrauens aufzusuchen.

Kommentar von Florian Horváth am 23. Mai um 06:35 Uhr

@Oberstirgendwas: Leidet man Ihres Erachtens weniger an Paranoia, wenn man an die Verfolgung durch extrem-islamisch-fanatisch-radikaler Turban-Religionskrieger glaubt?
 

@ALL: Bitte durchlesen. Es hat die letzten Tage sehr viel Mühe und Zeit gekostet: http://www.florian-horvath.de/blog/?p=127

Kommentar von jacomo am 23. Mai um 06:54 Uhr

@oberstleutnant sanftleben

du solltest zuerst sinn und bedeutung von worten herausfinden, bevor du sie anwendest.
ob oder nicht ‘rock paranoid ist, unterliegt wohl kaum deiner allgemeinen inkompetenz.
und waere er ignorant, wuerde er tun was du tust, und zwar information als paranoid und ignorant bezeichnen.

aussagen, wie die -’ernsthaft dringende empfehlung eines therapeuten ihres vertrauens’-, kenne ich zur genuege, von leuten deines ‘kalibers’. (knallblaettchen)

wie siehts denn diesbezueglich bei dir aus…oberstleutnant?… sanftleben??
welchem der beiden, so unterschiedlichen begriffe moechtest du denn gerecht werden.

oder muss ich dich vielleicht mit ‘euch’ ansprechen.

ich verteidige hier auch nicht ‘rock.
ich habe mit ihm, als auch mit anderen, durchaus differenzierte meinungen….aber die basis kommt hin, und die ist allemal besser als deine und deinesgleichen.

ruehrn sie sich, und wenn es ihnen missfaellt, koennen sie auch wegtreten….herr oberstleutnant.

Kommentar von Thomas am 23. Mai um 08:17 Uhr

@Oberstleutnant Sanftleben
Der Name soll hier wohl Programm sein, oder?
Georg Schramm wäre sicher “hocherfreut” über ihre “sachlichen Kommentare unter diesem Pseudonym.

Kommentar von Thomas am 23. Mai um 08:39 Uhr

@Florian Horváth
Gute Recherche über die Anschläge in Afghanistan!
Sehr lesenswert und passend zum Thread.
Diese möglichen “False Flag” Anschläge dort, im Libanon und den anderen “Krisenherden” zeigen wie unbeeindruckt die Drahtzieher doch sind von der Gefahr der Aufdeckung, den vielen offensichtlichen Ungereimtheiten und der öffentlichen Meinung sind. Vielleicht haben sie noch gar nicht mitbekommen das es mittlerweile viele Menschen gibt die ihre Informationen nicht aus der Mainstream Presse bekommen.

Kommentar von Oberstleutnant Sanftleben am 23. Mai um 08:45 Uhr

ad “Recherche” - ja, ganz wunderbar. Hab mich sehr amüsiert. Ganz besonders lustig finde ich den teil in dem der Bursche ausgerechnet “Bild” und “RTL aktuell” als seriöse Quellen annimmt…

Kommentar von Oberstleutnant Sanftleben am 23. Mai um 10:13 Uhr

Das gefällt Euch sicherlich.

Kommentar von Oberstleutnant Sanftleben am 23. Mai um 10:58 Uhr

Ihr habt recht! Hier der Beweis:

Meet the New Al Qaeda Boss

In a bold move to undermine the international terror network, President George W. Bush today named former deputy defense secretary and World Bank President Paul Wolfowitz to be the new president of Al Qaeda. Wolfowitz, who has no experience running an international terror organization, struck many Washington insiders as an unlikely choice for the Al Qaeda job. But in a White House ceremony introducing his nominee for the top terror post, President Bush indicated that Wolfowitz’s role in planning the war in Iraq and bringing scandal to the World Bank showed that he was “just the man” to bring chaos and disorder to Al Qaeda. “I’ve seen Paul Wolfowitz in action,” said Bush, a beaming Wolfowitz at his side. “If anyone can mess up Al Qaeda, it’s this guy.”… http://tinyurl.com/ywfafp

Kommentar von Skeptic am 23. Mai um 11:05 Uhr

@Oberstleutnant Sanftleben
Es gefällt mir nicht, wie Sie den Künstlernamen von Herrn Georg Schramm durch Ihren Gebrauch in den Schmutz ziehen.
Es gefällt mir nicht, wie Sie in herablassender Art über den Forum-Teilnehmer Florian Horvath als ‘Burschen’ sprechen.
Es gefällt mir nicht, wie Sie Herrn Horvath unterstellen, er sähe ‘BILD’ und ‘RTL Aktuell’ als seriös an. Herr Horvath sagt viel mehr: “laut Darstellung der ‘BILD’” oder “nach Recherche von ‘BILD’” oder “bei ‘RTL Aktuell’ erhält man hingegen gänzlich andere Informationen”.
Herr Horvath vergleicht meiner Meinung nach die unterschiedlichen Meldungen in den Medien, ohne die eine oder andere Quelle als ’seriös’ vorzuziehen.
Ihr Beitrag ist in herabwürdigender Form verfasst.
PFUI, Herr Oberstleutnant Sanftleben

Kommentar von whamburg am 23. Mai um 11:23 Uhr

@oberstleutnant sanftleben(ein mediales U-Boot IMHO; Trolle sind dagegen richtig sympathisch)
Diese Unterstellung (”Das gefällt Euch sicherlich”) ist typisch für dein unterirdisches Niveau.

Der “echte” Sanftleben fetzt der mehr rein, du bist nichtmal ne schlechte Kopie. Ich glaube anonyme Drecksau trifft es ganz gut.

und nun FOAD!
wolfgang

Kommentar von Sitting-Bull am 23. Mai um 11:26 Uhr

Wolfowitz, who has no experience running an international terror organization,

Na ja, keine Lüge, aber wahr auch nicht: Wolfowitz ist seit Mitte der 70′er Jahre des letzten Jahrhundert mittendrin im Terrorgeschäft.
Ein echter Experte halt.

But Rumsfeld and Cheney wanted Americans to believe there was something nefarious going on, something we should be very afraid of. To this end, they convinced President Ford to appoint a commission including their old friend Paul Wolfowitz to prove that the Soviets were up to no good.

http://www.commondreams.org/views04/1207-26.htm

Kommentar von Auch hinter "Fatah Islam" stecken die USA - Pax Aeterna am 23. Mai um 11:44 Uhr

[...] · tar, den 23.05.07 in Krieg, Krise, Medien, Islam, Judentum, Politik, Lügen, Nahost Quelle: politblog.net [...]

Kommentar von Florian Horváth am 23. Mai um 12:05 Uhr

@Thomas: Ob es Anschläge unter falscher Flagge waren, kann man nicht sagen. Ich finde es nur seltsam, dass der Ursprungsbericht von Kunduz in den Nachrichtensendern Bilder mit Gardez vermischte, später aber immer mehr entscheidende Szenen wegließ.

@Oberstwahrheitsfremd: Sie sollten doch erkennten, dass es genau um diesen Wahrheitsgehalt der “Berichterstattung” in sämtlichen Medien geht. Im übrigen wäre es angebrachter, diese Ungereimtheiten bzgl. der Berichte zu diskutieren, statt ignorant abzulehnen.

Kommentar von Arm am 23. Mai um 12:27 Uhr

Der Text ist keine Spekulation, sondern die bloße Widergabe eines Berichtes eines der meistangesehenen Journalisten der USA. Im Übrigen besteht doch kein Zweifel daran, dass es eine alte Strategie ist, den Konflikt in fremde Länder hineinzutragen. Es zählt zu den geschichtlichen Fakten, dass die USA in Afghanistan Extremisten aufgebaut und instrumentalisiert haben. Hersh bestätigt, dass diese Methode auch heute angewandt wird und nennt als Beispiele die jüngsten Anschläge im Libanon und Iran, seht euch einfach eines seiner Interviews dazu an:
http://www.youtube.com/watch?v=ywE7-AB4caM

Zuletzt noch dies: Es ist zu begrüßen, dass dieser Blog einen Kontrapunkt zu den Massenmedien bildet, was durch eine pointierte Ausdrucksweise nur gefördert wird. Also: Weiter so !
Euer Arm

Kommentar von Ralph Kutza am 23. Mai um 14:10 Uhr

@Rock
W. Madsen sieht die Fatah-al-Islam-Kiste übrigens in nicht unerheblicher Weise anders als Hersh!
Zwar steckten die USA maßgeblich hinter dieser Gruppierung, aber das Motiv sei nicht ein Gegengewicht zur Hisbollah, sondern die Schaffung eines Vorwands, um im Nordlibanon eine schnelle Eingreiftruppe der NATO am Flughafen Kieaat zu stationieren!

May 21, 2007 — Last month, WMR reported, “Our Lebanese sources as well as the Lebanese daily newspaper Aldiyar now report that a NATO base is to be built soon on the grounds of the largely abandoned airbase at Klieaat in northern Lebanon. The base will serve as the headquarters of a NATO rapid deployment force, helicopter squadrons, and Special Forces units although the cover story prepared by the Lebanese and US governments is that the base will provide training for the Lebanese army and security forces. The base was pushed by elements in the office of the US Secretary of Defense and the Joint Chiefs of Staff. The Bush administration had recently warned Lebanon about the presence of “Al Qaeda” teams in northern Lebanon.”

Just as if acting on cue from the Bush White House, a new “terrorist group” called Fatah al-Islam commenced operations in the vicinity of the Kleiaat airbase (also spelled Qlei-at) during the evening of May 20. Fath al-Islam laid road traps to prevent Lebanese army units from Tripoli from reaching the Nahr al-Bared refugee camp on the outskirts of Tripoli, the scene of fighting between the Lebanese army and Fatah al-Islam that resulted in the killing and wounding of tens of Lebanese troops.
Fatah al-Islam was reportedly started with funding and other support from the CIA and Lebanese Phalangist forces to act as a counterweight to Hezbollah. In reality, Fatah al-Islam is designed to give the Bush administration, NATO, and the Fouad Siniora government a pretext for granting the U.S. military and NATO access to northern Lebanon and the Kleiaat airbase. Fath al-Islam’s activities are already being blamed on “Al Qaeda” units operating in the north of the country.

Im übrigen ist es wirklich nervig, in die Nähe von “Paranoia” oder “Verschwörungsphantasterei” gerückt zu werden. Gut, daß viele Dir hier unterstützend und zügig zur Seite springen. Leider ist das in anderen Fällen, in denen Kommentatoren oder gar Autoren einen anderen Kommentator mit solchen oder ähnlichen abschätzigen Vokabeln beglücken, nicht auch der Fall. Nicht mal ansatzweise.

@FlorianHorvath
Guter Artikel! Eine Anmerkung zu

Vielleicht war es aber auch nur ein Mahnmal, dass sich Diekmanns Journalisten zu ernsthaft mit den Nachrichten aus Afghanistan beschäftigt haben.

Das mag zwar auch manchen als “Verschwörungsphantasterei” oder “Paranoia” vorkommen, doch ist es durchaus angemessen, solch eine Überlegung zumindest anklingen zu lassen. Da auch F.J. Jung mit einer Aussage kurz vor dem Anschlag erwähnt wurde: Er hat auch eine andere Aussage getätigt: Er hat die USA fast überraschend harsch für ihr Vorgehen in Afghanistan kritisiert!
Vielleicht war das in Afghanistan also auch ein Mahnmal, aber diesmal nicht mit BILD als Adressat, sondern als anderweitiges Züchtigungsinstrument. Nur mal als Anregung gemeint … ;-)

Kommentar von DaRockwilda am 23. Mai um 14:24 Uhr

@Ralph:

Die Informationen von Madsen sehe ich nicht als Widerspruch, sondern als Ergänzung zu denen von Hersh.

Passt ja optimal ins Bild, damit ist die “Fatah Islam” auf noch einer Ebene Interessensverwirklichung von USA und Israel. Wo dann genau die Hauptaufgabe bleibt bleibt abzuwarten, wichtig ist die Erkenntnis dass es sich auch diesmal bei “Al-Kaida” um einen Fake handelt.

Kommentar von zartbitter am 23. Mai um 14:43 Uhr

@OL
Ja, wir sind hier alle linksdrehende Joghurtkulturen mit ausgeprägten paranoiden Wahnvorstellungen uvm.

@all
Kann man jetzt den Oberstleutnant Sanftleben nicht mal zu den Akten legen? Den Hühnerfalken Beachtung zu schenken ist eh nur Zeitverschwendung.

Kommentar von Florian Horváth am 23. Mai um 14:59 Uhr

@Ralph Kutza: Danke, darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.

Kommentar von Florian Horváth am 23. Mai um 16:21 Uhr

Der Bundeswehrstandort im nordafghanischen Feisabad ist am Dienstagabend mit drei Raketen angegriffen worden. Das teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, am Mittwoch in Berlin mit. Bei dem Anschlag um 20.45 Uhr deutscher Zeit habe es keine Verletzten oder Tote gegeben. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

Quelle: http://www.n24.de/politik/arti.....rId=122228

Kommentar von NK-44 am 23. Mai um 17:33 Uhr

Interessant auch, wer zu den ersten Opfern in diesem Konflikt gehört:

Insgesamt wurden bisher 27 libanesische Soldaten getötet, die Zahl der Toten auf der anderen Seiten wird von Fatah Al-Islam mit fünf angegeben, andere Quellen sprechen von 16 toten Kämpfern. Auch ein libanesischer und ein palästinensischer Zivilist starben, als sie zwischen die feindlichen Linien gerieten. Unter den in der Wohnung in Tripoli getöteten Kämpfern der Fatah Al-Islam, befinden sich auch die Nummern drei und vier der Organisation, Abu Yazen und Saddam Al Haj Dib. Dib ist der Bruder des wegen eines in Deutschland geplanten Kofferbombenanschlages in Beirut vor Gericht stehenden Jihad Hamad Al Haj Dib. Ein weiterer Bruder, Yossef Al Haj Dib, ist seit Sommer 2006 in Berlin in Haft.

http://www.jungewelt.de/2007/05-22/034.php

Kommentar von Andreas Friedrich am 23. Mai um 19:01 Uhr

Wenn man bedenkt, dass die Regierung im Libanon am Mittwoch erklärt hat, man “wolle Fatah-Kämpfer von Paläsinenserpräsident Mahmud Abbas (Abbas ist Fatah-Mitglied) den Kämpfern der Fatah Islam gegenüberstellen, um letztere zu isolieren oder vertreiben, bekommt der Eingangsbeitrag eine ganz neue Dimension.

Denn wie bekannt, wurde und wird die Fatah von Abu Mazen seitens der Bush-Administration mit Waffen und harten US-$ unterstützt.

Ich möchte damit nicht sagen, dass hier bewusst ein Konflikt im Libanon geschürt wird, von wem auch immer, aber kritisch hinterfragen sollte erlaubt sein.

Kommentar von Ralph Kutza am 23. Mai um 22:32 Uhr

@Rock
Du hast recht damit, daß das zunächst noch kein zwingender Widerspruch sein muß zwischen der Interpretation von Hersh einerseit und Madsen andererseits. (Hersh: Ein Gegengewicht zur Hisbollah soll geschaffen werden. Madsen: Ein Vorwand für die Stationierung großer NATO-Verbände im Nordlibanon soll geschaffen werden.)
Ich zitierte ja auch nur Madsen, der formulierte allerdings disjunkt! (”in reality …”)
ABER: Meiner derzeitigen Einschätzung nach spricht sehr viel mehr für Madsens Sicht der Dinge. Denn: Die Kämpfe finden statt zwischen liban. Regierungsgruppen und Fatah al Islam. Die Reg.truppen sind aber alles andere als Verbündete der Hisbollah. Erstere schauten vor einem Jahr zu, wie Israel das Land zerbombte, letztere leisteten erfolgreich Widerstand. Siniora würde liebend gerne die Hisbollah mittels der Armee “stutzen”, aber die sind nicht suizidal veranlagt. Wieso also sollten Truppen, die dem recht westhörigen Siniora unterstehen, eine Gruppe bekämpfen, wenn diese installiert worden wäre, um die Hisbollah zu schwächen? Das ergibt keinen rechten Sinn.
Folgende Passage in der jungen Welt vom 24.5.07 stört mich etwas:

Im Libanon herrscht die Ansicht vor, hinter der Gruppe Fatah al-Islam stecke der syrische Geheimdienst. Syrien wolle Libanon destabilisieren, um die Einrichtung eines internationalen Tribunals zur Untersuchung des Mordes an Expremier Rafik Hariri zu verhindern.

“Herrscht die Ansicht vor”? Wirklich? Wer im Libanon behauptet das denn? Die Hisbollah ja z.B. wohl kaum. Wie ist das bitte belegt? Diese “vorherrschende Ansicht” will der Westen/Israel/Siniora gewiß glauben machen, aber warum betet die jW diese Behauptung mit offensichtlich propagandistischer Zielrichtung ohne Not und ohne Beleg so unkritisch nach?
Da hilft auch wenig, daß im selben Artikel die jW wenigstens noch den syr. Außenminister indirekt zitiert:

Muallem sagte, Fatah Al Islam schade den palästinensischen Interessen, der syrische Sicherheitsapparat habe einen Haftbefehl gegen die Führer der Gruppe ausgestellt.

Auch Pirkers Deutung in der jW ist nicht überzeugend (”Dabei könnte die Flüchtlingslagermiliz durchaus den geeigneten Sparringpartner für eine Armee abgeben, die das Land im Krieg gegen Israel im Stich gelassen hatte und nun nach spätem Kriegsruhm drängt”).
.
Momentan macht die Zielrichtungsinterpretation Wayne Madsens bzgl. dieser Gewaltausbrüche am meisten Sinn.

Kommentar von Ralph Kutza am 23. Mai um 22:51 Uhr

Von Libanonwirren über Heiligendamm zu Komasaufen und Kapitalismuskritik: Lesenswert!

Kommentar von DaRockwilda am 23. Mai um 22:55 Uhr

@Ralph:

Auf jeden Fall hast du Recht dass die jetzigen Aktionen der Fatah Islam eher auf die Auslegung von Madsen hinauslaufen.

Oh Gott grad kommt wieder im Radio “die fundamentalistische Fatah Islam liefert sich Gefechte mit den libanesischen Truppen”. Verdammte Propagandisten.

Und dieser Typ von der Jungen Welt ist ja wohl ein Wasserträger der NeoCons. Wieder die alte Hetze gegen Syrien.

Kommentar von abud am 24. Mai um 04:19 Uhr

In Radio Utopie (2007-05-22, „Libanon, Kämpfe: Verschwörung gegen Syrien“) äußert Daniel Neun den Verdacht einer Verschwörung und behauptet, die libanesische Siniora-Regierung hätte die Organisation „Fath al-Islam“ mit Waffen versorgt. Sollte dies zutreffen, so vermute ich folgendes:
Nachdem die prowestliche Siniora-Regierung, derer das zionistische Gebilde bei seinem Versuch bedarf, die Hizb Allah auszuschalten, gesehen hat, daß sie nicht weiterkommt und vor dem Aus steht, versucht sie, eine westliche militärische Intervention zu provozieren, um die Gefahr des „islamistischen Terrors“ im Libanon zu bannen, wozu der Anlaß gegeben wäre, wenn es der regulären libanesischen Armee nicht gelingt, „Fath al-Islam“ zu besiegen und auszuschalten. Wie es heißt, hat nach Angaben der israelischen Zeitung „Ha-Aretz“ die Merkel/Müntefering-Regierung bereits im März 2007 ein deutsches „technisches Team“ an die Grenze zu Syrien im Libanon geschickt, um dort die Lage für eine mögliche Stationierung von UN-Truppen zu erkunden.
Aber letztlich geht es nicht darum, eine „islamistische“ Terror-Organisation auszuschalten – die von der Siniora-Regierung als Helferin der Zionisten selbst unterstützt worden ist –, sondern im Falle des vom zionistischen Gebildes geplanten Angriffskrieges gegen Iran keinen Gegenangriff der Hizb Allah fürchten zu müssen. Hierzu müssen unter einem Vorwand NATO-Truppen im Libanon stationiert und Syrien daran gehindert werden, Hizb Allah mit iranischen Waffen zu beliefern oder gar selbst militärisch gegen das zionistische Gebilde vorzugehen.
Auf der Umschlagseite einer von einem kuwaitischen Geschichtsprofessor verfaßten Dissertation über das Fürstentum von Damaskus in der Zeit kurz vor und während der ersten Phase der Kreuzzüge ist eine mittelalterliche abendländische Darstellung der Belagerung von Damaskus durch französische und deutsche Truppen während des Zweiten Kreuzzuges zu sehen. Deutlich erkennbar ist der Führer des deutschen Heeres an dem Wappen auf seinem Rücken, mit schwarzem Doppeladler auf gelbem Grund. Der schwarze Adler auf gelbem Grund auf der Flagge neben dem Bundespräsidenten oder derjenigen der Bundeswehr hat zwar nur noch einen einzigen und keinen doppelten Kopf, aber die Ähnlichkeit ist auffällig, und angesichts der geschilderten Lage drängt sich die Frage auf, ob nicht schon bald wieder deutsche Truppen vor Damaskus stehen könnten, diesmal nicht im Namen Christi („Gott will es“), sondern im Namen der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ oder der „jüdisch-christlichen Werte“. Der von George W. Bush ausgerufene „Kreuzzug“ ist tatsächlich nicht ein „Krieg gegen den Terror“, sondern ein neuer Kreuzzug gegen die islamische Welt. Auch wenn manche versuchen, dies abzstreiten, da das englische „Crusade“ meist im übertragenen Sinn von „Feldzug“ allgemein gebraucht wird, so ist die Botschaft doch unter den Muslimen weltweit angekommen. Und so wie die Deutschen damals im Schlepptau der Franzosen am mittelalterlichen Kreuzzug teilnahmen, so nehmen sie heute im Schlepptau der US-Amerikaner an diesem neuen Kreuzzug des 21. Jhs. teil, damals wie heute mit wirtschaflichen und Machtinteressen als Triebkräften im Hintergrund. Da sollten nicht nur bei allen Muslimen in Deutschland die Alarmglocken schrillen. – Doch Allah weiß es am besten.

Kommentar von Sitting-Bull am 24. Mai um 05:59 Uhr

Immer dran denken, dass sie es in “A Clean Break” schon selbst gesagt haben!

http://www.iasps.org/strat1.htm

Kommentar von Ralph Kutza am 24. Mai um 09:02 Uhr

@abud
Danke für den erläuternden Hinweis. Sehe ich auch so, daß man unbedingt bedenken sollte, daß das gegen Syrien und Iran gerichtet sein dürfte.
Übrigens, damit´s nicht untergeht:

Größtes Säbelrasseln seit Golfkrieg: US-Marine hält Mega-Manöver vor Iran ab
Neun Kriegsschiffe mit 17.000 Marinesoldaten
Die US-Marine hat vor der Küste des Iran ihr bisher größtes Manöver seit Beginn des Irak-Kriegs im Jahr 2003 eingeleitet. Neun Kriegsschiffe, darunter zwei Flugzeugträger, durchfuhren mit einer Besatzung von insgesamt 17.000 Mann im Morgengrauen die internationalen Gewässer der Straße von Hormuz. Anschließend sollte mit militärischen Übungen begonnen werden.

(mehr hier)

Kommentar von Florian Horváth am 24. Mai um 12:41 Uhr

@Skeptic: Danke für die Verteidigung.

Kommentar von s. am 24. Mai um 14:05 Uhr

“… Derzeit nähert sich die USS Nimitz mit hoher Geschwindigkeit dem Persischen Golf, wo sie zu zwei weiteren US-Flugzeugträgern und dem französischen Flugzeugträger Charles De Gaulle hinzustoßen wird.
… Wenn die Kampfeinheit Nimitz im Golf anlangt, wird die Bush-Administration dort für einen unbekannten Zeitraum über die optimalen Voraussetzungen für einen Angriff auf den Iran verfügen…”
(und vielleicht nicht “nur” den)

… Überall Kriegsschiffe und Bomben …
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004400.html

Die dürfte mittlerweile eingetroffen sein und war nicht gerade wieder ein Ultimatum an den Iran abgelaufen?

s.

Kommentar von Florian Horváth am 24. Mai um 17:19 Uhr

Ich würde mich freuen, wenn ihr meine zwei Artikel, zu denen auch Daniel Neun beigetragen hat, hier in eurem Blog in einem seperaten Beitrag erwähnt!

Ungereimtheiten und Fragen bzgl. den Attentaten in Kunduz (Afghanistan) TEIL 2
http://www.florian-horvath.de/blog/?p=138

Kommentar von pony_huetchen am 24. Mai um 19:42 Uhr

@ Florian - Danke, ich bin dabei :-) Schön, dass Du uns mit Deinem Artikel ehrst

Kommentar von ogaltely am 24. Mai um 23:28 Uhr

Und dies schreibt Al Jazeera über die Organisation:
http://english.aljazeera.net/N.....6CE911.htm
Eine palästinensische Organisation in einem palästinensischen Vertreibenenlager. Ihr Führer Shaker Abssi wurde wegen eines Mords an einem amerikanischen Diplomaten in Jordanien verurteilt. Zudem soll er Verbindungen nach Iraq haben. Fatah nennt die Gruppe assymetrisch. Jedenfalls ist nirgendswo von amerikanischen Einfluß in der Gruppe zu lesen. Um dies zu beweisen, bedarf es konkrteter fakten. Vermutungen sind keine Fakten.

Kommentar von Ralph Kutza am 25. Mai um 00:50 Uhr

So wird im Iran über die libanesischen Unruhen gedacht (ähnlich hatte sich der frühere NSA-Mitarbeiter Wayne Madsen auch schon geäußert, wonach die USA mit der selbst aufgebauten und nun instrumentalisierten Fatah-al-Islam erreichen möchte, im Nordlibanon zügig einen Stützpunkt für die sog. schnellen Eingreiftruppen der NATO errichten zu können):

http://german.irib.ir/default......9&pn=0

Libanon – Zielscheibe der Verschwörungen

Der gestrige Dienstag war der dritte Tag der Auseinandersetzungen zwischen der libanesischen Armee und der sogenannten Fath-ol-Islam-Gruppe im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr-ol-Bared im Norden Libanons. Im Libanon und in Palästina wird die Gruppierung Fath-ol-Islam nicht anerkannt. Die besagte Gruppe stellt sich jedoch als eine Abzweigung der palästinensischen Gruppe Fath-ol-Intafada vor. Die libanesische Opposition und vor allem der Präsident Libanons betonen in dieser Situation die Wahrung der nationalen Einheit sowie der Sicherheit und fordern die Siniora-Regierung auf, eine politische Ausnutzung der jetzigen Lage zu vermeiden. Die fragwürdigen Entwicklungen im Libanon in den letzten Tagen deuten auf eine neue Verschwörung hin. Im 33-tägigen Krieg bezwang Libanon die USA und das zionistische Regime und gab ihnen eine historische Lektion. Deshalb haben die CIA und die Mossad während des letzten Jahres an verschiedenen Verschwörungstheorien gearbeitet, um die Lage im Libanon zu destabilisieren. Als Priorität galten in diesem Rahmen der Bürgerkrieg im Libanon und die Auseinandersetzung zwischen den libanesischen Parteien und Volksstämmen. Dieser Plan scheiterte jedoch an der Wachsamkeit der Führer der Bewegung des 8. März. Beobachter sind der Ansicht, dass die USA und das zionistische Regime über die fragwürdigen Aktivitäten einer gefälschten palästinensischen Gruppe namens Fath-ol-Islam, danach streben, zwischen Libanesen und Palästinensern Zwietracht zu säen, um ihre eigenen ungerechten Ziele in der Region zu erreichen. Eine neue Verschwörung hat sich im Libanon gebildet und es scheint, dass man durch sie einen heftigen Krieg in diesem Land stiften will. Die illegale Siniora-Regierung versucht, die libanesische Armee in die inländischen Unruhen zu verwickeln. Gleichzeitig streben die Söldner der Bewegung des 14. März, darunter Samir Jajaj und Walid Jonbalat, nach der Herstellung einer Verbindung zwischen den Unruhen und Syrien. Die Bewegung des 14. März versucht, die libanesische Armee zu schwächen und im Lande Unruhen zu verbreiten, damit die Grundlage für die Durchführung des 7. Paragraphen der UNO-Charta geschaffen wird und der Westen sich militärisch direkt in die libanesischen Angelegenheiten einmischt. Interessanterweise hat die gefälschte palästinensische Gruppe Fath-ol-Islam ihre Untaten im Libanon unter dem Namen der Al Kaida begonnen hat, damit die USA wie immer ein Anlass für ihre Einmischungen finden. Im Jahr 2000 wurde Libanon dank der Opferbereitschaft der Hisbollah unabhängig und souverän im wahrsten Sinne des Wortes. 2000 wurde nämlich die Besatzungsarmee des zionistischen Regimes aus dem Libanon vertrieben. Auch vor einem Jahr griff das zionistische Regime mit US-amerikanischen Rückendeckung Libanon an, aber die zwei Mächte durften nach 33 Tagen eine historische Niederlage erleben. Unter diesen Umständen haben nun die CIA und die Mossad ihre verschwörerischen Aktivitäten intensiviert, um die Erfolge der libanesischen Nation zu verdecken. In den kommenden Tagen wird Libanon zahlreichen inländischen sowie ausländischen Verschwörungstheorien ausgesetzt sein. Die Weltöffentlichkeit baut jedoch auf die Wachsamkeit der Führer der libanesischen Bewegung des 8. März und hofft, dass somit auch diese Verschwörungen zum Scheitern verurteilt sind.

Kommentar von DaRockwilda am 25. Mai um 10:34 Uhr

Ganz toll heute Thomas Avenarius in der Süddetuschen Zeitung:

“Offenbar sind auch seine (gemeint ist der libanesische Präsident Siniora) politischen Freunde mitschuldig am Erstarken der Militanten (gemeint ist Fatah Islam).

Der US-Reporter Seymour Hersh…”

Na das fängt ja vielversprechend an? Ob Avenarius jetzt tatsächlich darüber berichtet dass die USA hinter Fatah Islam stecken?

“… hatte bereits im März im New Yorker geschrieben, dass die sunnitischen Stiftungen des Hariri-Clans radikale sunnitische Gruppen im Libanon finanziell unterstützen.”

Lieber Herr Avenarius, so wird das nichts mit dem Halten des Arbeitsplatzes.

Kommentar von pony_huetchen am 25. Mai um 11:52 Uhr

@Rock

Ganz toll heute Thomas Avenarius in der Süddetuschen Zeitung

Gehe ich richtig in der Annahme, dass Du diesen Artikel meinst?
http://www.sueddeutsche.de/sz/.....VmPjITmVQ/

Leider nicht in der Online-Ausgabe? Oder hast Du einen anderen Link?

Thomas Avenarius - der Wahrheit auf der Spur? Vor drei Tagen klang er noch so, als es um die “Kofferbomber” ging:
http://www.sueddeutsche.de/aus.....94/115079/

Quintessenz: Der Vater EINES Terroristen wird trotz Beteuerungen der Unschuld seines Sohnes vermutlich auch einen ZWEITEN (nämlich den angeblichen “Kofferbomber” Yussuf al-Hadsch Dib) an seiner Brust genährt haben.

Viel Licht war da noch nicht in sein Dunkel gekommen, und man bedenke: Er ist “vor Ort”.

Interessant wird der Artikel erst im Zusammenhang mit Deinem Bericht - Rock. Nämlich der Verbindung von Fatah Islam und USA. Liest man doch:

“Der erschossene Saddam al-Hadsch Dib wurde von der libanesischen Staatsanwaltschaft schon lange gesucht - als einer der fünf Angeklagten im Beiruter Kofferbomber-Prozess. Er soll seinen Bruder Jussuf in höchsten Tönen gelobt haben, als dieser ihm von dem Terrorversuch in Deutschland erzählt habe. Und Saddam al-Hadsch Dib war keine Randfigur der Militanten. Er war laut den libanesischen Behörden einer der ranghöchsten Kommandanten der palästinensischen Fatah-al-Islam-Miliz.

Also: Yussuf vom Kölner Hauptbahnhof hat einen Bruder bei der saudischen US-Fatah-al-Islam.

Schau an!

Kommentar von DaRockwilda am 25. Mai um 12:00 Uhr

@pony:

Ich laß seinen Artikel in der gedruckten Ausgabe. Aber der erste Link von dir (für den man bezahlen muss) sieht ganz danach aus.

Kommentar von DaRockwilda am 27. Mai um 17:42 Uhr

Die libanesische Regierung achtet peinlichst genau darauf, dass möglichst keine Journalisten vor Ort über die Lage in dem Flüchtlingscamp und die Gefechte berichten:

“The Lebanese Army restricted public access to the Nahr el-Bared refugee camp in northern Lebanon, near Tripoli, the day after fighting broke out between Fatah al-Islam—an extremist group that emerged six months ago in Lebanon and shares al-Qaeda’s ideology—and the Lebanese Army. Journalists, both local and foreign, are covering the clashes and their effect on more than 30,000 Palestinian refugees caught up in the fighting.

The Lebanese Army has not publicly explained the restriction, although officials initially told journalists that it was imposed for safety reasons. Reporters told CPJ that some journalists followed aid convoys into the camp Wednesday night to report on conditions, but the Lebanese Army quickly forced them out.”

http://www.cpj.org/news/2007/m.....y07na.html

Man beachte dass die Helden hier noch nicht davon gehört haben, dass Fatah Islam nur insofern die “Ideologie von Al-Kaida teilt”, als das beides von westlichen Geheimdiensten aufgestellte Schattenarmeen sind.

Kommentar von Fahrenheit am 14. Juni um 11:09 Uhr

Bei @jW ist das Thema auch angekommen:

Die Spur führt in die USA:
Washington zieht im palästinensischen Bürgerkrieg die Fäden

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