Irak: Hoher schiitischer Geistlicher ruft de facto zur Bildung von Volksmilizen auf
Die Situation der angloamerikanischen Besatzer scheint sich von Tag zu tag zu verschlechtern. Beinahe hätte ich eine Meldung in den Yahoo news übersehen, wo es interessantes zu lesen gibt.
Ich meine nicht den Umstand, daß sich “wütende Menschen” nur mit Polizeigewalt davon abhalten ließen, nach den jüngsten Terroranschläge Gebäude der Provinzverwaltung in Brand setzen. Das ist sicherlich nicht überraschend.
Großajatollah Mohammed Taki al-Mudarrisi rief die Einwohner der Stadt auf, sich fortan selbst um ihren Schutz zu kümmern. «Ich rufe die Bewohner Kerbelas auf, Sicherheitskomitees zu bilden, um sich selbst zu schützen, nachdem die Sicherheitskräfte versagt haben, was man daran erkennen kann, dass sich innerhalb eines Monats zwei schwere Anschläge ereignet haben», sagte der schiitische Geistliche der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak.
Warum ist das eine neue Qualität? Aus mehreren Gründen. Zum einen zeigt es deutlich die Erosion der “schiitisch” dominierten Marionettenbehörden an, denen vorgeworfen wird, die Bevölkerung nicht vor diesen mörderischen Anschläge zu schützen. Von der bloßen Masse her stellen Schiiten nämlich den Großteil der Kollaborateurskräfte der US - Besatzer ( was nicht heißt, daß die Schiiten in ihrer Mehrheit hinter der US-Besatzung stünden, was nicht der Fall ist). Qiada auf der “sunnitischen” Seite ist zwar auch ein Instrument der Besatzer, aber in illegaler, informeller Weise. Die Wirbelsäule der US - Kollaborateure allerdings stellen schiitische Kräfte in der Nähe der Badr - Milizen dar. Und genau die verlieren ganz offensichtlich das Vertrauen der breiten schiitischen Bevölkerung.
Die Terroranschläge, die nach meiner Einschätzung von A bis Z von den Besatzern lanciert und gelenkt werden, sollen eigentlich den ersehnten “irakischen Bürgerkrieg” entfachen wie ein “Anlasser” (so machte es neulich Wisnewski deutlich). Nun wird es offensichtlich, daß die Besatzer mit dieser hinterhältigen Waffe sich selbst ins Knie schießen, weil selbst “gutwillige” Teile der irakischen Bevölkerung endgültig die Geduld mit den Marionettenbehörden verlieren. Was zu verstehen ist.
Welche Geduld sollte man als Iraker auch noch mit ihnen haben? Da behaupten sie, “Sicherheit und Ordnung” herzustellen, derweil ihre Herren, die Besatzer, munter Bomben legen, um den dringend benötigten Bürgerkrieg endlich herbeizuzwingen. Was die Besatzungsmacht auch tut, es ist immer verhängnisvoll und bringt sie dem Verderben näher.
Doch es gibt noch eine andere neue Qualität. Der Aufruf Taki al-Mudarrisis zur Bildung von Sicherheitskomitees durch die Bewohner Kerbelas stellt nichts anderes dar als einen Aufruf zur Bildung von Volksmilizen.
Lieber Leser, vielleicht fragen Sie sich, was daran so spektakulär ist. Gibt es im Irak nicht schon genug Milizen? Miliz ist nicht gleich Miliz. Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Partei - Milizen, von denen es sicherlich im Irak viele gibt, und einer allgemeinen Volksmiliz basierend auf den Bewohnern eines Stadtteils oder gar einer Stadt. Bei einer stadtteilbasierenden Volksmiliz zählt Partei- oder Konfessionszugehörigkeit nicht mehr.
DAS ist eine neue Qualität. Es ist auch eine neue Qualität gegenüber dem bisherigen irakischen Widerstand mit seinen vielen Guerilliagruppen (Baath, Islamische Armee, 1920 Resistance, Ansar al-Islam, etc.).
Deswegen schien mir diese Meldung bedeutsam.
Ich meine nicht den Umstand, daß sich “wütende Menschen” nur mit Polizeigewalt davon abhalten ließen, nach den jüngsten Terroranschläge Gebäude der Provinzverwaltung in Brand setzen. Das ist sicherlich nicht überraschend.
Großajatollah Mohammed Taki al-Mudarrisi rief die Einwohner der Stadt auf, sich fortan selbst um ihren Schutz zu kümmern. «Ich rufe die Bewohner Kerbelas auf, Sicherheitskomitees zu bilden, um sich selbst zu schützen, nachdem die Sicherheitskräfte versagt haben, was man daran erkennen kann, dass sich innerhalb eines Monats zwei schwere Anschläge ereignet haben», sagte der schiitische Geistliche der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak.
Warum ist das eine neue Qualität? Aus mehreren Gründen. Zum einen zeigt es deutlich die Erosion der “schiitisch” dominierten Marionettenbehörden an, denen vorgeworfen wird, die Bevölkerung nicht vor diesen mörderischen Anschläge zu schützen. Von der bloßen Masse her stellen Schiiten nämlich den Großteil der Kollaborateurskräfte der US - Besatzer ( was nicht heißt, daß die Schiiten in ihrer Mehrheit hinter der US-Besatzung stünden, was nicht der Fall ist). Qiada auf der “sunnitischen” Seite ist zwar auch ein Instrument der Besatzer, aber in illegaler, informeller Weise. Die Wirbelsäule der US - Kollaborateure allerdings stellen schiitische Kräfte in der Nähe der Badr - Milizen dar. Und genau die verlieren ganz offensichtlich das Vertrauen der breiten schiitischen Bevölkerung.
Die Terroranschläge, die nach meiner Einschätzung von A bis Z von den Besatzern lanciert und gelenkt werden, sollen eigentlich den ersehnten “irakischen Bürgerkrieg” entfachen wie ein “Anlasser” (so machte es neulich Wisnewski deutlich). Nun wird es offensichtlich, daß die Besatzer mit dieser hinterhältigen Waffe sich selbst ins Knie schießen, weil selbst “gutwillige” Teile der irakischen Bevölkerung endgültig die Geduld mit den Marionettenbehörden verlieren. Was zu verstehen ist.
Welche Geduld sollte man als Iraker auch noch mit ihnen haben? Da behaupten sie, “Sicherheit und Ordnung” herzustellen, derweil ihre Herren, die Besatzer, munter Bomben legen, um den dringend benötigten Bürgerkrieg endlich herbeizuzwingen. Was die Besatzungsmacht auch tut, es ist immer verhängnisvoll und bringt sie dem Verderben näher.
Doch es gibt noch eine andere neue Qualität. Der Aufruf Taki al-Mudarrisis zur Bildung von Sicherheitskomitees durch die Bewohner Kerbelas stellt nichts anderes dar als einen Aufruf zur Bildung von Volksmilizen.
Lieber Leser, vielleicht fragen Sie sich, was daran so spektakulär ist. Gibt es im Irak nicht schon genug Milizen? Miliz ist nicht gleich Miliz. Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Partei - Milizen, von denen es sicherlich im Irak viele gibt, und einer allgemeinen Volksmiliz basierend auf den Bewohnern eines Stadtteils oder gar einer Stadt. Bei einer stadtteilbasierenden Volksmiliz zählt Partei- oder Konfessionszugehörigkeit nicht mehr.
DAS ist eine neue Qualität. Es ist auch eine neue Qualität gegenüber dem bisherigen irakischen Widerstand mit seinen vielen Guerilliagruppen (Baath, Islamische Armee, 1920 Resistance, Ansar al-Islam, etc.).
Deswegen schien mir diese Meldung bedeutsam.
Kommentar von Grom am 2. Mai um 15:50 Uhr
wen wundert es denn?
um die geostrategischen interessen der usa in der region und vor allem im irak zu sichern müssen die usa dort stationiert bleiben und nach möglichkeit bis zum santnimmerleinstag eine marionettenregierung an unsichtbaren fäden weiterhin tanzen zu lassen. wenn aber der irak tatsächlich freie un demokratische wahlen bekommen würde und das land wie angebiuch gewolt zur ruhe kommt, dann würden die usa und all ihre verbliebenen lächerlichen grüppchen an handlangern (willigen, kolaborateuren..) ganz shcnell im hohen bogen aus dem irak fliegen und dahin wäre die kontrolle über eines der ölreichsten länder der erde.
somit, allen verschwörungstheorie unterstellungen zum trotz, die usa sind nicht nur daran interessiert das das land nicht zur ruhe kommt, sondern tut und werden auch in zukunft alles tun, damit das “feuer” am lodern gehalten wird, indem man eben immer wieder regelmäßig einen scheit holz nachlegt.