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G.W. Bushs Großvater finanzierte Hitler, die NSDAP und die Aufrüstung der Wehrmacht

Ich schreibe diesen Artikel hier nicht, weil die Fakten, auf die ich hinweisen will, mir erst kürzlich ins Auge sprangen. Eigentlich liegen die “harten Fakten” schon seit langem auf dem Tisch und sind allgemein verfügbar. Was mit nur immer wieder wundert ist die Tatsache, daß sie so wenig bekannt sind. Deswegen möchte ich einen älteren Artikel von mir ein wenig ergänzt und verändert hier nochmals posten.


Bekanntlich besteht eine zentrale Methode der PR-Agenten des Imperiums, jede nur sichtbare Opposition gegen die massenmörderischen Pläne ihrer Auftraggeber in die Schublade “antisemitische Internationale” zu stecken.

Demnach sind Moslems, Linke, Kriegsgegner, Kritiker der israelischen Besatzung der seit 1967 besetzten Gebiete, Bush - Kritiker, “pazifistische Weicheier”, “Dhimmis” allesamt “Antisemiten”. Diese verbale Brachialmethode soll natürlich einschüchtern, sprachlos machen, sowie gegebenenfalls den propagandistischen Weg für künftige Gewaltaktionen bereiten. Mit Terrorismus haben die Kräfte, die hinter diesen PR-Handlangern stehen, schließlich ihre Erfahrung.


Doch nicht davon will ich in diesem Artikel sprechen. Ich möchte an dieser Stelle einfach nur alle essentiellen Informationen über die sehr engen Beziehungen der Bush- Sippe einerseits und dem Nationalsozialismus andererseits ablegen. Ich weiß zwar, daß jeder diese Informationen sich auch im Internet zusammensuchen könnte, aber wer macht das schon?

Um die Frage eines “Zusammenhanges” zwischen G.W. Bush und Adolf Hitler pißt man sich hierzulande doch gern herum. Als Ministerin Herta Däubler-Gmelin 2002 G. W. Bush mit Hitler “verglich” (Däubler-Gmelin: ‘Bush will ablenken - Beliebte Methode seit Hitler’), ging ein Aufschrei durch Presse und Politikerkaste. Dabei waren Däubler-Gmelins Bemerkungen direkt harmlos, wer lenkt nicht gelegentlich von Themen ab?

Das Wutschnauben über diesen “obszönen” “Vergleich” sollte mit Sicherheit die harten Fakten übertünchen, die es in Sachen “Zusammenhang” zwischen der Bush-Sippe und Adolf Hitler gibt. Denn egal wie man es betrachtet, sträuben sich jedem Informierten die Haare und man bekommt das Gefühl, die “rote Pille” genommen zu haben (Matrix) und nichts ist so wie man vorher geglaubt hat.

Doch zunächst will ich eines klarstellen: ich möchte hier nicht etwa G.W. Bush mit Hitler “vergleichen”. Allein schon die Unterschiede wären ja augenfällig, immerhin hat Adolf Hitler 1945 Selbstmord begangen, während G.W. Bush, seine Sippe und der massenmörderische Militär-industrielle Komplex bis zum gegenwärtigen Tag die Welt regieren.

Doch kommen wir zu den “harten Fakten”. Über den Großvater des heutigen Präsidenten der USA, G.W. Bush bitte ich einfach in wikipedia nachzulesen.

Nur so zum Warmwerden. Wer hinter diesem Artikel das Wirken antiamerikanischer Reflexe der dringend umzuerziehenden Deutschen vermutet, der möge sich doch einfach zum Kontrast den englischen Artikel durchlesen.

Oder den französischen.


Wenn Sie möchten, daß Ihnen erst richtig schlecht wird, dann lesen Sie doch auch diesen Artikel.


Oder diesen.


Oder wenn Sie gerade Nerven genug haben, sich unappetitliche Holocaust-Geschichten reinzuziehen, dann lesen Sie doch hier weiter. Die Holocaust-Besessenheit der imperialen Public Relation erscheint auf einmal in einem ganz anderen Licht, denn hier gibt es offensichtlich viel zu vertuschen.


Auch der ehrenwerte Guardian spricht aus, was historische Tatsache ist: Bush Großvater verhalf Hitler zur Macht.


Wenn Sie eventuell glauben, daß das nur vereinzelte Thesen von “Verschwörungstheoretikern” seien, dann googeln Sie doch einfach und sehen 281.000 Webseiten durch, die allein nur Google für dieses Thema referenziert.


Man mag argumentieren, daß es nicht anständig sei, G.W. Bush für die Verbrechen seines Großvaters verantwortlich zu machen. Das mag sein. Aus meiner Sicht ist er aber sicherlich für seine eigenen Verbrechen verantwortlich zu machen, und das würde, wenn es aus meiner Sicht nach Völker- und Menschenrecht ginge, für einen neuen Nürnberger Prozeß und für x mal lebenslänglich (unter Ausschluß der Todesstrafe) ausreichen.


Aber darum geht es mir an dieser Stelle nicht. Gegenwärtig erleben wir eine massivste Propagandakampagne der PR-Agenturen des Imperiums, unter anderem “die Deutschen” für die Mittäterschaft an den künftigen Massenmorden des Militär-industriellen Komplexes umzuerziehen. Eine durchgehende “Methode” besteht darin, die Angriffsziele der nächsten völkerrechtswidrigen Agression zu “neuen Adolf Hitlers” publizistisch aufzubauen und die Opposition gegen diese Verbrechen zu einer “neuen antisemitischen Internationale” zu erklären. Wer mußte nicht schon als “neuer Adolf Hitler” herhalten, erinnern wir uns doch, wie Saddam Hussein von 1989 bis 1991 vom “guten Onkel des Westens” am persischen Golf zum “neuen Adolf Hitler” mutierte, so wie jüngst der iranische Präsident.

Künftige “Adolf Hitlers” sind dabei schon in publizistischer Planung -es ist keine Satire!- nach den Moslems sind andere dran, wenn es nach dem Willen der Herrscher unserer Welt geht, etwa die “buddhistische Gefahr” oder der “Antisemit Hugo Chavez”.


Da wird “natürlich” ein “Zusammenhang” zwischen dem Dalai Lama und Adolf Hitler suggeriert oder der Nazi-Charakter der venezolanischen Regierung “bewiesen”.


Es ist unnötig, über derartige Machwerke sich zu empören, wichtiger ist, sie zu verstehen. Es muß natürlich mit allen Mitteln vertuscht werden, daß



  • G.W. Bush Großvater Prescott Bush im Auftrag Thyssens maßgeblich an der finanziellen Rettung der 1929 bankrotten NSDAP beteiligt war



  • dieser gottesfürchtigen Tätigkeit des ehrenwerten Prescott Bush es offensichtlich zu verdanken ist, daß die NSDAP 1933 überhaupt in der Lage war, (ohne wirklichen Wahlsieg) die Macht zu ergreifen.



  • große Teile des damals klar antisemitisch (im wirklichen und ursprünglichen Sinne) gesinnten amerikanischen Großkapitals an dieser massiven Unterstützung beteiligt waren.



  • Bushs Sippe dieser sensiblen und “heiklen” Tätigkeit überhaupt ihren Aufstieg in die “Elite” der amerikanischen Plutokratie verdankt



  • die Bush-Sippe sowie die hinter ihnen stehenden Kräfte heute mit den gleichen Mitteln arbeiten wie 1929-1942. (Wer beispielsweise zufällig “Mein Kampf” zur Hand hat, dem stechen auffallende methodische Ähnlichkeiten zwischen Adolf Hitlers Theorie von der “jüdischen Weltverschwörung” und der “antisemitischen Internationale” aus Moslems, Kommunisten, Pazifisten etc, wie sie von Broder, Mahlzahn und anderen Figuren konstruiert werden, geradezu in Auge).


Über die Arbeitsweise der Konstrukteure der “antisemitischen, antiamerikanischen Internationale” werde ich ein anderes Mal berichten.


Zunächst verdauen Sie bitte diese Erkenntnis: G.W. Bushs Großvater finanzierte Hitler, die NSDAP und die Aufrüstung der Wehrmacht, und sein Enkel regiert heute mit den gleichen Methoden (wie seinerzeit Prescott Bush und seine Hintermänner und Auftraggeber) diese Welt.


Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 5. April 2007 von nemetico geschrieben und in die Kategorie Geschichte eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von jj am 5. April um 17:35 Uhr

guter Artikel!

noch eine Anmerkung zu:

dieser gottesfürchtigen Tätigkeit des ehrenwerten Prescott Bush es offensichtlich zu verdanken ist, daß die NSDAP 1933 überhaupt in der Lage war, (ohne wirklichen Wahlsieg) die Macht zu ergreifen.

aus der Wikipedia:
“[...]5. März 1933, deren Wahlkampf bereits durch Verbote anderer Parteien und Repressalien der politischen Gegner durch Terror und Propaganda gekennzeichnet war, erhielt die NSDAP mit etwa 44% nicht die absolute Mehrheit der Stimmen.[...]“
Klar erhielten die die Macht “ohne wirklichen Wahlsieg”. Deswegen nennt man die Tat ja auch “Machtergreifung”. Wobei mit 44% haben sie schon die Wahl gewonnen und waren auch stärkste Partei damals, nur hatten sie nicht die absolute Mehrheit..!

h

a

g

Kommentar von Detlef Nolde am 5. April um 17:44 Uhr

Ein sehr wichtiger Beitrag. Es liegt auf der Hand, daß die Hitlerfaschisten nicht die Macht ergriffen haben, sondern wir von deren Machteinsetzung sprechen müssen. Sie wurden von rechtsextremen Politikern und “Unternehmern” finanziell hochgepäppelt und im Rahmen einer antikommunistisch-reaktionären Koalitionsregierung ans Ruder geschoben. Die Folgen für die Völker, allem voran das deutsche Volk bis zum heutigen Tag, sind bekannt, wovor weitblickende Politiker wie E. Niekisch und E. Thälmann gewarnt hatten: “Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg”.

Weil der Faschismus an der Macht die offen terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals darstellt, wie G. Dimitroff zutreffend ausführte, ist es kein Wunder, daß dieses neu erstandene Bollwerk gegen den Kommunismus - die Sowjetunion inbegriffen - auch von den eben genannten Kreise finanziert wurde, die von außerhalb des Deutschen Reiches agierten - etwa den USA, die nach dem zweiten Weltkrieg sukzessive die Rolle des faschistischen deutschen Imperialismus übernehmen sollten.

Erst, als der braune Zögling über die Stränge schlug, ging der imperialistische Krieg zwischen dem faschistischen deutschen Imperialismus und den imperialistischen Westmächten in die heiße Phase über. An der Wesensverwandtschaft änderte das nichts, weshalb die BRD als Vasall der Westmächte, insbesondere der USA, beinahe nahtlos an die reaktionäre, antikommunistische Stoßrichtung anknüpfen konnte. Es kam auch offiziell zusammen, was zusammen gehört: Deutscher und US-amerikanischer Imperialismus und Antikommunismus.

Kommentar von nemetico am 5. April um 19:17 Uhr

@Detlef Nolde

In der Tat schlug der braune Zögling über die Stränge, und es ist auch genau zu bezeichnen, wann: es war der Überfall auf Polen 1939.
Es ist bei solchen Dingen ja nicht so, daß die Machtausübung der verschiedenen Fraktionen des Großkapitals wie eine Fernsteuerung funktioniert. Auch gekaufte handlanger machen sich immer mal wieder selbständig.

Aus der Sicht des amerikanischen Großkapitals waren die Investitionen in die Machtergreifung Hitlers in der Tat eine sinnvolle Aktion. Gegen die russische Revolution und die daraus hervorgegangene Sowjetunion mußte eine Macht positioniert und aufgebaut werden, die nicht nur der im Bürgerkrieg siegreichen Roten Armee gewachsen war, sondern auch ein Rollback ermöglichte.

Es gab dafür keinen anderen Kandidaten als Deutschland. Man werfe einen Blick auf die Karte der damaligen Zeit 1920-1930.

Allerdings war Hitlers Angriff auf Polen nicht vorausgeplant. Noch wenige Jahre vor 1939 regierte in Polen der “Sozialist” Marschall Pilsudsky, der für einen gemeinsamen Russlandfeldzug mit Deutschland durchaus gewinnbar gewesen wäre. Die ultrarechte klerikale polnische Militärregierung von 1939 stützte sich allerdings in einem viel stärkeren Maße auf antideutsche Ressentiments in der polnischen Bauernschaft und war nicht bereit, sich Hitlers Forderungen, die immerhin einen kriegswichtigen Korridor nach Ostpreußen vorsahen, zu unterwerfen. Obwohl “ideologisch” eigentlich die polnische Regierung 1939 den Nazis durchaus nahe stand, erwies sie sich allerdings als hinderlich für die Kriegspläne Nazi - Deutschland gegen Russland, was übrigens Trotzki schon 1933 prognostizierte: daß nämlich die Machtergreifung Hitlers unweigerlich zum Krieg Deutschlands gegen Russland führen müsse. Also mußte sie mal eben schnell in einem “Blitzkrieg” beseitigt werden.
Das aber führte dazu, daß die Bündnisverpflichtungen des britischen und französischen Kapitals mit Polen wirksam wurden. Beide rivalisierten damals noch durchaus mit dem amerikanischen Großkapital und waren ihm keineswegs unterworfen.

Ich denke, es ist wichtig, hier zu verstehen, daß nicht “ideologische” Beweggründe ausschlagegebend dafür sind, was Machthaber so tun.

Doch zurück zu Adolf Hitler und der von deutschem und amerikanischen Großkapital gemeinsam gepuschten NSDAP. Sie positionierten also Hitler und die NSDAP in Deutschland für einen klar bevorstehenden Krieg gegen Russland und verhedderten sich dabei. So ist es kein Wunder, daß Thyssen (”I paid Hitler”) sich ins Ausland absetzte und von den Nazis “distanzierte”. Bemerkenswerterweise hielten sich ja die USA auch lange aus dem Krieg heraus, sie erklärten auch Deutschland nie den Krieg, sondern ließen ihn sich erklären (dez 1941). Aber statt in Europa “energisch” “für die Freiheit” an der Seite der Westalliierten einzugreifen, ließen sie erst Hitler ganz Europa überrennen und - ich will mal so sagen - gingen auf die Möglichkeit eines Krieges mit Japan ein, der ja aus anderen Gründen auch früher oder später anstand.
Ich will damit übrigens keineswegs das japanische Kaiserreich reinwaschen, das speziell in China damals unglaubliche Verbrechen verübte.
Nur ist auffällig, daß die USA erst vergleichsweise spät auf dem europäischen Schlachtfeld erschienen.

Ich will damit sagen, daß es eine alte Taktik der US - Politik ist, sich sogenannter “Hurensöhne” zu bedienen. “Hurensöhne” haben aber die fatale Angewohnheit, immer mal wieder aus dem Ruder zu laufen, so wie Hitler, Noriega, Diem, Saddam Hussein.
Man darf gespannt sein, wer der nächste aus dem Ruder laufende “Hurensohn” ist. Ein möglicher Kandidat wäre Israel, zwar nicht aktuell, aber grundsätzlich. Von daher muß auch das “antisemitische Eisen” im Feuer gehalten werden. So versteht man auch, warum ein Bush ausgerechnet aus dem christlich-fundamentalistischen Ex-Ku-Klux-Klan-Lager, das traditionell antisemitisch ist (”ZOG”) trotz Israel-Lobby konstant Unterstützung bekommt.

Kommentar von Tobias am 5. April um 19:27 Uhr

an den Autor:
Ja, es ist eine Tatsache, aber mit Sicherheit noch eine der harmlosesten, was Politik betrifft.
Der erste und der zweite Weltkrieg waren nichts anderes, als ein großes Geschäft der internationalen Bankiers und sie haben diesen Krieg gewollt,angezettelt und sich dumm und dämlich dran verdient.
Die Vereinten Nationen wurde nicht als Folge des zweiten Weltkriegs gegründet sondern die Ursache des zweiten Weltkriegs war das Ziel, die Vereinten Nationen zu gründen.
Es ist auch nicht so, dass Politik im allgemeinen oder der Staat als ganzes die Höchste Instanz wäre, sondern die internationalen Bankiers. George W. Bush und seine Crew oder Dick Cheney’s Halliburton oder Kriegsverbrecher wie z.b. Henry Kissinger sind auch nichts anderes als kaltblütige Opportunisten und Handlanger für die internationalen Bankiers. Das einzige ernsthafte Problem dieser Welt ist unser Finanzsystem, aber glaubst du, irgend ein Politiker hierzulande würde das im Bundestag ernstahft debattieren ? Das würde ja an Blasphemie grenzen…
Politiker vertreten nicht die Interessen von Minderheiten oder den Schwachen sondern vom Kapital. Da taucht natürlich unser Retter, der Kommunismus / Sozialismus auf , aber leider wurde dieser auch von den internationalen Bankiers entwickelt und tatkräftig finanziell unterstützt, denn eine winzig kleine Elite und ein Heer von Knechten ist genau das, was sie wollen. Karl Marx hätte ja in seinem Manifest eine Abschaffung der zinsen fordern können, wenn er die Massen in Wirklichkeit hätte befreien wollen, aber stattdessen fordert er eine große Zentralbank und Arbeitszwang.
Aber genau das lag im Sinne seiner Auftraggeber. Denn wir haben ja mittlerweile Zentralbanken, die private und unabhängige Institutionen sind.
Leider wird man solche Informationen in keinem Schulbuch finden und sie werden auch auf keiner Universität gelehrt. Du kannst dich ja mal fragen, warum.
alles gute & immer wachsam bleiben

Kommentar von DaRockwilda am 5. April um 19:31 Uhr

@nemetico:

Schöner, ausführlicher Kommentar. Eine Anmerkung noch:

“Von daher muß auch das “antisemitische Eisen” im Feuer gehalten werden. So versteht man auch, warum ein Bush ausgerechnet aus dem christlich-fundamentalistischen Ex-Ku-Klux-Klan-Lager, das traditionell antisemitisch ist (”ZOG”) trotz Israel-Lobby konstant Unterstützung bekommt.”

Die andere Motivation aus dem erzchristlichen Lager ist natürlich der eigene Zionismus, der die Juden zum rücksichtslosen Wiederaufbau eines Großisrael drängt, welches die Vorraussetzung für die Wiederkehr Jesus ist. Die Juden haben im Anschluss natürlich das Nachsehen, wenn sie sich nicht zu Christus bekennen.

Für die Christen ist es also eine win-win-Situation. Entweder die Juden expandieren rücksichtslos und haben Erfolg damit, dann kommt Jesus (was machen diese Christen eigentlich wenn der dann nicht kommt??). Sind die Juden nicht erfolgreich, weil sie zuviel Zorn bei ihren Nachbarn hervorgerufen haben, macht man sie für die ganze Chause verantwortlich.

Kommentar von nemetico am 5. April um 19:37 Uhr

In diesem Zusammenhang gewinnt auch die Geschichte mit dem Vorwissen der amerikanischen Administration über den japanischen Angriff auf Pearl Harbor Sinn. Es geht mit Sicherheit nicht darum zu bestreiten, daß die Japaner die Angreifer waren. Doch hatte die US-Administration durchaus einen Handlungsspielraum, einen Angriff der imperialistisch durchgeknallten Japaner zu begünstigen oder nicht zu begünstigen. Das massenmörderische japanische Imperium hatte damals ja nicht etwa vor, die USA auf ihrem Festland anzugreifen, sondern sie wollten sie aus dem Pazifik fernhalten, um in aller Ruhe ihren blutigen treiben in Ost- bis Südasien nachzugehen.
Ich will damit sagen: Es bestand strategisch für die USA damals keine unbedingte Notwendigkeit, schon zu diesem Zeitpunkt (1941) den Krieg mit Japan zu beginnen, selbst wenn er auf weitere Sicht möglicherweise unvermeidbar gewesen wäre.
Es muß also eine Vorentscheidung gegeben haben, den bevorstehenden Angriff zuzulassen, 2000 Marinesoldaten und eine Reihe weniger wichtige Kriegsschiffe zu opfern, dafür aber die kriegswichtigen Flugzeugträger aus Hawaii sorgsam abzuziehen.
Das ganze ersparte dem amerikanischen Großkapital den Kriegseintritt auf Seiten der Westalliierten in Europa, zu dem es damals einfach wenig Neigung hatte, klar, war die Nazi-Regierung doch unter anderem auch ihr Geschöpf.

Kommentar von Florian Horváth am 5. April um 20:15 Uhr

Ich möchte an dieser Stelle nochmal an etwas erinnern und zitiere mal kurz die Wikipedia, bevor ich in einem Buch suche:

[...] Inwieweit der Vertrag von Versailles zur Machtergreifung Hitlers beigetragen hat, bleibt spekulativ. Sicher ist der Weg zu Hitler nicht zwangsläufig gewesen, die zeitgenössische Aussage des Marschall Foch angesichts des Vertrages ist jedoch in seiner wissenden Vorausschau nicht zu leugnen. Er sagte:

„Das ist kein Frieden. Das ist ein zwanzigjähriger Waffenstillstand.“ [...]

http://de.wikipedia.org/wiki/F.....Versailles

Kommentar von nemetico am 5. April um 20:38 Uhr

@tobias

Karl Marx hätte ja in seinem Manifest eine Abschaffung der zinsen fordern können, wenn er die Massen in Wirklichkeit hätte befreien wollen, aber stattdessen fordert er eine große Zentralbank und Arbeitszwang.

Ich glaube, daß der Rahmen von Kommentaren hier zu eng ist, um eine solche Diskussion sinnvoll zu führen. Ich stimme jedenfalls nicht zu, daß die “Abschaffung der Zinsen” die Lösung für “das einzige ernsthafte Problem dieser Welt”, “unser Finanzsystem” ist. Damit spreche ich mich aber nicht grundsätzlich gegen diese Forderung aus, halte aber die Theorie, auf die sie fußt (Silvio Gesell) für zu begrenzt. Theoretisch wäre sogar ein “zinsfreier” Imperialismus denkbar. Damit ist aber aus meiner Sicht Gesells Konzeption trotzdem bedenkenswert. Aber den “guten Gesell” dem “bösen Marx” gegenüberzustellen halte ich für abwegig.
Für alle Menschen, die ihren Lebensunterhalt vom Verkauf ihrer Arbeitskraft bestreiten, ist die Zinsfrage weniger interessant als für den Kleinproduzenten, der in sein Arbeitsgerät investieren muß und dafür sich bei den Banken gegen Zinsen verschulden muß. Für den Kleinproduzenten ist in der Tat der Zins ein drückendes Problem.
Daß Karl Marx Arbeitszwang grundsätzlich “forderte”, ist falsch, selbst wenn Legionen von Neoliberalen, Gesellianern und Stalinisten das behaupten. Vielmehr hielt Karl Marx die von Charles Fourier vorausgesagte Gesellschaftsform der Harmonie, in der jeder Arbeitszwang abgeschafft ist, für das “logische Resulat der Geschichte” (=Kommunismus). Dem widerspricht auch nicht, daß er zu seiner Zeit wohl “Arbeitszwang für alle” forderte, zu einem Zeitpunkt nämlich, als nur das Proletariat ebendiesem Arbeitszwang unterworfen waren. Die große Zentralbank forderte er, um eben den Privatbanken die Herrschaft über das wirtschaftliche Geschehen zu nehmen.
Im Ernst, diese ganzen Fragen sind viel zu ernst als daß man sie mit einigen Schlagwörtern abtun sollte. Sowohl Karl Marx als auch Silvio Gesell sind nebenbei bemerkt auch schon aufs übelste fehlinterpretiert worden. Ich befasse mich nicht umsonst schon seit längerem mit beiden Autoren.

Kommentar von Channing am 5. April um 20:43 Uhr

Übrigens - man glaubt es kaum - hat George W. Bushs Urgrossvater, Samuel Prescott Bush, schon den Kaiser im 1. Weltkrieg beliefert.

Kommentar von nemetico am 5. April um 21:13 Uhr

@Channing

Das ist eben das “Land der unbegrenzten Möglichkeiten”, wo jeder vom Tellerwäscher zum Millionär und sogar zum Präsidenten werden kann.
Lach.

Kommentar von parat0x am 5. April um 22:05 Uhr

@ hagbarth … von einer “machtergreifung” durch die nazis 1933 spricht man nicht im bezug auf die reichstagswahlen, sondern in bezug auf das reichsermächtigungsgesetz. und das war in der tat eine machtergreifung, denn auch die kpd wurde 1933 mit einem deutlichen votum in den reichstag gewählt. nur durch den reichstagsbrand schuf man die vorraussetzung, ein drittel des parlaments zu verhaften und dadurch die macht zu ergreifen.

Kommentar von parat0x am 5. April um 22:13 Uhr

gesell und marx haben beide ein deutliches manko. sie sind theoretiker. und zumindestens eins sollte sich die menschheit hinter die ohren schreiben: lasse theoretiker niemals bindende manifeste verfassen!

Kommentar von Politblog.net » G.W. Bushs Großvater finanzierte Hitler, die NSDAP und die Aufrüstung der Wehrmacht « deutsche am 5. April um 23:37 Uhr

[...] Politblog.net » G.W. Bushs Großvater finanzierte Hitler, die NSDAP und die Aufrüstung der We…. [...]

Kommentar von Tobias am 6. April um 03:15 Uhr

Ich habe zwar schon von Silvio Gsell gehört, aber noch nichts von ihm gelesen. Ich glaube nur dass alles auf dieser Erde genug ist und im Überfluss besteht und ausserdem verbieten der Islam, das Judentum und die christliche Kirche Zinsen aber unser ganzes System beruht auf zinsen und ich finde es pervers, dass man nur mit der Zeit Geld verdienen kann, ohne irgend eine wirkliche Arbeit zu vollbringen bzw ein Produkt oder eine Dienstleistung im eigentlichen Sinne abzuliefern aber so vermehrt sich z.Z. Geld und viele Leute die dahinter gekommen sind beuten unsere Erde und ihre Bewohner momentan gnadenlos aus.
Genauso verhält es sich mit der Familie Bush und vielen anderen. George W. Bush ist übrigens genauso Mitglied in einem geheimen Orden, der sich Skull&bones nennt und sage und schreibe 15 aus 250millionen Amerikanern pro Jahr als Mitglied auswählt. zufällig ist sein Gegenkannidat aus dem Jahr 2004 , john f. Kerry ganz ganz zufällig auch ein mitglied dieser Geheimgesellschaft. das ist echte Demokratie und wahre Freiheit.
Deshalb ist es auch nonsens einen Afghanistan undIrak Krieg George Bush in die Schuhe zu schieben. Es SOLLTE so passieren. Es war so gewollt.
In der Politik geschieht nichts zufällig, es ist alles geplant.

Kommentar von Tobias am 6. April um 03:42 Uhr

@paratox .
im Gegensatz zu Gsell wurde Marx Idee auch umgesetzt, weil sie tatkräftige FINANZIELLE Unterstützung erhielt.

Glaube mir, wenn irgendetwas in dieser Welt den Schwachen und den Hilflosen wirklich helfen würde, dann wird es kein Politiker, kein Manager und kein Papst unterstüzen, weil er dann seine Macht verlieren würde.
Alle bisherigen Revolutionen waren Schrott. Die einzige Revolution, die keine Scheiße ist, ist die von Jesus Christus. frohe Ostern.

Kommentar von Peer am 6. April um 05:17 Uhr

Wie aus den Artikeln deutlich hervorgeht, ist das Lügen der Familie Bush wohl immanent. Nun gut, nix anderes ist mir bekannt und habe ich erartet.

Im übrigen wurde Hitler als nützlicher Idiot aufgebaut, da man bei ihm am ehesten darauf zählen konnte, dass es zuum Krieg kommt.

Unter diesem Gesichtspunkt wird auch die Finanzierung der NSDAP klarer, denn wenn es um Geld geht, gibt es immer einen Hintergrund. Im Handorakel von Balthasar Gracian steht zu dieser handlungsweise: Mit der ersten Absicht ankommen, um mit der zweiten abzuziehen.

Kommentar von Florian Horváth am 6. April um 13:41 Uhr

Achso, kennt noch jemand die Nazifirmen? Wer hatte Kriegswerkzeug hergestellt? Waren da nicht Thyssen, BMW und Krupp beteiligt? Welche Stellung haben diese Firmen jetzt? Es gibt noch viele weitere.

Und dann möchte ich nochmal das Thema aufgreifen, wie oft die USA in der Geschichte von einem “Wir” und “Gemeinschaftlichen Verträgen” geredet haben, aber wie oft sie andere Länder bei Kriegen unterstützen mussten und wie wenig sie sich an fremde Bündnisse halten. Nicht die Bevölkerung, ich meine die politische Spitze!

Außerdem ist es mehr als fraglich, ob wir uns als Erlöser in Nahost aufspielen können, wenn auf den Waffen Lockheed oder Heckler & Koch steht, mit denen man sich bekriegt.

Kommentar von nemetico am 6. April um 14:42 Uhr

@paratox

Sei mir nicht böse, paratox, aber vielleicht kann ich dich davon abhalten, künftig weiter so platt zu sein.

Adolf Hitler war beispielsweise eher ein Praktiker, und seine nicht bindenden Manifeste schrieben Ghostwriter.

Was soll ich nun dazu sagen?

Kommentar von parat0x am 6. April um 15:17 Uhr

du gehörst also zu den leuten, die sachertorte verachten weil hitler sie mochte? vielleicht könntest du dich davon abhalten weiter so platt zu sein. immer diese dämlichen hitlervergleiche, das kann einem langsam auf die ketten gehen.

das disqualifizierende an marx’ manifest ist sein charakter. ein manifest ist statisch, die gesellschaftsentwicklung ist aber ein prozess. also ein vorgang, bei dem sich regelmässig die vorraussetzungen ändern. wenn man jetzt diese entwicklung an einem manifest festbinden will, nimmt man sich selbst die möglichkeit zum umgestalten und anpassen.

die ddr war theoretisch ein prima land. es herrschte eine form von sozialer gerechtigkeit, die ihresgleichen suchte. aber praktisch war die ddr ein land, dass seine grenzen dicht machen musste, weil ihm sonst die bevölkerung weggelaufen wäre.

Kommentar von nemetico am 6. April um 15:40 Uhr

@paratox

Verzeih, paratox, aber du bist platt. Was hat das mit Sachertorte zutun? Im Unterschied zu dir, der ich den vollständigen Text von “Mein Kampf” kenne, kann ich dir sogar ein Zitat liefern, wo Hitler sich ausdrücklich von Judenmorden distanziert.
Bitte:

Noch sah ich im Juden nur die Konfession und hielt deshalb aus Gründen menschlicher Toleranz die Ablehnung religiöser Bekämpfung auch in diesem Falle aufrecht. So erschien mir der Ton, vor allem der, den die antisemitische Wiener Presse anschlug, unwürdig der kulturellen Überlieferung eines großen Volkes. Mich bedrückte die Erinnerung an gewisse Vorgänge des Mittelalters, die ich nicht gerne wiederholt sehen wollte.

Weil Hitler das schreibt, sehe ich mich nicht etwa genötigt, religiöse Bekämpfung der “jüdischen Konfession” zu fordern. Oder die christlich inspirierten Judenmorde des Mittelalters zu befürworten.

Und ganz nebenbei hast du von Karl Marx noch weniger Ahnung als von Adolf Hitler, obwohl dessen Werke immerhin vollständig im Internet nachzulesen sind. Und auch ganz nebenbei bemerkt war Karl Marx nicht der Gründer der DDR.
Aber was rede ich, paratox. Ich möchte dich um einen sachlicheren Ton und Stil bitten, dann können wir weiterreden, aber sonst nicht.

Kommentar von nemetico am 6. April um 15:56 Uhr

Ergänzung

Ich bitte ausdrücklich darum, die Tatsache, daß ich obiges Hitler-Zitat gepostet habe , nicht etwa als Zustimmung zu Hitlers Thesen zu verstehen. So was muß man heutzutage groteskerweise dazuschreiben, um nicht von irgendwelchen imperialen PR-Heinis am Ende noch in die Ecke eines Holocaust-Leugners gestellt zu werden. In der Tat stellt die zitierte Textstelle eine brutale Ironie der Geschichte dar.

Doch auch diese Tatsache wirft ein grelles Licht auf die imperiale Public Relation von heute. Diese betont natürlich unablässig, daß sie nicht etwa gegen den Islam seien, weil das eine andere Religion sei. Aber neiiiiin, beileibe nicht, aaaber….

Es ist wichtig zu verstehen, daß Hitler ganz genau so vorging. So ungefähr: “Gegen das Judentum als Konfession habe ich ja gar nichts, und das mit den Judenmorden im Mittelalter war gewiß eine üble Sache, aaaaaber……”

Und die Konstruktion dieses “aaaaber” sich anzuschauen lohnt sich.

Kommentar von parat0x am 6. April um 15:58 Uhr

mal abgesehen davon, dass ich dich weder um nen kommentar gebeten habe, noch einen dialog mit dir führen wollte folgendes: marx war tatsächlich nicht der gründer der ddr, wie bereits eingangs formulierte war marx THEORETIKER. das heisst, theoretiker denken, lesen, schreiben, aber UMSETZEN sollens doch bitte die anderen. das hat man versucht, man ist gescheitert. war einer der gründe des scheiterns vielleicht, weil die praktiker sich zu strikt an die vorgaben des theoretikers halten wollten? jemanden den man jetzt nichtmal mehr fragen kann, ob er wenn er wüsste was wir wissen alles nochmal genauso “manifestieren” würde?

soll ich dir was sagen zum marxismus-leninismus? ich halte es für eine religion, und zwar eine ziemlich abendländische, marx-engels-lenin … die “heilige” dreifaltigkeit, marx der kopf und denker, die graue eminenz, der mann mit dem weissen rauschebart, erz-engels ist selbstredend und lenin der praktiker, der fleischgewordene … also christlicher ist nur noch die katholische kirche …

Kommentar von nemetico am 6. April um 16:08 Uhr

@paratox

Mal abgesehen davon, daß ich der Verfasser des obigen Artikels bin und insofern sehr wohl Kommentare lese und es wohl auch sinnvoll ist, wenn ich darauf antworte, was verfolgst du für eine Absicht, wenn du hier mit aller Gewalt vom Thema (siehe oben) ablenken willst?

Kommentar von parat0x am 6. April um 16:12 Uhr

hab ich garnicht gelesen, dass du das geschrieben hast. ausserdem hab nicht ich mit der marx-gesell-debatte begonnen … .)

Kommentar von Demokratikus :) am 7. April um 00:35 Uhr

@nemetico

>Es ist wichtig zu verstehen, daß Hitler ganz genau so vorging. So >ungefähr: “Gegen das Judentum als Konfession habe ich ja gar >nichts, und das mit den Judenmorden im Mittelalter war gewiß >eine üble Sache, aaaaaber……”

So ungefähr,… aha !!

Dann hättest du aber noch die Zeile drüber mitzitieren sollen aus der eindeutig hervorgeht das Hitler an dieser Stelle in der Retrospektive schreibt und deswegen gibt es da keine Konstruktion eines “Aaaaaabers” sondern wir haben es lediglich mit einer vorweggenommenen Einfügung seiner Hirnverbrannten Weltanschauung zutun, welche (wie später im Buch dann Kapitelweise !) seinen Standpunkt vom schlechten Juden einmal mehr “untermauern” soll.

Sorry lieber nemeticus aber Hitler ist in der Art wie du es in deinem Posting machst leider nicht verwertbar.

Tendenziell solltest du bei Postings dieser Art lieber etwas aufpassen beim unbedarften Leser, (der den Volltext nicht kennt)den Eindruck zu erwecken, das der “Schickelgruber” im Kern doch nur ein falsch verstandener lieber Bube war.

Also in Zukunft bitte mit bedacht zitieren und vor allem Vollständig !

Viele Grüße

P.S.: Apropo Vollständigkeit hier noch die ganze Textstelle aus “Mein Kampf”.

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“Befangen von der Fülle der Eindrücke auf architektonischem Gebiete, niedergedrückt von der Schwere des eigenen Loses, besaß ich in der ersten Zeit keinen Blick für die innere Schichtung des Volkes in der Riesenstadt. Trotzdem Wien in diesen Jahren schon nahe an die zweihunderttausend Juden unter seinen zwei Millionen Menschen zählte, sah ich diese nicht. Mein Auge und mein Sinn waren dem Einstürmen so vieler Werte und Gedanken in den ersten Wochen noch nicht gewachsen. Erst als allmählich

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Die sogenannte Weltpresse
die Ruhe wiederkehrte und sich das aufgeregte Bild zu klären begann, sah ich mich in meiner neuen Welt gründlicher um und stieß nun auch auf die Judenfrage.

Ich will nicht behaupten, daß die Art und Weise, in der ich sie kennenlernen sollte, mir besonders angenehm erschien. Noch sah ich im Juden nur die Konfession und hielt deshalb aus Gründen menschlicher Toleranz die Ablehnung religiöser Bekämpfung auch in diesem Falle aufrecht. So erschien mir der Ton, vor allem der, den die antisemitische Wiener Presse anschlug, unwürdig der kulturellen Überlieferung eines großen Volkes. Mich bedrückte die Erinnerung an gewisse Vorgänge des Mittelalters, die ich nicht gerne wiederholt sehen wollte.”

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“Der Mensch schluckt mit Freude die Lüge, weil er von der Wahrheit Dünnpfiff bekommt”

Demokratikus

Kommentar von Tobias am 7. April um 13:07 Uhr

Gary Allen - Die Insider

Des Griffin - Wer regiert die Welt ?

Kommentar von nemetico am 7. April um 13:41 Uhr

Kommentator “Demokratikus”, der zufällig im Besitz einer digitalen Ausgabe von “Mein Kampf” ist, was gewöhnlichen Sterblichen nicht erlaubt ist, “überführt” mich eines “unvollständigen” Zitates aus “Mein Kampf”, damit dem Leser nämlich nämlich ja klar ist, daß “Hitler an dieser Stelle in der Retrospektive schreibt”.

Pardon, Demokratikus, Hitler schrieb sein Machwerk 1924, und jeder auch nur halbwegs gebildete Leser weiß, daß das nicht mehr Hitlers “Wiener Zeit” war. Hätte ich etwa das ganze Ding abdrucken sollen?

Tendenziell solltest du bei Postings dieser Art lieber etwas aufpassen beim unbedarften Leser, (der den Volltext nicht kennt) den Eindruck zu erwecken, das der “Schickelgruber” im Kern doch nur ein falsch verstandener lieber Bube war.

Ich kann sein, daß ich mich irre, Demokratikus. Genau so arbeitet die imperiale Public Relation, ich kenne das gut. Man droht mir nicht etwa offen und direkt an, mich in die Hitleristen-Ecke zu stellen und somit abzuschießen, sondern läßt das “zwischen den Zeilen” einfließen. Ich kenne diese Sprache so gut, daß ich sie möglicherweise sogar auch dort höre, wo sie gar nicht gesprochen wird.

Ich erlaube mir zum Ausdruck zu bringen, daß die Annahme einer “antisemitischen Internationale” und einer “islamischen Unterwanderung der deutschen Justiz” um keinen Deut weniger hirnverbrannt ist wie die Theorie von der “jüdischen” Weltverschwörung. Das erstere hat die Herrenmenschenlehre Huntingtons zur Grundlage, das zweite die “Rassenlehre”, Vorläufer der heutigen Herrenmenschenlehre, die im 19. Jahrhundert den “main stream” des Bürgertums darstellte. Die Nazis machten in ihrem Antisemitismus in diesem Zusammenhang ebenso geltend, daß sie Feinde der jüdischen “Rasse” wären, und nicht der jüdschen Religion (wie Hitler in dem Zitat: kein Konfessionsstreit), so wie die imperialen Konstrukteure geltend machen, daß sie Feinde der (”totalitären, menschenverachtenden, frauenfeindlichen, etc etc”) islamisch-arabischen Kultur wären, und nicht etwa der islamischen Religion.

Kommentar von parat0x am 7. April um 14:33 Uhr

das ist dein problem nemetico, aber nicht nur deins. nicht jeder internetuser ist akademiker. und ich fühl mich jetzt sogar beleidigt, da du mich offenbar nichtmal als halbwegs gebildet darstellst. nur weil mir scheissegal ist, ob 1924 noch hitlers wiener zeit war. ihr intellektuellen habt echt nen rad ab. wenn ihr beim leser diese bildung ohnehin schon vorraussetzt, wieso schreibt ihr dann eigentlich erst noch aufsätze drüber?

Kommentar von parat0x am 7. April um 14:44 Uhr

Ich kann sein, daß ich mich irre, Demokratikus. Genau so arbeitet die imperiale Public Relation, ich kenne das gut. Man droht mir nicht etwa offen und direkt an, mich in die Hitleristen-Ecke zu stellen und somit abzuschießen, sondern läßt das “zwischen den Zeilen” einfließen. Ich kenne diese Sprache so gut, daß ich sie möglicherweise sogar auch dort höre, wo sie gar nicht gesprochen wird.

das spricht bände. meiner meinung nach wollte er dich nämlich nur darauf hinweisen, dass dieses zitat auch missverstanden werden könnte. woraufhin du ihm vorwirfst ein agent der “imperialen pr” zu sein … super voreilige schlüsse, schattenboxen und paranoia gepaart, intellektuell verpackt mit marxistischem hintergrund. pass bloss auf dass dich nicht irgendwann mal jmd so schnell einordnet wie du das tust.

Kommentar von nemetico am 7. April um 14:45 Uhr

@paratox

Kommt jetzt die “proletarische” “Ihr Intellektuellen”-Nummer?

Ich formuliere es jetzt mal ganz vorsichtig.
Man muß kein Akademiker sein, um zu wissen, daß wenn in einem Buch über gewisse Vorgänge und Gedankengänge in der Vergangenheitsform berichtet wird, diese Vorgänge und Gedankengänge höchstwahrscheinlich vor Verfassung und Drucklegung dieses Buches stattfanden.

Oder?

Braucht man dazu wirklich eine akademische Ausbildung (außerdem: wer sagt, daß ich sie habe?)?

Und ich wiederhole meine Frage von weiter oben: was verfolgst du für eine Absicht, wenn du hier mit aller Gewalt vom Thema (siehe oben) ablenken willst?

Kommentar von parat0x am 7. April um 14:49 Uhr

aktuall garkeine, ich les’ hier nur schon länger mit, du bist ein neues gesicht. das was ich tue nennt man abtasten.

Kommentar von Florian Horváth am 7. April um 14:51 Uhr

Bringt es etwas, sich jetzt an einem Fakt aufzuhängen, den Nemetico anspricht? Das endet nur in einer sinnlosen Diskussion, die allein der Artikel oben beheben soll. Die Nazis waren nicht Hitler, die Nazis kamen nicht ohne Vorwarnung und die Nazis waren ganz einfach alle… Dass der Faschismus in Hitler seine Personifizierung findet, hat nichts damit zu tun, dass es keine Nazis gibt. Schaut euch um… Sie leben überall: Ignorante, herrschaftssüchtige und mordende Menschen. DAS sind Nazis. Und ich glaube nicht, dass der Artikel oben etwas anderes zeigen soll.

Was hier gerade veranstaltet wird, ist nichts anderes, als die Glaubwürdigkeit des Artikels und des Autors zu zerreißen, obwohl bisher nur die Wahrheit zum Ausdruck kam. Schämt euch!

Kommentar von parat0x am 7. April um 16:34 Uhr

ausserdem ist “in der retrospektive schreiben” nicht dasselbe wie “in der vergangenheitsform berichten”. dass eine begebenheit schon passiert sein muss, damit man davon berichten kann ist ohnehin eher logisch, als dass man es aus der formulierung schlussfolgern müsste. retrospektive bedeutet, heute etwas zu verfassen, betrachtet von einem älteren standpunkt. der muss nicht zwangsläufig der selbe sein den man zum aktuellen zeitpunkt, oder zum zeitpunkt der niederschrift einnimmt.

Kommentar von parat0x am 7. April um 18:13 Uhr

Im übrigen wurde Hitler als nützlicher Idiot aufgebaut, da man bei ihm am ehesten darauf zählen konnte, dass es zum Krieg kommt.

genau da bin ich anderer meinung. ich denke nicht, dass hitler das mittel zum krieg sein sollte, sondern dass er ähnlich mussolini und franco nur den kommunismus in deutschland bekämpfen sollte. dafür spricht vor allem, dass er den krieg ja beinahe gewonnen hätte. er hat die briten fast vollständig aus afrika vertrieben, vom europäischen festland und wäre sogar um ein haar auf der insel gelandet. und dieses risiko, letztlich unter die räder einer ideologischen maschinerie wie den nationalsozialismus zu kommen, das denke ich war das internationale grosskapital nicht bereit einzugehen. es war ein schlichter faux pas, da man sich ganz einfach die arbeit ersparte die agenda der nazis tatsächlich zu sondieren. es war also ein schlichtes unterschätzen. was nicht bedeuten soll, dass man nicht versucht hätte aus diesem fehler trotzdem noch den grösstmöglichen profit zu ziehen.

Kommentar von Demokratikus :) am 7. April um 20:08 Uhr

@nemetico

Mein Kampf ist nicht verboten, weder als Volltext noch sonstwie.

Bayern weigert sich nur den unkommentierten Nachdruck zuzulassen, und stützt sich dabei auf Urheberechte die nach nicht unumstrittener Ansicht dem Freistaat zustehen sollen also hör doch bitte auf sowas zu verbreiten, danke.

Was ich klarstellen will ist nicht:

Das Hitler in der Retrospektive schreibt, sondern das der Kerl einen Dachschaden hatte. Ausser bei dir scheint das ja auch bei jedem anderen angekommen zu sein.

Ich bin auf jeden Fall “halbwegs gebildet genug” um zu wissen das dein Hinweis auf die Wiener Zeit irgendwie keinen Sinn gibt.
Ausserdem musst du keineswegs das ganze Ding abdrucken aber man sollte sich evtl. nicht auf das ohne Kontext wohl so ziemlich ungünstigste Zitat aus dem ganzen Machwerk beschränken.

Damit du wieder ruhig schlafen kannst: Ich bin nicht von der “imperialen PR” und stelle dich auch in keine Ecke.

Mir ist das ganze Gerede von Weltverschwörungen Antisemitismus und Mullas mit dem bösen Blick das du da ablässt ein wenig suspekt und an sich auch eher wurscht ;).
Deine Feststellung das die Nazis zwischen Rasse und Religion herumdifferenziert (bzw. das zu vereinheitlichen) versucht haben ließt sich mächtig intelektuell und stimmt auch, ändert aber nichts daran das das ganze Gesabbel von diesen Herrschaften Unfug war. Das das damals die herrschende Meinung war wirft lediglich ein beschämendes Licht auf den Zeitgeist von damals, bringt aber die Debatte hier und Heute nicht weiter.

Und noch was zu dem Tagesaktuellen Bezug den du herstellst, wenn du von der ” islamisch-arabischen Kultur” und der “islamischen Religion” schreibst: Das hat mit der Debatte der Nazis bei der es (haarsträubender Weise) um rassische bzw. ethnische Zuordnung und dann um Religionsfragen geht gar nix zu tun !
Denk mal darüber nach …..

Im übrigen finde ich es auch nicht gut das unsere westlichen Regierungen neue Feindbilder heranziehen und agressive Aussenpolitik betreiben um unseren Kapitalismus am laufen zu halten, dass die Demokratie bei uns zur Zeit im Sommerschlussverkauf befindlich ist ist auch traurig schon wahr.

Aber dennoch macht das den mittleren Osten nicht zum zukunfstweisenden Land der Verheisung in Sachen Staatsorganisation. Wirf mal beispielhaft einen Blick in die Verfassung der “islamischen Republik Iran”. Dort stellt ein für diesen Kulturkreis ja wohl doch ziemlich representatives Land SELBER klar, dass “ein Gotteststaat gegeben ist” und das “Gewaltenteilung nicht stattfindet”.
Die schreiben da im grundlegensten aller Dokumente höchstselbst das zwischen Kultur, Religion und Staatsform kein Unterschied besteht !!
Das sollte uns schon klar machen das diese Leutchen noch was dazuzulernen haben.
Der sog. weltliche Präsident “Amadinedschad” (hab die Schreibweise grade nicht zur Hand)der tatsächlich nichts zu melden hat ist übrigens ein schlechter Witz und dient wohl nur dazu uns Westlern die nicht lesen können (z.B. die iranische Verfassung :) ) was von einem sekularen Staat vorzugaukeln.
Dieses Land wird von ner Zwölfertruppe (und einem Oberguru) aus wie ich mal etwas platt und verallgemeinernd sagen möchte “Spinnern” regiert (ratet mal wo das steht….. jawohl in der Verfassung, lesen lesen lesen !)

Bei dem ganzen Neoimperialismusgerede kommt mir die Erörterung dieser Offensichtlichkeiten doch meist etwas zu kurz.

Nichts desto trotz sollte mann den aktuell im Begriff befindlichen Demokratieabbau vor der eigenen Haustür weiter kritisch im Auge behalten.

Puhh jetzt gehe ich zwar schon etwas Off topic aber es geht mir doch gleich besser :).

@ Florian Horváth

Also tschuldige mal aber ich glaube nicht das sich hier irgendwer für das was er schreibt schämen müsste,….. solche Bemerkungen sind wenig hilfreich wie ich finde. Danke für die Aufmerksahmkeit.

@ paratox

> ausserdem ist “in der retrospektive schreiben” nicht dasselbe
> wie “in der vergangenheitsform berichten”.

Danke Paratox, das du mich nicht dumm sterben lässt ;).
Mir ging es mit dieser Festellung weniger um terminologische Subtilitäten als vielmehr darum das AH Zitat nicht Kontextunabhängig im Raum stehen zu lassen.

Mann lernt nie aus….

Gruß, Demokratikus

P.S.: Schon mal drüber nachgedacht:

Alle Präsidenten der USA waren entweder Generäle oder Juristen oder beides, George Bush ist was …… ?? Texanischer Redneck mit dickem Erbe ??

Ein Schelm wer dabei an Paris hil… äh an böses denkt :).

Kommentar von nemetico am 8. April um 22:01 Uhr

@Demokratikus

Aber dennoch macht das den mittleren Osten nicht zum zukunfstweisenden Land der Verheisung in Sachen Staatsorganisation. Wirf mal beispielhaft einen Blick in die Verfassung der “islamischen Republik Iran”. Dort stellt ein für diesen Kulturkreis ja wohl doch ziemlich representatives Land SELBER klar, dass “ein Gotteststaat gegeben ist” und das “Gewaltenteilung nicht stattfindet”.

Werter Demokratikus, zu Ihren Gunst möchte ich annehmen, daß es Ihnen wirklich und ehrlich darum geht, über alle Gegnerschaft gegen imperiale Raubkriege nicht zu vergessen, daß auch der Iran kein “zukunftsweisendes Land der Verheißung in Sachen Staatsorganisation” darstellt.
In diesem Punkt werde ich Ihnen gewiß nicht widersprechen. Ich wüßte allerdings auch nicht, wo ich dergleichen behauptet hätte.

Ich möchte die Angelegenheit an einem historischen Ereignis deutlich machen. Bekanntlich war der Überfall auf den Sender Gleiwitz eine false-flag-Operation der Nazis, um eine Begründung für den Krieg gegen Polen aus dem Hut zu zaubern.
Wenn ich nun geltend mache, daß dieser Überfall auf den Sender Gleiwitz und andere “Ereignisse” jener Zeit eine Lüge war, die die wahren Gründe eines Raubkrieges vertuschen sollte, stelle ich damit den polnischen Staat 1939 als “zukunftsweisendes Land der Verheißung in Sachen Staatsorganisation” dar? Wohl kaum. Im Gegenteil: die polnische Regierung 1939 war nicht nur militant deutschenfeindlich, sie war gleichzeitig sogar noch militant judenfeindlich und alles andere als eine demokratische Regierung.

Stimmen wir da überein?

Sodann frage ich mich: warum wird mir immer dann, wenn ich den Überfall auf den Sender Gleiwitz erwähne, zufällig NICHT unterstellt, daß ich Polen 1939 zu einem “zukunftsweisenden Land der Verheißung in Sachen Staatsorganisation” erkläre? Ist doch merkwürdig.

Das passiert ja wirklich nicht.

Wenn ich aber versuche, Lügen zu entlarven, die zum Krieg gegen Irak, Iran und vielleicht morgen Pakistan führen sollen, dann soll ich angeblich diese Länder immer zu “zukunftsweisende Länder der Verheißung in Sachen Staatsorganisation” erklären.

Seltsam. Nach Ockhams Raser hat das wahrscheinlich damit zu tun, daß es darum geht, meine heutige Kriegsgegnerschaft unsachlich und polemisch zu verunglimpfen, während meine Hitlergegnerschaft in Sachen 1939 heutzutage niemanden mehr interessiert, weil sie einfach “keine Munition” hergibt.

Genau dies, Demokratikus, passiert nämlich immer wieder.

Als ich 1971 gegen den Vietnamkrieg auf die Straße ging, wurde uns vorgehalten, wir sollten doch “in die DDR gehen, wenn es euch hier nicht paßt” oder “zum Vietcong übersiedeln”.

Selbstverständlich hieß es 1990/91 auch, daß unsereiner “Freund eines totalitären Regimes” eines “neuen Adolf Hitler” seien, und das ausgerechnet bei einem Mann, der noch 5 Jahre zuvor als “guter Onkel des Westens” in allen Massenmedien gepriesen wurde. Und wie wir es wagen könnten, diesen Kindermörder Saddam auch noch zu “verteidigen” (Brutkastenlüge).

Ist es verständlich, wenn ich da an keinen Zufall mehr glaube?

Zu Ihren Gunsten, Demokratikus, nehme ich an, daß es Ihnen ernsthaft darum geht, differenziert zu sehen, daß der Iran keineswegs ein demokratisches Vorbild sein kann, was indessen weder ich noch sonst jemand in diesem Blog je behauptet hat. In aller Sachlichkeit, Demokratikus, warum unterstellen Sie mir dann, ich hätte den Iran als “zukunftsweisendes Land der Verheißung in Sachen Staatsorganisation” angepriesen, was Sie sicher nicht explizit, sondern implizit tun?

Verzeihen Sie mir meine Sensibilität in diesen Dingen, die mit Erfahrungen zu tun haben.

Wir wissen ja nicht, was die Zukunft noch so alles bringen wird. Nehmen wir an, daß dem US-Imperium irgendwann König Abdullah von Saudi-Arabien aus dem Ruder läuft. Das ist durchaus denkbar und auch möglich, wenn auch derzeit noch wenig wahrscheinlich. Natürlich werde ich auch dann alles tun, um die mit Sicherheit konstruierten Kriegslügen zu entlarven. Aber ich werde den Teufel tun und etwa Saudi-Arabien als “zukunftsweisendes Land der Verheißung in Sachen Staatsorganisation” zu preisen. Aber - und das ist der springende Punkt - ich bin mir SICHER, daß genau das den Kriegsgegnern dann vorgehalten werden wird.

Ich möchte noch ein drastischeres Beispiel gebrauchen.
Auch Israel ist - auf eine gewisse Weise betrachtet - ein Handlanger des Imperiums, der diesem bei geänderten weltpolitischen Konstellationen aus dem Ruder laufen könnte. Grundsätzlich ist sogar das denkbar und möglich, aber derzeit nicht wahrscheinlich. (Im Falle Saddam Husseins war es 1984 auch nur theoretisch denkbar und möglich, daß er nur sechs Jahre später zum “neuen Adolf Hitler” erklärt wurde).
In einem solchen Falle sehe ich mich schon heute im Geiste angeklagt, als “Zionist” das israelische Apartheid-Regime als “zukunftsweisendes Land der Verheißung in Sachen Staatsorganisation” anzupreisen.

Ich werde gern auch einen Artikel zur politischen Entwicklung im Iran schreiben, wenn ich dazu komme, doch werde ich sehr genau darauf achten, daß meine kritische Betrachtung des Iran auch nicht im Ansatz zu einer Kriegslüge oder zur Unterstützung einer solchen mißbraucht werden kann.

Kommentar von Demokratikus :) am 9. April um 17:04 Uhr

>Werter Demokratikus, zu Ihren Gunst möchte ich annehmen, daß >es Ihnen wirklich und ehrlich darum geht, über alle Gegnerschaft >gegen imperiale Raubkriege nicht zu vergessen, daß auch der >Iran kein “zukunftsweisendes Land der Verheißung in Sachen >Staatsorganisation” darstellt.

korrekt.

>In diesem Punkt werde ich Ihnen gewiß nicht widersprechen. Ich >wüßte allerdings auch nicht, wo ich dergleichen behauptet hätte.

Haste ja auch nich, ich hab ja auch erwähnt das ich an dieser Stelle etwas ins allgemeinpolitische abgedriftet bin (Hinweis Off Topic !).

>Stimmen wir da überein?

Ja tuen wir. Allerdings sehe ich das mit dem “entlarven” nicht so bedeutungsvoll, schliesslich ist Heute der Befehl “Fall Weis” in dem Hitler selber ganz offen und Schwarz auf Weis vom Angriff auf Polen spricht für jeden und in jeder Form verfügbar.
Das der “homo Bundesrepublikanensis” an einem bedauerlichen Mangel an Geschichtsinteresse und der Unfähigkeit zum differenzierten Denken sowie an mangelndem Transfervermögen leidet ist halt bedauerlich (Sie dürfen nicht vergessen das wir hier in einem Land leben in dem die Schulnote 6 in Mathematik als Kavalirsdelikt abgetan wird und schon nahezu als “Schick” gilt :). ).
Ganz schön erbärmlich …..

>Sodann frage ich mich: warum wird mir immer dann, wenn ich >den Überfall auf den Sender Gleiwitz erwähne, zufällig NICHT >unterstellt, daß ich Polen 1939 zu einem “zukunftsweisenden >Land der Verheißung in Sachen Staatsorganisation” erkläre? Ist >doch merkwürdig.

Evtl. aus dem selben Grund warum niemand dir in diesem Zusammenhang unterstellt das du Socken mit “L” und “R” Markierung trägst ? Nur mal so als Beispiel ;).

>Das passiert ja wirklich nicht.

Eben !

>Wenn ich aber versuche, Lügen zu entlarven, die zum Krieg >gegen Irak, Iran und vielleicht morgen Pakistan führen sollen, >dann soll ich angeblich diese Länder immer >zu “zukunftsweisende Länder der Verheißung in Sachen >Staatsorganisation” erklären.

Nö warum denn ??

>Seltsam. Nach Ockhams Raser hat das wahrscheinlich damit zu >tun, daß es darum geht, meine heutige Kriegsgegnerschaft >unsachlich und polemisch zu verunglimpfen, während meine >Hitlergegnerschaft in Sachen 1939 heutzutage niemanden mehr >interessiert, weil sie einfach “keine Munition” hergibt.

Reine Spekulation deinerseits, mehr fällt mir dazu nicht ein, sorry.
Evtl. eins noch: Ich mach nicht ohne Grund einen grossen Bogen um die psychologische Fakultät und die dortigen Probanden ;).

>Ist es verständlich, wenn ich da an keinen Zufall mehr glaube?

Das entscheidende Wort in diesem Satz ist m.E. “Glauben”. Und Glaubensfragen sind immer schwer zu versachlichen….

>Zu Ihren Gunsten, Demokratikus, nehme ich an, daß es Ihnen >ernsthaft darum geht, differenziert zu sehen, daß der Iran >keineswegs ein demokratisches Vorbild sein kann, was indessen >weder ich noch sonst jemand in diesem Blog je behauptet hat. In >aller Sachlichkeit, Demokratikus, warum unterstellen Sie mir >dann, ich hätte den Iran als “zukunftsweisendes Land der >Verheißung in Sachen Staatsorganisation” angepriesen, was Sie >sicher nicht explizit, sondern implizit tun?

“Spekulatius” ist sicher dein bevorzugtes Lieblingsgebäck zu Weihnachten (sorry aber der musste raus :)).)

>Wir wissen ja nicht, was die Zukunft noch so alles bringen wird.

Man kann basierend auf soliden Erkenntissen der Geschichte gute Prognosen aufstellen, und die Aussichten da sind wir uns einig sind zur Zeit eher unheilvoll….

>Aber - und das ist der springende Punkt - ich bin mir SICHER, daß >genau das den Kriegsgegnern dann vorgehalten werden wird.

Wenn du an die Bild Redaktion herantritst dann sicher…. .
Ansonsten mal abwarten…. .

>In einem solchen Falle sehe ich mich schon heute im Geiste >angeklagt, als “Zionist” das israelische Apartheid-Regime >als “zukunftsweisendes Land der Verheißung in Sachen >Staatsorganisation” anzupreisen.

Schon möglich.

>Ich werde gern auch einen Artikel zur politischen Entwicklung >im Iran schreiben, wenn ich dazu komme, doch werde ich sehr >genau darauf achten, daß meine kritische Betrachtung des Iran >auch nicht im Ansatz zu einer Kriegslüge oder zur Unterstützung >einer solchen mißbraucht werden kann.

Wird bestimmt spannende Lektüre,… evtl. die ein oder andere Priese spekulatiu,…. ähm Spekulation weglassen ;).

Mfg, Demokratikus

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