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Wie "Aasgeier-Fonds" Entwicklungsländer ausbeuten

Vor Kurzem schrieb ich darüber, wie Tony Blair in Zusammenarbeit mit der britischen Barclays Bank Entwicklungshilfe für Tansania umleitete und an den britischen Rüstungskonzern BAE Systems weiterreichte.

Nun von der BBC ein neuer Bericht darüber, wie westliche Finanzgruppen, so genannte “Aasgeier-Fonds”, Entwicklungsländer und die Entwicklungshilfepraxis der Industrieländer ausnutzen:


Sambia verliert vor Gericht ‘Aasgeier-Fonds’-Fall

Ein Richter hat geurteilt, dass Sambia einem so genannte ‘Aasgeier-Fonds’ eine beträchtliche Summe bezahlen muss.

Die von den British Virgin Islands aus operierende Finanzgruppe Donegal International bezahlte weniger als 4 Mio. US-$ für ein Schuldenpaket, das die afrikanische Nation schuldig war, und verklagte Sambia dann auf eine Rückzsahlung von 24 Mio. US-$.

Der Fond sagte, der Betrag sei das Resultat von Zinsen und entstandenen Kosten, aber der Richter deutete an dass Sambia weniger zahlen sollte.

Laut BBC-Wirtschaftsreporter Andrew Walker glauben Leute, die mit dem Fall vertraut sind, dass der Richter Sambia zu einer Zahlung von 10 bis 20 Mio. US-$ an Donegal verurteilen wird.

Aasgeier-Fonds - wie sie vom Internationalen Währungsfonds und dem britischen Schatzkanzler Gordon Brown genannt werden . sind Unternehmen, die die Schulden armer Länder zu einem Spottpreis kaufen, kurz bevor sie von den Gläubigernationen erlassen werden. Dann verklagen die Unternehmen die armen Länder auf den vollen Wert der Schulden plus Zinsen.

Es gibt Befürchtungen, dass solche Fonds die Segen der internationalen Schuldenerlassungen zunichte machen, der eigentlich armen Ländern hätte zu Gute kommen sollen.

(Wegen der Rückzahlung an den Fonds) wird eine medizinische Behandlung von über 100.000 Menschen in Sambia unmöglich sein, die sie sonst erhalten hätten.

‘Das ist der Sinn von Schuldenerlassen, und nicht die Füllung der Geldbeutel von Geschäftsleuten aus reichen Ländern’.

Michael Sheehan, der Gründer von Donegal International, wurde vor dem Gerichtsurteil von BBC mit der Sache konfrontiert, aber sagte nur: ‘Kein Kommentar. Das Verfahren läuft noch. Es sind nicht meine Schulden’.”



DaRockwilda
Dieser Eintrag wurde am Samstag, den 17. Februar 2007 von DaRockwilda geschrieben und in die Kategorie Wirtschaft eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von winfried aus chemnitz am 17. Februar um 15:09 Uhr

Die Leute können sich selbst helfen so die Information auf ungewöhnlichen Weg zu Ihnen dringen würde!
Sie brauchen eigenes Geld - und das geht so!

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Buch PDF - Dann weis man wie es geht!

Kommentar von Heiko am 18. Februar um 00:39 Uhr

Bei der Aufbringung des Kapitals für Fonds habe ich ja immer einen kleinen Verdacht. Das Bestreben von Vito Andolini aus dem Film “Der Pate” galt ja immer dem “sauber halten” des Geschäfts. So stellt sich mir dann auch gleich immer die Frage was diese eigentlich mit ihrem Geld so anfangen. Allein die italienische Mafia soll im Jahr 2006 einen geschätzten Umsatz von 100 Mrd. € gemacht haben. Bei diesen Größenordnung möchte man dann auch gar nicht über die politischen Möglichkeiten nachdenken. Das Geld gewaschen und angelegt in Hedge Fonds ergibt ein Betätigungsfeld, das wahrscheinich weit über mein Fassungsvermögen hinausgeht. Über Beteiligungen an Konzernen ist der Weg über Lobbygruppen auch nicht mehr weit sich direkt an der Macht/Politik eines Landes einzukaufen.

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