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Die Verbandelung von US-Politikern mit der Rüstungsindustrie

Im Allgemeinen spreche ich oft davon, dass viele Politiker in den USA nichts weiter als Erfüllungsgehilfen für gewinnhungrige Unternehmen sind. Nirgends ist das deutlicher als im so genannten Militärisch-Industriellen Komplex. Unter diesem Begriff fasst man gemeinhin alles zusammen, was ein gemeinsames Interesse an Krieg hat. Also Rüstungs- aber auch andere Firmen, Militär, Politiker und Denkfabriken. Häufig sind diese untereinander verbunden, was gemeinsame Vorgehensplanung vereinfacht.

Ein Musterbeispiel für den Militärisch-Industriellen Komplex ist das Project For The New American Century (PNAC). Dessen Mitglieder haben geschäftliche Kontakte mit der Rüstungsindustrie, bekleiden höchstrangige Regierungsposten und planten unter Nutzung eines “neuen Pearl Harbors” (= 9/11) die massive Aufstockung der unter Anderem für das exorbitante Haushaltsdefizit von 50 Billionen US-$ verantwortlichen Rüstungsausgaben und damit der Gewinne ihrer Geschäftspartner.

Durch einen Artikel im Playboy-Magazin wurde nun einmal mehr verdeutlicht, wie konkret die Verbindungen zwischen PNAC und den Rüstungsfirmen sind:


“Bruce P. Jackson (Direktor von PNAC, d.A.) war lange Zeit ein Befürworter der Idee, Saddam Hussein zu stürzen. Zusätzlich zu seiner Rolle im ‘Committee for the Liberation of Iraq’ und dem ‘U.S. Committee on NATO’ war er Präsident des ‘Project for Transitional Democracies’, das sich für ‘beschleunigte demokratische Reform’ in Osteuropa einsetzte (= Kosovokrieg, d.A.)

Aber man kann Jacksons Aktivitäten auch anders sehen. Wie es die New York Times 1997 formulierte: ‘Nachts ist Bruce Jackson der Präsident des U.S. Committee to Expand NATO, und geht mit Senatoren und ausländischen Politikern essen. Tagsüber ist er der Vizepräsident für Strategie und Planung bei Lockheed Martin, der weltgrößten Rüstungsfirma’.

Während er von 1999 bis 2002 Vizepräsident für Strategie und Planung bei Lockheed war, war Jackson nach eigenen Angaben ‘verantwortlich für die Außenpolitikplattform bei der Hauptversammlung der Republikaner 2000′. Die Plattform handelte von einem dramatischen Anstieg der Rüstungsausgaben.”


“Jackson erzählte, dass er ‘William Kristol Geld gab’, damit dieser (die Zeitung) Weekly Standard starten konnte, die sich für einen Krieg gegen Saddam aussprach. Lockheed unterstützte den kriegsbefürwortenden Weekly Standard auch als Werbepartner.”



Kristol ist ebenfalls PNAC-Gründer und oberster Kriegstreiber.


“(…) Alles was du brauchst, um den Feind zu töten, wird (Lockheed Martin) dir verkaufen.

Sie werden dir aber auch sagen, wer dieser Feind überhaupt ist. Und (der jetzige Sicherheitsberater, d.A.) Stephen Hadley, den die New York Times als einen der wichtigsten Lockheed-Beauftragten in Bushs Weißem Haus bezeichnete, war dort um alle Fäden zusammenzuführen.

Bush sagte in seiner Rede zur Lage der Nation am 29. Januar 2003: ‘Die britische Regierung hat davon erfahren, dass Saddam Hussein vor Kurzem in Afrika große Mengen Urans kaufen wollte’ (die so genannte von Michael Ledeen fabrizierte Yellowcake-Lüge, d.A.). Damit war die von Saddam ausgehende Gefahr aufgebaut und die US-Bürger glaubten daran. Und die Person, die diese Aussage in Bushs Rede bugsiert hat, war Hadley.”


“Bush konnte nicht ohne einen Verbündeten in den Irak einmarschieren, und Lockheed wusste das. Um Tony Blair die Sache schmackhaft zu machen, ließ Lockheed (die britische Rüstungsfirma, d.A.) British Aerospace Systems (BAE) an dem Vertrag für das Kampfflugzeug F-35 teilhaben. Dies brachte BAE wieder in Form, damit es den 70 Milliarden US-$ schweren Auftrag aus Saudi Arabien erfüllen konnte. Außerdem blieben so 10.000 Arbeitsplätze bei BAE und 4.000 bei Rolls Roye gesichert.

Um die Sache für Blair noch besser zu machen, sorgte Lockheed auch für eine britische Beteiligung an dem Auftrag für neue Helikopter für den US-Präsidenten.”


“Die Frau des Vizepräsidenten, Lynne Cheney, war bis zur Amtseinführung ihres Mannes Aufsichtsratsmitglied bei Lockheed, was ihr eine halbe Million US-$ einbrachte.”


Aber auch bei den anderen großen US-Rüstungsfirmen sieht es nicht besser aus:

“(PNAC-Mitglied und unermüdlicher Kriegstreiber) Richard Perles Risikokapitalgesellschaft, Trireme Partners, bekam von Boeing 20 Millionen US-$. Perle ist auch ein Mitglied des Defense Policy Board im Pentagon.”


“Der ehemalige Vizeverteidigungsminister und jetziger Weltbankchef Paul Wolfowitz ist ein ehemaliger Berater von Northrop Grumman. Die Nummer drei im Pentagon, Douglas Feith gründete die Anwaltskanzlei Feith & Zell, die unter Anderem auch Northrop Grumman vertritt. Feith schaffte das Office of Strategic Intelligence im Pentagon, welches unter Anderem gefälschte Berichte an Auslandsmedien weitergab, um Unterstützung für den Irakkrieg zu bekommen.”


“Gordon England, der ehemalige Sekretär der Navy, war davor der Vizeexekutivpräsident von General Dynamics. Der ehemalige Außenminister Colin Powell war Aufsichtsratmitglied von Gulfstream Aerospace.”


“For those in the war business, life is good.”


In die gleiche Kerbe schlägt auch dieser Artikel von Metro Active, einer Zeitung im Silicon Valley:


“Als Vorsitzende des Senatskommitees für die Bewilligung von ‘Military Construction’ beaufsichtigte die Senatorin Dianne Feinstein von 2001 bis 2005 die Bewilligung von Milliarden Dollar an Bauprojekten des Militärs. Zwei Rüstungsfirmen, deren Mehrheitsbeteiligungen damals im Besitz von Feinsteins Ehemann Richard C. Blum waren, profitierten von den Entscheidungen Feinsteins.”



Es ist schon bezeichnend für den Zustand der US-Massenmedien, wenn nur der Playboy im Stande ist, solch einen Artikel zu veröffentlichen. Aber natürlich liegt das daran, dass ein Großteil der US-Massenmedien selbst mit dem Militärisch-Industriellen Komplex verbandelt ist.

Es ist unheimlich wichtig, dass Informationen wie diese über die konkreten Beziehungen innerhalb des MIK ans Licht kommen. Die Firmen brauchen Gewinne. Also sorgen sie für Gewinne. Sie und ihre Schergen liefern Kriegsgründe, Berater, Lobbyisten, Anwälte und nicht zuletzt Propaganda in der Form von eigenen Medien. Wenn es nicht so blutig wäre, wäre es das perfekte Geschäftsmodell.

Es ist unheimlich wichtig, dass diese Informationen ans Licht kommen. Denn angesichts dieser handfesten finanziellen Verbindungen können uninformierte Zeitgenossen diese Beschreibung vom Krieg als pures Gewinngeschäft nur noch durch pure Ignoranz leugnen. Wenn eure Ausführungen hierzu in Diskussionen als “Verschwörungstheorien” abgetan werden (”Aber es gibt doch einen anderen Grund für solche Kriege”, “es kann doch nicht sein dass da alle unter einer Decke stecken”), dann konfrontiert eure Widersprecher mit diesen Informationen. Zeigt ihnen dass es kein Unsinn ist, zeigt ihnen dass “die” in der Tat alle unter einer Decke stecken. Nicht unter der Decke der verschwörerischen Weltdominanz, nicht unter der Illuminati-Decke der geheimen Bruderschaften, sondern unter der Decke des Geldes. Ganz simpel.

DaRockwilda
Dieser Eintrag wurde am Freitag, den 26. Januar 2007 von DaRockwilda geschrieben und in die Kategorie Krieg, Militär, Terrorismus eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Lawrenti am 26. Januar um 10:15 Uhr

Bruce Jackson ist eine der wichtigsten Figuren im Netzwerk der Neocons, aggressiven Nationalisten und Vertreter des Militärisch-Industriellen Komplexes. Im Sommer vergangenen Jahres initiierte Jacksons Project on Transitional Democracies eine Solidaritätsadresse für eine von Garri Kasparow organisierte Anti-Putin-Konferenz in Moskau.
http://www.mbktrial.com/pdfs/Open%20Ltr.pdf

Jackson war unter den Teilnehmern der Konferenz
http://www.theotherrussia.ru/eng/list/

Zu Bruce Jackson siehe auch:
Für Lockheed, Chodorkowski und die Menschenrechte
Mr. Bruce Jackson, seine Komitees und ein Offener Brief gegen Putin
Von Hans-Werner Klausen
http://www.berlinerumschau.com.....erNeocons5

Sowohl Jackson als auch Kasparow gehören dem National Security Advisory Council beim militaristischen Think Tank Center for Security Policy Policy an.
http://www.centerforsecuritypo.....egoryID=50

Das Center for Security Policy (CSP) selbst ist ein gutes Beispiel für die Verbandelung von Politikern, Rüstungsindustrie und rechten Think Tanks
http://rightweb.irc-online.org/profile/1456

CSP-Vorstandsmitglied Charles M. Kupperman ist Vizepräsident von Boeing. Chef der deutschen Niederlasung von Boeing war von 2003 bis 2006 Horst Teltschik, Organisator der Münchner NATO-Sicherheitskonferenz (Jackson war dort öfter als Teinehmer anwesend) und ehemaliger Berater Kohls.

Lynne Cheney, Frau des Vizepräsidenten Richard (”Dick”) Cheney war vor dem Einzug ihres Mannes ins Weiße Haus Vorstandsmitglied bei Lockheed Martin.
http://rightweb.irc-online.org/profile/1071

Kommentar von Egon am 26. Januar um 13:52 Uhr

Letztendlich “Die”,wen ich mir die Namen dieser einflußreichen Personen Revue passieren lasse,kann ich nur zu dem Schluß kommen,das jüdische Kapital hat in den USA das sagen.Der Rest der US-Einwohner stellt die Schafherde dar die von den Hirten gehütet wird. In dieser Konstellation wäre ich auch lieber Hirte als Schaf.

Kommentar von Lara am 26. Januar um 14:17 Uhr

@Rockwilda: Guter Artikel, trifft genau den Punkt. Religion ist da vollkommen nebensächlich und ist nur Mittel zum Zweck.

@Egon: *gäähn* Das jüdische Kapital mal wieder. Mein Gott, könnt ihr mal aufhören mit eurer selektiven und selbsttäuschenden Wahrnehmung? Da sind genauso Christen und Moslems beteiligt, was soll die Einengung auf die jüdischen Beteiligten? Du hast den Text überhaupt nicht verstanden.

Es ist immer das gleiche: Wer sich erst mal einen Sündenbock erkoren hat, sieht immer und überall nur das, was diese Sichtweise bestätigt und ignoriert aktiv alles, was dagegen spricht.

*kopfschüttel*

Kommentar von Lawrenti am 26. Januar um 14:25 Uhr

Lynne Cheney, die Frau von Vizepräsident Cheney, hatte bis 2001 einen Vorstandsposten bei Lockheed Martin.
http://rightweb.irc-online.org/profile/1071

Der oben erwähnte Bruce Jackson ist eine der wichtigsten Personen im Netzwerk der aggressiven Nationalisten, Neocons und des Militärisch-Industriellen Komplexes. Zu seinen vielen Gremienmitgliedschaften gehört die im National Security Advisory Council (NSAC) des militaristischen Think Tanks Center for Security Policy (CSP)
http://www.centerforsecuritypo.....egoryID=50

Beim CSP sind zahlreiche Politiker, Vertreter des Militärisch-Industriellen Komplexes (Vorstandsmitglied Charles M. Kupperman ist beispielsweise Vizepräsident bei Boeing) und rechte Intellektuelle.
Zum CSP siehe auch:
http://rightweb.irc-online.org/profile/1456

Zusammen mit Bruce Jackson sitzt Garri Kasparow im NSAC beim CSP. Im Sommer 2006 nahm Bruce Jackson an einer von Kasparow organisierten Anti-Putin-Konferenz in Moskau teil und sein Project on Transitional Democracies initiierte eine Solidaritätsadresse westlicher Persönlichkeiten für Kasparows Konferenz.
http://www.theotherrussia.ru/eng/list/

http://www.mbktrial.com/pdfs/Open%20Ltr.pdf

Im Herbst 2003 schwang Bruce Jackson anläßlich der Verhaftung des Oligarchen Chodorkowski die Antisemitismuskeule gegen Rußland:
The Failure of Putin’s Russia, Bruce Jackson, Washington Post, October 27, 2003
http://www.newamericancentury......031027.htm

Zu Bruce Jackson auch:
http://www.berlinerumschau.com.....erNeocons5

Für die Verbandelung von Politik und Rüstungsindustrie auch aufschlußreich: Horst Teltschik, Organisator der Münchner NATO-Sicherheitskonferenz und ehemaliger Berater Kohls war von 2003 bis 2006 Chef der deutschen Niederlassung von Boeing.

Kommentar von Lawrenti am 26. Januar um 14:30 Uhr

Entschuldigung, daß ich den Kommentar noch mal geschickt habe. Hab nicht gesehen, daß er schon drin war.

Kommentar von DaRockwilda am 26. Januar um 15:14 Uhr

“Da sind genauso Christen und Moslems beteiligt”

Christen sowieso, und an Moslems zB Khalilzad.

Kommentar von ravi am 26. Januar um 21:20 Uhr

Sehr Sehr Gut Rock……….Ravi

Kommentar von Egon am 27. Januar um 15:11 Uhr

@ Lara,
kann es sein,oder ist es rein zufällig,daß der überwiegende Teil nun mal Zionisten/ Juden sind.Vor Allem die Hochfinanz,ehemals ein gewisser Greenspan auch dessen Nachfolger ist der gleichen Glaubensrichtung ( ob SIE ehrlichen Glaubens sind entzieht sich meiner Kenntnis)angehörig.Und schau mal in der Bibel nach,wer den Zins und Zinseszins in Leben gerufen hat!
Diejenigen,die ehrlichen Glaubens sind habe ich keiner Weise damit gemeint(geht aus anderen Beiträgen hervor)Eben so könnte ich gähnen bei jeder Antisemitismuskeule.
Fehlt nur noch dein Kommentar:setzen sechs,Thema verfehlt!

lockt doch in Deuschland schon fast keinen Hund mehr hinterm Ofen vor

Kommentar von Lara am 27. Januar um 17:02 Uhr

Nun, Egon, es ist mir egal, ob du es langweilig findest, Antisemit genannt zu werden. Angesichts deiner Aussagen wundert mich das nicht besonders.

Aber mich stört, wenn durch Kommentare wie deine gute Artikel in den Dreck gezogen werden und du Typen wie Allan die Munition lieferst, Rockwilda anzugreifen.

Ich werde dir jedenfalls nicht erklären, warum es unredlich ist, vom Verhalten einer Teilmenge auf die Gesamtmenge zu schließen, auch wenn die Teilmenge groß ist. Ich werde dir auch nicht erklären, dass ich sehr gerne Zinsen kassiere für mein Geld, mit dem die Bank arbeiten darf, während ich es dort deponiere und warum ich daran nichts verwerfliches finde und wieso ich das für kein beeindruckendes Argument gegen “die Juden” halte. Ach nein, du meinst ja nur die, die “nicht ehrlichen Glaubens” sind. Was auch immer das heißen soll und wer auch immer sich anmaßt zu beurteilen, wessen Glauben ehrlich ist und wessen nicht. Und übrigens, die Bibel, mit Verlaub, ist nun wirklich keine sehr glaubwürdige Quelle und irgendwie ist das auch keine sehr genaue Quellenangabe. Ich verzichte jedoch dankend auf die Nachreichung einer solchen, weil ich ohnehin nicht sehe, was für einen Punkt du damit machen willst.

Abschließend: Ich halte es für unfair, dass du mit solchen Kommentaren so einen antijüdischen Spin reinbringst und Antisemitismuskeulen-Schwingern hilfst, Israelkritik und Antisemitismus zu vermischen.

Kommentar von Grail am 27. Januar um 18:26 Uhr

„Es ist schon bezeichnend für den Zustand der US-Massenmedien, wenn nur der Playboy im Stande ist, solch einen Artikel zu veröffentlichen.“ Also Leute wenn ihr die wahre Wahrheit erfahren wollt lest gefälligst den Playboy.( die meisten betrachten ihn) „Und übrigens, die Bibel, mit Verlaub, ist nun wirklich keine sehr glaubwürdige Quelle „ da ist der Playboy eine ganz andere Klasse.
„das jüdische Kapital hat in den USA das sagen. Der Rest der US-Einwohner stellt die Schafherde dar die von den Hirten gehütet wird.“ Viel schlimmer haben es die Schafe die von Petrohirten manipuliert werden.

Kommentar von johannes am 27. Januar um 19:01 Uhr

ja, das stimmt schon, Grail…!
Dass nur der Playboy so ein Artikel veröffentlicht.

Auch mehr oder weniger lustig bzw. kurios:
Als Scientology gerade einen Krieg gegen die Medien
begonnen hatte und sich niemand mehr traute,
etwas (natürlich negatives) über diese Firma zu
schreiben: Wer hat trotzdem etwas veröffentlicht?

Richtig: US-Porno-Magazin “Hustler”…!

(wird u.a. erwähnt auf http://www.xenu.net/archive/CourtFiles/occf70.html )

> dann einfach wenn ihr (hoffentlich) firefox benutzt
Strg und F gedrückt halten und dann “hustler” bei der
Suche eingeben und ihr landet an der Stelle,
oder einfach Googlesuche “hustler magazin scientology”
etc…

jj

Kommentar von Andreas Friedrich am 27. Januar um 19:53 Uhr

@Grail: Zitat “das jüdische Kapital hat in den USA das sagen. Der Rest der US-Einwohner stellt die Schafherde dar die von den Hirten gehütet wird”.

Nun, sicher, die israelische - nicht die jüdische - Lobby hat gerade an der Ostküste der USA ein enormes politisches sowie finanzielles Gewicht.
Es darf aber nicht übersehen werden, dass ein grosser Teil der US-amerikanischen Bevölkerung ebenso wie George W.Bush den fundamentalistischen Christen angehört, und diese haben bekanntermaßen eine starke Verbindung zum Judentum- oder besser anders ausgedrückt: Eine starke Verbindung zu dem, was sie für das Judentum halten.
Das Judentum an sich, bzw. der jüdische Glaube repräsentiert eine andere Gesinnung als z.B. die pro-israelischen Lobbyisten.

Damit will ich ausdrücken, dass es gerade bei Juden einen grossen Teil der Bevölkerung (nicht nur in den USA) gibt, welche die Politik Tel Avivs und der USA ablehnt.
Das Problem ist, dass diese Stimmen in der Politik wie in der Presse kein Gehör finden.

Kommentar von Egon am 28. Januar um 12:06 Uhr

Verehrte Lara,
ich kann nur versuchen mit väterlicher Güte Dir über’s Haupt zu streichen und beruhigend auf eine Hompage verweisen die da :www.juedische-stimme.de genannt wird.Setz Dich mal mit der Fr.Bärbel Wolterstaedt auseinander.Möglich,daß Du dann zu einer anderen Meinung fähig bist
Mich persönlich macht es nur maaßlos traurig,wenn andere Menschen neben ihrer Meinung keine Andere dulden.Ich nehme es Dir auch nicht übel Deiner Jugendlichkeit wegen.
In einem anderen Posting hatte ich schon Literatur angegeben,aber ich wiederhole es nochmal.
Peter Dehoust “Ignatz Bubis-die Wahrheit”
Norman G.Finkelstein “Die Holocaust-Industrie”
und vom gleichen Autor “Antisemitismus als politische Waffe”
Viel Spaß beim Lesen und einen schönen Sonntag noch!!

Kommentar von Lara am 28. Januar um 14:04 Uhr

Verehrtester Egon,

ich habe mir von fremden älteren Männern schon im Kindergarten nicht über den Kopf streicheln lassen und sie lieber vor’s Schienbein getreten, bevor sie mich angrabbeln konnten.

Das halte ich heute noch so.

Die Finkelstein-Bücher habe ich alle hier in meinem Regal, aber in keinem steht etwas, was mit deinen antisemitischen Stereotypen Ähnlichkeit hat. Ich halte es für überaus anmaßend von dir, so zu tun, als ob deine Fantasien was mit Finkelstein zu tun hätten. Finkelstein ist sich allerdings bewusst, dass sich Antisemiten hinter ihm verstecken und ihn instrumentalisieren, um ihre verkorkste Sündenbockwelt zu rechtfertigen. Er bedauert das, lässt sich aber davon nicht abhalten, Israel zu kritisieren. Distanziert sich aber ausdrücklich von solchen Typen.

Und ich lasse mich nicht abhalten, intellektuell anspruchslose und rassistische Vorurteile gegenüber Juden zu benennen, wenn ich sie sehe. Und deine Aussagen sind das übliche Stammtischgewäsch von Leuten, die einfache Strukturen bevorzugen (Jude schlecht, weil er den Zins eingeführt hat, Deutscher gut, weil er… was auch immer) und sind keineswegs mit den hervorragend recherchierten Büchern von Norman Finkelstein zu vergleichen.

Ziemlich lächerlich von dir, so zu tun als ob.

Kommentar von Lara am 28. Januar um 14:08 Uhr

Und natürlich ist auch die Jüdische Stimme weit außerhalb dessen, was du hier verbreitest. Zum Bubis-Buch kann ich nichts sagen, aber ich gehe davon aus, dass es dabei genauso ist.

Kommentar von Lara am 28. Januar um 14:17 Uhr

Oh Mann, wie blöd ist das denn, Egon? Agitieren musst du wohl noch üben - obwohl du schon so alt bist.

Das Bubis-Buch ist wohl doch nicht außerhalb, sondern liegt ganz auf deiner Linie:

Wiki schreibt zu dem von dir wärmstens empfohlenen Autor:

Peter Dehoust (* 1936 in Heidelberg) ist ein Publizist und Multifunktionär der deutschen rechtsextremistischen Szene. Er tritt auch unter dem Pseudonym Peter Degner auf.

Dehoust begann seine rechtsextremistische Karriere bereits während seines Rechtswissenschaftsstudiums in Heidelberg im Jahr 1956 als Chefideologe und Mitbegründer des Bundes Nationaler Studenten (BNS). Diese zusammen mit Peter Stöckicht und Martin Mußgnug eingerichtete Gruppe war eine der radikalsten Studentenorganisation der 1950er Jahre und stand der NPD nahe. Wenig später wurde sie bundesweit verboten. Dehoust verfolgt dabei das Ziel, ihre Anerkennung als akademische Gruppe an der Universität Heidelberg zu erreichen, und war Schriftleiter des BNS-Blattes “Student im Volk”. Von 1960 bis 1978 war er auch Herausgeber des “Deutschen Studenten Anzeigers”.

1968 wurde Dehoust Bezirksvorstandsmitglied der NPD Bayreuth und kurz darauf Vorsitzer des Kreisverbandes NPD Coburg. 1970 trat er für die NPD Bayern als Kandidat zur Landtagswahl an. 1974 wurde er Landesvorstandsmitglied der NPD Bayern. 1972 gründete er mit weiteren Mitgliedern des Arbeitskreises Junges Forum und der NPD die Deutsch-europäische Studiengesellschaft (DESG), einen wichtigen Zirkel der Neuen Rechten. Als Funktionär der NPD versuchte er insbesondere die Kontakte zwischen NPD-nahen Kreisen und der CDU/CSU zu intensivieren. Hierzu gründete er 1976 das Hilfskomitee Südliches Afrika (HSA), in dessen Vorstand er bis heute tätig ist. Ab 1985 beteiligt er sich an den Bemühungen um die Bildung einer einheitlichen rechten Wahlfront.

Bereits 1971 übernahm Dehoust den Posten des “Hauptschriftleiter” bei der Zeitschrift “Nation und Europa” (NE) und veröffentlichte hier in den folgenden Jahren zahlreiche Artikel, zum Teil auch unter dem Pseudonym Peter Degner. Seit 1988 fungiert er als Verlagsleiter und Herausgeber der Zeitschrift und Inhaber des Deutschen Buchversandes. Der Aufkauf der Zeitschrift Deutsche Monatshefte 1989 wurde wesentlich von Dehoust initiiert. Nachdem 1992 Adolf von Thadden und Harald Neubauer in den Herausgeberkreis der NE aufgenommen wurden, hält Dehous nun 57% der Geschäftsanteile. 1995 wurde er in Coburg wegen Volksverhetzung verurteilt.

Von 1989 bis 1991 war er Gesellschafter des Vereins Nation-Europa-Freunde. Er fungiert außerdem als Beisitzer im Vorstand der Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH ), Vorsitzender des Förderkreises Vereinigte Rechte, einer Vorfeldorganisation der DLVH, und Vorstandsmitglied (stellvertretender Vorsitzender) der Gesellschaft für Freie Publizistik (GfP). Bei der Gründungsveranstaltung der rechtsextremen Organisation Deutsche Alternative/Vereinigte Rechte am 18. Januar 1991 in München-Großhadern trat er als Redner auf. Spätestens im November 1993 wurde er auch Mitglied der Nationalistischen Front (NF).
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Dehoust

Entweder bist du ebenfalls ein Neonazi oder du bist der neueste Abklatsch von unserem NoNazi, der hier mal wieder versucht Israelkritik als Antisemitismus zu diffamieren und Finkelstein gleich mit.

Nun, hier mein Tritt vor’s Schienbein:

Nazis verpisst euch, keiner vermisst euch.

Kommentar von Egon am 28. Januar um 14:52 Uhr

Verehrte Lara,
um der Diskussion ein Ende zu setzen.Das mit der väterlichen Güte… hast anscheind nicht verstanden.
Also,wisch dir deinen Schaum vom Mund und bleib sachlich und unterstell Anderen nicht Unwissenheit(so tun als ob)

Kommentar von Lara am 28. Januar um 15:07 Uhr

Mein Lieber, wenn ich Schaum vor’m Mund habe, dann sieht das anders aus und ich bin überaus sachlich und höflich geblieben. Normalerweise müsste man Typen wie dich noch viel krasser angehen, unverschämt wie ihr seid.

Geh zu PI, da passt du hin, du solltest nur nicht vergessen, in deinen Texten das Wort Jude durch Moslem oder besser noch Muselmann auszutauschen, dann kannst du auch neopolitisch korrekt deine bekannt-braune Soße ablassen.

Hör auf, das Blog hier vollzumüllen mit deiner Nazi-Propaganda.

Kommentar von ravi am 28. Januar um 16:38 Uhr

Ja ,wie fern ist Lara unsachlich ? ? ? Ich bitte um ein Statement . Nach mein Deutsch Kenntnis war Lara immer sachlich .Lara bleibt immer beim kern Thema … MFG ..Ravi

Kommentar von Surenas am 28. Januar um 17:27 Uhr

Ho say.
als local newbie bushwhack ich mich erst einmal etwas intensiver durchs Thema, bevor ich es kommentiere.
Bis dann, folks.

NB Vergesst PI und die Zweidimensionalität des dortigen Denkens - wer will schon einem Strichmännchen die Raumkrümmung erklären.

doei
_Su

Kommentar von Lara am 28. Januar um 18:56 Uhr

Hi Ravi,

er ist sicherlich pikiert über den Spruch “Nazis verpisst euch, keiner vermisst euch!” und glaubt, er könne mit seiner jovialen, altväterlichen Art jemanden auf die Palme bringen und dass ich nun ganz wütend sei. Das ist ihre Masche: Tun ganz bieder und harmlos, werben um Verständnis und heulen, weil man ihre Hetze nicht als “Meinung” akzeptiert. Der Verfassungsschutz von NRW beschreibt die Neuen Rechten, zu denen der von Egon beworbene “Hauptschriftleiter” der “Nation & Europa” so:

“Die “Neue Rechte” hat andere, schwerer erkennbare Pfade eingeschlagen als der Rechtsextremismus alter Prägung: Sie agitiert in gewähltem Duktus, verordnet sich Mäßigung soweit es taktisch opportun erscheint und möchte die politischen Koordinaten in Deutschland nach rechts außen verschieben.”
Aus: Ideologie und Mythen online (245 KB)
http://www.im.nrw.de/sch/688.htm#09

Direktlink zum Download: http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/mythen_online.pdf

Naja, von denen darf man sich jedenfalls nicht provozieren lassen, aber mit Samthandschuhen muss man sie auch nicht gerade anfassen.

Dir schöne Grüße

Lara

@Surenas: Herzlichen Willkommen erstmal, aber PI ist leider ein ernstes Problem, naja, ein Teil davon zumindest, und deren Moslemhetze ist genauso ernst zu nehmen wie die antijüdische Hetze vor 80 Jahren.

Gruß, L.

Kommentar von Antistaat » War sells - Die Kriegsgeschäfte der USA am 9. Juli um 16:15 Uhr

[...] auch: - War sells – Die Kriegsgeschäfte der USA @telepolis - Die Verbandelung von US-Politikern mit der Rüstungsindustrie [...]

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