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Israel weigert sich, angeblichen WWII-Kriegsverbrecher an Polen auszuliefern

Kurioserweise kam es während dem Zweiten Weltkrieg auch zu einem Kriegsverbrechen, bei dem der Täter ein Jude und die Opfer Deutsche waren.

Dies legt zumindest ein Streit nahe, der gerade zwischen Polen und Israel ausgetragen wird, es berichtet der australische “The Age”.

Es geht um den 86jährigen Solomon Morel. Morel ist ein polnischstämmiger Jude, der sich zwischen 1943 und 1945 in Stalins Terrorbrigaden des NKVD ausbilden ließ. Dann kehrte er nach Polen zurück und wurde von den vorstoßenden Sowjets damit beauftragt, ein Gefangenenlager in Swietochlowice zu kommandieren. Dort wurden deutsche Zivilisten, Soldaten und SS-Männer gefangen gehalten.

Laut Zeugenaussagen von Überlebenden soll Morel mit seinen Männern 1500 der Gefangenen getötet haben und mindestens 13 von ihnen gefoltert. Die Überlebende Dorota Boriczek zum Beispiel berichtete:



“Ich kannte Morel in dem Lager. Er war ein sehr brutaler Mann. Er war damals jung. Er kam immer nachts. Wir konnten dann die Schreihe der Männer hören. Sie wurden geschlagen und ihre Körper aus dem Fenster geworfen.”



Das Buch “Auge um Auge” des jüdischen US-Amerikaners John Sack schreibt über Morel:



“Seine Lieblingsmethode beim Töten von Gefangenen war es, den Schädel seiner Opfer mit einem hölzernen Bein eines Stuhls zu zerhacken.”



Weiter schreibt die australische Zeitung The Age:



“Sacks Buch sowie mehrere polnische Bücher sowie Zeitungsartikel sagen, er habe in dem Lager nach Lust und Laune geschlagen, erschossen, verhungern lassen, gefoltert und getötet.”



Polen also wollte Morel bereits 1999 wegen Folter anklagen. Doch der war nach einem gescheiterten Versuch, nach Schweden auszuwandern, nach Israel verschwunden. Dann begannen die Polen damit, eine Anklage wegen Völkermord vorzubereiten. Und letzte Woche dann wurde ihnen aus Israel klargemacht, dass “es überhaupt keinen Anlass” gebe, Morel auszuliefern.

Es diskreditiert die Forderungen nach Sanktionen gegen missliebige Kriegsverbrecher vom Balkan, aus dem Irak oder sonstwoher ungemein, wenn sich demokratische Staaten selbst nicht an die von ihnen eingeforderten Standards halten. Israel ist hier in guter Gesellschaft. So haben es die USA auch bis heute nicht geschafft, die bei den Nürnberger Prozessen proklamierten Völkerrechtsstandards für sich selbst verpflichtend zu machen.

DaRockwilda
Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 28. Dezember 2006 von DaRockwilda geschrieben und in die Kategorie Geschichte eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Egon am 28. Dezember um 13:28 Uhr

Wann eigendlich ,hat sich Israel an internationale Abmachungen oder UN-Resolu
tionen gehalten?
Für sich persönlich, Alle mögliche Vorteile nutzen,aber der Rest ist für sie nicht diskutabel.
Vielleicht sollte sich Polen mal beim “Mosat” informieren,wie man solche Verbrecher im Außland einfängt und nach Hause bringt.

Kommentar von Urban am 28. Dezember um 18:25 Uhr

Etwas ausführlicher wird dieser Fall von Doppelmoral hier behandelt: http://geschichte.cjb.cc/seppdepp/059.htm

Aber wie sagten schon die Römer: “Quod licet jovi, non licet bovi.”
Wer hier die Göttlichen und wer die Rindviecher sind, dürfte somit klar sein.

Kommentar von Andreas Friedrich am 28. Dezember um 20:00 Uhr

@ Egon am 28. December um 13:28 Uhr:
Damit sich Israel an UN-Resolutionen hält, muss es zwei Parteien geben: Einmal - logischerweise - Israel, und zum anderen eine Partei, welche Sanktionen bei Zuwiderhandlung der UN-Resolutionen verhängt (falls sich Israel nicht an UN-Resolutionen hält).
Die erste Partei (Israel) exisiert seit 1948, hinter der zweiten Partei stehen dicke ?????

Kommentar von weisse katze am 29. Dezember um 01:30 Uhr

Hat vielleicht jemand erwartet, Israel würde den gesuchten Kriegsverbrecher ausliefern?! - Wenn ja, dann kennt er Israel nicht.

Kommentar von Scharkowski Manfred am 29. Dezember um 08:43 Uhr

Morel steht für alles und vieles was Israel sich zu-schulden kommen lässt. Der Staat Israel agiert, dank
Holocaust-Schuldzuweisungen an die ganze Welt, selbst-
herrlich, arrogant und menschenverachtend.
Keine Uno und keine Organisation dieser Welt ist in
der Lage die kriminellen Machenschaften dieses Klein-
Staates zu ahnden. Das ‘ausgewählte’ Volk gebärdet sich
schlimmer als die Hunnen zu grauen Vorzeiten, wenn ich
die Abschlachtung von Palästinensern, den Ueberfall auf
den Libanon und die Vorbereitungen für Bomber-Raids auf Syrien und den Iran in allerneuesten Zeit aufrechne.

Israel und seine Regierung haben scheinbar den Holocaust in die eigene Strategie aufgenommen ?
M. Scharkowski

Kommentar von Andreas Friedrich am 29. Dezember um 20:12 Uhr

@ Scharkowski Manfred am 29. December um 08:43 Uhr:
Nicht “Der Staat Israel agiert, dank Holocaust-Schuldzuweisungen an die ganze Welt, selbst-
herrlich, arrogant und menschenverachtend”, sondern lediglich die Regierung in Tel Aviv agiert.
Und eben da genau liegt der Knackpunkt.

Israels Regierung schafft es immer wieder, eindringlich an den Holocaust zu erinnern, daran zu appellieren, das Juden nicht mehr verfolgt, unterdrückt und ausgerottet werden dürfen- zu recht.

Nur wird darüberhinaus vergessen oder besser gesagt übersehen, das die Regierung in Tel Aviv mit den Palästinensern in einer Art und Weise umgeht, das die Regierung in Tel Aviv eigentlich wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden muss- aber das widerum verhindert die Moral, oder besser gesagt die Erinnerung an den Holocaust- sowas nennt man auch Freibrief!

Der Holocaust wird seitens Tel Aviv bewusst missbraucht; der Holocaust wird missbraucht für die nun schon über Jahrzehntelange Unterdrückung des palästinensischen Volks.

Kommentar von R. Lentz am 30. Dezember um 10:44 Uhr

Den letzten Kommentar finde ich interessant. Lassen sich Teile davon auch auf Deutschland übertragen?

Kommentar von Allan am 30. Dezember um 12:58 Uhr

Da sind wahrlich die Spezialisten am Werk, die die Regierung Israels nach Tel Aviv verfrachten

Kommentar von mario am 1. Januar um 22:19 Uhr

egal wo die regierungsverbrecher sind ,in tel aviv oder wo auch immer.
es werden noch viele unschuldige und vor allem kinder (ich habe selber 3) bezahlen. das ergebnis wir die zerstörung des staates israel sein. und viele juden werden wieder den preis zahlen für ihre sogenannte religiöse elite. der staat israel ist die essenz des menschlichen problems und ein spiegelbild der weltweiten situation

mario wilcken

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