Prodi lässt sich vor Pressekonferenz von Olmert vorschreiben, was er zu sagen hat; Befürwortet rassistisches Israel
Eigentlich kündigte Italiens Regierungschef Romano Prodi nach seinem Wahlsieg an, künftig eine weniger pro-israelische Haltung im Nahostkonflikt zu vertreten.
Doch von diesem Versprechen scheint nicht viel übrig geblieben zu sein. Das israelische Fernsehen hat gefilmt, wie Prodi sich vor einer Pressekonferenz anlässlich des ersten Besuchs von Israels Premierminister Ehud Olmert von diesem vorschreiben lässt, was er zu sagen hat:
Da sitzt also der Repräsentant Italiens und nickt brav ab, was Olmert ihm vorschreibt. Keine eigene Position, kein Widerspruch. Stattdessen spricht sich Prodi für etwas eindeutig rassistisches aus: Israel soll rein jüdisch bleiben, palästinensische Flüchtlinge müssen draußen bleiben. Es spielt natürlich für Prodi keine Rolle (und für Olmert schon gar nicht), dass Israel selbst einer der Hauptgründe für palästinensische Flüchtlinge ist.
Warum ist ein europäischer Regierungschef nicht in der Lage, sich wenigstens gegen diese Positionen auszusprechen? Ich dachte immer es sei nationalistisch und abzulehnen, wenn man keine politischen Flüchtlinge aufnimmt.
DaRockwilda
Doch von diesem Versprechen scheint nicht viel übrig geblieben zu sein. Das israelische Fernsehen hat gefilmt, wie Prodi sich vor einer Pressekonferenz anlässlich des ersten Besuchs von Israels Premierminister Ehud Olmert von diesem vorschreiben lässt, was er zu sagen hat:
“‘Es ist wichtig dass Sie betonen, dass die drei Prinzipien des Quartetts - dass diese nicht verhandelbar sind. Sie sind die Grundlage für alles’ sagt Olmert, und bezieht sich auf westliche Forderungen, die palästinensische Hamasregierung müsse zuerst moderater werden, bevor Friedensgepsräche mit Israel beginnen können.
‘Könnten Sie das bitte sagen?’ fragt Olmert seinen nickenden Gesprächspartner auf Englisch.
Als die Pressekonferenz dann stattfand äußerte sich Prodi dementsprechend. Er sprach sich weiter für Israels Vision aus, ein jüdischer Staat zu bleiben - eine andere Bezeichnung für eine Ablehnung von einwandernden palästinensischen Flüchtlingen. Dies war laut dem israelischen Fernsehsender Channel 10 ebenfalls im Sinne Olmerts.
‘Sie sprachen schon einmal von einem jüdischen Staat. Das weiß ich’, sagt Olmert auf dem Video zu Prodi, während die beiden in einerm Gebäude konferieren, dass ein italienisches Regierungsgebäude zu sein scheint.”
Da sitzt also der Repräsentant Italiens und nickt brav ab, was Olmert ihm vorschreibt. Keine eigene Position, kein Widerspruch. Stattdessen spricht sich Prodi für etwas eindeutig rassistisches aus: Israel soll rein jüdisch bleiben, palästinensische Flüchtlinge müssen draußen bleiben. Es spielt natürlich für Prodi keine Rolle (und für Olmert schon gar nicht), dass Israel selbst einer der Hauptgründe für palästinensische Flüchtlinge ist.
Warum ist ein europäischer Regierungschef nicht in der Lage, sich wenigstens gegen diese Positionen auszusprechen? Ich dachte immer es sei nationalistisch und abzulehnen, wenn man keine politischen Flüchtlinge aufnimmt.
DaRockwilda
Kommentar von Allan am 15. Dezember um 14:59 Uhr
Ich glaube bei keinem anderen Land wäre es ein Problem. Wenn Die Schweiz sagt:” Wir möchten ein Eidgenössisches Land bleiben” oder die die Türken, dass sie Türken bleiben wollen.
Israel war nie rein jüdisch, für Ethnischesäuberung war eher die andere Seit zuständig 1947/48 wurde der arabische Teil Palästinas sehr schnell von Juden befreit, im jüdischen Teil jedoch gab und gibt es viele muslimische Araber. Aber ihr werdet sicher etwas finden, dass daran verwerflich ist.
Kommentar von Andreas Friedrich am 15. Dezember um 18:54 Uhr
@Allan am 15. Dezember um 14:59 Uhr:
Es geht nicht darum, dass Israel sagt, das es ein jüdischer Staat sein will, sondern um die Tatsache, das Olmert Herrn Prodi auferlegt hat, was dieser -Prodi- zu sagen hat.
Dein Kommentar (Ich glaube bei keinem anderen Land wäre es ein Problem. Wenn Die Schweiz sagt: Wir möchten ein Eidgenössisches Land bleiben oder die die Türken, dass sie Türken bleiben wollen.
Israel war nie rein jüdisch, für Ethnischesäuberung war eher die andere Seit zuständig 1947/48 wurde der arabische Teil Palästinas sehr schnell von Juden befreit, im jüdischen Teil jedoch gab und gibt es viele muslimische Araber. Aber ihr werdet sicher etwas finden, dass daran verwerflich ist) läßt drauf schliessen, dass Du den Eingangsbeitrag von DaRockwilda leicht missverstanden hast.
Kommentar von Lara am 15. Dezember um 20:15 Uhr
Oh, die Araber haben ethnische Säuberungen durchgeführt?
Bitte um Quellen.
Kommentar von ben joshua am 16. Dezember um 21:35 Uhr
@ lara
Hier hast du eine Quelle… wenn auch nicht detailliert…
Zitat aus: Israel und Palästina: 80 Thesen für ein neues Friedenslager - Ein Entwurf der israelischen Friedensorganisation Gush Shalom:
“30. Der Krieg, der nach dem Teilungsplan von den Arabern begonnen wurde, war zwangsläufig ein “ethnischer” Krieg, eine Art von Krieg, in dem jede Seite versucht, so viel Land wie möglich zu erobern und die Bevölkerung der Gegenseite zu vertreiben. Eine solche Kampagne (die man heute “ethnische Säuberung” nennt) ist immer mit Vertreibung und Gräueltaten verbunden.
31. Der Krieg von 1948 war eine unmittelbare Fortsetzung des zionistisch-arabischen Konflikts, bei der jede Seite versuchte, ihre Ziele zu erreichen. Die Juden wollten einen homogenen Nationalstaat errichten, der so groß wie möglich sein sollte. Die Araber wollten die zionistisch-jüdische Gemeinschaft vernichten, die sich in Palästina festgesetzt hatte.
32. Beide Seiten praktizierten ethnische Säuberung als integralen Bestandteil ihres Kampfes. Da blieben nicht viele Araber in den von Juden eroberten Gebieten, und kein Jude blieb in den von Arabern eroberten Gebieten. Da jedoch die von Juden eroberten Gebiete bei weitem größer waren als die von Arabern eroberten, war das Ergebnis keineswegs ausgeglichen. (Die Idee eines Bevölkerungsaustausches und “Transfers” war in den zionistischen Organisationen schon in den 30er Jahren aufgekommen. Tatsächlich bedeutete sie die Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus dem Land. Auf der andern Seite waren viele Araber der Meinung, dass die Zionisten dorthin zurückgehen sollten, wo sie hergekommen waren.)”
Kommentar von Andreas Friedrich am 16. Dezember um 22:53 Uhr
Folgender Comment erschien am 16.12.2006 auf http://www.profi-reporte.de im Adminbereich:
“Jews against Zionism
Im Namen unseres Führers Reb Weinberg bin ich gehalten, folgendes aus dem Yiddischen ins Deutsche zu übersetzen:
Ihre Seite ist schön und gut. Nicht alle Juden sind Zionisten. Wir sehen Anzeichen, dass der Meschiach bald kommen wird und den Tempelberg in Jerusalem säubern wird, um das Allerheiligste aufzubauen. Dann werden alle Götzenkultstätten im Heiligen Land zerstört werden und die Götzendiener und alle Araber vertrieben und getötet werden.
Wir benschen Sie.
Reb Weinberg”
Man beachte bitte “und alle Araber vertrieben und getötet werden”.
Kommentar von Andreas Friedrich am 17. Dezember um 11:01 Uhr
Sorry, mir ist ein Fehler unterlaufen- der o.g. Bericht erscheint als Kommentar - nicht im Adminbereich.
Kommentar von Josef Primzek am 17. Dezember um 13:49 Uhr
@ Allan, richtig, die Schweiz sagt: “Wir möchten eidgenössisch bleiben” und eben nicht “Wir möchten deutsch oder französisch oder italienisch werden”
In ISrael leben auch verschiedene Völker und, mal etwas ironisch gesprochen, beweist doch die Schweiz, daß selbst deutschsprachige und französisch-sprachige miteinander auskommen können.