Psychisch kranke Menschen favorisieren Bush
Der New Haven Advocate schreibt über eine wissenschaftliche Studie aus den USA:
Mit anderen Worten, die auf Lügen und Angstschürerei basierende Politik George Bushs funktioniert umso besser, je weniger eigene Gedanken sich die Menschen um Politik machen können. Dies ist keinesfalls abwertend gegenüber psychisch kranken Menschen zu verstehen. Sie können schließlich nichts dafür, dass ihnen während der Krankheit anderes wichtig ist als Washington, und dass sie ständig mit Chemiehämmern zugedröhnt werden, die ihren Kopf zusätzlich vernebeln.
Ob bei psychisch kranken oder gesunden Menschen, eine Politik der Lüge und der Machtansammlung funktioniert nur so gut, wie die Bevölkerung willens ist, alles zu schlucken was Politik und Massenmedien ihnen vorsetzen.
Umgekehrt bedeutet dies, dass die wirksamste Waffe gegen Bush und Co das Benutzen des eigenen Verstandes ist.
“Think, it makes the government nervous“.
DaRockwilda
“Die These basiert auf einer Umfrage unter 69 im Staat Connecticut behandelten psychisch kranken Patienten während den Präsidentschaftswahlen 2004. Lohses Studie, die durch Jaak Rakfeldt, Psychologieprofessor an der Southern Connecticut State University, und den Statistiker Misty Ginacola unterstützt wird, zeigte einen Zusammenhang zwischen dem Härtegrad der Psychose einer Person und ihren Präferenzen bei der Präsidentenwahl auf. Je ausgeprägter die psychische Krankheit des Wählers, um so höher die Wahrhscheinlichkeit für eine Stimme für George W. Bush.
‘Unsere Studie zeigt, dass psychisch kranke Menschen einen Führer mit Autorität bevorzugen’ sagt Lohse. ‘Wenn deine Welt ziemlich durcheinander ist, dann tut es ziemlich gut jemanden zu haben, der dir sagt wie sich die Dinge entwickeln werden’.
Bushs Wähler waren über aktuelle Themen, die Regierung und Politik allgemein weitaus schlechter informiert als diejenigen, die Kerry gewählt hatten.”
Mit anderen Worten, die auf Lügen und Angstschürerei basierende Politik George Bushs funktioniert umso besser, je weniger eigene Gedanken sich die Menschen um Politik machen können. Dies ist keinesfalls abwertend gegenüber psychisch kranken Menschen zu verstehen. Sie können schließlich nichts dafür, dass ihnen während der Krankheit anderes wichtig ist als Washington, und dass sie ständig mit Chemiehämmern zugedröhnt werden, die ihren Kopf zusätzlich vernebeln.
Ob bei psychisch kranken oder gesunden Menschen, eine Politik der Lüge und der Machtansammlung funktioniert nur so gut, wie die Bevölkerung willens ist, alles zu schlucken was Politik und Massenmedien ihnen vorsetzen.
Umgekehrt bedeutet dies, dass die wirksamste Waffe gegen Bush und Co das Benutzen des eigenen Verstandes ist.
“Think, it makes the government nervous“.
DaRockwilda
Kommentar von winfried aus chemnitz am 30. November um 12:22 Uhr
Der Verrückte wählt eben lieber einen Verrückten weil der aus seiner Sicht der einzig Normale ist!
Seinen Psychiater würde der die wählen … der ist doch krank!
Da denke ich an die weisen Fälschungen von damals, die wohl nur gut gemachte Prophezeiungen waren!
Jedenfalls sind sie Punkt für Punkt eingetroffen!
Böll der olle CIA Spion war gestern auf ARTE und heute auf meinem BLOG ein echtes Erlebnis!
Kommentar von yannick am 30. November um 13:58 Uhr
Hermann Hesse schrieb einmal, dass verrückt zu sein bedeutet, aus der Mitte heraus ver-rückt zu sein. In gewisser Weise kann man denken, verrückt zu sein heißt nicht normal zu sein, und nicht normal zu sein, heißt nicht langweilig zu sein. Von Oscar Wild wissen wir schliesslich, dass nichts schlimmer ist, als gewöhnlich und langweilig zu sein.
Also, lieber winfried, unterlass bitte Deine abwertenden Kommentare psychisch Kranken gegenüber. DaRockwilda hat das sehr geschickt vermieden, Du solltest Dich ihm anschliessen.
p.s.: Psychisch Kranke werden nicht “zugedröhnt”; schon gar nicht mit ZYPREXA.
Kommentar von DaRockwilda am 30. November um 14:22 Uhr
“Psychisch Kranke werden nicht “zugedröhnt”; schon gar nicht mit ZYPREXA”
Da erzählen mir psychisch Kranke aber Etwas erheblich Anderes. Und denen glaub ich nunmal wenn sie erzählen wie die Medikamente (auch Zyprexa) sie fertig machen.
Kommentar von Andreas Friedrich am 30. November um 20:40 Uhr
Viele “emotional verquerte Individuen” (aber keineswegs psychisch kranke) wie US-Präsident George W.Bush sind politische “Realisten”; und Realismus in der Politik zeichnet sich dadurch aus, dass es weniger um gerechte Politik, sondern vielmehr darum geht, Macht über andere auszuüben.
Und wer übt gerne Macht aus?
Nicht (nur) psychisch kranke, sondern vor allem diejenigen, welche in ihrer Kindheit, vor allem in der analen und oralen Phase, massive Ablehnung erfahren haben und dies nun versuchen, über die Politik zu kompensieren.
Und der amtierende US-Präsident George W.Bush gilt als “schwarzes Schaf” seiner Familie.
Ich möchte George W. Bush gerne als psychisch krank bezeichnen, aber das wäre unfair denjenigen gegenüber, die zur stationären Behandlung in einer Psychiatrie sind oder gegenüber denjenigen, die sich in ambulanter Therapie befinden.
Mein Vorschlag: Lassen wir das Thema psychisch kranke aussen vor- es ist (wie schon gesagt) unfair gegenüber den Klienten.
Kommentar von yannick am 30. November um 20:57 Uhr
Deinen Vorschlag finde ich gut.
Lassen wir die psychisch Kranken aus dem Spiel.
Wogegen ich mich wehren will ist die Behauptung, dass Patienten mit Medikamenten wie ZYPREXA “vollgedröhnt” werden; ddenn das würde heißen, dass die Intention der Therapeuten und Ärzte nicht die Heilung einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung sei, sondern die (mindestens mal finanzielle) Ausbeutung ihrer Klienten.
Ihr seht, mir geht es nicht darum, etwas über oder gar gegen Menschen mit psychischen Problemen zu sagen, sondern über - und nicht gegen - ihre behandelnden Ärzte!
(ich bestreite nicht, dass ZYPREXA starke Nebenwirkungen hat unter denen Patienten auch leiden)
Kommentar von Felix Dserschinski am 30. November um 21:50 Uhr
Also Glückwunsch: ein Artikel ohne Juden und anti- oder philosemitische Tendenz. Man muss nicht alles Hoffnung fahren lasen, wenn man hier eintritt.
Was wäre das für ein schöner, satirischer, eine verborgene Wahrheit aufdeckender Artikel gewesen, wie hätte man sich an der hintergründigen Ironie des Weltgeistes ergötzen können, hättest Du, Rockwilda, ja, hättest Du das Zitat bloß nicht kommentiert.
Wenn Du auf so plumpe Art und Weise auf das Offensichtliche zeigst, es mit konfusen Aussagen vermischst und durch politisch-korrekte Einschränkungen verdünnst, dann wird das ganze so . . . gewöhnlich.
— Felix
Kommentar von winfried aus chemnitz am 30. November um 22:47 Uhr
Durch “verrückt” Sein stabilisiert der Geist weil er ein unüberwindbares Paradox (Schock etc.) nur so integrieren kann!
@Felix: Deine Stasi Herkunft ist nicht zu übersehen wenn du einen Massenmörder als Namen wählst!
Kommentar von DaRockwilda am 1. Dezember um 09:34 Uhr
@Yannick:
“denn das würde heißen, dass die Intention der Therapeuten und Ärzte nicht die Heilung einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung sei, sondern die (mindestens mal finanzielle) Ausbeutung ihrer Klienten”
Willkommen in der Realität. Ich sage damit auch gar nicht dass Ärzte schlechtere Menschen wären als wir oder dass alle Ärzte so sind. Aber Kapitalismus macht es zu einem Gesetz, dass man auf Mehrgewinn aus ist. Und deshalb gibt es unter Garantie zumindest manche Ärzte, Pharmafirmen und komplizite Behörden, die nur die Ausbeutung der Patienten im Sinn haben.
Diese immanente Wirkung des Kapitalismus sollte hier mal nicht unter den Tisch fallen gelassen werden.
Kommentar von yannick am 1. Dezember um 18:10 Uhr
Dein Realitätsbegriff ist ja furchtbar; in Deiner Welt kann man ja nichteinmal mehr zum Arzt gehen, ohne davon ausgehen zu müssen, ausgebeutet zu werden ..
Da lebe ich doch lieber in meiner naiven Welt, in der ich meinen Mitmenschen - auch Ärzten - noch vertrauen kann. :o)
Kommentar von parat0x am 1. Dezember um 18:32 Uhr
hrhr, er bestätigt, dass bei ihm das brainwashing schon zur autosuggestion führt …
Kommentar von Lara am 1. Dezember um 18:46 Uhr
@Yannick: Davon ausgehen muss man nicht. Aber vom Gegenteil auch nicht.
Kommentar von yannick am 1. Dezember um 19:18 Uhr
@ Lara: Was denkst Du von Deinem Arzt, wenn Du zu ihm gehst?
Vermutest Du, er nutzt Dich in irgendeiner Form aus? Oder vertraust Du ihm voll und ganz? Oder irgendwas in der Mitte? Oder ..?
(Du musst natürlich nicht antworten, wenn Dir die Frage zu persönlich ist)
@ paratox: plonk
Kommentar von parat0x am 1. Dezember um 19:25 Uhr
irgendwie ist es auch unverständlich warum er hier überhaupt mitdiskutiert. denn er mag kritik an seinem “naiven welt”bild ja garnicht. er benutzt seine kommentare eigentlich nur um sich selbst zu bestätigen, dass seine selbstsuggestion i.o. geht. wobei er nicht mitbekommt, dass seine argumentationsschemen garnicht von ihm selbst stammen sondern nur wiederholungen aus der, naja nennen wirs mal mainstreammediendisskussionkultur sind. er ist in höchstem masse ideologe der volksverdummung, ein werkzeug dem man einredet frei zu sein, wärend man es ideologisch schult, ihm worthülsen eintrichtert und zwar 24/7. eine alternative dazu ist definitiv eine enttäuschung, da die wahrheit selten nett und schön, sondern eigentlich eher unerträglich ist.
Kommentar von Lara am 1. Dezember um 20:18 Uhr
Naja. Ich bin mit meinem Arzt eng verwandt, von daher…
Aber wenn ich zu anderen Ärzten gehen würde und die mir eine teure oder mir unbekannte Behandlung empfehlen, würde ich mich informieren über die Behandlungsmethode. Und ich würde eine zweite (mindestens) Meinung einholen. Das ist das Recht von jedem Patienten und gute Ärzte haben auch nichts dagegen, sondern empfehlen einem sogar, das zu tun.
Ärzte sind auch nur Menschen und in unserem deutschen Gesundheitswesen stehen Tür und Tor offen für Betrug. Das macht anfällig, manche gierig und manche regelrecht kriminell. Zahnärzte sind mir da besonders aufgefallen.
Man sollte auf jeden Fall nicht dem erstbesten Arzt sein Vertrauen schenken und auch wenn man ein Vertrauensverhältnis hat, nicht vergessen, dass auch Ärzte auf Gefälligkeitsstudien hereinfallen können, dass sie sich irren können oder dass sie einfach in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten können.
@Paratox: Hör doch mal bitte auf damit. Bringt doch nichts.
Kommentar von yannick am 1. Dezember um 20:36 Uhr
@ Lara: Danke für Deine Antwort.
Ich stimme Dir voll und ganz zu (naja fast, ich hatte mit meinen Zahnärzten wohl Glück
);
Gehst Du, wie DaRockwilda, davon aus dass Ärzte psychisch Kranke Menschen “volldröhnen”? Also, ich meine jetzt nicht die schwarzen Schafe unter den Ärzten; würdest Du antipsychotika (oder neuroleptika) schlucken, wenn man sie Dir verschreiben würde (mit zweiter Meinung versteht sich) ?
Kommentar von Lara am 1. Dezember um 21:18 Uhr
@Yannick: Ich weiß nicht. Spontan würde ich eher sagen: Nein. Aber natürlich kann man das erst sagen, wenn man selbst in der Situation ist.
Aber ich halte es sowieso eher so: Krankenhäuser vermeiden, Arztbesuche auf das absolut notwendige beschränken und Psychologen und Psychiater gar nicht aufsuchen. Und Medikamente so wenig wie möglich.
Würdest du denn alles nehmen, trotz starker Nebenwirkungen und unsicherem Behandlungserfolg?
Kommentar von Lara am 1. Dezember um 21:56 Uhr
Ach so, deine erste Frage habe ich nicht beantwortet: Ich gehe nicht davon aus, dass alle Ärzte die Chemiekeule schwingen. Aber ein Teil schon und deswegen muss man vorsichtig sein. Es ist ja auch schön einfach: Pille verschreiben, Patient zufrieden. Aber ein Teil der Verantwortung liegt auch bei den Patienten, die von Ärzten erwarten, dass sie die Symptome feststellen und die entsprechende Problemlösung anbieten. Und viele Patienten sind nicht gewillt, ihr Leben zu ändern und selbst was zu tun. Ist halt bequemer.
Aber wie gesagt: Es gibt solche und solche.
Kommentar von yannick am 1. Dezember um 22:02 Uhr
Wenn es mir wirklich schlecht geht und ich nicht weiter weiss würde ich meinen Ärzten vertrauen, wenn sie mir von einem Medikament verbesserung versprechen.
Es gibt übrigens einige psychiatrische Kliniken, die so wenig Psychopharmaka als möglich verabreichen. In erster Linie machen das Kinder- und Jugendpsychiatrien, und zwar mit der Begründung, dass Kinder möglichst wenig mit Chemie behandelt werden sollten, und, dass Kinder und Jugendliche mehr Zeit haben. Sprich: Keinen Beruf haben, in den sie zurück müssen, oder keine anderen Verpflichtungen, die eine besonders schnelle Behandlung erforderlich machen würden.
Ein Schuljahr zu verlieren ist ja schliesslich weniger tragisch, als einen Job zu verlieren; außerdem bieten viele Krankenhäuser Schulunterricht für Jugendliche, die über längere Zeit stationär eingewiesen sind um den Zeitverlust minimal zu halten.
Es stimmt natürlich, dass viele Ärzte viel zu leichtfertig Medikamente zu verschreiben, aber von zu”dröhnen” würde ich trotzdem nicht sprechen.
Kommentar von Lotta am 1. Dezember um 23:41 Uhr
Lieber paranox,
was wäre denn die Alternative?
Liebe Grüße,
Lotta
Kommentar von Lara am 2. Dezember um 20:00 Uhr
@Yannick: Gerade gelesen:
Drug Your Fetus
Big Pharma Hits on Pregnant Women
By EVELYN PRINGLE
If Big Pharma cared one iota about the unborn fetus, at a bare minimum, it would call off its hired-guns traveling around the country peddling SSRI antidepressants to pregnant women by convincing doctors to prescribed the drugs and ignore the studies and FDA warnings that say SSRIs are associated with serious birth defects.
Less than a month ago, on October 16, 2006, the first lawsuit in the nation was filed against GlaxoSmithKline in which an infant charges that his life-threatening lung disorder was caused by exposure to the SSRI Paxil in the womb during his mother’s pregnancy.
Weiter hier:
http://www.counterpunch.com/pringle11212006.html
Im Text steht, dass das Problem seit 10 Jahren bekannt ist.
Kommentar von DaRockwilda am 3. Dezember um 13:00 Uhr
@all:
Es wird nicht nur Spam von den Antideutschen gelöscht. Plumpe Beleidigungen wie die von Paratox müssen ebenfalls nicht sein, besonders nicht wenn sich gleichzeitig in diesem Fall Lara die Mühe gibt, auf Yannicks Argumente einzugehen.
Kommentar von yannick am 3. Dezember um 13:43 Uhr
@ Lara: Ich bin davon überzeugt, dass die meisten Ärzte dazu neigen, schwangeren Frauen so wenig zu verschreiben als irgend möglich.
Und wenn sie es doch tun fände ich es mehr als angemessen auf die von Dir vorgeschlagene Zweitmeinung zurückzugreifen.
Dass die Ärzte über die Medikamente die sie verschreiben nicht aufgeklärt wurden oder lange Zeit keine Informationen über Risiken vorliegen, ist ein ganz anderes Problem, auch wenn es - und da hast Du natürlich vollkommen recht - unser Problem durchaus streift.
Aber was soll ein Arzt denn tun?
Dass er einer schwangeren Frau nur im Notfall irgendein Medikament verschreibt halte ich für selbstverständlich. Aber im “Notfall” muss er sich auf die Informationen verlassen, die er hat.
Das steht ja auch in Deinem Artikel:
” “We’re not saying that pregnant women should not take the drugs, because depression is itself a big problem, he said. “But these drugs are being given away like smarties, and this is a big problem, Dr Zeskind warned.”
Was würdest Du als Lösung vorschlagen?
Schliesslich sind psychische Krankheiten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ..
Kommentar von DaRockwilda am 3. Dezember um 13:47 Uhr
@Felix:
“ein Artikel ohne Juden und anti- oder philosemitische Tendenz”
Wenn dir was nicht passt dann bist du wie immer herzlich dazu eingeladen, für noch mehr Artikel “ohne Juden und anti- oder philosemitische Tendenz” zu sorgen. Einfach schreiben, einschicken, und wir veröffentlichen.
“Wenn Du auf so plumpe Art und Weise auf das Offensichtliche zeigst, es mit konfusen Aussagen vermischst und durch politisch-korrekte Einschränkungen verdünnst”
Und anstatt einfach rumzuflamen kannst du diese Aspekte doch bestimmt ausführen dass man darüber reden kann.
@Yannick:
So ich hoffe ich übersehe nichts.
“Da lebe ich doch lieber in meiner naiven Welt, in der ich meinen Mitmenschen - auch Ärzten - noch vertrauen kann.”
Je nach dem wie ernst das von dir gemeint ist erübrigt sich damit ein Großteil weiterer Diskussionen.
“Gehst Du, wie DaRockwilda, davon aus dass Ärzte psychisch Kranke Menschen “volldröhnen””
Moment. Volldröhnen tun die Medikamente, nicht die Ärzte. Und bei den Ärzten schere ich nicht über einen Kamm, es gibt manche die arbeiten tatsächlich aus dem Wunsch heraus Gutes zu tun. Andere fürs Geld. So wie in jedem Beruf. Es hat auch nicht jeder Jurist den Anspruch, Menschenrechtsverltzungen zu unterbinden. Und nicht jeder Jorunalist den Anspruch, der Welt die Welt zu erklären.
“Wenn es mir wirklich schlecht geht und ich nicht weiter weiss würde ich meinen Ärzten vertrauen, wenn sie mir von einem Medikament verbesserung versprechen.”
Tja und eben das ist blinder Glaube an institutionalisierte Autoritäten.
Vielleicht solltest du statt der Ärzte lieber Patienten befragen, die bereits mit den Medikamenten behandelt werden, ob diese tatsächlich eine “Verbesserung” dargestellt haben. Und bevor jetzt wieder Überflüssiges ausgesprichen wird, ich meine hiermit keineswegs alle Medikamente.
Ach ja und ich will noch etwas Wichtiges anfügen:
Wenn man als Kranker seinem Arzt notgedrungen vertraut ist das sehr wohl verständlich. Aber wir in diesem Fall Aussenstehenden und Gesunden sollten im Gegensatz zu den akut Betroffenen ein wenig mehr Skepsis gegenüber Big Pharma zeigen. Wir sollten in der Lage sein dort zu reflektieren, wo es den Betroffenen auf Grund der Notsituation nicht möglich ist.
Kommentar von Lara am 3. Dezember um 14:22 Uhr
@Yannick:
Ein Arzt, der ein Medikament verschreibt, hat die berufliche Verpflichtung sich über Nebenwirkungen zu informieren. Deswegen sind die Medikamente ja verschreibungspflichtig. Da kann man sich nicht auf Unkenntnis berufen und wenn doch, sollte dem Arzt die Approbation entzogen werden.
Wichtig an dem (zugebenermaßen sehr langen) Artikel fand ich schon in der Einleitung:
“If Big Pharma cared one iota about the unborn fetus, at a bare minimum, it would call off its hired-guns traveling around the country peddling SSRI antidepressants to pregnant women by convincing doctors to prescribed the drugs and ignore the studies and FDA warnings that say SSRIs are associated with serious birth defects.”
Die Pharmavertreter versuchen also, die Ärzte zu überreden, die Studien und die FDA-Warnungen zu ignorieren (!). Das ist keine Unkenntnis. Sondern Manipulierbarkeit und Geldgier. Dass Pharmakonzerne nicht nur in den USA sehr engagiert sind darin, teilweise grotesk überteuerte Medikamente an den Mann zu bringen, dürfte inzwischen bekannt sein, aber ich such dir auch gerne noch ein paar Seiten raus, wenn du willst.
Da werden Krankheiten erfunden, Studien gefälscht, Nebenwirkungen geleugnet und verharmlost und noch vieles mehr. Und es handelt sich dabei nicht um ein kleines Problem, sondern um ein Milliarden-Geschäft, an dem Ärzte UND Pharma sehr gut verdienen.
Was man dagegen tun kann, fragst du. Die Produkthaftung verstärken, den Verbraucherschutz und die Aufklärung über solche Studien. GSK sollte eine so empfindliche Geldstrafe auferlegt bekommen, dass es wirklich weh tut. Dazu muss die Strafe in Relation zu den bisher erzielten Gewinnen (!) gesetzt werden. Für die Ärzte könnte ich mir vorstellen, dass sie sich vor einem Ausschuss rechtfertigen müssen, warum sie ein Medikament, dass so deutliche Nebenwirkungen hat, verschrieben haben. Allein die Möglichkeit, dass ihre Verschreibungspraxis offengelegt und hinterfragt wird, wird viele Ärzte dazu zwingen, zweimal zu prüfen, ob das Med. in diesem Fall angezeigt ist.
Wichtig ist mehr Transparenz, sowohl bei der Verschreibung als auch bei der Abrechnung. Denn nichts scheuen die Leute mehr als Transparenz und Öffentlichkeit:
“Legal analysts predict that Glaxo will attempt to reach early settlements with the families of infants born with birth defects because the company in no way wants injured toddlers paraded in front of a jury.”
Diese Abgebrühtheit auf Seiten GSK ist erschreckend. Sie haben nichts dagegen, auf Kosten dieser Kinder Profit zu machen. Aber wenn das Ergebnis ihrer Skrupellosigkeit ans Tageslicht kommt, dann zahlen sie schnell (allerdings aus der Portokasse, an den Methoden wird das nichts ändern).
Ich möchte auch noch auf die folgenden Textstellen hinweisen:
“Eric’s attorneys do not have to newly learn the inter-workings of Glaxo because they know how the company operates regarding Paxil and how they analyze or fail to analyze data.
According to Ms Menzies, studies have shown that infants who are exposed to selective serotonin reuptake inhibitor antidepressants (SSRIs), after the 20th week of gestation are more likely to develop PPHN than infants who were not exposed to an SSRI during pregnancy.
In addition to Paxil, the other SSRIs sold in the US include Prozac by Eli Lilly; Zoloft, from Pfizer; Celexa and Lexapro, from Forest Laboratories; and Luvox, from Solvay. Wyeth markets Effexor, a serotonin-norepinephrine inhibitor.
Adding to the problem of curtailing the prescribing of SSRIs to pregnant women, is the fact that SSRI makers have doctors prescribing the drugs for many other conditions besides depression, and often for off-label uses, meaning they are not approved by the FDA.
According to Dr Jay Cohen, author of, “Over Dose: The Case Against The Drug Companies,” the “drug companies have marketed SSRI antidepressants vigorously not only to psychiatrists, who are supposed to have some expertise with these drugs, but also to family practitioners, pediatricians, gynecologists, internal medicine specialists, and anyone else who can pen a prescription.”
“But this doesn’t mean, he says, “that they possess in-depth knowledge of SSRIs or their actions and toxicities.
A study from the University of Georgia in the June 2006, Journal of Clinical Psychiatry, found that 75% of the people prescribed antidepressants received them for a reason not approved by the FDA.”
Es tut mir leid, aber die Ärzte, die sich von besseren Staubsaugervertretern belabern lassen, Medikamente zu verschreiben, von denen sie keine Ahnung haben, sind untragbar für den Berufsstand. So geht das nicht und ich habe auch kein Mitleid mit solchen “Ärzten”, wenn sie die Approbation verlieren.
Solche Fälle sollten in die Schlagzeilen, so dass sich jeder dreimal überlegt, was er da eigentlich tut. Solange die öffentliche Aufmerksamkeit fehlt, wird sich das Problembewusstsein bei den Ärzten nicht ändern. Bezüglich der Skrupellosigkeit von Pharma-Konzernen muss man sich auch keine Illusionen machen: Die ist sprichwörtlich. Da hilft nur eins: Empfindliche Geldstrafen und ein öffentlicher Pranger (mittelalterlich formuliert). Am besten ganzseitige Anzeigen in den überregionalen Medien. Wenn in der FAZ ein krankes Baby gezeigt wird mit der Unterschrift: “Dank GSK konnte meine Mutter wieder lachen - aber nur bis zu meiner Geburt”, was meinst du, was dann in der PR-Abteilung von denen los ist?
Kommentar von parat0x am 3. Dezember um 14:41 Uhr
was genau war denn an dem kommentar beleidigend?
Kommentar von DaRockwilda am 3. Dezember um 14:52 Uhr
Naja du suggerierst, dass Yannick gar nicht zu eigenem Denken fähig wäre. Dabei kann man doch seinen Aussagen doch so viel Logisches entgegnen wie Lara und ich das auch tun. Selbst wenn du Recht haben solltest ist es kontruktiver das Aussage um Aussage anzugehen.
Kommentar von parat0x am 3. Dezember um 14:52 Uhr
um das mal zu konkretisieren. dass yannik nicht gefällt was ich da schrieb kann ich nachvollziehen. aber eine beleidigung wars nicht.
sonst wäre nämlich jede kritik ein einer person eine beleidigung. ich finde ein klein wenig differenzierung ist da sicher angebracht.
und @ yannik: ich kann auch schlecht mit kritik umgehen, aber ich laufe nicht wegen jeder negativbeurteilung zu nem administrator und beschwer mich.
Kommentar von Lara am 3. Dezember um 15:14 Uhr
Sorry, paratox, du kritisierst nicht, du pöbelst rum. Du bringst kein sachliches Argument, statt dessen greifst du Yannick als Person an, als ob du ihn kennen würdest. Aber selbst wenn du ihn kennen würdest, wären deine Behauptungen, was Yannick glaubt, wie er ist oder was du von ihm persönlich hältst, hier fehl am Platze.
Ich glaube auch nicht, dass Yannick sich beschwert hat, er hat deine nur als Trollerei zu bezeichnenden persönlichen Angriffe souverän beantwortet bzw. ist einfach nicht drauf eingegangen. Weißt du eigentlich, was *plonk* bedeutet?
Yannick hat völlig recht damit und dir sollte klar sein, dass die meisten Leser wohl eher dich für einen Idioten halten als deine Meinung über Yannick zu übernehmen. Auch wenn man Yannicks Meinung nicht teilt, ist sie doch eine Bereicherung. Im Gegensatz zu deinen sinnfreien Beleidigungen.
Kommentar von parat0x am 3. Dezember um 15:24 Uhr
also wenn yanniks meinung für dich eine bereicherung ist, schlage ich dir vor sie auszudrucken, als gutes beispiel einzurahmen und ins wohnzimmer zu hängen.
und da du offenbar der sprecher der “meisten hier” bist, sag mir doch mal inwiefern ich euch aufgefordert habe meine meinung zu übernehmen?
Kommentar von yannick am 3. Dezember um 15:47 Uhr
@ Lara: Ich habe ja schon gesagt, dass ich nicht bestreiten will, dass es auch unter Ärzten schwarze Schafe geben mag. Wenn sich ein Arzt sogar dazu überreden lässt, Medikamente trotz Gefahrenhinweises zu verschreiben oder irgendeinen der anderen von Dir aufgeführten Fehltritte zu begehen, dann bin ich auch dafür, dass diese Ärzte ihre Zulassung verlieren.
Ich habe den Artikel von DaRockwilda so verstanden, dass davon auszugehen sei, dass Ärzte einen ausbeuten, “volldröhnen” oder dergleichen. Und das wirkte auf mich so, als wolle er behaupten, die Ärzteschaft bestehe zum größten Teil aus schwarzen Schafen!
Womit ich schon bei
@ DaRockwilda: wäre:
Die beiden Sätze “Da lebe ich doch lieber in meiner naiven Welt, in der ich meinen Mitmenschen - auch Ärzten - noch vertrauen kann.”
und
“Wenn es mir wirklich schlecht geht und ich nicht weiter weiss würde ich meinen Ärzten vertrauen, wenn sie mir von einem Medikament verbesserung versprechen.”
meine ich ernst und bin auch bereit sie hier zu verteidigen.
Unser Punkt ist ja folgender: Keiner bestreitet, dass es gute Ärzte gibt, die uns helfen wollen. Keiner bestreitet, dass es andersherum aber auch schwarze Schafe gibt, die den Patienten ausnutzen, ihm Geld aus der Tasche ziehen und ihm Medikamente verschreibt, die ihm sogar - wie Lara eindrücklich gezeigt hat - schaden kann.
Wir sind uns aber völlig uneinig darin, ob wir davon ausgehen, ob die schwarzen oder die weißen Schafe in der Überzahl sind!
Da plädiere ich für die weißen Schafe - und zwaz aus einem ganz pragmatischem Grund: Es ist wesentlich Hilfreicher für mich, meinem Arzt vertrauen zu können wenn ich nicht weiter weiß
(natürlich weiterhin mit der Einschränkung, dass ich durchaus bereit bin, bei wichtigen Entscheidungen Zweitmeinungen oder andere Informationen zu Rate zu ziehen).
ps: Ich bin übrigens, ich hoffe das führt zu keiner weiteren Diskussion
, überhaupt kein Freund von Psychopharmaka, weil oftmals damit ein sehr stark biologistisch geprägtes Weltbild einhergeht, dass Depressionen oder Psychosen als reine Stoffwechselstörung interpretieren;
Es gibt ja schliesslich auch Krankenhäuser, die bewusst auf den Einsatz solcher Mittel verzichten, davon habe ich oben (1.12 22:02) erzählt.
Kommentar von Lara am 3. Dezember um 15:48 Uhr
Ich spreche nicht für die meisten, ich äußere eine Vermutung. Das erkennst du an dem Wort “wohl”. Damit drückt man im Deutschen eine Vermutung aus und gleichzeitig, dass man sie für wahrscheinlich hält. Im Gegensatz zum Wort “vielleicht”, mit dem einen geringeren Grad der Wahrscheinlichkeit ausdrückt.
Dein erster Absatz ist schon wieder alberne Polemik und ich antworte dir jetzt ebenfalls mit:
*plonk*
Kommentar von Lara am 3. Dezember um 15:54 Uhr
(Der von 15.48 ging an paratox.)
@Yannick: Ich denke auch, die Standpunkte sind klar, aber eins kann ich mir nicht verkneifen:
“A study from the University of Georgia in the June 2006, Journal of Clinical Psychiatry, found that 75% of the people prescribed antidepressants received them for a reason not approved by the FDA.””
Also, drei Viertel der Patienten.
Das ist schon eine ganze Herde schwarzer Schafe und nur jedes Vierte ist weiß…
Die Frage ist natürlich, inwiefern das repräsentativ für die Ärzteschaft ist. Ich befürchte aber, dass das so ist.
Kommentar von DaRockwilda am 3. Dezember um 15:57 Uhr
@Yannick:
“Da lebe ich doch lieber in meiner naiven Welt, in der ich meinen Mitmenschen - auch Ärzten - noch vertrauen kann.”
Da du nun klargemacht hast, dass du das ernst meinst. Du bist also Cypher, der lieber zurück in die Matrix will, weil ihm das künstliche Steak so gut schmeckt.
Macht es dir Angst, zu hören dass eben nicht alles so ist wie in deiner “naiven Welt”, in der du dann lieber bleibst?
“Wir sind uns aber völlig uneinig darin, ob wir davon ausgehen, ob die schwarzen oder die weißen Schafe in der Überzahl sind!”
Schwer zu sagen wie das bei den Ärzten aussieht. Ich stelle die Behauptung auf, dass zumindest das Gesundheittsystem als Ganzes, von dem Chemielabor bis zur verschriebenen Packung, eher auf Profit als auf Heilung aus ist. Hast du dir schon einmal überlegt, dass Pharmafirmen bankrott wären, wenn auf einmal alle Menschen geheilt sind?
Ist auch ganz normal dass Pharma auf Profit aus ist, sonst geht man im Kapitalismus unter. Muss nicht einmal “bösartig” motiviert sein.
Jedenfalls ist bei den vielen schwarzen Schafen und vor Allem der Intransparenz (Firmen müssen Studien, deren Ergebnis sie nicht mögen, nicht veröffentlichen zB) nicht mehr davon auszugehen, dass das Gesundheitssystem überwiegend “gut” ist.
Kommentar von parat0x am 3. Dezember um 15:58 Uhr
ach tatsächlich? und ich dachte der ging an die stillen leser und die meisten hier. aber da es sich wieder nur um eine deiner üblichen spekulationen - die ja nachweislich jeglicher grundlage entbehren - handelt, brauchen sich da weder die einen noch die anderen gedanken drüber zu machen.
Kommentar von yannick am 3. Dezember um 16:37 Uhr
Gut, jetzt da wir das Problem auf die einfache Frage, ob es mehr weiße oder mehr schwarze Schafe gibt, reduzieren konnten und jeder dazu Stellung genommen hat (bzw. noch Stellung nehmen kann), haben wir das Problem ja gelöst!
Die Analogie zu Cypher aus Matrix sehe ich nicht, wir wären ja noch an dem Punkt, an dem wir alle in der Matrix wären und einige sagten “The Matrix has you!” und die anderen “Das glaube ich nicht”;
Kommentar von parat0x am 3. Dezember um 16:48 Uhr
doch die analogie trifft durchaus zu. denn mit der formulierung, dass du lieber in deiner naiven welt lebst, lässt du deine feste überzeugung, die rosa brille tragen zu _wollen_ deutlich erkennen.
Kommentar von DaRockwilda am 3. Dezember um 16:52 Uhr
“wir wären ja noch an dem Punkt, an dem wir alle in der Matrix wären”
Nenn es eine zuckersüße verlogene Schicht aus Traumwelten, die dir vorgesetzt werden, damit du weiterhin an deine “naive” Welt glauben kannst.
Und du hast eben die “schlechten” Neuigkeiten gehört und sagst dann explizit dass du von den schlechten Nachrichten abgeschreckt bist und lieber in der Scheinwelt bleibst.
Kommentar von parat0x am 3. Dezember um 17:45 Uhr
btw. hat eigentlich gestern jmd indiana jones gesehen? in “jäger des verlorenen schatzes” missbraucht er in einer einstellung minderjährige ägypter als menschlichen schutzschild. es ist ausschliesslich der besonnenheit seiner, ihm waffentechnisch überlegenen gegner zu verdanken, dass diese situation keinen katastrophalen ausgang nahm.
Kommentar von DaRockwilda am 3. Dezember um 19:04 Uhr
Ist doch ne schän realistische Darstellung. Auch der Westen pfeift auf Menschen- und Kriegsrecht, und die bösen Araber können ganz vernünftig sein…