Abgeordnete Harris: "Wir wären alle gerne Juden"
Man braucht sich wahrlich nicht wundern, warum die USA Israels Kriegsverbrechen ständig schützen und Israels Gegner angreifen.
Zum einen gehört ein Großteil der Bevölkerung der USA einer christlichen Gemeinde an, die ihren Erlöser Jesus Christus herbeisehnt. Damit der mal wieder vorbeischaut und sie alle belohnt weil sie keinen gleichgeschlechtlichen Menschen geküsst und überhaupt bis zur Heirat ihre körperlichen Bedürfnisse unterdrückt haben, muss in ihren Augen das jüdische Volk einen israelischen Staat aufgebaut haben, der das gesamte ehemalige Palästina umfasst. Sie wollen also einen Nahostkrieg, in dem Israel gewinnt, damit sie endlich ihren Jesus empfangen können.
Zudem gibt es in den USA eine sehr effektive Israellobby, die die Interessen dieser Christen sowie des verbrecherischen Regimes in Tel Aviv geschickt in Entscheidungen US-amerikanischer Amtsträger umwandelt.
Diese Amtsträger schämen sich dann nicht einmal dafür, sich von ausländischen und dazu unmenschlichen Interessen manipuliert lassen zu haben, sondern singen wahre Jubelarien auf die Lobby.
Einen Meilenstein an Israelgejubele hat dieser Tage die republikanische Abgeordnete Katherine Harris während eines Auftritts bei dem “International Fellowship of Christians and Jews” produziert, zu lesen im Sarasota Herald Tribune:
Man muss sich ernsthaft die Frage stellen, warum Harris nicht nach Israel auswandert und zum Judentum konvertiert. “Wir wären alle irgendwie gerne Juden?” Wer sind wir ? Und wie dämlich ist dieser Satz ? Und was impliziert er ? Er impliziert, dass Juden tatsächlich “die Auserwählten” sind und vom Rest der Menschheit beneidet werden.
Das ganze sagt einiges über den Geisteszustand dieser Abgeordneten aus.
Wer so überzeugt ist von Israel und seiner Bevölkerung kann unmöglich eine ausgewogene Nahostpolitik betreiben. Harris hat die Dreistigkeit, und die Reserviertheit der UNO, die schließlich vom so wunderbaren Israel mit einer lasergelenkten Fliegerbombe angegriffen wurde, als Antisemitismus bezeichnet. Vermutlich hätte die UNO erst damit bewiesen dass sie nicht antisemitisch ist, indem sie fröhlich mit Israel um die Wette gebombt hätte. Antisemitismus ist die Standardkeule, mit der die Verbrechen der israelischen Regierung gedeckt werden. Wie soll diese Frau in der Lage sein, im Nahostkonflitk mit gleichen Maß zu messen ?
Im Übrigen würde ich es als genauso problematisch erachten, wenn der deutsche Ausschuss für islamischen Terrorismus oder für religiöse Angelegenheiten der Meinung wäre, “wir wären alle gerne Moslems, sie sind das auserwählte Volk”.
Religiöse Überlegungen und Präferenzen haben in politischen Entscheidungen, bei denen es um Leben und Tot geht, nichts zu suchen. Politiker wie Harris sind hier ganz klar befangen und parteiisch. Im Hinblick auf Harris oder auch den “wiedergeborenen Christen” Bush und den Gotteskrieger Rumsfeld muss man nüchtern feststellen, dass die USA genau solch ein Gottesstaat sind, den sie gern dem Rest der Welt als Hort des Bösen andrehen wollen. Wo ist schon der Unterschied, ob ein islamischer Mullah Politik macht oder ein christlicher Zionist ?
Versteht mich nicht falsch. Jeder Politiker hat das Recht, einer Glaubensgemeinschaft anzugehören. Er kann die verrücktesten und gefährlichsten, ja gewalttätigsten Dinge glauben, so lange er dies nicht in seine Amtsführung miteinbezieht. Solange er außenpolitische Entscheidungen isoliert von seinem Glauben betrachten kann. Er darf persönlich parteisch sein, aber während der Ausführung seines Amtes kommt er damit in einen Interessenskonflikt und verrät damit seine Wähler.
Hier haben wir aber eine Situation, in der viele Politiker der USA aus ihrer Parteinahme keinen Hehl machen und öffentlich zugeben, dass sie eben diese religiöse Überzeugung in ihre Entscheidungen mit einfließen lassen. Und damit haben sich sich in meinen Augen delegitimiert. Und vor allen Dingen machen sie die Welt damit gefährlicher. Ich zitiere hier irgend jemanden sinngemäß wenn ich sage: Religion und Politik vertragen sich nicht, weil die Politik den religiösen Eiferern die Macht in die Hände gibt, ihre religiösen Wahnvorstellungen zu realisieren.
DaRockwilda
Zum einen gehört ein Großteil der Bevölkerung der USA einer christlichen Gemeinde an, die ihren Erlöser Jesus Christus herbeisehnt. Damit der mal wieder vorbeischaut und sie alle belohnt weil sie keinen gleichgeschlechtlichen Menschen geküsst und überhaupt bis zur Heirat ihre körperlichen Bedürfnisse unterdrückt haben, muss in ihren Augen das jüdische Volk einen israelischen Staat aufgebaut haben, der das gesamte ehemalige Palästina umfasst. Sie wollen also einen Nahostkrieg, in dem Israel gewinnt, damit sie endlich ihren Jesus empfangen können.
Zudem gibt es in den USA eine sehr effektive Israellobby, die die Interessen dieser Christen sowie des verbrecherischen Regimes in Tel Aviv geschickt in Entscheidungen US-amerikanischer Amtsträger umwandelt.
Diese Amtsträger schämen sich dann nicht einmal dafür, sich von ausländischen und dazu unmenschlichen Interessen manipuliert lassen zu haben, sondern singen wahre Jubelarien auf die Lobby.
Einen Meilenstein an Israelgejubele hat dieser Tage die republikanische Abgeordnete Katherine Harris während eines Auftritts bei dem “International Fellowship of Christians and Jews” produziert, zu lesen im Sarasota Herald Tribune:
“Flankiert von einem Banner, auf dem zu lesen ist “Israel wird für immer bestehen”, singt Rabbi Yechiel Eckstein abwechselnd auf Englisch und in Hebräisch stürmisch ein Lied.
Die Abgeordnete Katherine Harris steht deneben auf der Bühne, stampft mit den Füßen und klatscht zu der Musik.
“Nichts von dem, an was wir in der Welt glauben, würde existieren ohne euch” sagt sie zu jüdischen Führern in der Menge. “Wir wären alle irgendwie gerne Juden.”
Sie betont ihre Liebe zu Gott.
Juden “sind das auserwählte Volk” sagt sie der Menge, und bekommt dafür tosenden Beifall. Die mehr als 1000 Zuhörer sind Teil einer Bewegung, die glaubt dass Juden eine wichtige Rolle im Schicksal der Christen spielen.
Für sie hängt die biblische “Entrückung“, bei der Jesus die Toten auferweckt und seine loyalen Anhänger mit sich nimmt, davon ab, dass die Nation Israel wiederaufgebaut wird, komplett mit dem Wiederaufbau des großen Tempels und der Einverleibung des gesamten Heiligen Landes (sprich der illegal besetzten Gebiete).
Manche glauben dass diese Entrückung unmittelbar bevorsteht.
Diese Bewegung führte zu einer einzigartigen Verbindung zwischen evangelischen Christen, der republikanischen Partei und pro-israelischen Gruppen innerhalb der USA.
Harris nutzte ihre Zeit vor der “Without Walls”-Versammlung dazu, die israelische Technologie zu loben, die ihre Familie dazu benutzt, um in Zitronenhainen die Früchte zu konservieren.
“Wir müssen an der Seite von Israel stehen” sagte sie. “Wir haben eine gemeinsame Zukunft.”
Sie verurteilte auch die Vereinten Nationen dafür, nicht entschiedener gegen die Hisbollah vorgegangen zu sein, als diese Israel angriff. “Man sollte die Vereinten Nationen für ihren Antisemitismus verantwortlich machen”.
Man muss sich ernsthaft die Frage stellen, warum Harris nicht nach Israel auswandert und zum Judentum konvertiert. “Wir wären alle irgendwie gerne Juden?” Wer sind wir ? Und wie dämlich ist dieser Satz ? Und was impliziert er ? Er impliziert, dass Juden tatsächlich “die Auserwählten” sind und vom Rest der Menschheit beneidet werden.
Das ganze sagt einiges über den Geisteszustand dieser Abgeordneten aus.
Wer so überzeugt ist von Israel und seiner Bevölkerung kann unmöglich eine ausgewogene Nahostpolitik betreiben. Harris hat die Dreistigkeit, und die Reserviertheit der UNO, die schließlich vom so wunderbaren Israel mit einer lasergelenkten Fliegerbombe angegriffen wurde, als Antisemitismus bezeichnet. Vermutlich hätte die UNO erst damit bewiesen dass sie nicht antisemitisch ist, indem sie fröhlich mit Israel um die Wette gebombt hätte. Antisemitismus ist die Standardkeule, mit der die Verbrechen der israelischen Regierung gedeckt werden. Wie soll diese Frau in der Lage sein, im Nahostkonflitk mit gleichen Maß zu messen ?
Im Übrigen würde ich es als genauso problematisch erachten, wenn der deutsche Ausschuss für islamischen Terrorismus oder für religiöse Angelegenheiten der Meinung wäre, “wir wären alle gerne Moslems, sie sind das auserwählte Volk”.
Religiöse Überlegungen und Präferenzen haben in politischen Entscheidungen, bei denen es um Leben und Tot geht, nichts zu suchen. Politiker wie Harris sind hier ganz klar befangen und parteiisch. Im Hinblick auf Harris oder auch den “wiedergeborenen Christen” Bush und den Gotteskrieger Rumsfeld muss man nüchtern feststellen, dass die USA genau solch ein Gottesstaat sind, den sie gern dem Rest der Welt als Hort des Bösen andrehen wollen. Wo ist schon der Unterschied, ob ein islamischer Mullah Politik macht oder ein christlicher Zionist ?
Versteht mich nicht falsch. Jeder Politiker hat das Recht, einer Glaubensgemeinschaft anzugehören. Er kann die verrücktesten und gefährlichsten, ja gewalttätigsten Dinge glauben, so lange er dies nicht in seine Amtsführung miteinbezieht. Solange er außenpolitische Entscheidungen isoliert von seinem Glauben betrachten kann. Er darf persönlich parteisch sein, aber während der Ausführung seines Amtes kommt er damit in einen Interessenskonflikt und verrät damit seine Wähler.
Hier haben wir aber eine Situation, in der viele Politiker der USA aus ihrer Parteinahme keinen Hehl machen und öffentlich zugeben, dass sie eben diese religiöse Überzeugung in ihre Entscheidungen mit einfließen lassen. Und damit haben sich sich in meinen Augen delegitimiert. Und vor allen Dingen machen sie die Welt damit gefährlicher. Ich zitiere hier irgend jemanden sinngemäß wenn ich sage: Religion und Politik vertragen sich nicht, weil die Politik den religiösen Eiferern die Macht in die Hände gibt, ihre religiösen Wahnvorstellungen zu realisieren.
DaRockwilda
Kommentar von winfried aus chemnitz am 30. Oktober um 20:57 Uhr
Politische Richtungswechsel sind in den USA meistens sehr hart! Im wirtschaftlich freien Fall und im Verlust ihrer Kriegsehre wird man derer Stimmen sich erinnern.
Dann wird es einen christlichen Prediger geben der die Schuld denen geben wird!
Was um Gottes willen hat Christus mit Krieg und Mord und Totschlag oder mit Weltzerstörung und den Juden zu tun?
Kommentar von michael am 2. Januar um 22:00 Uhr
Extremisten gibt es leider in allen politischen und religösen Lagern. Die Verbindung von Beidem ist dabei noch weitaus gefährlicher. Ich persönlich wünsche mir in der Politik eine weltweite agnostische Ausrichtung, egal ob emperisch oder philosophisch geprägt. Wann hört endlich das Töten im Namen einer “höheren Macht” auf?
Kommentar von DaRockwilda am 3. Januar um 01:40 Uhr
@Michael:
“Wann hört endlich das Töten im Namen einer “höheren Macht” auf?”
Das beste Mittel wäre es, Töten bzw. Krieg weniger lukrativ zu machen. Würde es nicht so viel Gewinn bringen gäbe es weitaus weniger Tod. Ob jetzt mit oder ohne Bezug auf eine höhere Macht.