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Muslime sind antidemokratisch? Stimmt. Christen auch.


Auch Gottesleugner sind es meist;

Wer sich von seinem Gotte reißt,

Wird endlich auch abtrünnig werden

Von seinen irdischen Behörden.


Ihr kennt es alle: So ein total todestoller Turbanträger schnappt sich seinen Bombenkoffer, steigt an all den nagelscherenkonfiszierenden und fantadosenausgießenden Sicherheitskontrollen vorbei ins Flugzeug, sprengt das in die Luft und ist tot. Wie alle anderen Flugzeuginsassen. Der Unterschied zwischen ihm und den Passagieren? Er glaubt daran, für diese Aktion mindestens eine Kompanie Jungfrauen im ewigen Himmelreich verdient zu haben. Und sofort ist das Geschreie groß: Der böse, böse Islam! Da werden die Koranstellen rausgekramt, die Imame zitiert, die Islamwissenschaftler befragt und die Archivaufnahmen durchforstet. Das Ziel all diesen Handelns ist, zu beweisen, dass der Islam böse, böse, böse ist.

Wer sich auch nur die zwei Stunden zwischen den Vorlesungen in die Bib setzt und den Koran liest, kommt vor allem auf ein Ergebnis: Wenn jemand, der dieses Buch als heilig sieht, böse ist, dann steht im Lexikon bei “böse” ein Querverweis zu “logisch minderbemittelt”. Denn der Koran enthält so viele Widersprüche und Ungereimtheiten, dass ihm schwerlich irgendein Charakteristikum zuzuweisen ist. Die gleiche Schlußfolgerung drängt sich auf, wenn man die einschlägigen Schriftgelehrten anhört und vermeiden möchte, in Zynismus zu verfallen und sie der Vorteilssuche anzuklagen. Diese Religion ist nicht verständlich, sie kann es nicht sein und sie wird es nicht sein.

Bevor ihr mich jetzt des Antiislamismus anklagt: Das Christentum ist es auch nicht, und das Judentum auch nicht. Der ganzen Gruppe haftet sehr deutlich der Stallgeruch des Wahnsinns an. Versuchen wir doch nur einen Moment zu reflektieren: Aus welchem Grund, aus welcher Motivation sollte ein allmächtiger und allwissender Schöpfer wollen, dass ihm, wie die Bibel fordert, irgendetwas geopfert wird? Also, ich meine, irgendetwas. Er selbst hat es erschaffen. Gott ein Schaf zu opfern ist so, als ob man der Bundesdruckerei Geld schenkte. Oder das Beten, das Jesus fordert? Aus welchem Grund sollte ebengenannter Gott ein Gebet verlangen? Zum Einen weiß er eh, ob du an ihn glaubst und ihm treu bist. Er ist Gott, schon vergessen? Zum Anderen ist schon die Idee, dass das Gebet eines Menschen ein allmächtiges Wesen überhaupt interessiert, ziemlich vermessen. Um es auf irdische Maßstäbe runterzubrechen: Was interessiert Dieter Bohlen das Schicksal eines DSDS-Bewerbers? Was interessiert Gott, ob Otto Nullachtfuffzehn sich auch brav nach seinen Gesetzen richtet? Mensch, Gott ist allmächtig. Wenn er will, dass Otto Nullachtfuffzehn sich nach seinen Gesetzen richtet, dann erschafft er ihn so, dass er nicht anders kann. Verallgemeinert: Wenn Gott irgendwas nicht gefällt, brauchst du dich nicht drum zu kümmern. Gott kann das besser. Er ist allmächtig. Gott hat auch Zeit dafür. Er ist allmächtig. Er hat die Zeit gemacht.

Die einzigen Erklärungen dafür, dass es auch weiterhin Menschen gibt, die an Gott, Jahwe und Allah glauben und aus diesem Glauben irgendwelche Veränderungen in ihrem sonstigen Denken oder Handeln herleiten, sind, dass Menschen Schwächen haben und dass die Religion ein gutes Mittel ist, um Menschen für sich arbeiten zu lassen; aus beiden Fällen folgt eine antidemokratisch-antifreiheitliche Grundhaltung. Das ist die Grundthese dieses Artikels.

Dass der zweite Fall existiert, ist offensichtlich. Es existierte in der Menschheitsgeschichte kaum eine Organisation, die offener Dekadenz, Verachtung der Untertanen, Blutrunst und Willkür gezeigt hat als die Kirche. Inquisition, der dem Hungernden abgepresste Zehnte, Ablässe, Inquisition und Conquistadoren sprechen ihre eigene Sprache - und alles aufgebaut auf der Höllendrohung. Den Priestern dieses Szenarios geht es dabei um so besser, je autoritätsgläubiger die Menschen sind, je weniger sie also seine “natürliche” Rolle als Vermittler zwischen ihnen und Gott anerkennen; in sofern ist der Protestantismus wirklich ein großer Schritt zur Vernichtung der Religion gewesen. Der Priester wird also alles tun, um den Autoritätsglauben voran zu treiben und wird damit notwendigerweise demokratische Tendenzen untergraben (oder könnt ihr euch eine Kirche vorstellen, in der über die Gebote abgestimmt wird?). Sequitur: Eine Kirche ist ein Feind jeder Demokratie und wird jede Gelegenheit zu deren Abschaffung nutzen[1], Demokraten tun somit wohl daran, der Kirche zumindest reserviert gegenüberzustehen.

Der erste Fall ist wohl der, der “unsere” Religionen in besserem Licht erscheinen lässt: Menschen sind von Natur aus nun einmal schwach, haben Angst vor dem Tod, vor der Zukunft und vor ihren Mitmenschen. Sie sehnen sich nach Liebe, Güte, Gerechtigkeit und Frieden und erkennen, dass sie diese niemals auf der Erde in Reinform finden können. Also liegen sie nachts wach und fragen sich: Gibt es das reine Gute? Gibt es jemanden, der mir hilft, immer gut zu mir ist, mich vor dem Tod bewahren kann? Tja, und manche werden dann dazu greifen, sich einen Gott zu konstruieren, ein allmächtiges Wesen, dass sich, wenn sie denn nur fromm genug sind, ihrer annehmen wird. Ein Wesen, dass die Dinge regelt, vor denen sie zurückschrecken; ein Wesen, vor dem sie guten Gewissens das Haupt beugen können, sich unterwerfen können, weil es keine Fehler hat. Ein sozialverhältlerisches Erbe unserer tierischen Vorfahren, die nach einem Graurücken suchten? Es ist sicher kein Zufall, dass Gott, anders als Apoll, immer als alter Mann dargestellt wird, als menschlicher Graurücken eben. Der Mensch ist eben ein Seil, gespannt vom Tiere zum Übermenschen, und dessen brauchen wir uns nicht schämen. Auch der Schwächen, die daraus erwachsen, nicht, solange wir uns unserer kollektiven Zukunft würdig erweisen und verinnerlichen, dass es überwindbare Schwächen sind.

Wie Heinrich Heine in den Eingangsversen schon so treffend bemerkte, ist die weltliche Machtfrage aber untrennbar mit der geistlichen verbunden. Wer einmal das Haupt freiwillig beugte, wer einmal die Idee anerkannte, es gebe ein Wesen, dem man sich un-bedingt unterwerfen müsse, dem wird es leicht fallen, es ein zweites Mal zu tun, sich König oder Führer unterzuordnen. Wer einen Gott über sich akzeptiert, akzeptiert auch einen Sohn Gottes, wer einen Sohn Gottes akzeptiert, akzeptiert auch den Stellvertreter des Sohns Gottes, und wer den Stellvertreter des Sohns Gottes akzeptiert, der akzeptiert auch, dass dieser Herrscher mit den “Gottes Gnaden” belegen kann. Und wenn man einmal Herrscher von “Gottes Gnaden” akzeptiert, ist man schnell dabei, den Unsinn von “Gottes Gnaden” einzusehen und einfach nur den Herrscher zu akzeptieren. Es ist wie ein schlüpfriger Hang, den man, wenn man ihn einmal betreten hat, leicht hinuntergleitet, aber nur schwer wieder heraufkommt. Gleitet ihn ein Großteil des Staatsvolks hinab, ist jede freie Regung hinfällig. Wer das Volk oder nur seine Kinder auf diesen Abhang führt, indem er die Existenz Gottes lehrt, bringt fahrlässig oder mutwillig den demokratischen Prozess in Gefahr.

Der urdemokratische Satz ist eben: “Die Würde des Menschen ist das höchste Ziel.”
Kein Christ, kein Jude, kein Muslim, der den Namen verdient hat, kann diesen Satz akzeptieren, und kein Demokrat, der den Namen verdient, kann ihn ablehnen. Christen, Juden und Muslime mögen zuerst die Vereinbarkeit beider Grundsätze erwägen, doch in der Konfrontation muss einer zerbrechen: Würdest du, lieber Christ, deinen Sohn Gott opfern, wenn der Schöpfer das forderte, wie es in der Bibel geschrieben steht? Ja? Dann geh mir aus den Augen, Mörder.

Aus dieser individualpolitischen Perspektive folgt schnell die gesamtpolitische: Die Toleranz erfordert leider, die Kirchen zu tolerieren, etwa so wie Grima Schlangenzunge; aber ihnen Sonderrechte einzuräumen, sie steuerlich zu fördern oder ihre politischen Arme (CDU/CSU) zu akzeptieren, ist inakzeptabel. Und ganz besonders gilt, dass diese Sirenen von den Schwachen weggehalten werden müssen, ob Kinder, Kranke oder Alte. Um den Ring zu schließen: Koranschulen sind Brutstätten des Terrors, denn sie sind Brutstätten für Menschen, die die Grundaxiome einer freiheitlichen Gesellschaft nicht anerkennen. Aber bevor man das anmeckern kann, muss man vor der eigenen Tür kehren und katholische Kindergärten, Internate, Altenheime und Spitale bis auf das letzte unter Sektengesetzgebung betreiben lassen, statt ihnen auch noch Geld zur Verfügung zu stellen.[2]

Und jetzt jammert weiter über Islamisten. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gesagt, dass ihr mit zweierlei Maß messt. Und glaubt bloß nicht, den Menschen im mittleren Osten fiele diese Ungleichheit der Maße nicht auf. Im Gegenteil, diese (korrekte!) Wahrnehmung des ungleichen Messens ist des Pudels Kern in dieser Welle des Anti-Westlichen. Wie kann man auch von Menschen erwarten, sie mit den eigenen Idealen zu überzeugen, wenn man diese im eigenen Land nicht umsetzt?

Bielefeld, den 1.9.2006 — Steve

Fußnoten:
[1] Zentrumspartei, Machtüberlassung 1933. Weitere Fragen?
[2] Manche mögen jetzt mit Erziehungsfreiheit kommen. Erziehungsfreiheit ist Nonsens. Es geht bei der Erziehung immer um das Wohl des Kindes, denn das ist der betroffene Mensch und der Schwächere obendrein. Und Religion ist, wie dargelegt, zumindest eine Charakterschwäche. Es würde mehr Sinn machen, die anonymen Alokoholiker eine Schule betreiben zu lassen, als die Katholiken.
Dieser Eintrag wurde am Freitag, den 1. September 2006 von Steve geschrieben und in die Kategorie Religion & Ethik eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Egon am 2. September um 14:29 Uhr

Guten Tag,
als Atheist kann ich dem geschriebenem Beitrag voll und ganz zustimmen.Glauben ist etwas für Schwache,die für ihr tägliches Dasein eine Lebenskrücke benötigen.
Es klingt zwar lapidar,wenn man sagt,wenn es einen allwissenden gütigen und Alles verzeihenden Gott gibt,warum dann die ständigen Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten in der Welt.Ja selbst da hat die Kirchen immer eine für manche recht simple Antwort:
Gott will die Menschheit prüfen!Aber ist es nach 2000 Jahren nicht genug der Prüfungen?
Es ist schon ein Unterschied ob man Hirte oder Schaf ist.Denn als Hirte kann man es sich so richtig gutgehen lassen.
Ein schönes Wochenende noch EGON

Kommentar von muslim am 2. September um 15:06 Uhr

Deine Einleitung ist voll daneben und hat mit dem restlichen Inhalt so gut wie nichts zu tun.

>Denn der Koran enthält so viele Widersprüche und
>Ungereimtheiten, dass ihm schwerlich irgendein
>Charakteristikum zuzuweisen ist.
Nun, falls du es wirklich gelesen hast, dann findest du das Charakteristikum schon auf der zweiten Seite im Koran: “Dies ist ein vollkommenes Buch; es ist kein Zweifel darin: eine Richtschnur für die Rechtschaffenen; Die da glauben an das Ungesehene und das Gebet verrichten und spenden von dem, was Wir ihnen gegeben haben; 2-3:002″. Falls es zu kompliziert für dich gewesen war, empfehle ich dir, dich literarisch weiter zu bilden. Selbst Goethe war fasziniert von der Einfachheit und Deutlichkeit des Korans.

>Aus welchem Grund verlangt Gott dies und jenes
>und warum gibt es Übel auf der Welt?
Es heißt, Gott erschuf die Menschen, um sie zu testen und die zu belohnen, die gottesergeben und besten Handelns sind.Das erkennst du z.B. darin, dass alle Lebewesen auf der Erde mit den Rücken zum Himmel gerichtet sind (bzw. einen Buckel aufweisen); sie sind gottes ergeben. Das einzige Wesen, dass einen geraden Rücken hat ist der Mensch, da wir mit einem freien Willen ausgestattet sind. Wir haben die Wahl, Gott zu erkennen und uns seinen Willen zu beugen oder ihn zu leugnen und in Ignoranz zu leben.
Das Christentum verlangt nur den Glauben, da Jesus alle Missetaten der Menschheit auf sich nehme. Der Islam hingegen verlangt einen Glauben und gutes Handeln. Diese zwei Prämissen stehen immer in Kombination im Koran, wie du sicherlich auch gelesen hast. Ahja, gutes Handeln alleine ohne Glauben ist nicht ausreichend.
Im Koran steht auch weiterhin, wie du auch gefragt hast, dass Gott von uns nichts hat, sondern wir das nur für uns selber Menschen tun.

>Zu den Schwächen des Menschen und
>zu der Unterwürfigkeit des Menschen
Du stellst religiöse Menschen dar, als wären das lauter ohnmächtige hörige hilfsbedürftige Personen sind und durch Zuwendung an Gott ihren Bedarf an ideale Werte decken. Wenn du alle Religionen vergleichst, wirst du erkennen, der gemeinsame Nenner aller Lehren, ist die Belehrung von Tugend und Moral. Wie gesagt, Glauben alleine, sowie Handeln (aus eigenen Kräften) alleine sind nicht effektiv, sondern nur die Kombination aus beiden bringen einen Fortschritt zu den idealen Werten. So entsteht auch die Würde des Menschen, die du dir als Ziel setzt. Die Würde im Menschen setzt sich zusammen aus gute Moral und Furchtlosigkeit gegenüber anderen, bis auf Gott. Daher heißen auch die Religionen monotheistische Religionen; sich nur dem Gott zu beugen und niemandem anderen.
Die Geschichte zeigt zwar, dass es immer wieder Menschen gegeben hat, die Menschen aufgrund Machtgier durch Religion manipuliert und missbraucht haben, doch wie erwähnt, der Mensch hat einen freien Willen und er kann zum Guten und zum Schlechten handeln. Was man machen kann, ist selber im guten zu Handeln und seine nächsten zum guten aufzufordern.

>Zu der freiheitlichen Gesellschaft und Terrorismus
In der Religion gibt es keinen Zwang - steht klar und ausdrücklich im Koran. Welche freiheitliche Gesellschaft wird hier angegriffen? Das spricht für mich für Toleranz gegenüber anderen. Genausowenig akzeptiere ich die Verknüpfung von Koranschulen und Brutstätten des Terrors. Wie der Name schon sagt, lehren diese Schule den Koran, indem sie die arabische Sprache beibrigen, sodass man in der Lage ist, den Koran in Original zu lesen und zu verstehen. Nehme dir demnächst mehr Stunden Zeit zur Recherche. Etwas zu beurteilen, dass man nicht kennt, wirkt nicht überzeugend. Ich vermute die Medien haben erfolgreich die Assoziation Terror und Muslim erfolgreich in der Gehirn gebrainwashed.
>Zu der Demokratie und Religion
Nun, wer an die Lehren einer Religion hält, der akzeptiert auch die Prophezeiungen. So heißt es nach einem Hadith: „Nach mir kommen die Kaliphen, dann die Könige, dann die Tyrannen und dann das große Chaos“. Das Modell der Demokratie entpricht einem Chaos, denn ohne gemeinsame Rechtleitung, wird sich niemals eine Einstimmigkeit finden, sonder nur gegenseitiges Schmähen.

Kommentar von Steve am 2. September um 15:57 Uhr

Hallo muslim,

danke erstmal für Deine Gegenposition. Hört man viel zu selten, dass jemand seine Religion verteidigt.

Deine Einleitung ist voll daneben und hat mit dem restlichen Inhalt so gut wie nichts zu tun.

Diese Einleitung tropft vor allem vor Ironie. Wenn dir das nicht auffiel, lies bitte nochmal. Achte dabei auf die vierfache (!) Alliteration, die wohl niemand verwenden würde, der ernsthaft schreibt. Au, interessant ist dabei natürlich, dass der Großmeister der Ironie, Voltaire, seinen Hauptgegner auch im Monotheismus hat.

im Koran: “Dies ist ein vollkommenes Buch;[...]“

Ist dir schon mal aufgefallen, dass man diesen Satz nicht hätte davorschreiben müssen, wenn das Buch vollkommen wäre?

Selbst Goethe war fasziniert von der Einfachheit und Deutlichkeit des Korans.

Kein Wunder. Goethe kannte ja auch die Bibel.

Es heißt, Gott erschuf die Menschen, um sie zu testen und die zu belohnen, die gottesergeben und besten Handelns sind.

Kurz nachgedacht: Ich teste einen Transistor nur, wenn ich nicht weiß, ob er gut ist. Wenn er sich dann als schlecht erweist, schmeiße ich ihn weg oder repariere ihn. Gott ist allwissend. Der braucht nicht testen. Gott ist allmächtig. Er braucht noch nicht mal mit dem Finger schnippen, um zu reparieren.

Im Koran steht auch weiterhin, wie du auch gefragt hast, dass Gott von uns nichts hat, sondern wir das nur für uns selber Menschen tun.

Wenn wir es für uns selbst tun, heißt das, dass wir nicht perfekt sind, nicht funktionieren. Gott hat uns gemacht. Also hat Gott gepfuscht.

Die Würde im Menschen setzt sich zusammen aus gute Moral und Furchtlosigkeit gegenüber anderen, bis auf Gott.

Gott ist hier überflüssig. Was fehlt, ist Wille und Kompetenz, die Moral umzusetzen und deine Umwelt nach deinem Bedürfnis und in den Grenzen der Moral und der Realität zu formen.

Wie der Name schon sagt, lehren diese Schule den Koran, indem sie die arabische Sprache beibrigen, sodass man in der Lage ist, den Koran in Original zu lesen und zu verstehen.

Und der Koran ist was? Richtig, ein Werbepamphlet für den Monotheismus. Und der Monotheismus ist was? Eine Brutstätte für freiheitsfeindliche Einstellungen. Und was treibt jemanden, anderen Menschen Leben und Freiheit zu nehmen? Richtig, freiheitsfeindliche Einstellungen.

Ich vermute die Medien haben erfolgreich die Assoziation Terror und Muslim erfolgreich in der Gehirn gebrainwashed.

Und die von katholischen Kindergärten mit dem gleichen Phänomen auch? Die Kreuzzüge, die Inquisition, die Conquistadoren und die Folter werden von Medien eher verharmlost.

Das Modell der Demokratie entpricht einem Chaos, denn ohne gemeinsame Rechtleitung, wird sich niemals eine Einstimmigkeit finden, sonder nur gegenseitiges Schmähen.

Und wer leitet? Der, der Kontakt mit Gott hat? Dieser Satz ist die beste Schützenhilfe, die der Artikel bekommen kann.

Schönen Gruß, Steve

Kommentar von Jean am 2. September um 17:16 Uhr

@Egon:
“Glauben ist etwas für Schwache, die für ihr tägliches Dasein eine Lebenskrücke benötigen.”

Martin Luther King, Albert Schweizer, Dom Helder Camara, Oscar Romero, Dietrich Bonhoeffer, Maximilian Kolbe, etc., etc.

Es ist wohl unmöglich, auch nur eine Ahnung davon zu haben, wieviele Menschen ihr Leben heute diesen “Krüppeln” verdanken.

Viele Grüsse
Jean

Kommentar von muslim am 2. September um 20:02 Uhr

>Ist dir schon mal aufgefallen, dass man diesen Satz
>nicht hätte davorschreiben müssen, wenn das Buch
>vollkommen wäre?
Ich muss zugeben, ich kann darüber nicht Interpretieren, in welchen Ausmaß dieser Vers aussagt. Meiner Meinung nach hat es aber eine große Bedeutung. Einerseits gibt es ein Signal an die Suchenden, eine Quelle gefunden zu haben, die alle nötigen Antworten parat hat, andrerseits verdeutlicht die Vollkommenheit frei von Fehlern zu sein. Dies gilt besonders als Herausforderung für den Menschen einen zu finden. An anderer Stelle im Koran wird dies deutlich apelliert.

>Kein Wunder. Goethe kannte ja auch die Bibel.
Nicht jeder, der die Bibel kennt, würde das auch über den Koran sagen. Goethe war ein Dichter und war ein Meister der Worte.

>Zu der „fehlerhaften“ Schöpfung der Menschen
Surat At-Tin (95) beantwortet die Frage:
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen
1.Beim Feigenbaum und beim Ölbaum 2. und beim Berge Sinai 3. und bei dieser sicheren Ortschaft! 4. Wahrlich, Wir haben den Menschen in bester Form erschaffen. 5. Alsdann haben Wir ihn in die niedrigste Tiefe zurückgebracht , 6. ausgenommen (davon) sind diejenigen, die glauben und Gutes tun; ihnen wird ein unverkürzter Lohn zuteil sein. 7. Und was veranlaßt dich hernach, die Religion zu leugnen? 8. Ist nicht Allah der gerechteste Richter? .

>Zu der Würde des Menschen
In der Psychologie heißt es (frag mich jetzt nicht woher ich das aufgeschnappt habe, jedenfalls schon mal gelesen), die einzigen Faktoren, die den Menschen beeinflussen sind Angst und Begierde/Leidenschaft. Angst lähmt sie und Begierde blendet sie.
Wille und Kompetenz schenkt nicht die Würde des Menschen. Es ist vielleicht der Prozess, der dazu führt, doch die Werte für die Würde sind Tugend und Furchtlosigkeit. Natürlich kannst du jetzt sagen, ich würde mich widersprechen, weil der furchtvolle Glaube an Gott den Menschen lähmt und ihnen keine Würde schenkt. Nein, ich rede hier von der Furchtlosigkeit gegenüber Mitmenschen, Mut zu haben, die Wahrheit auszusprechen, gut zu Handeln und Schlechtes zu verneinen, Risioko einzugehen, etc., auch wenn man vor dem mächstigsten politischen Mann gegenüber steht. Die entstehende Lähmung aus Furcht vor Gott, hindert auch das Unternehmen von Sachen, die Gott verboten hat; und wenn man die „wenigen“ verboteten Sachen hinterfragt, dann erkennt man auch, dass diese zum Wohle der Menschen dienen.

>Zu der freiheitsfeindliche Einstellungen
Ich kann einfach deine Schlussfolgerung nicht nachvollziehen, wie durch den Monotheismus die Freiheit entnommen wird. Ich vermute du assoziierst das Bild des Mittelalters in der blind gehorcht und das Denken eingeschränkt wurde. Das mag im Christentum gewesen sein, aber nicht im Islam. Im Koran sind sehr viele Stellen gekennzeichnet die zum selbstständigen Denken anregen und zu aktivem Handeln appellieren, die mit Überzeugung unternommen werden sollen.

>Zu dem Leiter des ganzen
Nun, nach meinen Kenntnissen, war oder ist das Modell der Kaliphen (=Statthalter) so, dass dieser vom Volk entschieden wird. Man solle den Besten von der Gemeinschaft wählen, auf Hinblick seines Wissens und Tugendhaftigkeit, unabhängig von der Rasse oder vom Alter. Weiterhin gibt es Berater bzw. Minister die spezielle Aufgaben nachgehen, jedoch hat der Statthalter das letzte Wort. Das dieses Modell in den sogenannten islamischen Ländern nicht praktiziert wird, sei mal dahin gestellt bzw. den genannten Hadith zur politischen Systementwicklung.

Kommentar von sem am 3. September um 11:47 Uhr

Wie muslim es schon geschrieben hat,
“Es gibt keinen Zwang zur Religion”.
Dieser Leitspruch war auch der Grund, warum die muslimische Kolonialpolitik unblutig vonstatten ging.

Die friedlichste Epoche der Menschheit, die entscheidend für die Abendländische Entwicklung war, war die Zeit des Osmanischen Reichs.

Weder davor, noch danach, konnten Menschen unterschiedlichster Rasse und Glaubens mit- und nebeneinander Leben.

Ich gehöre zu den Menschen die nicht an Zufälle glauben.
Ich glaube nicht daran das vor 15mrd Jahren irgendwo durch “Zufall” eine Explosion stattfand und zu unserem dasein führte.

Ich glaube nicht daran, dass die Art WIE der Mensch ist, eine pure Laune der “Natur” ist.

Ich glaube und ich hoffe inständig, dass alle Guten und Bösen taten, die man durch ihren Kern und ihre Leistung zu unterscheiden mag, irgendwo ihre gerechte Behandlung finden.

Ich kann mich nicht damit abfinden, dass Verbrecher und Menschen wie zB G.W.Bush, Bin Laden, Hitler, Sharon, Idi Admin .. Greueltaten vollführen und durch den Zufall der Macht irdische Immunität besitzend, niemals für ihre Taten büßen müsssen.

Gottesfürchtigkeit ist der erste Schritt, der Verbrechensbekämpfung. Nur jemand, der keine tatsächliche Ehrfurcht vor seinem Schöpfer besitzt, wird zB ein Kind missbrauchen, einen Mord begehen oder irgend einem anderen Menschen Schaden zufügen.

Für mich als muslim, waren die Erfahrungen im Islam seit meiner Kindheit stets positiv. Ich habe nie in keinster weise eine Predikt über Hass oder Gewalt gehört, obwohl ich bereits zig verschieden Moscheen besucht habe. Die Koranschule als Kind, war das Bindeglied zu meiner verbrechensfreien Jugend.

Mir ist egal was die Medien verbreiten, ich kenne die westliche Weltpolitik und kenne genug Greueltaten und Verbrechen der Christenheit seit ihrer Entstehung.

Ich kenne auch die Ziele und Motive dieser falschen Politik, ihres tuns und die Wahrheit hinter der “Islamisch-faschistischen-Weltverschwörung”.

Es erfüllt mich allerdings umso mehr mit Stolz, dass ich den wahren Islam kenne.
Und der liegt weit ausserhalb der politischen Istrumentalisierungen.

Ausserdem, glaube ich nicht einmal, dass im Westen echte Demokratien herrschen, wie so sehr zu behaupten versucht wird. Nicht einmal Deutschland ist demokratisch. Man muss dazu nicht einmal politologe sein um das zu bemerken.

meine 2 eurocents
gruss

Kommentar von AndyLK am 3. September um 19:33 Uhr

Hallo,
Muslim schreibt:
“Das mag im Christentum gewesen sein, aber nicht im Islam. Im Koran sind sehr viele Stellen gekennzeichnet die zum selbstständigen Denken anregen und zu aktivem Handeln appellieren, die mit Überzeugung unternommen werden sollen.”
Wie auch im Christentum wird der Islam mißbraucht um Macht zu erlangen und zu erhalten. Im Christentum ist die Zeit des blutigen Machterhalts dabei aber im wesentlichen(zumindest in Deutschland und dem Festlandeuropa) schon ein paar Jahrzehnte vorbei. Es ist Unstrittig das jede Religion das Töten an sich verbietet. Dennoch hat es die Christen nie davon abgehalten blutige Kreuzzüge oder Hexenverbrennungen zu veranstalten. Die Grundlage für Islamistischem Terror mag nicht im Koran liegen, jedoch wird der Koran von so manchen islamischen Geistlichen verwendet diese Untaten zu Rechtfertigen. Und da ist der Islam kein deut besser als das Christentum. Wer aus der festen Überzeugung Tötet, denn willen Gottes um zu setzen, der ja nebenbei bei Islam, Judentum und Christentum der selbe ist, handelt wieder Gottes willen, egal welcher Religion er angehört!

sem schreibt:
“Mir ist egal was die Medien verbreiten, ich kenne die westliche Weltpolitik und kenne genug Greueltaten und Verbrechen der Christenheit seit ihrer Entstehung.

Es erfüllt mich allerdings umso mehr mit Stolz, dass ich den wahren Islam kenne.
Und der liegt weit ausserhalb der politischen Istrumentalisierungen.”
Solange sich aber der Islam politisch Instrumentalisieren läst ist er keinen deut besser als jede andere Weltreligion.
Das Schlimme ist meines erachtens das jeder meint sein Glaube wäre der ultimative Glaube und jeder andere müsste das einsehen! Auch wenn es sein mag das im Osmanischen Reich jeder andere Glaube zu gelassen wurde, wenn man deine Ansicht so liest kommt auch hier deutlich raus das der Islam der einzig wahre Glaube sein kann! Sprich jeder der nicht islamischen Glaubens ist, ist zwangsläufig ein Mensch 2. Klasse und genau dieser Umstand ist dann auch die notwendige Erleichterung um einen solchen Menschen gering zu schätzen oder zu Töten. Aber Gott, so es ihn gibt (was ich Glaube), macht mit Sicherheit keinen Unterschied an der Himmelspforte. Der wählt nicht aus, der nimmt jeden auf.

Generell versucht jede Religion das selbstständige Denken zu unterdrücken, Religionen sind Totalitär, sie lassen am ende nur einen Führer zu. Aus diesem Grund sind Religion und Demokratie nicht vereinbar. Sämtliche geistlichen Schriften lassen deutungsspielräume und sind gerade dadurch nicht unfehlbar! Wenn ich einen Koran mißbrauchen kann um Terroranschläge zu rechtfertigen, hat der Schreiber des Korans einen fehler gemacht und das Buch ist dann eben nicht unfehlbar!

Grüße Andreas

Kommentar von Steve am 4. September um 15:25 Uhr

Hallo zusammen,

wir drehen uns zwar in der Hauptdiskussion im Kreis, aber den einen oder anderen interessanten Punkt lese ich doch heraus:

ich kann einfach deine Schlussfolgerung nicht nachvollziehen, wie durch den Monotheismus die Freiheit entnommen wird.

Argument einmal in Normalform:
1. Die Antithese der Freiheit ist die Unmündigkeit.
2. Der Mensch wird unmündig geboren, muss also aus der Unmündigkeit ausgehen, um frei zu werden.
3. Nur die Benutzung des eigenen Verstandes erlaubt den Ausgang aus der Unmündigkeit.
4. Glauben heißt, eine Ansicht zu akzeptieren, die man nicht selbst erdacht hat oder erdenken könnte, sprich: Seinen Verstand nicht zu benutzen.
K. Glauben heißt, unmündig, also unfrei, zu bleiben.

Ich glaube und ich hoffe inständig, dass alle Guten und Bösen taten, die man durch ihren Kern und ihre Leistung zu unterscheiden mag, irgendwo ihre gerechte Behandlung finden.

Das ist präkantianisch. Ist denn das Gute nicht gut aus sich selbst heraus? Und ist der Mensch nicht befähigt, das Gute zu erkennen?

Sprich, muss denn erst ein Gott ankommen wie ein Vater im Himmel und ansagen: “Das darfst du! Das darfst du nicht! Und wenn du nicht gehorchst, gibt es Haue”? Ich weiß auch ohne Gott, dass es falsch ist, Leid anzutun oder Freiheit zu nehmen, denn ich habe praktische Vernunft. Das ist die Idee der Aufklärung.

Gottesfürchtigkeit ist der erste Schritt, der Verbrechensbekämpfung.

Eine großartige Verbrechensbekämpfung, bei der man Hexen verbrennt und Dieben Hände abhackt.

Ausserdem, glaube ich nicht einmal, dass im Westen echte Demokratien herrschen,

Um es mit Loriot zu sagen: Ach!

Mir ist egal was die Medien verbreiten, ich kenne die westliche Weltpolitik und kenne genug Greueltaten und Verbrechen der Christenheit seit ihrer Entstehung.

Korrekt. Christentum und Islam sind nun mal eine Suppe, nur dass der eine Schweinefleisch- und der andere Rindfleischbröckchen drin hat.

Schönen Gruß, Steve

Kommentar von falkenauge am 5. September um 16:46 Uhr

Diese Zitate sind auch von Goethe, zur Erinnerung:

Die Kirche hat einen guten Magen,
hat ganze Länder aufgefressen
und doch nie sich übergessen;
die Kirch’ allein, meine lieben Frauen,
kann ungerechtes gut verdauen. (Faust)
und:
“Juden und Heiden hinaus!” so duldet der christliche Schwärmer. “Christ und Heide verflucht!” murmelt ein jüdischer Bart. “Mit den Christen an Spieß und mit den Juden ins Feuer!” Singet ein türkisches Kind Christen und Juden zum Spott. Welcher ist der Klügste? Entscheide! Aber sind diese Narren in deinem Palast, Gottheit, so geh ich vorbei.

Ergänzend vielleicht noch etwas von Kurt Tucholsky:

Wenn aber Christus, der gesagt hat: ‘Du sollst nicht töten!’
an seinem Kreuz sehen muß, wie sich die Felder blutig röten;
wenn die Pfaffen Kanonen und Flugzeuge segnen
und in den Feldgottesdiensten beten, daß es Blut möge regnen;
und wenn die Vertreter Gottes auf Erden
Soldaten-Hämmel treiben, auf daß sie geschlachtet werden;
und wenn die Glocken läuten: ‘Mord! und die Choräle hallen:
‘Mord! Ihr sollt eure Feinde niederknallen!’
Und wenn jemand so verrät den Gottessohn-:
Das ist keine Schande.
Das ist Religion.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)
Dies trifft wohl auf alle Religionen zu, Ihre Führer sind immer auch Verführer

Kommentar von weisse katze am 18. September um 21:13 Uhr

Muslime sind antidemokratisch? – Stimmt überhaupt nicht!

Ich glaube, ich muß hier doch einige Dinge klarstellen:

Im Islam gibt es weder eine Kirche noch Priester noch Herrscher „von Gottes Gnaden“, weswegen alle Vergleiche von Bezügen aus der Geschichte der islamischen Welt mit solchen aus der christlich-abendländischen aus Vergangenheit und Gegenwart zum Scheitern verurteilt sind. Der Islam schreibt zwar keine bestimmte Staatsform vor, aus den Grundlagen läßt sich jedoch erkennen, daß das demokratische Element eine große Rolle spielt. So werden im Qur’an die Gläubigen beschrieben als „… diejenigen, die … ihre An¬gelegenheit(en) durch Beratung unter¬einander (regeln)“ [Sura 42, 38], was als Grundlage für ein demokratisches System angesehen wird. Die ersten vier Kalifen (Nachfolger) des Propheten Muhammad – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – wurden – jedenfalls nach sunnitischer Auffassung – in basisdemokratischen freien Wahlen bestimmt. Und gerade die nach westlicher Terminologie als „Fundamentalisten“ bezeichneten Muslime berufen sich ja auf den Qur’an und das Vorbild der ersten Muslime als Quellen und Grundlagen für ihr eigenes Handeln. Selbst die Schi´iten, die die Wahl der ersten drei Kalifen nicht anerkennen, haben in der Islamischen Republik Iran ein demokratisches Staatswesen geschaffen, in dem nicht nur das Staatsoberhaupt, sondern auch die Verfassung in freier und demokratischer Wahl bestimmt wird, bzw. bestätigt worden ist, was wir nicht einmal in der angeblich freiheitlich-demokratischen BRD haben, wo der Bundespräsident nicht direkt vom Volk gewählt wird und die Abstimmung über eine Verfassung, die nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten eigentlich an Stelle des Grundgesetzes treten sollte, dem Volk durch juristische Tricks vorenthalten worden ist! Nach Platons Definition ist diese sogenannte parlamentarische Demokratie der BRD gar keine Demokratie, sondern eine Oligarchie. Das Volk wählt in freien und demokratischen Wahlen die Oligarchen, die, erst einmal gewählt, sich offensichtlich nicht mehr an den Willen des Volkes, den sie eigentlich repräsentieren sollten, halten, sondern sich nach ihren eigenen Interessen, denjenigen des Raubtierkapitalismus, der Supermacht USA oder anderen richten. Bis zu den nächsten Wahlen hat das Volk häufig schon vergessen, daß es von den von ihm gewählten Oligarchen belogen und betrogen worden ist, und durch den Umstand, daß diese Denk- und Verhaltensweise unter den meisten Politikern der großen Volksparteien verbreitet ist, bzw. durch den dem Parteien(un)wesen entspringenden Faktionszwang gegenüber wirklich demokratisch eingestellten Politikern durchgesetzt wird, gibt es letztlich gar keine wirklichen Alternativen zu wählen. So verübele ich es diesem Regime u.a. bis heute, daß wir, das Volk, damals nicht darüber abstimmen durften, ob die Hauptstadt von Bonn nach Berlin verlegt werden sollte. Dieser Umzug hat Unsummen verschlungen, die der Steuerzahler aufzubringen hatte, während erst kurz zuvor das Bundestagsgebäude in Bonn kostspielig renoviert worden war, um nachher leerzustehen. Wer also den Muslimen mangelndes Verlangen nach Demokratie vorwirft, sollte sich erst einmal an die eigene Nase fassen und fragen, ob die Systeme in der BRD und anderen westlichen Staaten wirklich demokratisch sind.
Und was ist das überhaupt für eine unverschämte und unzutreffende Behauptung, Koranschulen seien Brutstätten des Terrors?!! Und wenn angeblich die Würde des Menschen das höchste Ziel sein soll, warum wird dann die Würde von Muslimen in der BRD und anderen freiheitlichen westlichen Gesellschaften mit Füßen getreten, sobald sie versuchen, nach ihren religiösen Vorstellungen zu leben?!! Selbst muslimische Frauen, die versuchen, sich zu assimilieren und kein Kopftuch tragen, bekommen meist die Ausgrenzung zu spüren.

Kommentar von Steve am 19. September um 00:15 Uhr

Hallo weiße Katze,

Der Islam schreibt zwar keine bestimmte Staatsform vor, aus den Grundlagen läßt sich jedoch erkennen, daß das demokratische Element eine große Rolle spielt. So werden im Qur’an die Gläubigen beschrieben als „… diejenigen, die … ihre Angelegenheit(en) durch Beratung untereinander (regeln)“

Au ja. Wenn man das in ziemlich gutes Licht stellt, hat das doch tatsächlich basisdemokratischen Charakter.

Nur leider bekommt es dieses Licht im Schatten Hunderter Sätze wie “Allah hat immer recht”, “der Prophet hat immer recht”, “der Prophet war groß und weise”, “Mohammed sagte … und deshalb ist das so” wohl schwerlich.

Wer also den Muslimen mangelndes Verlangen nach Demokratie vorwirft, sollte sich erst einmal an die eigene Nase fassen und fragen, ob die Systeme in der BRD und anderen westlichen Staaten wirklich demokratisch sind.

D’accord. Danke, dass du den Kernsatz nochmal rausstellst.

Schönen Gruß, Steve

Kommentar von clod am 3. Oktober um 17:08 Uhr

Muslime sind antidemokratisch? Stimmt Christen auch.
Ein Glück das es noch das Judentum gibt, nur die sind demokratisch.

Kommentar von Fritz am 31. März um 21:34 Uhr

Falkenauge schrieb:
“Dies trifft wohl auf alle Religionen zu, Ihre Führer sind immer auch Verführer.”

Ich möchte mir erlauben, auf eine Ausnahme hinzuweisen. Patriarch Paul, das Oberhaupt der serbischen Orthodoxen Kirche, hat mehrfach erklärt, dass es besser ist, sein Volk hört auf zu existieren, als dass es sich mit ungerechten Mitteln verteidigt.

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