Kriegstreiber arbeiten weiter an Entflammung des dritten Weltkriegs
Wie schon bei meinem Artikel gestern will ich hier im Land anfangen. Da herrscht bekanntlich unter der Politelite immer noch die selbe falsche Annahme:
“Merkel forderte von beiden Seiten, sich zurückzunehmen, betonte jedoch, dass nicht beide Seiten dieselbe Schuld treffe. Die Gewalt habe mit der Entführung Gilad Schalits begonnen, sagte sie“.
Nein Frau Merkel. Für uns mit WM und Fernsehsoaps beschäftigten verwöhnten Deutschen hat die Gewalt vielleicht mit der Entführung begonnen. Die Berichterstattung in den Massenmedien hat vielleicht mit den Entführungen angefangen. Nicht aber der Konflikt. Wer wie Gideon Levy nicht im sicheren Abstand zum Konflikt in Ikeasesseln sitzt und Politik nur als lästige Unterbrechung zwischen Party und Faulenzen empfindet, der weiß wie der Konflikt angefangen hat:
“We started. We started with the occupation, and we are duty-bound to end it, a real and complete ending. We started with the violence. There is no violence worse than the violence of the occupier, using force on an entire nation, so the question about who fired first is therefore an evasion meant to distort the picture. After Oslo, too, there were those who claimed that “we left the territories,” in a similar mixture of blindness and lies.
Gaza is in serious trouble, ruled by death, horror and daily difficulties, far from the eyes and hearts of Israelis. We are only shown the Qassams. We only see the Qassams. The West Bank is still under the boot of occupation, the settlements are flourishing, and every limply extended hand for an agreement, including that of Ismail Haniyeh, is immediately rejected. And after all this, if someone still has second thoughts, the winning answer is promptly delivered: “They started.” They started and justice is on our side, while the fact is that they did not start and justice is not with us“
Und selbst wenn man nur die letzten Wochen im Nahen Osten beobachtet so wird klar, dass die aktuelle Eskalation mit dem israelischen Artilleriefeuer auf den Badestrand angefangen hat.
Es geht Israel auch überhaupt nicht um die Befreiung der entführten Soldaten, die betonterweise im zweiten Fall auf der syrischen Seite der Grenze unterwegs waren und damit absolut selber schuld sind. Wenn Israel am Leben dieser Soldaten liegen würde, würde es nicht den gesamten Libanon samt dem angeblichen Hisbollah-Hauptquartier in Schutt und Asche legen, in dem sich die Gefangen genommenen wohl am ehesten befinden würden.
Wenn es um die Befreiung der Soldaten gehen würde, dann würde alles auf dieses Ziel ausgerichtet sein und mit der Befreiung würde Israel sich wieder zurückziehen. Das aber plant es nicht. Die Pulverisierung des Libanon soll vollendet werden, völlig egal was mit den Soldaten ist:
“Israeli Cabinet minister Avi Dichter said the country may consider a prisoner swap with Lebanon to win the soldiers’ release, but only after the military operation.“
Die Zielsetzung der Angriffe werden also ausgeweitet, und natürlich ist unsere Regierung zu blöd um das beim Namen zu nennen, und es geht jetzt um die Ausrottung der Hisbollah. Dass diese Begründung überhaupt von der internationalen Gemeinschaft angenommen wird ist gelinde gesagt unfassbar. Was hat die Hisbollah mit dem libanesischen Flughafen in Beirut zu tun ? Was mit den Elektrizitätswerken und Straßen ? Was hat die Hisbollah mit dem libanesischen Militär zu tun, dass weiterhin von Israel angegriffen wird ? Hier gibt es ein Video von BBC 4, das von mehreren zerbombten Radarstellungen der libanesischen Armee und allein bei einem Angriff von sechs getöteten libanesischen Soldaten spricht.
Dazu kommt, dass alleine die Idee der Ausrottung einer Terrororganisation durch solche eine Barbarei wie sie Israel fabriziert illusorisch ist. Durch jedes getötete Kind wächst der Hass auf Israel und das zu Recht, zahllose Libanesen deren Familie gerade bei einem Bombenangriff umgekommen ist werden nichts lieber tun als der Hisbollah beizutreten. Die IDF zerstört ein Haus der Hisbollah ? Großartig, es gibt tausende andere Häuser in denen schon wenig später wieder die Kommandostrukturen aufgebaut werden.
Der Kampf der Hisbollah wird solange weitergehen, bis Israel sich den UN-Resolutionen beugt und aus den besetzten Gebieten zurückzieht. Bis dahin wird die Bewegung mit jedem israelischen Terrorangriff wachsen.
Und dass diese israelischen Terrorangriffe mit absolut unverhältnismäßiger Gewalt geführt wird, darauf ist man anscheinend auch noch stolz (O-Ton israelischer Botschafter):
“And to those countries who claim we are using disproportionate force, I have only this to say: you’re damn right we are!”
Diese Unverhältnismäßigkeit der mit Kampfflugzeugen geführten Offensive ist im Übrigen nicht nur gegen internationales, sondern auch gegen amerikanisches Recht:
“”Section 4 of the [U.S.] Arms Export Control Act requires that military items transferred to foreign governments by the United States be used solely for internal security and legitimate self-defense,” says Stephen Zunes, professor of politics at the University of San Francisco.
“Since Israeli attacks against Lebanon’s civilian infrastructure and population centers clearly go beyond legitimate self-defense, the United States is legally obliged to suspend arms transfers to Israel,” Zunes told IPS. “
Ich verwette mein gesamtes BaFög darauf, dass die USA lieber auf ihr eigenes Recht pfeifen als den lieben Bündnisisraelis die Waffen vorzuenthalten.
Wie oft habe ich gerade während der so genannten Krise um das iranische Atomprogramm gehört, dieses bislang friedliche Land wäre “von der Staatengemeinschaft isoliert”. Der aktuelle Krieg zeigt dagegen auf, dass Israel sich komplett von der Staatengemeinschaft isoliert hat. Hilfszahlungen in Milliardenhöhe und subventionierte U-Boote werden gerne angenommen, aber versucht ja nicht uns in unsere blutigen Kriege zu pfuschen !
Vermittlungsversuche der australischen Regierung wurden abgetan wie alle anderen auch, und selbst Condoleeza Rice, Außenministerin des angeblich mächtigsten Landes der Erde wird gezeigt, wer die Hosen anhat:
“The time is not right for the U.S. secretary of state to come to the Middle East, Israel’s ambassador to Washington said“
Während noch ein paar Staatsleute sich für eine Entspannung einsetzen, können andere die nächste Eskalationsstufe und den Beginn des Dritten Weltkrieges kaum erwarten.
Tony Blair, dessen Kopf bald wegen einer Korruptionsaffäre rollen wird, sieht die Chance auf eine Ablenkung und schiebt die Schuld für den aktuellen Krieg auf den Iran und Syrien, genauso wie natürlich die Oberkriegshetzer aus Tel Aviv.
Amerikanische Neokonservative, die in Kriegshetze schon über die Jahre geübt sind, werden da schon direkter. James Woolsey, ehemaliger CIA-Chef und PNAC-Unterzeichner, gibt seine Kriegsfantasien zum Besten und macht den Eindruck, als gefalle ihm das Blutvergießen:
Woolsey: “This is really about Iran against the US”
FoxNews: “Are you saying we should attack Syria ? The airport ? We should hit Bashar Asads office ?”
Woolsey: “Yes”
FoxNews: “We the United States ?”
Woolsey: “Yes. The last thing we should do is talking about cease-fires (Waffenstillstand)”
FoxNews: “If we should take down Syria, why not hit something in Iran ?”
Woolsey: “Well, one is to take things to some degree by step”
Es ist bezeichnend, dass selbst der Nachrichtensprecher beim patriotischsten aller amerikanischen Fernsehsender von der unverblümten Kriegstreiberei Woolseys verwirrt ist. Woolsey macht die Position der amerikanischen Falken um das Porject For The New American Century, die einen Großteil der Regierung repräsentieren, klar: Kein Frieden, kein Waffenstillstand, keine Begrenzung des Konflikts auf Syrien geschweige denn die Hisbollah. Er will ohne Bedenken den Iran und nebenbei die USA in einen ausgewachsenen militärischen Konflikt hineinziehen. Das würde unweigerlich zu einem dritten Weltkrieg führen. Und der Mann lacht und äußert diese Worte, ohne mit der Wimper zu zucken.
PNAC-Gründer William Kristol tat es Woolsey gleich und veröffentlichte in seiner Zeitschrift Weekly Standard einen Leitartikel mit dem Titel “Our war”, in dem er ebenfalls für einen Angriff auf den Iran plädiert.
Und wenn der Iran angegriffen werden würde, wäre die einzige Chance sich zu rächen, der Einmarsch in den Irak und das Gefecht mit den dort stationierten Amerikanern. Denn durch die Zerstörung der Infrastruktur nimmt Israel dem Iran nebenbei eine Möglichkeit, ohne eine Durchquerung des Iraks auf israelisches Territorium vorzudringen.
Schade dass Woolsey nicht die Amerikaner vor Ort fragt, was sie von den Luftangriffen Israels halten. Die im Libanon eingekesselten Amerikaner und tausende andere westliche Flüchtlinge sind auf die um sie herum hagelnden Bomben nämlich alles andere als gut zu sprechen und haben kein Verständnis für die israelische Aggressivität sowie für die schleppende Evakuierung durch ihr Heimatland:
“It’s a travesty. There’s a million homeless in Lebanon and the intense amount of bombing has brought an entire country to its knees,” said Andrew Muha, a 34-year-old consultant who was in southern Lebanon when the bombing started.
June Rugh, still visibly shaken from blasts just blocks away from where she was staying in Beirut, said the air strikes had cut off power, water and other services, which could quickly lead to a humanitarian crisis.
“As an American, I’m embarrassed and ashamed,” the Seattle-based freelance writer said. “My administration is letting it happen (by giving) tacit permission for Israel to destroy a country.“
Das stört aber anscheinend die amerikanische Politelite nicht, sich wie immer in bedingungsloser Unterstützung Israels zu baden. Bill Clinton stellt seine Prioritäten einmal mehr klar und posaunt, er sei bereit, “für Israel zu sterben“. Und seine Frau und wahrscheinliche demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sagt “Alle Amerikaner stehen hinter Israel“. Wenn du also nicht hinter dem verbrecherischen Israel stehst, bist du kein Amerikaner.
Die Fakten widerlegen selbstverständlich Clintons Einschleimerei. Laut einer Studie der Denkfabrik von NeoCon und Israelunterstützer David Horowitz haben 18 bis 24jährige amerikanische Elitestudenten ein zunehmend schlechteres Bild von Israel. Schuld daran ist nicht zuletzt das Verfahren gegen AIPAC wegen Spionage für Israel:
“IN 2005, THE online magazine FrontPageMag.com, house organ of David Horowitz’s Center for the Study of Popular Culture, ran an article containing unsettling news for the Israel lobby. Entitled “How the Next Generation Views Israel,” it reported on the results of a poll commissioned by The Israel Project and conducted by Frank Luntz of graduate students at top American universities. When asked their views on Israel, Luntz found the students held harshly negative opinions. (The article has since been removed from the Front Page Web site.)
Luntz’s premise was that the elite graduate students he interviewed would be the leaders of tomorrow—that, in 14 to 20 years, some would be congressmen and senators. The poll results, he warned, indicated that Israel would lose its present political clout in American public opinion.
The FBI investigation of the American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), Israel’s principal lobby in Washington, began in April of 1999 and culminated in the Aug. 4, 2005 indictment of Steve Rosen, AIPAC’s then foreign policy chief, and Keith Weissman, its Iran expert.”
Und auch dem kanadischen Ministerpräsidenten Harper könnte seine entschieden pro-israelische Haltung schaden, besonders seit die israelische Luftwaffe bei einem Luftschlag auch acht Kanadier getötet hat.
Die bedingungslose pro-israelische Haltung und genauso die einseitige Beurteilung der Lage seitens unserer Bundesregierung funktioniert nur, wenn die Massenmedien mitspielen. Nur wenn die Massenmedien verheimlichen, dass der ganze Konflikt mit der Besetzung der palästinensischen Gebiete angefangen hat und die israelischen Soldaten auf fremden Territorium unterwegs waren, kann die Bevölkerung solche realitätsfernen Ansichten schlucken.
Die reine Inkarnation von leider durch einseitige mediale Berichterstattung gehirngewaschene Menschen habe ich mir bis zum Schluss aufgespart. Israelische Kinder bemalen in ihrem anti-arabischen Wahn (an dem nicht primär sie selbst, sondern die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen schuld sind) israelische Flugzeugbombem mit frohen Botschaften. Wer diese Bilder sieht und nicht wenigstens für einen Moment um Fassung ringen muss ist für mich ein inhumanes Wesen, das mit seiner Ignoranz Leuten wie mir und euch die Verbesserung der Welt so unendlich schwer macht.
DaRockwilda
Kommentar von Edda Sörensen am 19. Juli um 15:48 Uhr
Habe diesen blog im Spiegel-online-Forum gefunden - dort wurde ich schon vor Tagen zensiert, als ich so ungefähr Deine Ansichten vertrat… Bravo für Euch jungen Hüpfer, es ist ungemein erfrischend “ungeschminkte” Wahrheiten zu lesen. Ich bin zwar bereits 65 Jahre alt, sozusagen eine Antiquität aus der Zeit der Blumenkinder, nicht zu verwechseln mit den “politischen” 68 gern, und ich hoffe, Ihr lasst es mich wissen, falls hier in München eine Demo gegen diesen unsäglichen Überfall auf Gaza und den Libanon geplant ist. Ich bin gerne bereit, ein tolles Plakat zu malen :o))
Liebe Grüsse an alle Freidenker
Edda Sörensen
Kommentar von Heiko am 19. Juli um 19:49 Uhr
Danke für diesen gut recherchierten und gebündelten Text. Wie du schon in deinem Einleitungssatz sinngemäß schreibst: Bei all den Informationen und Desinformationen ist es schwer die dahinterliegende Wahrheit zu finden. Auf der Suche dahin wünsch ich uns viel Erfolg
greetz Heiko
Kommentar von DaRockwilda am 19. Juli um 23:19 Uhr
@Edda Sörensen:
Hab dir auch eben eine Email geschrieben, am Freitag ist tatsächlich eine Demo.
Glaub ja nicht, dass du ob deines Alters von mir belächelt wirst. Umfragen unter amerikanischen Bloglesern haben ergeben, dass sie auch zu einem erklecklichen Anteil aus den älteren Semestern sind. Ältere Menschen können sich sowieso noch verstärkter für Politik interessieren und aktiv zur Diskussion beitragen, da sie wie zB mein Opa einfach mehr Zeit und Ruhe dazu haben. Es muss ja nicht jeder Musikantenstadel schauen, mein Opa schaut praktisch nur Dokus und Politsendungen.
Wie verlief denn die Zensur im Spiegelforum ?
Und auch du bist herzlich in mein Außenpolitikforum unter http://aussenpolitikforum.foren-city.de eingeladen !
Freidenkerischen Gruß zurück !
Kommentar von Edda Sörensen am 20. Juli um 09:13 Uhr
Guten Morgen Da Rockwilda,
danke für die Information -so hab ich noch Zeit für morgen nachmittag ein Plakat zu malen.
A propos der Spiegel online Forum-Zensur - so ist das gelaufen:
Zitat:
Wieviele irakische Soldaten im eigentlichen Krieg durch die Amerikaner getötet wurden weiß ich nicht. Genauso wenig weiß ich, wieviele Menschen in Falludscha umgekommen sind.
Halbwegs verlässliche Daten gibt es wohl nur über (1) die amerikanischen Verluste und (2) die Zahl der Opfer des irakischen “Widerstands”. Und da besteht wohl Einigkeit, dass die irakischen “Widerstandskämpfer” erheblich mehr ihrer eigenen Landsleute töten, als sie Amerikaner umbringen.
Meine Antwort:
Sämtliche Opfer des Irakfeldzugs sind ausschliesslich der Regierung der Vereinigten Staaten anzulasten. Sie haben dieses unsägliche Chaos dort angerichtet und können sich nicht aus der Verantwortung stehlen.
09.07.2006, 18:10 #2144
Andreas Henn
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Zitat:
Zitat von Edda Sörensen
Sämtliche Opfer des Irakfeldzugs sind ausschliesslich der Regierung der Vereinigten Staaten anzulasten. Sie haben dieses unsägliche Chaos dort angerichtet und können sich nicht aus der Verantwortung stehlen.
Seine Antwort:
Aha, die alte Leier. Eine blutrünstige Diktatur, in der weniger als 20% der Bevölkerung den Rest drangsalieren und abschlachten, z. T. sogar mit Massenvernichtungswaffen, ist immer noch besser als eine Demokratie, in der eben dieselbe Gruppe für blutige Unruhen sorgt.
Klar, vorher herrschte Ordnung: man wusste genau, wer wen einsperrt, foltert und abschlachtet, und wer den Kopf hinzuhalten hat, und Ordnung muss ja sein.
Eine menschenverachterendere Haltung ist schwer vorzustellen. Es ist ja richtig, dass die sunnitischen Araber unter einem der ihren es nicht nötig hatten, auf Autobomben gegen Kinder uns sonstige Zivilisten zurückzugreifen, das machte man alles viel organisierter, effektiver eben, und ohne jedes Chaos.
Man kann natürlich die Meinung vertreten, das Vermeiden von Chaos sei wichtiger als Leben oder Freiheit der unterdrückten Mehrheit, aber bitte erlauben Sie mir, diesen Standpunkt menschenverachtend zu nennen.
09.07.2006, 18:17 #2145
Edda Sörensen
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Zitat:
Zitat von Jack
Es wird ein sehr schwerer und langer Weg bis es im Irak frieden gibt.
Meine Antwort:
Wer weiss, vielleicht hat ja dieser Wahnsinn Methode: Man stürze ein Land ins Chaos und ist sicher, dass es Jahrzehnte lang keine “echte” Bedrohung mehr darstellen kann. Siehe Westbank und Gaza, Afghanistan und demnächst vielleicht der Iran und Syrien.
Es kann doch wohl nicht sein, dass Millionen von Demonstranten, zig Nahost-Experten (z.B.Scholl-Latour) genau wussten, dass das nicht gutgehn kann. Vielleicht sollte es das auch gar nicht. Ich weiss, gewagte These, aber sicher eine Überlegung wert.
09.07.2006, 18:30 #2149
Edda Sörensen
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Die alte Leier….
Zitat:
Zitat von Andreas Henn
Aha, die alte Leier. Eine blutrünstige Diktatur, in der weniger als 20% der Bevölkerung den Rest drangsalieren und abschlachten, z. T. sogar mit Massenvernichtungswaffen, ist immer noch besser als eine Demokratie, in der eben dieselbe Gruppe für blutige Unruhen sorgt.
Klar, vorher herrschte Ordnung: man wusste genau, wer wen einsperrt, foltert und abschlachtet, und wer den Kopf hinzuhalten hat, und Ordnung muss ja sein.
Eine menschenverachterendere Haltung ist schwer vorzustellen. Es ist ja richtig, dass die sunnitischen Araber unter einem der ihren es nicht nötig hatten, auf Autobomben gegen Kinder uns sonstige Zivilisten zurückzugreifen, das machte man alles viel organisierter, effektiver eben, und ohne jedes Chaos.
Man kann natürlich die Meinung vertreten, das Vermeiden von Chaos sei wichtiger als Leben oder Freiheit der unterdrückten Mehrheit, aber bitte erlauben Sie mir, diesen Standpunkt menschenverachtend zu nennen.
Meine Antwort:
Die alte Leier gebe ich Ihnen gerne zurück, ich glaube sie passt besser in Ihre Umgebung.
Plötzlich also wurde der Irakkrieg angezettelt, um die Bevölkerung zu retten und zu befreien. Ich dachte eher, dass es um schreckliche Massenvernichtungswaffen ging. Es ist ja schliesslich schon drei lange Jahre her, vielleicht hab ich damals was falsch verstanden…
Ich erlaube Ihnen selbstverständlich, meine Meinung zu benennen, wie es Ihnen genehm ist. Nur, annehmen kann ich es leider nicht, denn ich sehe mich als das glatte Gegenteil, eine wahre Freundin der Menschheit :o)
09.07.2006, 18:35
9.07.2006, 18:35 #2150
Habicht
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Zitat:
Zitat von Edda Sörensen
Wer weiss, vielleicht hat ja dieser Wahnsinn Methode: Man stürze ein Land ins Chaos und ist sicher, dass es Jahrzehnte lang keine “echte” Bedrohung mehr darstellen kann. Siehe Westbank und Gaza, Afghanistan und demnächst vielleicht der Iran und Syrien.
Es kann doch wohl nicht sein, dass Millionen von Demonstranten, zig Nahost-Experten (z.B.Scholl-Latour) genau wussten, dass das nicht gutgehn kann. Vielleicht sollte es auch gar nicht. Ich weiss, gewagte These, aber sicher eine Überlegung wert.
Dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen.
Ist das Ziel die Zerschlagung der militaerischen Moeglichkeiten aller Nachbarn Israels, die Sicherung der Energievorkommen, verbunden mit dem wirtschaftlichem Niedergang der betroffenen Laender???
Dann nochmal fix der gewaltsame Austausch der vorhandenen Regierungen und Ersatz durch eine den USA und Israel angenehmen Regierung.
Die Neocons werden lernen, dass dies nicht gelingen kann.
09.07.2006, 18:42 #2151
Rolf Schmid
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“eine Menschen verachtende Haltung”?
Zitat:
Zitat von Andreas Henn
Aha, die alte Leier. Eine blutrünstige Diktatur, in der weniger als 20% der Bevölkerung den Rest drangsalieren und abschlachten, z. T. sogar mit Massenvernichtungswaffen, ist immer noch besser als eine Demokratie, in der eben dieselbe Gruppe für blutige Unruhen sorgt.
Klar, vorher herrschte Ordnung: man wusste genau, wer wen einsperrt, ….
Ob Sie, Andreas Henn, mit diesem Beitrag nicht wenigstens ebenso weit “übers Ziel hinausschiessen” wie der Beitrag, auf den Sie sich beziehen?
Denn wenn alle mordenden und einsperrenden Diktatoren dieser Welt ebenfalls durch die USA -”Willige” oder eher “Abhängige?”nicht zu vergessen- an ihrem bösen Tun gehindert werden müssten, dann wäre das Desaster { la Irak doch wirklich noch weit unerträglicher!
Und auch Sie sollten sich um die tatsächlichen Beweggründe für den Überfall wenigstens Gedanken machen, wenn Sie ernstgenommen werden wollen; falls es die unterdrückten “Menschenrechte” und/oder das “Demokratie-Defizit” gewesen sein sollte:
Warum haben die USA dann nicht zuerst das, zu allem Übel auch noch nuklear-bewaffnete Nordkorea überfallen?
Das hätte die Mehrheit der Erdbevölkerung jedenfalls weit eher “goutiert” als der Irak-Überfall -bei dem, Sie erinnern sich doch noch?-wie konnte es denn anders sein, das ERDÖL-Ministerium zuerst Besatzern gegen den Mob oder wen auch immer sonst noch geschützt wurde!
DAS nenne ICH “eine Menschen verachtende Haltung”! Und was fällt Ihnen dazu ein?
09.07.2006, 18:46 #2152
Habicht
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Beiträge: 416
Zitat:
Zitat von Edda Sörensen
Die alte Leier gebe ich Ihnen gerne zurück, ich glaube sie passt besser in Ihre Umgebung.
Plötzlich also wurde der Irakkrieg angezettelt, um die Bevölkerung zu retten und zu befreien. Ich dachte eher, dass es um schreckliche Massenvernichtungswaffen ging. Es ist ja schliesslich schon drei lange Jahre her, vielleicht hab ich damals was falsch verstanden…
Ich erlaube Ihnen selbstverständlich, meine Meinung zu benennen, wie es Ihnen genehm ist. Nur, annehmen kann ich es leider nicht, denn ich sehe mich als das glatte Gegenteil, eine wahre Freundin der Menschheit :o)
Ich stimme Ihrem Beitrag zu.
Nachdem die Luegen der damaligen Kriegsfalken der USA
weltweit als Luegen bekannt wurden, verbunden mit einem drastischen Einbruch des Ansehens der USA, ist es schon sehr erstaunlich, wie die neuen Ausreden fuer den “guten und richtigen Ueberfall” von den einschlaegigen Foristen im Wortlaut uebernommen werden.
Alle Luegen haben kurze Beine, die alten Luegen und die neuen Luegen auch
09.07.2006, 19:11 #2154
Andreas Henn
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Zitat:
Zitat von Edda Sörensen
Plötzlich also wurde der Irakkrieg angezettelt, um die Bevölkerung zu retten und zu befreien. Ich dachte eher, dass es um schreckliche Massenvernichtungswaffen ging. Es ist ja schliesslich schon drei lange Jahre her, vielleicht hab ich damals was falsch verstanden…
Und wo, bitte, hätte ich geschrieben, dass die Befreiung der irakischen Mehrheit zum Krieg geführt hat (selbst wenn zumindest Teile der Administration, wohl richtigerweise, der Ansicht waren, man habe nach dem RAubüberfall auf Kuwait nur halbe Arbeit geleistet, und müsse das zu Ende bringen)?
Man sollte aber unterscheiden können zwischen Grund oder Anlass eines Krieges, und seinen Auswirkungen, und zu den Auswirkungen gehört nun einmal, dass Saddam und seine arabisch-sunnitischen Schergen von der Macht entfernt wurden, und teilweise vor Gericht stehen.
09.07.2006, 19:39 #2160
Michael Schnarch
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Beiträge: 2.644
Zitat:
Zitat von Edda Sörensen
Sämtliche Opfer des Irakfeldzugs sind ausschliesslich der Regierung der Vereinigten Staaten anzulasten. Sie haben dieses unsägliche Chaos dort angerichtet und können sich nicht aus der Verantwortung stehlen.
Das ist der größte Unsinn dieses an Unsinn nicht gerade armen Forums.
Wenn eine Sunnite eine schiitische Moschee in die Luft sprengt, ist also die Regierung der USA schuld?
Der Hass gegen Amerika scheint hier Einige am klaren Denken zu hindern.
Ein Hass gegenüber einer Nation, die Deutschland befreit und zu ihren Wiederaufbau Wesentliches (Marshal-Plan) beitrug.
Eine Nation die die größte Luftbrücke der Geschichte auf eigene Kosten aufzog, um Westberlin nicht in die Hände Stalins geraten zu lassen.
Und schlußendlich war es George Bush, der Vater des jetzigen Präsidenten, der einzige Vertreter der 4 Kontrollmächte, die die Wiedervereinigung Deutschlands uneingeschränkt unterstützte.
Mitterand und Thatcher waren damals ganz anderer Meinung.
Aber der Hass auf Amerika ist bei Ihnen ungebrochen.
Was ich von diesem Hass halte, können Sie aus dieser kleinen Meldung ersehen:
Bei einer Sonnenwendfeier in Sachsen-Anhalt haben dutzende Bewohner dabei zugeschaut, wie Rechte eine Ausgabe der Anne-Frank-Tagebücher verbrannt haben - darunter auch der Bürgermeister. Der ist nun aus der Linkspartei ausgetreten.
Nach der Verbrennung einer Ausgabe der Anne-Frank-Tagbücher im sachsen-anhaltinischen Pretzien ist der Bürgermeister Friedrich Harwig aus der “Linkspartei” ausgetreten. Sein Amt allerdings will er allerdings fürs erste behalten. Harwig soll dem Verein “Heimat Bund Ostelbien” angehören, den der Verfassungsschutz der rechten Szene zuordnet.
Die Gruppe hatte bei einer Sonnenwendfeier am 24. Juni öffentlich das Tagebuch und eine US-Fahne im Gemeindezentrum Pretzien verbrannt - im Beisein des Bürgermeisters
aus
http://www.stern.de/politik/pa.....64938.html
Da sieht man wieder, wozu der Hass gegen die USA die Deutschen wieder bringt.
Meine Antwort darauf hab ich leider nicht gespeichert - und sie wurde zensiert. Im grossen und Ganzen hab ich darin den mir in die Schuhe geschobenen “Hass gegen die USA” weit von mir gewiesen und als absoluten Schmarrn bezeichnet.
Schon echt ein dicker Hund von Spiegel online, dass man sich auf diese absolut unerträgliche Art beschimpfen lassen muss und nicht einmal die Gelegenheit bekommt, sich dagegen zu wehren. Was hältst Du davon?
Und der Krampf geht weiter - las ich in Haidhausen an eine Wand gesprayt. hihi
Herzlich
Edda
Kommentar von Edda Sörensen am 20. Juli um 11:57 Uhr
PS. Falls Du es noch nicht kennst -
Neuester hit aus meinem “Musikantenstadl”:
http://www.neilyoung.com
dort klickst Du auf das Nummerschild des oldtimers und kommst auf die “living with war”-Seite - scroll ein bisserl runter bis rechts das erscheint:
Listen to Living With War FREE
Use this link to hear the album Living With War by Neil Young in its entirety.
Es ist einfach toll, was dieser “alte” Rocker so von sich gibt - hoffe Du hast einen Lautsprecher an Deinem Computer - viel Spass
Edda
Kommentar von DaRockwilda am 20. Juli um 21:44 Uhr
@Edda:
Danke für die Ausführungen. Diese Art von Zensur ist mir bestens bekannt, und zwar von “politikforum.de”. Nachdem die Moderatoren wirklich alles Mainstreamunkunforme drangsaliert haben, haben einige User von dort unter meiner Federführung unter http://aussenpolitikforum.foren-city.de ein neues unzensiertes Forum aufgebaut.
Falls dich die Zensur im SpOForum mal wirklich nervt, komm zu uns
Wegen der Musik - ich fürchte das ist nichts für meine Ohren, wenn ich ein Lied mit Protest gegen den Irakkrieg hören will dann höre ich lieber “Eminem - Mosh” oder auch “Green Day - Holiday”. Kennst du die ?
Servus (wie wir Münchner doch sagen :-))
Kommentar von Edda Sörensen am 20. Juli um 23:54 Uhr
Lieber Rockwilda - danke für Deine musikalischen Tips. Vom nächsten Bildverkauf ersteh ich mir die 2 CD`s. Bin gespannt.
Kann verstehn, dass Neil Young schon seinen eigenen groove drauf hat und das neue Album ist in einer einzigen Woche entstanden - sozusagen fast life - gewöhnungsbedürftig wahrscheinlich, wenn man ihn nicht von früher kennt…
Fürs Plakat bleibt keine Zeit - aber die Nobelpreisrede von Harold Pinter lass ich morgen 200 mal kopieren und tackern und verteile sie dann dort. Keiner könnte “das Lügengespinst”, wie er es benennt, besser ausleuchten und aufschreiben, denke ich.
Servus und pfirt di nachad :o)
Edda
Kommentar von Steve am 21. Juli um 18:24 Uhr
Hallo zusammen,
“Schon echt ein dicker Hund von Spiegel online [...]“
Ich weiss, einge von euch moegen dieses Wort nicht, aber in der Presse des Springerverlages, zu der auch Spiegel gehoert, gilt ein Tendenzschutz, der die Freundschaft mit den USA und Israel hervorhebt. Dass gerade Freundschaft heisst, Fehler deutlich aufzuzeigen, hat man in diesem Verlag nicht verstanden; und insofern wundert es mich eher, dass diese Zensierung so lange gedauert hat.
Schoenen Gruss, Steve
Kommentar von Josef Primzek am 21. Juli um 20:10 Uhr
@ steve schönen Urlaub gehabt?
Dann gleich eine Korektur.
1. Spiegel gehört NICHT zu Springer. Der alte Augstein hat zwar mal beim Axel Cäsar drucken lassen, aber heute - glaube ich - läuft das alles über G+J
2. Der Springer-Konzern fühlt sich in seinen Leitsätzen und Grundwerten zu folgendem verpflichtet:
\”Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes\”
Vergleicht man aber nun mal Artikel der Bild mit dem Bericht bei Spiegel-Online über Beirut, dann merkt man schon einen Unterschied.
Bei Spiegel-Online wird sehr lakonisch die Zerstörung beschrieben. \”Wer als Kameramann die Folgen eines Krieges zeigen will, braucht in Haret Hreik nur draufzuhalten.\”
Bei der Bild stehen z.B. israelische Kinder im Vordergrund.
Da ist der Spiegel wesentlich fairer.
Man darf auch nicht vergessen, daß der Spiegel mit Irans Ahmadenischab ein langes und kontroverses Interview geführt hat, wo der Mann recht ausführlich seine Positionen darlegen konnte.
Kommentar von Andreas Friedrich am 21. Juli um 21:41 Uhr
Eine Lobeshymne auf den Spiegel, wie rührig!
Was kaum jemand in Deutschland mitbekommt, ist:
Beim Spiegel gibt es einen Journalisten und Publizisten, der nahezu das selbe gesagt hat, wie der Präsident des Iran (Ahmadinedschad), nämlich:
“Israel soll nach Europa (der Spiegel Journalist nannte Schleswig Holstein oder Rheinland Pfalz) verpflanzt werden”!
Der Spiegel Journalist ging sogar noch einen Schritt weiter und erklärte, dass “Europa die Juden nicht haben will”.
Der Beitrag des Spiegel-Journalisten erschien vor einigen Wochen auf der HP von Spiegelonline.de (wurde aber inzwischen von der HP des Spiegel genommen).
Ich hab den entsprechenden Beitrag des Spiegel-Journalisten im Archiv auf meiner HP, dieser Beitrag kann angefordert werden!
Anm.: Die Parallele des Spiegel-Journalisten zur angeblichen Aussage Ahmadinedschads, Israel von der Landkarte im Nahen Osten auszuradieren, ist mehr als erschreckend!
Ich neige zu der Annahme, das der Name des besagten Journalisten, der übrigens auch im Impressum des Magazin “Spiegel” (Print-Version) auftaucht, bekannt ist.
Der Spiegel ist m.E. daher das Paradebeispiel für die Doppelmoral.
Einerseits handfeste Kritik an Ahmadinedschad, andrerseits darf ein Journalist des Spiegel ungestraft nahezu identische Aussagen wie der Präsident des Iran tätigen…!
Normalerweise wäre das ein Fall für eine Kündigung, zumindest aber eine Anzeige, oder liegt der Unterschied darin, dass entsprechender Spiegel-Journalist selbst Jude ist?
Mit anderen Worten: Als Spiegel-Journalist, dazu Jude, darf ich sagen, Israel nach Europa zu verpflanzen, als Präsident des Iran werde ich dafür international in die Kritik genommen!
Komisch ist auch, dass der Fall Ahmadinedschads in den hiesigen Medien bis aufs äußerste ausgeschlachtet wurde/wird, von der Aussage des Herrn B. jedoch kaum etwas in den hiesigen Medien zu lesen/hören war.
Kommentar von Andreas Friedrich am 21. Juli um 21:53 Uhr
SPIEGEL ONLINE - 09.12.2005 (7326 Zeichen)
Von Henryk M. Broder
Essay : Gebt den Juden Schleswig-Holstein!
Der Vorschlag des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad, Israel nach Deutschland zu verlegen, ist nicht so absurd, wie er klingt. Betrachtet man die Idee vorurteilsfrei, zeigt sich dahinter eine historische Bodenreform zum Nutzen aller beteiligten Parteien.
Kommentar von Andreas Friedrich am 21. Juli um 21:56 Uhr
Gebt den Juden Schleswig-Holstein!
geschrieben am 09.12.2005 um 14:31:53 von
Henryk Broder
als Antwort auf…
Der Vorschlag des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad, Israel nach Deutschland zu verlegen, ist nicht so absurd, wie er klingt. Betrachtet man die Idee vorurteilsfrei, zeigt sich dahinter eine historische Bodenreform zum Nutzen aller beteiligten Parteien.
Jetzt fallen sie wieder über den iranischen Staatspräsidenten her, weil er vorgeschlagen hat, Israel aus dem Nahen Osten nach Deutschland bzw. Österreich zu verlegen. Sogar diejenigen, die über Mahmud Ahmadinedschads Forderung, “Israel von der Landkarte auszuradieren”, nicht allzu empört waren, reagieren aufgeregt, denn nun sehen sie das Problem auf sich zukommen. Mag eine “world without zionism” noch vorstellbar sein, ein Europa mit einem Judenstaat mittendrin ist eine Horrorvorstellung, die niemand zu Ende denken möchte.
Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte Ahmadinedschads Vorschläge “vollkommen inakzeptabel”. Für ihr vorschnelles Urteil hat es keine Rolle gespielt, dass der iranische Staatschef immerhin von seiner ursprünglichen Forderung, Israel zu vernichten, abgerückt ist und stattdessen eine “Verlegung” des “zionistischen Gebildes” möchte. Vom humanitären Standpunkt ist das ein Fortschritt: Die Israelis sollen nicht mehr ins Meer gejagt, sondern nur noch auf eine Reise übers Meer geschickt werden. Man könnte es auch so sagen: Europa soll das Problem, das es kreiert und exportiert hat, zurückbekommen. Doch der Empfänger verweigert die Annahme der Sendung, noch ehe sie abgeschickt wurde.
Freilich: Wo Ahmadinedschad Recht hat, da hat er Recht. Es nutzt nichts, ihn als “außenpolitisch unerfahren” zu bezeichnen, wie es der Direktor des Orient Instituts, Udo Steinbach, vor kurzem getan hat.
Der Nahost-Konflikt ist nicht nur ein Kollateralschaden des Holocaust, er ist ein Produkt des europäischen Antisemitismus. Ohne die Pogrome in Polen und Russland, ohne die Dreyfus-Affäre in Frankreich (die Herzl erst zu einem Zionisten gemacht hat), ohne den deutschen Versuch der “Endlösung” der Judenfrage würden die Juden immer noch von einem eigenen Staat träumen, statt ihn verteidigen zu müssen.
Palästinenser zahlen Zeche für Sünden der Europäer
Ahmadinedschads Überlegung mag zu kurz greifen, aber im Prinzip ist sie richtig. Die Palästinenser zahlen die Zeche für die Sünden der Europäer. Und wenn es so etwas wie eine historische Gerechtigkeit in dieser Welt geben würde, wäre der jüdische Staat in Schleswig-Holstein oder in Bayern errichtet worden, nicht in Palästina.
Ich habe diesen Satz schon mehrfach geschrieben, zuletzt an dieser Stelle, und bin nun ebenso froh wie überrascht, dass Ahmadinedschad meine Überlegung aufgegriffen hat - wenn auch ohne Quellenangabe.
Historisch ist diese Idee nicht so absurd, wie sie nun dargestellt werden. In der zionistischen Bewegung war es lange nicht klar, wo der “Judenstaat” errichtet werden sollte. Herzl sprach von einem “Stück Erdoberfläche”, das die Juden in eigener Regie verwalten sollten. Es gab Überlegungen, eine “Kolonie” in Uganda oder Argentinien zu gründen. Dass die Wahl schließlich auf Palästina fiel, hatte sowohl historisch-emotionale als auch praktische Gründe. Wilhelm II., der sich als Schutzherr der Heiligen Stätten in Jerusalem verstand, wollte gerne ein deutsches “Protektorat” in Palästina haben und war deswegen für Herzls Ideen empfänglich. Wäre der Erste Weltkrieg nicht dazwischen gekommen, hätte aus dem Projekt etwas werden können.
So aber wurde Israel erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, unter ganz anderen, extrem dramatischen Umständen. Es ging nicht nur darum, den Juden “eine Heimstatt” zu geben, sondern auch über eine halbe Million “displaced persons”, Überlebende des Holocaust, aus Europa loszuwerden. Und so wurde das alte jüdische Gebet “Nächstes Jahr in Jerusalem” plötzlich Wirklichkeit.
Aber wie das so mit Wünschen und Träumen ist, die wahr werden: Kaum hatten die Europäer ihr Problem gelöst, wurde ein neues geschaffen. Es ist in der Tat schwierig, den Palästinensern klarzumachen, warum sie ihr Land mit den Juden teilen sollen, die von den Europäern schlecht behandelt worden sind. Die Palästinenser sind weder für die Pogrome von Kishinew bis Kielce, noch für die Konzentrationslager-Politik der Nazis verantwortlich.
Rückkehr zum Verursacherprinzip
Was Ahmadinedschad jetzt verlangt, ist die Rückkehr zum Verursacherprinzip. Für die Lösung eines Problems sind diejenigen zuständig, die es in die Welt gesetzt haben.
Und das sind die Europäer. Man könnte ihm allenfalls entgegen halten, dass er sich in der Geschichte nicht gut genug auskennt, weil er sie auf den deutschen Beitrag reduziert, statt auch die Russen, die Polen und die Franzosen in die Pflicht zu nehmen.
Aber diese Verknappung ändert nichts daran, dass Ahmadinedschad im Prinzip richtig liegt. Und statt sich über seinen Vorschlag zu empören, wäre es besser, die Vorteile zu erkennen, die er allen beteiligten Parteien bietet. Die Israelis wären endlich ihr größtes Problem los: die Sicherheit. Denn dafür wäre jetzt Deutschland zuständig. Und angesichts der traditionell guten deutsch-arabischen Beziehungen würde es kein arabisches Land wagen, Deutschland anzugreifen.
Der zweite große Vorteil wäre: Statt viel Geld für Reisen nach Europa auszugeben, wären die Israelis schon da, wo sie sich wohl fühlen, wo man so wunderbar einkaufen und auch am Samstag Bus und Zug fahren kann. Für die deutsche Seite wäre der Zugewinn noch größer. Endlich wäre der “jüdische Beitrag zur deutschen Kultur” wieder da, den man seit 1939 so schmerzlich vermisst. Kein Schmachten mehr nach frischen Bagels, echtem Klezmer und koscherem Fingerfood, nach jüdischen Erfindern und Nobelpreisträgern. Sie würden alle in die deutsche Statistik fallen.
Manche Stellen im Allgäu haben Ähnlichkeit mit Landschaft in Samaria
Bleibt nur die Frage, wo man den jüdischen Staat auf deutschem Boden errichten soll. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind dünn besiedelt, in der ehemaligen DDR stehen Millionen von Wohnungen leer. Man kann aber nicht davon ausgehen, dass die Juden sich noch einmal nah am Wasser niederlassen möchten. Auch in den Bergen ist es schön, und manche Stellen im Allgäu haben große Ähnlichkeit mit der Landschaft in Samaria.
Betrachtet man den Vorschlag des iranischen Staatspräsidenten ohne vorgefasste Meinung, prüft man alle Vor- und Nachteile ohne Zorn und Eifer, dann muss man zugeben, dass die Idee mehr als nur unkonventionell ist. Sie ist verlockend. Bislang galt in der deutschen Nahostdiskussion der Satz “Der Boden der deutschen Geschichte reicht bis nach Palästina”. Jetzt wäre die Gelegenheit da, eine historische Bodenreform durchzuführen, im eigenen Haus aufzuräumen.
Aber dazu wird es wohl nicht kommen. Wie alle neuen Ideen wird auch diese zerredet und schlechtgeschrieben werden. Und in Aachen, wer weiß es, denkt man vielleicht schon darüber nach, den nächsten Orden wider den tierischen Ernst dem iranischen Staatspräsidenten zu verleihen.
http://www.spiegel.de/kultur/g.....72,00.html
Kommentar von j.primzek am 21. Juli um 23:46 Uhr
@andfeas Friedrich:
Wir haben Pressefreiheit, die gilt für den Satiriker und Dauerweltenbummler H. Broder genauso wie für Irans Präsidenten.
UND genaus das habe ich am Spiegel gemocht: ER hat als EINZIGES Medium in Deutschland Irans Präsidenten Raum gegeben.
Bei den meisten anderen war er nur der Irre von Teheran.
Herr Broder ist übrigens Polemiker, der hetzt gegen Zürich, ISrael, Deutschland und die ganze Welt, daher ist er ja auch ständig auf Reisen.
Kommentar von j.primzek am 22. Juli um 10:47 Uhr
@Andreas Friedrich
Den Artikel kenne ich, aber wie gesagt, Broder ist ein Polemiker, Zyniker, Satiriker.
Der Mann ist aus Furcht vor Deutschland nach Israel ausgewandert und dann doch wieder zurückgekommen.
Er sieht alles sehr distanziert, ironisch - also muß man ihn nicht unbedingt ernst nehmen.
Kommentar von DaRockwilda am 22. Juli um 11:36 Uhr
@Andreas Friedrich:
Jap hab den Artikel damals auch gelesen.
@J.Primzek:
Ich würde mich nicht nur auf den Spiegel beschränken, sondern die gesamte Medienlandschaft betrachten. Und da ist es nunmal so, dass gerade so Zionisten wie Beckstein (er wurde erst kürzlich vom Zionistenrat geehrt) den Herrn A. aus T. verteufelt haben, den Journalisten aber nicht.
Kommentar von j.primzek am 22. Juli um 13:06 Uhr
@ darockwilda
1. Nochmal Hendryk M. Broder ist Satiriker, Polemiker, der legt sich mit allem und jedem an. Den braucht man nicht zu verurteilen. Seiner Schreibe ist stets die Ironie anzumerken. Das ist ja auch gut so.
2. Als Student in München weißt Du doch, daß die CSU immer aufpassen muß, daß man sie nicht für zu rechts hält. Daher erklärt sich auch die Unterstützung für Israel.
Richtig, ich habe extra den Spiegel dafür gelobt, daß er ein ausführliches Interview mit Ahmadenidschab hatte.
Ich halte nämlich nix davon, sich konstante Feindbilder aufzubauen:
Da die bösen Massenmedien, die mit der Regierung fast unter der Decke stecken, da die guten unabhängigen (BLogs) die stets immer nur die Wahrheit bringen.
Da macht man nämlich genau das gleiche, was man anderen vorwirft, in Klischees und Vorurteilen zu denken.
Vor allem ist es einfach falsch, zu behaupten, Spiegel und Springer hätten die gleiche (Außen-)Politik.
Die BILD-Zeitung oder die Welt würde NIEMALS Ahmadenidschab interviewen, NIEMALS.
Der Spiegel gibt Leuten wie Broder, Ahmadenidschab, aber auch Vanunu Raum.
Wo Springer und Spiegel sich einig sind, daß ist die Privatisierung des Staates. Beide hoffieren Kirchhoff, schreiben skeptisch bis höhnisch über die PDS (Die in 5-Sterne hotels tagt).
Die Bild macht eine Rentenkampagne und der Spiegel läßt via Gabor Steingart regelmäßig verkünden, wir bräuchten mehr Eigenverantwortung = Egoismus.
Gerade die Bild könnte sich ja mal mit dem neuen Armutsreport beschäftigen, der besagt, daß Reiche immer reicher und arme immer ärmer werden.
Aber das ist Innenpolitik, nicht Außenpolitik.
Kommentar von Hans am 22. Juli um 14:28 Uhr
@j.primzek
Ja der Spiegel hat dem ja tollen raum gegeben. Ihm die Wörter im Mund gedreht und ihm Sachen vorgeworfen die nicht der Wahrheit entsprachen sondern von den westlichen Medien bewusst falsch übersetzt worden sind. So muss Journalismus sein. Hast schon recht.
Kommentar von Hans am 22. Juli um 14:32 Uhr
Der Herr Augstein (Gründer des Spiegels) würde sich im Grab drehen, wenn er wüsste was der Herr Aust aus seinem Werk gemacht hat. Dieser Meinung war übringens auch seine Tochter.
Kommentar von DaRockwilda am 22. Juli um 14:47 Uhr
@J.Primzek:
“Nochmal Hendryk M. Broder ist Satiriker, Polemiker”
Das ist wurschd was er ist, vor dem Gesetz sind alle gleich. Und ich erinnere mich nicht daran, dass Beckstein ein Vorgehen gegen Broder gefordert haben wohl aber gegen A. aus T/I.
Ich beziehe mich hier ja betonterweise nicht auf den Spiegel, meine Kritik richtet sich an das generelle Gehetze gegen A.
“Als Student in München weißt Du doch, daß die CSU immer aufpassen muß, daß man sie nicht für zu rechts hält. Daher erklärt sich auch die Unterstützung für Israel”
Wenn man mal das gesamte Parteienspektrum anschaut: Dass zB alle auf die Wiecorek-Zeul losgehen wegen ihrer Israelkritik, das hat nichts mehr mit dem bewusst “nicht rechts sein” zu tun. Das ist schon kriminell, und es ist auch kaum jemand mit diesen Kaspern einer Meinung, dass man als Deutscher die Pflicht hätte Kritik an Israel zu unterbinden.
Kommentar von j.primzek am 22. Juli um 16:22 Uhr
@hans
1. Nenne mir ein anderes großes Medium in Deutschland, daß Herrn Ahmadenidschab Raum gibt?!
2. Ein Interview mit einem Staatspräsidenten wird IMMER vor Veröffentlichung diesem zur Gegenzeichnung vorgelegt, d.h. er hat Einfluß auf seine Aussagen und kann diese im Nachhinein ändern - die Fragen seiner Partner kann er allerdings nicht ändern.
3. Herrn Augstein: Der hat Stefan Aust gg. den Willen der Redaktion durchgeboxt.
Nochmal grundsätzlich, Kritik sollte schon mit den richtigen Argumenten bestritten werden.
@darockwilda
vor dem Gesetz mögen ja alle gleich sein, aber nicht in der Öffentlichkeit.
Es ist einfach ein UNterschied, wenn ein Hendrik M. Broder etwas sagt, der Polemiker und Satiriker ist und ein Staatspräsident.
Die Gleichheit mag vor dem Gesetz gelten, nicht aber in der Öffentlichkeit.
(Anderes banales Beispiel:
Helmut Schmidt darf z.B. in Fernsehstudios rauchen und im Bundestag, obwohl dort Rauchverbot herrscht, warum darf der das aber nicht der Prktikant?)
Kommentar von j.primzek am 22. Juli um 16:31 Uhr
@darockwilda
Frau Wiecorek-Zeul - hm, sie hat insofern recht, als das diese Angriffe völlig unverhältnismäßig sind.
Ich stimme Dir auch zu, daß ISrael nicht sakrosankt ist - aber, das weißt Du sicherlich so gut wie ich, gerade in der Politik wird scharf und hinterrücks geschossen.
Da wird aus Kritik am israelischen Militär schnell Antisemitismus.
Aus Kritik am Irakkrieg wird Antiamerikanismus.
Aus Kritik am dummen Flaggenshwenken wird Antipatritismus aus Flaggenschwenken wird Nationalismus - irgendeiner kommt immer und findet ein Haar in der Suppe.
Außerdem haben die meisten Menschen das bestreben, sich eher auf die Motivlage einer Kritik zu konzentrieren als auf deren Inhalt.
Bsp Frau Wiecorek-Zeul, wenn man ihr Anti-irgendwas unterstellt, dann braucht man sich ja nicht mehr mit dem Inhalt auseinander setzen.
Kommentar von DaRockwilda am 22. Juli um 17:16 Uhr
@J.Primzek:
“Helmut Schmidt darf z.B. in Fernsehstudios rauchen und im Bundestag, obwohl dort Rauchverbot herrscht, warum darf der das aber nicht der Prktikant”
Weil in diesem Fall der Wille von Individuuen anscheinend stärker ist als das Recht, was die 100%ige Definition eines Zustandes ist, der mit einem Rechtsstaat unvereinbar ist.
Wenn man das dann akzeptiert dann ist das neben der Unrechtstaatlichkeit auch einfach eine Doppelmoral. Und so könnte ich auch sagen dass man sich als öffentlicher Typ wie Beckstein keine Doppelmoral leisten darf.
Kommentar von DaRockwilda am 22. Juli um 17:33 Uhr
“aber, das weißt Du sicherlich so gut wie ich, gerade in der Politik wird scharf und hinterrücks geschossen”
Natürlich aber man muss beobachten wer wann scharf schießt, wer die Frau so verleumdet dann weisst du auch wer auf die zerbombten Leben da unten einen feuchten Dreck gibt. Und auf die muss man dann Druck ausüben, denn sie repräsentieren nicht die Meinung der Mehrheit ! Davon bin ich überzeugt.
“Außerdem haben die meisten Menschen das bestreben, sich eher auf die Motivlage einer Kritik zu konzentrieren als auf deren Inhalt”
Das ist absolut richtig. Shoot the Messenger sagen die Engländer dazu, und leider verdammt effektiv.
Kommentar von mupo am 24. Juli um 17:36 Uhr
Weils zur Überschrift passt, hier nochmal:
Der Koran 5/64 (Übersetung):
“…
Sooft sie (die Juden) ein Feuer für den Krieg anzündeten, löschte Allah es aus, und sie trachten nur nach Unheil auf Erden; und Allah liebt die Unheilstifter nicht.”
Kommentar von DaRockwilda am 24. Juli um 18:04 Uhr
Ja das Koranzitat scheint irgendwie zur Situation zu passen, aber eben nur oberflächlich. Es ist der israelische Staat und nicht das Judentum, dass diesmal das Feuer anzündet. Auch wenn es da große Deckungsgleichheit gibt. Und genauso wichtig ist die Erkenntnis, dass nicht Allah bzw. die Moslems wieder Frieden schaffen können. Nicht allein. Dazu braucht es vor Allem eine Mehrheit in der Bevölkerung vieler westlicher Länder, die AIPAC und Co. unschädlich machen.
Kommentar von mupo am 24. Juli um 19:11 Uhr
Was nach islamischen Quellen noch alles passieren wird:
Aus dem Buch von Sheikh Nazim: “Armageddon
Der große Krieg, Sayyidina Mahdî und warum Jesus noch einmal kommen wird”
Auszüge:
…
“Zwei große Drachen kommen um kleinere Drachen zu verschlingen … “
Danach wird es drei Monate lang einen dritten Weltkrieg geben (Armageddon), bei dem nur 1/7 der Menschheit übrig bleiben wird. Der “Mahdi” (der Rechtgeleitete) wird den Krieg beenden. Der Antichrist (dadschall) wird erscheinen und die Welt mit Unheil überziehen, bis Jesus (auf dem der Frieden sei) kommt und dem Antichrist den Kopp abhaut.
Dann wird Er 40 Jahre lang die Welt mit Gerechtigkeit und Frieden regieren bis er dann die Welt wieder verlässt.
Danach verbreitet sich wieder Unheil für einige Jahre und dann wird der Planet Erde plattgemacht und der Tag des jüngsten Gerichts bricht heran, wo dann jeder Rechenschafft ablegen muss, und entsprechend seinen Taten und Absichten in die Hölle geworfen wird, oder ewiglich im Paradies glücklich sein kann
Auch kann ich den wöchentlich herauskommenden Lichblick empfehlen: http://www.spohr-verlag.de/lichtblick/archive
Mag für einige abgehoben klingen, aber vielleicht interessiert es ja jemanden …
Kommentar von DaRockwilda am 24. Juli um 22:33 Uhr
Deckt sich ja irgendwie alles mit dem durchgeknallten Christenclub aus USA.
Kommentar von M.Keskin am 1. August um 01:38 Uhr
die so oft ausgedrückte achse des bösen gibt es tatsächlich, nur sind es nicht Iran, Irak, Syrien sondern USA, UK und wen wunderts Israel.
Wenn in Deutschland Kritik an den Juden geübt wird, kommt gleich von mehreren Jüdischen organisationen der argument vernichtung der Juden durch NS und heul heul Völkermord.
Was unterscheidet die Israelischen handlungen von dem der NS Regime? Israel mach das ganze noch ein bischen ausgeklügelter als Die NS dank der tatkräftigen hilfe vieler Europäischen länder. es wird zeit endlich aufzuwachen, und Israelis in ihre schranken zu weisen.
Deutschland sollte langsam über diese dauerhafte anprangern mit dem Völkermord endlich abschliesen was nicht heisen soll das man es vergessen sollte, man sollte die Juden nicht mehr auf der welle reitenlassen.
Auf diversen foren wird immer auf die Verteidigung recht des Staates Israel hingewiesen und dass sie sich schützen müssen, haben dieses recht keine anderen Länder???
Danke für diesen gut recherchierten bericht von dir, endlich einer der denn Nagel auf dem Kopf trifft.
MFG
M.Keskin
Kommentar von DaRockwilda am 1. August um 11:30 Uhr
@M.Keskin
“Auf diversen foren wird immer auf die Verteidigung recht des Staates Israel hingewiesen und dass sie sich schützen müssen, haben dieses recht keine anderen Länder???”
Was auch pausenlos vorgebracht wird ist das “Existenzrecht” Israels. Seit der Okkupation nach 67 bewegt sich Israel aber außerhalb dieses Existenzrechtes, siehe:
http://politblog.net/internati.....zrecht.htm
Kommentar von Anke Reiner am 30. August um 13:42 Uhr
Beiliegende Reportage über die israelische Zensur im SPIEGEL-Forum findet sich hier:
Kommentar von Anke Reiner am 30. August um 13:44 Uhr
Pardon:
http://schweigenzuisrael.blogger.de