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Chef der Verhörabteilung in Guantanamo bezeugt Folterkurse durch SERE-Ausbilder

“We do not torture” — George W. Bush, 02.11.2005

In den Vereinigten Staaten von Amerika, genauer gesagt in North Carolina, steht Fort Bragg. Fort Bragg ist einer der größten Stützpunkte der amerikanischen Streikräfte, Heimat diverser Spezialeinheiten. In Fort Bragg werden angehende Elitesoldaten auch in einem Pragramm namens “SERE” unterrichtet. SERE steht für Survival, Evasion, Resistance, Escape. Basierend auf den Erfahrungen von ehemaligen US-Soldaten, die sich in Vietnam oder Korea in Gefangenschaft befanden, soll SERE den Auszubildenden beibringen, wie man feindliche Folterverhöre übersteht. Ob die Rekruten dabei letztlich wirklich verletzt werden oder nicht kann man nicht mit Gewissheit sagen, aber die Ausbilder von SERE wissen jedenfalls wie man foltert.

Schon seit Ende 2005 waren sich amerikanische Gelehrte mehr oder weniger sicher, dass die Ausbilder von SERE auch in den Folterverhören in Gunatanamo involviert sind.

Kürzlich jedoch ist die American Civil Liberties Union zum ersten Mal auf handfeste Beweise für diese Verwicklung gestoßen
. In einem internen Dokument der Armee sagt der ehemalige Chef des Interrogation Control Element (in Etwa: “Verhöraufsicht”) von Guantanamo unter Eid aus:

“Als ich in Guantanamo ankam ordente mein Vorgänger an, dass Ausbilder von SERE den mit dem Verhör befassten Leuten in Guantanamo ihre Techniken beibringen. Die Ausbilder (von SERE) gaben den Vernehmungsbeamten der Joint Interrogation Group einige Einweisungen.”

DaRockwilda
Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 29. Juni 2006 von DaRockwilda geschrieben und in die Kategorie Krieg, Militär, Terrorismus eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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