Die U.S.S Liberty
Leider kommt es 2 Tage zu spät. Am 08. Juni war der 39. Jahrestag des Angriffs von israelischen Truppen auf ein amerikanisches Aufklärungsschiff. Nicht nur heute, wo ein erneuter false-flag Angriff bevorstehen könnte, ist es dieses Ereignis wert, sich zu erinnern. Nicht nur an den Angriff der Israelis, sondern auch an die anschließende Vertuschung seitens der amerikanischen Regierung. Der folgende Text ist der Originalpost auf meinem alten Jenny From The Blog vom 08.06.2005. DaRockwilda
Heute ist es an der Zeit sich zu erinnern.
Wir schreiben das Jahr 1967, und Israel befindet sich gerade im so genannten “6-Tage-Krieg” gegen seine arabischen Nachbarn, Ägypten, Syrien und Jordanien. In diesem Angriffskrieg hat sich Israel damals den Gazastreifen und das Westjordanland geholt, wovon sie bis heute nicht abrücken.
Heute vor 38 Jahren, am 8. Juni 1967, wurde das amerikanische Spionageschiff “U.S.S Liberty” mehr als eine Stunde lang von israelischen Kampfflugzeugen und Torpedobooten angegriffen. Dabei starben 34 amerikanische Soldaten und 127 wurden verletzt.
Eine offene Kriegshandlung also. Aber warum sollte Israel Krieg gegen Amerika führen ? Das wäre Selbtmord. Der Angriff musste also andere Gründe haben. Hören wir mal ob uns der Angeklagte seine Motivation für diesen Angriff nennen kann:
Israel behauptet bis heute, dass der Angriff ein “Versehen” und ein unglückliches Missverständnis war. Israel behauptet, das riesige amerikanische Schiff für einen ägyptischen Pferdefrachter gehalten zu haben, die “El-Quseir“. Klingt das logisch ? Nein. Zu diesem Schluss kam damals auch der Sonderberater für President Johnson, Clark Clifford. Erstmal war dieses ägyptische Schiff zu diesem Zeitpunkt bereits ausgemustert. Viel wichtiger aber ist dass die U.S.S Liberty wie es sich für ein anständiges amerikanisches Navy-Schiff gehört, unter amerikanischer Flagge fuhr und wie es sich für überhaupt jedes Schiff gehört, den Namen auf der Schiffswand stehen hatte. Des weiteren hatte die Liberty wegen ihrer Spionageaufgaben einige für einen Pferdefrachter doch recht untypische riesige Funkantennen aufgebaut.
Wenn man jetzt in Betracht zieht dass die israelischen Kampfflugzeuge so nah am Schiff vorbeigeflogen sind, dass die amerikanischen Soldaten die Gesichter der Piloten sehen konnten, sollte man meinen dass auch der dümmste israelische Pilot sehen müsste dass dieser Pferdefrachter ein amerikanisches Schiff ist. Aber komischerweise ging der Angriff wie gesagt über eine Stunde. Aber damit nicht genug. Die israelischen Kampfflugzeuge beschossen zuerst die Funkantennen des Schiffs und später die zu Wasser gelassenen Rettungsboote. Allein das mit den Rettungsbooten verstößt gegen die Genfer Konventionen und müsste die Verantwortlichen vor Gericht bringen. Für den Moment des Angriffs bedeuten diese 2 Details aber Folgendes: Israel wollte nicht dass irgendjemand von diesem Angriff Wind bekommt. Wenn das Schiff wirklich für einen ägyptischen Frachter gehalten worden wäre, könnte es Israel egal sein ob es einen Notruf absendet, Ägypten war zu diesem Zeitpunkt praktisch geschlagen. Israel muss also gewusst haben dass es sich um ein amerikanisches Schiff gehandelt hat, weil die Amerikaner würden ihrem Schiff auf jeden Fall zu Hilfe kommen. Dass die Rettungsboote beschossen wurden ist ein Verbrechen und sollte verhindern, dass die Amerikaner aufgeben und das Schiff verlassen und dann der Welt von diesem Angriff erzählen.
Das Schiff sollte mit Mann und Maus versenkt werden, ohne Zeugen die erzählen können dass es Israel war, welches das Schiff verenkt hat.
Das nächste was nicht ins Bild passen will ist die Flagge der Liberty. Wenn die israelischen Piloten tatsächlich behaupten, keine Flagge gesehen zu haben, warum haben sie diese dann beschossen ? Und nachdem die erste Flagge kaputt war hissten die Amerikaner eine zweite Flagge. Auch auf sie wurde geschossen, beide Flaggen hängen heute im Museum.
Es sollte also klar sein dass die Israelis sehr wohl wussten auf was sie da schießen. Also ist die offizielle Geschichte schonmal Quatsch. Aber was steckt dann dahinter ? Wie gesagt, einen offenen Krieg gegen Amerika kann Israel nicht gewollt haben. Was sie aber gewollt haben könnten, ist dass sie den Krieg gegen die arabischen Nachbarn noch länger fortführen können. Nachdem diese sich immer weiter zurückgezogen hatten wurde der internationale Druck auf Israel groß, den Angriff abzubrechen und sich mit den bereits eroberten Gebieten zufrieden zu geben.
Was hätte Israel die Legitimation geben können den Krieg fortzuführen ? Was hätte dafür sorgen können dass sich Amerika und der Rest der westlichen Welt sogar mit einschaltet und für Israel die arabischen Staaten bekämpft ?
Ein “Angriff” der arabischen Staaten auf ein amerikanisches Schiff dass gerade zufällig in der Gegend ist.
Israels Plan muss also so ausgesehen haben, dass die erstmal die Liberty versenken und dann den Angriff Ägypten in die Schuhe schieben. Die westliche Welt wäre empört und würde sich Israel anschließen, um die “Gefahr” aus Ägypten zu bekämpfen. Dies wird dadruch noch wahrscheinlicher, dass die israelischen Kampfflugzeuge nämlich ohne die Zeichen der israelischen Luftwaffe geflogen sind. Alleine das ist schon wieder eine Verletzung der Genfer Konventionen und damit ein Kriegsverbrechen. Wenn Israel wirklich gedacht hätte dass es ein ägyptisches Schiff angreift, warum dann mit unmarkierten Flugzeugen fliegen ? Unsinn.
Dieser Plan also wurde nur durch den Mut der amerikanischen Soldaten vereitelt, die ihr Schiff nicht aufgaben und es verteidigten bis zum Schluss. Ehre gebürt diesen Soldaten, und dass man sich auch heute noch ihrer Tapferkeit erinnert.
Es gibt aber etwas was noch viel wichtiger ist als die tapferen Soldaten: Die US-Regierung und ihre Rolle bei der Sache. Was hat denn der Rest des amerikanischen Militärs so getrieben in den Stunden als die Liberty versenkt werden sollte ?
Trotz der israelischen Bemühungen, das Kommunikationssystem der Liberty zu zerstören, wurden mehrere Notrufe abgegeben. 2 Flugzeugträger waren auch in der Nähe, und von beiden wurden Flugzeuge zur Untersuchung des Notsignals losgeschickt. Und dann ? Dann hat Präsident Lyndon B Johnson persönlich den Rückzug der Flugzeuge befohlen. Damit sie nicht sehen dass da israelische Truppen ein amerikanisches Schiff versenken.
Der Präsident hat also zugelassen dass amerikanische Soldaten ohne Grund getötet werden und hat danach nichts unternommen um die Verantwortlichen in der israelischen Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.
Warum ? Entweder weil es den Amerikanern gar nicht unrecht gewesen wäre, einen Krieg anzufangen. Dieses Motiv darf nie ausgeschlossen werden. Kriege sind gut für die Eliten aus der Wirtschaft.
Oder aber Johnson hat nichts gemacht weil schon damals die ganze amerikanische Regierung von Israel kontrolliert wurde. In den 38 Jahren haben die Überlebenden des Angriffs mehrmals versucht, den Kongress zu einer richtigen Untersuchung des Angriffs zu bewegen.
Dass die bisherigen Untersuchungen von Seiten der Navy und Israels nur darauf ausgelegt waren, Israel freizusprechen, und nie wirklich auf der Suche nach der Wahrheit waren, bezeugen mehrere hohe Militärs und Politiker:
Senior Legal Counsel to the US Navy Court of Inquiry Captain Ward Boston
US Secretary of State Dean Rusk
Der Kongress hat bis heute nichts unternommen. Warum ? Weil der amerikanische Kongress von Israel gekauft wird. Auf dieser Seite ist exakt aufgelistet, wieviel Geld welcher Abgeordnete bis jetzt von AIPAC (American Israeli Public Affairs Committee) für seine Wahlkämpfe bekommen hat. Wer etwas gegen Israel unternimmt wird nie wieder gewählt.
Dieser Zustand ist heute schlimmer als je zuvor. Der Einfluss Israels auf die amerikanische Außenpolitik war nie größer.
Der Irakkrieg ist ein Krieg für Israel. Und sonst für nichts.
Und jetzt kommt der elegante Schwenk in die Gegenwart bzw. die nahe Zukunft, denn es sieht stark danach aus als würde bald wieder ein Krieg für Israel beginnen. Israel setzt gerade alles daran, Amerika zu einem Angriff auf den Iran zu bewegen, mal wieder mit der Lüge über angebliche Massenvernichtungswaffen. Laut dem ehemaligen Chefwaffeninspekteur der UNO, Scott Ritter, ist ein Luftschlag gegen den Iran schon für Juli geplant.
Für einen Krieg gegen den Iran fehlt leider noch dieser kleine Faktor, die Zustimmung der Bevölkerung. Und der 11. September hat gezeigt dass ein großer Angriff/Anschlag dafür genau das richtige Mittel ist, die Zustimmung der Bevölkerung zu bekommen.
Indem ich euch an den falschen Angriff auf die U.S.S Liberty erinnere, will ich euch dezent dazu bringen beim nächsten “terroristischen Angriff” vorsichtig mit vorschnellen Reaktionen zu sein. Vor allem wenn er auf amerikanische oder israelische Ziele gerichtet war, und danach jeder gleich auf den Iran zeigt. Überlegt euch ob es logisch wäre, diesen Angriff auszuführen aus der Sicht des Irans. Überlegt euch, wer von dem Angriff am Meisten profitiert. Dies führt eigentlich immer zum Urheber des Angriffs.
DaRockwilda
Heute ist es an der Zeit sich zu erinnern.
Wir schreiben das Jahr 1967, und Israel befindet sich gerade im so genannten “6-Tage-Krieg” gegen seine arabischen Nachbarn, Ägypten, Syrien und Jordanien. In diesem Angriffskrieg hat sich Israel damals den Gazastreifen und das Westjordanland geholt, wovon sie bis heute nicht abrücken.
Heute vor 38 Jahren, am 8. Juni 1967, wurde das amerikanische Spionageschiff “U.S.S Liberty” mehr als eine Stunde lang von israelischen Kampfflugzeugen und Torpedobooten angegriffen. Dabei starben 34 amerikanische Soldaten und 127 wurden verletzt.
Eine offene Kriegshandlung also. Aber warum sollte Israel Krieg gegen Amerika führen ? Das wäre Selbtmord. Der Angriff musste also andere Gründe haben. Hören wir mal ob uns der Angeklagte seine Motivation für diesen Angriff nennen kann:
Israel behauptet bis heute, dass der Angriff ein “Versehen” und ein unglückliches Missverständnis war. Israel behauptet, das riesige amerikanische Schiff für einen ägyptischen Pferdefrachter gehalten zu haben, die “El-Quseir“. Klingt das logisch ? Nein. Zu diesem Schluss kam damals auch der Sonderberater für President Johnson, Clark Clifford. Erstmal war dieses ägyptische Schiff zu diesem Zeitpunkt bereits ausgemustert. Viel wichtiger aber ist dass die U.S.S Liberty wie es sich für ein anständiges amerikanisches Navy-Schiff gehört, unter amerikanischer Flagge fuhr und wie es sich für überhaupt jedes Schiff gehört, den Namen auf der Schiffswand stehen hatte. Des weiteren hatte die Liberty wegen ihrer Spionageaufgaben einige für einen Pferdefrachter doch recht untypische riesige Funkantennen aufgebaut.
Wenn man jetzt in Betracht zieht dass die israelischen Kampfflugzeuge so nah am Schiff vorbeigeflogen sind, dass die amerikanischen Soldaten die Gesichter der Piloten sehen konnten, sollte man meinen dass auch der dümmste israelische Pilot sehen müsste dass dieser Pferdefrachter ein amerikanisches Schiff ist. Aber komischerweise ging der Angriff wie gesagt über eine Stunde. Aber damit nicht genug. Die israelischen Kampfflugzeuge beschossen zuerst die Funkantennen des Schiffs und später die zu Wasser gelassenen Rettungsboote. Allein das mit den Rettungsbooten verstößt gegen die Genfer Konventionen und müsste die Verantwortlichen vor Gericht bringen. Für den Moment des Angriffs bedeuten diese 2 Details aber Folgendes: Israel wollte nicht dass irgendjemand von diesem Angriff Wind bekommt. Wenn das Schiff wirklich für einen ägyptischen Frachter gehalten worden wäre, könnte es Israel egal sein ob es einen Notruf absendet, Ägypten war zu diesem Zeitpunkt praktisch geschlagen. Israel muss also gewusst haben dass es sich um ein amerikanisches Schiff gehandelt hat, weil die Amerikaner würden ihrem Schiff auf jeden Fall zu Hilfe kommen. Dass die Rettungsboote beschossen wurden ist ein Verbrechen und sollte verhindern, dass die Amerikaner aufgeben und das Schiff verlassen und dann der Welt von diesem Angriff erzählen.
Das Schiff sollte mit Mann und Maus versenkt werden, ohne Zeugen die erzählen können dass es Israel war, welches das Schiff verenkt hat.
Das nächste was nicht ins Bild passen will ist die Flagge der Liberty. Wenn die israelischen Piloten tatsächlich behaupten, keine Flagge gesehen zu haben, warum haben sie diese dann beschossen ? Und nachdem die erste Flagge kaputt war hissten die Amerikaner eine zweite Flagge. Auch auf sie wurde geschossen, beide Flaggen hängen heute im Museum.
Es sollte also klar sein dass die Israelis sehr wohl wussten auf was sie da schießen. Also ist die offizielle Geschichte schonmal Quatsch. Aber was steckt dann dahinter ? Wie gesagt, einen offenen Krieg gegen Amerika kann Israel nicht gewollt haben. Was sie aber gewollt haben könnten, ist dass sie den Krieg gegen die arabischen Nachbarn noch länger fortführen können. Nachdem diese sich immer weiter zurückgezogen hatten wurde der internationale Druck auf Israel groß, den Angriff abzubrechen und sich mit den bereits eroberten Gebieten zufrieden zu geben.
Was hätte Israel die Legitimation geben können den Krieg fortzuführen ? Was hätte dafür sorgen können dass sich Amerika und der Rest der westlichen Welt sogar mit einschaltet und für Israel die arabischen Staaten bekämpft ?
Ein “Angriff” der arabischen Staaten auf ein amerikanisches Schiff dass gerade zufällig in der Gegend ist.
Israels Plan muss also so ausgesehen haben, dass die erstmal die Liberty versenken und dann den Angriff Ägypten in die Schuhe schieben. Die westliche Welt wäre empört und würde sich Israel anschließen, um die “Gefahr” aus Ägypten zu bekämpfen. Dies wird dadruch noch wahrscheinlicher, dass die israelischen Kampfflugzeuge nämlich ohne die Zeichen der israelischen Luftwaffe geflogen sind. Alleine das ist schon wieder eine Verletzung der Genfer Konventionen und damit ein Kriegsverbrechen. Wenn Israel wirklich gedacht hätte dass es ein ägyptisches Schiff angreift, warum dann mit unmarkierten Flugzeugen fliegen ? Unsinn.
Dieser Plan also wurde nur durch den Mut der amerikanischen Soldaten vereitelt, die ihr Schiff nicht aufgaben und es verteidigten bis zum Schluss. Ehre gebürt diesen Soldaten, und dass man sich auch heute noch ihrer Tapferkeit erinnert.
Es gibt aber etwas was noch viel wichtiger ist als die tapferen Soldaten: Die US-Regierung und ihre Rolle bei der Sache. Was hat denn der Rest des amerikanischen Militärs so getrieben in den Stunden als die Liberty versenkt werden sollte ?
Trotz der israelischen Bemühungen, das Kommunikationssystem der Liberty zu zerstören, wurden mehrere Notrufe abgegeben. 2 Flugzeugträger waren auch in der Nähe, und von beiden wurden Flugzeuge zur Untersuchung des Notsignals losgeschickt. Und dann ? Dann hat Präsident Lyndon B Johnson persönlich den Rückzug der Flugzeuge befohlen. Damit sie nicht sehen dass da israelische Truppen ein amerikanisches Schiff versenken.
Der Präsident hat also zugelassen dass amerikanische Soldaten ohne Grund getötet werden und hat danach nichts unternommen um die Verantwortlichen in der israelischen Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.
Warum ? Entweder weil es den Amerikanern gar nicht unrecht gewesen wäre, einen Krieg anzufangen. Dieses Motiv darf nie ausgeschlossen werden. Kriege sind gut für die Eliten aus der Wirtschaft.
Oder aber Johnson hat nichts gemacht weil schon damals die ganze amerikanische Regierung von Israel kontrolliert wurde. In den 38 Jahren haben die Überlebenden des Angriffs mehrmals versucht, den Kongress zu einer richtigen Untersuchung des Angriffs zu bewegen.
Dass die bisherigen Untersuchungen von Seiten der Navy und Israels nur darauf ausgelegt waren, Israel freizusprechen, und nie wirklich auf der Suche nach der Wahrheit waren, bezeugen mehrere hohe Militärs und Politiker:
Senior Legal Counsel to the US Navy Court of Inquiry Captain Ward Boston
US Secretary of State Dean Rusk
Der Kongress hat bis heute nichts unternommen. Warum ? Weil der amerikanische Kongress von Israel gekauft wird. Auf dieser Seite ist exakt aufgelistet, wieviel Geld welcher Abgeordnete bis jetzt von AIPAC (American Israeli Public Affairs Committee) für seine Wahlkämpfe bekommen hat. Wer etwas gegen Israel unternimmt wird nie wieder gewählt.
Dieser Zustand ist heute schlimmer als je zuvor. Der Einfluss Israels auf die amerikanische Außenpolitik war nie größer.
Der Irakkrieg ist ein Krieg für Israel. Und sonst für nichts.
Und jetzt kommt der elegante Schwenk in die Gegenwart bzw. die nahe Zukunft, denn es sieht stark danach aus als würde bald wieder ein Krieg für Israel beginnen. Israel setzt gerade alles daran, Amerika zu einem Angriff auf den Iran zu bewegen, mal wieder mit der Lüge über angebliche Massenvernichtungswaffen. Laut dem ehemaligen Chefwaffeninspekteur der UNO, Scott Ritter, ist ein Luftschlag gegen den Iran schon für Juli geplant.
Für einen Krieg gegen den Iran fehlt leider noch dieser kleine Faktor, die Zustimmung der Bevölkerung. Und der 11. September hat gezeigt dass ein großer Angriff/Anschlag dafür genau das richtige Mittel ist, die Zustimmung der Bevölkerung zu bekommen.
Indem ich euch an den falschen Angriff auf die U.S.S Liberty erinnere, will ich euch dezent dazu bringen beim nächsten “terroristischen Angriff” vorsichtig mit vorschnellen Reaktionen zu sein. Vor allem wenn er auf amerikanische oder israelische Ziele gerichtet war, und danach jeder gleich auf den Iran zeigt. Überlegt euch ob es logisch wäre, diesen Angriff auszuführen aus der Sicht des Irans. Überlegt euch, wer von dem Angriff am Meisten profitiert. Dies führt eigentlich immer zum Urheber des Angriffs.
DaRockwilda
Kommentar von Steve am 11. Juni um 13:42 Uhr
Hi DaRockWilda,
deine Theorie klingt ja zumindest schlüssig. Mir fehlt in der Analyse des Vorfalls aber außer “Amerikaner wollten Krieg” und “Amerikaner wurden gekauft” die dritte Möglichkeit: Der Zustand vor den Kampfhandlungen war ihnen ganz lieb.
Wir erinnern uns mal an ‘68: Das war die Zeit der Stellvertreterkriege, und der Stellvertreter Amerikas gewann. Ich kann mir da sehr gut vorstellen, dass das weiße Haus sich da überlegte, den Israelis für die Aktion auf die Finger zu klopfen oder sie den für die amerikanische Einflusssphäre günstig laufenden Krieg fortführen zu lassen. Schiff ist Schiff, Matrosen sind Matrosen, und Verschnitt ist da einfach Verschnitt.
Überlegt euch, wer von dem Angriff am Meisten profitiert. Dies führt eigentlich immer zum Urheber des Angriffs.
Wer vom Terror profitiert und was wer glaubt, wer davon profitiert, läuft oft weit auseinander. Ich lebe in Irland, die können ein Lied davon singen. Die Schlussfolgerung aus diesem Sachverhalt sollte sein, dass man niemanden auf Grund von Motiven verurteilt.
Ich gebe dir aber recht, der iranische Staat wird ganz bestimmt nicht der nächste Anschlagende sein.
Schönen Gruß, Steve
Kommentar von DaRockwilda am 11. Juni um 14:17 Uhr
Hallo Steve,
es gibt an dem Artikel bestimmt noch einiges, das sich verfeinern lässt. Es ist der Originaltext aus meiner “Anfangszeit” als Blogger, und ich ich denke man kann schon einen kleinen Unterschied im Schreibstil und in den Argumentationssträngen im Vergleich zu den neueren Texten feststellen.
“Ich gebe dir aber recht, der iranische Staat wird ganz bestimmt nicht der nächste Anschlagende sein”
Das ist auch schon mal das Wichtigste, das müssen nur genug kapieren bevor die Propaganda los geht.
Da es vermutlich jetzt schon viele kapieren, wird denke ich sowieso eher auf das alte Phantom zurückgegriffen, und kurzerhand ein “Al Quaeda in Iran” ins Leben gerufen, dass die bösen Iraner dann nicht konsequent genug ausschalten und man dann “keine Wahl” hat, als den Iran anzugreifen und den Persern zu zeigen, wie man mit Terroristen umzugehen hat.
Du hast Recht, dass man niemand auf Grund von Motiven verurteilen sollte. Aber man sollte jeder verdächtigen Partei auf den Zahn fühlen, die ein Motiv hat.
Du hast auch Recht, dass da Terror nicht gleich Terror ist. Ich kenne mich in Irland auch nicht sonderlich gut aus, und widerspreche dir da deshalb einfach mal nicht. Die Urheberschaft des Terrors in Irland kann natürlich ganz anders gewickelt sein wie die Urheberschaft eines anderen Terrors.
Aber da du dort lebst, was würdest du sagen wer so im Großen und Ganzen davon profitiert ?
Deine dritte Erklärungsmöglichkeit ist im Übrigen auch plausibel. Damit wird aber zwar das Vertuschen der Amerikaner erklört, nicht aber der Angriff der Israelis. Da muss es ja schon noch ein Motiv geben.
Gruß, Rockwilda
Kommentar von Steve am 11. Juni um 14:43 Uhr
Hi,
Aber da du dort [Irland] lebst, was würdest du sagen wer so im Großen und Ganzen davon profitiert ?
Großbritannien. Die Angst, die die IRA in Nordirland verbreitete, war der Grund, dass Ulster nicht zum Rest Irlands in die Republik kam. (Gut, und die lebenswichtigen Häfen mit Hinterland dort oben. Aber das hat sich nach dem zweiten WK eher negativ entwickelt.)
Damit wird aber zwar das Vertuschen der Amerikaner erklört, nicht aber der Angriff der Israelis. Da muss es ja schon noch ein Motiv geben.
Der Sechs-Tage-Krieg war ziemlich spektakulär und auf israelischer Seite eine nette Implementation eines Blitzkriegs. Ich schätze, der Mossad wollte vermeiden, dass Lecks in der CIA die Informationen über die Position und die Pläne der israelischen Panzerdivisionen nach Russland und Ägypten weitergeben. Die USA waren nie sehr zimperlich darin, freundlich gesinnten Mächten in die kryptographische Suppe zu spucken, und hatten wahrscheinlich den israelischen militärischen Code geknackt.
Aber das ist wilde Spekulation, gibt bestimmt ein halbes Dutzend weiterer Motive ;-).
Schönen Gruß, Steve
Kommentar von DaRockwilda am 12. Juni um 12:53 Uhr
Hi Steve,
Ist Nordirland/Ulster außer den Häfen noch von wirtschaftlicher Bedeutung ? Und gibt es dann dort in der Gegend ein Denken in die Richtung, dass durchaus UK die IRA unterstützen könnte ?
Und natürlich bleibt es bei der Liberty dabei, dass es unzählige Möglichkeiten gibt. Was bleibt, ist das ungute Gefühl von false-flag Terror und der unhaltbare Umstand, dass ein Präsident wie Johnson sagt “zieht die Rettungsflugzeuge zurück, wir wollen unseren Partner nicht blamieren”. Was eine Vergeudung von Menschenleben.
Kommentar von Steve am 12. Juni um 13:53 Uhr
Hi DaRockWilda,
Nordirland hat durchaus noch wirtschaftliche Bedeutung. Die strategische Bedeutung liegt wohl heute in Sellafield, der Atommüllanlage.
Dass gerade das vereinigte Königreich die IRA unterstützen würde, glaubt nur ein kleiner Haufen. Die IRA war einer der Hauptfaktoren dabei, dass das UK überhaupt Südirland verloren hat. Die IRA war einfach extrem und politisch ungeschickt, und hat ihre Ziele nicht erreicht - nämlich die ganze Insel in die irische Republik holen - und davon profitierte das UK.
Ja, die Liberty ist ein übler Vorfall. Aber solche Aktionen liegen in der Natur von Militär und Geheimdienst, so halten die sich am Leben :-(.
Schönen Gruß, Steve
Kommentar von DaRockwilda am 12. Juni um 15:50 Uhr
Ach was Sellafield ist in Nordirland ? Dass die Engländer ihren strahlenden Scheiß nichtmal selber lagern ist ja auch zu hart.
Hm was wäre denn mit Südirland passiert, wenn es die IRA nicht gegeben hätte ? Hätten die sich anstandlos angeschlossen ?
Kommentar von Steve am 12. Juni um 21:28 Uhr
Örks. Muss mich korrigieren, Sellafield ist in England. Ich hatte das NI nur im Hinterkopf, weil es die irische See verseucht.
Was passiert wäre, ist eine gute Frage. Die IRA war die Speerspitze des irischen Befreiungskampfes, in sofern kann man sie schwer aus der Gleichung nehmen ;-).
Schoenen Gruß, Steve
Kommentar von DaRockwilda am 12. Juni um 22:11 Uhr
Gab es denn neben der militanten IRA noch andere Befreiungsgruppen, die aber friedlich bleiben wollten ?
Kommentar von Steve am 12. Juni um 23:04 Uhr
Ja sicher das, selbst die IRA war ja in der Frage, wie weit man im Befreiungskampf gehen sollte, gespalten. Der moderate Flügel der irischen Unabhängigkeitsbewegung war teilweise mit der Situation vor 1916 (Osteraufstand) zufrieden, in der man erheblich weniger Freiheiten genoss als die deutschen Länder heute. Die Extremisten wollten die keltischen Gebiete, also ganz Irland und Wales, vom UK lösen.
Die Unabhängigkeit Irlands war aber schon viele, viele Jahre ohne Erfolg angestrebt worden, und im 19. Jahrhunderten waren die Iren in der großen Hungersnot durch die Unfähigkeit der britischen Regierung stark dezimiert worden (~50%). Daher hat ein guter Teil der Iren in den Wirren des 1. WK versucht, sich zu befreien, und dieser Versuch brachte Sinn Fein und der IRA das Prestige ein, das sie an die Spitze der Bewegung spülte.
Dann gabs einen Bürgerkrieg, in dem die wichtigen Anführer umkamen, und die Befreiung Nordirlands wurde nie durchgezogen, obwohl mehrere Volksabstimmungen sich für den Anschluss an Irland aussprachen (aber wie gesagt, damals war kriegswichtige Industrie in Nordirland). Als sich Irland und die IRA wirtschaftlich wieder erholten, versuchte halt ein kleiner Teil der IRA, den Rest der Forderungen von damals durchzusetzen und ganz Irland zu befreien - nur, dass in der Zwischenzeit die Nordiren gar nicht mehr befreit werden wollten. Der Rest ist Terrorismusgeschichte.
Man darf die IRA nicht einfach als einen Haufen Bombenleger sehen, sie haben bis heute in ihrer historischen Rolle breite Unterstützung in der Bevölkerung. Jeder Ire wird dir mit Stolz erzählen, welche Rolle sein Großvater in der IRA spielte.
Kommentar von Necrodamos am 13. Juni um 01:02 Uhr
Man darf die IRA nicht einfach als einen Haufen Bombenleger sehen
Kommentar von Necrodamos am 13. Juni um 01:03 Uhr
Man darf die IRA nicht einfach als einen Haufen Bombenleger sehen ,Richtig.
Aber das ein Ire mir erzählt, wie stolz er auf seinen Großvater zu IRA Zeiten war, ist wieder so eine Sache, die man zweiseitig betrachten muss. Schließlich sind auch heute viele alte Menschen noch stolz darauf, in der SS tätig gewesen zu sein.
Das größte Problem im Irlandkonflikt (ich bin mal so frei, diesen Namen zu nehmen), ist, so weit ich das als 17 Jähriger Deutscher ohne Irlandreisen beurteilen kann, dass beide Seiten doch einfach im Recht liegen.
Aber die Geschichte schreibt der Gewinner - somit wird in den Medien aus der IRA ein Haufen Bombenleger und aus dem Hitler-Regime ein Haufen faschistoider Rassisten.
Das aber in beiden Fällen die Gegenseite nicht besser ist, wird dann vergeßen.
Ist zimlich spät und ich bin nicht ganz nüchtern, hoffe ihr wisst was ich meine
Kommentar von DaRockwilda am 13. Juni um 09:55 Uhr
Ach wer ist schon nüchtern
“dass beide Seiten doch einfach im Recht liegen.”
Also wenn ich das mit den Volksabstimmungen höre, dann weiß ich nicht, wie England da irgendwie im Recht sein soll.
@Steve:
Huihui das ist echt interessant. Wie gesagt, von Nordirland wusste ich noch nicht viel. Ich interpretiere das jetzt so, dass die Regierung in England schon ihren Teil an der Schuld für die Hungersnot trug. Das ist schon wieder fast willentliche Hilfe zum Aufbau des militanten Flügels der IRA, ich meine 50% !! Wär würde da nicht Bomben legen wollen bei so vielen Opfern ?
Die Parallelen zum Nahostkonflikt sind schon evident, auch da werden die Palästinenser so gut es geht ausgehungert… braucht sich keiner wundern, wenn die dann Hamas wählen.
Aber irgendwie tendiert die Gesellschaft sowieso dazu, erst zu reagieren wenn die Fetzen fliegen. Sieht man auch bei den Schulmassakern. Wenn ich überlege, wie manche Schüler in der Schule gemobbt werden, da wunderts mich auch nicht dass dann mal einer durchdreht von denen…
Kommentar von Steve am 13. Juni um 13:02 Uhr
Ich interpretiere das jetzt so, dass die Regierung in England schon ihren Teil an der Schuld für die Hungersnot trug.
Ja, da ist sich die Geschichtsschreibung einig. Ob das fahrlässig oder mutwillig war, streitet man sich noch, die meisten gehen von grober Inkompetenz der englischen Verwaltung aus.
Das ist schon wieder fast willentliche Hilfe zum Aufbau des militanten Flügels der IRA, ich meine 50% !! Wär würde da nicht Bomben legen wollen bei so vielen Opfern ?
Interessanterweise legte die IRA erst relativ spät Bomben. Man kämpfte 1916 und im Unabhängigkeitskrieg zwar auch als Guerrilla, aber mit von Deutschland gelieferten Gewehren von den Häuserdächern herab.
Die Opferzahlen enthalten wohl die Massenemigration. Die meisten hungernden Iren fuhren in den “Särgen” nach Amerika oder wurden, nachdem sie Nahrung, die zum Export nach England bestimmt war, für ihre hungernden Kinder gestohlen hatten, nach Australien deportiert. (Siehe: Fields of Athenry)
Kommentar von DaRockwilda am 13. Juni um 14:42 Uhr
Naja hm ich habe es schon lange sein lassen, bei schlimmen Ereignissen an Inkompetenz zu glauben.
Bei der Massenemigration lässt sich ja trotzdem sagen, dass auch diese Abwanderung der Hungersnot und damit den Engländern geschuldet ist, die Schiffe nach Australien sowieso. Ich fände es ja interessant, ob Iren, Waliser und Schotten gemeinsam eine Chance gehabt hätten, sich den Einverleibungsbemühungen der Krone zu widersetzen (oder ham sie es gemeinsam versucht ?)
Kommentar von Steve am 13. Juni um 15:26 Uhr
Naja hm ich habe es schon lange sein lassen, bei schlimmen Ereignissen an Inkompetenz zu glauben.
Wieso? Wenn wir aus der Wissenschaft eines gelernt haben, dann, dass die Mechanismen sowohl im Kleinen als auch im Großen grundsätzlich gleich sind, solange es keinen Gegenbeweis gibt. Und wenn ich mich umsehe, sehe ich enorm viel Inkompetenz: Also muss es auch in Regierungen so viel Inkompetenz geben.
Bei der Massenemigration lässt sich ja trotzdem sagen, dass auch diese Abwanderung der Hungersnot und damit den Engländern geschuldet ist, die Schiffe nach Australien sowieso.
Sicherlich. Wollte nur betonen, dass die nicht alle gestorben sind. Genug von ihnen, ja, aber nicht alle.
Ich fände es ja interessant, ob Iren, Waliser und Schotten gemeinsam eine Chance gehabt hätten, sich den Einverleibungsbemühungen der Krone zu widersetzen (oder ham sie es gemeinsam versucht ?)
Sicherlich hätten sie eine sehr gute Chance gehabt, England war im Mittelalter dauernd in Kriege mit Frankreich verstrickt und musste spalten, um das vereinigte Königreich aufbauen zu können. Aber so wurden die Nationalstaaten eben erst gegründet, Süddeutschland hätte sich auch nicht Preußen unterwerfen müssen.
Kommentar von DaRockwilda am 13. Juni um 20:56 Uhr
Noch zur Inkompetenz: Naja jetzt zum Beispiel England, es wird ja unter den zahlreichen Beratern und Interessensvertretern, die den König hofiert haben, auch einer dabei gewesen sein, der ihn auf die schlechten Auswirkungen eines irischen Massensterbens aufmerksam gemacht hat. Und wenn der König dann sagt “das nehme ich in Kauf” dann ist es schon mehr als Inkompetenz für mich.
Kommentar von Steve am 13. Juni um 23:51 Uhr
(England war in dieser Zeit schon parlamentarisch.)
Du unterschätzt Gruppendenk. Klar, ein Haufen Menschen hat geschrien, als die Iren verhungerten. Dann kamen erstmal die Liberalen und argumentierten, das sei halt so und ganz natürlich, wie Liberale das ja immer tun.
Das Parlament hat die ein oder andere Hilfsmassnahme beschlossen, aber war generell der Meinung, das sei die Sache des irischen Gouverneurs. Der irische Gouverneur war dann so ein Genosse, der gerne Recht vor Gnade stellte: Der einzige Weg, die Hungersnot zu lindern, wäre eine massive Enteignung der englischen Großgrundbesitzer gewesen, und das zog er nicht durch.
Keiner nahm das irgendwie in Kauf, jeder schob die Verantwortung ab. Es gibt nur ganz wenige Menschen, die offen menschenverachtend sind: Die meisten haben einfach problematische Ansichten oder klammern sich an Gesetze.
Das bringt mich auf einen sehr guten Artikel, den mudd1 zu V for Vendetta schrieb, der diskutiert einen ähnlichen Gedanken genauer.
Kommentar von DaRockwilda am 14. Juni um 11:53 Uhr
Hallo Steve,
danke für den Link. Immer interessant, andere Ansichten zu V For Vendetta zu lesen.
Bevor ich zum Gemeinsamen komme, kurz ein Kritikpunkt:
Mudd1 schreibt, dass er unzufrieden ist mit den vielen glücklichen Zufällen die Sutler und seine Mannen erst an die Macht gespült haben. Aber nach allem was ich vom Film in Erinnerung habe, waren das keine Zufälle. Gerade die Bedrohung mit dem Virus war doch durch das Kabinett geplant. Und die Terroristen, so deutet ja der Fernsehproduzent an, werden vom Fernsehsender produziert, sind also auch geplant.
Korrigiert mich wenn ich andere Zufälle übersehen hab, der Film ist ja schon eine Weile her.
Jetzt zum Gemeinsamen:
Wir können schlecht die Situation in Irland mit V For Vendetta vergleichen, weil der Film ganz klar für die heutige Situation gemacht ist. Zum Fall in Irland, ja offen menschenverachtend sind nicht viele. Aber verhohlen menschenverachtend reicht ja auch schon zur Komplizität.
Und zum Film/mugg1s Artikel: Er schreibt “Die gefährlichsten Bösen sind die, die erfolgreich die Massen überzeugen können, dass sie die Guten sind”. Sehr richtig, und meiner Meinung nach steht das nicht im Widerspruch zum Film oder meiner Interpretation des Films. Am Anfang des Films sind die Massen (vor dem Fernseher) ja auch davon überzeugt, dass die Regierung die Guten sind. Und zur Parallele in die echte Welt, auch hier sind viele Menschen noch davon überzeugt, dass die Krieger gegen den Terror die Guten sind. Auch hier schmückt sich die Tyrannei ja in Worte wie Freiheit und Demokratie und Frieden. Ist also auch nicht offen menschenverachtend, sondern nur hinter der Hand.
Ich denke dass mudd1 die filmische Überspitzung der Tyrranei zu ernst nimmt. Es ist ja viel mehr unsere Aufgabe, die Tyrannen der echten Welt, die eben nicht ganz so offen böse sind wie Sutler, zu entlarven. Der Film ist da ja nur eine Art Vorlage, Revolution 101 sozusagen. Ich finde, dass es im Film genug Anspielungen auf die echte Welt gibt, damit klar wird, dass wir nicht auf Sutler und Norsefire warten sollen, sondern jetzt schon mit einer Revolution anfangen sollten, bevor es soweit kommt. Diese Revolution muss dann ja glücklicherweise nicht so blutig sein wie die im Film, aber eben nur, wenn man rechtzeitig handelt.
Gruß, DaRockwilda
Kommentar von mudd1 am 23. Juli um 01:39 Uhr
Auch wenn der Kommentar wahrscheinlich schon verjährt ist, aber trotzdem noch diese kurze Bemerkung dazu: Ich hoffe, du hast recht damit, dass es beim Kinobesucher Otto auch ankommt, was in seinem Okzident der Gegenwart schief läuft, aber ich habe arge Zweifel. Wenn man weiß, wonach man suchen muss, findet man massig Anspielungen in V for Vendetta. Aber wenn man noch keine Sensibilität hat, dann lehrt dieser Film sie einen nicht sondern führt im schlimmsten Fall eben zu einer Art Bequemlichkeit, weil man ja ach so weit von den beschriebenen Verhältnissen entfernt ist.
Bei der Gelegenheit kann ich gleich auf einen anderen Artikel von mir über einen Film jüngeren Datums verweisen, wo mir bei “Superman” aufgestoßen ist, wie wenig in einer Szene dieses Filmes eines der Hauptprobleme der letzten Jahre überhaupt als ein Problem gesehen wird. Was ja, man verzeihe mir die Wiederholungen, gerade das Problem ist. Leute ausspionieren ist sogar für einen Per-definitionem-Prototypen an Rechtschaffenheit wie Superman kein Grund mehr mit der Wimper zu zucken. Und ich habe im Kinosaal keinen überraschten Tumult gehört.
Kommentar von DaRockwilda am 23. Juli um 03:01 Uhr
@Mudd1:
Ja eigentlich ist der Kommentar von mir schon eine Weile her, aber besser spät als nie.
“Ich hoffe, du hast recht damit, dass es beim Kinobesucher Otto auch ankommt, was in seinem Okzident der Gegenwart schief läuft, aber ich habe arge Zweifel”
Ja ein gewisser Zweifel ist auch berechtigt. Die Frage ist aber doch, wie denn der Otto auf effektiverem Wege zur Erkenntnis gebracht werden soll ? Vorschläge ?
Den unterhaltsamen Supermanartikel von dir hab ich auf deiner Seite kommentiert.
Kommentar von mudd1 am 23. Juli um 10:32 Uhr
Naja, Michael Moore hat sicher einen möglichen Weg beschritten. Ich denke, dass man auch mit Spielfilmen bestimmte Themen verdeutlichen kann, aber der Grat zwischen “Moral von der Geschicht’” mit dem Holzhammer und “es rafft keine Sau” wie in V for Vendetta ist wahrscheinlich schmal. Es gibt sicher hunderte Filme, die die Gratwanderung geschafft haben, mir fällt nur gerade kein einziger mehr ein
Und danke für die Unterhaltsamkeits-Blumen
Kommentar von DaRockwilda am 23. Juli um 13:09 Uhr
@Mudd1:
Schön dass du nochmal vorbei geschaut hast. Ja normalerweise mag ich keine Filmrezensionen auf Blogs, Subjektivität stört mich gar nicht aber viele verstehen einfach nichts von Filmen und sind ultimativ langweilig. Da sind deine Artikel zu Vendetta, Supes und auch X-Men schon interessanter.
Klar Dokumentationen sind auch eine Möglichkeit. Aber ich will das zumindest insofern relativieren, als dass auch bei Dokus die Leute auf eine völlig falsche Richtung gelenkt werden können. Moore ist dafür das beste Beispiel. Bowling 4 Columbine ist praktisch gar nicht auf die Trench Coat Mafia eingegangen, hat (soweit ich mich erinnere) nicht untersucht wieviele Leute wirklich mitgemacht haben und aus der ganzen Sache einen Gun-Control Fall gemacht was mir sehr widerstrebt.
Fahrenheit 911, er hat soooo viel ausgelassen was es zu 911 gibt, hat die Täterschaft Osamas nicht in Frage gestellt. Zwar unterhaltsamer Film, aber nur in Maßen aufschlussreich.
Hm also “gesellschaftlich wertvolle” Filme… was ist mit Fight Club ? Full Metal Jacket ? Oder zählt der schon zum Holzhammer ? Black Hawk Down ?
Und wenn ein Film eher subtil ist, dann sehe ich das erst Recht als Grund ihn zu erklären wie eben zB Star Wars I-III.
Kommentar von whamburg am 14. August um 16:21 Uhr
Bissel spät, aber besser als gar nicht. Bin neuer politblog-Leser. Netter Artikel über eine mediale NoGoZone. Eigenartig das man von dieser Affäre in den sogenannten “Mainstreammedien” nix hört/liest/sieht. Weitere Hintergründe sind gut im Buch “NSA. Die Anatomie des mächtigsten Geheimdienstes der Welt.”, James Bamford, Goldmann (Dezember 2002),ISBN 3-44215-151-1, etwa bei S.270, dargestellt. Da werden auch mögliche andere Motive Israels beleuchtet. Das ganze Buch ist aber auch lesbar und ziemlich interessant.
Kommentar von DaRockwilda am 14. August um 17:47 Uhr
Bamford hat wirklich Ahnung. Siehe:
http://politblog.net/krieg-ter.....eak-um.htm
Eben, die MSM könnten ja wenigstens mal einen Bruchteil dessen schreiben was die Blogs seit Jahren dazu recherchieren (und die Veteranen der Liberty auf ussliberty.org nicht zu vergessen).
Kommentar von Antistaat » Es war einmal… Amerika! am 3. März um 17:25 Uhr
[...] (.pdf) @deposit.d-nb - Wenn Präsidenten lügen - Daniel Ellsberg und die Pentagon Papers @3sat - Die U.S.S Liberty @politblog - Angriff auf die “Liberty” - Warum Israel im Sechstagekrieg ein US-Schiff [...]
Kommentar von Mein-Parteibuch.com » Bombenstimmung auf dem SPD-Parteitag 1962 am 13. Juni um 13:59 Uhr
[...] da sag noch einer, nur Amerikaner, Israelis und Briten würden sich auf False-Flag-Terror verstehen. [Trackback URI] [...]