Drogenprobleme in der englischen Armee nehmen zu
In den letzten Jahren sind die Fälle von Konsum harter Drogen in der englischen Armee erheblich angestiegen.
Obwohl nur 85% der Soldaten jährlich auf Drogen getestet werden, gibt das Verteidigungsministerium erschreckende Zahlen an.
So hat sich die Zahl der positiv auf harte Drogen wie Heroin und Crack getesteten Soldaten in zwei Jahren verdoppelt. 2003 waren es 260 registrierte Fälle gewesen, 2005 schon 520. Zu Bedenken gibt auch, dass diese Zahl jetzt höher ist als die Zahl der positiv auf Cannabis getesteten Soldaten. Harte Drogen sind dort in der Armee also nicht mehr die Ausnahme, sondern eher schon die Regel.
Alles in Allem wurden 2005 über 1000 Soldaten positiv getestet.
Dieser Anstieg kommt selbstverständlich vom Krieg im Irak. “Die neuen Ergebnisse von hohen Raten des Drogenkonsums bei den Streitkräften kommen inmitten lange gehegter Bedenken, dass der durch Kriegseinsätze ausgelöste Stress viele Rekruten in die Benutzung von illegalen Substanzen treibt. Hochrangige amerikanische Militärs haben von historisch hohen Selbstmordraten bei Soldaten, die im Irak gekämpft haben, berichtet. Und Studien haben nahegelegt, dass viele zurückkehrende Truppen erhebliche Probleme mit (…) Drogenmissbrauch haben könnten.” Es ist völlig klar, dass all die Zivilisten die man getötet hat sowie die Erkenntnis, dass man diesen Krieg nicht aus moralischen Gründen sondern aus Lügen über den Gegner führt, ihre Spuren in den Köpfen der Soldaten lassen.
Mit all diesem Stress konfrontiert, bekommen die Soldaten nur teilweise Hilfe von der englischen Armee.
Clive Fairweather, ehemaliger Colonel bei den britischen Spezialeinheiten der SAS und jetzt Ko-Koordinator des “Combat Stress Charity”, beschreibt die gängige Politik der Armee:
“Wenn die Soldaten unter Druck stehen, dann bringt ihnen die Armee bei, sich praktisch selber zu behandeln. Und das geschah dann für gewöhnlich in der Form von Alkohol. Vielleicht wenden sich jetzt mehr Leute den harten Drogen zu.”
Und was geschiet mit den Soldaten, die Drogen nehmen ?
Normalerweise und nach dem Disziplinskodex der Armee werden positiv getestete Soldagen sofort entlassen. Seit einigen Jahren aber gibt es ein Programm, dass betroffene Soldaten “aufklären” (re-educate) soll. Leider ist es nicht sehr wirkungsvoll, nach Recherchen der Scotland on Sunday wurden schon mehrmals Soldaten, die das Programm durchlaufen hatten, ein weiteres Mal erwischt.
Und weil die englischen Streitkräfte durch die Einsätze im Irak und in Afghanistan sowieso schon überlastet sind, plant die Armee den steigenden Fällen des Drogenkonsums zu begegnen, indem es noch mehr Soldaten nicht sofort entlässt sondern für die Rehabilitationsprogramme zulässt.
Das Resultat sind Soldaten im Irak, die möglicherweise unter Heroineinfluss in den Einsatz ziehen. Da muss sich keiner über noch mehr ermordete Zivilisten wundern.
DaRockwilda
Obwohl nur 85% der Soldaten jährlich auf Drogen getestet werden, gibt das Verteidigungsministerium erschreckende Zahlen an.
So hat sich die Zahl der positiv auf harte Drogen wie Heroin und Crack getesteten Soldaten in zwei Jahren verdoppelt. 2003 waren es 260 registrierte Fälle gewesen, 2005 schon 520. Zu Bedenken gibt auch, dass diese Zahl jetzt höher ist als die Zahl der positiv auf Cannabis getesteten Soldaten. Harte Drogen sind dort in der Armee also nicht mehr die Ausnahme, sondern eher schon die Regel.
Alles in Allem wurden 2005 über 1000 Soldaten positiv getestet.
Dieser Anstieg kommt selbstverständlich vom Krieg im Irak. “Die neuen Ergebnisse von hohen Raten des Drogenkonsums bei den Streitkräften kommen inmitten lange gehegter Bedenken, dass der durch Kriegseinsätze ausgelöste Stress viele Rekruten in die Benutzung von illegalen Substanzen treibt. Hochrangige amerikanische Militärs haben von historisch hohen Selbstmordraten bei Soldaten, die im Irak gekämpft haben, berichtet. Und Studien haben nahegelegt, dass viele zurückkehrende Truppen erhebliche Probleme mit (…) Drogenmissbrauch haben könnten.” Es ist völlig klar, dass all die Zivilisten die man getötet hat sowie die Erkenntnis, dass man diesen Krieg nicht aus moralischen Gründen sondern aus Lügen über den Gegner führt, ihre Spuren in den Köpfen der Soldaten lassen.
Mit all diesem Stress konfrontiert, bekommen die Soldaten nur teilweise Hilfe von der englischen Armee.
Clive Fairweather, ehemaliger Colonel bei den britischen Spezialeinheiten der SAS und jetzt Ko-Koordinator des “Combat Stress Charity”, beschreibt die gängige Politik der Armee:
“Wenn die Soldaten unter Druck stehen, dann bringt ihnen die Armee bei, sich praktisch selber zu behandeln. Und das geschah dann für gewöhnlich in der Form von Alkohol. Vielleicht wenden sich jetzt mehr Leute den harten Drogen zu.”
Und was geschiet mit den Soldaten, die Drogen nehmen ?
Normalerweise und nach dem Disziplinskodex der Armee werden positiv getestete Soldagen sofort entlassen. Seit einigen Jahren aber gibt es ein Programm, dass betroffene Soldaten “aufklären” (re-educate) soll. Leider ist es nicht sehr wirkungsvoll, nach Recherchen der Scotland on Sunday wurden schon mehrmals Soldaten, die das Programm durchlaufen hatten, ein weiteres Mal erwischt.
Und weil die englischen Streitkräfte durch die Einsätze im Irak und in Afghanistan sowieso schon überlastet sind, plant die Armee den steigenden Fällen des Drogenkonsums zu begegnen, indem es noch mehr Soldaten nicht sofort entlässt sondern für die Rehabilitationsprogramme zulässt.
Das Resultat sind Soldaten im Irak, die möglicherweise unter Heroineinfluss in den Einsatz ziehen. Da muss sich keiner über noch mehr ermordete Zivilisten wundern.
DaRockwilda
Kommentar von Tom am 22. Mai um 23:10 Uhr
“Dieser Anstieg kommt selbstverständlich vom Krieg im Irak. Es ist völlig klar,…”
Eigentlich gefällt mir dein Schreibstil, aber in diesem Fall ist es doch arg oberflächlich - vielleicht kannst du das ja noch ein wenig seriöser formulieren. Ansonsten wie immer sehr informativ
Kommentar von DaRockwilda am 22. Mai um 23:24 Uhr
So ich habe der Seriösität wegen noch ein Zitat an der Stelle eingefügt, aber ich finde manchmal kann man auch einfach den gesunden Menschenverstand benutzen und braucht nicht für alles jemanden “Offiziellen” der es bestätigt.
Besser so
?