“Unter Saddam war es besser als jetzt” - auch für Mädchen
In diesem Artikel habe ich schon berichtet, wie schlecht die Lage für Christen, Schwule, Akademiker, Frauen und Menschen generell geworden ist, seit der autoritäre Herrscher Hussein weg ist und die “demokratischen” Besatzer ihr Unwesen treiben.
Dieser Liste von neuerdings unterdrückten Bevölkerungsgruppen fügt die Time heute noch eine dazu - junge Mädchen.
Laut einem westlichen Beamten in Baghdad, der sich mit dem Status der Frauen im Land befasst, war Handel mit Prostituierten “praktisch nonexistent” unter Saddam. Jetzt sei es “ein ernstes Problem”.
Die schon in meinem ersten Artikel zitierte Organization for Women’s Freedom in Iraq aus Baghdad gibt die Zahl der seit der Besatzung entführten Frauen mit 2000 an.
Junge Mädchen sind besonders gefährdet, und werden von den zahlreichen Banden im Irak entführt und an Bordells verkauft.
Der Reporter des Timeartikels, Brian Bennett, berichtet von der 14jährigen Safah, die zuerst in einem Waisenheim untergekommen war. Dort wurde sie dann von einer der dortigen Krankenschwestern entführt und zu Menschenschleusern gebracht. Diese wollten sie für 10.000 $ an einen Mann aus Dubai verkaufen, doch das Mädchen schaffte es einen Jungen zu informieren, der die Polizei verständigte.
Die Prostitution von jungen Mädchen wird durch viele Dinge vereinfacht: Zum einen sperrten sowohl die amerikanische Zivilregierung unter Paul Bremer als auch die jetzigen irakischen Regierungen den diversen Hilfsorganisationen die Konten, die diesen verwaisten jungen Mädchen hätten helfen können. Ein weiteres Problem ist die religiöse Ehre der Familien, die ein solches Mädchen nach einer etwaigen Rettung nicht wieder aufnehmen wollen. Diese fanatische Religiösität wurde unter Saddam geduldet, seit der “demokratischen” Besatzung wird sie gefördert.
Das größte Problem sind natürlich die überall auftretenden kriminellen Banden, die weder mit dem legitimen Widerstand gegen die illegale Besatzung noch mit etwaigen islamischen Terroristen zu tun haben. Es sind einfach mafiöse Menschenhändler, die dem autoritären Herrscher Saddam noch ein Dorn im Auge, Konkurrenten der Macht gewesen wären, unter der Besatzung aber willkürlich agieren können.
Einen interessanter Aspekt liefert der Artikel aus der Time noch. So wurde eine der jungen Prostituierten von ihrer Gang zuerst an Bordelle im ganzen Irak verkauft. Wahrscheinlich war sie dann wegen der zahllosen Misshandlungen zu entstellt, und so setzten sie die Entführer unter Drogen, legten ihr einen Sprengstoffgürtel um und schickten sie zu einem unliebsamen Geistlichen. Sie stellte sich aber rechtzeitig der Polizei.
Ergo gibt es eventuell viele Attentate, die nicht aus purer Lust am Terror verübt werden, sondern einfach weil man unliebsame Zeugen der eigenen Missetaten loswerden will.
DaRockwilda
Dieser Liste von neuerdings unterdrückten Bevölkerungsgruppen fügt die Time heute noch eine dazu - junge Mädchen.
Laut einem westlichen Beamten in Baghdad, der sich mit dem Status der Frauen im Land befasst, war Handel mit Prostituierten “praktisch nonexistent” unter Saddam. Jetzt sei es “ein ernstes Problem”.
Die schon in meinem ersten Artikel zitierte Organization for Women’s Freedom in Iraq aus Baghdad gibt die Zahl der seit der Besatzung entführten Frauen mit 2000 an.
Junge Mädchen sind besonders gefährdet, und werden von den zahlreichen Banden im Irak entführt und an Bordells verkauft.
Der Reporter des Timeartikels, Brian Bennett, berichtet von der 14jährigen Safah, die zuerst in einem Waisenheim untergekommen war. Dort wurde sie dann von einer der dortigen Krankenschwestern entführt und zu Menschenschleusern gebracht. Diese wollten sie für 10.000 $ an einen Mann aus Dubai verkaufen, doch das Mädchen schaffte es einen Jungen zu informieren, der die Polizei verständigte.
Die Prostitution von jungen Mädchen wird durch viele Dinge vereinfacht: Zum einen sperrten sowohl die amerikanische Zivilregierung unter Paul Bremer als auch die jetzigen irakischen Regierungen den diversen Hilfsorganisationen die Konten, die diesen verwaisten jungen Mädchen hätten helfen können. Ein weiteres Problem ist die religiöse Ehre der Familien, die ein solches Mädchen nach einer etwaigen Rettung nicht wieder aufnehmen wollen. Diese fanatische Religiösität wurde unter Saddam geduldet, seit der “demokratischen” Besatzung wird sie gefördert.
Das größte Problem sind natürlich die überall auftretenden kriminellen Banden, die weder mit dem legitimen Widerstand gegen die illegale Besatzung noch mit etwaigen islamischen Terroristen zu tun haben. Es sind einfach mafiöse Menschenhändler, die dem autoritären Herrscher Saddam noch ein Dorn im Auge, Konkurrenten der Macht gewesen wären, unter der Besatzung aber willkürlich agieren können.
Einen interessanter Aspekt liefert der Artikel aus der Time noch. So wurde eine der jungen Prostituierten von ihrer Gang zuerst an Bordelle im ganzen Irak verkauft. Wahrscheinlich war sie dann wegen der zahllosen Misshandlungen zu entstellt, und so setzten sie die Entführer unter Drogen, legten ihr einen Sprengstoffgürtel um und schickten sie zu einem unliebsamen Geistlichen. Sie stellte sich aber rechtzeitig der Polizei.
Ergo gibt es eventuell viele Attentate, die nicht aus purer Lust am Terror verübt werden, sondern einfach weil man unliebsame Zeugen der eigenen Missetaten loswerden will.
DaRockwilda
Kommentar von Tina am 24. April um 17:50 Uhr
oh man das ist echt übel…! Bin sprachlos
Kommentar von DaRockwilda am 24. April um 18:04 Uhr
Bedank dich bei der “Wir stürzen Saddam”-Truppe.
Wenn das interessiert werde ich vielleicht bald einen Artikel über die Helden schreiben, die diese Girls in Kriegsgebieten entführen… und sie stehen nicht auf der Gehaltsliste von “Filmbösewicht aus der Schublade” sondern von DynCorp, einer Firma die für die NATO im Kosovo arbeitet.