Uranmunition: Wird das "Stille Sterben" bald zum atomaren Holocaust?
Von Frieder Wagner, Filmemacher und Autor in Köln
Experten gehen davon aus, dass, seitdem George Bush am 1. Mai 2003 den Sieg über den Irak verkündet hat, es im Irak Hunderttausende Tote durch Gewalt gegeben hat und es werden täglich mehr.
Was solche Berichte verschweigen und was man nie in den Nachrichten der Print- und TV-Medien liest und sieht, sind die Toten, die ich “die Toten des stillen Sterbens” nenne. Denn was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass die USA und ihre Alliierten den Irak 2003 wieder mit sogenannten Urangeschossen angegriffen haben. An den Folgen dieses Einsatzes von Uranmunition sterben seitdem täglich Menschen und es sind inzwischen weltweit Hunderttausende. Das heißt, die Alliierten haben im Irak mit diesen Urangeschossen eine Waffe eingesetzt, die sich mehr und mehr als eine Massenvernichtungswaffe herausstellt.
Wenn Urangeschosse ihr Ziel treffen, verbrennt das in den Geschossen verwendete abgereicherte Uran - ein Abfallprodukt der Atomindustrie- zu winzigsten Uranoxid-Partikelchen. Und die verseuchen im Irak und überall dort, wo diese Geschosse eingesetzt wurden (Bosnien, Kosovo, Afghanistan, Irak und jetzt auch Libanon) den Boden, die Luft und das Wasser. Eingeatmet kann dieses Uranoxid, das ist wissenschaftlich unstrittig, Krebs und Leukämien auslösen. Das Immunsystem bricht -wie bei Aids - zusammen. Nieren und Leber werden geschädigt. Mit dem Blut wandern diese Uranoxid-Partikelchen, die 100 Mal kleiner sind als ein rotes Blutkörperchen, auch ins Gehirn, zu den Eizellen und dem männlichen Samen. So kommt es bei den Betroffenen zu Chromosomen-Brüchen. Das heißt die Kinder dieser Menschen sind oft missgebildet und deren Kinder und Kindeskinder dann auch. Generationen werden also über viele Jahrzehnte und Jahrhunderte geschädigt sein, wie bei einer Epidemie.
Ich habe in den Kinderkrankenhäusern von Bagdad und Basra Bilder des Schreckens gesehen, die mich heute noch in meinen Träumen verfolgen: gerade geborene Babys, ohne Augen, ohne Nase, ohne Kopf, ohne Arme und Beine. Babys, denen Ihre Organe in einem Sack außerhalb des Körper angewachsen waren. Alle diese Babys starben nach wenigen Stunden oder Tagen.

Bei Abu Khassib, einem Schlachtfeld in der Nähe von Basra, haben wir Panzerwracks aus dem letzten Golfkrieg gefunden. An den Einschusslöchern, die die Urangeschosse hinterlassen haben, wurde von uns eine Radiaktivität gemessen, die über das 30.000-fache höher war, als die normale Umweltstrahlung in der Bundesrepublik. Auf diesen Panzern spielten Kinder und in diesen Panzern versuchten irakische Männer und Väter so genanntes Edel- oder Buntmetall auszubauen, um es zu verkaufen und so etwas Geld zu verdienen. Wir haben diese Menschen eindringlich gewarnt und ein 60-jähriger Mann hat uns geantwortet: “Ich bin Dichter und Schriftsteller, ich bin Doktor der Philosophie, ich habe schon alles verkauft, um meine Familie zu ernähren, jetzt muß ich hier in den Panzern diese Arbeit machen, damit meine Kinder nicht verhungern. Wir Iraker haben nie gute und sichere Zeiten erlebt, wir haben immer nur gelitten. Unser Land ist so reich an Öl, aber dieser Reichtum ist für uns zu einem Fluch geworden.”
Und tatsächlich: allein am Mutter-Kind-Krankenhaus in Basra sind die Missgeburten seit 1991 um das 20-fache gestiegen.
Bei unseren Dreharbeiten im Kosovo und in Belgrad sagte mir Dr. Radomir Kovacevic vom “Institut für Arbeitsmedizin und Strahlenschutz” in Belgrad, dass ihre neuesten Untersuchungen ergeben haben, dass die Emission gefährlicher Chemikalien im Großraum Belgrad fast völlig zurückgegangen ist, weil die serbische Industrie in den letzten 10 Jahren durch den Krieg und durch Sanktionen völlig zusammengebrochen ist. Sie beobachten nun aber nach dem Einsatz der Uranmunition durch die Nato im Kosovokrieg 1999 und Bosnien 1995, einen Anstieg der radioaktiven Belastung durch das Uran 238 der eingesetzten Uranwaffen. So sind in den letzten fünf Jahren die bösartigen Krebserkrankungen bei den Problemgruppen Kinder und alte Menschen um 9 Prozent drastisch angestiegen. Und die Prognosen der serbischen Wissenschaftler zeigen klar, dass sich diese Zahl in den kommenden 10 Jahren auf mindestens 20 Prozent erhöhen wird.
Frau Dr. Jenan Hassan vom Kinderkrankenhaus in Basra hat mir erklärt, dass nach der schweren Bombardierung mit Uran verstärkten Bunker brechenden Bomben auf Saddams Paläste in Bagdad, jetzt auch dort die Leukämieerkrankungen von Kindern stark zugenommen haben.

An ihrem eigenen Krankenhaus sterben von den an Leukämie erkrankten Kindern heute immer noch 80 Prozent, weil Medikamente für eine Chemotherapie fehlen. An ihrem Krankenhaus spielen sich seit dem Einsatz dieser Waffen immer wieder furchtbare Tragödien ab. So hat zum Beispiel ein Soldat, der an der großen Panzerschlacht um Basra teilgenommen hat, nach dem Krieg mit seiner Frau zwei Kinder gezeugt, beide waren schwer mißgebildet. Der Mann hat deshalb diese Frau verstoßen und eine andere geheiratet. Als auch sie ihm ein Kind schenkte, hatte dieses Baby genau die gleichen schweren Missbildungen wie die zuletzt geborenen Kinder seiner ersten Frau. Da erkannte der ehemalige Soldat, dass er der Verursacher der Missbildungen seiner Kinder sein musste und hat sich erschossen.
Ein mir gut bekannter Arzt, Dr. Michael Kreuscher, ist von irakischen Ärzten darüber informiert worden, dass es in der nordirakischen, kurdischen Stadt Arbil seit 2003 zu einem ungewöhnlichen Anstieg von Leukämiefällen bei Kindern und Kleinkindern gekommen ist und zwar von einer Art, die sonst nur bei alten Menschen vorkommt. Ich habe ihm dann meinen Film über die Folgen der Uranmunition gezeigt und er hat mir erklärt, dass in Arbil und Umgebung nie Urangeschosse zum Einsatz gekommen sind. Wir vereinbarten deshalb, dass er von seinem nächsten Besuch in Arbil sowohl Bodenproben, aber auch Urinproben der erkrankten Kinder, den Staub aus dem Luftfilter seines Autos, das er dort gefahren hat und Organproben von geschlachteten Kühen, die in Arbil geweidet haben, mitbringen sollte.
Es gelang Dr. Kreuscher tatsächlich diese Proben in die Bundesrebuplik zu bringen. Sie wurden von Dr. Axel Gerdes von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main massenspektrometrisch untersucht. Das Ergebnis hat uns alle entsetzt: Sämtliche Proben hatten hohe Konzentrationen von Uran 238 mit einem ungewöhnlich hohen Anteil von Uran 236. Verschiedene Proben, zum Beispiel der Staub aus dem Luftfilter des Autos, das der Arzt dort gefahren hat, waren sogar bis zu 3000-fach höher kontaminiert als unsere extremsten Proben von den Schlachtfeldern um Basra. Wie konnte das sein, wenn doch in der Umgebung von Arbil nie ein Urangeschoss zum Einsatz gekommen war?
Die Erklärung war relativ einfach und Dr. Kreuscher hat sie von einem Meteorologen vor Ort bekommen: Es gibt im Irak häufig heftige Stürme, die auch Orkanstärke erreichen können, die so genannten “Desert Storms”, die von Basra kommend über Bagdad hinweg nach Norden ziehen. Vor den hohen Gebirgen zur Türkei werden sie gebremst, verlieren ihre Kraft und verwirbeln in der Region über Arbil. Alles was diese Stürme in Staubform mitgebracht haben, fällt dann nach und nach im weiten Umkreis von Arbil zu Boden, auch die Uranoxidpartikelchen, die die Stürme von den ausgetrockneten, staubigen und kontaminierten Böden Basras und Bagdads mitgebracht haben. Stammen diese Uranpartikelchen aber tatsächlich aus den Kriegsgebieten um Bagdad und Basra?

Man kann heute mittels eines so genannten Isotopenfingerprints feststellen, woher das im Nordirak in den Proben gefundene Uran 238 und 236 kommt. Man kann nachweisen, ob es aus dem Reaktor von Tschernobyl stammt, aus der Munition der Urangeschosse der Amerikaner und Briten im Irak oder aus anderen Gegenden. Um die Aussage treffen zu können: Stammt das, was in den Proben von Arbil gemessen wurde, tatsächlich aus der Munition aus abgereichertem Uran aus dem Südirak, haben Dr. Kreuscher und Dr. Gerdes die vorgefundenen Isotopenfingerprints der erkrankten Kinder in Arbil mit denen der Proben aus Basra und dazu denen der Isotopentprints aus dem Urin der Golfkriegsveteranen aus dem Südirak von 1991 verglichen. Und siehe da, diese Isotopenfingerprints waren alle identisch mit den Uranisotopenprints im Urin der an Leukämie erkrankten Kinder in Arbil!

Viele Wissenschaftler, die die Uranbelastung verharmlosen, argumentieren immer wieder, dass das natürlich vorkommende Uran ja noch sehr viel höher strahlt, als das, was wir jetzt als abgereicherten Uranstaub in der Umwelt messen. Der wesentliche Fakt aber für die krankmachende Wirkung des abgereicherten Urans ist der Feinststaub, der entsteht, wenn Urangeschosse ihr Ziel treffen und zu winzigsten Uranoxid-Staubteilchen verbrennen, die Lungen gängig sind und zwar so winzig und Lungen gängig, dass sie bis in die kleinsten Luftbläschen der Lunge aufgenommen werden und so in den Körper gelangen, wo sie dann ihre furchtbare, krank machende Wirkung entfalten.
Dr. Michael Kreuscher und Dr. Axel Gerdes wollten das beweisen, dass dieses Uran tatsächlich in einen Körper aufgenommen wird und dort verbleibt. Dr. Kreuscher hat darum von zwei Rindern, die ausschließlich im Raum Arbil groß geworden sind, mehrere Gewebeproben mitgebracht und die bei Dr. Axel Gerdes auf Isotope von abgereichertem Uran untersuchen lassen. Und siehe da, gerade die Primärorgene Lunge, Lymphknoten, Herz, Leber und Knochenmark waren hochgradig belastet. Und ihr Isotopenfingerprint war identisch mit dem der Kriegsveteranen vom Golfkrieg 1991. Somit haben diese beiden Wissenschaftler erstmalig den Beweis erbracht, dass abgereichertes Uran - vom Wind übertragen - in winzigsten Kleinstpartikeln in den Körper aufgenommen wird und dann zu Tod bringenden Krankheiten führen kann - und das in einer Region, in der gar keine Uranmunition zum Einsatz gekommen war.
In diesem Zusammenhang sagte mir Prof. Dr. Asaf Durakovic, der Gründer des unabhängigen “Uranium Medical Research Center” in Kanada, der viele Golf-Kriegsveteranen untersucht und behandelt hat, in einem Interview:
“Sie fragen mich, was jetzt mit der Zivilbevölkerung im Irak, Kosovo, Bosnien und Afghanistan passiert? Glauben Sie irgend jemand kümmert sich um die Bevölkerung dieser Länder, wenn schon niemanden das Schicksal der eigenen Soldaten dort interessiert! Man müsste im Irak zur Dekontamination Milliarden von Dollars investieren! Basra zu säubern würde 200 Milliarden Dollar pro Jahr kosten und das mehrere Jahre hintereinander! Was also für die Erkrankungen der Soldaten und Veteranen der USA, Kanadas und Großbritanniens gilt, die nur eine bestimmte Zeit im Irak verbracht haben, muss man jetzt um das 1000-fache erhöhen, was die irakische Bevölkerung und die Bevölkerung der anderen mit Uranmunition kontaminierten Länder betrifft. Und es wurde von den betroffenen Regierungen alles nur erdenkliche unternommen, diese Erkenntnisse zu unterdrücken”, erklärte uns Prof.Durakovic, der 12 Jahre lang für das Pentagon über abgereichertes Uran geforscht hat. “Diese Regierungen leugnen bis heute einen Zusammenhang zwischen der Uranmunition und den Krebserkrankungen ihrer Soldaten.”
Die Geowissenschaftlerin Leuren Moret veröffentlichte deshalb kürzlich: “Es droht ein weltweiter atomarer Holocaust” wegen der extremen Ausbreitung der radioaktiven Verseuchung durch die bisher eingesetzten Urangeschosse. Ihr zufolge ist die Atmosphäre mit abgereichertem Uran längst verseucht und Staub- und Sandstürme, besonders aus dem Irak, verbreiten diese radioaktiven, krankmachenden Partikelchen über die ganze Erde.
Ich stimme ihr da zu. Denn sollten die USA und ihr treuester Verbündeter, Großbritannien, demnächst auch Syrien und den Iran unter fadenscheinigsten Gründen angreifen, ist zu befürchten, dass sie wieder ihre “Wunderwaffe”, die Urangeschosse und die Bunker brechenden Uranbomben vom Typ GBU 28 einsetzen, ihre sogenannten intelligenten, Laser gesteuerten 1000 kg Uranbomben. Dann würde die Erdatmosphäre durch weitere viele Tausend Tonnen Uranoxidstaub-Partikelchen verseucht werden und das Risiko sie einzuatmen und daran zu erkranken, würde sich entsprechend potenzieren.
Leuren Moret`s Prognose eines weltweiten Holocausts könnte sich also bewahrheiten.
Was ist zu tun? Es muss sofort alles getan werden, eine weitere Anwendung der Urangeschosse und -bomben zu verhindern. Denn der Einsatz dieser Waffe ist ein furchtbares Kriegverbrechen. Diese Waffe ist nicht nur hochgiftig, sondern auch radioaktiv und ihr Einsatz ist nach dem Kriegsrecht, der Genfer Konvention, allen gültigen Menschenrechtsgesetzen und der Nürnberger Charta seit Jahrzehnten verboten. Wenn der Einsatz der Uranmunition aber ein Kriegsverbrechen ist, dann gehören ihre Anwender vor ein Kriegsverbrecher-Tribunal wie Den-Haag.
Zu der Problematik der niedrigen Alphastrahlung schrieb der amerikanische Atomwissenschftler John W. Gofman, der an der Entwicklung der Hiroshima-Atombombe mitgearbeitet hat und der auch Mediziner war, schon 1979 seinen damaligen Fachkollegen in einem offenen Brief:
„Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass ich nicht früher Alarm geschlagen habe über die schrecklichen Auswirkungen der niedrigen radioaktiven Alphastrahlung. Ich denke, dass mindestens 100 Wissenschaftler, die sich mit den biomedizinischen Aspekten dieser Niedrigstrahlung beschäftigt haben - mich, Gofman, eingeschlossen - Kanditaten für ein Nürnberg ähnliches Gericht sind, da sie mit ihrer großen Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit Verbrechen gegen die Menschheit begangen haben. Denn jetzt, wo die Gefahren niedriger Strahlung bekannt sind, ist dies nicht mehr ein Experiment, das wir gemacht haben, sondern Mord.”
Ja, es ist 5 Minuten vor Zwölf! Wie lange wollen wir bei solchen Kriegsverbrechen noch schweigend zusehen? Was sagen wir den Kindern, die nach solchen Angriffen das abgerissene Bein ihrer Schwester auf dem Balkon des Nachbarhauses finden und den Kopf der Großmutter auf dem zerstörten Dach? Was sagen wir ihnen, wenn sie wenige Monate später an einer agressiven Leukämieform erkranken und erfahren, dass sie bald sterben werden? Und was sagen wir ihnen, falls sie überleben und wir ihnen erklären müssen, dass sie selbst keine Kinder bekommen dürfen, weil diese schwerst missgebildet wären, weil ihre Chromosomen deformiert sind und die ihrer Kinder und Kindeskinder auch!? Was sagen wir ihnen? Was sagen wir unseren Kindern, wenn ihren Kindern gleiches passiert? Wir werden ihnen sagen müssen, dass wir versagt haben, weil wir solche Kriege wie in Bosnien, im Kosovo, in Afghanistan, im Irak, im Libanon und womöglich im Iran nicht verhindert haben - sie werden uns dafür nicht mehr lieben - sie werden uns verfluchen - und das zurecht.
Köln, Mitte Juni 2007
Copyright: Frieder Wagner, Filmemacher in Köln
Dieser Beitrag entstand aufgrund einer gerade fertig gestellten Abend füllenden Kinodokumentation mit dem Titel “Deadly Dust - Todesstaub”, der im Spätsommer 2007 in die deutschen Kinos kommen soll und möglichst bald auch in den USA und Großbritannien.
Alle zitierten Aussagen sind in Bild und Ton dokumentiert.
Politblog wird die Termine und Orte bekannt geben.
Experten gehen davon aus, dass, seitdem George Bush am 1. Mai 2003 den Sieg über den Irak verkündet hat, es im Irak Hunderttausende Tote durch Gewalt gegeben hat und es werden täglich mehr.
Was solche Berichte verschweigen und was man nie in den Nachrichten der Print- und TV-Medien liest und sieht, sind die Toten, die ich “die Toten des stillen Sterbens” nenne. Denn was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass die USA und ihre Alliierten den Irak 2003 wieder mit sogenannten Urangeschossen angegriffen haben. An den Folgen dieses Einsatzes von Uranmunition sterben seitdem täglich Menschen und es sind inzwischen weltweit Hunderttausende. Das heißt, die Alliierten haben im Irak mit diesen Urangeschossen eine Waffe eingesetzt, die sich mehr und mehr als eine Massenvernichtungswaffe herausstellt.
Wenn Urangeschosse ihr Ziel treffen, verbrennt das in den Geschossen verwendete abgereicherte Uran - ein Abfallprodukt der Atomindustrie- zu winzigsten Uranoxid-Partikelchen. Und die verseuchen im Irak und überall dort, wo diese Geschosse eingesetzt wurden (Bosnien, Kosovo, Afghanistan, Irak und jetzt auch Libanon) den Boden, die Luft und das Wasser. Eingeatmet kann dieses Uranoxid, das ist wissenschaftlich unstrittig, Krebs und Leukämien auslösen. Das Immunsystem bricht -wie bei Aids - zusammen. Nieren und Leber werden geschädigt. Mit dem Blut wandern diese Uranoxid-Partikelchen, die 100 Mal kleiner sind als ein rotes Blutkörperchen, auch ins Gehirn, zu den Eizellen und dem männlichen Samen. So kommt es bei den Betroffenen zu Chromosomen-Brüchen. Das heißt die Kinder dieser Menschen sind oft missgebildet und deren Kinder und Kindeskinder dann auch. Generationen werden also über viele Jahrzehnte und Jahrhunderte geschädigt sein, wie bei einer Epidemie.
Ich habe in den Kinderkrankenhäusern von Bagdad und Basra Bilder des Schreckens gesehen, die mich heute noch in meinen Träumen verfolgen: gerade geborene Babys, ohne Augen, ohne Nase, ohne Kopf, ohne Arme und Beine. Babys, denen Ihre Organe in einem Sack außerhalb des Körper angewachsen waren. Alle diese Babys starben nach wenigen Stunden oder Tagen.

Bei Abu Khassib, einem Schlachtfeld in der Nähe von Basra, haben wir Panzerwracks aus dem letzten Golfkrieg gefunden. An den Einschusslöchern, die die Urangeschosse hinterlassen haben, wurde von uns eine Radiaktivität gemessen, die über das 30.000-fache höher war, als die normale Umweltstrahlung in der Bundesrepublik. Auf diesen Panzern spielten Kinder und in diesen Panzern versuchten irakische Männer und Väter so genanntes Edel- oder Buntmetall auszubauen, um es zu verkaufen und so etwas Geld zu verdienen. Wir haben diese Menschen eindringlich gewarnt und ein 60-jähriger Mann hat uns geantwortet: “Ich bin Dichter und Schriftsteller, ich bin Doktor der Philosophie, ich habe schon alles verkauft, um meine Familie zu ernähren, jetzt muß ich hier in den Panzern diese Arbeit machen, damit meine Kinder nicht verhungern. Wir Iraker haben nie gute und sichere Zeiten erlebt, wir haben immer nur gelitten. Unser Land ist so reich an Öl, aber dieser Reichtum ist für uns zu einem Fluch geworden.”
Und tatsächlich: allein am Mutter-Kind-Krankenhaus in Basra sind die Missgeburten seit 1991 um das 20-fache gestiegen.
Bei unseren Dreharbeiten im Kosovo und in Belgrad sagte mir Dr. Radomir Kovacevic vom “Institut für Arbeitsmedizin und Strahlenschutz” in Belgrad, dass ihre neuesten Untersuchungen ergeben haben, dass die Emission gefährlicher Chemikalien im Großraum Belgrad fast völlig zurückgegangen ist, weil die serbische Industrie in den letzten 10 Jahren durch den Krieg und durch Sanktionen völlig zusammengebrochen ist. Sie beobachten nun aber nach dem Einsatz der Uranmunition durch die Nato im Kosovokrieg 1999 und Bosnien 1995, einen Anstieg der radioaktiven Belastung durch das Uran 238 der eingesetzten Uranwaffen. So sind in den letzten fünf Jahren die bösartigen Krebserkrankungen bei den Problemgruppen Kinder und alte Menschen um 9 Prozent drastisch angestiegen. Und die Prognosen der serbischen Wissenschaftler zeigen klar, dass sich diese Zahl in den kommenden 10 Jahren auf mindestens 20 Prozent erhöhen wird.
Frau Dr. Jenan Hassan vom Kinderkrankenhaus in Basra hat mir erklärt, dass nach der schweren Bombardierung mit Uran verstärkten Bunker brechenden Bomben auf Saddams Paläste in Bagdad, jetzt auch dort die Leukämieerkrankungen von Kindern stark zugenommen haben.

An ihrem eigenen Krankenhaus sterben von den an Leukämie erkrankten Kindern heute immer noch 80 Prozent, weil Medikamente für eine Chemotherapie fehlen. An ihrem Krankenhaus spielen sich seit dem Einsatz dieser Waffen immer wieder furchtbare Tragödien ab. So hat zum Beispiel ein Soldat, der an der großen Panzerschlacht um Basra teilgenommen hat, nach dem Krieg mit seiner Frau zwei Kinder gezeugt, beide waren schwer mißgebildet. Der Mann hat deshalb diese Frau verstoßen und eine andere geheiratet. Als auch sie ihm ein Kind schenkte, hatte dieses Baby genau die gleichen schweren Missbildungen wie die zuletzt geborenen Kinder seiner ersten Frau. Da erkannte der ehemalige Soldat, dass er der Verursacher der Missbildungen seiner Kinder sein musste und hat sich erschossen.
Ein mir gut bekannter Arzt, Dr. Michael Kreuscher, ist von irakischen Ärzten darüber informiert worden, dass es in der nordirakischen, kurdischen Stadt Arbil seit 2003 zu einem ungewöhnlichen Anstieg von Leukämiefällen bei Kindern und Kleinkindern gekommen ist und zwar von einer Art, die sonst nur bei alten Menschen vorkommt. Ich habe ihm dann meinen Film über die Folgen der Uranmunition gezeigt und er hat mir erklärt, dass in Arbil und Umgebung nie Urangeschosse zum Einsatz gekommen sind. Wir vereinbarten deshalb, dass er von seinem nächsten Besuch in Arbil sowohl Bodenproben, aber auch Urinproben der erkrankten Kinder, den Staub aus dem Luftfilter seines Autos, das er dort gefahren hat und Organproben von geschlachteten Kühen, die in Arbil geweidet haben, mitbringen sollte.
Es gelang Dr. Kreuscher tatsächlich diese Proben in die Bundesrebuplik zu bringen. Sie wurden von Dr. Axel Gerdes von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main massenspektrometrisch untersucht. Das Ergebnis hat uns alle entsetzt: Sämtliche Proben hatten hohe Konzentrationen von Uran 238 mit einem ungewöhnlich hohen Anteil von Uran 236. Verschiedene Proben, zum Beispiel der Staub aus dem Luftfilter des Autos, das der Arzt dort gefahren hat, waren sogar bis zu 3000-fach höher kontaminiert als unsere extremsten Proben von den Schlachtfeldern um Basra. Wie konnte das sein, wenn doch in der Umgebung von Arbil nie ein Urangeschoss zum Einsatz gekommen war?
Die Erklärung war relativ einfach und Dr. Kreuscher hat sie von einem Meteorologen vor Ort bekommen: Es gibt im Irak häufig heftige Stürme, die auch Orkanstärke erreichen können, die so genannten “Desert Storms”, die von Basra kommend über Bagdad hinweg nach Norden ziehen. Vor den hohen Gebirgen zur Türkei werden sie gebremst, verlieren ihre Kraft und verwirbeln in der Region über Arbil. Alles was diese Stürme in Staubform mitgebracht haben, fällt dann nach und nach im weiten Umkreis von Arbil zu Boden, auch die Uranoxidpartikelchen, die die Stürme von den ausgetrockneten, staubigen und kontaminierten Böden Basras und Bagdads mitgebracht haben. Stammen diese Uranpartikelchen aber tatsächlich aus den Kriegsgebieten um Bagdad und Basra?

Man kann heute mittels eines so genannten Isotopenfingerprints feststellen, woher das im Nordirak in den Proben gefundene Uran 238 und 236 kommt. Man kann nachweisen, ob es aus dem Reaktor von Tschernobyl stammt, aus der Munition der Urangeschosse der Amerikaner und Briten im Irak oder aus anderen Gegenden. Um die Aussage treffen zu können: Stammt das, was in den Proben von Arbil gemessen wurde, tatsächlich aus der Munition aus abgereichertem Uran aus dem Südirak, haben Dr. Kreuscher und Dr. Gerdes die vorgefundenen Isotopenfingerprints der erkrankten Kinder in Arbil mit denen der Proben aus Basra und dazu denen der Isotopentprints aus dem Urin der Golfkriegsveteranen aus dem Südirak von 1991 verglichen. Und siehe da, diese Isotopenfingerprints waren alle identisch mit den Uranisotopenprints im Urin der an Leukämie erkrankten Kinder in Arbil!

Viele Wissenschaftler, die die Uranbelastung verharmlosen, argumentieren immer wieder, dass das natürlich vorkommende Uran ja noch sehr viel höher strahlt, als das, was wir jetzt als abgereicherten Uranstaub in der Umwelt messen. Der wesentliche Fakt aber für die krankmachende Wirkung des abgereicherten Urans ist der Feinststaub, der entsteht, wenn Urangeschosse ihr Ziel treffen und zu winzigsten Uranoxid-Staubteilchen verbrennen, die Lungen gängig sind und zwar so winzig und Lungen gängig, dass sie bis in die kleinsten Luftbläschen der Lunge aufgenommen werden und so in den Körper gelangen, wo sie dann ihre furchtbare, krank machende Wirkung entfalten.
Dr. Michael Kreuscher und Dr. Axel Gerdes wollten das beweisen, dass dieses Uran tatsächlich in einen Körper aufgenommen wird und dort verbleibt. Dr. Kreuscher hat darum von zwei Rindern, die ausschließlich im Raum Arbil groß geworden sind, mehrere Gewebeproben mitgebracht und die bei Dr. Axel Gerdes auf Isotope von abgereichertem Uran untersuchen lassen. Und siehe da, gerade die Primärorgene Lunge, Lymphknoten, Herz, Leber und Knochenmark waren hochgradig belastet. Und ihr Isotopenfingerprint war identisch mit dem der Kriegsveteranen vom Golfkrieg 1991. Somit haben diese beiden Wissenschaftler erstmalig den Beweis erbracht, dass abgereichertes Uran - vom Wind übertragen - in winzigsten Kleinstpartikeln in den Körper aufgenommen wird und dann zu Tod bringenden Krankheiten führen kann - und das in einer Region, in der gar keine Uranmunition zum Einsatz gekommen war.
In diesem Zusammenhang sagte mir Prof. Dr. Asaf Durakovic, der Gründer des unabhängigen “Uranium Medical Research Center” in Kanada, der viele Golf-Kriegsveteranen untersucht und behandelt hat, in einem Interview:
“Sie fragen mich, was jetzt mit der Zivilbevölkerung im Irak, Kosovo, Bosnien und Afghanistan passiert? Glauben Sie irgend jemand kümmert sich um die Bevölkerung dieser Länder, wenn schon niemanden das Schicksal der eigenen Soldaten dort interessiert! Man müsste im Irak zur Dekontamination Milliarden von Dollars investieren! Basra zu säubern würde 200 Milliarden Dollar pro Jahr kosten und das mehrere Jahre hintereinander! Was also für die Erkrankungen der Soldaten und Veteranen der USA, Kanadas und Großbritanniens gilt, die nur eine bestimmte Zeit im Irak verbracht haben, muss man jetzt um das 1000-fache erhöhen, was die irakische Bevölkerung und die Bevölkerung der anderen mit Uranmunition kontaminierten Länder betrifft. Und es wurde von den betroffenen Regierungen alles nur erdenkliche unternommen, diese Erkenntnisse zu unterdrücken”, erklärte uns Prof.Durakovic, der 12 Jahre lang für das Pentagon über abgereichertes Uran geforscht hat. “Diese Regierungen leugnen bis heute einen Zusammenhang zwischen der Uranmunition und den Krebserkrankungen ihrer Soldaten.”
Die Geowissenschaftlerin Leuren Moret veröffentlichte deshalb kürzlich: “Es droht ein weltweiter atomarer Holocaust” wegen der extremen Ausbreitung der radioaktiven Verseuchung durch die bisher eingesetzten Urangeschosse. Ihr zufolge ist die Atmosphäre mit abgereichertem Uran längst verseucht und Staub- und Sandstürme, besonders aus dem Irak, verbreiten diese radioaktiven, krankmachenden Partikelchen über die ganze Erde.
Ich stimme ihr da zu. Denn sollten die USA und ihr treuester Verbündeter, Großbritannien, demnächst auch Syrien und den Iran unter fadenscheinigsten Gründen angreifen, ist zu befürchten, dass sie wieder ihre “Wunderwaffe”, die Urangeschosse und die Bunker brechenden Uranbomben vom Typ GBU 28 einsetzen, ihre sogenannten intelligenten, Laser gesteuerten 1000 kg Uranbomben. Dann würde die Erdatmosphäre durch weitere viele Tausend Tonnen Uranoxidstaub-Partikelchen verseucht werden und das Risiko sie einzuatmen und daran zu erkranken, würde sich entsprechend potenzieren.
Leuren Moret`s Prognose eines weltweiten Holocausts könnte sich also bewahrheiten.
Was ist zu tun? Es muss sofort alles getan werden, eine weitere Anwendung der Urangeschosse und -bomben zu verhindern. Denn der Einsatz dieser Waffe ist ein furchtbares Kriegverbrechen. Diese Waffe ist nicht nur hochgiftig, sondern auch radioaktiv und ihr Einsatz ist nach dem Kriegsrecht, der Genfer Konvention, allen gültigen Menschenrechtsgesetzen und der Nürnberger Charta seit Jahrzehnten verboten. Wenn der Einsatz der Uranmunition aber ein Kriegsverbrechen ist, dann gehören ihre Anwender vor ein Kriegsverbrecher-Tribunal wie Den-Haag.
Zu der Problematik der niedrigen Alphastrahlung schrieb der amerikanische Atomwissenschftler John W. Gofman, der an der Entwicklung der Hiroshima-Atombombe mitgearbeitet hat und der auch Mediziner war, schon 1979 seinen damaligen Fachkollegen in einem offenen Brief:
„Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass ich nicht früher Alarm geschlagen habe über die schrecklichen Auswirkungen der niedrigen radioaktiven Alphastrahlung. Ich denke, dass mindestens 100 Wissenschaftler, die sich mit den biomedizinischen Aspekten dieser Niedrigstrahlung beschäftigt haben - mich, Gofman, eingeschlossen - Kanditaten für ein Nürnberg ähnliches Gericht sind, da sie mit ihrer großen Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit Verbrechen gegen die Menschheit begangen haben. Denn jetzt, wo die Gefahren niedriger Strahlung bekannt sind, ist dies nicht mehr ein Experiment, das wir gemacht haben, sondern Mord.”
Ja, es ist 5 Minuten vor Zwölf! Wie lange wollen wir bei solchen Kriegsverbrechen noch schweigend zusehen? Was sagen wir den Kindern, die nach solchen Angriffen das abgerissene Bein ihrer Schwester auf dem Balkon des Nachbarhauses finden und den Kopf der Großmutter auf dem zerstörten Dach? Was sagen wir ihnen, wenn sie wenige Monate später an einer agressiven Leukämieform erkranken und erfahren, dass sie bald sterben werden? Und was sagen wir ihnen, falls sie überleben und wir ihnen erklären müssen, dass sie selbst keine Kinder bekommen dürfen, weil diese schwerst missgebildet wären, weil ihre Chromosomen deformiert sind und die ihrer Kinder und Kindeskinder auch!? Was sagen wir ihnen? Was sagen wir unseren Kindern, wenn ihren Kindern gleiches passiert? Wir werden ihnen sagen müssen, dass wir versagt haben, weil wir solche Kriege wie in Bosnien, im Kosovo, in Afghanistan, im Irak, im Libanon und womöglich im Iran nicht verhindert haben - sie werden uns dafür nicht mehr lieben - sie werden uns verfluchen - und das zurecht.
Köln, Mitte Juni 2007
Copyright: Frieder Wagner, Filmemacher in Köln
Dieser Beitrag entstand aufgrund einer gerade fertig gestellten Abend füllenden Kinodokumentation mit dem Titel “Deadly Dust - Todesstaub”, der im Spätsommer 2007 in die deutschen Kinos kommen soll und möglichst bald auch in den USA und Großbritannien.
Alle zitierten Aussagen sind in Bild und Ton dokumentiert.
Politblog wird die Termine und Orte bekannt geben.
Kommentar von Holger Marzen am 3. Juli um 08:13 Uhr
Dank Kriegsbefürwortern in der Bundesregierung und wahren US-Militärfans in der Pfalz werden einerseits die US-Truppen mit Geld und Willfährigkeit unterstützt und andererseits über deren Gräueltaten die Decken des Nicht-wissen-wollens und permanenten Wegsehens gelegt.
Selbstverständlich gibt es weder in der deutschen Politik noch bei den US-Soldaten die geringsten Anzeichen von Reue oder Mitgefühl. Das ersetzt man durch einen frömmelnden Kirchgang.
Wer bei den Lokalpolitikern die Fakten auf den Tisch legt und anprangert, z.B. beim Bürgermeister von Ramstein (dort ist die größte US-Airbase außerhalb der USA), kriegt zu lesen, dass die “anmaßende Herabwürdigung der Soldaten an sich schon eine bodenlose, niveaulose, geschichtslose, entwürdigende, ungeheuerlich dumme (Pauschal-) Beurteilung dieser Menschen bedeutet.”
Mehr Infos zu den US-Mordbasen und der Unterstützung durch die Lokalpolitik unter fluglaerm-kl.de
Kommentar von salvo am 3. Juli um 08:55 Uhr
im Erwerbslosenforum habe ich diesen Satz gelesen:
als ich dann diesen Beitrag las, kam mir dieser Gedanke:
wobei die Parallele auch anders zu sehen ist: Während die Nazis die industrielle Vernichtung von ‘unwertem Leben’ rassenideologisch legitimierten, aber dennoch von einem Wertbegriff ausgingen, der nicht im Warencharakter begründet ist
die dem entfesselten Kapitalismus korrespondierende Ideologie (Neoliberalismus genannt) kennt vordergründig weder Rassen noch Menschen noch irgend etwas Anderes ausser dem Wert, der im Warencharakter begründet ist. Das herrschende Bewußtsein im reinen Kapitalismus kennt nur unwertes Leben: Das Leben an sich erhält nur durch ihren Warencharakter einen Wert, das ihm aüßerlich ist. Es muss sich rentieren, sonst ist es wertlos. Also ist das Leben (Natur und Mensch) ausbeutbar, dann erhält es einen Wert, solange es ausbeutbar bleibt, oder es ist es nicht, dann kann es vernichtet werden in welcher Form auch immer (es bleibt entweder sich selbst überlassen, indem ihm die Lebensgrundlage entzogen wird: es verhungert oder stirbt an Krankheiten, die eigentlich behandelbar wären, oder es wird militärisch gezielt vernichtet, sofern es der Ausbeutung von natürlichen Resoourcen im Wege steht, wie in Irak)
Im historisch kritischen Rückblick werden die Verbrechen des Neoliberalismus die des Nazismus an Umfang und Grausamkeit bei Weitem übertreffen.
Kommentar von Grom am 3. Juli um 09:09 Uhr
Man setzt Waffen ein die über die Atmosphäre wie ein Bummerang zurückkommen und neben dem “Zielgebiet” somit die ganze Erde umgeben? und man sich somit auch selbst schädigt?, Dummheit ist wohl ein zu schwaches Argument und Wort für solch ein verbrechen an der Menschlichkeit.
Wie Menschenverachtend die Neocon- und Zionclique agiert sieht man auch daran, das seit den Golfkriegen auch hunderttausende ehemaliger US Soldaten an der “geheimnisvollen Krankheit” (Strahlenüberdosis, auch wenn die die regierung leugnet) leiden und schon Tausende daran gestorben sind.
So wirkungsvoll kann eine Waffe garnicht sein das man bereit ist solche Opfer, Schäden und ihnen folgenden Milliardenschweren Folgen, vor allem für die Sozialsysteme und Krankenkassen zu tragen, so sieht das wohl jeder normale Mensch, darunter fallen aber offensichtlich nicht ansatzweise die Neocon- und Zionclique!.
Kommentar von Sitting-Bull am 3. Juli um 09:09 Uhr
@ salvo: So ist es in der Tat. Dieses Muster ist allerdings nicht exklusiv im Kapitalismus zu finden, sondern im Patriarchat an sich: Da das Patriarchat sich selbst an die Stelle des allumspannenden Matriarchats setzte, dessen Regel: “Alles ums Leben herum organisiert” heißt, musste es sich abgrenzen. Dies macht es über die Technik und Fortschrittsglauben, aber auch die Abwertung des Lebens, Leben ist un-wert bzw. nur etwas “wert”, wenn es ausgebeutet werden kann, der Macht der willkürlichen Beendigung anderen Lebens, die Zerstörung / das Hinwegsetzen über alle natürlichen Regeln, sind Muster, die darin immer wiederkehren. Wenn etwas un-wert ist, kann man es auch beliebig behandeln. Nirgendwo zeigt sich das deutlicher als im Logos-Gottes-begriff, aber auch im Wunsch nach ewigem Leben, der männlichen in-vitro-Alleinschöpfung etc.
Unsere sogenannte Zivilisation ist ein mehrtausendjähriger Irrweg.
Schon mal über die Bedeutung des Wortes Un-kraut nachgedacht?
Kommentar von Sitting-Bull am 3. Juli um 09:14 Uhr
@ Grom:
http://www.arbeiterfotografie......01-24.html
Dieser Geist weht heute stärker denn je durch die Hallen des “Weißen Hauses”. Gerade diese Woche habe ich etwas ähnliches im Chossudovsky-Artikel zum drohenden Iran-Krieg gelesen.
Das ist deren Denke. Es gab mal einen Grund, warum man sie “Crazies” nannte.
Kommentar von stalker am 3. Juli um 11:40 Uhr
> Strategie der Spannung – Staatsterror
http://de.wikipedia.org/wiki/S.....r_Spannung
EU-Verfassung und EU-Angriffsarmee
http://infokrieg.tv/spd_strate.....30707.html
Guter Artikel über die Unmenschlichkeit der “orangen” Weltrevolution
Kommentar von Fahrenheit am 3. Juli um 15:01 Uhr
Hab vor ein paar Tagen was zum Thema gelesen, hier ein passender Link:
Und Btw.: wohnt jemand (mit Geigerzähler) in der Nähe der Oberpfalz:
Kommentar von arm am 3. Juli um 17:17 Uhr
Danke auch für diesen Artikel, denn es ist sehr wichtig, die begangenen Verbrechen öffentlich anzuklagen, die Bilder sprechen eine unmißverständliche Sprache und zeigen die Wahrheit. Jeder, der diese Verbrechen unterstützt oder deckt lädt große Schuld auf sich: Angefangen bei der Bereitstellung von Überflugrechten, Landeplätzen und anderer Infrastruktur für die größte Wirtschafts- und Militärmacht zur Bombardierung eines keinen ausgehungerten Drittweltlandes, bis zur aktiven Teilnahme an der Bombardierung durch Identifizierung geeigneter Bombenabwurfstellen.
Sehr gute ergänzende Literatur zur absichtlichen Verseuchung der angegriffenen Zivilbevölkerung durch die Imperialisten findet sich auch bei Zeitfragen.ch, hier einige Beispiele:
a) Kurze Übersicht über die radioaktive Kontamination durch abgereichertes Uran im Irak - Ergebnisse in Auszügen:
“1. Die USA und Grossbritannien haben seit 1991 bis zum heutigen Tag fortlaufend DU-Waffen gegen die Bevölkerung und die Umwelt im Irak verwendet.
2. Die Besatzungsmächte im Irak verleugneten und verschleierten vorsätzlich die Arten, Einsatzorte und Mengen von Waffen, die verwendet wurden, um zu verhindern, dass Massnahmen ergriffen würden, welche die Gesundheitsschäden reduzieren könnten, die von der Belastung mit radioaktiver Niedrigstrahlung herrühren.“
b) Weitere Beweise zu Israels Einsatz von Uran-Bomben im jüngsten Libanon-Krieg.
c) Waffen aus abgereichertem Uran – eine Recherche der BBC.
d) ….. und hier eine Vielzahl von weiteren aktuellen Analysen zu dem Thema, die bei Zeitfragen.ch veröffentlicht wurden.
Kommentar von Uranmunition: Wird das “Stille Sterben” bald zum atomaren Holocaust? « infowars am 4. Juli um 10:29 Uhr
[...] politblog.net [...]
Kommentar von Bensil Norm am 4. Juli um 10:39 Uhr
Um bitte diesen Beitrag auch dem Mainstreemlesern zugänglicher zu machen bitte ich hier zu stimmen.
Link: http://tausendreporter.stern.de/upcoming.php
Sehr interessante Seite wo jeder interessante Nachrichten weiterreichen und veröffentlichen kann in dem er den passenden Link samt Einleitung oder Überschrift in die Seite setzt.
Nutzt es so lange es geht!!
Ulele
Bensil Norm
2050 minus X
Kommentar von Fahrenheit am 4. Juli um 10:52 Uhr
@Benzil Norm: eine sehr gute Idee!
Da werden sich gegebenenfalls @DaRockwilda und/ oder @pony_huetchen drum kümmern
Kommentar von Locked am 5. Juli um 14:04 Uhr
Seit wann ist diese Wirkung von Uranmantelgeschossen eigentlich bekannt. Dass die Geschosse geringe Mengen Uran zurücklassen war ja bekannt und wurde in Kauf genommen (was ich sogar noch nachvollziehen kann). Nur ging man AFAIK nicht davon aus, dass sie so derart pulverisiert deshalb so derart weit verbreitet werden.
Würde mich nur mal interessieren wann es da erste offizielle Ergebnisse/Untersuchungen gab. (Den Kommentaren zufolge war die Wirkung ja schon 5 Jahre vor der Entwicklung der Uranmantelgeschosse klar ..)
Soll kein Flaming sein, sondern einfach eine Frage nach den ersten Untersuchungen/Ergebnissen.
Erinnert mich irgendwie an Senfgas, das nach dem ersten Weltkrieg versenkt wurde und dann wider Erwarten bis heute in Fischernetzen auftaucht.
Kommentar von Fahrenheit am 5. Juli um 14:23 Uhr
@Locked: es sind mir keine offiziellen Untersuchungen bekannt - allenfalls das Greenpeace oder andere NGOs, wie auch normale, besorgte Bürger solche Untersuchungen anstellten.
Möglicherweise weiß jemand anders hier mehr über dieses Thema.
Btw.: m.E. braucht mensch keine Untersuchung, um zu sagen, dass Uranmantelgeschosse besonders gefährlich sind - das sagt mir jedenfalls mein (noch) gesunder Menschenverstand.
Kommentar von Locked am 5. Juli um 15:09 Uhr
@Fahrenheit, es geht (mir) nicht darum zu verharmlosen. Nur sehe ich ein anderes Gefahrenpotential in Uranstaub der fröhlich durch die Luft und Lungen wirbelt als in deutlich weniger mobilen Splittern von Uranmunition.
zum Punkt “gesunder Menschenverstand”: wessen Menschenverstand nennst du dann gesund? Da könnte ja jeder kommen und dieses Prädikat für sich beanspruchen. Bei einer Untersuchung kann man sich zwar noch über Ergebnisse und Methoden streiten, aber das ist für mich schon auf einem wesentlich greifbarerem Level.
Kommentar von Bensil Norm am 6. Juli um 19:48 Uhr
Wenn bis zum Jahr 2050 über 5 Mill. Menschen ausgerottet werden soll, ist die Uranmunition ein idealer Untestützer des globalen Hollocaust denn ein Geschoß welches nach dem Treffer immer noch tödlich wirkt hat einen hohen Wert.
Genauso wie Elektrosmog als Waffe dient, strahlenkranke Kinder werden in Zukunft ein alltäglich Bild in England sein, da Schulklassen mit der W-lantechnick ausgerüsstet werden. Mobilfunkmasten spezifisch in Schul oder Kindergartennähe aufgstellt garantieren das die Krebsrate unter Kindern steigt.
Der Zweck ist simpel…Krebskinder vermehren sich nicht..Krebskinder pflegen oft vor der Geschlechtsreife zu sterben.
Wichtige Maßnahmen welche heute als unauffällig betrachtet werden leisten über den längerfristigen Raum eben den Beitrag welcher zur Ausrottung von vielen Menschen dient.
Egal ob geschossen,verstrahlt oder vergiftet wird…an der Versklavung und Ausrottung der Menschheit kommt niemand vorbei…ob ich in Deutschland lebe oder in Afganistan…nur ich hier habe noch Ruhe..muß mich nur Chemtrails und anderen kleinen Sauerrein rumschlagen….ich bin noch im Wartezimmer…denn die Menschen im nahen Osten sind ja noch vor mir drann…….
Ulele
Bensil Norm
2050 minus X
Kommentar von Fr33dom am 14. August um 19:00 Uhr
Ich hab schon sehr Viel über Uran und weißem Phosphor etc. gelesen der in diesen Gebieten eingesetzt wird, und mir kommen jedesmal die tränen, wie die Menschen einfach nur sitzen und zusehen können, die Ganze verfluchte EU/Nato und was weis ich nich Profitiert von dieser ganzen scheisse !
Dank der US Regierung werden wir auch ohne direkten Angriff - auch wohl hier in Deutschland - früher oder Später so verseucht sein das das dauerhafte Leben nicht mehr möglich sein wird - und da komme mir noch jemmand mit Klimawandel !
Die ganzen Medien belügen ihr dummes Volk mit Klimawandel und irgendwelchem Klatsch-Star mist, während jede minute tausende Menschen sterben - wie kann man so etwas zu lassen ? Ich frage mich das jeden Augenblick…
Ich “kenne” soviele Leute die so ahnungslos sind… und in der Schule lernt man auch nix anderes als “USA sind die besten” “Land der Freiheit” und Frankreich ist perfekt und hasse nich gesehen, man wird überall belogen, es wird einem noch überall erzählt das der 11.9 ein Terror anschlag war obwohl es doch so klar ist !!!!
Überall in den medien stehen die Moslems als Sündenbock dar !
Sorry OffTopic…
Hier mal eine tolle Englische Seite :
http://mindprod.com/politics/politics.html
Ich bedauere es sehr, dass diese Menschen sterben müssen, damit wir Leben können !
Gruß aus Duisburg
Fr33dom
Kommentar von tar am 9. Oktober um 16:26 Uhr
ist hier eigentlich bekannt, dass der erfolg von durch chemotherapie behandelte patienten, bei denen sich eine besserung ihres zustandes einstellte, bei etwa 2% liegt?
dies ist nur eine weitere abzocke der pharmaindustrie und der schulmedizinischen abzock-götter in weiß, die natürlich an gesunden menschen nichts verdienen können.
Kommentar von guadalupe am 9. Oktober um 17:22 Uhr
@salvo
“Das herrschende Bewußtsein im reinen Kapitalismus kennt nur unwertes Leben: Das Leben an sich erhält nur durch ihren Warencharakter einen Wert, das ihm äußerlich ist.”
Das hast Du gut erkannt. Es geht um die Ausbeutung.
Zitat:
“Am Ende der kapitalistischen Verwertungskette, nachdem das ökonomische Paradigma alle sozialen Poren durchdrungen hat, steht der Ausschluss aus dem System, die Negation der Person. Sie hat kein Recht mehr, Rechte zu haben, und gilt nur mehr als Biomasse – als lebendiger Müll”
Warencharakter können wir nur erhalten, wenn wir uns dem Kapital beugen. Und das ist unsere freie Entscheidung.
Kommentar von zrkwuza am 9. Oktober um 18:47 Uhr
Da mich dieser Beitrag persönlich getroffen (ich stamme selbst aus dem Irak) und daher gerührt hat, hinterlasse ich auch einen Kommentar.
Die USA, sie kotzt mich nur mehr an, ich kann es weder mehr lesen noch kann ich es mehr hören. Wenn ich so etwas lese ist mein einziger Gedanke: keine Macht für niemanden. Man sollte dem gesamten Verteidigungsministerium der USA und der Briten kräftigst in den Allerwertesten Treffen. Tut mir leid, aber hier klappt selbst keine Demokratie mehr - Bush spielt Heetler und will alles ausrotten, das Widerstand leistet oder sich nicht anpassen möchte.
Ich finde, hier sollte international gehandelt und mehr darauf aufmerksam gemacht werden. Das kann doch so nicht weitergehen, hier gebe ich Frieder Wagner absolut recht, wie lange will man noch schweigend zusehen…
Kommentar von Ghostwriter am 9. Oktober um 20:20 Uhr
Wie weit ist die Menschheit gekommen.
Die Steigerung Raubtier-Bestie-Mensch.
Da weinenen sogar die Engel im Himmel.
Herr vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun.
Kommentar von Hell666raiser am 15. Oktober um 01:25 Uhr
Die alles zerstörende Massenvernichtungwaffe ist der Kapitalismus.Das weltweite Pyramidensystem des Geldes.Wir sind das Volk.