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Geheimdienste konstruieren Terrornetzwerk der Todesärzte

Acht auf einen Streich

Schlagkräftig und effizient, so stellt die britische Presse die Fahndung nach den islamistischen Terroristen dar. Innerhalb weniger Tage konnte ein ganzes Netzwerk ausgehoben werden - die “Terroranschläge” von Großbritannien scheinen aufgeklärt und die internationale Öffentlichkeit zeigt sich begeistert angesichts des Erfolges britischer Sicherheitskräfte. Acht Verhaftungen in weniger als vier Tagen!

Wie war das möglich? “Diese Kerle hinterließen eine Goldgrube an Beweisen”, erklärt ein Beamter. “Die mutmaßlichen Täter haben sich keine Mühe gegeben, ihre Spuren zu verwischen”.

Die Goldgrube, auf die die britischen Fahnder angeblich gestoßen sind, entpuppt sich als schlichte SIM-Karte. Mobiltelefone, die als Zünder der “Autobomben” dienen sollten, fand die Polizei in den Mercedes Limousinen vor dem Londoner Nachtclub und am Hyde Park. Geheimdienste und Polizei machten anscheinend nichts weiter, als den Eigentümer einer der Karten und die gespeicherten Nummern festzustellen - und schon schnappte die Falle zu.

Die Al-Qaida Todesschwadron

Dr. Mohammed Haneef

Die Spur führte zu Dr. Mohammed Haneef, einem angesehenen jungen Arzt aus Indien. Am Flughafen von Brisbane, Hauptstadt des australischen Bundesstaates Queensland, wurde er am Montag früh australischer Zeit verhaftet, bevor er das Land fluchtartig verlassen wollte. So die offizielle Lesart. Er gilt als Schlüsselfigur der Terroranschläge.

Indizien, dass es sich um eine Flucht handelt, lagen auf der Hand: Haneef nutze ein One-Way Ticket nach Bangalore in Südindien, in seiner australischen Wohnung fanden Beamte bei der Durchsuchung Wäsche auf der Leine und ungewaschenes Geschirr in der Spüle.

Tatsache ist, Mohammed Haneef war der Besitzer der Londoner SIM-Karte.

Eine typische Terroristen-Biographie? Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Studiums am Ambedkar Medical College in Bangalore ging Haneef schon bald nach Großbritannien und arbeitete dort an einer Liverpooler Klinik als Arzt. Im vergangenen Jahr bewarb er sich auf eine im British Medical Journal ausgeschriebene Stelle in Queensland, Australien und bekam sie.

Das passte in seine Pläne, denn der 27 jährige Mediziner wollte eine Familie gründen und mit ihr in Queensland leben. Bei seiner Abreise aus England überließ er einem Verwandten seine SIM-Karte, denn die konnte er in Australien nicht nutzen. Nur sein Mobiltelefon nahm er mit. Welche Wege die SIM-Karte während der letzten neun Monate genommen haben könnte, wurde von den britischen Sicherheitskräfte offenbar nicht untersucht.

Haneef und seine Frau Firdous haben eine 10 Tage alte Tochter. Firdous und das Kind leben bei Haneefs Schwiegereltern in Bangalore. Mohammed Haneef nahm sich ab Montag dieser Woche Urlaub in der Klinik, dem Gold Coast Hospital in Southport, um nach Indien zu fliegen, das neugeborene Kind und seine Frau zu sehen und dann mit beiden zurück nach Australien zu reisen.

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Das Kind hätte er in Bangalore in seinen Pass eintragen lassen müssen, die Rückflug-Tickets für die Familie könnte er also erst anschließend in Indien kaufen, erklärt sein Schwiegervater. Die Indizien für eine Flucht fallen wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ein junger, 27 jähriger berufstätiger Mann, der Wäsche auf der Leine und Geschirr in der Spüle zurücklässt - untypisch? Das sollen die Beweise für ein fluchtartiges Verlassen des Landes sein.

Mohammed Haneef wird von seiner Familie und Freunden als ruhig, verantwortungsbewusst und liebevoll beschrieben. Er hatte auch während seiner Zeit im Ausland immer engen Kontakt zu seiner großen Familie in Bangalore. Kollegen in der Klinik in Queensland beschreiben ihn als engagierten Mediziner und beliebten Kollegen.

Mohammed und Marwah Asha

Ein zweiter Arzt wurde zusammen mit seiner Frau in England verhaftet. Er gilt als Hauptverdächtiger und Chef des Netzwerkes: Mohammed Asha. Auch er wurde in Zusammenhang mit der SIM-Karte “enttarnt”, eine der gespeicherten Nummern verwies auf einen Kontakt zu ihm.

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Asha arbeitet als Neurologe an einer Klinik in Stoke-on-Trent, einer kleinen Stadt zwischen Birmingham und Liverpool. Zusammen mit seiner Frau Marwah und dem knapp zwei Jahre alten Sohn wurde er am vergangenen Sonnabend bei einer Rasterfahndung durch die elektronische Erfassung des Autokennzeichens auf einer Autobahn nördlich von Stoke-on-Trent von einer Anti-Terror-Einheit gestoppt und verhaftet. Man brachte die Familie in ein “Verhörzentrum für Terroristen” nach London. Die britischen Medien halten es im Zusammenhang mit dem Terrorverdacht für erwähnenswert, dass Asha Bartträger ist und seine Frau traditionelle muslimische Kleidung trägt (s.o.).

Parallel zur Verhaftung wurde das Haus der Ashas durchsucht. Beweise, die auf ein Terrornetzwerk und dessen “Kopf” hinweisen, haben die Ermittlungsbehörden bis heute nicht geliefert. Angeblich seien Telefongespräche auf dem Anrufbeantworter gefunden worden, die “die Polizei zu Asha geführt hätten”, schreibt die englische Presse. Wie man allerdings erst im Haus eines mutmaßlich Verdächtigen aufgezeichnete Telefongespräche findet, um dann auf seine Spur zu gelangen, verschweigt die Zeitung. Diese Fahndungstechniken unterliegen zweifelsohne der Geheimhaltung britischer Sicherheitsbehörden.

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Was man über Mohammed Asha weiß, ist hingegen etwas anderes:

Mohammed Asha ist Palästinenser, seine Familie lebt in Jordanien. Er ist in Amman aufgewachsen und gilt als hochbegabt. Bei der Aufnahme- prüfung zum Medizinstudium hatte er die drittbesten Ergebnisse abgelegt, auch seine Studienleistungen waren hervorragend. Er hat sich während seiner Studienzeit nie um Politik gekümmert, sondern war ganz ins Lernen vertieft. Seit 2004 lebt Asha in England. Durch seine exzellenten Abschlüsse in Jordanien erhielt er ein Stipendium, um an der Universität von Birmingham Neurologie zu studieren. Seine Leidenschaft ist die Medizin, seine Liebe gilt seiner Familie. Von Kollegen und Familienmitgliedern wird er als brillianter Arzt bezeichnet, der mit extremistischen Organisationen nichts zu tun hatte. Er ist ein gläubiger Muslim, nicht jedoch strengreligiös.

Am 12. Juli wollte Mohammed Asha seine Familie in Jordanien besuchen und war zur Zeit damit beschäftigt, Geschenke einzukaufen. Erst kürzlich hatte er seine Eltern angerufen, um nach der Kleidergröße seiner Geschwister zu fragen. Sechs Brüder und zwei Schwestern leben in Amman, einer ist Ingenieur, zwei andere sind ebenfalls Ärzte. Nach Mohammeds Einstellung zu islamischem Fundamentalismus befragt, antwortete sein älterer Bruder Ahmad, sein jüngerer Bruder habe nur ein einziges Problem - ein Genie zu sein. Er sei nie ein Extremist gewesen.

Sein Vater Abdul Qader Asha hat sich an den jordanischen König gewandt und um Hilfe gebeten. Von der Verhaftung hatte er durch die Medien erfahren.

Ashas Frau Marwah ist ebenfalls hochqualifiziert. Sie studierte an der “University of Science and Technology” in Irbid, Jordaniens zweitgrößter Stadt. Beide kennen sich bereits seit der gemeinsamen Schulzeit.

Ausschließlich medizinisches Fachpersonal bildet auch den Rest der angeblichen “Terrortruppe”.

Bilal Abdullah

Er ist Arzt und Diabetes-Spezialist am Royal Alexandra Krankenhaus in Paisley nahe Glasgow, 27 Jahre alt und Iraker. Seit 2006 lebt er in Großbritannien, nachdem er sein Medizinstudium erfolgreich in Bagdad abgeschlossen hatte.

Bilal Abdullahs Vermieter, Daniel Gardiner, bezeichnet ihn als professionell wirkenden Mann. Man habe seinen Hintergrund sorgfältigst geprüft und nichts Auffälliges gefunden. Bilal Abdullah war der Beifahrer in dem Fahrzeug, das am vergangenen Sonnabend brennend in den Eingang des Glasgower Flughafens fuhr.

Dr. Khalid Ahmed


Auch er hat als Arzt am Royal Alexandra Krankenhaus gearbeitet. Er war der Fahrer des brennenden Jeeps am Flughafen. Er sei aus dem Wagen ausgestiegen und habe sich selbst mit Benzin übergossen, heißt es. Erst dadurch kam es zu den schweren Verbrennungen, die er erlitt. Khalid Ahmed kommt aus dem Libanon, er ist 27 Jahre alt.

Er wird zur Zeit in dem Krankenhaus, in dem er selbst zuvor als Mediziner tätig war, behandelt. Bewaffnete Posten sollen seine Flucht verhindern. Die Brandverletzungen allerdings seien sehr schwer und seine Überlebenschancen werden als gering erachtet.

Ihm wird außer dem “Anschlag” von Glasgow vorgeworfen, gemeinsam mit Bilal Abdullah in der Nacht zum vergangenen Freitag einen der beiden Mercedes von Glasgow nach London gefahren zu haben, die dann mit “Explosivstoffen” beladenen wurden. Beide Ärzte seien anschließend mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Glasgow zurückgekehrt.

Sabeel Ahmed

Ahmed ist ein weiterer junger Mediziner (26), von dem weder Presse noch Polizei offensichtlich mehr wissen, als dass er mit der angeblichen “Schlüsselfigur” Mohammed Haneef in Kontakt stand. Das verwundert außer den britischen Sicherheitsdiensten niemanden, sind doch die beiden nicht nur nahe Verwandte, sondern auch gute Freunde. Beide sind aus Bangalore, dort haben sie zusammen Medizin studiert und sich ein Zimmer geteilt.

Sabeel Ahmed wurde am Sonntag in Liverpool verhaftet. Dort macht er am Halton Hospital gerade seine Facharztausbildung – in Allerton und zuvor in Toxteth bei Liverpool soll er gewohnt haben. Beide Wohnungen wurden durch ein gewaltiges Polizeiaufgebot durchsucht, beide Straßen sind seitdem ununterbrochen abgesperrt und von Sicherheitskräften bewacht.

Sein “Verbrechen”: Er hatte von Haneef die SIM-Karte überlassen bekommen. Darauf hat die Polizei Fotos und Hinweise zu den weiteren Verdächtigen gefunden. Fotos auf einer SIM-Karte? Das ist nichts Außergewöhnliches. Und einen kleinen Film, auf dem gefeiert wurde, selbstverständlich haben die Verdächtigen hier nichts anders als ihre Anschläge - offensichtlich im vorhinein - großartig bejubelt, denn das Mobiltelefon wurde ja im Auto des “missglückten Anschlags” gefunden.

“Cellphone records show photographic images of the suspects and the recording shows the suspects celebrating the plot.” Quelle

Zwei weitere Mediziner

Zuletzt sind den Fahndern zwei weitere Mediziner “ins Netz gegangen”. Ihre Identität wird von den Behörden nicht bekannt gegeben, nur so viel: Sie kommen offensichtlich beide aus Saudi-Arabien, sind 25 und 28 Jahre alt, der eine ist noch Student, der andere ein angehender Arzt. Auch sie waren am Royal Alexandra Hotel tätig, dort wurden sie auch gefangen genommen.

Wessen sie beschuldigt werden? Möglicherweise waren ihre Photos auf der SIM-Karte.

Bis auf Dr. Mohammed Haneef, der in Australien in Haft sitzt, und Dr. Khalid Ahmed, der im Glasgower Krankenhaus liegt, sind sämtliche Beschuldigten in das Londoner “Verhörzentrum für Terroristen”, die Paddington Green Police Station, überführt worden.

Großbritannien fest im Griff der Terrorärzte

Die britischen Medien überschlagen sich, zur Suche nach den angeblich noch fehlenden vier weiteren “Todesärzten” aufzurufen. Angsterzeugende Schlagwörter, mit denen die Bevölkerung schon seit Jahren konditioniert wurde, werden von Politikern und Journalisten gleichermaßen strapaziert: Ultrakonservativer Islam, Sharia, Zarqawi, Hassprediger Abu Hamza, Schiiten, Wahabiten, Kreuzzug, Al-Qaida, versuchter Massenmord.

Dabei konzentrieren sich die Anschuldigungen zur Zeit vor allem auf den aus dem Irak stammenden Arzt Bilal Abdullah. Plötzlich taucht in den Medien ein “Freund” auf, der über ihn berichtet, Abdullah habe nichts getan, außer beten und im Internet surfen, er stamme aus einer ultrakonservativen Wahabitenfamilie, sei direkt von Al-Qaida Chef Abu Musab al-Zarqawi aufgehetzt worden und sein bester Freund sei im Irak von Schiiten getötet worden. Als Beispiel dafür, wie er sich selbst gänzlich diskreditiert habe, wird angeführt: Er sei sehr wütend auf den Westen wegen der Invasion des Iraks und befürworte Angriffe auf die amerikanischen und britischen Truppen. Er sei außerdem der Meinung, dass der Westen einen Kreuzzug führe, um den islamischen Ländern seine Lebensweise aufzuzwingen.

Für Furore sorgte auch der anglikanische Priester Andrew White in den Medien. Er hätte bereits im April diesen Jahres die Warnung eines hochrangigen Al-Qaida Mitgliedes bekommen: “Diejenigen, die euch heilen, werden euch töten”. Diese Warnung hätte er an das britische Außenministerium weitergeleitet, dort allerdings will man davon nichts gehört haben.

Al-Qaida selbst dagegen wurde folgendermaßen zitiert: Man sei dazu übergegangen, gezielt Ärzte zu rekrutieren, weil es für diese hochqualifizierte Gruppe einfacher sei, in den westlichen Ländern aufgenommen zu werden.

Die Frage sei allerdings erlaubt, warum derartig hochqualifizierte Wissenschaftler, die allein durch ihr Studium ausreichend Grundlagen der Chemie und Physik erworben haben, derart dilettantische Sprengsätze bauen sollten.

Die englischen Medien jedenfalls treibt nur noch ein Thema um: Kann man seinem muslimischen Zahnarzt oder Gynäkologen noch vertrauen?

Kampagne gegen Terror

Die politischen Konsequenzen und Forderungen aus den jüngsten sogenannten “Terroranschlägen”, die im Grunde nichts als eine Reihe fragwürdiger Pannen sind, lassen sich einfach zusammenfassen:

- weitere Verschärfung der inneren Sicherheit
- internationale Vernetzung der Geheimdienste
- Einrichtung eines Nationalen Sicherheitsrates
- technische und personelle Sicherheitsüberwachung der Kliniken
- neue Richtlinien für die Einstellung medizinischen Personals an Krankenhäusern, Ausländer sollen stärker überprüft werden

Worin kann man in dem aktuellen “Antiterrorkampf” eine neue Qualität und Stufe erkennen?

Sicher an der geplanten weiteren Verschärfung der Sicherheitsgesetze, doch das ist es nicht allein. Wurden früher sogenannte Attentäter eher als gesellschaftliche Außenseiter dargestellt, trifft die Fokussierung auf die nun beschuldigten Mediziner vor allem in Großbritannien mitten ins Herz der Gesellschaft.

Bedingt durch die koloniale Vergangenheit des Empires leben traditionell viele Einwanderer - zum Teil seit einigen Generationen - in Großbritannien. Unter ihnen auch viele Muslime. Weite Teile der muslimischen Mittelschicht gelten als gut integriert und vor allem Akademiker aus ihren Reihen genießen durchaus gesellschaftliches Ansehen.

Etwa 1,6 Millionen Menschen muslimischen Glaubens leben derzeit in Großbritannien. Das sind knapp drei Prozent der gesamten Bevölkerung des Inselreichs.

Die meisten britischen Muslime stammen aus Indien, Pakistan und Bangladesch, aber viele sind auch Nachkommen von Glaubensbrüdern aus anderen ehemaligen britischen Kolonien. Der überwiegende Teil lebt in England, nur etwa 60 000 in Schottland, Wales und Nordirland. In manchen nordenglischen Städten ist der Islam schon die bedeutendste Religion; in London ist etwa jeder zehnte Einwohner ein Muslim. Quelle (Stand Dez. 2005)

Die angebliche “Verschwörung der islamistischen Todesärzte” wird die Gesellschaft erneut teilen – nicht nur in sozialer Hinsicht, sondern der Schnitt soll mitten durch die Gesellschaft gehen, Mißtrauen und Antiislamismus wird auf breiter Front geschürt. Hinzu kommt, dass Ärzte in der Regel Vertrauenspersonen sind und die eigene Gesundheit als eines der sensibelsten Themen betrachtet wird. Wie könnte man besser Hass schüren, als durch das Verquicken eines derart empfindsamen Bereiches mit der Terrorangst?

Es ist nicht mehr der anonyme Schläfer, von dem die Gefahr ausgeht, nein! Auch der muslimische Mittelstand, jeder Arzt und sonstige Akademiker ist vor dem Virus des Extremismus und des Terrors nicht gefeit. Traue keinem Moslem!

Warum ausgerechnet Ärzte?

Wie auch immer die tatsächlichen Anklagen oder Prozesse der in diesen Fall involvierten Mediziner aussehen mögen, eines ist sicher: Ihre Karrieren sind komplett ruiniert, sie sind für immer in Großbritannien gesellschaftlich diskreditiert.

Wenn man davon ausgeht, dass die Ärzte willkürlich beschuldigt werden, dass sie unschuldig sind oder zumindest nicht aus eigenem Antrieb gehandelt haben, stellt sich die Frage: Warum werden ausgerechnet Ärzte für die Anschläge verantwortlich gemacht?

Dazu muss man sich noch einmal genauer anschauen, welche politischen Konsequenzen aus den angeblichen Anschlägen gezogen werden könnten.

Louise Ellman, Parlamentsabgeordnete und Vorsitzende der Jüdischen Labourbewegung sowie der Labour Freunde Israels, meldete sich unmittelbar nach den Verhaftungen der angeblichen “Todesärzte” zu Wort: “Das alles zeigt, wie sehr erhöhte Besorgnis und ein international hohes Niveau bei der Sicherheit und Überwachung notwendig sind. Ich bin dankbar, dass keine Menschenleben zu beklagen sind, aber es hätte Zerstörungen in großem Ausmaß geben können.
Es ist wichtig, dass allen klar ist, dass es hier um extremen Hass geht, der diese Leute antreibt, völlig ungeachtet, was ihr Leben darüber hinaus für Merkmale aufweist. Wir sollten die Sicherheitsüberprüfungen an den Krankenhäusern verstärken, Terrorismus braucht internationale Geheimdienstkontrolle und Überwachung.


Aha, ist danach abzusehen, dass britische Krankenhäuser zunehmend in Hochsicherheitstrakte verwandelt werden sollen?

Das britische Gesundheitswesen NHS, National Health System, basiert anders als das deutsche zum großen Teil auf der Versorgung durch Ambulanzen und Polikliniken. Niedergelassene Mediziner sind selten und wenn, dann sind es in aller Regel praktische Ärzte zur Basisversorgung.

Jede sicherheitspolitische Einflussnahme auf die Krankenhäuser kann deshalb die Gefahr des staatlich kontrollierten Patienten in sich bergen, im Grunde für die gesamte britische Bevölkerung.

Schon jetzt wurden im Rahmen der Durchsuchungen in den Kliniken Computer beschlagnahmt, die aller Wahrscheinlichkeit nach auch geschützte Patientendaten enthalten. Begründet wurde das Ausspähen der Daten damit, dass die vermeintlichen “Terroristen” über diese Rechner Verabredungen für die Anschläge getroffen hätten. Eine feinmaschigere Kontrolle zukünftigen Datenverkehrs wird die daraus resultierende politische Konsequenz sein, um im Vorfeld noch besser “Anschläge” verhindern zu können.

Wenn das gesamte Gesundheitssystem überwacht wird, unterliegen sämtliche Patientendaten in Zukunft möglicherweise nicht mehr der ärztlichen Schweigepflicht.

Staatliche und geheimdienstliche Zugriffe, ginge es nach Louise Ellman, würden in die sensibelsten Sphären menschlichen Vertrauens reichen - nämlich in das Verhältnis Arzt - Patient. Die intimsten Bereiche könnten durchleuchtet werden, indem sie Dritten zugänglich gemacht würden. Zusammen mit einem Gesetz zur Nationalen Sicherheit könnten sogenannte Aspekte staatlicher Sicherheit jederzeit die Persönlich- keitsrechte außer Kraft setzen.

Was man dann im Namen der Sicherheit alles durchsetzen und welche Maßnahmen man einführen kann , werden die Betroffenen vielleicht nie oder viel zu spät erfahren, denn wie man aus den USA weiß, haben die Nationalen Sicherheitsinteressen Vorrang vor Verfassungsgrundsätzen und Menschenrechten.

Ach ja, was ist übrigens aus den Experimenten zur Bewusstseinskontrolle in den USA durch die CIA geworden? “Die überwiegend gesundheitsschädlichen bis lebensgefährlichen Experimente wurden ohne Wissen oder Zustimmung der Versuchspersonen durchgeführt, häufig auch gegen deren erklärten Willen. Dazu gehörten neben tausenden von zufällig ausgewählten US-Bürgern auch Kranken- hauspatienten.” Sind sie eigentlich, wie Clinton 1995 vollmundig versprach, tatsächlich und für immer eingestellt worden?

Quellen

Autoren: pony_huetchen und Die Worschula

Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 5. Juli 2007 von pony_huetchen geschrieben und in die Kategorie Krieg, Militär, Terrorismus eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von hagbard am 5. Juli um 16:21 Uhr

Ach ja, was ist übrigens aus den Experimenten zur Bewusstseinskontrolle in den USA durch die CIA geworden?

Was hat das eine mit dem Andern zu tun??

…Achtung…

Kommentar von Fahrenheit am 5. Juli um 16:22 Uhr

Ist die Ähnlichkeit der Namen reiner Zufall oder gibt es da einen Zusammenhang zu 911:
Mohammed Asha
Mohammed Atta

Btw. ist Wikipedia ja recht schnell: 2007 UK terrorist incidents

Kommentar von Fahrenheit am 5. Juli um 16:26 Uhr

Was hat das eine mit dem Andern zu tun??

MKULTRA:

Oberstes Ziel war laut CIA die „Vorhersage, Steuerung und Kontrolle des menschlichen Verhaltens”. Eines der wenigen öffentlich bekannt gewordenen Beispiele für solche Techniken ist die Verhörmethode, die die Britische Armee bei Gefangenen in Nordirland verwendete.

Sie wurde als „UDIT” (Ulster Depth Interrogation Techniques) bezeichnet und durch den Psychologen T. Shallice der Universität London nach Berichten und Daten des britischen Innenministeriums 1972 veröffentlicht[3]. Der für die UDIT-Methode verantwortliche britische Kommandeur wurde in den 1980er Jahren bei einem Urlaub in Osnabrück durch einen Anschlag der IRA getötet.

Kommentar von Cosmo am 5. Juli um 16:31 Uhr

Ganz richtig !
Mensch, schreibst du schön und viel.

Aber das ist garantiert nicht eine Verschwörung. Wer sowas tatsächlich glaubt, ist doch naiv.

Das sind mehrere Verschwörungen. Diese gibt es zum Beispiel auch noch.

Kommentar von Ingo Wobig am 5. Juli um 16:45 Uhr

Ellman is also the Chair of the Jewish Labour Movement and Vice Chair of Labour Friends of Israel and has been an active spokeswoman in Parliament on issues relating to transport, local government and the Middle East.

Quelle

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt….

Kommentar von engola am 5. Juli um 16:51 Uhr

boah, krasse Story. - Danke für die Mühe. Daß man nur über die Telefonkarte auf die Leute gekommen ist, wußte ich noch nicht. - Der Zusammenhang mit gespeicherten Nummern kann ja - wie oben dargelegt - sonstwas sein. - Aber was ich mich Frage: Was ist mit den Leuten aus Glasgow, die ihren Jeep ja irgendwie aktiv in den Eingang des Flughafens gelenkt haben? - Und warum waren es zwei? Die Berichte zu dem Vorfall sind sehr widersprüchlich: Brannte der Wagen vor dem Aufprall schon? - Begoß der Mann sich selber mit Benzin oder versuchte er nur das Auto anzufachen? … die ganze Geschichte stinkt.

Übrigens sind zwei Verhaftete nicht mehr Terrorverdächtig:

Die Vorwürfe gegen zwei am Dienstag im Nordwesten Englands festgenommene Verdächtige wurden unterdessen auf Drogenvergehen abgeschwächt, wie die Polizei mitteilte. In dem Industriegebiet von Blackburn, in dem die beiden im Rahmen des Gesetzes zur Terrorabwehr festgenommen wurden, sei Cannabis angebaut worden, erklärte die Polizei.

quelle - de.news.yahoo (unten)

Kommentar von pony_huetchen am 5. Juli um 16:58 Uhr

@ Ingo Wobig - Danke für den Link, vor lauter Recherchen um die angeblichen “Terrorärzte” haben wir das Naheliegendste vergessen. Ich werde Deine Erkenntnisse oben im Artikel schnell noch einbauen, für all jene, die die Kommentare nicht lesen.

Kommentar von markus am 5. Juli um 17:02 Uhr

kleine anmerkung.
den hohen bildungsgrad der beschuldigten als indiz fuer ihre evtle unschuld heranzuziehen halte ich fuer gewagt. grade akademiker fuehlen sich oft dazu berufen sich fuer die “schwachen und unterdrueckten” ™ einzusetzen. da gibt es ja auch in der bundesdeutschen geschichte einige beispiele fuer.

anderer pkt … die einfuehrung der cia gedankenblageschichte zum ende ist mindestens so unserioes wie der hinweis auf dauerndes beten und surfen der brit medien. fuer solche konditionierungen gibt es keine hinweise und das hat deshalb meiner meinung nach nichts im artikel zu suchen. so riecht das schon nen bischen nach billiger propaganda.
irrationales verhalten muss nicht unbedingt cia induziert sein.

ansonsten schoen recherchiert. wird einfach zu gerne verschwiegen der ganze kram in den dt medien geschweige denn kritisch hinterfragt.

Kommentar von pony_huetchen am 5. Juli um 17:05 Uhr

@ engola

Übrigens sind zwei Verhaftete nicht mehr Terrorverdächtig

Ja - das sind die zwei Saudis, da haben sich die Behörden sowieso seltsam bedeckt gehalten

Kommentar von engola am 5. Juli um 17:05 Uhr

ähem, neutral gesehen ist ein Engagement bei der jüdischen Labourbewegung erstmal kein Argument für irgendwas… vielleicht ist die Frau einfach wirklich nur doof? was ich nie behaupten würde.

Kommentar von pony_huetchen am 5. Juli um 17:13 Uhr

@ Markus

Die einfuehrung der cia gedankenblageschichte zum ende …… fuer solche konditionierungen gibt es keine hinweise ……propaganda.

Es wird nicht gesagt, dass das z.Zt. in GB gemacht wird, dass es jedoch MKUltra in amerikanischen Krankenhäusern gab, steht außer Zweifel. Es sollte auf die Gefahren hinweisen, die auftreten können, wenn die angebliche Sicherheit der Krankenhäuser zum Anlass genommen werden soll, Geheimdienste dort mit der Überwachung zu beauftragen. (Vgl. Statement Ellman)

Kommentar von Ingo Wobig am 5. Juli um 17:16 Uhr

ähem, neutral gesehen ist ein Engagement bei der jüdischen Labourbewegung erstmal kein Argument für irgendwas…

Als Demokrat sollte man sich immer mal die Frage stellen, WESSEN Interessen die Gewählten eigentlich vertreten. Das gilt für alle westlichen “Demokratien”.

Kommentar von pony_huetchen am 5. Juli um 17:26 Uhr

@engola

neutral gesehen ist ein Engagement bei der jüdischen Labourbewegung erstmal kein Argument für irgendwas…

…nö, überhaupt nicht. Wenn sie sich mit der gleichen Vehemenz gegen die mörderischen Menschenrechtsverletzungen und Annektionen fremden Landes durch Israel zu Wort meldete, wäre das alles okay :-)

Kommentar von NK-44 am 5. Juli um 17:30 Uhr

den hohen bildungsgrad der beschuldigten als indiz fuer ihre evtle unschuld heranzuziehen halte ich fuer gewagt

Es geht nicht nur um den Bildungsgrad allein. Sondern auch um die (damit verbundene) soziale Stellung: intakte soziale Beziehungen, Familie, gesichertes Einkommen, Zukunfsperspektive.

Wenn du dir z.B. den Lebenslauf des palästinensischen Arztes Mohammed Asha anschaust, der hat nichts gemein mit den Lebensläufen palästinensischer Selbmordattentäter, über die es umfangreiche Studien gibt.

So wie schon bei den 7/7-Anschlägen fallen auch diesmal sämtliche Täter aus dem Schema, was sonst auf Selbstmordattentäter zutrifft.

Sicherlich, manche werden sagen, daß es sich hier um besondere Hinterlist handelt. Woran erinnert mich das bloß….?

Kommentar von koppino am 5. Juli um 17:43 Uhr

In den Zeitungen wird seit 9-11 immer verbreitet, sie hassen unseren Wohlstand, unsere Freiheit, unsere Demokratie und unser Leben, also uns, deswegen jagen sie blindlings alles in die Luft …..

…. ich glaube das dies eine große Mehrheit der Bevölkerung so auch glaubt. Nur wenige können dieses Terrorwirrwar überhaupt durchblicken und die Ziele die dahinter stecken.
Wenn ich hier allerdings die Recherchen lese, dann muß ich zugeben, das klingt alles sehr plausibel. Da ich seit den deutschen Kofferbomben mit dem gesamten terrorhexenwerk auf kriegsfuß stehe, wünsche ich mir endlich mal so einen artikel wie von PONY in einer großen deutschen Zeitung oder gar in den nachrichten.

Macht so weiter!

Kommentar von Anonymus am 5. Juli um 17:53 Uhr

@all

der Blog-Eintrag von Nafeez Ahmad dürfte sicher auch interessant sein!

Kommentar von Anonymus am 5. Juli um 17:54 Uhr

Kommentar von Anonymus am 5. Juli um 17:59 Uhr

ich seh grad, der Artikel ist auch in “the independent” erschienen!

aufjedenall guter Artikel von einem Kenner und Mainstream tauglich gerschrieben

Kommentar von engola am 5. Juli um 18:09 Uhr

@ Wobig pony

äh, ja klar, ich meine die Leute erst mal für sich sprechen lassen… Weil sie desavourt sich ja schon selber. - ich mein, man ist immer schnell mit Urteilen und Vorurteilen. Da muß ich bei mir selber auch immer aufpassen. - Bei dem vorliegenden Beispiel wäre mir ein Zusammenhang zwischen politischer Aussage und Zugehörigkeit zu einem (religiösen) Verband zu einfach gezogen. [ich müßte jetzt erstmal Recherchieren, was dieser Verband macht, wofür der Steht, wer wen bezahlt usw. - die Tatsache, daß es irgendwas mit "jüdisch" oder "Israel" zu tun hat, ist mir zuwenig information.]

ichmeinjanur

Kommentar von Ärzte auf die Terrorliste! | MellowBox am 5. Juli um 18:23 Uhr

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Kommentar von Nemo am 5. Juli um 18:32 Uhr

Pony,

danke für den Artikel.

Wir sollten die Sicherheitsüberprüfungen an den Krankenhäusern verstärken, Terrorismus braucht internationale Geheimdienstkontrolle und Überwachung.

Freudscher Versprecher von der Frau Ellmann? Sie meinte bestimmt, Terrorismusbekämpfung braucht internationale Geheimdienstkontrolle und Überwachung, hat aber aus Versehen die Wahrheit gesagt.

Kommentar von engola am 5. Juli um 18:39 Uhr

mhm, das wird alles immer merkwürdiger

Die im Zusammenhang mit den fehlgeschlagenen Anschlägen in London und Glasgow Festgenommenen sind britischen Presseberichten zufolge zum Teil miteinander verwandt oder seit langem befreundet. Der in Australien gefasste 27-jährige Mohammed Haneef ist ein Cousin des ebenfalls 27-jährigen Kafeel Ahmed, der das mit Sprengstoff (sic) präparierte Auto in den Flughafen von Glasgow steuerte. Auch Kafeels Bruder Sabeel ist unter den Festgenommenen. Kafeel Ahmed schwebt wegen schwerer Verbrennungen weiter in Lebensgefahr.

Quelle: News / Topthemen AFP - Dort auch den letzten Absatz lesen!

Na klar, daß es einen Freundes/Verwandkreis trifft, wenn einer von denen mal die gefunden Handykarte benutzte. - Aber Glasgow verstehe ich trotzdem nicht: Eine Verzweiflungstat? wollten die unbedingt in den Himmel?

Und dazu die Lüge im obigen Zitat: Es gab keinen Sprengstoff, sondern handelsübliche Gasflaschen.

Kommentar von Anna am 5. Juli um 18:45 Uhr

@ engola: Das ist eine Irrtum. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind Mohammed Haneef und Sabeel Ahmed Cousins. Khalid Ahmed ist Libanese.

Kommentar von arm am 5. Juli um 19:27 Uhr

Der Bezug zu Louise Ellman, die schon mal als Ministerpräsidentin des israelischen Regimes in GB titutliert wurde, und der zur CIA, die zweifellos alles unernehmen würde, um die “Koalition der willigen” Angelsachsen nicht weiter zerbröseln zu lassen, zeigt den Weg zu einer plausible Interpretation auf.

Frau Ellman stimmte nicht nur für den Angriff auf den Irak, für die weitere Bombardierung Afghanistans, gegen eine Informationsanspruch der Bürger gegen den Staat, sonder auch für ” the Detention of terror suspects without trial“, dh Einbuchten ohne Urteil, ohne Verhandlung und ohne Beweise! Auf Grundlage ihrer zionistischen Weltsicht und ihres heuchlerischen Rechtsstaatsverständnisses ist auch ihr aktueller Eifer zu verstehen. Neocons brauchen Terror, um ihre versteckte Agenda umsetzen zu können!

Die Tatsache, dass es sich bei der CIA um eine kriminelle Terrorvereinigung handelt, die gegebenenfalls mit anderen Teilen der “Unterwelt” zusammenarbeitet, ist nicht überraschend.

10 weitere Bilder von ähnlichen großen Terroranschlägen seht ihr hier:
http://www.funny-potato.com/accidents-3.htm

Kommentar von engola am 5. Juli um 19:31 Uhr

oh anna, Transkription arabischer/libanesischer/pakistanischer Namen ist wohl eine Sache für sich … ich komme ganz durcheinander. Khalid? Kafeel? Wer gehört jetzt zu wem?

ja, ne, zwei Inder aus Bangladesh (cousins), und ein Libanese soll Bruder des einen sein? - Warum nicht, ein Inder der nach Libanon emigriert? Aus Gründen der Arbeit oder wegen Liebe?

Tja, einen Fehler habe dem AFP-Artikel schon nachgewiesen…

“Mir wird von alledem so dumme, als ginge ein Mühlrad mir im Kopf herum” Schüler bei Faust

Kommentar von pony_huetchen am 5. Juli um 19:38 Uhr

@engola - ich sehe gerade auch, dass einige Presseberichte aktuell, auch BBC, die Meldungen in Hinblick auf den Fahrer des Autos revidieren.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/6264230.stm

Was soll man glauben - erst ein libanisischer Arzt, nun ein indischer Ingenieur:

The BBC believes that contrary to earlier reports, Mr Ahmed may not be a medic, but an engineer with a PhD in design and technology.

Reports suggest he may have worked in the Faculty of Science and Technology at Anglia Ruskin University in Cambridge.

He is thought to have qualified at Komenskeho University in Bratislava, Slovakia in 2001.

His brother is Dr Sabeel Ahmed.

Dafür ist Sabeel Ahmed über Nacht promoviert - auch nicht schlecht. Wenigstens ein Positives für den Armen.

Kommentar von engola am 5. Juli um 19:47 Uhr

sag ich doch. immer diese schnellen Vorurteile ;)

da man heute den etablierten Medien nicht mehr trauen kann, muß man immer selber genau hingucken. … Oh man, eigentlich habe ich anderes zu tun als sowas selber nachzuforschen. … bei jeder Newsmeldung muß man immer genau gucken was dahintersteckt…. Was machen eigentlich die Leute (Journalisten) die für sowas bezahlt werden?

hehe, deswegen lobe ich mir die Schwarmintelligenz der Blogosphäre :)

Kommentar von arm am 5. Juli um 19:54 Uhr

Was machen eigentlich die Leute (Journalisten) die für sowas bezahlt werden?

Ja, für was werden die eigentlich bezahlt - hier gilt dasselbe wie für unsere konformistische Politelite:
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing

Es gibts viele böse Wörter für Menschen, die sich verkaufen…..

Kommentar von engola am 5. Juli um 20:02 Uhr

OK, zur Ehrenrettung mache ich jetz schamlose Werbung für unseren Mann in Teheren:

Iran-Krise

Es gibt Engagierte Journalisten. Aber das sind in der Regel Freelancer.

Back to Iraq mag ich eigentlich auch sehr gern.

Kommentar von engola am 5. Juli um 20:07 Uhr

Offtopic:

Ist die Werbung für Leichentaschen jetzt eigentlich noch PC oder ist das schon Propaganda?

ichmeinjanur

Kommentar von engola am 5. Juli um 20:50 Uhr

@ arm

über Spiegel-Online brauchen wir nicht reden. Und die Grünen waren sowieso die größte Enttäuschung des ausgehenden letzten Jahrhunderts.

Fischer der Wendehals…

jo, ich bin jetzt endlich weg. tschüss

Kommentar von arm am 5. Juli um 21:31 Uhr

@engola

Wendehälse sind ein Übel für sich. Die Ursache ist oftmals, dass die Verankerung mit den einst propagierten Werten nicht fest genug ist, weil es von Anfang an um den eigenen, materiellen Gewinn geht - einschließlich des sozialen Status.

Und was ich sagte soll nicht als pauschale Journalistenschelte verstanden werden - aber die Ausnahme bestätigt die Regel.

Viele Journalisten haben einen Ehrenplatz im Himmel verdient, so wie dieser hier, der heute in Palästina von Besatzungssoldaten des israelischen Regimes erschossen wurde:
http://ia301120.us.archive.org.....nalist.wmv

Die Selbstaufopferung für die Wahrheit ist extrem selten gegenüber dem Mainstream-Brei, den wir in der BRD wohl zu über 99% vorgesetzt bekommen….

Kommentar von Rusty_James am 5. Juli um 21:47 Uhr

Naja, die Macher eines Schundblattes, daß sich Nachrichtenmagazin schimpft und dann auf seiner Homepage Artikel über Intimrasur zusammen mit Lügenstories über den internationalen Terrorismus herausbringt, gekrönt von Lobeshymnen z.B. über Broder würde ich nicht mehr unbedingt als Journalisten bezeichnen. Vielleicht eher als arme ******* oder so…das trifft auch auf Joseph F. zu….als er vor Jahren von seinen Ex-Anhänger auf einer Wahlkampfrede in Berlin ausgepfiffen wurde und die Mege im Chor “Heuchler, Heuchler” gebrüllt hat und er dann entgegnete: “Die Welt ist nicht so einfach wie ihr sie euch vorstellt.”…was soll man dazu sagen… Fischer ist einfach das ******** ******* das die dt. Politik jemals gesehen hat. Ich zumindest kenne keinen Politiker, auf den diese Bezeichnung besser zutrifft.

Kommentar von CuckYouFarly am 5. Juli um 21:50 Uhr

Hallo an alle, sehr guter Artikel den Ihr da geschrieben habt.
Das die üblichen verdächtigen keine Terroristen sind wissen wir jetzt. Aber ein Fragezeichenist da noch inmeinem Kopf : Was waren die wahren Motive dieser Leute, die mit einem Auto ins Gebäde rasen und sich dann noch anschliessend anzünden????? Was steckt dahinter, warum sind die so ausgetickt???
Kann mir bitte jemand diese beantworten?

Kommentar von Rusty_James am 5. Juli um 22:06 Uhr

ja komm editor…als ob du das nicht auch so sehen würdest … man muss das kind schon beim namen nennen, oder ?

by admin: hier wird jedenfalls nicht beleidigt/verleumdet. kannst du gern dort machen wo du selbst die rechtlichen konsequenzen trägst.

Kommentar von Rusty_James am 5. Juli um 22:26 Uhr

@ Chuck
Ich wills mal versuchen: Vielleicht waren es diesmal tatsächlich keine Agenten sondern wirklich Leute die es dem verhassten Vereinten Königreich zeigen wollten. Wenn es so war dann würden die Hetzkampagnen gegen die bösen bösen Muslime die alle gleich sind und alle Terroristen sind nämlich anfangen Früchte zu tragen.
Ich glaube das ist der Sinn und Zweck dieser Show. Nämlich das diese Flase-Flag Dinger sozusagen als endotherme Reaktion gedacht waren. Verstehst du was ich meine ? Man hat erstmal Energie von Außen gebraucht (in form von False-Flag) damit die Sache zum Selbstläufer werden kann und sich dann Leute finden, die tatsächlich radikale Muslime sind und evtl. auch so blöd sind die ofiziellen Stories zu glauben, mit der wichtigen Ausnahme, das sie die Terroranschläge (die ja in wirklichkeit von Geheimdiensten gemacht wurden,was sie jetzt aber auch nicht wissen) gutheißen und als gerechtfertigt und sinnvoll ansehen und deshalb dann auch zum Terrorist werden. Natürlich sehr amatuerhaft wie man ja gesehen hat und nicht zu vergleichen mit den großen Kalibern zu denen nur ein Geheimdienst fähig sein kann.

Kommentar von Rusty_James am 5. Juli um 22:27 Uhr

chuck ? cuckyoufarly soll das heißen…

Kommentar von Ingo Wobig am 5. Juli um 22:32 Uhr

Was waren die wahren Motive dieser Leute, die mit einem Auto ins Gebäde rasen und sich dann noch anschliessend anzünden????? Was steckt dahinter, warum sind die so ausgetickt???

Also, was wissen wir denn genau? Ich habe jetzt mal nach Filmmaterial gegoogelt, mir die Nachrichtenclips angesehen (ohne Ton) alles was ich sehen kann ist ein brennendes Auto. Ich habe auch mal im TV ein kleines Loch im Pentagon gesehen. Die geschichte, die dazu erzählt wurde, war gerade zu unglaublich.

Kommentar von zartbitter am 5. Juli um 22:43 Uhr

Guter Beitrag pony!

Auf star-telegram.com steht:
(Priest Andrew) White said he gave the man’s identity to the Foreign Office, but he would not disclose it publicly. He said he gave the same details to American authorities in Baghdad.

A spokesman for the Foreign Office, who spoke on condition of anonymity in line with government policy, denied that White relayed the man’s identify. He also said that White did not pass on the reference alluding to medical practitioners and that because his information was vague it “didn’t really merit further analysis.”

Spekulation:
Durch jahrelange Überwachung u.a. der “muslimischen” Bürger in England konnten gewisse Organisationen Verhaltensmuster der “Terror-Ärzte” ausmachen. Dadurch ist es möglich geworden jeder missliebigen Person(engruppe) einen Terrorakt anzuhängen. Nun lieferten die Organisationen einige Indizien”beweise” für die Mainstreampresse inform von belastenden al-kaida”Freunden” und zwielichtigen “Warnungen” wie ‘Those who cure you will kill you’ nach und schon zieht sich die Schlinge zu.
Vielleicht wird man auch bald krächzende Tonbandaufnahmen veröffentlichen, die sich nach Anti-GB anhören und die Geschichte ist wasserdicht fürs Volk. Für die Mainstreampresse ist sie es jetzt schon.

Mal sehen wie es weitergeht.

Kommentar von arm am 5. Juli um 23:05 Uhr

……Was mir auch zu denken gibt und ein bischen am Bild der Terrorversion nagt:

Solche Autos der Marke Jeep Cherokee, wie es schließlich brennend in Glasgow aufgetaucht ist (Foto 1), sind anscheinend bekannt dafür, dass sie bei Unfällen oder anderen Anlässen schnell feuer fangen. Etwa bei gewöhnlichen Auffahrunfällen (Beispiel: Foto 2) oder wegen eines technischen Defektes (Foto 3 und 4).

Offensichtlich hat die Marke große Probleme damit, dass der Wagen schnell in Flammen steht. Aus diesem Grund gab es bereits Rückrufaktionen des Herrstellers. Das Unternehmen wurde sogar wegen dieses Problems mit dem Feuer in den USA wegen Produkthaftung bereits verurteilt: Hier das gesamte Urteil (cache) mit weiteren Hinweisen.

Daraus ein Zitat: “The expert examined the vehicle and opined that the defect at the number 3 cylinder of the vehicle caused the
fire. That defect had been the subject of a recall by Chrysler.”

Obwohl es anscheinend brandgefährliche Wagen sind, sind diese Jeeps mit dem großen Tank recht beliebt, man sieht sie überall - auch vor dem brennenden Pentagon stand eine solches Modell (hier in der Mitte).

Und das Autos gelegentlich gegen Gebäude fahren gilt für gewöhnlich als unverdächtig - die Reaktion wirkt so, als würden sich die Neocons nach der Datenbank Al Kaida sehnen!!!

Wie auch immer - es ist im Prinzip auch nicht unsere Pflicht (obwohl wir die Aufgabe gerne annehmen), dass wir die Version des Staates als Lüge entlarven. Die Offiziellen sollen ihre Behauptungen erst mal plausibel belegen! Bisher sehe ich keine plausible Erklärung, die es rechtfertigen würde, dass sofort von “Terror” und der Datenbank Al Kaida die Rede war. Die staatliche Interpretation stinkt mindestens so stark wie Benzin!!!

Kommentar von engola am 6. Juli um 00:21 Uhr

Die Geschichte wird rund: Wir haben einen Selbstmörder.

Glasgow airport bomber left suicide note

Und irgendwie drehen langsam alle durch:

UK Terror Investigations - News Roundup - July 5

Der Medienspin läuft auf Hochtouren.

Kommentar von Anna am 6. Juli um 08:48 Uhr

Ein typisch britischer Terroranschlag?

[...] Falls Will wirklich recht haben sollte mit seiner Beurteilung der fehlgeschlagenen Bombenattentate von London und Glasgow als typisch britisch, dann könnte das ein Hinweis darauf sein, daß die eigentlichen Verantwortlichen für diese Anschläge noch frei herumlaufen. Und wirklich Briten sind. [...]

http://annakuehne.twoday.net/stories/4040325/

Kommentar von Fahrenheit am 6. Juli um 08:57 Uhr

Das Bild fügt sich zusammen:

Webseite, die Autobomben in London vorhersagte, soll Frontorganisation der Geheimdienste sein

Andere dschihadistische Foren behaupten “Al Hesbah” sei durch ISI, CIA und saudische Geheimdienste kontrolliert

Ähnlich war das ja auch mit den Kofferbombern…

Kommentar von Mike am 6. Juli um 10:08 Uhr

Auch ohne das die Motive klar sind (Terror, Verzweiflungstat, Angesoffene Geschicht um den Staat mal zu zeigen das es auch anders geht, … ?) bringt die Situation zumindest eines. Man kann in dem Fall anscheinend schön auf die Uni’s losgehen (Stichwort: Cambridge Connection) um mal die eh immer aufrührerischen Studenten etwas mehr zu kontrollieren.

Kommentar von MrMinister am 6. Juli um 10:58 Uhr

das “lustig” interessante bei solchen Anschlägen auf die Menschen (-geister) sind ja die riesen Lücken, die bereitwillig in der Beweisführung zu den Tätern hingenommen werden… es ist wie in einem guten Hollywoodstreifen, Szenenwechsel und “kawumm”, die Bombe bringt die ganze Aufmerksamkeit auf einen Punkt…

Es fällt ganz extreem auf, wenn man einen so schön ausführlich erarbeiteten Bericht ließt… danke

Kommentar von DaRockwilda am 6. Juli um 13:29 Uhr

@Fahrenheit und all:

Jedenfalls wird dieses “Terroristenforum” Al Hesbah von Domains By Proxy gehostet/registriert.

http://www.who.is/whois-org/ip.....esbah.org/

Domains By Proxy macht es Websitebetreibern wohl möglich anonym zu bleiben. Aber: Die Firma MUSS irgendwelche Daten haben über die Betreiber. Das bedeutet: Entweder sind die Behörden zu dumm dazu zu erkennen dass sie da mal nachhaken sollen, oder Domains By Proxy wird bewusst in Ruhe gelassen, weil sie Teil des Planes sind, sprich das Forum ist tatsächlich Geheimdienstinfiltriert und man will lieber nicht dass da zu viele Daten über V-Männer etc rauskommen.

Kommentar von zartbitter am 6. Juli um 16:23 Uhr

http://liveleak.com/ wird auch von DomainsByProxy gehostet. DomainsByProxy ist eine “Tochterfirma” von GoDaddy.com. Der Gründer heisst Robert Parsons. Jahrgang 1950, schlechter Schüler (wie er meint), ExMarine der in Vietnam für die “military intelligence” tätig war, 1975 studiert er, schliesst mit mcm ab und lernt zwischendurch “Programmieren”. 2005 setzt er sich für Folter in GITMO ein.

Und nun hostet seine Firma Al-Kaida Foren(?)

Kommentar von Cosmo am 6. Juli um 17:35 Uhr

Offtopic:

Könntet ihr mal nachschauen, ob ihr WordPress dazu überreden könnt, die Kommentareinträge zu nummerieren ?!

Ich glaube, dass wäre ganz praktisch.

Die Bürde eures Erfolgs!

:-)

Kommentar von pony_huetchen am 6. Juli um 18:22 Uhr

@ Cosmo
Danke für die Anregung. Geht direkt weiter an unsere technischen Helden :-)

Kommentar von Bensil Norm am 6. Juli um 22:09 Uhr

@ Alle hier..
Bitte auch diesen Bericht auf dem Link hier bewerten.
Eine Anmeldung ist erforderlich, doch es dient dem Zweck und ermöglicht noch mehr Menschen Infos zu bieten welche eben nicht im System zu finden sind.

http://tausendreporter.stern.de

Ulele
Bensil Norm
2050 minus X

Kommentar von pony_huetchen am 6. Juli um 23:13 Uhr

hier ist der direkte Link zu den politblog - artikeln
http://tausendreporter.stern.d.....0&y=0
Danke BensilNorm für Deine Initiative - das ist eine tolle Idee gewesen.

Kommentar von Skeptic am 7. Juli um 13:46 Uhr

SSchäubles Liste reicht von Handy- und Internetverboten bis zur vorsorglichen Internierung von Gefährdern …

“Man könnte beispielsweise einen Straftatbestand der Verschwörung einführen, wie in Amerika”, sagte Schäuble im Gespräch mit dem SPIEGEL.

Kommentar von Skeptic am 7. Juli um 13:53 Uhr

Neuer SSchäuble-Vorschlag:
Gezielte Tötung im Kampf gegen den Terror.

“SSchäuble will künftig auch gegen Terror-Sympathisanten und so genannte Gefährder schärfer vorgehen. Zum Beispiel durch die Einführung des Straftatbestandes der Verschwörung, “wie in Amerika”, sagte er. Das bedeute, “Gefährder zu behandeln wie Kombattanten und zu internieren”. Ob er dabei an Gefangenenlager wie das umstrittene US-Lager Guantánamo in Kuba denkt, sagte SSchäuble nicht.”

Kommentar von Geheimdienste konstruieren Terrornetzwerk der Todesärzte « infowars am 7. Juli um 17:16 Uhr

[...] politblog.net [...]

Kommentar von MikeTanner am 10. Juli um 18:24 Uhr

“Al-Qaida” droht Iran:
http://www.nachrichten.at/poli.....e64d0b43f4

interessant ist, dass die Forderungen Al-Qaidas den offiziellen Forderungen der US-Regierung gegenüber Teheran in vielen, wenn nicht gar den meisten Punkten ähneln… wenn das mal kein Zufall ist.

Kommentar von schuble entgltig nichtmehr ganz glatt - Seite 2 - Winhistory Forum am 10. Juli um 23:27 Uhr

[...] irgendwas ist da faul und wir werden die wahre Geschichte wohl niemals erfahren… siehe auch Politblog.net Geheimdienste konstruieren Terrornetzwerk der Todesärzte. Bin mir jedoch weder bei These noch Gegenthese wirklich berzeugt… __________________ Wenn du [...]

Kommentar von Schäuble lässt die Sau raus « infowars am 11. Juli um 12:45 Uhr

[...] der gelungenen Inszenierung dilettantischer “Operationen” in Großbritannien und dem angstmachenden Getöse der gleichgeschalteten Medien ist der [...]

Kommentar von Britisches “Terrornetzwerk” - nichts als Propaganda! « infowars am 28. Juli um 01:43 Uhr

[...] Arzt Dr. Mohammed Haneef wurde in Australien freigelassen. Politblog hatte von Anfang an über die Fadenscheinigkeit der Beschuldigungen berichtet. In einer breit angelegten Hetzkampagne erklärten [...]

Kommentar von Der Terrorarzt ist frei | MellowBox am 28. Juli um 10:55 Uhr

[...] 05.07.2007 Geheimdienste konstruieren Terrornetzwerk der Todesärzte [...]

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