Samstag, 10. Mai 2008
von Henry Edward J.
(via
Philip Weiss)
Immer mehr jüdische und nicht-jüdische Menschen weigern sich, Israel als Vertreterin aller jüdischen Menschen auf der Welt anzuerkennen. Besonders erwähnenswert sind die jüdischen Menschen, die sich nicht mehr von ihren alten, konservativen Organisationen bevormunden lassen, und auf die geforderte Solidarität mit Israel verzichten.
Anlässlich des kürzlichen 60. Jahrestags von Israel und der auf allen Titelblättern zu sehenden damit verbundenen Kitschigkeiten veröffentlichten jüdische Menschen im britischen Guardian
diesen offenen Brief:
[...]
Freitag, 25. April 2008
von Henry Edward J.
Deutschland entmachtet sich selbst
Wenn man ein Grundstück mit einem Haus darauf besitzt, dort aber nicht selbst wohnen will, dann kann man einen Verwalter einsetzen. Dem erteilt man den Auftrag, das Grundstück und das Haus zu verwalten. Dafür bekommt er ein ausreichendes Gehalt. Andererseits ist er uns Rechenschaft schuldig, und wenn er über die Stränge schlägt, dann feuern wir ihn. Auf der Stelle, nicht erst nach vier Jahren.
Wenn unser Grundstücks- und Hausverwalter nun auf einmal beschließt, seine Aufgaben an irgendeine Organisation in einer weit entfernten Stadt abzugeben, dann verärgert das den Hausbesitzer naturgemäß. Dieser weiß, dass er bei der weiter entfernten Organisation sehr viel weniger Einfluss hat als bei seinem [...]
Mittwoch, 23. April 2008
von Henry Edward J.
Die aktuelle Verhandlung gegen Larry Franklin und zwei Mitarbeiter von AIPAC, der Hauptorganisation der Israellobby in den USA, die der Spionage für Israel verdächtigt werden, wurde erst vor Kurzem
auf unbestimmte Zeit verschoben. (Und wird sich ziemlich wahrscheinlich in Wohlgefallen auflösen). Und vom
letzten festgenommenen israelischen Spion, Ariel J. Weinmann, hört man auch nichts mehr.
Und schon wird in den USA der nächste Spion für Israel
festgenommen:
[...]
Mittwoch, 23. April 2008
von Henry Edward J.
Nachdem der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter für
seine Gespräche mit der Hamas von den üblichen Verdächtigen für diese unverschämte Bemühung um nachhaltigen Frieden kritisiert wurde, spricht er in einem Fernsehinterview mal wieder Tacheles und sagt: Jeder, der in den USA für ein wichtiges politisches Amt kandidiert, kann es sich nicht leisten, Israels Regierung zu widersprechen.
[...]
Montag, 21. April 2008
von Henry Edward J.
Jimmy Carter dürfte bis heute der US-Präsident sein, der am nachhaltigsten für Frieden in Nahost gearbeitet hat. Er ist zu einem guten Teil verantwortlich für den bedeutsamen Friedensvertrag
zwischen Israel und Ägypten. Damit stellte der wohl (militärisch) mächtigste Nachbar keine Gefahr mehr für Israel dar.
Religiöse wie geostrategische Expansionisten in Israel, die immer noch mehr Land wollen und die keine Anstalten machen, sich auf die einzig völkerrechtlich legitimen israelisch-palästinensischen Grenzen - der “
grünen Linie” von vor 1967 zurückzuziehen, haben an nachhaltigem Frieden naturgemäß kein [...]
Samstag, 19. April 2008
von Henry Edward J.
Passend zu dem am Donnerstag veröffentlichten
Erfahrungsbericht aus Hebron kommt
die Meldung, dass die dort lebenden israelischen Kolonisten am Mittwoch eine deutsche Parlamentarierdelegation terrorisiert haben:
“Was gesetzlose Zustände bedeuten, hat jüngst der Rechtsausschuss des Bundestages am eigenen Leib erlebt. Auf Besuch in Israel unternahm die siebenköpfige Delegation auch Abstecher in die Autonomiegebiete. Organisiert vom deutschen Vertretungsbüro in Ramallah stand am Mittwoch Hebron auf dem Programm: die geteilte [...]
Freitag, 18. April 2008
von Henry Edward J.
Angesichts der aus dem israelischen Dunstkreis kommenden Attacken gegen Obama
bemerkte ich, dass der demokratische Präsidentschaftskandidat die Israellobby in den USA frontal angehen sollte, und nicht wie Clinton und McCain vor ihr niederknien:
“Für Obama wäre das die Möglichkeit, seinem “Change” endlich inhaltlichen Tiefgang zu verleihen. Er sollte die Bedenken Hoenleins und die Beschimpfungen der Jewish Task Force offen thematisieren und mit seinen moderaten, jüngeren jüdischen Unterstützern die Botschaft verkünden: Behandeln wir Israel endlich wie ein erwachsenes Land, und hören wir auf mit der [...]
Donnerstag, 17. April 2008
von Henry Edward J.
Boykottvorschlag II
Wie mittlerweile eine Vielzahl von Autoren bemerkt hat, ist China bezüglich Tibet ein nur allzu billiges Ziel für westliche Fingerzeige. Tibet bietet für engagierte Mitmenschen eine angenehme, da relativ gefahrlose Projektionsfläche für Protest und Solidarität.
Politblog.net möchte den momentan vorhandenen China-Skeptizismus für etwas nutzen, das den moralischen Fingerzeig fair auf mehrere Kulturkreise und Machtzentren verteilt, und auch nicht vor so genannten “Verbündeten” halt macht.
Das Ziel ist ein Boykott aller Länder, die die Todesstrafe als staatliches, legitimes Strafwerkzeug führen.
Die Todesstrafe ist moralisch und sachlich inakzeptabel. Nur in Notwehr darf man [...]
Donnerstag, 17. April 2008
von Henry Edward J.
Boykottvorschlag I
Olympische Sportler planen einen Auftritt in China. Und weil China laut Meldungen der westlichen Medien Tibet besetzt hält, halten manche einen Boykott der Sportler/der olympischen Spiele für angebracht.
Nun, Lothar Matthäus geht als Trainer nach Israel. Und weil Israel Palästina besetzt (Westjordanland) und eingeschlossen (Gaza) hält, hält Politblog einen Boykott des ehemaligen deutschen Nationalspielers für angebracht.
Während die deutschen Olympioniken, sofern es nicht zu einem Boykott kommt, sich vor und während ihrem Aufenthalt in China mindestens einmal von chinesischen Menschenrechtsverletzungen distanzieren werden oder [...]
Freitag, 11. April 2008
von Henry Edward J.
Ganz im Sinne des gestrigen
Kommentars von satyamandira, der da lautet…
“Auszug aus einem Artikel von Uri Avnery: “… WIE JEDERMANN unterstütze ich die Rechte des tibetanischen Volkes auf Unabhängigkeit oder wenigstens auf eine Autonomie. Wie jedermann verurteile ich die Aktionen der chinesischen Regierung dort. Aber ich bin nicht - wie jedermann - bereit, mich an den Demonstrationen zu beteiligen.
Warum? Weil ich ein ungutes Gefühl habe, dass ich mich damit einer Gehirnwäsche unterziehe, dass das, was da vor sich geht, eine Übung in Heuchelei ist. …
… Nein, was mich wirklich stört, ist die Heuchelei der [...]