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Nazikeule auf der Autobahn

Schauprozess vor laufender Kamera bei Johannes B. Kerner

Es war eine illustre Runde, die der smarte ZDF-Moderator am letzten Dienstag in seine Show geladen hatte. Senta Berger outete sich als Alt-68erin, Margarethe Schreinemakers übertraf ihr altes Image als “Heulsuse der Nation” und ein in Verbalfäkalien bewanderter Komiker namens Mario Barth fläzte in seinem Fauteuil .



Eigentlich wäre vermutlich alles wie immer gewesen: Leichte Kost für ein Publikum, das abends um Viertel vor Elf nichts mit sich anzufangen weiß. Thema der Talkrunde sollte die Rolle der Frau und Familie sein.

Doch Kerner war an diesen Abend nicht auf Krawall, sondern auf Rufmord gebürstet. Deshalb hatte er als vierten Gast Eva Herman direkt neben sich platziert und einen honorigen Professor im Publikum versteckt. Was dann folgte, glich einem Schauprozess vor laufender Kamera.

Anlass war ein angebliches Herman-Zitat, das Anfang September in der Presse die Runde gemacht hatte und zum Kündigungsgrund des Arbeitsvertrages zwischen dem Norddeutschem Rundfunk und Eva Herman wurde. Auf einer Pressekonferenz aus Anlass der Vorstellung ihres neuen Buches soll sie ihr Idealbild der Mutter in Zusammenhang mit Nazi-Deutschland gebracht haben. Auch Politblog berichtete darüber in dem Artikel “Endlich: Ganz Mutter sein”.

“Sie verwechseln Faschismus und Konservatismus”

Gleich zu Beginn der Sendung konfrontierte Kerner die spätestens seitdem medial Verfemte mit dem bewussten Zitat. Eva Herman stellte richtig, dass nicht nur das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen sei, sondern sie eine derartige Aussage nie gemacht hätte und belegte das mit einem ausschnittweisen Ton-Dokument.

In einer kurzen Stellungnahme wandte sich Herman mit überzeugender Entschlossenheit gegen nationalsozialistisches Gedankengut. Tenor ihrer Aussage: Der Faschismus hätte zu einer totalen Pervertierung des Wertes der Familie und der Rolle der Mutter beigetragen. In der Folge wandte sich die 68er Bewegung in ihrer Abrechnung mit Hitlerdeutschland von den Werten “Familie und Mutter” gänzlich ab und setzte die individuelle Selbstverwirklichung an seine Stelle. Zwei mal sei so in der deutschen Geschichte die traditionelle Rolle der Frau und Familie zerstört worden.

Nun war eigentlich alles gesagt, und die Sendung hätte normal im Rahmen seichter Unterhaltung weiter gehen können. Nicht jedoch für Johannes B. Kerner. Er wollte wissen, ob sie sich von ihrer damals gemachten Aussage distanziere, das Gesagte zurücknehme. Wie aber sollte sie etwas zurücknehmen, was sie nie gesagt hatte?

Ganz einfach, ein Historiker wurde vorgestellt und zum Fachmann für Herman’sches Gedankengut erklärt. “Das ist falsch, was Sie sagen. Sie verwechseln Faschismus und Konservatismus”, erklärte der Senior-Burschenschaftler Wolfgang Wippermann von der Freien Universität Berlin. Das Werteideal von Herman seien die drei “K” , Kinder - Küche - Kirche, das aber sei die Ideologie des Dritten Reichs. “Das bedeutet Rassenzucht, Rassenvernichtung in einem Rassenstaat. Frauen wurden erniedrigt zu Muttertieren und ausgezeichnet wie Kühe - das wollen Sie doch nicht?”, fragte er Eva Herman direkt.

Nein, das will sie sicher nicht. Aber so richtig Zeit zu erklären, was sie wirklich möchte, lässt man ihr nicht. Wippermann greift weiter an. “Es wurden Frauen ermordet. Als Asoziale, Kranke und Schwachsinnige hat man sie zwangssterilisiert. Das können Sie doch nicht gut finden und davon sollten Sie sich distanzieren.”

Eva Herman bleibt erstaunlich ruhig. Die Verleumdungen kennt sie und die seien an den Haaren herbeigezogen, erklärt sie. Als erste hätte Alice Schwarzer ihr unterstellt, sie käme mit der Steinzeitkeule und fordere das Mutterkreuz. Thea Dorn legte in der TAZ nach: “Das Eva Braun Prinzip” formulierte sie den Titel von Hermans Buch um. “Die braune Keule wurde von Anfang an geschwungen, das Thema ist in unserer Gesellschaft unerwünscht”, konstatiert Herman.

Kerner setzt nach, ihr “Zitat” sei auf den Webseiten der DVU und NPD zu finden, dort würde sie insgesamt in höchsten Tönen gelobt. Wieder verliert Eva Herman nicht die Contenance. Ihre Anwälte wenden sich bereits dagegen. Was weder sie noch der Talkmeister in der Runde erwähnen: Es ist bekannt, dass gerade die Rechten sich populistisch an soziale Themen heften. Das Zitat sei erlogen und dann kolportiert worden.

Doch Kerner macht weiter. Stakkatoartig hämmert er den Studiogästen und dem Fernsehpublikum ein, Herman hätte den Nazi-Vergleich gezogen. Sie solle das zurücknehmen, sich entschuldigen.

“Wie macht Ihr das eigentlich? Du und Deine Frau …”

Eva Herman bleibt ruhig, freundlich und erklärt dezidiert ihre Positionen. Sie sieht das Recht der Kinder im Vordergrund, sie verlangt staatliche Unterstützung für Familien und Alleinerziehende. Das Geld, das man in Krippenplätze steckt, sollte den Müttern zur Verfügung gestellt werden. Sie fragt nach Grundsätzlichem, nach den sozialen Lebensbedingungen heutiger Familien, den Gründen der hohen Scheidungsraten.

Die Kritik sei eine typische Mediendebatte, “draußen” bei den Nichtpriviligierten würde sie sehr gut verstanden. Doch in den Medien würde man ihre tatsächliche Intention totschweigen. Das Gespräch wird ruhiger, obwohl Senta Berger und Margarethe Schreinemakers sie zu einer ewiggestrigen Reaktionärin stempeln und immer deutlicher auf Distanz zu ihr als “braunem Sumpf” gehen.

Nun mischt sich Kerner wieder ein: “Was ist denn die wahre Bestimmung der Weiblichkeit – ist doch nicht, zu Hause zu sitzen und die Kinder groß zu ziehen. Sondern die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist doch ein voll anerkanntes Mitglied einer Gesellschaft zu sein…”

Herman kennt den Moderator gut, sie sind per Du und sie weiß, dass er selbst Vater ist: “Wie macht Ihr das eigentlich? Du und Deine Frau - Ihr habt doch drei Kinder?” “Na, meine Frau ist zu Hause. Aber freiwillig, sie hat sich das so ausgesucht.” Schweigen.

Nun muss Kerner schnell eine Überleitung finden, damit seine Worte nicht allzu lange nachwirken und eventuell das Gefühl beim Zuschauer wecken, “schön, das würden wir auch gerne können”. Kaum ein Zuschauer verdient soviel Geld. Bloß nicht die Leute rechnen lassen, nicht die Gedanken darüber entstehen lassen, warum heute kaum ein Mann eine Familie allein ernähren kann. Weiter im Text - und da bietet sich wieder der Professor an, der erwiesenermaßen am besten vom Leder zieht.

Mit “Herman-Frage” eine Eins im Examen

“Ich muss Sie ja mal loben, Ihr Ausspruch ist jetzt Examensprüfungsfrage geworden”, setzt er an. “Gerade hat eine Studentin im Fach Nationalsozialismus damit eine Eins gemacht.” Wippermann kennt nichts als das gefälschte Zeitungszitat. Und er weiß nun, dass Herman das nie gesagt hat. Trotzdem schulmeistert er weiter: “Sie haben es gesagt, Sie können nicht wie ein Politiker so tun, als wenn Sie es nicht gesagt hätten. Ich wollte Ihnen eine Brücke bauen weg vom Nationalsozialismus hin zum Konservatismus. Was Sie sagen ist falsch”, wird er lauter. “Sie sollten sich distanzieren von diesem rassistischen Frauenbild.”

Immer noch behält Eva Herman die Fassung. “Meine Fragen sind die: Warum denkt niemand über die Kinder nach, warum zerfällt die Gesellschaft, warum haben Familien keinen Bestand mehr, warum halten sie nicht, warum haben wir so viele Scheidungen?” Alles was sie macht, erklärt sie, sei nach historischen Ursachen zu suchen.

Die Ursachen, und da sitzt die unerwünschte Sprengkraft des Herman’schen Ansatzes, liegt in der Arbeitswelt der neoliberalen Wirtschaft. Was, wenn die Menschen feststellen, dass in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Handwerker - zwar bescheiden, aber dennoch ausreichend - eine Familie ernähren konnte. Senta Berger fällt Herman ins Wort, es sei alles so teuer geworden, Benzin, Miete, da müssen die Frauen eben mitarbeiten. In Kerners Kopf geht die rote Lampe an. Wieder könnten sich Zuschauer fragen, ob denn das Verhältnis der Gehälter zu den Preisen der Konsumgüter in einem richtigen Verhältnis steht. Könnte es nicht sein, dass nicht das Leben zu teuer, sondern die Einkommen zu niedrig sind?

Margarethen wird’s blümerant

Alle sind sich einig: Herman will nur deshalb Frau und Familie schützen und sozial besser ausstatten, weil Familien im Nationalsozialismus gefördert wurden. Schreinemakers drückt ihren Ekel aus, auf die ihr eigene emotionale Weise. Sie möchte ins Publikum, sucht Körperkontakt.

Senta Berger lobt die Errungenschaften der Moderne und hat dabei eine privilegierte Schicht im Auge. Die Mimik in der Runde reicht von Abscheu bis zum Wunsch nach Distanz. Nur Eva Herman bleibt gelassen und argumentiert weiter sachlich und erstaunlich sachkundig über Feminisierung in der Erziehung, schulische Probleme von vaterlosen Jungen. Sie spricht von Kinderarmut, erklärt: “Wir machen uns dieses Problem selbst. Die Politik diskutiert nun über eine ‘Herdprämie’ in Höhe von 150 Euro ab 2013. Das ist lächerlich - und das Schlimmste: Die Prämie soll als Gutschein an die Hausfrauen ausgegeben werden, damit sie das Geld nicht versaufen. So sagen die Politiker”, fügt sie an, denn ihr eigener Wortschatz ist ausgesuchter.

Man merkt, sie steckt in ihrem Thema und es ist keine Modemasche. Herman ist überzeugend und glaubwürdig. “Kinder zu haben muss von der Gesellschaft leicht gemacht werden, Kinder müssen ersehnt, geliebt sein.
Wir reden von der Selbstverwirklichung statt von der Familie und den Kindern. Frauen haben große Probleme, in den Beruf zurück zu kehren - das sind meine wichtigen Ansätze.”

Die letzen Register oder Kerner schamlos

Höchste Zeit, den Zuschauer mit neuem “Stoff” zu füttern. Was “braun” ist, bestimmt der Sender! Kerner legt sich zwei Zettel zurecht. “Ich habe hier mal etwas, das möchte ich mal zitieren”, lenkt er die Aufmerksamkeit wieder auf sich.

“‘Die Forderung der heutigen Frauenemanzipation wurde im Namen eines schrankenlosen Individualismus erhoben.’ Das ist ein Zitat von Dir, Eva, aus Deinem Buch.” Bejahendes Kopfnicken.

Kerner: “Nun zum Vergleich ein anderes Zitat: ‘Das Hohelied des Individualismus hat längst seinen Klang verloren, doch mittlerweile haben sich reichlich Gründe erschlossen, warum man sich von dieser gefährlichen Vorstellung befreien sollte.’ - Das ist ein Zitat ist von Alfred Rosenberg, aus dem Buch ‘Mythos des 20. Jahrhunderts’ von 1930. Er war der Chefideologe der Nazis.”

Nun hat er sie. Es klappt gut, wie sich Senta Berger, Kerner und Schreinemakers im Wechsel mit der “Kapazität” Wippermann die Bälle zuspielen.

Triumph des Eva Prinzips

Jetzt muss der finale Stoß kommen. “Eva, Du redest ja auch von der gleichgeschalteten Presse in Deinem Fall?” Herman erklärt noch einmal, dass ein gefälschtes Zitat kolportiert wurde, sie den nachweislich bei RTL vorhandenen Videomitschnitt ihrer umstrittenen Presseerklärung nicht ausgehändigt bekommt und das nun durch ihren Anwalt versucht. “Das ist aber ein nationalsozialistischer Begriff - “gleichgeschaltet”, erklärt Kerner stolz. “Ja, das ist aber ein Begriff, der überall in der Presse selbst benutzt wird”, kontert Herman. Kerner weiß Rat: “Herr Professor, wie ist das mit dem Begriff ‘gleichgeschaltet’?”

“Ja, ‘Gleichschaltung’ ist ein Begriff aus dem Dritten Reich. Sie haben einen nationalsozialistischen Begriff gebraucht und … diesem Begriff haben Sie Ihre Entlassung zu verdanken.” Wippermann wendet sich von Frau Herman an die Allgemeinheit. “Sie verwendet nationalsozialistische Begriffe.” Nun wieder eindringlich an die Verurteilte: “Sie entwickeln Verschwörungselogien, reden von verschwundenen Bändern, an die man nicht mehr rankommt - das ist doch Verschwörungspathologie, die Sie da haben. “

“Seien Sie doch ein bisschen vorsichtig mit dem, was Sie hier äußern mir gegenüber.” Immer noch gefasst, versucht Eva Herman den Wahnwitz der professoralen Aussage zu erläutern. “Natürlich ist der Begriff damals benutzt worden, aber es sind auch Autobahnen damals gebaut worden, und wir fahren heute drauf.”

Darauf Wippermann: “Adolf hat die Autobahn gebaut - das war’s. Das Autobahnargument ist das Beste. “

“Autobahn, Autobahn,” rufen alle im Chor. Schreinemakers ringt nach Luft, Senta Berger scheint zu kollabieren. Kerner: “Autobahn - das geht halt nicht”. Noch ein letztes Mal beruhigt sich die Runde.

“Würdest Du heute etwas anders machen? Würdest Du noch einmal so etwas sagen?” Kerner ist immer noch bei dem gefälschten Zitat vom Beginn der Sendung.

“Ich muss einfach lernen, ” sagt Eva Herman erstaunlich sortiert und mit ehrlicher Überzeugung, “dass man über den Verlauf unserer Geschichte nicht sprechen kann, ohne in Gefahr zu geraten.”

Danach muss sie das Studio verlassen.

Pony

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Hier die Aufzeichnung der Sendung
(nur für internen Politblog-Gebrauch als Diskussionsgrundlage Copyright ZDF)

Epilog

Nachtrag 1

Am Rande sei bemerkt, dass nicht nur der Autorin dieses Artikels manches sehr inszeniert erschien. Diese Vermutung äußerten auch andere. Recherchen haben ergeben, dass Prof. Wippermann und Senta Berger sich mindestens seit letzem Jahr kennen. Wippermann und ihr Mann, Michael Verhoeven, haben an dem Filmprojekt “Der unbekannte Soldat” in der ehelichen “Sentana Filmproduktion GmbH” zusammen gearbeitet.

Nachtrag 2

Originalzitat Britta Becker-Kerner, Ehefrau von Johannes B. Kerner.

„Nichts ist schöner auf der Welt als ein Kind, das dich anlächelt. Jede Frau sollte die Chance haben Mutter sein zu dürfen.“

Nachtrag 3

Das Transkript der Sendung Teil 1 und Teil 2 (lag erst nach Erstellung des Artikels vor)

Nachtrag 4

Mich hat Eva Herman überzeugt. Auch wenn ich nicht alle ihre Positionen teile. Mein Urteil über sie im ersten Artikel war voreilig, unbedacht und verletzend. Das tut mir leid und ich entschuldige mich. Eines weiß ich ganz sicher: Eva Hermann ist keine “Rechte”. Sie hat glaubhafter als jeder in der Runde versichert, wie zuwider ihr der Nationalsozialismus und rechtes Gedankengut sind. Sie verharrt mit ihrer Kritik bei dem Phänomen, erkennt nicht die wahren gesellschaftspolitischen Implikationen. Dann hätte sie eine glasklare Erklärung - und darin liegt die Brisanz! Ein Schritt - und Herman erkennt die wahren Zusammenhänge der von ihr sehr genau analysierten gesellschaftlichen Probleme. - pony

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Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 11. Oktober 2007 von pony_huetchen geschrieben und in die Kategorie Medien eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Nanuk am 11. Oktober um 09:24 Uhr

Ich muste gestern schon auf Spreeblick einen aussichtslosen kampf kämpfen.
Es gibt tatsächlich Forschungsergebnisse die Frühkindliche Bindungen für späteres Sozialverhalten mit in die Verantwortung nehmen.Dabei geht es weniger um Frauen an der Herd oder ähnliches.Wer sich ernsthaft dafür interesiert dem lege ich dieses Buch nahe “Bindungen - das Gefüge psychischer Sicherheit” und ich arbeite weder beim herrausgebenden Verlag oder ähnliches.

Kommentar von muslem am 11. Oktober um 09:26 Uhr

es ist eine frechheit, was mit ihr gemacht wird. familie ist heilig, aber in deutschland ist ein hund heilige als eine hausfrau und kind. man bekommt hier schnelle eine wohnung mit einem hund als mit einem kind. das kind könnte ja schreien oder fussball spielen im vorgarten. man könnte ja die mittagsruhe stören. in fast allen diktatur wird familie wenigstens propagandamässig höher gestellt als im freien deutschland. hier herrscht bitte mit 18 jahren anfangen zu arbeiten und steuern zu zahlen bis 67 jahren und wenn es möglich ist auch sofort danach das leichenschauhaus besuchen. man könnte ja pflegekosten verursachen.eva du hast nichts falsches gesagt. armes deutschland

Kommentar von Marcel am 11. Oktober um 09:39 Uhr

mit verlaub, der einzige fehler der sendung war, ihre aussagen während der pk heranzuziehen. man haette sie eher auf folgendes ansprechen sollen:

“Dem NDR bestätigte Herman ihre dazu in der «Bild am Sonntag» zitierte Aussage, wonach «Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden».”

http://www.netzeitung.de/medien/735010.html

ist leider nicht geschehen.

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 09:39 Uhr

Bestätigt, aus eigener Lebenserfahrung.

Kommentar von AlexK am 11. Oktober um 09:39 Uhr

“Sie entwickeln Verschwörungstheorien…” Wieso entwickeln? Ist der allgemeine Zuschauer wirklich so doof, dass er keine Kampagnen erkennt? Ähnliches mit der Pauli kürzlich: Die Aussagen, die in das Diffamierungskonzept passen, werden abgedruckt, die anderen verschwinden!
Oder nicht?

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 09:49 Uhr

Mein Kommentar mit “Bestätigt …” bezieht sich auf den vorangegangenen von Nanuk. Nur zur Klarstellung.

Kommentar von Gustav mit der Hupe am 11. Oktober um 09:52 Uhr

Danke, Pony !!

Und ein extra tuuuuut für Eva !

Kommentar von Jkar am 11. Oktober um 09:54 Uhr

Diese Debatte wird auch Andererorts geführt und in vielen Punkten stimme ich dem zu was im Folgenden Link und von Frau Herman gesagt wird. Frauen sollten selbst entscheiden was sie wirklich im Leben wollen, nur leider können sie dies nur bedingt, denn heute muss jede Frau ihren “Mann” im Berufsalltag stehen, die Familie kommt dabei viel zu kurz.

Eine wirkliche Neuentfaltung der Bedürfnisse von Mann, Frau und der Familie als Ganzem wird allerdings erst wieder möglich sein wenn die Ausbeutung der heutigen Zeit ein ende findet. Die Bezeichnung Lohnsklave ist heute zutreffender denn je.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus Women Forced to Seek Power, Not Love :

As I have said, feminism is designed to destabilize society by undermining heterosexuality and the family. Like all aggression, this perverse assault on gender difference is disguised as an act of “defence” (of women’s and homosexual rights.)

The ultimate goal is a banker-run totalitarian “New World Order.” What we think of as “money” is really central banker “credit.” They want to consolidate their fraudulent monopoly, eventually controlling you with their “credit” card in your body.

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 09:57 Uhr

@ Marcel:

wonach “Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden”

Sie hat in der Sendung ausdrücklich gesagt, daß diese tradierten Werte von den Nationalsozialisten mißbraucht wurden, und die 68er diese Werte deshalb als untauglich verworfen haben:

O-Ton Herman: “Wenn man die Ursachen sucht, dann findet man sie doch hier (im Nationalsozialismus). Hier sind diese Werte mißbraucht worden und danach (68er) darum für unbrauchbar erklärt worden.”

Was ist denn daran, bitteschön, immer noch mißverständlich und mißliebig?

Kommentar von Marcel am 11. Oktober um 09:57 Uhr

As I have said, feminism is designed to destabilize society by undermining heterosexuality and the family.

aua. das klingt schon dermaßen homophob, dass mir schlecht wird. und es ist schon erstaunlich, wie stark gegen den feminismus gewettert wird, der es erst ermöglicht hat, dass frau herman tagesschausprecherin etc werden konnte.

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 10:00 Uhr

@ Jkar:

Eine wirkliche Neuentfaltung der Bedürfnisse von Mann, Frau und der Familie als Ganzem wird allerdings erst wieder möglich sein wenn die Ausbeutung der heutigen Zeit ein ende findet. Die Bezeichnung Lohnsklave ist heute zutreffender denn je.

Die aus meiner Sicht einzig vernünftige Lösung: Wirtschaft und Politik müssen sich an die Bedürfnisse der Familien anpassen - nicht andersherum, wie es derzeit der Fall ist.

Kommentar von Marcel am 11. Oktober um 10:02 Uhr

anna:

das zitat, was ich da genannt habe, hat sie so bestätigt und steht im starken kontrast zu dem, was sie, wie du richtig sagst, bei kerner gesagt hat. und es ist eben nicht missverstaendlich, ganz im gegensatz zu dem zitat aus der pk. ich habe nur moniert, dass man dieses zitat aus der bild am sonntag eher hätte verwenden sollen. dann hätte man sich a.) die theorien um nicht freigegebene bänder sparen können und b.) die aussage, eva herman haette so etwas nie gesagt leicht widerlegen können.

bei der ganzen diskussion um eva herman geht es gar nicht um ihr eher konservatives familienbild (ohne wertung). es geht um die art, wie sie es präsentiert und welche schubladen sie dazu greift.

Kommentar von Fenni am 11. Oktober um 10:11 Uhr

Der Bindungsbegriff ist ein wenig irreführend.

Es gibt einfach naturgegeben eine Bindung zwischen Mutter und Kind, bedingt durch die Tatsache, daß sie neun Monate lang bis zur Geburt eins sind.
Das Kind empfindet nach der Geburt zunächst sein Ich mit dem Ich der Mutter weiterhin als eines vereint, identisch, und es braucht einen Prozess über Monate bis Jahre, um das eigene Ich als wirklich getrennt und in gesicherten eigenen Grenzen empfinden zu können. Dazu ist eine Begleitung der Mutter, so sie selber ein möglichst einfühlsames Wesen mit halbwegs unverletzter Seele ist, und zwar Begleitung in den gesamten ersten drei Lebensjahren, am optimalsten. Merke: ersatzweise zunächst auch NICHT die des Vaters.

Dieser Abtrennungsprozess, um auf eine gesunde Art und Weise von einer “Bindung” hin zu einer guten “Beziehung” zu kommen, (denn nichts wäre schlimmer, als wenn ein Kind auch noch als Erwachsener an seine Eltern gebunden wäre”) ist inzwischen allgemeingültig in der modernen Psychologie anerkannt und an vielen Stellen nachzulesen, vorrausgesetzt, man beschäftigt sich mit wissenschaftlicher Psychologie und nicht mit populärwissenschaftlicher.

Kommentar von Neutrino am 11. Oktober um 10:21 Uhr

Es gibt tatsächlich Forschungsergebnisse die Frühkindliche Bindungen für späteres Sozialverhalten mit in die Verantwortung nehmen.

Dabei sollte man nicht vergessen, daß zu den wichtigsten frühkindlichen Bindungen, abweichend zu der Vorstellung von Eva Herman, nicht nur die Mutter, sondern auch der Vater gehört, der heutzutage von seinen Kindern immer häufiger gänzlich ausgegrenzt wird. Und wird er das nicht gänzlich, dann doch durch unsere mörderische Arbeitswelt, die nicht selten dafür sorgt, daß eine Ehe/Beziehung/Familie nur am Wochenende gelebt werden kann. Auch das dürfte dazu beitragen, daß wir so wenigen Kinder haben.

Kommentar von Haustyrann am 11. Oktober um 10:27 Uhr

Na, hier bekamen die zu spät geborenen Widerstandskämpfer wieder einmal eine öffentliche Plattform für die Selbstdarstellung ihrer von Heiligenscheinen gekrönten gutmenschlichen Makellosigkeit zur Verfügung gestellt.
Da bin ich ja mal gespannt darauf, wann demnächst der Begriff “Volkswagen” aus dem Repertoire der deutschen Sprache gebannt wird, nachdem schon ein deutscher Geistlicher für den Begriff “entartete Kunst” in das mediale Fegefeuer geschickt wurde.
Nicht auszudenken, wenn ein Lieblingskind Schicklgrubers noch heute über germanische Autobahnen rollt….
Steht der Fahrer etwa in ideologischer Nähe zum Reichskanzler a.D.?
Erleichtert stelle ich fest, als Opelfahrer kein völkischer Automobilist zu sein. Ging gerade noch gut.
Unsere Helden werden es auch noch fertigbringen, die Familie als Teufelswerk der Nazizeit zu brandmarken.
Da sind doch die X-fach Geschiedenen, die Erzieherinnen-beschäftigenden, die Lebensabschnittspartner -Abschneider und sich selbstverwirklichenden Lebenslügner eher zu Vorbildern geeignet als die Ewiggestrigen, welche die Familie noch hochhalten.
Nein, ich bin kein Hüter archaischer Vorstellungen , deren Banner das dreifache K ist- aber die Vorkämpfer für eine moderne Gesellschaft wie eine von der Leyen- oder eher Laien? schaden unserer Gesellschaft mehr als dass sie nützen.
Von zweitklassigen Schauspielern und Quasselshowbegleitern mit Oberlehrerkomplex ganz zu Schweigen.

Ist es eigentlich nicht auch ein Witz, dass NPD-Demos von der Polizei begleitet werden, Politiker Schwarzgeld ungeniert als “jüdische Vermächtnisse” deklarieren dürfen und dann solche Fälle wie im Artikel beschrieben wie eine Staatsaffäre behandelt werden?

Eine komische Demokratie haben wir.

Haustyrann

Kommentar von Neutrino am 11. Oktober um 10:34 Uhr

Die aus meiner Sicht einzig vernünftige Lösung: Wirtschaft und Politik müssen sich an die Bedürfnisse der Familien anpassen - nicht andersherum, wie es derzeit der Fall ist.

Das kann man so unterschreiben. Dieses “derzeit” begann, denke ich, mit der mit der Industrialisierung, als man Ort der Arbeit und Ort der Familie trennte und den Arbeiter in eine abhängige Lohnsklaverei trieb.

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 10:38 Uhr

@Marcel: Ich hätte gern im Originalton gehört, wo sie exakt diese Formulierung bestätigt. Mein Verdacht ist, daß man ihr genau so wie bei der Talkshow Formulierungen in den Mund gelegt hat, sowohl seitens NDR als auch seitens Bild, die sie so nicht gesagt hat bzw. die so im Kontext zu sehen waren wie das von mir angeführte Zitat ihres O-Tons. Nach dieser öffentlichen Darbietung im ZDF halte ich das für mehr als wahrscheinlich.

bei der ganzen diskussion um eva herman geht es gar nicht um ihr eher konservatives familienbild (ohne wertung). es geht um die art, wie sie es präsentiert und welche schubladen sie dazu greift.

Das wage ich zu bestreiten. Es geht ganz klar um ihr konservatives und für Kinder (!) grundsätzlich eher positives Familienbild, das für die Mutter eine gesellschaftliche Atmosphäre erfordern würde, in der ihre Leistungen als Mutter eben völlig ausreichend sind, sie zum voll anerkannten Mitglied der Gesellschaft zu machen. Das ist doch genau die Crux! Der Kerner hatte wahrscheinlich keine Ahnung, wie sehr er auf den Punkt gebracht hat, wodurch unsere heutige Gesellschaft sich in sozialer Hinsicht nicht etwa auszeichnet, sondern woran sie krankt:

“Die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist es doch nicht, zu Hause zu sitzen und Kinder großzuziehen. Die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist es doch, ein voll anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu sein.”
Mit anderen Worten: Voll anerkanntes Mitglied der Gesellschaft ist man nicht, wenn man als Mutter zu Hause sitzt und die Kinder großzieht. Und genau das ist das Problem, auf das Frau Herman aufmerksam macht.

Ich sehe auch nicht ein, wieso man die Zeit des Nationalsozialismus in diesem Kontext nicht erwähnen dürfte, wo doch genau dort die Pervertierung des Mutterbegriffes stattfand, die die heutige verfahrene soziale Situation erst heraufbeschworen hat. Das hat doch nichts mit Schubladen zu tun, in die man greift, sondern viel eher mit Problemanalyse.

Die Nazis haben das eine Extrem zu verantworten, die 68er das entgegengesetzte. Les extremes se touchent. Was wir heute brauchen, ist eine NORMALISIERUNG der Wertvorstellung Familie und der Rolle der Mutter in der Gesellschaft. Die effektivste Fessel ist immer jene, die als Freiheit daherkommt.

Als alleinstehende Mutter mit Kleinkind, für die der Kindesvater aus irgendeinem Grund nicht aufkommen kann, hat man heute ausschließlich die Wahl zwischen Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung oder dem Dasein als extrem gestreßte, von Schuldgefühlen zerfressene Rabenmutter. Sorry, aber unter Freiheit der Wahl verstehe ich was anderes. Die findet für die alleinstehende Mutter erst statt, wenn sie sich vom Staat bei der Sorge um ihr Kind hundertprozentig unterstützt weiß, wenn sie überall auf Verständnis und Bevorzugung stößt statt auf Benachteiligung und Ablehnung.

Eine solche entspannte gesellschaftliche Atmosphäre für die Mütter zu schaffen, wäre Aufgabe der Politik. Aber die ist Handlanger von Konzerninteressen mehr denn je. DAS ist es, worum es bei der ganzen Diskussion um Eva Herman geht. Und DAS ist der Grund, warum sie von den Medien so rigoros niedergemacht wird. Sie ist mit ihren Ansichten eine Gefahr für die Geldgeber des Staates.

Aber - und das ist das Gute - sie ist nicht allein mit ihren Ansichten.

Kommentar von Haustyrann am 11. Oktober um 10:42 Uhr

So ist es.
Und vollendet wird es mit der Leiharbeit und Billiglöhnen.
Da ist doch die lückenlose Zwangsabgabe der Kinder von der Entbindungsstation in die Krippe fast schon ein Muss, damit Mami arbeiten kann, weil Papis Einkommen für die Familie nicht reicht.
Davon hört man aber nichts!

Kommentar von Marcel am 11. Oktober um 10:54 Uhr

@anna

genau deshalb hätte man eher dieses zitat in der sendung anbringen sollen. ich habe zumindest google mehrfach befragt und kein dementi zu der aussage in der bild am sonntag gefunden.

konkret hat sie gesagt:
“Die TV-Moderatorin versuchte, sich gestern gegenüber BILD am SONNTAG zu erklären: „Es ist völlig absurd und bösartig, mich in die rechte Ecke zu stellen. Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war, dass Werte, die ja auch vor dem Dritten Reich existiert haben, wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft. Und dazu gehören Werte, die uns auch vor dem Dritten Reich zusammengehalten haben und uns ja auch das Überleben gesichert haben. Familie nämlich.“”

http://www.bild.t-online.de/BT.....60722.html

gut dann sage ich, für mich geht es darum, wie sie sich präsentiert und in welche schubladen sie dazu greift.

mit meiner persönlichen erfahrung haben deine restlichen ausführungen nicht viel gemein. meine mutter hat immer gearbeitet, mein vater auch. auch in meinen ersten 3 jahren (das war in der ddr halt so). ich finde nicht, dass es mir geschadet hat, wir hatten immer ein intaktes familienleben und ich habe auch später im westen nie erlebt, dass meine mutter sich als rabenmutter beschimpfen lassen musste. mehr kann ich dazu nicht sagen.

Kommentar von Gedankenverbrecher am 11. Oktober um 10:56 Uhr

Ich würde sagen, die ganze Show kann man als Hexenjagd bezeichnen. Eva hat den “Bunde mit dem Teufel” gemacht und wird vor das Inquisitionsgericht gestellt, bis sie die Aussage macht, die die selbsternannten Richter gerne hören möchten.

Im übrigen: Niemand muss ein Buch lesen, um zu wissen, dass fehlende Bindung die Entwicklung eines Kindes nachhaltig schädigt. Fehlende Bindung in Kindheit bedeutet wieder Bindungsstörungen im Erwachsenenalter. Und was ist die Folge davon? Vor allem in der Zukunft?
Jeder kämpft auf dem Arbeitsmarkt für sich allein. Wettbewerb zählt. Sowohl Frau als auch Mann gehen arbeiten… der Staat passt dann auf die Kinder auf (KiTA) Die Scheidungsraten sind heute schon 5 Mal so hoch als damals im dritten Reich. Soll man jetzt bestimmte Fakten nicht mehr nennen, nur weil sie im dritten Reich geschahen? Das ist lächerlich.

DIESE Form des Feminismus, wie er heute praktiziert wird, ist fehl am Platze und ich kann auch begründen warum (bevor auf mich mit der Anti-feminismus-Keule eingprügelt wird):

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist meines Erachtens absolut erwünscht und sollte das Grundrecht eines jeden sein. So wie alle Menschen vor Gott gleich sind und auch vor dem Gesetz. Die Wahrheit ist leider eine andere: Frauen SIND nicht gleichberechtigt. Sie dürfen zwar arbeiten gehen, ja klar, aber oft zu ungünstigeren Bedingungen.

Ich selbst habe einen Job in einer Einrichtung bekommen, in der ich einer Frau vorgezogen wurde mit der Begründung: Die kann ja schwanger werden und dann fehlt sie so lange.
Kinder sind nicht erwünscht. Da hat Frau Herman recht. Eltern oder Elternteile sind oft überfordert mit den Anforderungen von Beruf und Familie. Die Schnelllebigkeit in einem Wirtschaftssystem das nur aufgrund ständigen Wachstums bestehen kann, bringt viele an ihre Grenzen. Um so stärker ist dann auch wieder der Wunsch nach Partnerschaft. Oft scheint eine finanzielle Absicherung aber auch eine übergeordnete Rolle bei diesem Wunsch zu spielen.
In einer tatsächlich gleichberechtigten Gesellschaft, müsste es der alleinerziehenden Mutter eigentlich leichter gemacht werden, einen Beruf zu erlangen und es müsste ihr leichter gemacht werden, ihr Kind/ihre Kinder auch alleine über die Runden zu bekommen. Dies ist aber in der Realität nicht so.

Patchworkfamilien liegen voll im Trend… zwangsläufig.
Und der Lohn, für die harte Arbeit die man in die Konfliktfähigkeit dieser Familien steckt? Richtig, eine viel bessere Sozialkompetenz der Kinder… so wirds genannt. Aber warum bessere Sozialkompetenz? Weil sich solche Kinder leichter auf Umstellungen einlassen, weil sie Flexibler sind, es gewohnt sind, dass es mehrere Bezugspersonen im Leben gibt, nach deren Vorgaben man sich richten muss. Meine Meinung, keine Behauptung: Solche Kinder werden sich als Erwachsene auch viel leichter darauf einstellen, wenn das Grundgesetz zugunsten der veränderten Bedingungen verändert wird. Ja, und so was wollen wir alle, gelle?

Dass in Zeiten großer Not (und das war das dritte Reich nunmal) der Zusammenhalt größer ist als in Zeiten des Überflusses (ja, diese Zeiten gab es auch mal in Deutschland, nur dass das kein WirtschaftsWUNDER war, sondern eine ganz normale Folge einer jeder überwundenen Inflation), sollte jeder wissen.
Also brauchen wir hier nicht sagen: böse böse sowas als Vergleich anzubringen. Und so alt der Vergleich mit der Autobahn auch sein mag: Recht hat sie. Ja, wir lehnen mit unserem schlechten Gewissen ja alles alles alles ab was im Nationalsozialismus gemacht wurde und was damit zu tun hatte.
Die Doppelmoral die immer und immer wieder durchkommt wenn es um wirtschaftliche Interessen geht, ist einfach abstossend. Denn das ist momentan das, worauf es sich bezieht: wirtschaftliches Wachstum. Der Feminismus in der heutigen Form nutzt dem Kapitalismus mehr als der Frau. Solche “Gleichberechtigungen” findet man auch bei Ausländern und bei behinderten Menschen. Und da ich seit mehereren Jahren mit behinderten Menschen arbeite, kann ich es bezeugen: Die Gleichberechtigung existiert nur in dem Gesetz, also nur auf einem Stück Papier,
Die wenigsten dieser Menschen bekommen letztlich tatsächlich die Chance, sich im Arbeitsleben zu bewähren und wenn, dann oft nur absolut unterbezahlt, oder für einen sehr kurz befristeten Zeitvertrag, damit man die Zahlen schön auslegen kann wie man will und sagen kann: so und so viele behinderte junge Menschen kamen nach ihrer Ausbildung direkt au dem Arbeitsmarkt unter.
Desinformationskampagnen wo man hinschaut alles nur um Gott (Dämon) Mammon zu dienen und zu gefallen.

Sorry für den langen post, aber mir gehen dabei so viele Dinge durch den Kopf.

Kommentar von Neutrino am 11. Oktober um 10:59 Uhr

So ist es.
Und vollendet wird es mit der Leiharbeit und Billiglöhnen.
Da ist doch die lückenlose Zwangsabgabe der Kinder von der Entbindungsstation in die Krippe fast schon ein Muss, damit Mami arbeiten kann, weil Papis Einkommen für die Familie nicht reicht.

Unterschwellig bedient man sich dabei auch heute noch A. Hitler:

“Dabei betonte der Führer (A.Hitler) mit aller Entschiedenheit, daß nicht die Sorge für das Wohl des Kindes in erster Linie ausschlaggebend sei, sondern das ethische Recht der Mutter auf das Kind.” Schubert, Das Familien- und Erbrecht unter dem Nationalsozialismus, 1993, Seiten 703, 704

Die Familienfrage, und dadurch die Kinderfrage, ist heute eine rein weibliche Frage, obwohl sie der ganzen Gesellschaft etwas anginge. Wenn es um familiengerechte Arbeitsplätze geht, wird doch nur an die Mutter und nicht auch an den Vater gedacht.

Wir müßten das Geldsystem reformieren denn am Geld krankt das alles!

Kommentar von Jkar am 11. Oktober um 11:06 Uhr

@Marcel

Den Beigeschmack der Homophobie einmal beiseite ist der Artikel ansich sehr lesenswert, dies war nur ein Zitat am Ende und somit stark aus dem Kontext gerissen.

@Anna

Wirtschaft und Politik müssen sich an die Bedürfnisse der Familien anpassen - nicht andersherum, wie es derzeit der Fall ist.

Dies kann ich auch nur aus vollem Herzen unterschreiben. Leider sehe ich im Moment die Politik und Wirtschaft in die genau die entgegengesetzte Richtung gehen.

Kommentar von gewitter am 11. Oktober um 11:10 Uhr

Wie paranoid und selbstzerfleischend muß ein Volk sein, das permanent zwischen links und rechts seziert, in Hysterie verfällt, wenn es um die NS-Zeit geht, welche Millionen damals bejubelnd empfunden haben? Es darf nicht vergessen werden, daß diese Medienmacher neoliberale Zöglinge des internationalen Großkapitals sind, welches Hitler unterstütze, ihn an die Macht hiefte und an dem Krieg dann eine Menge verdient hat und uns heute alle dadurch wunderbar im Griff hat. Wenn man sich ernsthaft mit den Themen beschäftigt, kommt man nicht umhin festzustellen, daß wohl jeder mittlerweile weiß, daß die Zwillingstürme nicht gemäß der offiziellen Darstellung zum Einsturz gebracht wurden, aber nur wenige sich kritisch mit der offiziellen Darstellung zum 2. Weltkrieg befassen. Mir fällt dazu nur ein: Zombies, gehirngewaschen durch 60 Jahre Umerziehung.

Kommentar von Neutrino am 11. Oktober um 11:12 Uhr

Die Wahrheit ist leider eine andere: Frauen SIND nicht gleichberechtigt. Sie dürfen zwar arbeiten gehen, ja klar, aber oft zu ungünstigeren Bedingungen.

Diese ungünstigeren Bedingungen kommen auch durch den ganzen Frauen- und Mutterschutz zustande. Wenn ich einer Frau, die Mutter wird und mir als Arbeitgeber dann längere Zeit nicht mehr zur Verfügung steht, ich ihr aber den Arbeitsplatz freihalten muß, werde ich sicher lieber einen Mann einstellen, der diesen Schutz nicht hat.

Frauen sind nicht gleichberechtigt und das werden und können sie auch nie sein, da Mann und Frau eben unterschiedlich sind. Darum wäre mir eine Geschlechtergerechtigkeit viel lieber wie eine Gleichberechtigung. Was wird hierbei allerdings gemacht: Das Gender-Mainstreaming eingeführt.

Kommentar von Jockel am 11. Oktober um 11:13 Uhr

Marcel
@anna

[...]ich habe zumindest google mehrfach befragt und kein dementi zu der aussage in der bild am sonntag gefunden.

konkret hat sie gesagt:
“Die TV-Moderatorin versuchte, sich gestern gegenüber BILD am SONNTAG zu erklären:
„Es ist völlig absurd und bösartig, mich in die rechte Ecke zu stellen. Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war, dass Werte, die ja auch vor dem Dritten Reich existiert haben, wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft. Und dazu gehören Werte, die uns auch vor dem Dritten Reich zusammengehalten haben und uns ja auch das Überleben gesichert haben. Familie nämlich.“”

@Marcel, beachte bitte die von mir in deinem Blöd-Zitat hervorgehobennen Passagen. ;-)

Jockel

Kommentar von Peinhart am 11. Oktober um 11:15 Uhr

Die Nazis haben das eine Extrem zu verantworten, die 68er das entgegengesetzte.

Man sollte aber vielleicht auch noch mal festhalten, dass die ursprüngliche Intention ‘der 68er’ (wenn man das überhaupt so pauschal sagen kann) gewiss nicht die Abschaffung der Kleinfamilie zugunsten staatlicher Erziehung war, sondern eher die ‘Erweiterung’ zur Großfamilie bzw Kommune. Da ist viel experimentiert worden, vieles ist gescheitert oder war auch von vornherein unsinnig, aber so zu tun, als sei das Ziel die lohnabhängige Beschäftigung der Mütter einerseits und Unterbringung der Kinder in staatlichen Institutionen andererseits gewesen geht mE doch ganz schön am ‘Geist von 68′ vorbei.

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 11:25 Uhr

@ Marcel:

mit meiner persönlichen erfahrung haben deine restlichen ausführungen nicht viel gemein. meine mutter hat immer gearbeitet, mein vater auch. auch in meinen ersten 3 jahren (das war in der ddr halt so). ich finde nicht, dass es mir geschadet hat, wir hatten immer ein intaktes familienleben und ich habe auch später im westen nie erlebt, dass meine mutter sich als rabenmutter beschimpfen lassen musste. mehr kann ich dazu nicht sagen.

Nun, dafür kann ich umso mehr dazu sagen, denn ich habe als alleinstehende junge Mutter beide gesellschaftliche Situationen auskosten dürfen.

Als ich in der DDR als Achtzehnjährige schwanger wurde, habe ich

1. sofort nach ärztlich bestätigter Schwangerschaft die Möglichkeit angeboten, diese unterbrechen zu lassen. Achte Woche, wär kein Problem gewesen. Es war ganz allein meine persönliche Entscheidung, frei von jedem gesellschaftlichen oder finanziellen Druck. Und ich habe mich für das Kind entschieden, obwohl ich wußte, daß es natürlich kein bequemes Leben werden würde.

2. als Schwangere bereits Vergünstigungen genossen. Ich durfte beim Einkaufen gleich vorn an die Kasse gehen, brauchte nirgends anzustehen, bekam überall einen Sitzplatz angeboten. Es war eine Selbstverständlichkeit, wenn auch manche Leute gemurrt haben, weil es ja so unglaublich viele Schwangere gab zu jener Zeit. Das Oskar-Ziethen-Krankenhaus in Lichtenberg war zentrale Geburtsklinik mit unglaublichen 3000 (!) Entbindungen pro Monat (!) im Sommer 1986. Ich habe später eine Hebamme kennengelernt, deren Rekord war 40 Entbindugnen in einer Schicht (!). Und komme mir jetzt keiner mit “Gebärmaschinen”. Das war Ergebnis einer familienfreundlichen Politik, keine Ideologiefrage. Alle Frauen hatten die Möglichkeit, sich rechtzeitig gegen das Austragen der Schwangerschaft zu entscheiden - ohne jeglichen Druck seitens der Gesellschaft.

2. ein Jahr mit dem Kind zu Hause verbringen dürfen (war ab Mai 1986 möglich), bei voller Weiterzahlung meines Lohnes (!) und garantierter Rückkehr an meinen Arbeitsplatz nach Ablauf dieses Jahres.

3. bevorzugt eine Wohnung bekommen.

4. problemlos einen neuen Arbeitsplatz bekommen, als an meinen alten aus logistischen Gründen nicht zurückkehren konnte. Es war überhaupt kein Probelm, daß mein Kind erst ein Jahr alt war und als Krippenneuling vermutlich dauernd krank sein würde. Die Teams (Kollektive ;o) waren ja eher überbesetzt, so daß mein Fehlen personaltechnisch fast jederzeit aufgefangen werden konnte.

5. auf die Unterhaltszahlungen des damals notorisch abgebrannten Vaters bequem verzichten können, war finanziell völlig unabhängig.

6. mit größter Selbstverständlichkeit einen Kindergartenplatz in der Nähe meiner Wohnung bekommen. Kostenlos! Nur Essengeld hatte ich zu zahlen.

Und dann kam die Wende. Kurz vorher hatte sich bereits angedeutet, daß ich meinen erlernten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter ausüben können würde. Und ich fiel so tief, wie man im kapitalistischen Westen nur fallen konnte. Junge Mutter, Ossi, Kind im Kindergartenalter, kein Führerschein, kein Telefon, körperlich nicht voll belastbar - null Chance nirgends. Es war der totale soziale Absturz.

Allerdings möchte ich der Gerechtigkeit halber hinzufügen, daß die Beamten der Sozialämter in den westlichen Stadtbezirken, wohin ich 1992 umgezogen bin, erheblich freundlicher und verständnisvoller mit mir umgingen als jene in den neu eingerichteten Sozialämtern im Osten Berlins. Meine erste Chance auf eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt bekam ich dann 1994, als Outbound-Telefonistin, Festanstellung in Teilzeit mit allen tariflichen Arbeitnehmerrechten, fürstlich bezahlt mit festem Stundensatz von 17 DM, völlig provisionsunabhängig. Das waren noch Zeiten …

Soviel zu dem Unterschied, den das gesellschaftliche Klima auf die Rolle von Frau und Familie hat.

Es bleibt der

So, und was passierte

Kommentar von Marcel am 11. Oktober um 11:27 Uhr

konkret hat sie gesagt:
“Die TV-Moderatorin versuchte, sich gestern gegenüber BILD am SONNTAG zu erklären:
„Es ist völlig absurd und bösartig, mich in die rechte Ecke zu stellen. Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war, dass Werte, die ja auch vor dem Dritten Reich existiert haben, wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft. Und dazu gehören Werte, die uns auch vor dem Dritten Reich zusammengehalten haben und uns ja auch das Überleben gesichert haben. Familie nämlich.“”

dann beachte den von mir hervorgehobenen teil jockel. wenn man unter bdm etc. eine förderung der familie versteht, na danke :)

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 11:28 Uhr

Sorry, das Posting war jetzt etwas unordentlich. Das passiert, wenn man so aufgewühlt ist bei einem Thema …

Kommentar von Abha am 11. Oktober um 11:28 Uhr

Liebe Pony, ich danke Dir für diesen Artikel und dafür daß hier endlich einmal alles ins richtige Licht gerückt wird.

Selbst Mutter von 4 Kindern verfolge ich diese Diskussion schon längere Zeit und immer wieder verschlägt es mir die Sprache…Jede Frau die sich öffentlich dafür ausspricht, denFrauen ZEIT für Mutterschaft und Kinder zuzugestehen, jede, die sich eben dafür ausspricht, daß es eine echte Wahl geben sollte, auch dem BERUF MUTTER ganz nachgehen zu können, wird sofort die Redezeit entzogen und sie wird lächerlich gemacht oder als ewig gestrig, stock-konservativ, nicht zeitgemäß, ideologisch verblendet oder eben schlimmers betitelt.

Christa Müller ging es genauso in einer Maischbergersendung, als sie sich dafür aussprach, daß eine Mutter die sich der Erziehung ihrer Kinder selbst widmen möchte finanziell unterstützt werden müsse, wenn nötig. Und Marie-Therese Kroetz-Relin wird gleich gar nicht mehr eingeladen.

Wo leben wir hier eigentlich?! Mir wird immer gruseliger zumute und ich bin wirklich sehr entsetzt und maßlos enttäuscht über das Verhalten vieler “Linker und Intellektueller” wie bspw. Senta Berger, (von Thea Dorn u. der SCHREInemaker ganz zu schweigen, hier ist mir jedes Wort zu schade..)

Mich erschreckt es über alle Maßen wie wenig Solidarität Mütter mit Müttern in der öffentlichen Scheindebatte eingehen.Denn es ist nichts anderes als eine Scheindebatte. Denn diejenigen, die Müttern u. Kindern die Betreuung zu Hause ermöglichen wollen, sprechen sich doch gar nicht gegen den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen aus, sondern fordern einzig u. allein die freie Wahl u. die Wertschätzung der Mutter, wenn diese sich dieser Aufgabe ganz widmen will

Die wenigen, und es sind eben nur einige wenige Priviligierte, die von Ursula v. d. Leyens Familienpolitik profitieren, setzten sich einfach über diejenigen hinweg u. sich selbst ins Rampenlicht, zu deren Lasten diese Politik in Wirklichkeit ausgetragen wird.

Ich musste selbst jahrelang bis spät abends arbeiten gehen u. konnte eben NICHT in ausreichendem Maße für meine Kinder da sein.Diese Tatsache war auch ein Grund warum ich mich selbstständig gemacht hatte, meine Kinder konnten so einfach zu mir in den Laden kommen, wir waren zusammen, sie konnten die Hausaufgaben bei mir machen u. sogar noch etwas lernen indem sie beim Verkauf halfen…

Mein Geschäft musste ich leider aufgeben u. ich habe noch ein Kind bekommen. Meine familiären Verhältnisse sind leider nicht besser als früher. Frau v.d. Leyen kann mir nicht helfen…Das job center versucht seit Geburt des Kindes mich in irgendwelche schlecht bezahlten Aushilfejobs zu zwingen, dafür soll ich das Kind dann in eine teure Betreuung zu geben.

Welchen Sinn soll das bitte machen?!

Ich bin eine glückliche Mutter und eine glückliche Mutter ist gut für glückliche Kinder! Zu gegebener Zeit werde ich gerne auch wieder einer Tätigkeit nachgehen die Sinn macht und durch die ich meine Familie ernähren kann. Dann wenn ich nicht merh stille und dann wenn die Zeit reif ist… Bis dahin, bin ich für jegliche Unterstützung seitens des Staates sehr dankbar. Ich gebe mein bestes und ich weiß, die Gesellschaft kann nur von dieser Arbeit die ich hier zu Hause leiste, profitieren.

Und alle Akademikerinnen und Nichtakademikerinnen, die gleich nach der Geburt wieder arbeiten wollen und eine gute Betreuung für ihr Kind haben, sei dies von Herzen gegönnt. Niemand will ihnen da hinein reden! Also, bitte, SCHLUSS mit diesen SCHEINDEBATTEN.

Es geht in Wahrheit um die zerstörerischen Kräfte des Neoliberalismus, genau wie Pony es deutlich gemacht hat. Und um unser Anhaften an diese Selbstzerstörerischen Kräfte und um die Konsequenzen die das mit sich bringt.

Free Hugs

Abha hat gesprochen

Kommentar von Marcel am 11. Oktober um 11:32 Uhr

@anna

wie gesagt, ich kenne nur meine situation, deshalb will ich mir nicht anmaßen, mich weiter darüber zu äussern.

Kommentar von Bingobongo am 11. Oktober um 11:35 Uhr

Ja, zweimal Hut ab, Frau Hütchen.

Erstens, weil Sie mutig genug sind, eigene Fehler einzugestehen.

Und zweitens haben Sie die Sendung in etwa so beschrieben, wie ich Sie auch erlebt habe: Wie einen Schauprozess.

Ich hab mich gleich an meine liebe DDR erinnert gefühlt. Dem Moderator ist scheissegal, wass sie sagt, sie ist schuldig und sie soll doch endlich gestehen!!! Scheiterhaufen!!!

Kommentar von Helga Müller am 11. Oktober um 11:40 Uhr

Danke für den ausführlichen Beitrag. Nun haben wir endlich eine Möglichkeit offen zu diskutieren über die Politik unserer Familienministerin ( die meiner Meinung nach zuerst auf die Verwertung der Familien zielt- das aber so nicht sagt) und über das , was Familie ausmacht, Kinder stärkt.
Hoffentlich erkennen auch die ” Linken” , daß konservativ nicht zwingend rechts ist.
Viele Imigranten hätten durch ihre starken Familienbeziehungen weniger Chancen im Gastland gehabt.
Weiß das unsere Politik und redet bewußt nicht darüber?
Dann reden wir eben.
Ich lese Ihre Seite mit großem Interesse- freundliche Grüße aus Thüringen

Kommentar von Artemis am 11. Oktober um 11:40 Uhr

Ich komm aus dem Staunen nicht mehr raus. Wo hab ich mich denn hier hin verirrt? Ich dachte, dies sei ein kritischer Blog! Jetzt lese ich Hymnen auf Eva Herman? Puuuh!

Nur dass jemand kein Nazi ist, macht ihn noch nicht zu einer überzeugenden Persönlichkeit. Ich finde die Frau gefährlich dumm.

Na gut. Ich bin dann mal wieder weg. Ich wünsche noch viel Spaß, vor allem Pony, beim Apfelkuchenbacken!

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 11:41 Uhr

@Marcel:

dann beachte den von mir hervorgehobenen teil jockel. wenn man unter bdm etc. eine förderung der familie versteht, na danke

Ich fürchte, es ist ein Fehler, auf die korrekte Wiedergabe des Wortlauts eines angeblich wörtlichen Zitats in einer Zeitung oder auf einer Website zu glauben. Das sieht man sehr schon an der widersprüchlichen Wiedergabe des Wortlauts, der bei der Talkshow angeblich gesagt worden sein soll.
Man beachte nur den Unterschied zwischen dem tatsächlichen Transkript des Geschehens und der Variante, wie sie im Artikel der “Welt” kolportiert wird.

Es war keine zufällige Formulierung, als ich schrieb, ich möchte gern im Originalton HÖREN, daß sie genau diese Formulierung verwendet und genau so bestätigt hat. Eher glaube ich nichts mehr in dieser Angelegenheit.

Kommentar von Nitro am 11. Oktober um 11:45 Uhr

Man sollte sich vielleicht auch einmal vor Augen führen, wohin diese Art von Verleumdung führt.

Viele Menschen sind in der Situation, nicht so für ihre Kinder zu sorgen wie sie es gerne würden. Diesen Menschen spricht Eva Hermann aus dem Herzen. Nun wird sie gleich wieder niedergemacht ohne sie auch nur anzuhören. Was wäre also eine mögliche Antwort für einen Menschen, der nicht in der Lage ist, sein Kind so zu vesorgen wie er es gerne möchte?

Ganz einfach. Er verzweifelt entweder und paßt sich an oder er wendet sich an die Leute, die ihm eine Familienpolitikpolitik versprechen die seinen Maßstäben gerecht ist.

Der “Anpassungsansatz” läuft zum Schluß auf eine Gesellschaft wie sie zur Zeit in Amerika existiert heraus.

Der andere Ansatz aber führt im Endeffekt nur zu einer Hinwendung zur Rechten hin. Denn diese versprechen als einzige diese Art von Familienpolitik. Dadurch, dass die Leute gleich im Namen von Antifaschismus wieder abgesägt werden, die sich einmal intensiv mit dem Thema beschäftigen und der eigentlichen Ursache vieler Mißstände in unserer Gesellschaft nahe kommen, wird genau das Gegenteil - die Zuwendung zur Rechten - provoziert.
Diese Sympathisanten sind in ihrer Grundeinstellung nicht rechts, sondern hoffen einfach nur auf ein besseres Leben.

Gab es eine ähnliche Situation nicht schon einmal? Millionen Mitläufer, frustiert von der momentanen Politik, arbeitslos?

Wenn sich also die momentante Politik nicht entscheidende Änderungen herbeiführt, werden wir uns - meiner Meinung nach - auf eine von den beiden oben erwähnten Gesellschaften zubewegen. Die Frage ist nur welche. Und welche schlimmer ist.

Diese Art von Verleumdung im Namen von heuchlerischen Motiven wie sie hier bei Eva Hermann geschehen ist, war nicht die erste und wird sicher auch nicht die letzte sein. Bleibt nur zu hoffen, das unser Umgang mit der Geschichte ehrlicher wird und wir aus ihr auch wirklich gelernt haben. Unterdrücktes kommt irgendwann immer hoch.

Kommentar von Anna_2_ am 11. Oktober um 11:46 Uhr

Hallo pony_huetchen,
ich bin einigermaßen entsetzt.
war ich doch froh, ein blog gefunden zu haben, das sachlich und mit gut recherchierten Fakten ohne Ideologie Zustände kritisch hinterfragt.
Und nun dieser Schwulst! Die heilige, die gute alte Familie!
Ja, ich schwimme auch gegen den Strom. Ja, ich nehme auch gerne die Gegenposition ein, wenn alle auf jemandem herumhacken.
Aber trotzdem kritisch bleiben! sachlich, und offen.

Dein Kozept der Kritik an der Art und Weise, wie die arme Eva Hermann behandelt wurde in der Sendung, fußt auf einem einzigen Argument: Das Zitat, das sie nie gesagt hat.
All das andere Zeug, das sie vertritt, muss man deshalb noch lange nicht gut finden.
Übrigens werden ihre handlichen Schlagworte nicht nur von den Rechten missbraucht, sie geht dort freiwillig hin, um zu referrieren (Beispiel: Auftritt bei einer Unterorganisation der rechtspopulistischen FPÖ, den sie erst nach Intervention absagte).

Aber am Schlimmsten finde ich deine kritiklose Hinnahme des Familientums. Familie war nie etwas Tolles. Manchmal gelingt sie, ja, und in unseren Gesellschaften ist sie die einzige Möglichkeit zu dauerhaften Bindungen. Zu welchem Preis?
Familie war und ist ein ökonomisches Modell, wie auch die Ehe. Die romantische Konstruktion von der Tragkraft einer Liebe, auch noch für ein ganzes Leben, gibt es erst seit weniger als 100 Jahren. Davor war Ehe meistens eine Zweckgemeinschaft.
“Bourdieu gelangt zu dem Resultat, daß die Familie ein künstlich erzeugtes soziales Gebilde ist, das ähnlich wie eine vorkapitalistische Ökonomie funktioniert. Die Familie wird durch Akte des Gabentausches zusammengehalten, Akte, durch die alle Herrschaftsbeziehungen in verklärte Gefühlsbeziehungen verwandelt werden. Und die Herrschaftsbeziehungen innerhalb der Familie basieren auf der unterschiedlichen Kapitalausstattung der einzelnen Familienmitglieder: ihrem jeweiligen Einkommensniveau, ihrem Bildungsgrad, ihrem sozialen Status, ihrem Beziehungsnetz.” (dradio)

Ausnahmen gab und gibt es immer! Es gibt Familien, in denen die Mitglieder sich wohl fühlen und gefördert werden. Es gibt Ehen, in denen Liebe ein Leben lang hält.
Doch meist ist nichts stärker in der zurichtenden Kraft, wie Familie. Seelische und körperliche Grausamkeit war und ist fester Bestandteil von Familie (Beispiel: am häufigsten wird Gewalt in der Familie ausgeübt).
und wehe, wenn du anders bist!

Ich höre schon all die Stimmen, die ihre Familie toll finden und sich darin wohl fühlen usw.
Wie ja auch Kinder, die geschlagen wurden, später ihre Kinder nicht nur auch schlagen, sondern das Prinzip “Schlagen” gut heißen.
Oder die traditionelle Familie: Beispiel: Waris Dierie, die in ihrem Buch am Schluss sich überschlägt mit dem Lob auf das traditionelle Familienmodell ihrer Herkunfstfamilie, einer Nomadenfamilie in Afrika. Das ganze Buch hat sie vorher gefüllt mit den schrecklichsten Bildern… Grausamkeiten, Vergewaltigungen, Tode, Patriarchalische Herrschaft - -
Traditionelle Familie war auch bei uns früher nicht anders.

Andere Analogie. Als Arbeiter in der Eisenverhüttung, eine brutale Arbeit vor hundert Jahren, entlassen werden bei der Schließungswelle der Zechen, finden sie diese Arbeit gut und möchten sie zurück haben. Denn sie gab ihnen ein Gefühl der Zugehörigkeit, des Aufgehobenseins.
Ist diese Arbeit deshalb erstrebenswert?
Könnte man diese Bedürfnisse nicht auch anders abdecken?

Noch ein Punkt in deinem Artikel, wo ich sehr misstrauisch wurde: Eva Hermann habe “sachlich und erstaunlich sachkundig über Feminisierung in der Erziehung, schulische Probleme von vaterlosen Jungen” gesprochen. Ich habe die Sendung nicht gesehen, aber diese Stichworte sind typisch für den back-lash in der Feminismus-Debatte. Focus, Spiegel und andere Blätter kommen seit Jahren immer mal wieder mit dem Thema. Da liegt dann die schlechtere schulische Leistung von Jungs an der “feministischen Erziehung”. Und dann wird von den armen Jungs gesprochen, die kein Rollenbild mehr hätten. Ja, aber am Anfang des Lebens ist eine “feministische Eziehung” gut? Dort verteidigt Frau Hermann den überwältigenden Einfluss der Mutter.
Ich höre sie nicht von der Frühbindung an Väter sprechen, die genauso möglich ist (um mal was zu dem Bindungsmodell zu sagen). Und die Bindung geht auch nicht verloren, wenn die Bindungsperson nicht ständig da ist (abhängig vom Lebensalter des Kindes, die ersten Monate will niemand die Kinder weggeben). Im Gegenteil, es ist nur positiv, wenn eine Mutter nicht all ihre Bedürfnisse an dem oder den Kindern austobt.

Oder das: “Was, wenn die Menschen feststellen, dass in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Handwerker - zwar bescheiden, aber dennoch ausreichend - eine Familie ernähren konnte.” Wovon sprichst du? Wie arm die Leute in den 20ern waren, dass sie häufig nur durch Subsistenz (Gärtchen und Ziege) überleben konnten? wie wenig sie hatten?
Es stimmt auch nicht, dass die meisten Frauen lieber zuhause bleiben wollen. Erstens stimmt es faktisch nicht (Hart aber Fair: Faktencheck), zweitens müsste man da auch mal die Männer fragen, die würden auch gerne zuhause bleiben, drittens liegt das ja vielleicht an der Arbeitswelt, dass Frauen dort nicht gerne arbeiten, und viertens reproduzieren System sich immer selbst, und es ist äußerst schwierig, sich auszuklinken (damit hat auch ein Herr Hellinger viel Erfolg), man fühlt sich ertsmal sehr unwohl, wenn man etwas verändert. Und Systeme sanktionieren ausscherende Mitglieder.

oder: die 68er hätten die Familie ein zweites Mal kaputt gemacht. Das lässt du durchgehn.
“die 68er” haben höchstens versucht, negative Strukturen in der Familie aufzudecken (wie auch die zu der Zeit völlig verschwiegene NAZI-Zeit ans Licht zu holen). Wie kann man Familienstrukturen der 50er Jahre für erstrebenswert halten! Den Mief, die Prüderie, die autoritäre Erziehung, die Unterdrückung der Frau…

Liebe pony_huetchen, ich folge dir gerne, wenn du Schwachsinnssendungen wie Kerner und Beckmann zerreißt. Aber bitte mit offenen Augen.
Anna

Kommentar von phoenix am 11. Oktober um 11:51 Uhr

Wen es interessiert: Mehr Infos zu frühkindlicher Bindung zur Mutter bzw. die Auswirkungen bei deren Fehlen finden sich unter den Stichworten “Hospitalismus” und “Deprivation”.

Da kann ich Frau Herman nur unterstützen…

Kommentar von Morrison am 11. Oktober um 12:07 Uhr

Kerner geht gar nicht.

Kommentar von Rusty_James am 11. Oktober um 12:15 Uhr

Ist das wirklich der Rede wert ??

Kommentar von Gedankenverbrecher am 11. Oktober um 12:18 Uhr

Auf das Zitate AUSGERECHNET aus der Bild würde ich auch nicht so viel geben. Schliesslich hat sie in der Sendung versucht, es richtig zu stellen und sich mit ALLEN ihren Aussagen auch vom Nationalsozialismus distanziert. Also ist es absolut lächerlich sie in irgendeiner Art und Weise immer und immer wieder dazu zwingen zu wollen, ein Schuldeingeständnis für irgendwas abzulegen.

Es ist lustig was ich so alles bin und was ich wie empfinde:
Ich wurde in den letzten 6 Wochen bisher als:
- links
- linksradikal
- Terrorsymphatisant
- Antisemit
- Kommunist
- Punk
- Träumer
- Nazi

bezeichnet… … also… je nachdem welche Meinung ich zu welchem Thema vertrete bin ich all DAS in einer Person… wie kann sowas sein? Die Antwort liegt für mich auf der Hand: wikipedia eingeben und dort den Begriff “Desinformation” eingeben. Punkt.
Teile und herrsche. Es wird Zwietracht gesät, damit niemand sich organisiert und bemerkt, dass wir eigentlich alle an einem Strang ziehen.

Kommentar von Nemo am 11. Oktober um 12:22 Uhr

Entlarvend, wie genüsslich in unserer angeblich so pluralistischen und aufgeklärten Gesellschaft Menschen mit missliebigen Meinungen zum Außenseiter erklärt und zum Abschuss freigegeben werden. Das kann Politikern genauso wie anderen Meinungsmachern geschehen, wenn sie vom vorgegebenen Generalkurs abweichen, einen Schritt aus dem inszenierten Verblödungskonsens an der Oberfläche des Systems herausgehen und auf wesentliche Dinge zu sprechen kommen wollen.

Es ist wie zu Zeiten der Inquisition; die Methoden sind zwar andere, aber das Ziel ist das gleiche: das Hüten der “wahren Lehre” gegen ketzerische Ansichten.

Das Schwingen der Nazikeule geschieht als Ablenkungsmanöver, um sich nicht auf sachliche Diskussionen einlassen zu müssen. Rituelles Moralisieren und Polemisieren ist ein bewährtes Mittel, den Ausgestoßenen fertigzumachen. Und zwar auf eine Weise, die allen anderen aus dem Kreis der “Elite” eine Warnung sein soll: Wehe, ihr weicht von den “wahren Lehren” ab, dann geht es euch genauso.

Wenn man sieht, wie unsere “couragierten, anständigen und toleranten” Promis sich gegen “Abweichler und Delinquenten” zusammenrotten, um mutig die veröffentlichte Einheitsmeinung als ihre eigene zu vertreten oder auf ein Stichwort hin eingeübte Empörungsrituale abspulen, dann dürfte klar werden, wie feige und erbärmlich diese Leute sind. Aber dass sie sich auf diese Weise instrumentalisieren lassen, ist der Preis, den sie dem System als Gegenleistung für Erfolg und Karriere entrichten müssen.

Doch es besteht Hoffnung, denn die Geschichte lehrt, dass Systeme, die Anlass haben, Meinungen unterdrücken zu müssen, bereits den Kern ihres Niedergangs in sich tragen.

Kommentar von Iris am 11. Oktober um 12:32 Uhr

Entschuldigt mal, aber die Art und Weise, wie das wirre Gequatsche, das E.H. von sich gab jetzt durch diesen Artikel von links vereinnahmt wird, kotzt mich echt an. Das finde ich fast noch widerlicher, als die Umarmung der blonden Mutterkreuzritterin aus den katholisch-konservativen und rechtsextremen Lagern.

Haben Linke sowas wirklich nötig? Kann man nicht auch ohne eine solche Frontfrau die Meinung vertreten, dass das Einkommen EINES Elternteils so hoch sein müsste, dass man davon eine Familie mit Kindern unterhalten kann? Brauchen Linke dafür ‘ne TV-Blondine, die ihr Geschreibsel zu vermarkten trachtet, indem sie mit dem altbekannten, totsicheren Quotenbringer ‘Es war ja nicht alles schlecht damals’ eine Welle der Empörung im Mainstream, sowie Triumphgejohle von rechtsaußen provoziert?

btw bei etlichen Kommentaren hier und andernorts hatte ich das Gefühl, als wären sie hauptsächlich vom sogenannten Beschützerinstinkt motiviert (der scheinbar bei aufgebrezelten Blondinen immer noch am ehesten anspringt).

Kommentar von Nanuk am 11. Oktober um 12:32 Uhr

“Wen es interessiert: Mehr Infos zu frühkindlicher Bindung zur Mutter bzw. die Auswirkungen bei deren Fehlen finden sich unter den Stichworten “Hospitalismus” und “Deprivation”.”

und Väter die sollte man nicht unterschlagen auch die sind notwendig… es geht hierbei nicht um eine Frauen an den Herd Idiologie. Sondern um ernsthafte Forschung.

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 12:34 Uhr

Anna an Anna2:

Doch meist ist nichts stärker in der zurichtenden Kraft, wie Familie. Seelische und körperliche Grausamkeit war und ist fester Bestandteil von Familie (Beispiel: am häufigsten wird Gewalt in der Familie ausgeübt).
und wehe, wenn du anders bist!
etc. …

Die Familie ist immer Spiegelbild genau jener Gesellschaft, deren Bestandteil sie ist. Es gelten in jeder Familie die Regeln, nach denen die umgebende Gesellschaft funktioniert. Die Regeln, nach denen eine Gesellschaft funktioniert, sind von Menschen gemacht und daher von Menschen veränderbar.

Fazit: Kritisiere nicht die Familie, wenn du die Gesellschaftsordnung meinst. Halte nicht die Rettungsboote für überflüssigen Ballast, wenn das Schiff bei Sturm in Seenot gerät.

Das ist aller Kürze. Ich hoffe, es ist dennoch verständlich.

Kommentar von pony_huetchen am 11. Oktober um 12:35 Uhr

Hallo Anna _2_

Danke für Deinen langen Kommentar. Vorne weg: Ich musste leider Deinem Namen einen kleinen Appendix anhängen, wir haben schon eine Anna. Sei deswegen nicht verärgert. Jede andere Schreibweise kannst Du Dir wünschen - ich ändere das.

Deine Bedenken, Anregungen und Einwände will ich gerne beantworten - und ich denke mal, radikal ausräumen. Ich werde dazu einen Artikel schreiben. Dann werdet ihr staunen, wie ideologisch diametral ich zu Eva Herman stehe und warum trotzdem die derzeitige “Familienpolitik” eine staatlich (kapitalistische) erwünschte Katastrophe ist.

Ich werde quasi das “pony-prinzip” kurz entwickeln, dann wirst Du sehen, dass es um eines nicht geht:

Und nun dieser Schwulst! Die heilige, die gute alte Familie!
Ja, ich schwimme auch gegen den Strom. Ja, ich nehme auch gerne die Gegenposition ein, wenn alle auf jemandem herumhacken.
Aber trotzdem kritisch bleiben! sachlich, und offen.Und nun dieser Schwulst! Die heilige, die gute alte Familie!

Und vor allem, zu welchen interessanten Betrachtungen man kommt, wenn man wirklich kritisch, sachlich, und offen diese Frage stellt.

und @Artemis

Na gut. Ich bin dann mal wieder weg. Ich wünsche noch viel Spaß, vor allem Pony, beim Apfelkuchenbacken!

Schau lieber nochmal rein, da gibt es dann kein Kochrezept, sondern erhellende Gedanken, die Dir klar machen, warum es keinen Apfelkuchen geben wird von pony. Zu morgen werde ich das Thema erläutern und das “revolutionäre” Potential dahinter offenbaren.

Kommentar von Gedankenverbrecher am 11. Oktober um 12:51 Uhr

Hau rein Pony, bislang konnte man sich noch immer auf dich verlassen ;)

Kommentar von cheplar am 11. Oktober um 13:03 Uhr

hm wenn ich, als zuschauer wohlgemerkt, in der sendung gewesen wäre…ich glaub ich wär aufgestanden und hätte den allen erstmal paar sachen an den kopf geknallt, was die wohl von der frau wollen…

echt unnormal

sobald das “thema” (NS) zur sprache kommt, wird einem permanent das wort im munde umgedreht

Kommentar von Nanuk am 11. Oktober um 13:09 Uhr

Die Familie ist immer Spiegelbild genau jener Gesellschaft, deren Bestandteil sie ist. Es gelten in jeder Familie die Regeln, nach denen die umgebende Gesellschaft funktioniert. Die Regeln, nach denen eine Gesellschaft funktioniert, sind von Menschen gemacht und daher von Menschen veränderbar.

Ich geb mal einen Literaturtipp dazu Erich Fromm Wege aus einer Kranken Gesellschaft

Erich Fromm ist übrigens auch der “Erfinder des Bürgergeldes”

Kommentar von phoenix am 11. Oktober um 13:11 Uhr

@Nanuk: Natürlich sollte man die Väter nicht unterschlagen, aber in den ersten 3 Jahren eines Kindes ist nun mal die Mutter die wichtigste Bezugsperson.
Aber ich glaube, das ist ein anderes Thema…

Kommentar von Toni am 11. Oktober um 13:14 Uhr

Hallo Mitsammen!

Ich versuch mal ne Erklärung für das was mit Frau Hermann passiert zu formulieren. Ist natürlich nur eine Meinung.
Wenn ich einen Staat, eine Volkswirtschaft, ein Volk aus rein materiellen Gründen (Macht=Geld) ausbeuten will was brauch ich da? Schwache Bürger die mit Minderwertigkeitsgefühlen und emotionaler Verelendung in so einem System (Staat,…) dahinvegetieren und für ihr Brötchen am Tag sich den Arsch aufreissen und feste Steuern zahlen. Wenn da ein Mensch daherkommt der sich da ne bessere Alternative als Gesellschaft zu leben überlegt hat und dabei noch recht hat und das in die Öffentlichkeit bringt, dann hat sich so ein Mensch sofort als mein größter Feind herausgestellt. Feinde tötet man! Zumindest verdreht man deren Wort in der Öffentlichkeit (ich wil ja nicht haben dass andere Bürger die tollen Ideen dieser Person auch wissen! - bitte kauft und lest ihre Bücher bevor sie verbrannt werden!) und ruiniert sie Wirtschaftlich. Das passiert gerade Frau Hermann.

Noch ein paar Fragen die Ihr euch stellen könnt:
Wer beutet die BRD aus? und wer erlaubt ihm dass?
Was ist die BRD? die Frage beantworte ich euch: Die BRD ist ürsprünglich die Verwaltungsbehörde des von den Westmächten besetzten Gebietes des Deutschen Reichs.
Wer od. was sind dann eure Politiker?
Mir würde noch einige Fragen einfallen. Ich will aber niemanden vor den Kopf stossen.
Vieleicht fragt sich auch einer: was schreibt denn dieser Typ für ne Scheiße? Gute Frage, bitte selber nachforschen!

alles Liebe!
Toni

Kommentar von Anna am 11. Oktober um 13:20 Uhr

@Nanuk: Vielleicht später mal. Aber danke für den Tipp.

Kommentar von guadalupe am 11. Oktober um 13:22 Uhr

@pony_huetchen
Alle Achtung. Toller Artikel. Und es tut mir persönlich gut, daß auch im linken Spektrum Eva Herman beigestanden wird und sie nicht wegen der Vereinnahmung durch die Rechten totgeschwiegen wird.

@Anna_2_
Meines Erachtens sollte es nicht darum gehen, die kleinbürgerliche Kleinfamilie des Patriarchats wiederzubeleben.
Dass die für viele Frauen der reinste Horror war, ist nicht zu bezweifeln.

Bei Deinem Posting fällt mir aber etwas anderes auf, was mir die Augen öffnet, was Eva Herman so gefährlich und ihre mediale Hinrichtung notwendig macht:

Du schreibst von der Substitenzwirtschaft, die in den 20ern bei vielen noch üblich war. Bitte gegenlesen: Es hatten also ein paar Leute die Möglichkeit, dem Kapitalismus teilweise zu entrinnen! Die von Dir beschriebene Bio-Ziege gab Milch, aber niemandem eine Kapitalrendite.

Dank EU-Hygiene-Regeln und mit Rumsfeld Tamiflu-Hühnergrippe wird bald auch das letzte Hühnchen, das sich der kapitalistischen Verwertung verweigert, geschlachtet sein. MonSantos KZ-Huhn für alle und für die Superreichen die von Dir beschriebene mit Liebe handaufgezogene Bio-Ziege beim Biosupermarkt von Lidl.

Dein DRadio Zitat bringt es auf den Punkt: Familie als vorkapitalistisches Gebilde - Gabentausch - Liebe - Solidarität -Werte. GUT!
DAS ist das Ziel der Medien-Attacke, da dort der Kapitalismus noch nicht wütet und Eva Herman dort gefährlich wird.

Zitat DRadio:
“Und die Herrschaftsbeziehungen innerhalb der Familie basieren auf der unterschiedlichen Kapitalausstattung der einzelnen Familienmitglieder: “

Und DA liegt der Hase im Pfeffer. Kapitalausstattung ist irreführend, da erstens die Frau die Mitgift in die Ehe brachte und zweitens der Mann das tägliche GELD verdiente (das meist nicht zum Leben reichte). Über den Zugang zum Geld etabliert sich Herrschaft.

Aber nur, weil wir ein Geld konstruiert haben und verwenden, daß sich genau dafür eignet.

Hätten wir herrschaftsfreies Geld, können wir uns automatisch die inszenierte Dialektik links-rechts, Mann-Frau, Patriarchat-Matriarchat, die nur durch Verwirrung und Ablenkung auf falsche Ziele die Geldherrschaft des alten Geldes sichert, ersparen.

Kommentar von pony_huetchen am 11. Oktober um 13:26 Uhr

@Nanuk

Und Erich Fromm wird auch in meinem nächsten Artikel eine kleine Rolle spielen :-)

Kommentar von pony_huetchen am 11. Oktober um 13:30 Uhr

@Toni

besetzten Gebietes des Deutschen Reichs

Nur zur Klarheit - damit da nicht noch mehr kommt:

Auf “Reichsdeutsches” sind wir hier nicht so scharf.

Kommentar von Iris am 11. Oktober um 13:37 Uhr

Natürlich sollte man die Väter nicht unterschlagen, aber in den ersten 3 Jahren eines Kindes ist nun mal die Mutter die wichtigste Bezugsperson.

Wer oder was bestimmt denn das? Wieso können wir nicht auch neue Familienmodelle ausprobieren? Männer und Frauen teilen sich die Erziehungsarbeit, Haushaltsführung und Einkommensbeschaffung? Oder der Vater übernimmt den größten Teil dieser Arbeit nach der Schwangerschaft und Stillzeit, wenn er das so möchte und die Mutter sich beruflich verwirklichen will. Ich finde, die Aufgabe einer freiheitlich-sozialdemokratischen Politik müsste sein, die sozialen Voraussetzungen für jede dieser Optionen zu schaffen. Es leuchtet mir absolut nicht ein, wieso Frauen wieder ausschließlich die Mutter- und Hausfrauenrolle zugewiesen werden soll, um die zerrütteten Familienstrukturen zu reparieren. Zurück in alte Rollenmuster kann doch nicht die einzige Lösung sein, die einer angeblich modernen, aufgeklärten Gesellschaft dazu einfällt, oder?

Kommentar von drisch am 11. Oktober um 13:41 Uhr

Ich kann dieser Debatte ehrlich gesagt nicht viel abgewinnen. Das grosse Tara um irgendeinen TV-Unsinn nervt mich schon eh und je.
Wieviel Zeit Leute täglich verwenden um das Fernsehprogramm vom Vortag zu diskutieren, ist mir ein Rätsel.
Es ist belegt dass in Deutschland eine brutale, repressive Erziehung seit Mitte des 19.Jahrhunderts gepredigt und ausgeübt wurde.
Werke von Pädagogen wie D.G.M.Schreiber erschienen in 40 Neuauflagen und rufen offen zur gewalt gegen die eigenen Kinder und Säuglinge auf.
Neurobiologen haben nachgewiesen dass der Mensch nicht mit einem vollausgebildeten Gehirn auf die Welt kommt, konträr zu den meisten noch gängigen Annahmen.
Die Aussschüttung von Stresshormonen als Reaktion auf bestrafende und gewalttätige Handlungen zerstören die frisch ausgebildeten Neuronen, sowie die bereits bestehenden und ihre Verbindungen.
Der bürgerlichen Erziehung der Kaiserzeit und der WR, enstsprangen so emotional schwer geschädigte Personen, deren Kinder als Hitler willige Helfer und brutale Vollstrecker in die geschichte eingingen.
In der Zeit in der sich das Gehirn ausbildet und somit am sensibelsten ist, waren es in der Regel die Mütter die verantwortlich für spätere Persönlichkeitsprobleme ihrer Kinder waren.
Desto höher der gesellschaftliche druck auf die Mütter ist, umso höher der Stress den die Kinder spüren und der in ihrem Körper gespeichert wird und dann bei Nichtbehandlung an die nächste generation weitergegeben wird.
Die Entwicklung der Kindheit ist ein Prozess der zu immer mehr Freiheiten und immer empathischeren Menschen führt.
Wer zurückzeigt und meint früher wäre familiär bestrachtet alles besser, leugnet diesen Trend.
Wie hier schon jemand schrieb hat sich das familiäre Rollenmuster in Wirtschaft und Politik externalisiert und so erklärt sich das kalte, authoritätshörige Klima in der gesellschaft.
Der weg daraus führt meines erachtens nach in die eigene, individuelle familiäre Biografie und emotionale Wunden können so erkannt werden, da das frühkindliche Gehirn noch nicht in der Lage dazu war, aber die Angst vor Schlägen durch vertraute Personen trotzdem im Bereich des Unbewussten gespeichert wird.
Aus diesen relativ neuen und innerlogischen Erkenntnissen lassen sich Kosenquenzen ableiten. Eine stressfreie Erziehungszeit für Mütter und Väter, könnte zum Beispiel durch ein bedingungsloses Grundeinkommen gewährleistet werden, dann wäre es einfacherer den eigenen derzeitigen Leistungsdruck, nicht an die Kinder weiterzugeben.
Ein paar wie zum beispiel das Verbot der körperlichenZüchtigung der Kinder wurden in den letzten Jahren bereits umgesetzt.
Aus diesem Grund ist die Diskussion um Eva H. mediales Blabla, vollkommen oberflächlich und eine weitere gelungene Ablenkung von wichtigen Themen.
Das ist meine Meinung, ich betrachte sie nicht als “die” Wahrheit aber angesichts der Verbreiteten Idealisierung von merkwürdigen Vergangenheiten, vielleicht ein konstuktiver gegenstandpunkt.

Kommentar von Snickers am 11. Oktober um 13:44 Uhr

Danke Pony für diesen Beitrag.

Mit dieser Sendung ist bewiesen das man in Deutschland die Vergangenheit nicht anrühren darf, ich befürchte Eva wird nicht mehr glücklich in diesem komischem Land.

Eva mach weiter so.

Kommentar von nova am 11. Oktober um 14:01 Uhr

ich finde einiges gequatsche doof….kann man nicht einfach sein leben als frau, als mann, als familie oder nicht-familie selbst gestalten? ganz ohne ideologischen überbau, einfach so nach eigenen willen?
und genau da liegt nach meiner meinung das problem: wirtschaftliche zwänge.
solange ein durchschnittsverdienst nicht mehr ausreicht um eien familie zu ernähren, ist man zum improvisiere verurteilt, im leben eingeschränkt, in eine rolle gzwungen. punkt.

Kommentar von Abha am 11. Oktober um 14:04 Uhr

@ Iris
klar wollen wir neue Modelle ausprobieren und auch die Väter mehr Zeit mir ihren Kindern verbringen! Mensch, darum geht es doch eben!!! Wir wollen doch die freie Wahl! Wir wollen mit unseren Kindern LEBEN!

Es gibt aber eben mehr alleinerziehende Mütter als Väter. Also Mütter die von Geburt des Kindes an, alleine mit dem Kind sind…Es sind doch die Mütter, die stillen und von denen die Kinder nach der Geburt langsam abnabeln…

Wenn später die Väter sich mehr einbringen wollen und können, umso besser! Hiergegen stellt sich doch keine Mensch!

Alleinerziehende Mütter wollen auch Zeit mit ihren Kindern verbringen, ebenso wie die verheirateten, die gezwungen werden, arbeiten zu gehenweil EIN Einkommen nicht ausreicht…Arbeitsplätze sind ja schließlich massig vorhanden! vielleicht fühlen sich auch einige Mütter mehr dazu berufen, sich um ihre Kinder zu kümmern als bei Aldi an der Kasse zu stehen, vielleicht wollen sie gerne 1-2 Jahre stillen und vielleicht wollen sie SELBST diejenigensein die bestimmen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, ihre Kinder in eine Betreuung zu geben

Nur darum geht es.
Neue Modelle sind immer willkommen, Solidarität ist gefragt, Zusammenhalt …

Es können bspw. vermehrt Wohnprojekte geschaffen, wo Menschen sich gegenseitig unterstützen…generationsübergreifen…wo z.B ich mit meinem Kleinen noch andere Kleine betreue, solange bis ich dann wieder einer anderen Tätigkeit nachgehen möchte u. jemand anderes aus dr Kommune meinen kindern dann bei den Hausaufgaben hilft…

Phantasie ist gefragt, Phantasie, Solidarität und vor allem eines:

LIEBE zu unseren Kindern

Kommentar von GlobalWarning am 11. Oktober um 14:06 Uhr

Danke an Pony für den 1-A-Artikel! Besser kann man die Angelegenheit wohl nicht beschreiben und Du hast eine erfolgreiche Schlacht im Infokrieg gegen die verdummenden Massenmedien geschlagen! :-)

Ansonsten mein Senf dazu:
Stecker raus, Fernseher aus! Ein Skandal, daß für so einen Scheiß auch noch GEZ-Zwangsgebühren eingezogen werden mit denen sich solche Fatzkes wie Kerner mästen. Ach ja, der arme Herr Kerner kann es sich natürlich finanziell leisten, das “Eva-Prinzip” zuhause anzuwenden.

Aber darüber darf natürlich nicht diskutiert werden.

Das war also neoliberale Propaganda-Schauprozess-Verdummung in Reinkultur. Wer nur ein Minimum an Intelligenz besitzt muss erkennen, daß diese Idioten von Kerner über Berger, Schreinemakers und dem Professor sich einfach nur lächerlich machen. Bleibt nur zu hoffen, daß der einzelne Bürger und die einzelne Bürgerin in diesem Land intelligent genug ist, dieses Affentheater zu durchschauen.

Stecker raus - Fernseher aus!

Kommentar von mäxchen am 11. Oktober um 14:13 Uhr

Mich würde hier der tiefere Sinn solch einer Sendung interessieren.
Die war werder informativ, noch unterhaltsam sondern einfach nur schlecht. und ein sehr ungutes Gefühl im Bauch hinterließ sie auch.
Sollen hier und auch anderswo vielleicht Argumente produziert werden, wie sehr wir doch uns von den Zeiten 33-45 distanzieren um immer sichtbarere Parallelen zu übertünchen?

Kommentar von Abha am 11. Oktober um 14:32 Uhr

…und jetzt setz ich hier nochmals den link ein, auf den ich in meinem ersten posting schon aufmerksam machen wollte…

Christa Müller hat Ärger mit den Linken

denn ich finde, von Christa Müller werden konkrete Vorschläge gemacht, denen durchaus Beachtung geschenkt werden sollte!

und wie gesagt, in der öffentl. Debatte erging es Frau Müller nicht besser als Frau Hermann…

höchste Zeit, Tacheles zu reden!

PS:
freu mich schon auf Poy Huetchens revolutionäre Offenbarungen ;-)

Kommentar von votex am 11. Oktober um 14:35 Uhr

die arme eva…die wird durch diesen medienrummel jetzt bestimmt 10 mal soviele bücher verkaufen..die tut mir echt leid.
aber von den wirklich wichtigen problemen wird super abgelenkt..weiter so… :-(

Kommentar von gewitter am 11. Oktober um 14:39 Uhr

Kommentar von pony_huetchen am 11. Oktober um 13:30 Uhr

@Toni
besetzten Gebietes des Deutschen Reichs

Nur zur Klarheit - damit da nicht noch mehr kommt:
Auf “Reichsdeutsches” sind wir hier nicht so scharf.

Auch eine Form der Meinungsunterdrückung. Mir kommt langsam der Ekel bei so viel Demokratieverständnis. Die Deutschen haben vergessen wer sie sind und von wem sie abstammen, aber das hat sich ja bald erledigt, wenn Leute, die sich für mehr Kinder aussprechen, mundtot gemacht werden und man immer weiter mit einer deutsch-familienfeindlichen Poltik fortfahren kann.

Man sollte die Menschen nach ihren Absichten beurteilen und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Damit allein ist Frau Herman schon frei von jeder Kritik. Alles andere ist unglaubliche Korinthenkackerei.

Kommentar von Nanuk am 11. Oktober um 14:40 Uhr

@drisch
Ich habe im moment nicht die Zeit hier ausführlich zu werden.Aber genau darum geht es.Das durch Mediales bla bla von einem wichtigen Punkt abgelenkt wurde.Nämlich demjenigen das Eltern für ihr Kind vor allem eins brauchen Zeit und Finanzielle absicherung.

Kommentar von pony_huetchen am 11. Oktober um 14:51 Uhr

@Gewitter

Zeig mir mal eine “Reichsdeutsche” Seite, die nicht nur nicht extrem revanchistisch ist, sondern darüber hinaus nichts besseres zu tun hat, als an alten Zöpfen zu flechten.

Unsere derzeitige politische Lage erfordert aber eine glasklare Analyse unserer Gegenwart (sicher unter Einbeziehung historischer Bedingungen und Erfahrungen), den Versuch, exakt einzuschätzen wohin die Eliten in nächster Zukunft zu marschieren beabsichtigen und - das ist das Allerwichtigste - Alternativen für unsere Zukunft!

Darin sehen viele hier ihre Aufgabe und deshalb macht es wenig Sinn, mit Ewiggestrigem seine kostbare Zeit im Kampf für eine bessere Zukunft zu vergeuden.

Kommentar von bitter_twisted am 11. Oktober um 14:53 Uhr

Wer was gesagt hat st eigentlich egal. Wichtig ist, das Menschen die die aktuelle “Volksgesinnung” hinterfragen in die rechte Ecke gestellt und dann verdammt werden.

Möglich geworden ist das durch die Abschaffung der Meinungsfreiheit.

Kommentar von pony_huetchen am 11. Oktober um 14:59 Uhr

@Abha

Guck an, das Christa-Müller-Prinzip kannte ich nicht. Da trifft sich vieles mit meinen Ideen. Sehr interessant.

Der Marie-Therese Kroetz-Relin Link in Deinem Kommentar von heute Vormittag funktioniert nicht. Kannst Du den noch einmal schicken?

Kommentar von Levante am 11. Oktober um 15:05 Uhr

@Pony erst mal danke für den Artikel

Eva Herrmann deren Ansichten man weiß Gott nicht immer teilen muss, hat sich zweifelsohne mächtige Feinde geschaffen, denn sie sagt nichts anderes als das unsere Gesellschaft ein neues System braucht. Ein System bzw. eine Gesellschaft die es einer Familie ermöglicht auch mit kleinen Einkommen am gesellschaftlichen Leben teilhabe hat. Dies steht im völligen Widerspruch der derzeitigen Politik, denn es würde bedeuten dass die derzeitige Lohnpolitik komplett auf den Kopf gestellt werden müsste. Die herrschende Kamarilla von Großaktionären, Banken und Industrie die uns die Harz IV Gesetzgebung beschert hat, (Anrechnung des Partnereinkommens ist gleich die völlige Abhängigkeit von Lebenspartner) würden über Nacht Millionen von billigen Lohnarbeitern verlieren. Der neue Konservatismus der der Gesellschaft gerade versucht klar zu machen das wir auf den richtigen Weg sind! (Abbau des Sozialstaates) kann also nur ein Zeichen setzen. Frau Heermann ist ein Medienprofi die wissen sollte worauf sie sich einlässt, wenn sie eine Sendung wie die von JBK besucht.
Levante

Kommentar von Morrison am 11. Oktober um 15:12 Uhr

Kerner und Herman gehn gar nicht

Medien gehn gar nicht

Was geht ?

Kommentar von bio am 11. Oktober um 15:12 Uhr

Vielen, vielen, vielen Dank dafür, dass ihr den Mitschnitt der Sendung online gestellt habt, denn ich warte schon so lange darauf, mir meine eigene Meinung über Eva Herman bilden zu können, indem ich mal ihren eigenen Aussagen lausche.

Alles andere war ja angeblich immer “zitiert” und dann aber einseitig meinungsforcierend kommentiert - so wie immer halt. Und ebenso wie immer, wurde gelogen, aus dem Zusammenhang gerissen und in neue “böse” Zusammenhänge gestellt, damit man sich nicht mit der eigentlichen Sache und deren Implikationen auseinandersetzen muss.

Auch Ponys Artikel dazu offenbart neue Einblicke und Interpretationsmöglichkeiten, die zum Nachdenken einladen und anregen; gleiches gilt für viele der Kommentare, die von Lesern zum Artikel gepostet wurden. Vielen Dank dafür.

Eva Herman hat mich sehr überzeugt. Sie blieb als einzige sachlich und klar in ihren Aussagen und hat mehr Ruhe bewahrt als ich imstande gewesen wäre zu bewahren.

Die Sendung hat aufgezeigt, das Meinungsfreiheit und wahrheitsgemäße Darstellung innerhalb der Medien - sollte sie je existiert haben - nicht mehr existieren. An deren Stelle sind Propaganda, Gehirnwäsche, Gedankenverbrechen und Inquisition gerückt, die öffentlich sowie scham- und gnadenlos exerziert werden. Sie hat gezeigt, wie tief und breit unsere Gesellschaft bereits von der Demagogie der herrschenden Elite durchdrungen ist.

Und wo sind die Stimmen, die aufschreien, um diese Farce zu entlarven?

… im Politblog natürlich - und wo sonst?

Es wird Zeit, dass die Menschen lernen, dass es kaum mehr freie, unabhängige und einem Wahrheits- und/oder Ehrenkodex verpflichteten Medien gibt und man daher jeden Zeitungsartikel und jeden Fernsehbericht über egal was in Frage stellen muss.

Ich glaube inzwischen nur noch das, was ich selbst erlebt, gesehen, gehört oder breitgefächert nachrecherchiert habe. Das ist zwar aufwendig, aber dafür verarscht mich auch keiner mehr so schnell und meine Meinung ist auch wirklich MEINE und nicht die eines anderen, die er mir schön verpackt und gut beeinflusst untergejubelt hat.

Anders geht es einfach nicht mehr.

Ceterum censeo Zins- und Schuldgeldsystem esse delendam.

Kommentar von basilisk am 11. Oktober um 15:14 Uhr

Scheinbar “offtopic” passt aber irgendwie doch.
Ich habe an anderer Stelle einen Bericht von Gideon Levy (Isr. Journalist der in “Ha’aretz” schreibt) gelesen, dass das jüdische Jahr 5767 ein “ruhiges” war. 467 toten Palästinensen standen 10 tote Israelis entgegen (Faktor 50:1 ) Er beschreibt einen Besuch in einem Haus im Gazastreifen, das soeben von den Israelis bomabardiert wurde. Auf einem Bett liegt eine Mutter, die dabei ihre Tochter (nebst anderen Angehörigen) verloren hat. Vor Ort ist auch ein französisches Fernsehteam. Levy sagt diesem Team dass er sich schämt ein Israeli zusein. Tags darauf ruft ihn ein Mitglied dieses Teams an und teilt ihm mit, dass der Beitrag aus Angst vor den jüdischen Zuschauern nicht gesendet wurde.
Wie im Fall Herrmann, unserere Mainstream_Medien funktionieren nur nach dem schwarz/weiss Prinzip. Wenn es dem Imperium nützt ist alles gut, wenn nicht, wird es verschwiegen oder mit allen Mitteln bekämpft.

Kommentar von A.Berger am 11. Oktober um 15:15 Uhr

Verzeihung: Habe irrtümlich im Post: Krieg, Chat mit dem Autor gepostet.
Hier nochmal der Link

http://oe1.orf.at/highlights/109917.html

der meine jahrelange Theorie nachweist, wonach IMMER jene den Literatur- oder Friedensnobelpreis bekommen, deren Strömungen die westliche Elite gerade besonders zu fördern wünscht.
Pamuk: Türkei muß in die EU
Jelinek, als DIE Feindin Haiders etc.
jetzt: Der Zapfenmann muß beseitigt werden
Die akute Kesseltreiberei gegen Eva Herman passt da ganz wunderbar dazu.
Der Wunsch der Elite geht mE klar in die Richtung: Förderung der billigen kooperativen Arbeits-Frau, Zerstörung der Familie als Ort der Kraftschöpfung und des Zusammenhaltes, Verunsicherung, Impotentmachung und Verbilligung der Männer.

Kommentar von guadalupe am 11. Oktober um 15:29 Uhr

@Levante
“denn sie sagt nichts anderes als das unsere Gesellschaft ein neues System braucht. Ein System bzw. eine Gesellschaft die es einer Familie ermöglicht auch mit kleinen Einkommen am gesellschaftlichen Leben teilhabe hat.”

Ich erinnere mich, daß ich als Taschengeld-Schüler täglich im kommunalen Kino war und mir die gesamte Filmgeschichte gezeigt wurde. 1 D-Mark Eintritt konnte ich vom Taschengeld investieren.
(Die meisten dieser Filme werden heute trotz höchster Eintrittsgelder gar nicht mehr gezeigt.)
Da war ich Schüler und konnte nicht arbeiten. Und wer arbeitet, sollte kein kleines Einkommen haben, sondern den vollen Arbeitsertrag seiner Leistung.

Kommentar von Mr Mindcontrol am 11. Oktober um 15:31 Uhr

@ drisch. das ist hier jetzt etwas off-topic, aber ich muss hier noch mal deine Psychoanalyse-Gläubigkeit kritisieren:

Zitat von Dir :

“Der weg daraus führt meines erachtens nach in die eigene, individuelle familiäre Biografie und emotionale Wunden können so erkannt werden, da das frühkindliche Gehirn noch nicht in der Lage dazu war, aber die Angst vor Schlägen durch vertraute Personen trotzdem im Bereich des Unbewussten gespeichert wird.”

Angenommen es wäre wirklich so, dass solche Erziehung diesen Einfluss hat: Deine Vorstellung und die fast der ganzen Tiefenspychologie kommt mir so vor, wie ein Arzt der jemand röntgt um die Ursache eine Krankheit festzustellen, es aber beim “Erkennen” belässt und nicht aufgrund der Diagnose ein Behandlungsplan entwickelt. Wenn ich schon der Vergleich hier ziehe: Röntgen ist ungesund und dürfte somit ohne Weiterbehandlung mehr Schaden anrichten als Nutzen.
Auch Teile ich nicht Deine Ansicht, dass es gut war vom Staat Eltern die körperliche Züchtigung zu verbieten. Ich will hier nicht willkürlicher Folter von Eltern verteidigen, aber ich ich glaube nicht, dass Kindererziehung ohne Strafe ( die auch wehtun muss ) realistisch ist. Genau deshalb ist so ein Verbot ein eine weitere Abschreckung für potentielle Eltern Kinder in die Welt zu setzen.
Was sollen diesen denn tun wenn ihr Kind krimminelle Dinge tut ? Da ist Lernen durch Strafe doch besser als wenn das Kind dann im Gefängnis landet wenn es strafmündig geworden ist.

Mr Mindcontrol

Kommentar von Fabio am 11. Oktober um 15:31 Uhr

Großes Kompliment und herzlichen Dank für diesen Artikel!
Ich habe erst durch die Kommentare hier erfahren, daß sich dieser Blog “dem linken Spektrum” zurechnet (oder ihm zugerechnet wird) und finde den Artikel umso besser, wenn die Autorin sich auch als “Linke” sieht, da es bei der Debatte in meinen Augen überhaupt nicht darum geht (Politik, Geschichte, lechts, rinks), sondern um Anstand (auch so ein Unwort…). So behandelt man einfach keinen Menschen, wie es Frau Herman widerfährt. Punkt.
Und ich finde es erfreulich, wenn Menschen wie Pony_Huetchen über den Tellerand ihrer eigenen politischen Sicht hinaus menschlich bleiben.

Ich glaube, “Gedankenverbrecher” war`s, der “divide et impera” ins Spiel gebracht hat. Volle Zustimmung.

Das einzige Haar, daß ich in der Suppe des Artikels finde, ist wie üblich wirtschaftspolitischer Natur…Sorry, aber die 1920er waren von den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen her deutlich “neoliberaler” als unsere kryptosozialistische Gegenwart. Aber das nur am Rande. Ist trotzdem wichtig, sonst macht “ihr Linken” noch in alle Ewigkeit den Bock (Staat) zum Gärtner und das täte mir als ex-Linkem (heute aus dieser Unsinnsdialektik ausgestiegen, also weder rinks noch lechts) einfach Leid, um die vielen Menschen, die ein Herz für andere haben und aus den richtigen Gründen den falschen Ideen nachlaufen.

Kommentar von paxmortis am 11. Oktober um 15:54 Uhr

Danke für diesen Beitrag. Hab mir das Transscript durch gelsen und muss sagen, die Medien machen Sie einfach nur fertig. Man kann in einigen Punkte von Eva Herman sicher anderer Meinung sein, nur die Nazikeule hat sie nicht verdient.

Sie wurde zum Ende der Sendung eigentlich nur noch gemobt. Wie sie und andere hier schon sagte. Wenn man sich mit der Vergangenheit diese Landes auseinander setzen will, muss man die ZEit 33-45 weglassen, sonst bekommt man wieder die Nazikeule verpasst.

mit demokratischen Gruß
paxmortis

Kommentar von GlobalWarning am 11. Oktober um 15:56 Uhr

@A.Berger:

Genauso ist es! Dem schließe ich mich voll und ganz an!
;-)

@Fabio:
Genau, es wäre schade, wenn dieser schöne Blog den “linken” Stempel aufgedrückt bekäme. Über solche Stempel sollten wir doch mittlerweile erhaben sein. Andernfalls würden wir doch immer wieder die selben Fehler machen.

Kommentar von Toni am 11. Oktober um 16:07 Uhr

@ pony_heutchen

Hast Du aus meinem Beitrag irgendwas Reichsdeutsches rausinterpretiert? Das kann ich mir nicht vorstellen, ich hab doch nur geschrieben was ich über die BRD glaube zu wissen.
Dass Du geistig und emotional zusammenzuckst wenn irgend wer was von einem Deutschen Reich sagt ist nicht tragisch. 90% aller Deutschen tun das, das hat man euch so beigebracht. Aber irgend wann müsst ihr euch alle mit dem auseinenderstzen, sonnst könnt ihr nicht frei sein. Frei sein heist vor allem im Kopf frei sein. Die Gedanken sind frei!
Ganz sachlich: es hat ein Deutsches Reich gegeben. Darum darf ich’s auch sagen.
Es ist wichtig dass wir uns alle mit dem auseinendersetzen was damals passiert ist und heute noch passiert. Die Auswirkungen davon belasten uns ja heute noch. Um eine gute Zukunft zu haben müssen wir die Vergangenheit überwinden, dazu müssen wir uns damit auseinendersetzen.
Die, die das die Seite verwalten haben ja meine email Adresse. Wenn noch was unklar ist kannst mic