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Der 62. Jahrestag von Hiroshima


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Gestern am 6. August war der 62. Jahrestag des ersten Atombombenabwurfes der Geschichte. Der zweite Atombombenabwurf auf Nagasaki geschah drei Tage später, am 9. August 1945. Durch die Explosionen und die späteren Folgen der atomaren Verstrahlung starben über 250.000 Menschen.

Im Geschichtsunterricht wird meistens immer noch erklärt, der Abwurf der Bomben wäre notwendig gewesen, um ein schnelles Ende des Zweiten Weltkrieges durch die Kapitulation Japans zu erzwingen.
Dies ist aber falsch.

Allen W. Dulles, nach dem Krieg von 1953 bis 1961 Direktor der CIA, beschreibt in seinem Buch “The Secret Surrender“, dass Japan schon im Sommer 1945 kapitulieren wollte:
“Am 20. Juli, 1945, ging ich auf Befehl aus Washington auf die Potsdamer Konferenz und berichtete dort dem (Kriegs-)minister Stimpson, was ich aus Tokio gehört hatte - (dass die Japaner) eine Kapitulation wünschten, solange sie den Kaiser und ihre Verfassung als eine Basis für die Erhaltung der Disziplin und Ordnung in Japan (…) behalten könnten.”

Der damalige amerikanische Präsident Harry Truman schlug diese Bitte aber ab und setzte stattdessen auf die Forderung der “bedingungslosen Kapitulation“. Solch eine Forderung ist äußerst ungeeignet für Friedensbestrebungen zwischen verfeindeten Nationen, da sie die Aussicht auf Vorteile durch Verhandlungen und Diplomatie ausschließt. Wie schädlich sie für eine schnelle Beendigung des Krieges tatsächlich war, schrieb Hanson Baldwin, Reporter der New York Times, später in seinem Buch “Great Mistakes of the War”:
“(Die Forderung nach ‘bedingungsloser Kapitulation’) war vielleicht der größte politische Fehler in dem Krieg. Bedingungslose Kapitulation war eine Einladung zu bedingungslosem Widerstand: Sie schreckte vom Widerstand gegen Hitler ab, verlängerte wahrscheinlich den Krieg und kostete uns Menschenleben (…).”

Besonders tragisch ist die abgeschlagene Kapitulationsbitte der Japaner, weil am Ende doch der Kaiser in seiner Rolle erhalten blieb und nie irgendwelcher Kriegsverbrechen angeklagt wurde.

In seinem Buch “The Decision to Use the Atomic Bomb” (Hiroshima. Die Entscheidung für den Abwurf der Bombe) beschreibt der amerikanische Historiker Gar Alperovitz anhand von zahlreichen historischen Dokumenten, wie Präsident Truman entgegen den Rat seiner gesamten militärischen und zivilen Berater sowie der britischen Delegation um Winston Churchill die Entscheidung fällte, die beiden Atombomben einzusetzen.

Truman hörte dabei beinahe ausschließlich auf seinen neuen Außenminister James Byrnes. Der war für den Atombombenabwurf, um in den Verhandlungen mit der Sowjetunion stärker auftreten zu können und die Sowjets von künftigen Expansionen abzuschrecken.

Die 250.000 Japaner starben also nicht, um weitere Verluste und eine Verlängerung des Zweiten Weltkrieg zu verhindern. Sie starben für kühle machtpolitische Interessen und das Kräftemessen zwischen zwei militarisierten Imperien.

Von Seiten heutiger Kriegstreiber wird gern die Gefahr eines Irans oder einer “Al Qaida” heraufbeschworen, die Massenvernichtungswaffen einsetzen wollen. Plausibel soll die Begründung dieser Gefahr damit gemacht werden, dass es sich bei den “Gefährdern” schließlich um “Mullahs” und “Terroristen” handelt, denen alles zuzutrauen wäre und die nicht mit demokratischen Mitteln kontrolliert werden könnten.

In diesem Sinne sollte man sich gerade jetzt in den Tagen vom 6. bis zum 9. August einmal mehr klar machen, dass bislang nur ein einziger Akteur auf dem internationalen Parkett eine Atombombe gegen Zivilisten eingesetzt hat (und seitdem auf subtilere Art und Weise nukleare Waffen einsetzt). Und der “Gefährder” in diesem Fall war weder irrational, noch durchgeknallt, noch religiös eifrig motiviert, noch ein Diktator ohne Rechenschaftspflichten.

Dies ist die geringfügig aktualisierte Version eines Artikels, den ich bereits letztes Jahr an diesem Tag veröffentlicht hatte. Nach wie vor ist er uneingeschränkt gültig.

DaRockwilda




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Dieser Eintrag wurde am Dienstag, den 7. August 2007 von DaRockwilda geschrieben und in die Kategorie Geschichte eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von jacomo am 7. August um 06:53 Uhr

in seiner kurzen, extremsten brutalitaet (immer noch) der uebelste terroranschlag der geschichte.

man erzeugte in amerika, vor allem an der westkueste, die teilweise panikmachende angst vor einem angriff der japaner auf den amerikanischen kontinent.
man blute aus im suedpazifik……nur eine der propaganda-luegen, um die notwendigkeit der ‘bomben zu rechtfertigen.

amerikas kriegsmaschine lief auf vollen touren, und hatte, im gegensatz zu den meisten anderen kriegsparteien, das privileg des ‘friedens’ im eigenen lande.
amerika war so dermasen uebermilitarisiert, dass sie durchaus haetten die welt in angriff nehmen koennen.
das aufgebot der gesamten amerikanischen armee lag zwischen 8 und 12 millionen mann.
gesamt-amerikanische verluste im zweiten weltkrieg werden nach verschiedenen quellenangaben mit unter 300 bis 400tausend mann beziffert.

soviel zum ausbluten im suedpazifik, vor allem, da die japaner schon die schnauze voll hatten und wie oben erwaehnt die kapitulation in betracht zogen.
der plan mit den bomben war jedoch schon beschlossene sache.
ein beeindruckender, realer feldtest….extrem unnoetig, aber auch extrem eindrucksvoll in richtung der russen und dem rest der welt.

so etwas darf nie mehr passieren!….wirklich nicht??
da hoert man aber seit einem guten jahr genau das gegenteil. auch eine der eskalierenden folgen von 9/11. (legalisiert)

ja, auch die amerikaner haben einen terror-anschlag auf zwei staedte ihres landes zu verzeichnen.
eingebrannt in das bewusstsein eines jeden amerikaners, bis zum juengsten tag: –9/11,..september 11th 2001–

http://www.kontraband.com/show/show.asp?ID=6963
(ich weis….. geschmacklos) :-)

die idee und vor allem die erweiterte legalisierung des einsatzes von atomwaffen alleine, sollte zu einer lebenslangen haftstrafe fuehren….weltweit.

es will wieder losgehen, und die fuer jahrzehnte unter tabu stehende frage “ob” wurde durch ein wann ersetzt.
unfassbar.

Kommentar von Franz-Josef Hanke am 7. August um 08:27 Uhr

Das Grundgesetzt fordert, “die Vorbereitung eines Angriffskriegs” unter Strafe zu stellen. Dennoch treiben sich Bundeswehr-Einheiten in Afghanistan herum, haben den Kosowo bombardiert und das Horn von Afrika sowie das Mittelmeer marinetechnisch in Besitz genommen. Ex-Jugoslawien ist wohl noch der “harmloseste” Einsatz-Ort der Bundeswehr.
Hat die Welt gelernt? Hat Deutschland gelernt?
Wenig, möchte ich meinen. Leider!
Nein zum Krieg!
fjh

Kommentar von name am 7. August um 09:02 Uhr

haben den Kosowo bombardiert

@Franz-Josef Hanke:

Mit anderen Worten: Deuschland/Europa/NATO/UN hätten den Völkermord an den muslimischen Kosovo-Albanern tatenlos geschehen lassen sollen?

Kommentar von Matt am 7. August um 09:42 Uhr

BEDINGUNGSLOSE KAPITUATION

“Unconditional surrender” ist mit “unbedingter” Kapitulation einfach schlecht und mißverständlich übersetzt.

Kommentar von DaRockwilda am 7. August um 10:30 Uhr

@Jac:

Sehr richtig.

@name:

Schade dass man das immer aufs Neue sagen muss, es geht um die Frage ob die größten Massaker vor oder nach den NATO-Bomben kamen, ob also die Bomben die Massaker erst provoziert haben.

Darüberhinaus geht es darum, dass die kriegsführenden Nationen Lügen benutzt haben, um Zustimmung für den Krieg zu erhalten. Wenn du nicht gerade drauf stehst das Opfer einer Noblen Lüge zu werden solltest du damit auch ein Problem haben.

@Matt:

Danke für den überaus freundlichen Hinweis.

Kommentar von Franz am 7. August um 10:37 Uhr

@Name:

Das angebliche KZ in dem Stadion in Pristina gab es zum Beispiel gar nicht. Außerdem war der Anlass für den Krieg ein “Massaker”, bei dem etwa 15 (ich weiß es nicht mehr genau) Albaner getötet wurden. Allerdings handelte es sich dabei nicht wie behauptet um Zivilisten, sondern um UCK-Kämpfer, die sich ein Feuergefecht mit einer serbischen Polizeieinheit geliefert haben. Ein serbischer Polizist wurde dabei ebenfalls erschossen.

Aber was hat der Krieg nun eigentlich gebracht?

Kommentar von DaRockwilda am 7. August um 10:41 Uhr

Und zu diesen anfänglichen Massakern sagte übrigens dieser Lord Dingsbums, der die Sache für den UN-Gerichtshof untersuchte, selbst, dass er nicht sagen könnte welche Seite da angefangen habe.

Die Nato unterstützt also erst wie üblich irgendwelche Terroristen (hier die von der UCK), provoziert damit Reaktionen und nimmt diese als Kriegsgrund.

Das ist falsch, und das nimmt der Sache ein wenig die Legitimität, selbst wenn die Reaktionen einem “Völkermord” gleich kämen.

Kommentar von pony_huetchen am 7. August um 11:06 Uhr

Lord Paddy Ashdown ?

Kommentar von guadalupe am 7. August um 11:55 Uhr

Um die Zerschlagung Jugoslawiens und das Veranstalten der Blutfeste zu verstehen, sollte man sein Augenmerk weg von politischer Vernebelung, hin zur Finanzierung der Angelegenheit wenden.
Chossudovsky meint dazu:

Zitat:
“Aber während die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit sich auf Truppenbewegungen und Waffenstillstände richtet, sind die Kreditoren und internationalen Finanzorganisationen eifrig dabei, die Auslandsschulden des ehemaligen Jugoslawien beizutreiben, während sie den Balkan in ein Paradies für die freie Marktwirtschaft verwandeln.

Die seit Beginn der achtziger Jahre durchgesetzten Reformen, diktiert von ausländischen Kreditoren, chaotisierten Wirtschaft und Politik des Landes, führten zur Zerstörung des industriellen Sektors und bauten Stück für Stück das Sozialsystem des Landes ab. “

http://www.artfond.de/jugoslawien.htm

Die Hohen Herren sind mächtig genug, um solche Veranstaltungen unblutig durchzuführen. Weshalb es dabei zu einem solchen Menschenschlachten zu kommen hatte, läßt sich nicht mehr rational erklären, jedoch religiös.

Hinweis:

http://www.artfond.de/spermagnostiker.htm

Bei der Entscheidung des Abwurfs der Atombombe kann es u.U. auch um pekuniäre Motive gegangen sein. Eine Invasion sowjetischer Truppen hätte womöglich dazu geführt, daß die USA nicht an das Gold, das die Japaner sich zusammengeraubt haben, gelangt wären. Die Abwürfe verhinderten die Invasion der Sowjets.

Kommentar von guadalupe am 7. August um 12:03 Uhr

Gerade einen Link zu der Atombomben-Thematik entdeckt.

http://www.verschwoerungen.info/wiki/Atombombe

Kommentar von Omar am 7. August um 12:24 Uhr

Der A-Bombenabwurf war (auch) der grösste Raubmord der Geschichte…

http://www.uni-kassel.de/fb5/f.....ueger.html

Kommentar von Matt am 7. August um 12:29 Uhr

Amerika, das japanische Raubgold und Hiroshima

Hier noch ein “Zuckerl” aus dem heute leider nicht mehr existierenden Saar-Echo. Leider beherzigt Geschichtsforschung zu selten den Grundsatz: ”Follow The Money” – und das im Zeitalter des Gobalen Kapitalistmus!

Parallelen zum Terrorakt vom 11.09.01 bestehen in der dort gleichermaßen ungestellten Frage nach Profiten; wo ist z.B. das Gold aus Gebäude 7 abgeblieben?

Ab hier Autor: Frank Krüger

Heute (16.07.2005) um 5 Uhr 29 Minuten 45 Sekunden (Ortszeit), vor genau 60 Jahren, explodierte die erste Atombombe in der Wüste von New Mexico, 200 Meilen südlich von Los Alamos und 60 Meilen nordwestlich von Alamogordo (USA). Die Wissenschaftler - darunter zahlreiche deutsche Emigranten - die an ihrer Entwicklung im Rahmen des geheimen Manhattan-Projekts maßgeblich beteiligt waren und dem Atombombenversuch beiwohnen durften, waren stolz auf ihre Leistung und reagierten mit stürmischer Begeisterung. Ein Schaudern erfasste einige von ihnen erst drei Wochen später, als US-Präsident Harry S. Truman am 6. August 1945 eine von drei zur Verfügung stehenden Atombomben über das faktisch bereits geschlagene Japan 500 Meter über Hiroshima explodieren ließ, bevor er nachlegte und am 9. August eine zweite Atombombe, diesmal über Nagasaki, zur Explosion bringen ließ, ohne die japanische Reaktion auf das Drama von Hiroshima erst einmal abzuwarten. Der amerikanische Präsident hatte es eilig.

Truman befand sich an diesem 16. Juli 1945 bereits in Potsdam-Babelsberg und wartete ungeduldig auf Nachrichten aus Los Alamos. Niemand hatte ihm vor seiner Abreise zur Potsdamer Konferenz garantieren können, dass die neuen Bomben auch tatsächlich funktionierten und explodieren würden. Truman aber wollte den sowjetischen Diktator Stalin mit einer entsprechenden Erfolgsmeldung unbedingt beeindrucken. Deshalb hatte er zuvor mit fadenscheinigen Ausreden um Verschiebung der Konferenz auf die zweite Juli-Hälfte gebeten, in der Hoffnung, dass bis dahin die Atombombenversuche in New Mexico erfolgreich abgeschlossen sein würden.

(….)

Frank Krüger ist Journalist, war Redakteur großer Tageszeitungen, Auslandskorrespondent eines bekannten Zeitschriftenverlags sowie Geschäftsführer einer Diamanten- und Goldhandelsgesellschaft. Zur Zeit arbeitet er an einem Buch über “Amerika, das japanische Raubgold und Hiroshima”, für das er drei Jahre lang weltweit recherchiert hat. Kontakt: mail@frankkrueger.org.

Quelle: Saar-Echo - Online-Tageszeitung für Deutschland vom 16.07.2005

Edited by Admin. Keine ganzen Artikel und bitte Link angeben.

Kommentar von dusted am 7. August um 12:30 Uhr

Der Abwurf der Atombombe(n) war(en) durchaus auch religiös motiviert, denn immerhin wurde zumindest die erste Atombombe die über Hiroshima gezündet wurde, vorher von einem Geistlichen mit folgendem Gebet gesegnet :

“Allmächtiger Vater, der Du die Gebete jener erhörst, die Dich lieben, wir bitten Dich, denen beizustehen, die sich in die Höhen Deines Himmels wagen und den Kampf zu unseren Feinden vortragen…Wir werden im Vertrauen auf Dich weiter unseren Weg gehen…”

Ob die zweite Atombombe, welche Nagasaki in Schutt und Asche legte auch vorher gesegnet wurde weiß ich nicht, aber es würde mich nicht wundern, denn gerade wenn es darum ging, massenhaft Menschen “der reinigenden Kraft des Feuers zu übergeben”, hat der Segen der Kirche im Namen Gottes dazu wohl nie gefehlt.

Liebe Grüße

Kommentar von Matt am 7. August um 12:44 Uhr

Hiroshima: Verbrechen, Pathos, Lügen

SAAR-ECHO-Interview mit Frank Krüger zum wahren Hintergrund der A-Bomben-Abwürfe / Goldgier gab den Ausschlag für den doppelten Massenmord

SAAR-ECHO: Herr Krüger, Ihr Beitrag für das Saar-Echo über die Hintergründe der Atombombenabwürfe in Japan hat mächtig viel Staub aufgewirbelt - und nicht nur das. Historiker wie Politiker und Soziologen haben inzwischen neue Impulse zur Erforschung der Zeitgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg erhalten. Wie sind Sie eigentlich an dieses Thema vom japanischen Raubgold, von der Stalinschen Invasion und von den A-Bomben auf japanische Städte gekommen?
Krüger:Durch einen Zufall. Im Jahre 2002 traten Personen aus dem Umfeld des 1989 verstorbenen, ehemaligen philippinischen Diktators Ferdinand Marcos an mich heran - ich bezeichne sie in Anlehnung an das Wort Mafiosi als Marcosi - um mich als Berater für einige geplante Goldtransaktionen zu gewinnen. Sie hatten erfahren, dass ich viele Jahre lang Geschäftsführer einer Diamanten- und Goldhandelsgesellschaft war, dabei allerdings übersehen, dass ich von Haus aus Journalist bin. Das Angebot der Marcosi war mir vom ersten Augenblick an suspekt, hatte aber meine journalistische Neugier geweckt. Ich wollte herauszufinden, was sich dahinter tatsächlich verbirgt.

Zum Schein signalisierte ich Bereitschaft, auf das Angebot eventuell einzugehen, machte aber zur Bedingung, dass sämtliche Hintergründe sowie die Herkunft des Goldes offengelegt werden. Nach einem Monate langem Versteckspiel, vielen konspirativ geführten Telefonaten und diversen Konferenzen ließen die Marcosi die Katze schließlich aus dem Sack, nachdem sie sich durch eine Reise nach Manila rückversichert hatten, mir reinen Wein einschenken zu dürfen. Bei dem Gold, so erfuhr ich schließlich, würde es sich um Barren aus Burma, Kambodscha und Sumatra mit alten Hallmarks aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und davor handeln, um japanisches Raubgold, das von der Kaiserlichen Armee in der Endphase des Krieges im Fernen Osten, als die Seeverbindung nach Tokio bereits weitgehend unterbrochen war, gestohlen und auf einigen der über 7000 philippinischen Inseln zwischengelagert und versteckt worden war, in der Hoffnung, es zu einem späteren Zeitpunkt nach Tokio schaffen zu können. Dazu kam es nicht mehr. Nach der Rückeroberung der Philippinen durch die US-Armee und der japanischen Kapitulation am 2. September 1945 entdeckten zunächst amerikanische Einheiten einige japanische Raubgoldverstecke, in späteren Jahren waren es vor allem Marcos und seine Entourage, die viele weitere aufspüren konnten. Sie wurden von Amerikanern und den Marcosi geplündert und die Beute unterschlagen.

SE: Gab es auch andere Länder, in denen nach dem Krieg japanische Raubgoldverstecke entdeckt worden sind?
Krüger:Es gab immer mal wieder entsprechende Presseveröffentlichungen aus Honkong, Thailand und den Philippinen, dass vor allem in burmesisch-thailändischen Grenzgebiet ebenfalls japanisches Raubgold entdeckt worden sei, die allerdings nie die europäischen Medien erreichten. Darin hieß es, dass Untersuchungen eingeleitet worden seien, über deren Ergebnisse die Öffentlichkeit anschließend im Unklaren gelassen wurde.


Bitte keine ganzen Artikel veröffentlichen, und ein Link wäre nicht schlecht. Der Admin.

Kommentar von guadalupe am 7. August um 13:05 Uhr

@ dusted

Klar, werden von den Hohen Herren Auftraggebern Messen für die Ausführenden veranstaltet. Finde leider die Quelle nicht, hatte einmal gelesen, daß der Mittelpunkt des Zielgebiets die größte seinerzeitige katholische Gemeinde in Japan gewesen sein soll. Vielleicht ein kleiner Nadelstich gnostischer Kreise gegen den verfeindeten Klerus?

Kommentar von Matt am 7. August um 13:16 Uhr

Bitte keine ganzen Artikel veröffentlichen, und ein Link wäre nicht schlecht. Der Admin.

Lieber Admin, die SAAR-ECHO-website, gibt es nicht mehr!
Walter Kronenberger, Chef der Online-Zeitung Saar-Echo, ist am 30. Oktober 2006 verstorben.

Sonst hätte ich verlinkt. Und ich habe diese Tatsache auch dem Artikel vorangestellt. Ansonsten bin ich der Letzte, der nicht richtig zitiert und weiterleitet. Beide Artikel stammen von meiner Festplatte ;)

Dann endscheide mal, was wichtiger ist; Dein Prinzip oder die Nachricht.

IMHO gehört die Information online. Und Politblog ist genau der richtige Ort.

Kommentar von DaRockwilda am 7. August um 13:19 Uhr

@Matt:

Ach so, das war mir nicht bewusst dass Saar Echo weg ist. Die Frage ist, gibts dann nicht trotzdem noch Copyright für die Texte?

Kommentar von Ludovico am 7. August um 13:25 Uhr

Der A-Bombenabwurf war (auch) der grösste Raubmord der Geschichte…

http://www.uni-kassel.de/fb5/f.....ueger.html

Interessanter Artikel. Allerdings lässt sich daraus kaum ableiten, dass der A-Bomenabwurf der größter Raubmord der Geschichte war. Immerhin haben die Japaner das Gold ihrerseits geraubt, und angesichts der Blutspur, die sie durch ganz Südostasien gezogen haben, sind sie dabei mit Sicherheit auch nicht zimperlich vorgegangen.

Im Übrigen wundere ich mich, dass ein anderer im Artikel angsprochener Aspekt hier überhaupt keine Beachtung findet:
Wenn nämlich tatsächlich einzig und allein der Einsatz der A-Bombe Stalin von der bereits kurz bevorstehenden Invasion Japans abgehalten hat, drängt sich schon die Frage auf, wie sich Japan wohl unter kommunistischer Herrschaft entwickelt hätte.
Die Vorstellung, dass diese Land dann heute nicht die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, sondern eine Art zweites Nordkorea wäre, ist jedenfalls nicht ganz von der Hand zu weisen.

Kommentar von DaRockwilda am 7. August um 13:34 Uhr

“Die Vorstellung, dass diese Land dann heute nicht die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, sondern eine Art zweites Nordkorea wäre, ist jedenfalls nicht ganz von der Hand zu weisen.”

Oh, und DAS wäre natürlich Grund genug, Hiroshima und Nagasaki auszuradieren.

Kommentar von Ludovico am 7. August um 14:13 Uhr

“Die Vorstellung, dass diese Land dann heute nicht die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, sondern eine Art zweites Nordkorea wäre, ist jedenfalls nicht ganz von der Hand zu weisen.”

Oh, und DAS wäre natürlich Grund genug, Hiroshima und Nagasaki auszuradieren.

Das habe ich so nicht geschrieben. Ich meine nur, dass man diesen Aspekt nicht außer Acht lassen sollte, wenn die A-Bombenabwürfe über Hiroschima und Nagasaki diskutiert werden.
Immerhin haben in Norkorea alleine die vom stalinistischen Regime verschuldteten Hungersnöte während der 90er Jahre 10 mal so viele Todesopfer gefordert.

Kommentar von DaRockwilda am 7. August um 14:17 Uhr

“Das habe ich so nicht geschrieben.”

Effektiv bedeutet es aber genau das. Und man muss moralisch schon arg daneben sein, wenn man meint man dürfte Menschen ohne ihr Einverständnis töten um sie vor einem anderen, später vielleicht auftretenden Übel zu bewaren.

Kommentar von Ludovico am 7. August um 14:46 Uhr

Effektiv bedeutet es aber genau das. Und man muss moralisch schon arg daneben sein, wenn man meint man dürfte Menschen ohne ihr Einverständnis töten um sie vor einem anderen, später vielleicht auftretenden Übel zu bewaren.

Dass die Motivation der Amis damals eine völlig andere war, steht doch außer Frage. 1945 konnte außerdem noch niemand wissen, welches Elend kommunistische Regime noch über ihre Bevölkerungen bringen würden.
Es geht hier also überhaupt nicht um die Frage, ob man Menschen töten darf, um ein noch viel größeres Übel abzuwenden.
Ich stelle lediglich im Rückblick fest, dass die A-Bombenabwürfe auch eine positive Auswirkung hatten, die im Endeffekt höchstwahrscheinlich sehr viel schwerer wiegt, als die unmittelbaren katastrophalen Folgen.

Kommentar von Matt am 7. August um 14:49 Uhr

@ DaRockwilda /Admin

:)) Ich habe zwar keine Verbindungen ins Jeseits, jedoch gesunden Menschenverstand:

1) SaarEcho URL etc gibt es nicht mehr.
2) Was liegt einem journalistischen Einzelkämpfer gegen Volksverdummung durch Massenmedien am meisten am Herzen? Wohl daß er zitiert wird…

“In memoriam” sollte ergo keine Anwälte auf den Plan rufen, sondern höchstens die Erben freuen, daß das Werk des Verblichenen weitergeführt wird.

Der 1. Artikel ist tatsächlich hier wiederabgedruckt:
Amerika, das japanische Raubgold und Hiroshima:
Warum die A-Bomben wirklich fielen

http://www.uni-kassel.de/fb5/f.....ueger.html

Ich finde das Interview aber noch aussagekräftiger, das könnten wir doch hier veröffentlichen?!

Deine Kernaussage war:

Die 250.000 Japaner starben also nicht, um weitere Verluste und eine Verlängerung des Zweiten Weltkrieg zu verhindern. Sie starben für kühle machtpolitische Interessen und das Kräftemessen zwischen zwei militarisierten Imperien.

Krüger definiert diese “machtpolitische Interessen” konkreter:

Der Atombombenterror diente zwei wesentlichen Zielen:
Erstens der Verhinderung einer Japan-Invasion durch die bereits formierten Armeen Stalins. Und zweitens ging es den Amerikanern darum, das von Japan seit 1937 in Ostasien geraubte Edelmetall - vornehmlich Gold - im Werte von vielen Hundert Milliarden Dollar abzugreifen.

Die Existenz von riesigen Mengen Gold in den Ländern des Fernen Ostens vor 1945 lässt sich zweifelsfrei belegen. Gold war, einer alten asiatischen Tradition folgend, in Jahrhunderten als äußerst beliebtes Wertaufbewahrungsmittel gehortet worden, während Silber als monetäres Medium verwendet wurde, obwohl es im Reich der Mitte schon 900 vor Christus eine Goldwährung gegeben hat. Später war Jahrhunderte lang weitaus mehr Gold aus dem Westen sowie aus Russland und Australien nach Asien abgeflossen, als von den meisten asiatischen Ländern exportiert worden war. Gleichzeitig produzierten viele asiatische Länder seit Jahrhunderten auch selbst Gold.

Vor dem zweiten Weltkrieg waren die asiatischen Goldhorte im Westen längst bekannt und wurden als ”indische Goldhorte” bezeichnet. Schon Kolumbus brach 1492 nach Indien auf, um nach den legendären asiatischen Goldhorten zu suchen, entdeckte aber auf halber Strecke Amerika und das Gold der Mayas und Azteken. Als Indien bezeichnete man später mehrere Jahrhunderte lang aber nicht nur das heutige Indien, sondern weite Teile des Fernen Ostens, die Vorderindien, Hinterindien und Holländisch-Indien genannt wurden. Der Begriff Südostasien wurde erst nach 1945 von den USA als regionale Beschreibung des Teils von Asien eingeführt, den Japan zwischen 1937 und 1945 mit Krieg überzogen hatte - und erst seitdem werden die ”indischen” Goldhorte fälschlicherweise allein dem heutigen Indien zugeordnet.

Kurzum: Das Gold Asiens ist nie von den Statistiken des Westens erfasst worden, wie auch schon Adolf Soetbeer in seinem Standardwerk über die ”Edelmetall-Produktion” seit der Entdeckung Amerikas bis zur Gegenwart schon 1979 festgestellt hat. Auf die Zahlen von Soetbeer aber berufen sich alle Statistiker seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wenn sie Schätzungen der weltweiten Goldproduktion seit Menschengedenken und bis etwa 1870 vornehmen. Sie unterschlagen oder übersehen dabei, dass von Soetbeer die im riesigen Asien Jahrhunderte lang akkumulierten Goldmengen nie berücksichtigt worden sind, ebensowenig wie das in Jahrhunderten vom Westen in den Fernen Osten abgeflossene Gold bis 1939. Das Gold Asiens existierte somit offiziell überhaupt nicht und war damit ein ideales Objekt für Raub und Unterschlagung, wie sie dann während und nach dem Zweiten Weltkrieg geschehen sind.

Übrigens blieben auch einige von den Nazis geraubten Goldschätze kleinerer Staaten “verschwunden”…

Zu untersuchen ist, inwieweit die Konzentration der Goldvorräte Kriegsgrund und notwendige Voraussetzung für Bretton Woods war: “Die USA brauchten also möglichst alles Gold dieser Welt, damit der Dollar - bedrucktes Papier - vom in Jahrhunderten gewachsenen Vertrauen in das Edelmetall profitieren können würde.” (Krüger)

Die Verschleierung des Raubs sowie die anschließende Unterschlagung der japanischen Kriegsbeute ist schon lange vor Kriegsende vorbereitet und ab der japanischen Kapitulation konsequent umgesetzt worden. Schon 1944 hatte Roosevelt einen Goldkrieg gegen Europa begonnen, indem der Dollar um 40 Prozent abgewertet und der Goldpreis von 27,62 Dollar auf 35 Dollar pro Feinunze angehoben wurde, mit der Folge, dass riesige Mengen europäischen Goldes in die USA strömten, dort scheinbar sinnlos akkumuliert und sterilisiert wurden und die europäischen Wirtschaften in Schwierigkeiten gerieten, weil eines der wichtigsten monetären Metalle dem internationalen Finanz- und Währungskreislauf von den USA entzogen worden war. Zeitgleich führte Roosevelt Mitte der 1930er Jahre einen nahezu identischen Silberkrieg gegen China, der zum Abfluss riesiger Mengen des monetären chinesischen Silbers in die USA führte und die Wirtschaft im Reich der Mitte ruinierte, so dass sich die chinesische Regierung zu heftigen Protesten gegenüber Washington veranlasst sah. Hintergrund war der britisch-amerikanische Plan, in China einen Gold-Devisenstandard zu etablieren, der auf einen Gold-Dollar-Standard hinauslaufen sollte. Der Dollar sollte als Weltgeld und internationale Währungsreserve etabliert werden. Dafür allerdings mussten der Dollar und das Gold identisch erscheinen. Die Akkumulation und Sterilisierung des in die USA geflossenen europäischen Goldes erklärt sich damit gleichsam wie von selbst, auch wenn Wirtschaftswissenschaftlern der Vorkriegszeit dieser Hintergrund verborgen blieb.

Doch Japan machte den USA mit der Eröffnung des Krieges gegen China im Jahre 1937 zunächst einen Strich durch die Rechnung, China als Testmarkt für den Dollar als Weltgeld mit einem Gold-Devisenstandard als Vorstufe etablieren zu können. Das gelang den USA erst mit dem schon ab Jabuar 1942 - wenige Wochen nach dem japanischen Überfall auf Pearl Harbor - vorbereiteten Abkommens von Bretton-Woods für ein neues internationales Finanz- und Währungssystem der Nachkriegszeit, in dessen Mittelpunkt wieder das Gold stehen sollte, das aber faktisch auf einen Gold-Dollar-Standard hinauslief, wie er dann auch im 1944 unterzeichneten Abkommen von Bretton-Woods mit Blick auf Europa von den USA durchgepeitscht wurde.

Zweifellos eines der größten Piratenstücke in der Geschichte. Und dazu brauchten die Räuber die größtmögliche Bombe.

Übrigens wird ebenso übersehen/totgeschwiegen, daß die Amerikaner erst 2 Monate nach der deutschen Kapitulation in der Lage waren, eine Atombombe zu zünden. Quellen behaupten, daß die Deutschen, entgegen der populären Geschichte von der Nichtweiterverfolgung, bereits 1943 nukleares Material an der Ostfront einsetzten. 1944 und März 1945 erfolgten Bombentests auf Rügen und im Thuriger Wald.
Erst mit dem deutschem Know-How der Uranbombe, bewältige Los Alamos die Theorie. Auch das Bombenmaterial für den Test und Hiroshima stammte von den Deutschen — eigentlich aus Belgisch Congo.

NB: Der deutsche Ansatz der Atombombe basierte nicht auf der Riesenexplosion jeseits der “kritischen Masse”, sondern auf der dosierten Nutzung von Uran als Supersprengstoff. Dieses Wissen führte zur Konstruktion der “Mini-Nukes”.

Kommentar von jacomo am 7. August um 15:00 Uhr

positive auswirkungen??

ne richtig kranke aussage ist das zum thema.

Kommentar von Matt am 7. August um 15:12 Uhr

@ Ludovico:

Interessanter Artikel. Allerdings lässt sich daraus kaum ableiten, dass der A-Bomenabwurf der größter Raubmord der Geschichte war. Immerhin haben die Japaner das Gold ihrerseits geraubt, und angesichts der Blutspur, die sie durch ganz Südostasien gezogen haben, sind sie dabei mit Sicherheit auch nicht zimperlich vorgegangen.

So weit so richtig. Aber wo it das Gold danach hingekommen? Wer besitzt es heute?

Warum wurden bereits 1951 im Friedensvertrag von San Francisco sämtliche zukünftigen Schadensersatzansprüche der asiatischen Opfer japanischer Kriegsverbrechen klammheimlich und für alle Zeiten ausgeschlossen?

So stellt man Komplizen ruhig.

Warum meiden die USA wie der Teufel das Weihwasser seit nunmehr 60 Jahren alle Versuche, die auf eine umfassende Aufarbeitung der japanischen Kriegsverbrechen abzielen (Unit 731, Comfort Women, Sklavenarbeit, Einsatz von Bio- und Chemiewaffen, bestialische Massentötungen von Zivilisten etc.)? Warum erhielten die Opfer des japanischen Dr. Mengele, General Ishi, weder eine Entschuldigung noch Entschädigung? Warum wurde nicht einmal eine Untersuchungskommission im Zusammenhang mit japanischem Raubgold - ähnlich wie mit Stuart Eizenstat beim mit Nazi-Raubgold - ins Leben gerufen? Weil die Vereinigten Staaten mit Japan, Täter und Opfer zugleich, eine gemeinsame Leiche im Keller liegen haben?

Warum drängte US-Präsident Truman den später zum Außenminister beförderten John Foster Dulles (Bruder des späteren CIA-Chefs), möglichst schnell einen Friedensvertrag mit Japan abzuschließen, den US-Vasall Chiang Kai-shek als asiatisches Feigenblatt unterschreiben sollte (genau der, der engste Kontakte zur “Green Gang” der Shanghaier Unterwelt pflegte, die Reste der chinesischen Goldreserven abgegriffen hatte, nach Formosa geflüchtet war und dort sein Mini-China unter dem Schutzschirm Washingtons errichten durfte)?

Weil eine juristische Aufarbeitung der kapitalen japanischen Verbrechen zwangsläufig auch zu den einfachen Verbrechen wie Raub und Plünderung geführt haben würde und die Frage gestellt werden könnte, was mit dem japanischen Raubgold geschehen ist.

http://www.goldseitenforum.de/.....stid=25881

Kommentar von pony_huetchen am 7. August um 15:37 Uhr

@ Matt - danke Dir und entschuldige die Voreiligkeit des Admin.

Pony hat zum Saar-Echo interessante Infos.
Erstmal: Ich hatte damals mit einer Gruppe Leuten Interesse, das Saar-Echo nach dem Tode Walter Kronenbergers weiterzuführen. Was daraus wurde:
HIER

Schön, dass Du das Erbe daran wachhälst und auch noch Artikel gespeichert hast.
Nun kommt die gute Nachricht (nach der schlechten unter dem Link oben): Sämtliche alten Saar-Echo Artikel sind wieder im Netz - offensichtlich hat jemand die Seite gespiegelt. Die Suchfunktion ist gewöhnungsbedürftig, man muss die einzelnen Jahrgänge getrennt durchforsten. Aber: Ich habe sämtliche Artikel zu Hiroshima wiedergefunden. Man kann sie nicht per Link veröffentlichen. Es wird keine neue URL generiert. Ich habe sie alle als pdf vorbereitet und werde sie gleich posten.

Den Link zu der Seite erhält man auf Anfrage bei mir per e-Mail.
Sie ist nicht mehr öffentlich, zumindest soll sie vorerst nicht per Link durchs Netz getragen werden, da die Rechtsfrage nicht geklärt ist.

Was ich eben telefonisch erfahren habe:

Frau Kronenberger, die Witwe und Erbin würde das Saarecho verkaufen. Preisvorstellung habe ich erfahren und Kontakt habe ich soeben hergestellt. Wenn also Interesse an einem gemeinsamen Projekt besteht, oder aber Spender sich berufen fühlen, das Saarecho wieder aufleben zu lassen: e-Mail an Pony

(pdf’s kommen gleich, mein Server streikt im Moment)

Kommentar von pony_huetchen am 7. August um 15:50 Uhr

Saarecho - Artikel zu Hiroshima und Ende 2. Weltkrieg

1
Amerika, das japanische Raubgold und Hiroshima:
Warum die A-Bomben wirklich fielen
2
Erst seit wenigen Tagen sieht die Welt klarer:
Hiroshima: Verbrechen, Pathos, Lügen (Interview)
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Hiroshima: Millionen Krebstote durch Atomtests
60 Jahre Atomwaffen: Ein „Weltappell“ der Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki
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Ein großes Thema aus anderem Blickwinkel:
Truman, Churchill, der heiße und der kalte Krieg (I)
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Truman, Churchill, der heiße und der Kalte Krieg:
UdSSR hat Krieg gewonnen, Amerika die Welt (II)

Kommentar von Ronald am 7. August um 16:56 Uhr

Kurzer Einwurf:

Zu dem auch von mir gern gelesenem Saar-Echo wird man hier:


fündig.

Leider funktioniert die Suchfunktion nicht mehr, hatte vor einiger Zeit noch geklappt.

Kommentar von Matt am 7. August um 17:01 Uhr

@ Pony: Namen sind Schall & Rauch (Man könnte allerdings Herr Krüger (maxim) mal interviewen)

IMHO geht es im WWW um Informationsfluß und -vermittlung.
Auch das Interview mit V. Falin gehörte zu den Highlights des SE und ist auf meiner Platte archiviert :)

Beim heutigen Thema geht es wohl um die Frage, was bringt Menschen dazu, solche Waffen einzusetzen? Die Höhe der Beute?

Nicht jeder Dieb setzt tödliche Waffen ein, aber für hunderte von Milliarden in GOLD…

Die Strategie sich der weltweiten Goldschätze zu bemächtigen, um sie gegen Papiergeld auszutauschen, entstand bereits nach dem 1. Weltkrieg und wurde spätestens seit 1934 in die Tat umgesetzt.

http://www.goldseitenforum.de/.....#post31377

1945 lief den USA die Zeit davon, denn von einer vollständigen Kontrolle Japans war man weit entfernt. Für den Jahrtausendraub brauchte man die Bedingungslose Kapitulation Japans, d.h. die totale und alleinige Kontrolle. Mittels der “Wunderwaffe”, von entführten deutschen Fachleuten binnen 2er Monate funktionsfähig gemacht, hatte man das ultimative Erpressungspotential. Es wurde ohne moralische Skrupel eingesetzt.

Übrigens fragen sich auch in Europa inzwischen Einige, wohin die Kriegsbeute nach 1945 verschwunden ist:

http://www.reichsbankgold.de/

Kommentar von arm am 7. August um 17:23 Uhr

Wer hat die Atombombe entwickelt, weitergegeben, abgeworfen und wer setzt sie als Drohmittel ein?

Die Wahrheit gilt unabhängig davon, ob sie gehört werden mag oder nicht - sie gilt für jeden, auch für die Untertanen des Imperiums.

Kommentar von Franz-Josef Hanke am 7. August um 18:00 Uhr

Es wäre sehr erfreulich, wenn das Saar-Echo wieder aufleben könnte.
Die Aussage, dass der Atombomben-Abwurf auf Hiroshima und Nagasaki etwas Gutes habe, wenn er ein zweites Nordkorea in Japan verhindert hätte, ist mir ziemlich unverdaulich: Das stinkt nach Präferenz-Utilitarismus a la Peter Singer!
Was die Skrupel der US-Regierung in Bezug auf den Einsatz von A-Bomben betrifft, kann ich eine persönliche Anekdote beisteuern:
1984 habe ich Anthony Guarisco kennengelernt. Er war Präsident der Internationalen Vereinigung der Atom-Veteranen. In den 50er Jahren hat er als Unteroffizier einer Einheit auf dem Bikini-Atoll an Atomtests teilgenommen: Die Soldaten mussten auf den Atompilz zurennen und wurden hinterher untersucht.
Anthonys Rüdkgrat ist dabei verschmolzen. Er sah etwa 20 Jahre älter aus, als er war. Er ging am Stock und konnte nur auf speziellen Matratzen auf dem Boden schlafen.
Aber er hat mit unerschütterlicher Klarheit und Festigkeit entschieden gegen Atomwaffen gekämpft. Auch die sogenannte “friedliche Nutzung” der Atom-Energie hat er immer im direkten Zusammenhang mit der militärischen Annwendung gesehen.
Gemeinsam haben wir Rundfahrten durch das sogenannte “Fulda Gap” unternommen. Polizisten standen dann vor den US-amerikanischen Atom-Bombenlagern oder den Raketen-Abschussbasen und wollten uns vertreiben. Wenn sie Anthony gesehen haben, klappte ihnen die Kinnlade herunter und sie waren sprachlos. In wenigen Minuten hat er - auf englisch - ganze Hundertschaften junger Polizisten überzeugt.
Die Atomtechnik ist kriminell: “Zivil” und militräisch ist sie das Spiel mit dem pilzförmigen Feuer.
Niemand hat die Erlaubnis, solche Wanfen einzusetzen, niemals und gegen niemanden!
Nein zum Krieg!
fjh

Kommentar von pony_huetchen am 7. August um 18:12 Uhr

Da schneidest Du ein Thema an, das mir unter den Nägeln brennt:

Übrigens fragen sich auch in Europa inzwischen Einige, wohin die Kriegsbeute nach 1945 verschwunden ist:

Ja - auch ich frage mich das, seitdem mir einige Zusammenhänge (die mir beim Studium der Geschichte zuvor verschwiegen wurden) endlich immer klarer werden.

Mir geht es dabei aber vor allem um den Staatsschatz des Deutschen Reiches, also jenes Gold, dass einst von den Menschen erwirtschaftet worden war. Die Frage nach dem Verbleib des NS-Goldes ist noch einmal etwas anderes, hat doch dort eine illegale Aneignung stattgefunden.

An dem Staatsschatz selbst jedoch klebt kein Blut (zumindest nicht mehr als an jedem regulären Staatsvermögen). Das jedoch ist auch weg. In Fort Knox und in dem Goldkammern der FED. Hier wird es gewogen und verladen. Wer es zurückholen will - hier ist der Stadtplan :-( (FED - Goldlager untere Hälfte der Seite)

Das bringt mich völlig auf die Palme.

Zurück zu Hiroshima.

Hier möchte ich auf Günther Anders und sein Buch: “Hiroshima ist überall” verweisen.

Und noch ein paar Links:
http://www.artfond.de/atombombe.htm (Brief Günther Anders an Claude Eatherly - den Piloten von Hiroshima)

und Hiroshima - 60 Jahre:
http://www.arendt-art.de/deuts.....8_1945.htm

Kommentar von guadalupe am 7. August um 18:35 Uhr

@ Pony_Huetchen

Du schreibst:
“An dem Staatsschatz selbst jedoch klebt kein Blut (zumindest nicht mehr als an jedem regulären Staatsvermögen). Das jedoch ist auch weg. In Fort Knox und in dem Goldkammern der FED.

Das bringt mich völlig auf die Palme.”

Deswegen wird das Gold der Deutschen Bundesbank auch nicht verkauft. Denn weg ist weg und wiederholen ist gestohlen. :-)

Sollte nach dem Crash des US-Dollars (und des Euros) zugunsten einer Welteinheitswährung diese goldgedeckt sein, ist das Gold dann ja in den Händen der üblichen Verdächtigten.

Denke aber, daß sich die Herren des Geldes mit den erweiterten Manipulationsmöglichkeiten des ungedeckten Geldes angefreundet haben. Deswegen wird wohl eher die Abschaffung des Bargeldes zugunsten einer elektronischen Währung favorisiert, da so jede Geldbewegung kontrolliert werden kann. Stichwort Digital Angel.

Da über Geld nicht nachgedacht wird und deswegen alle (ob rechts oder links und egal, wie sich das Wirtschafts- oder Politsystem nennt) am alten Monopol-Geld hängen, wird es wohl geschehen müssen. Dabei braucht man das alte Geld doch einfach nicht mehr benutzen. Dann verlieren deren Herren ihre Macht.

http://www.rheingoldregio.de

Kommentar von pony_huetchen am 7. August um 18:41 Uhr

@guadalupe

http://www.rheingoldregio.de

Und wie Sie sehen, sehen Sie nichts ….. :-(

Wann gibt’s wieder was zu sehen?

Ach ja - und apropos Bundesbank verkauft kein Gold? Immer ein bisschen: steter Tropfen höhlt aber den Stein.

Kommentar von Nemo am 7. August um 18:46 Uhr

Matt,

das ist ja alles wirklich sehr interessant und in der Tat dürfte klar sein, dass der eigentliche Adressat der A-Bomben Stalin war und niemand sonst. Hier wurde schon vor Ende des Krieges an den nächsten gedacht (bzw. daran, dass der Krieg um die Vorherrschaft in der Welt - Weltkrieg - andauern würde). Wenn auch mit teilweise anderen Mitteln.

Aber etwas verstehe ich nicht:

Wieso haben die USA die Sowjetunion in der Konferenz von Jalta erst dazu überredet, Japan unter Bruch des Neutralitätsabkommens den Krieg zu erklären, wenn sie eine Invasion sowjetischer Truppen in Japan befürchteten?

Und warum haben die USA der Sowjetunion 30 große Landungsboote zur Verfügung gestellt (die sowjetische Marine war damals ziemlich rückständig), mit deren Hilfe die Rote Armee die Kurilen erobern konnte? Das wäre doch eine merkwürdige Strategie der Amerikaner, wenn sie die SU von Japan fernhalten wollten.

Gibt es belastbare Quellen bzgl. sowjetischer Pläne, eine Invasion Japans vorzunehmen?

Kommentar von Folkert Nanninga am 7. August um 19:29 Uhr

Passend zu diesem Ereignis von vor 62 Jahren habe ich folgenden Text gefunden:

MOAB

Kommentar von Matt am 7. August um 20:25 Uhr

@ Nemo:
http://911.achilles-os.de/pony.....shima2.pdf

- hast Du gelesen?

Die SU / Stalin mit den Kurilen bei Laune zu halten widerspricht nicht dem Fakt, daß es auf Japan keine Besatzungszonen gab und 1951 im Friedensvertrag alle Ansprüche japanischer Kriegsopfer für nichtig erklärt wurden.

Krüger sagt, daß selbst Finnland das 10-fache japanischer Reparationen zahlte (ganz zu schweigen von der “ewigen” deutschen Schuld ;) )

Kommentar von pony_huetchen am 7. August um 21:37 Uhr

Hallo Folkert Nanninga.

Ich habe die Quelle hinter dem Link überprüft. Sie wird als äußerst unseriös im Internet diskutiert. (Sarcha Faal). Die angebliche Originalquelle, auf die sich Sarcha Faal bezieht, nämlich die “Russian strategic nuclear forces” geben keinen Hinweis. Ich habe die gesamte Domain mit verschiedenen einschlägigen Suchbegriffen zu dem angeblich gestrigen Bombentest durchforstet. Ergebnis negativ. Tatsache ist lediglich, es gibt einen Artikel von 2006, in dem von einem geplanten “Divine Strake test” in Nevada gesprochen wird.

Von einer Bombendetonation, die Ursache des gestrigen “Erdbebens” in Utah gewesen sein soll, steht in dieser Quelle nichts.

Das heißt nicht, dass ich nicht alles und auch das für möglich halte. Nur bislang gibt es keine seriöse Quelle dafür.

Kommentar von jacomo am 7. August um 22:07 Uhr

@ franz-josef
ich neige auch eher dazu, gerade bei diesem thema, beim eigentlichen thema zu bleiben.
das ganze drumm herum mag zwar politsch recht aufschlussreich sein, lenkt aber durchaus vom eigentlichen sinn ab.

gerade in den letzten jahren wurde der einsatz von nuklearwaffen salonfaehig gemacht. die globale reaktion darauf…so gut wie keine.
a lizense to nuke.

warum fragt man nicht deutsche spitzen-politiker, was sie vom einsatz nuklearer sprengkoepfe halten.
und falls sie sich erwartungsgemaes dagegen aussprechen,… warum gab es keine massiven proteste der deutschen regierung gegen den alleingang der bush-regierung, fuer den praeventiven einsatz von nuklear-waffen.
wie konnte das merkel im fruehjahr 2006 ‘atom-chirac und seine pro-nuke auesserungen auch noch in schutz nehmen?? (alleine hier waere merkel&co fuer mich schon gegangen)

warum reagiert die deutsche regierung nicht, auf die schon seit einiger zeit offen diskutierten plaene fuer den einsatz von nuclearwaffen gegen iranische einrichtungen (bis zu 1200) von seiten amerikas/israels?

“sollte teheran atomwaffen auf israel abfeuern, wuerde die iranische hauptstadt umgehend “ausgeloescht”"
klar, hab ich ein wenig aus dem zusammenhang gerissen.
diese worte kommen von unserem ‘frueh-alzheimer-atom chirac, im februar 07. genau ein jahr nach seinen aehnlich klingenden ausserungen zum gleichen thema. ..jahrestag?
man beachte, dass es sich nach chiracs worten unbedingt und exklusiv um eine 12bis 14 millionen metropole handelt, wenn man die dicht besiedelte stadt-provinz-teheran beruecksichtigt.
“”ausloeschen??…..wenn schon denn schon??

warum sind auf deutschem boden amerikanische atomsprengkoepfe und waffensysteme installiert? und wie kann das gerechtfertigt sein und bestand haben?

die liste ist unendlich. so auch die anzahl der individuen, die rund um die welt, meist extrem attakiert und fuer sich alleine gegen den bestand und vor allem gegen den einsatz von atomwaffen kaempfen. mehr ist es nicht wert!

vielleicht wird der protest gegen den einsatz von atomwaffen demnaechst auch als konspiration gegen die freiheitlichen werte der radikal-demokratischen kriegsmaschiene verboten.

ps. nicht so abwertend gemeint, aber….scheiss auf euer ‘feingold’.

Kommentar von foulnan am 8. August um 03:51 Uhr

@ pony_huetchen

http://www.geistig-frei.com/forum/index.php/
topic,15829.msg325001.html#msg325001

Kommentar von jacomo am 8. August um 07:41 Uhr

uebrigens:
am montag war die premiere fuer die neue dokumentation ueber hiroshima und nagasaki auf HBO: “white (white light black rain)”
in diesem film kommen zum groessten teil ‘die ueberlebenden’ zu wort. kann nicht fiel darueber sagen. irgendwie, wie alles zu diesem thema ….deprimierend…..und extrem brutal
http://twitchfilm.net/site/vie.....n-okazaki/

Kommentar von pony_huetchen am 8. August um 09:40 Uhr

@ foulnan

Die Quelle sieht schon zuverlässiger aus ;-)
Hier das Original.
http://www.sltrib.com/ci_6567487

Kommentar von basilisk am 8. August um 09:40 Uhr

Bei diesem Thema hat Politblog wieder einmal seine ganz starke Seite gezeigt.
Sehr interressant die pdf’s von Pony, ganz besonders das Interview mit V. Falin. Sein kühler sachlicher Ton ist sehr überzeugend. Ich glaube auch auch nicht an die Story, dass mit der A-Bombe eine sowjetische Invasion verhindert werden sollte. Für das wäre die Sowjetunion zu schwach gewesen.
Denn anders als die Angloamerikaner hat die Sowjetunion niemals Bombenkriege geführt, sondern nur Bodenkämpfe. Dass ist ist genau das, was die Agloamerikaner von den Anderen unterscheidet: möglichst keine eigenen Verluste, aber völlige Zerstörung des Gegners und absolut keine Rücksicht auf Zivilisten und die Infrastruktur. Selbst bei den Nazis war der Anteil der Zerstörung aus der Luft relativ gering, und beschränkte sich auf Grossbritanien und auf den Anfang des Krieges. Der Luftkrieg , die feigste aller Kriegsarten, ist eine Domäne der Angloamerikaner, auch wenn jetzt noch Israel dazugekommen ist. Damit ich nicht falsch verstanden werde: ich finde jeden Krieg abscheulich. Wenn man also die richtigen Schlüsse aus der ganzen Sache zieht, kommt man unweigerlich zu der Festsstellung: was immer man von der Bush-Gang halten mag, die anderen Präsidenten waren auch nicht besser (ausser Kennedy in seiner Endphase). Die anderen US Präsidenten konnten sich besser “verkaufen” und viel besser lügen. Truman war ein irrer Typ, der nach Abwurf der A- Bombe auf dem Schiff, auf dem er sich gerade befand, vor Freude sich überschlagend herumtollte. Ich war früher ein begeisterter Anhänger der USA, heute schüttelt es mich vor Grauen wenn ich nur an diesen Menschen verachtetenden Moloch denke.

Kommentar von Chris am 8. August um 11:25 Uhr

Vielleicht Korinthenkackerei - aber die Aussage, in Hiroshima habe der erste Atombombenabwurf der Geschichte stattgefunden, ist falsch. Der erste Atombombenabwurf der Geschichte fand in New Mexico statt, am 16.06.1945 (das steht auch in dem von EUch verlinkten Wikipedia-Text, gleich im zweiten Abschnitt).

Kommentar von Chris am 8. August um 11:26 Uhr

sorry, 16.07 .-)1945

Kommentar von Nemo am 8. August um 11:35 Uhr

Matt,

Saarecho_Hiroshima2.pdf

- hast Du gelesen?

Ja, habe ich.

All diese Zusammenhänge waren mir wirklich neu. Es klingt ja nicht unplausibel, aber behaupten kann man natürlich vieles. Ich lese so etwas lieber erstmal mit einer gewissen Skepsis, auch wenn ich es freilich nicht widerlegen kann. Zumindest würde es erklären, warum die USA und Japan auf der internationalen Bühne so dicke Freunde sind - das hat mich immer gewundert. Und die ökonomischen Hintergründe von Krieg und “Terror” dürften wichtiger sein, als allgemein angenommen.

Was die Japan-Invasion der SU betrifft: es bleibt widersprüchlich, aber tatsächlich scheint es Pläne gegeben zu haben. Dem Hinweis in obigem Dokument folgend, findet sich bei RIA folgende Aussage des sowjetischen Armeegenerals Machmut Garejew:

Auch ihre Verpflichtung, mit der Roten Armee die Bürde der Besetzung der Insel Hokkaido zu teilen, worüber sich die Führer der drei Mächte geeinigt hatten, wurde nicht erfüllt. General Douglas MacArthur, der auf Präsident Harry Truman einen starken Einfluss hatte, trat entschieden dagegen auf. Und so konnten die sowjetischen Truppen das japanische Territorium nicht betreten. Dafür hinderten wir das Pentagon daran, Militärstützpunkte auf den Kurilen unterzubringen. Es war klar: Hätten sie sich dort erst festgesetzt, so wäre es sehr schwer gewesen, sie zum Räumen der Basen zu zwingen.

Kommentar von pony_huetchen am 8. August um 12:28 Uhr

@chris

Vielleicht Korinthenkackerei - aber die Aussage, in Hiroshima habe der erste Atombombenabwurf der Geschichte stattgefunden, ist falsch. Der erste Atombombenabwurf der Geschichte fand in New Mexico statt, am 16.06.1945 (das steht auch in dem von EUch verlinkten Wikipedia-Text, gleich im zweiten Abschnitt).

Es ist keine Korinthenkackerei - es ist schlicht falsch (bei Wikipedia). Es handelte sich nicht um einen “Abwurf”, sondern um eine “Zündung” im Rahmen des sog. Trinity-Tests.

Hier kann man den Test sehen- von “Abwurf ” kann da keine Rede sein, sondern vielmehr von einem “geordneten” (so schrecklich das Wort in diesem Zusammenhang klingen mag) Freiland-Versuchsaufbau.

Kommentar von pony_huetchen am 8. August um 12:36 Uhr

Achtung:
Sehr empfehlenswerter Artikel vom 6. August 2007 und Zusammenstellung sehr interessanter Videos - auch schrecklicher pro-A-Bombe US-Propagandavideos - in diesem Blog:

Zuschauertest im Atomzeitalter

Kommentar von n.i.r.b.i.d. am 8. August um 12:45 Uhr

Naja, nach dem Manhattan Project hat man Oppenheimer gefragt ob das nun die erste Zündung einer Atombombe auf der Welt gewesen wäre, er sagte: “Ja, zumindest die erste der Neuzeit.”

Kommentar von guadalupe am 8. August um 12:59 Uhr

Im pdf

http://911.achilles-os.de/pony.....shima2.pdf

wird ja behauptet, daß sich die USA das Raubgold der Japaner angeeignet hätten.

Im finanziellen Bereich, so fällt mir auf, wird ständig ein unglaublicher Stuss erzählt. Die BRD sei Exportweltmeister wird beispielsweise behauptet, als wäre die BRD die exportierende Firma; die westliche Welt wäre Gläubiger der Dritten Welt, als würden die höchstverschuldeten Staaten den armen Ländern in den Mengen Geld leihen können usw. usf. In meinen Augen hirnverbrannte Vereinfachungen, die uns wie eine Geld-Gehirnwäsche in den Kopf gebrannt werden, damit wir eben nicht durchblicken, wer die eigentlichen Nutznießer des alten Geldsystems sind.

Wer ist denn in aller Welt die USA? Hat da jeder Bürger der USA zu Weihnachten einen Goldbarren Raubgoldes durch Santa Claus im Schornstein vorbeigebracht bekommen? Nein, natürlich nicht.

Wurden die Goldbarren als Staatseinnahme verbucht so wie Eichel seinerzeit den Verkauf der Handyfrequenzen verbuchte? Nein, natürlich nicht, dann wäre der Raub öffentlich und in jedem Haushaltsbericht nachzulesen gewesen.

Das von Räubern geraubte Gold erreichte also weder den Bürger der USA noch den Staat USA. Aber “die USA” sollen es geraubt haben. Wie passt das zusammen?

Wer in aller Welt hat diese unglaubliche Menge tonnenweise eingesackt und warum eigentlich?

Schlimm, daß wir es nicht wissen. Noch schlimmer, daß wir es offensichtlich nicht wissen wollen.

Kommentar von guadalupe am 8. August um 13:12 Uhr

@ n.i.r.b.i.d.
Was hat Oppenheimer gemeint? Gab es in der “Altzeit” bereits Atombomben? :-)

Ich frage deswegen, weil ich den Verdacht habe, daß es auch okkulte Motive gewesen sein müssen, die den Bau der Atombombe vorangetrieben haben. Nicht nur, weil während okkulter Rituale in der Bohemian Grove ausgedacht, auch weil die Namen wie Trinity auf einen religiösen, besser spirituellen Hintergrund schließen lassen.

Stichwort: Quantenphysik. Äther-Konzept, Schrödingers Katze. Welle versus Teilchen.

Kommentar von manicmechanic am 8. August um 13:35 Uhr

@guadalupe:
Glück, oder Pech, daß die Damen und Herren im Jonasthal nicht mehr Material und Zeit hatten?

Kommentar von n.i.r.b.i.d. am 8. August um 14:10 Uhr

@guadalupe:

Ja also ich hab auf jeden Fall gehört, dass es wohl schon vorher zu atomaren Explosionen auf der Erde gekommen sein soll. Wann genau und von wem verursacht ist mir zumindest unbekannt, vielleicht wusste der Oppenheimer was ;-)
Das Alte Testament ist dennoch voll mit “Engelswaffen die ganze Armeen versengen” und ähnlichen vagen Umschreibungen die vielleicht auf hochentwickelte Waffen hindeuten.

Inwiefern das okkulte damit reinspielt kann ich nicht sagen, aber “Experten” wie Michael Tsarion behandeln diesen Aspekt, geht auf jeden Fall in die Richtung “Multidimensional beings” *g* ;-)

Kommentar von DirtyFinger am 8. August um 17:19 Uhr

Also, damit ihr mal eine etwas andere Perspektive zu diesem ‘Terrorangriff’ auf Hiroshima hört:

Meine Mutter kommt aus Korea.
Sie ist auf einem eher ärmlichen Bauernhof aufgewachsen in einem Dorf, das ehemals eine wohhabende Gemeinde war.

Bis die Japsen einfielen.

Die Japsen haben sich Jahrzehnte dort breitgemacht, drei/viertel aller Ernten als ‘Steuer’ erhoben, willkürlich Menschen ermordet und Koreaner generell wie Tiere behandelt.

Als der zweite Weltkrieg losging wurde es noch schlimmer. Ganz Dörfer wurden entvölkert und für Biowaffen-Experimente missbraucht (genau wie die Chinesen und gefangene Russen). Die Frauen und Mädchen wurden nach Japan entführt und zwangprostituiert - schwangere wurden erstochen.

Als die Bombe fiel tanzten die Menschen vor Freude - als Sie erfuhren wieviele Japaner starben jubelten Sie. Meine Mutter (herzensgut und liberal) meint - wie viele andere Koreaner - das bei weitem nicht genug Atombomben auf Japan geschmissen wurden.
Und der allgemeine Konsens ist, das man mit der ganzen Kaiserfamilie das hätte anstellen sollen, was die Japsen mit der koreanischen Königin anstellten: Vergewaltigen, töten und drüber lustig machen.

Und was wirklich fast alle Chinesen und Koreaner an der Hiroshima-Bombe bedauern ist, dass diese paar lächerlichen Toten die Japaner auf einmal zu Opfern macht und ihnen die Gelegenheit gibt, zu jammern wie schlimm der Krieg für sie doch war, ganz so als ob sie bedauernswerte Leidtragende des bösen US-Imperialismus waren, die nichts anderes als “Terroranschläge” im Sinn hatten.

Man glaubt ja gemeinhin, das die deutschen die besten Schlächter sind, aber die Schlachtopferzahlen die die Japaner verbuchen dürfen machen jeden Nazi neidisch.

Nene, die amis machen ja heute viel Mist, aber was damals abging war ein abscheulicher Existenzkrieg und kein “Terrorkrieg”.
Und das Abwurf der Bombe hatte sehr wohl seine strategische Bedeutung: Alle anderen Kriegsteilnehmer schleunigst die Lust an WW3 verderben.
Hätten die Amis das nicht gemacht, dann hätten die Japaner gemütlich gewartet bis die ihre Metzeleien fortsetzen können, quasi als Rache dafür das die verloren haben.

Kommentar von guan am 8. August um 17:36 Uhr

saar-echo ist auch auf dem intersaar-server online archiviert worden. hier die artikel dazu:

Warum die A-Bomben wirklich fielen (Teil 1)
Hiroshima: Verbrechen, Pathos, Lügen (Teil 2)
Die letzten Salven des Zweiten Weltkrieges (Teil 3)

gruss

Kommentar von DOSBOX am 8. August um 17:50 Uhr

Hat ja niemand behauptet, dass die Japaner Weisenknäblein gewesen wären, aber die A-Bomben auf Hiroshima und Nagasaki waren so überflüssig, wie die totale Vernichtung Dresdens.

Kommentar von stalker am 8. August um 18:46 Uhr

Gutes Video in Englisch über die Atom-Waffen-Entwicklung bis heute !

Hiroshima – Atomwaffen 4. Generation
http://www.rainews24.rai.it/ra.....ma_eng.wmv

Dazu den aktuellen Artikel Nr. 31 von http://www.Zeit-fragen.ch lesen

Kommentar von tar am 9. August um 07:26 Uhr

ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man so zu polarisieren vermag, dirtyfinger.

du schmeißt, wie jeder naivling, sämtliche einwohner eines staates in einen topf und forderst blutrache für verbrechen einer minderen obrigkeit. denn ebenso wie bei den nationalsozialisten, war maßgeblich die militärische und politische führung an derartigen massakern schuldig und nicht 45.000 einwohner einer stadt und deren nachkommen.

das ist insofern vergleichbar, wie wenn dich einst der prügelknabe aus der oberstufe mal “zur seite genommen” hätte und du dich dann freust, dass die ganze schule an die wand gestellt worden ist. ja, du sogar forderst, sämtliche schulen auszulöschen.

diese bombe erreichte eben nicht jene, die die koreaner und chinesen, v.a. aber mongolen malträtierten ( siehe hierzu “men behind the sun” - http://german.imdb.com/title/tt0093170/ ), sondern die unschuldige einfache bevölkerung, wie in jeder diktatur.

die a-bombe hätte beim ersteinsatz durchaus ihre berechtigung gehabt - aber nur auf ein militärisches ziel.

Kommentar von DirtyFinger am 9. August um 10:07 Uhr

@tar
wie du wahrscheinlich nicht mitbekommen hast, habe ich die Einstellung meiner Mutter und die vieler anderen Koreaner wiedergegeben, inklusive der gängigen Bezeichnung Japsen für Japaner.
Ich selber bin Deutscher mit koreanischen Wurzeln, höre japanische Musik, gucke japanische Filme, spiele japanische Spiele , war früher regelmäßiges Opfer von deutschem Rassismus und bin weder rassistisch noch ein Naivling.

Und die Diskussion, ob Mitläufer in dem Maße schuldig seien in dem es die Befehlshaber sind, wurde hierzulande zu oft geführt als dass ich die hier anfachen wollte. Und ehrlich gesagt: den deutschen Zivilpersonen eine Mitschuld abzusprechen ist eine größere Tatsachenverdrehung als sie den japanischen Zivilisten abzuerkennen, da die Deutschen kulturell bedingt geistig weit freier waren als die feudalistisch geprägten Japaner dieser Zeit.

“Men behind the sun” ist mir bekannt, inklusive der Kritiken und Kontroversen zu dem Film (ich würde den gerne empfehlen, doch die nachgestellten Szenen sind grausamer als die meisten vertragen dürften), aber er umfasst eben nur die Verbrechen innerhalb dieses einen “Konzentrationslagers”.

Es ist schön, dass du nur die bösen Soldaten und Befehlshaber für atombombenwürdig hälst (die leider in allen Ehren in Japan an alterschwäche sterben durften), aber Hiroshima war eben sowohl ein taktisches als auch ein strategisches und vor allem ein militärisches Ziel: Hiroshima war Hauptquartier der Armee die Südjapan verteidigte.
Nagasaki war ein wichtiger Kriegshafen und Standort des Mitsubishi-Rüstungskonzerns und Produktionsstandort für Kriegsschiffe.

Und der Kern der gesamten Aussage ist der, dass die armen armen Japaner die bösen und unmenschlichen Terrorbombenangriffe auf ihre unschuldigen Zivilisten instrumentalisieren um sich als Opfer darzustellen und gleichzeitig ihre eigenen Bemühungen, den Rest Asiens zu ‘zivilisieren’, unter dem Aspekt historischer Schuld zu relativieren.

Und ganz nebenbei: Trotz der weitverbreiteten Ansicht, die Japaner leugnen ihre Greueltaten oder schweigen sie tot, ist das nicht wahr. Es gibt viele Aufklärer die sich auch für Reparationen und Wiedergutmachung einsetzen, aber deren Nationalisten sind ähnlich wie unser arisches Stammvolk ganz anderer Meinung und verhindern effektiv flächendeckende Aufklärung oder politische Gesten. Man stelle sich einfach nur vor, Deutschland wäre besiegt, aber Hitler begnadigt und weiterhin Kanzler im Austausch für alle technologischen Geheimnisse Deutschlands und tada, nix iss mit Entnazifizierung.

Kommentar von Hörman am 9. August um 10:57 Uhr

Es gibt viele Aufklärer die sich auch für Reparationen und Wiedergutmachung einsetzen, aber deren Nationalisten sind ähnlich wie unser arisches Stammvolk ganz anderer Meinung und verhindern effektiv flächendeckende Aufklärung oder politische Gesten.

Wenn Du von “unserem arischem Stammvolk” redest, entnehme ich dieser Aussage, dass Du einen Großteil der deutschen für Rassisten hälst? Oder was meinst Du mit dieser merkwürdigen Umschreibung des heutigen deutschen Volkes? Bist Du der Meinung, dass die deutschen ihre Geschichte nicht ausreichend aufarbeiten und noch immer zu einem Großteil der nationalsozialistischen Ideologie anhängen?
Oder hängt diese Aussage damit zusammen, dass Du “früher regelmäßiges Opfer von deutschem Rassismus” geworden bist? Ich will dieses nicht anzweifeln. Mich würde jedoch interessieren, wie diese rassistischen Angriffe ausgesehen haben, da ich ähnliche Äusserungen schon öfters gehört habe und ich es aufschlußreich fänd, hier einmal eine genauere Schilderung zu hören, wie sich regelmäßig ausgeübter Rassismus in Deutschland äußern kann. Vllt bekommt man als “Stammdeutscher” da ja einiges nicht mit, oder es gibt regionale Unterschiede?!

Kommentar von pony_huetchen am 9. August um 13:11 Uhr

@DirtyFinger

Ich hoffe und vermute, dass die Wahl der Vokabel sich auf rechtsradikal rassistische Positionen bezieht und nicht von der irrigen These ausgeht, ganz Deutschland definiere sich durch Rassenzugehörigkeit.

@Hörmann

Mich würde jedoch interessieren, wie diese rassistischen Angriffe ausgesehen haben, da ich ähnliche Äusserungen schon öfters gehört habe und ich es aufschlußreich fänd, hier einmal eine genauere Schilderung zu hören, wie sich regelmäßig ausgeübter Rassismus in Deutschland äußern kann.

Tatsache aber ist: Es gibt Rassismus in Deutschland und er wird zur Zeit mehr und mehr geschürt. Zu den neuen “Underdogs” sollen Menschen muslimischen Glaubens gemacht werden genauso wie Menschen anderer Hautfarbe.
Und es gibt immer wieder Übergriffe auf diese Menschen bis hin zu Gewalttaten und Mord. Die Urheber sind in der Regel im rechten Spektrum zu finden.

Sind die Nachrichten darüber an Dir gänzlich vorbei gegangen?

Freitag

Frankfurter Rundschau

… nur mal ein paar Beispiele.

Beließ Dich doch einfach mal, ehe Du hier mit Deinen fragwürdigen Behauptungen aufwartest, nichts davon “mitzubekommen”.

Ansonsten bitte ich darum –> Thema beachten:
Hiroshima - Der Abwurf der ersten Atombombe

Kommentar von Hörman am 9. August um 15:04 Uhr

Beließ Dich doch einfach mal, ehe Du hier mit Deinen fragwürdigen Behauptungen aufwartest, nichts davon “mitzubekommen”.

Unterstelle mir doch nichts, was ich nicht gesagt habe.
Angesichts dessen, dass ich geschrieben habe:

Oder hängt diese Aussage damit zusammen, dass Du “früher regelmäßiges Opfer von deutschem Rassismus” geworden bist? Ich will dieses nicht anzweifeln.

kann ich dies nur als böswillige Unterstellung verstehen. Meine Frage war, auch um die eigene Gesellschaft als deutscher besser zu verstehen: Anhand welcher Handlungen der Deutschen äußert sich der erlebte Rassismus? Als deutscher bekommt man sicherlich Zeitungsmeldungen mit (und hier brauchst Du mich sicher nicht belehren), aber trotzdem würde mich das Erleben des gegebenenfalls alltäglichen Rassismusses interessieren. Diesen als deutscher wahrzunehmen ist deutlich schwieriger, aber durchaus ein bis zu einem bestimmten Grad sicher vorhandenes Problem. Im übrigen kein spezifisch deutsches. Die Vermutung von DirtyFinger, dass die deutschen eine besondere Neigung dazu haben geht meines Erachtens aus der Verwendung des Begriffes “arisches Stammvolk” hervor. Die deutschen, die in der Gegenwart rassistische Übergriffe begehen sollten jedoch aufgrund ihrer heutigen Taten verurteilt werden und nicht weil sie zu den Nachkommen des Volkes gehören, dass für den Holocaust verantwortlich ist. Wenn man die heute lebenden deutschen unter einen Generalverdacht stellt, dann ist dies in meinen Augen auch rassistisch, da man den deutschen eine Tendenz aufgrund ihrer “Rassenzugehörigkeit” unterstellt.

Wenn Dir solche Fragen aufstossen pony, dann bist Du offenbar nicht in der Lage differenziert und offen über dieses Thema zu diskutieren. Es würde Dir wahrscheinlich ebenso aufstossen, wenn jmd auf real existierende Probleme in Vierteln mit einer hohen Anzahl mit Menschen muslimischen Glaubens hinweist, die aber tatsächlich existieren. Viele (Betonung: nicht alle!) sehen nämlich die westliche Lebensweise, z.B. in Hinblick auf sexuelle Freizügigkeit, die Gleichberechtigung der Frau, oder schlicht aufgrund der Nichtbefolgung des Korans als minderwertig an. Nun braucht mir niemand erzählen, dass ich hier einer Medienpropaganda aufgesessen bin, da ich als langjähriger Bewohner von Berlin-Neukölln genug Erfahrungen sammeln konnte, um mir selber ein Bild zu machen.
Eine andere Frage ist, ob aus politischen Gründen (wie im Eingangsbeitrag beschrieben) in den Medien in bestimmter parteiischer Weise über die Entwicklungen im Nahen Osten berichtet wird, um die Bewohner auf Kurs zu halten (oder zu bringen). Diese beiden Fragen können jedoch in meinen Augen einzeln diskutiert werden.
Es besteht immer die Gefahr, dass man einer einseitigen Berichterstattung ausgesetzt ist. Im Fall des Atombombenabwurfes dürfte das Bedürfniss der USA die neue Waffe einzusetzen sicherlich viele Gründe gehabt haben. Ein sehr wichtiger Aspekt dürfte der Einsatz zur Machtdemonstration gegenüber der Welt als einziger Staat, der über diese Waffe verfügt gewesen sein. Welche Kräfte hier im einzelnen die Entscheidung Trumans beeinflusst haben, dürfte schwer nachzuvollziehen sein. Völlig neue Theorien, wie die Begründung durch riesige Goldreserven, die den Ausschlag gegeben haben, dürften ebenso falsch sein, wie solche die die Amerikaner einseitig in ein positives Licht stellen und das Ziel der Beendendigung der Kriegshandlungen und damit das Verhindern weiterer Toter (nach den Abwürfen der A-Bomben) als alleinigen Grund darstellen.

Kommentar von Memphis_Blues am 9. August um 15:16 Uhr

Die USA wollten beweisen, zu was sie fähig sind und wollten sich für Pearl Harbor rechen!

Jedem Land sollte vor Augen führt werden, wie die Antwort sein wird, wenn man sich einlässt, die USA anzugreifen.

Erstaunlicherweise wurde Pakistan, Iran, Irak und Afghanistan nicht mit einer Bombe dieser Art angegriffen!

Schwächelt die Supermacht oder haben die Länder die USA nicht angegriffen?

Kommentar von pony_huetchen am 9. August um 16:14 Uhr

@Hörmann
Wenn Du schreibst:

… wie sich regelmäßig ausgeübter Rassismus in Deutschland äußern kann. Vllt bekommt man als “Stammdeutscher” da ja einiges nicht mit, oder es gibt regionale Unterschiede?!

…ließt sich das schon einmal leicht wie eine unterschwellige Provokation.

Wenn Du dann weiter berichtest

… da ich als langjähriger Bewohner von Berlin-Neukölln genug Erfahrungen sammeln konnte, um mir selber ein Bild zu machen.

… klingt Deine Einlassung zu sachlicher Debatte noch weniger ernsthaft. In Neukölln zu wohnen und zu behaupten, nichts vom tagtäglichen Rassismus mitzubekommen, erscheint kaum einem Berliner glaubwürdig.

Wenn Dir an einer “differenzierten Debatte” gelegen ist, solltest Du Deine Fragen vielleicht einfach in der nötigen Sachlichkeit stellen.
Nur leider ist der Themenkomplex hier off-topic - deshalb bitte Debatte zum Artikel - und siehe Vorschlag:

Aber Du kannst uns ja einfach mal einen Erfahrungsbericht Deines Neuköllner Alltages schicken und wir stellen ihn als Artikel anderen Berichten aus Neukölln gegenüber als Diskussionsgrundlage.

Kommentar von Hörman am 9. August um 19:03 Uhr

Du stellst hier einfach nur fest, dass meine Diskussion unsachlich ist, ohne zu begründen warum. Darüber hinaus verbietest Du nebenbei eine weitergehende Diskussion mit der Begründung, dass es off-topic sei, antwortest aber selber ausschließlich auf diesen Teil meines Beitrages (willst Du damit einfach erreichen das letzte Wort zu haben?). Inwiefern tagtäglicher Rassismus für Neukölln typisch sein soll (und von welchen Gruppen dieser augeht) erläuterst Du leider nicht.

Offen gestanden weiß ich nicht, aus welchem Grund Du Dich an meinen Beiträgen so störst. Erkläre es mir, oder lass es bleiben, oder lösche von mir aus auch diesen Beitrag, weil er nicht zum Thema ist (auch wenn dies, wie erwähnt, nicht sehr konsequent wäre).

Kommentar von jacomo am 9. August um 19:28 Uhr

wie schon erwaehnt gehts hier um atombomben/hiroshma/nagasaki.

rassismus/neukoelln??

ein bisschen mehr respekt zum thema waere wohl angebracht.

Kommentar von DirtyFinger am 9. August um 20:29 Uhr

Ums kurz zu machen: Rassismus gegenüber Schlitzaugen wie mir äußerte sich in der Schulzeit durch Beschimpfungen, Hetzjagden, unprovozierte Prügel, Dauerbewurf durch Kastanien und Steinen auf dem Schulweg und Beschädigung von Eigentum.
Ich habe mich immer gefreut wenn Türken in meiner Klasse waren, weil die die Aufmerksamkeit meiner lieben Mitschüler auf sich zogen.

Und wie es wohl überall ist, so waren die Täter meist eine überschaubare Gruppe sophieophober möchtegern-Arier, die den Großteil dessen ausmachen, was ich als arisches Stammvolk bezeichnete.

Hörman braucht sich also nicht beleidigt fühlen weil ich ihn und unsere Mitdeutschen nicht für kollektiv schuldig oder rassistisch halte.

Aber um das Theme weiterhin interessant zu halten:
Die Atombomben damals hatten ihren Sinn, ganz Asien hat noch jahrzentelang beim Anblick von Pilzen gegrinst und die Befreiung von den Japanern wird am 15.August auch hierzulande von der koreanischen Gemeinde gefeiert (ich glaube, ich druck mal ein paar T-Shirts mit Atompilzen über Japan, die finden sicher guten Absatz).

Kommentar von Hörman am 10. August um 09:38 Uhr

Ich habe mal gehört, dass es zwischen Japan und den asiatischen Staaten, die unter japanischer Herrschaft gelitten hatten nur wenig Aufarbeitung und Aussöhnung gegeben hat. Verständlich ist es wohl, dass die militärische Niederlage der Japaner nach jahrzentelanger Unterdrückung gefeiert wird. Etwas völlig anderes ist es in meinen Augen, wenn der Abwurf der Atombomben gefeiert wird, die viele unschuldige Menschen getötet haben.

Ich bin nicht über die Details informiert, die das Verhältnis von Japanern und Koreanern in der Gegenwart ausmachen. Immerhin haben diese Länder ja gemeinsam die WM 2002 augerichtet. Auf der anderen Seite hört man von fehlenden Entschuldigugen von Seiten der Japaner und Kritik zu dem Besuch des Yasukuni-Schreines.

Wäre es nicht Voraussetzung einer (hoffentlich) angestrebten Aussöhnung auch das Leid der Japaner zu respektieren, auch wenn die Koreaner für dieses nicht verantwortlich sind?

Die Angriffe auf Dich wärend der Schulzeit hören sich übel an…nach Hohlköpfen, die sich unter rechter Gesinnung sammeln (solche Gruppen gibt es wohl leider überall in Deutschland). Du mußt (nach meiner Einschätzung) schon besonderes Pech gehabt haben, immer wieder auf solche Leute getroffen zu sein. Erfahrungen die ich gemacht habe, waren anderer Natur: Agressives Auftreten Jugendlicher ausländischer Herkunft, bei denen ich auch wiederholt als “Scheiß-Deutscher” beschimpft, mit dem Messer bedroht, und angegriffen wurde. Die heutige Gesellschaft in Deutschland ist halt komplex. Agressive Übergriffe und Diskriminierung häufen sich jedoch vor allem im jugendlichen Alter.

Kommentar von Abha am 10. August um 11:42 Uhr

Sixty-Two Years After the Hiroshima and Nagasaki Bombings
by David Krieger, August 4, 2007

Auszug aus dem Artikel:

We live today not only with Mutually Assured Destruction, but also Mutually Assured Delusions (also MAD) – delusions that we can possess these weapons indefinitely and not have them be used by accident or design or fall into the hands of extremist groups. A key element of this delusional behavior is found in the belief that we can develop missile defenses that will protect against nuclear weapons. Another aspect of the delusional behavior is the belief that we can allow nuclear power plants to be spread throughout the world without triggering nuclear proliferation.

In addition to the constant threat to destroy cities, countries and civilization, three aspects of nuclear weapons that I most deplore are: first, they kill indiscriminately – men, women and children, the aged and the newly born, civilians and combatants – and are thus illegal under international law; second, because they are long-distance killing machines that target innocent people, they make cowards of their possessors; and third, they undermine democracy by placing such enormous power to destroy in the hands of a single individual or small cabal.

There are currently nine nuclear weapons states: the US, Russia, UK, France, China, Israel, India, Pakistan and North Korea. More than 95 percent of the weapons are in the arsenals of the US and Russia, countries that continue to integrate these weapons into their military strategies. The US unfortunately promotes nuclear double standards – one set of rules for friends and allies such as Israel and India, and another set of rules for potential enemies such as North Korea and Iran. Such double standards cannot hold, and it is delusional to think that they can.

http://www.wagingpeace.org/art....._after.htm

NO NUKES!!!

“I will write peace on your wings and you will fly all over the world.”

With those words, 12-year-old Sadako Sasaki wrote her own legacy and opened new avenues in the quest for peace.

Many people know the story of the brave, athletic Japanese girl. She was diagnosed with leukemia 10 years after being exposed to radiation at the age of two years from the Hiroshima atomic bomb.

She started folding origami paper cranes after a friend reminded her of a legend: if one folds a thousand cranes, one will live to be very old. As she folded the cranes, she would say the words written above.

Sadako had intimate knowledge of the costs of war and nuclear attack. Her health was waning, yet she wanted to spread peace.

She folded 644 cranes before she succumbed to the disease. By her example and her insight, she continues to inspire people and organizations around the world. The Nuclear Age Peace Foundation is one of those organizations.

link

Kommentar von Beobachter am 5. Dezember um 19:46 Uhr

@ Matt
“Übrigens fragen sich auch in Europa inzwischen Einige, wohin die Kriegsbeute nach 1945 verschwunden ist: http://www.reichsbankgold.de/
Ein Teil des deutschen Staatsschatzes (er soll eine immense Höhe haben) lagerte zu NS-Zeiten in der Türkei und wurde nach der Kapitulation von der Türkei einfach unterschlagen und bis heute nicht wieder zurückgegeben. Das ist eben “Siegerrecht”, auch wenn der “Sieger” vorher mit den Verbrechern kooperiert hat.
Den anderen Teil, darunter das NS-Gold, haben die Amis und Russen zusammen mit der Nazitechnik mitgenommen.

Kommentar von Jahrestag » Blog Archive » Moma Marković am 4. Mai um 08:32 Uhr

[...] Politblog.net » Der 62. Jahrestag von Hiroshima Jahrestag des ersten Atombombenabwurfes der Geschichte. Der zweite Atombombenabwurf auf Nagasaki geschah drei Tage später, am 9. August 1945. [...]

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